Qo'noS

    • 24./25. Jhd.

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    • Große Halle des Hohen Rates

      „Nuq’neH Ba’Rot.“ „Nuq’neH Sophie ‘la.“ Mit einem knappen Nicken passierte der hünenhafte Klingone die Menschenfrau, die er um einen Kopf überragte. Es hatte nur knapp zwei Wochen unermüdlichen Grüßens gedauert, bis sämtliche Mitglieder des Hohen Rates sie nicht mehr ignorierten, drei, bis alle sie zurückgrüßten. Sie zu übersehen war auch praktisch unmöglich, immerhin stach sie nicht nur aufgrund ihrer Sternenflottenuniform in der Großen Halle wie ein bunter Targ hervor. Es war auch nicht ihre eher schmale Statur, die Haare waren schuld. Zwischen all den dunkelhaarigen oder ergrauten Klingonen, die ihr Haar meist offen trugen fiel ihr helles blondes Haar unweigerlich auf. Sie würde nie eine von ihnen sein und im Moment reichte es aus, nicht wie Luft behandelt zu werden.


      Ihre bloße Anwesenheit war schon Wunder genug, zumindest wenn man die Ereignisse der letzten Jahrzehnte betrachtete. Und sie war alles, was sie sich erträumen konnte. Und es war alles schnell gegangen. Noch vor drei Monaten hatte sie Kanzler Q’naH auf Asli V darüber berichtet, wie sie seinen einzigen Sohn getötet hatte, lange, in einem anderen Leben. Die Befürchtungen einiger ihrer Kameraden hatten sich nicht bewahrheitet, sie war noch am Leben, vielleicht mehr als jemals zuvor. Wie sie hier gelandet war statt auf einem Forschungsposten auf Veritar IV – die Militärarchive auf Qo’noS waren allerdings noch umfangreicher – das war eine andere Geschichte.


      Aktuell beschäftigte sie eine andere Frage. Warum war die Große Halle so klein? Für das Zentrum eines interstellaren Reiches war das Gebäude belustigend winzig, die eigentliche Ratskammer ein schlechter Witz. Vor 10 Jahren, bei ihrem ersten Besuch hier, war ihr das noch nicht aufgefallen, wenn auch wohl kaum aufgrund ihrer damals etwas geringeren Körpergröße. Mittlerweile kam es ihr vor wie Understatement, in Verbindung mit den Palästen – auch wenn dieses Wort unter den Klingonen verpönt war – der Großen Häuser, die im Vergleich zur Heimat des Hohen Rates höchst opulent ausgestattet waren, schien es ihr eher Ausdruck der verwickelten Haltung vieler Klingonen zur Zentralmacht zu sein. Ihr gefiel die Architektur. Sie war simpel und verständlich, genau das richtige für sie. Die Ausleuchtung war eher suboptimal, sicher nicht um Strom zu sparen, doch im Vergleich zur bombastischen Architektur der Grinori oder dem Cardofaschismus.


      Dafür gab es dort besseres Essen. Zwar wurde sie nicht zu jeder Mahlzeit mit Gagh konfrontiert wie in gefühlt jeder zweiten Sitcom, doch sie vermisste die heimische Küche. Doch Klingonen waren gesellig und so war jede Mahlzeit ein Dienstessen und das verbrachte man besser mit den Klingonen, zu denen man die Verbindung halten sollte, und nicht mit den Angehörigen der Föderationsbotschaft. Heute stand ein Essen im Nachbargebäude der Großen Halle an, mit den Söhnen von Qro’naq, einem der in den ehemals romulanischen Gebieten ansässigen Häuser, einer der Newcomer während der Herrschaft Q’naHs. Hoffentlich würde es nicht doch eine schleimige und kriechende Überraschung auf ihrem Teller geben …
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Bisher war das Abendessen gut verlaufen, wobei man noch nicht wirklich beim Essen war, zumindest für klingonische Verhältnisse. Das Angebot war exotisch, ebenfalls zumindest für klingonische Verhältnisse. Neben Käsestücken wurden würzige Blätter romulanischer Herkunft gereicht, wohl importiert aus dem Sprengel der Besatzungszone unter der Verwaltung des Hauses Qro’nag. Doch die würzigen Blätter – Sophie würde noch einmal nach dem Namen fragen müssen, denn sie konnte sich vorstellen, dass diese sich gut mit Rotwein und französischem Käse machen würde – waren nicht die einzigen Dinge romulanischen Ursprungs im Raum. Mit den beiden Söhnen des Hauses Qro’nag, Te’Hen und NuD’laH im Raum befand sich auch der romulanische Verwalter Marus, der seit einigen Jahren im Dienste des klingonischen Hauses stand. Der Romulaner, der eine Mischung aus romulanischer und klingonischer Kleidung trug, zivil und ohne sichtbare Waffen, war anders als die beiden Klingonen bisher still gewesen. Soweit sie wusste war er ein Spross des niederen romulanischen Adels, der seit der Vernichtung eines Großteils des Senatsadels in den letzten Jahrzehnten verstärkt in den Vordergrund getreten war. In der Romulanischen Republik würde er wohl einer senatorischen Familie angehören, doch im ehemals romulanischen Teil des Klingonischen Reichs hatte man wenig von der Erhebung der dem neu konstituierten Senat angehörigen Adligen gehalten und war bei alten Titeln geblieben, die noch zudem aufgrund einer wahrscheinlich militärischen Vergangenheit leichter in die klingonische Sprache und das Herrschaftssystem zu integrieren waren.

      Die Gesprächsthemen waren bisher nicht ungewöhnlich gewesen, Sophies Rolle beim Kampf gegen die Jem’Hadar zum Beispiel. Und schließlich war man auf Marie zu sprechen gekommen. Ihrer Mutter würde sie wohl selbst auf der klingonischen Heimatwelt nicht so schnell entkommen. Doch sie wollte sich gar nichts vormachen. Ohne diese Verbindung wäre sie gar nicht hier, nicht weil sie als Günstling den Posten erhaschen konnte, sondern vielmehr aufgrund ihrer Bekanntschaft mit dem klingonischen Kanzler und dessen Familie. Und die Tochter eines Admirals ließ sich als Verbindungsoffizier viel leichter in das klingonische Weltbild integrieren. Als es in der anliegenden Küche lauter wurde und der Geruch von gegrilltem Fleisch in den Speisesaal vordrang stand das Gespräch kurz davor ernst zu werden. Es ging um die Akzeptanz der Klingonischen Besatzungszone. Sophie vermied diese Bezeichnung natürlich, zumal es im Klingonischen keinerlei Eigenbezeichnung mit einer solchen Konnotation gab. Der klingonische Name war direkt übersetzt allerdings auch nicht gerade der Gipfel der Kreativität, „Neue Gebiete“ war auch auf klingonisch nicht gerade eine sexy Bezeichnung. Doch bevor man auf die kritische Frage nach der rechtlichen Anerkennung der Gebiete als integralen Bestandteil des Klingonischen Reiches durch die Föderation kam, faktisch wagte daran schon lange bis auf die größten Romulanerfans innerhalb der Föderation niemand mehr zu rütteln, kamen die Bediensteten erneut in den Raum.

      Targ, es war definitiv Targ. Kein Gagh. Als das tote Tier aufgetischt war ging es an die Geschichte des Targs, eine epische Geschichte von Ausdauer und Bla Bla Bla. Sophie war einige Male jagen gewesen, doch bevorzugte das schnelle Erlegen von Tieren. Te’Hen und NuD’laH machten aus der Jagd eine epische Erzählung, eine stundenlange Pirsch, gefolgt von einem epischen Showdown. Am Ende will Te’Hen den Targ mit seinen Zähnen erlegt haben. NuD’laH hingegen konnte bei diesem Detail nur lachen, das herzhafte klingonische Lachen: „Nun, es zuckte nur noch herum. Und mein guter Bruder und ich hatten Hunger. Da hat der Hunger wohl den guten Te’Hen übermannt und er hat versucht den Targ zu verspeisen, noch bevor er seinen letzten Atem getan hat. Du wirst sehen Sophie, das Haus des Qro’nag ist nicht nur bekannt für seine gutaussehenden Söhne, sondern vor allem für deren Appetit!“ Nun stimmte auch der jüngere Bruder in das Lachen ein. „Und falls dir der Targ nicht so sehr behagt, haben wir eine Überraschung für dich.“

      Einer der Bediensteten brachte ein abgedecktes Tablett herein. Er stellte es auf dem Tisch vor Sophie ab und hob dann den Deckel. „Es ist ein Gewürz, das bei euch auf der Erde wohl zu vielen Speisen gereicht wird und den Geschmack unzähliger Gerichte optimiert. Ich muss sagen, mir gefällt es auch zunehmend.“ Als sie es sah, musste auch Sophie in das heitere Lachen einstimmen. Vor ihr stand … kein Gagh, sondern eine Flasche Tomatenketchup …
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Private Wochenplanung mit Notizen von Lieutenant Commander Sophie Davion, Teil 1

      =A= NfD =A=


      Montag

      Sitzung Hoher Rat – Flottenpräsenz der Reichsstreitkräfte in den „Neuen Gebieten“; mögliche Klärung der Frage, wie diese zahlenmäßig zu Hauseinheiten vertreten sein sollen, interessant vor allem in Bezug auf zunehmende romulanische Präsenz an der Grenze. Besondere Aufmerksamkeit gilt Qro’naG, welchem die Integration romulanischer Verwaltungsstrukturen besonders gelungen ist.

      Mittagessen Te’Hen – könnte länger dauern; Garderobe: egal, darauf achten, dass dich Te’Hen nicht aus dieser rausbekommt. Gesprächsthema je nach Verlauf der Ratsdebatte; wird sich mit eigener Meinung so kurz nach Debatte zurückhalten, jedoch wird ihm wahrscheinlich seine Wahrnehmung der Haltung der anderen großen Häuser gegenüber seinem Haus zu entlocken sein. Besonders kritische durchaus rassistisch bedingte Meinung des Hauses VroQna zu thematisieren.

      Abendessen mit Botschafter Föderation – Garderobe: Dienstuniform dieses Mal beim Wein besser aufpassen: nur weil es kein Blutwein ist kannst du davon nicht flaschenweise trinken. Hauptthema die Präzisierung offizieller Sprachregelungen seitens des Außenministeriums, erneut auf Kompromiss zur Begrifflichkeit der „Besatzungszone“ drängen, Kurzbericht zu Ratssitzung, vor allem persönliche Beobachtungen, nicht für unmögliche Traumtänzerlösungen einspannen lassen.


      Dienstag

      Frühstück mit Militärattaché Botschafter der Föderation – Frage nach Flottenpräsenz der Sternenflotte im klingonischen Raum, ggf. humanitäre Mission in „Neuen Gebieten“; Kooperation Sternenflottenakademie und Klingonische Offiziersakademie: Möglichkeit der Wiederaufnahme des Austauschsprogramms? Weitere Kontakte in Klingonischen Streitkräften? Briefing zur Besprechung mit Flottenplanungsbüro

      Besprechung Flottenplanungsbüro der Klingonen – Briefing über technische und taktische Entwicklungen; Klingonen halten sich bisher bedeckt, womöglich etwas im Busch

      Mek’Leth-Training – Medizinischer Dienst des Diplomatischen Corps informiert, ebenso Sicherheitspersonal der Botschaft falls Niruq mich wieder blutend zum Botschaftsgelände schleppt. Dieses Mal besser auf linkes Bein aufpassen.


      Mittwoch

      Audienzen bei Kanzler Q’naH – Themen und Bittsteller unklar; Protokollarische Aspekte erneut prüfen, Pausen zu Anfertigung von Notizen nutzen.

      Abendessen mit Q’naH – Garderobe: Rotes Abendkleid mit dk’tagh und Phaserpistole an Gürtel. Besprechung der Audienzen, persönliche Einschätzung zu Kritik an Integration der romulanischen Bevölkerung ins Reich erfragen; Weiteres Vorgehen gegenüber Qro’nag; Weitere Kooperation zwischen klingonischen Reichsstreitkräften und Sternenflotte, Hausstreitkräfte? Darauf achten, dass Q’naH dabei nicht nur versucht seine Hausmacht zu vergrößern. … … Bar‘Sagh

      =A= NfD =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Donnerstag

      Fertigstellung wöchentlicher Bericht Sternenflottenkommando – Klarere Trennung von persönlichen Einschätzungen und Analyse für Stabsoffiziere, nicht nur Maman liest es; Bezugnahme auf Themen der letzten Woche, klarer erfragen, welche Informationen verschiedene Bereiche des Flottenkommandos wünschen.

      Falls möglich: Laufen gehen: Am besten noch vor dem Mittagessen danach zu warm noch einmal erfragen, wo man innerhalb oder auch außerhalb der Hauptstadt laufen gehen kann; Klingonen sind nicht gerade als Langstreckenläufer bekannt und ein Mensch in knapper Sportkleidung, der durch die Hauptstadt joggt, erregt unnötige Aufmerksamkeit, ggf. auf nördlichem Kontinent angenehme Laufstrecken – kann man dort auch schwimmen gehen? Frage nach Transporternutzung: Botschaft, Sternenflotte, klingonisches Haus? Keine Abhängigkeit erzeugen, Compliance-Vorschriften des Diplomatischen Corps beachten … yay.

      Auswertung Geheimdienstberichte zu „Neuen Gebieten“, offizielle Haltung des Föderationsrates zur juristischen Anerkennung – v.a. Überprüfung zentraler oder auch auffälliger Aussagen aus vergangener Woche, Umfang abhängig von Verlauf der Sitzung des Hohen Rates und der weiteren Unterredungen; interessant v.a. Abgleich der Einschätzung der klingonischen Protagonisten mit denen unserer Nachrichtendienste: Unterschiede herausstellen und diesen nachgehen bzw. um Neubewertung bitten; hierbei v.a. das Verhältnis von Haus- und Reichseinheiten im Gebiet der „Neuen Gebiete“ beachten; erneut Überprüfung, inwiefern sich eine konkrete Stellung des Präsidenten oder Föderationsrates zu den „Neuen Gebieten“ abzeichnet, wird langsam Zeit …


      Freitag

      Dienstbesprechung mit Verwalter Marus – Stimmung in der romulanischen und vormals romulanisch beherrschten Bevölkerung gegenüber Klingonen und Romulanischer Republik, Frage der Loyalität gegenüber dem „neuen Adel“ in Republik, immerhin sind dies allesamt Emporkömmlinge und lokaler Adel hat durch Besatzung die Chance des Aufstiegs verpasst. Also Frage ob Verbleib im klingonischen Reich für lokale Führungsschicht im Hinblick auf den laufenden Integrationsprozess ins Klingonische Reich nicht sogar attraktiver ist. Wäre dies der Bevölkerung zu verkaufen oder spielt dies mittlerweile gar keine herausgehobene Rolle mehr für diese?; Möglichkeit von Föderationsbeobachtern? Regionale Unterschiede bei Integration, Verwaltung/Gesellschaft? Vorsicht! Marus‘ Loyalität ebenfalls nicht abschließend gesichert.

      Recherche „Neue Gebiete“ in Föderationsbotschaft – Nacharbeit zu Auswertung der Geheimdienstberichte vom Vortag, v.a. Nacharbeit zur Vervollständigung eventuell unvollständiger Modelle, wow, tolle Formulierung Sophie; ggf. persönliche Unterredungen nutzen; offene Fragen nach Gespräch mit Marus klären.

      Basketball in Föderationsbotschaft – Aufpassen mit Ellenbogen und Unterarm, Hochkonsul Narita duckt sich oft unter einem hinweg und du solltest ihm nicht noch einmal fast K.O. schlagen … Sporthalle der Botschaft hat keine Duschen und Umkleiden und Botschaftspersonal eher prüde, d.h. schon in Sportsachen kommen und daheim duschen, auf keinen Fall danach wieder bei Jessie duschen, der schien dies falsch verstanden zu haben; nochmal schauen, ob nicht wenigstens genug Leute für Futsal zu haben wären.


      Samstag

      Recherche Yulyush K'ayshar – Geschichte, Rezeption, Besetzung; schauen inwiefern Wissen darüber in unseren Kreisen vorausgesetzt wird und ab wann es Klugscheißerei durch Menschenfrau wird; noch einmal aufpassen nicht mit menschlicher Version des Dramas zu verwechseln; persönliches Interesse: Historischer Hintergrund der klingonischen Version.

      Mittagessen in Föderationsbotschaft – genug Energie für Rest des Tages anfuttern, aber nicht den gesamten Bauch füllen, da sonst beim Festmahl kein Platz mehr ist, was wiederum als Schwäche ausgelegt werden könnte.

      Kurzbesprechung mit Botschafter Prin – gewünschte Informationen und Beobachtungen für Rest des Tages? Fragen, wie das Kolinahr seines Sohnes bisher verlief.Prin hat auch immer private Fragen gestellt, scheinbar denkt er, dass ich das so wünsche, also sollte ich ihm hier entgegen kommen. Eventuell letzte Informationen einholen, überlegen, wie ich einen zu langen Monolog höflich aber bestimmt beenden kann.

      Besuch der Aufführung von Yulyush K'ayshar mit Ner’Heq und RIDal – Klingonen führen Stücke ohne Pause auf, es werden zwar Getränke gereicht, aber nicht einmal Snacks; Die Sitze sollen verdammt ungemütlich sein, aber Sitzkissen dürften ein wenig unklingonisch rüberkommen … Vielleicht wäre weniger Sport doch eine gute Lösung, oder aber mehr Blutwein; tatsächlich Problem genug zu trinken, wenn nur Blutwein gereicht wird … vorher viel zu trinken vielleicht nicht ideal, da ich die Toilettensituation im qlob-Theater nicht kenne, das wäre vielleicht ein notwendiges Thema für weitere Recherche, die Freuden des diplomatischen Diensts auf einer fremden Welt … Andererseits, schlimmer als Grinori- oder gar Ketgor-Einrichtungen kann es kaum werden …

      Festmahl zu Ehren der Vermählung von Bratan, Sohn des Ner’Heq und Sinon, Tochter des RIDal – scheinbar muss ich kein Geschenk oder ähnliches mitbringen, die offizielle Feier findet ja erst nächsten Monat statt, aber die Sitzungen des Hohen Rates ermöglicht gerade im Moment die Anwesenheit vieler Vertreter der großen Häuser; Tatsächlich wird es wohl einfach eine riesige klingonische Party, also gilt aufpassen … und feiern.


      Sonntag

      Kater ausschlafen, vorausgesetzt ich wache je wieder auf. Klingonische Partys sind intensiver als alles, was ich je zuvor erlebt habe; solange ich am Ende ohne Knochenbrüche, großen Blutverlust und alleine im eigenen Bett aufwache ist alles doch im Rahmen geblieben …

      Laufen – hoffentlich habe ich die Frage von Donnerstag geklärt, ansonsten eben verkatert durch die Hauptstadt stolpern. Am besten einfach nicht drauf achten und irgendwas hören, Laufmusik wäre wohl bei dickem Kopf nicht ideal. Ich könnte mir die Sage über die „Quelle des Molor und Quelle des Kahless“ anhören; GonraD hat es mir empfohlen, bevor ich in den nächsten Wochen TImatlh und GirDruD auf ihrer kleinen „Pilgertour“ begleite.

      Recherche Private Führung durch Klingonische Offiziersakademie – Geschichte, Ausbildungsinhalte, Auswahl. Wichtige Informationen, umbei Führung durch General DIaqIte alles zu verstehen; wahrscheinlich, dass ich in einigen Monaten Gastvorträge halten werde, mögliche Grundlage von engerer Kooperation zwischen Klingonischer Offiziersakademie und Sternenflottenakademie, Maman hat in letzterer naturgemäß noch eine Menge Beziehungen; von persönlichem Interesse: Behandlung der Kanzler von K’Mpec bis Q’naH sowie die historische Rezeption General Changs …

      Und im Nachhinein stelle ich wieder fest, kein Wochenende …
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Immerhin war es nicht mehr kalt, nur noch klebrig. Aber dafür waren die letzte Tage ein Abenteuer gewesen, wie sie es sich als kleines Mädchen immer erträumt hatte. Und die klebrigen, geronnenen Reste ihres eigenen Blutes, des Blutes ihrer beiden Begleiterinnen und des Blutes eines Targs am ganzen Körper und der Kleidung waren ein ziemlich geringer Preis dafür, ebenso wie der Schnitt an ihrer linken Handfläche. Und es war nicht jeden Tag, dass man mit den beiden Töchtern des Q’naH die Reise des Übergangs begehen konnte. Sie hatte sich vorher ausgiebig informiert, über die Geschichte des Rituals, seine Bedeutung für junge klingonische Frauen und ihre Rolle als Zeugin.

      Scheinbar war das Ritual deswegen nicht so bekannt, weil Frauen bis auf wenige Ausnahmen im klingonischen Hochadel nicht in der ersten Reihe gestanden hatten.Bei TImatlh war das anders. Als einziges verbleibendes leibliches Kind des Q’naH stand sie seit Jahren vermehrt in der Öffentlichkeit. Ihre Adoptivschwester GirDruD war dabei immer an ihrer Seite. Warum Q’naH keinen Jungen adoptierte oder mit seiner sicherlich noch gebärfreudigen Frau weitere Kinder zeugte hatte sich Sophie auch nach der Reise ebensowenig erschlossen wie GirDruDs Rolle. Jedenfalls waren beide Frauen, eigentlich noch Mädchen aber nach klingonischer Defition jetzt definitiv Frauen, nun heiratsfähig und konnten ihre Dynastie, das Haus Q’naH, fortführen. Die Tatsache, dass Sophie trotz ihres Alters noch keine Kinder hatte schien die beiden zu überraschen, sogar viel mehr noch als die Tatsache, dass sie keinen Vater hatte. Nach Ansicht der beiden lag das an Sophies mädchenhafter Statur, die für Männer nicht unbedingt attraktiv sei. Diese teilte sie zwar mit ihren beiden Begleiterinnen, doch waren diese zuversichtlich, aus dieser bald herauszuwachsen.

      Überhaupt war die Reise äußerst kommunikativ gewesen. Vielmehr als gefroren, geschwitzt, gejagt und gegessen wurde geredet und gesungen, für Sophies Geschmack jedoch zu wenig getrunken. Das war wohl auch gut so, denn die beiden hätten Sophie problemlos unter den nichtvorhandenen Tisch gesoffen. Und was für eine miese Zeugin musste berauscht von den beiden Initiantinnen von einem Ort zum anderen getragen werden? So langsam hatte sie sich daran gewöhnt unter Klingonen zu sein. Ihr gefiel es hier. Es war roh, direkt, aber irgendwie geregelt. In vielen Momenten musste sie noch etwas länger nachdenken, bevor sie etwas sagte oder tat, aber das lag eher daran, dass sie in offizieller Mission hier war, auch wenn sie regelmäßig selbst daran erinnern musste nicht im Urlaub zu sein.

      Die drei Frauen, alle mit um die 1,85 m etwa gleich groß, überquerten den großen Platz vor der Großen Halle des Hohen Rates. Bis zum Anwesen Q’naHs in der Hauptstadt waren es nur noch wenige hundert Meter. Bis dahin würden die drei noch einige Blicke auf sich ziehen, vor allem die beiden Klingoninnen natürlich. Schon auf den ersten Blick waren sie im Moment als heiratsfähig zu erkennen und auf dem zweiten Blick als Kriegerinnen des Hauses Q’naH. Sophie wirkte dort nur als Verstärker, denn die wenigsten Klingoninnen liefen mit einem Menschen als Begleitung durch die Hauptstadt. Hinzu kam, dass das Blut der Reise des Übergangs auf Sophies Haut und in ihrem blonden Haar weitaus mehr herausstach als bei den deutlich dunkleren Haut und Haaren der Klingoninnen. Dennoch erkannte Davion – trotz oder gerade wegen ihrer illustren Begleitung - nicht, dass ein männlicher Klingone sie intensiver betrachtete und als Braut in Erwägung zog. Vielleicht war das auch besser so…
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
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