Angepinnt Presseschau

    • 25. Jhd.

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    • 22. Flotte trifft im Gebiet des Eden-Dreibundes ein

      22. Flotte trifft im Gebiet des Eden-Dreibundes ein
      PX-312, 12.03.2392 (70194,07), TAJ

      Die Sternenflotte hat nun, ohne allerdings offiziell Stellung zu beziehen, auf das erneute Säbelrasseln des Klingonenpaktes (Wir berichteten) reagiert und die 22. Flotte in das Gebiet des Eden-Dreibundes verlegt. Elemente dieser Flotte hatten bereits an Kampfhandlungen während der Tholianischen Annexionskrise teilnommen. Die Hauptaufgabe der Flotte wird dabei die Sicherung des Eden-Dreibundes sein, der bereits seit einigen Jahren durch die erneuerten tholianischen Expansionsbestrebungen gefährdet ist.

      Den uns vorliegenden Informationen nach ist die Sternenflotte jedoch dazu angehalten sich nur bis auf 1,5 Lichtjahre an die Grenze zu nähern. Ein Streifen dieser Breite gemessen von der aktuellen tholianischen Grenze war seitens des Eden-Dreibundes und der Föderation als eine Art Neutrale Zone vorgeschlagen worden. Aufgrund der Abwesenheit der Tholianer bei den Waffenstillstandsverhandlungen nach der Annexionskrise wurde diese jedoch nie formal etabliert (Wir berichteten).

      Vice Admiral Davion, Kommandantin von Sternenbasis 613 auf PX-312, gab zu verstehen, dass die Etablierung der 1,5 Lichtjahrzone noch nicht vom Tisch sei und bei erneuten Verhandlungen seitens des Dreibundes und der Föderation erneut vorgebracht würde. „Als Geste des guten Willens möchten wir uns jedoch bereits jetzt an unseren Vorschlag gebunden fühlen und so unseren tholianischen Nachbarn das Gefühl einer Bedrohung durch die Föderationspräsenz im Eden-Dreibund nehmen“, so Davion weiter.

      Wie Captain Stangeland Horpestad, Verbindungsoffizier der Sternenflotte zu den Streitkräften der Mitglieder des Eden-Dreibundes, erklärte seien bis zur Mitte des Jahres bereits mehrere gemeinsame Manöver mit den Flotten der Grinori-Allianz und der Tribat geplant. Die Ketgor, das 3. Mitglied des Dreibundes, unterhält keine organisierten Streitkräfte.

      "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
      "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
    • Die Mär von der grausamen klingonischen Besatzung
      Ein Bericht über die wahren Zustände über die Besatzungszone
      Turia/KBZ, 17.03.2393 (70207,75)

      Wie die Geier fielen die Klingonen über die Welten des romulanischen Sternenimperiums her, zermalmten die kümmerlichen Reste der romulanischen Streitkräfte und setzten umgehend ein grausames Besatzungsregime ein. Tausende Kinder verhungern täglich, Abermillionen Romulanerinnen wurden durch marodierende klingonische Kriegerhorden geschändet, planetare Regierungen samt ihrer Familien öffentlich hingerichtet und zahlreiche Metropolen den Flammen übergeben. Und auch heute, 6 Jahre nach dem Beginn der Besatzung halten diese unerträglichen Zustände an. Doch wie viel Wahrheit steckt in all diesen Aussagen?

      Fakt ist: Die klingonische Invasion des Romulanischen Sternenimperiums kam überraschend. Doch dabei schienen damals wie heute die meisten Personen die Tatsache zu ignorieren, dass die eigentliche Invasion erst nach dem gescheiterten Attentat auf Kanzler Q’naH durch den Tal Shiar startete. Die zuvor in den romulanischen Raum eingedrungenen klingonischen Schiffe befanden sich auf Einladung der romulanischen Autoritäten dort. Problematisch war damals wie heute die Legitimität dieser Autoritäten, war die Verwaltung des Sternenimperiums nach der Zerstörung von Romulus doch umgehend zusammengebrochen. Regionale Machthaber übernahmen die Macht, einige für kurze Zeit, einige für längere Zeit. Auch der aktuelle romulanische Alleinherrscher, Prätor Octavias startete damals als einer dieser regionalen Machthaber. Was die meisten vergessen: Nicht alle dieser Machthaber waren alle Romulaner, und das hat für ihr Handeln enorme Konsequenzen.

      Doch zuvor ein kurzer historischer Ausflug: Das Romulanische Sternenimperium entstand keineswegs durch die friedliche Kolonisierung der umliegenden Welten durch romulanische Siedler. Auch schlossen sich nicht zahlreiche Spezies zu einem Sternenimperium zusammen, wie es bei der Föderation der Fall war. Das Romulanische Sternenimperium gleicht stattdessen vielmehr dem Klingonischen Reich oder dem Dominion. Es expandierte durch militärische Eroberung. Die meisten seiner Mitgliedswelten wurden mit Waffengewalt erobert uns in die Reichsstruktur integriert. Zwar hat die Bevölkerung sich den romulanischen Gepflogenheiten stellenweise angepasst – sichtbar vor allem bei den lokalen Eliten - doch eins wurden sie dadurch nicht: Romulaner. Gerade die äußeren und damit am spätesten eroberten Welten haben sich die Kultur der sie bewohnenden Spezies beibehalten. Und zahlreiche Bewohner dieser Welten fühlten sich, ausgebeutet durch romulanische Eliten und überwacht durch den schier übermächtigen Tal Shiar fühlten sich in ihrer Haut nicht besonders wohl. Und mit Romulus wurden auch die wirtschaftlichen und politischen Vorteile der Zugehörigkeit zum Sternenimperium vernichtet. Die einheimische Bevölkerung stand schon vor der Katastrophe nicht besonders weit oben auf der Prioritätenliste der romulanischen Verwaltung.

      Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass vor allem nicht-romulanische Machthaber auf die klingonischen Hilfsangebote eingingen, auch wenn dies mit der bisherigen Politik des Romulanischen Sternenimperiums nicht zu vereinigen war. Zwar genossen die Klingonen auch bei ihnen nicht den Ruf nette Zeitgenossen zu sein, doch anders als die bisherigen romulanischen Fremdherrscher schienen diese doch in der Lage für Stabilität und Frieden zu sorgen. So kam es bei der Besetzung der größtenteils nicht-romulanischen Welten des Sternenimperiums auch nur zu wenigen Zwischenfällen. Oft wurde die romulanische Elite der einzelnen Welten bereits von der einheimischen Bevölkerungsmehrheit getötet oder zumindest vertrieben. Wo die Klingonen nicht als Befreier erschienen, so waren sie doch auch nur neue Fremdherrscher mit merkwürdigen Stirnwülsten statt einem Paar spitzer Lauscher.

      Doch wie sind nun die aktuellen Zustände? Die meisten besetzten Welten wurden von Kanzler Q’naH kleineren Häusern als Lehen unterstellt. Bei diesen handelte es sich oft nicht um Verwaltungsexperten, weswegen sie die meisten Strukturen einfach beim alten beließen. Öfter denn nicht gleicht die politische Struktur auf den klingonisch besetzten Welten heute eher ihrer ursprünglichen Form vor der romulanischen Besatzung. Die Bespitzelung durch den Tal Shiar ist heute einer zumeist lokal organisierten Polizei gewischen, die bei Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung der Bevölkerung weitaus mehr Freiheiten lässt als das romulanische Unterdrückungsorgan. Die von den Häusern gestellten Garnisonen greifen nur in Ausnahmefällen ein, zwingen aber der planetaren Bevölkerung auch keineswegs den eigenen Lebensstil auf.

      Doch woher kommen dann all die Berichte über die zahlreichen Gräueltaten der klingonischen Besatzer? Natürlich kommt es hin und wieder zur Eskalation. Beim Gre’Taq-Massaker auf Narana II kamen 1200 Zivilisten ums Leben, als die klingonische Garnison des Hauses Gre’Taq friedliche Proteste mit Schwertern wortwörtlich niederschlug. In der oft reißerischen Berichterstattung wurde dabei aber zweierlei unter den Tisch gekehrt: 1. Kanzler Q’naH entzog dem Haus Gre’Taq nach Abschluss der Ermittlungen umghend das Lehen. Gre’Taqs Sohn Miron tötete daraufhin seinen Vater, um eine Entehrung seines Hauses zu verhindern. Seitdem wurden von Narana II keine größeren Zwischenfälle gemeldet. 2. Aus der klingonischen Besatzungszone dringen viel mehr Nachrichten als zuvor aus dem Romulanischen Sternenimperium. Die klingonische Spionageabwehr befindet sich immer noch im Aufbau, beschränkt sich in ihren Aktivitäten jedoch zumeist auf unmittelbar militärische Informationen. Eine Zensur der Medien wie im Romulanischen Sternenimperium findet im Klingonischen Reich wie auch in der KBZ nicht statt.

      Eine weitere Ursache für den Eindruck der brutalen klingonischen Herrschaft liegt im verbleibenden Romulanischen Sternenimperium unter Prätor Octavias. Dieses hat ein großes Interesse daran dem eigenen Volk sowie seinen Verbündeten die Klingonen als grausamen Feind zu zeichnen, dessen Sieg es mit allen Mitteln zu verhindern gilt. Entsprechend ausgeschlachtet werden auch sämtliche Gerüchte über erneute klingonische Gräueltaten. Auch bei zahlreichen Föderationsbürgern stoßen sie damit auf offene Ohren. Trotz fast 100 Jahren Frieden mit den Klingonen haben sich die alten rassistischen Ressentiments scheinbar gehalten, die einst fast zum Scheitern der Verhandlungen zum ersten Khitomer-Vertrag geführt hatten.

      Fakt bleibt jedoch, dass es trotz aller Anstrengungen des klingonischen Kanzlers weiterhin zu Übergriffen kommt. Leider sind die betroffenen Welten für uns nicht zugänglich, da die Föderation und ihre Verbündeten die klingonischen Besitzansprüche nicht anerkennen. An zuverlässige Zahlen zu kommen ist daher schwierig und so bleibt mir nichts anderes übrig als einen solch appelativen Artikel zu schreiben, wie dieser, der Ihnen, geneigter Leser, gerade vorliegt. So möchte ich diesen Appell aber nicht nur an Sie richten sondern abschließend auch an unsere Entscheidungsträger: Bitte lassen Sie die Bewohner der besetzten Welten nicht zum Spielball der Politik verkommen. Verschaffen Sie sich Zugang und Informationen, notfalls auch mit Zugeständnissen.

      "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
      "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early


    • März 2393

      // New York, 18. März 2393 / 70210,98 //

      /// Wir sind wieder da! ///
      Ganze fünf Jahre liegen seit der letzten offiziellen Ausgabe des Fornax zurück und obwohl viel Zeit ins All gezogen ist, haben wir die alte Truppe noch mal zusammengetrommelt. Okay, das war gelogen. Wir haben viele neue Journalisten-Talente zusammengetrommelt um dem Fornax einen neuen Lifestyle-Anstrich zu verpassen. Politik wird hier nur noch als investigative Reportage betrieben und ansonsten stehen Sex, Drugs & Rock'n Roll im Mittelpunkt (Rock'n Roll ist eine beliebte Musikform der Menschen der Erde des mittleren 20. Jahrhunderts und wird mit Wildheit und Ungezogenheit in Verbindung gebracht, blinzelblinzelzwinkerzwinker). Soll heißen: Es geht wieder rund und wenn Sie Ideen für Reportagen, Lifestyle-Fotoshoots und Stories direkt aus dem kulturellen Herzen der Föderation haben - immer her mit Ihren Ideen. Wenn Sie allerdings genug von Ihrem langweiligen Leben haben, keine großen Gehaltsansprüche pflegen sondern Lust auf einen gefährlichen Job und einen mies super gelaunten Chef haben - melden Sie sich einfach, wir suchen noch Schreibkräfte! Auf Seite 69 finden sie die niedrigen Anforderungen an einen unseren Autoren und und seine hohen Belohnungen: Großes Ansehen.

      /// Reportage - Das A-KA-Festival auf GX-13513. ///
      Musik hören kann ja jeder. Nur auf dem Gesteinsbrocken GX-13513 wird Musik wirklich zu einem Lebensinhalt. Einmal, ca. alle 2,5 Erdenjahre, kommt der Asteroid nah genug an einer Sonne vorbei um ihn zu erwärmen. Dabei richten einige lebensmüde und taktgierige Föderationsbürger im Inneren eine künstliche Atmosphäre ein, der Asteroid hat nämlich einen Hohlraum von der Größe einer mittleren Schiffswerft. Was dann in den folgenden 4 Tagen passiert, kann als Orgie aus verbotenen Substanzen, wilder Musik und einem Haufen Geschlechtsverkehr beschrieben werden. Lennel Fapper vom Planeten Eusje reist regelmäßig hierher und beschrieb unserer reichlich highen Reporterin das Erlebnis ungefähr so: "Es ist großartig! Hier gelten keine Rechte, wir können uns unsere eigenen Räume schaffen und die wenigen Idioten schaden niemandem. Wollen Sie auch was?" Lesen Sie auf Seite 41 was unsere Reporterin uns noch alles für diesen Trip auf die Spesenabrechnung schreiben wollte.

      /// Nützliches aus der Küche - Wie man Slanskatt selber macht. ///
      Auf vielen Randwelten ist Slanskatt eine beliebte weil billig zu habende Droge. Sie ist rasch herstellbar indem man das beliebte Medikament Vasokin mit Bausteinen von Promethium mischt und das ganze einmal durch den Warpkern jagt, wie sich die Dealer gegenseitig erzählen. Was das wirklich heißt und wieviele mg sie brauchen um sich selber gepflegt abzuschießen, lesen Sie in unserem Report auf Seite 25. Unsere Testkandidaten allerdings konnten noch keine Wertung abgeben, sie sind noch nicht aus dem Koma erwacht. Wir sind aber bester Dinge und vertagen die Endauswertung auf die nächste Ausgabe. Und wer glaubt, wir würden wirklich illegale Tätigkeiten unterstützen - der kann mal im Extranet nachsehen.

      /// Reisebericht - Baden mit Despoten ///
      Eigentlich ist die Kolonie Yamantau "nur" bekannt dafür, eine der ergiebigsten Quellen für Adamantium im nördlichen, äußeren Föderationsabschnitt zu besitzen. Die 200.000-Seelen-Kolonie allerdings wird von einem Despoten namens Tom Lanccy beherrscht, der das föderale Recht recht locker auslegt und mit seiner Leibgarde von 200 schwer bewaffneten und willfährigen Irren regiert. Unsere Stunt-Reporterin Morinth Alenko hat sich nach Yamantau gewagt und war mit dem Despoten auch in einem der lila Seen baden. Bester Moment: Als Lanccy unseren Kameramann fragte, wieviel er für Alenko bezahlen müsse. Antwort des Fotofritzen: "Drei Hunde, zwei Ziegen und ein Orca". Zuerst fanden das alle bei Tisch lustig und lachten noch. Aber als wir uns verabschiedeten, holten Lanccys Vertraute drei Hunde, zwei Ziegen und einen ziemlich großen Laster heran ... Auf Seite 75 finden Sie die ganze Geschichte - und wie unser Team da wieder rauskam.

      /// Aller guten Dinge sind drei. ///




      Zugegeben: Wir waren schon etwas überrascht und mussten erstmal nachfragen, welcher Rasse diese Schönheit denn abstammend ist. Aber dann haben wir gedacht, dass uns das eigentlich auch ziemlich egal sein kann und Political Correctness eh überbewertet wird. Mit Fotos war sie einverstanden, wollte uns dann aber doch ein paar Promo-Artikel für einen relativ flachen Holoroman andrehen. An der Stelle mussten wir die Flucht antreten - ohne uns mit ihr unterhalten zu können. Schade.



      [Offplay: Leserbriefe und Interviewangebote einfach per PN an Celine Salem.]
      "Wenn ich den Leuten gegeben hätte, wonach sie verlangten
      hätte ich ihnen schnellere Pferde geben müssen."
      Henry Ford
    • General Yntal'Un beobachtet tholianische Manöver im Grenzbereich
      PX-312, 19.03.2392 (70212,27), TAJ

      Kurz nach der Ankunft der 22. Flotte im Gebiet des Eden-Dreibundes wurde bekannt, dass General Yntak'Un, Nachkomme und möglicher Nachfolger des tholianischen Diktators Seniormilitärverwalter Yntak'Bu persönlich die ausgedehnten Manöver der tholianischen Streitkräfte nahe der Grenze beobachtet. Über die Anwesenheit weiterer hochrangiger Beobachter, auch seitens der klingonischen und gorn Verbündeten ist nichts bekannt.

      Überhaupt ist die Informationslage bezüglich der Tholianischen Versammlung weiterhin katastrophal. Während in der Vergangenheit des öfteren Informationen über das weniger abgeriegelte Klingonische Reich nach außen drangen hat die unter Kanzler Q'naH verbesserte klingonische Spionageabwehr den Informationsfluss erheblich reduziert. Fakt ist, dass die Tholianer derzeit mit über 300 Schiffen mehrwellige Vorstöße von bis zu 20 Lichtjahren üben. Das Manövergebiet erstreckt sich dabei von der Marianenwolke bis zum tholianischen Verteidigungsperimeter an der föderal-tholianischen Grenze. Potentielle Ziele der geprobten Angriffe wären aller Wahrscheinlichkeit die 8. föderale Flotte, welche die direkte Grenze zu den Tholianern sichert als auch die 22. Flotte, welche in einer etwas defensiveren Positur den Eden-Dreibund sichern soll.

      Captain Ane Stangeland Horpestad, Verbindungsoffizier der Sternenflotte zu den Streitkräften des Eden-Dreibundes gab in einer Stellungnahme wiederholt zu verstehen, dass es sich bei den tholianischen Manövern zweifelsfrei um eine gezielte Provokation handle, man deswegen auf PX-312 keine schlaflosen Nächte verbringe. Die Mitglieder des Dreibundes wünschten sich von der Föderation neben der anhaltenden militärischen Unterstützung vor allem eine öffentliche Erklärung, die "den Völkern der Galaxie unmissverständlich klar macht, dass die Föderation im Falle eines Angriffs auf den Dreibund mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren würde, um ihren Verbündeten beizustehen."

      Während mit den moderaten, gerade in einer Modernisierungsphase befindlichen Streitkräften der Grinori-Allianz und der Tribat bereits Vorbereitungen für verschiedene Szenarien getroffen wurden, scheint sich die Kooperation mit den Ketgor als noch schwerer als erwartet herauszustellen. Militärexperten vermuten, dass die Stadtschiffe der Ketgor sich im Falle eines tholianischen Angriffs in den Raum ihrer Dreibundpartner zurückziehen sollen. Allerdings ist unklar, wie viele Stadtschiffe der Ketgor überhaupt zu längeren Flügen mit mittlerer Warpgeschwindigkeit fähig wären. Womöglich müssten die Schiffe der Ketgor daher wie planetare Bevölkerungen stationär verteidigt werden. Es steht zu befürchten, dass wir in näherer Zukunft noch öfter über den schwelenden Konflikt berichten werden müssen.

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    • Die Mär von den wahren Zuständen

      Die Mär von den wahren Zuständen
      oder wie klingonische Propaganda
      in der Föderation aussieht
      Buenos Aires, 21.03.2393 (70218,0), SM

      The Federation Post gilt unter Liberalen als seriöse Nachrichtenorganisation. Aber bei einigen Liberalen wird vermutlich ein Umdenken einsetzen, nachdem sie jenen Artikel lesen mussten, welcher als nichts anderes denn pro-klingonische Propaganda beschrieben werden kann.

      Es scheint absurd, dass der unbekannte Autor schon zu beginn nach einer Legitimation für die Invasion sucht, um damit die klingonischen Gräueltaten wegzuerklären. Doch das Prinzip der Verkehrung von Ursache und Wirkung werden wir durch den gesamten Artikel noch häufiger finden, wenn der romulanische Versuch, etwa die klingonische Führung auszuschalten, um damit die tatsächlich bereits angelaufene Invasion ins Stocken zu bringen, als Auslöser hingestellt wird, obwohl es sich bereits um eine Verteidigungsmaßnahme, eine der wenigen, handelte.

      Ein kleiner historischer Ausflug soll zudem zeigen, dass die Klingonen nicht die Einzigen seien, welche Gräueltaten an Romulanern begangen haben, vermutlich mit der Absicht, diese damit irgendwie zu entlassten. Es darf sich wohl jeder selber überlegen, ob es als belastend zu bewerten ist, dass die Klingonen andere die schmutzige Arbeit haben tun lassen, denn offensichtlich ist, dass nur die wenigsten klingonischen Kommandeure verhindernd eingegriffen haben, um Exzesse zu vermeiden. Welchen Grund sollen die romulanischen Governeure also haben, den klingonischen Besatzern zu trauen, deren Erscheinen auf die eine oder die andere Art Chaos und Zerstörung gebracht hat? Warum sollte so jemand wohlwollen empfangen werden, damit er sich dann als Helfer und Gönner inszenieren kann?

      Es wäre freilich Vermessen, die Romulaner als freiheitsliebende Freigeister zu bezeichnen und es muss klar gesagt werden, dass die Zustände im damaligen Romulanischen Sternenimperium nicht mit den Werten der Föderation in Einklang zu bringen sind. Wie aus diesem Umstand heraus allerdings die Klingonen als Kriegstreiber und herzlich wenig an den Bewohnern der Welten interessierten Agressoren zu "Befreiern" umstilisiert werden, ist schon beachtlich. Es wird wohl bewusst vergessen, dass die Klingonen für ihre Kriegsbemühungen die eroberten Welten im festen Würgegriff halten. Während des Geier-Krieges gab es sogar keine anderen Nachschubmöglichkeiten für die Frontlinie. Und der Umstand, dass die neuen Welten an die klingonischen Häuser vergeben wurden, ist nicht etwa eine romantische Vorstellung von gütigen Monarchen, sondern bedeutet real, dass die Ressourcen und Arbeitskraft bedingungslos für die geleisteten Kriegsaufwendungen der Häuser herhalten müssen.

      Es ist gerade zu ekelerregend, wie über den Artikel hinweg die Täter zu vermeintlichen Opfern gemacht werden und die wirklichen Opfer für ihre Lage selbst verantwortlich sein sollen. Undankbarkeit der Unterworfenen an ihre Unterwerfer ist schon ein starker Vorwurf von jemandem, der sich möglicherweise Bürger der Föderation nennt. Aber nach den vorhergehenden Zeilen verwundert dies auch nicht mehr.

      Wenn der unbekannte Autor dann am Ende eingesteht, dass er eigentlich gar keine wirklichen Informationen über jene Welten hat, über die er schreibt, wird die Verlogenheit der angeblichen Wahrheit, über die der Artikel, wie die Überschrift ankündigt, berichtet, vollends deutlich. Dem Autor gelingt es, sich und sein Machwerk selbst zu entlarven, gerade, als er einen versöhnlichen Ton anschlagen will. Es ist ein appellativer Artikel, ja, kein faktischer Artikel, ein ansehnliches Stück Propaganda zudem. Daher ist es äußerst bedauerlich, dass die Federation Post sich dies so zu eigen macht und nicht als Meinungsbeitrag eines dezidierten Autors ausweist. Wir waren besseres von ihr gewohnt.

      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Sprachen im Wandel

      Sprachen im Wandel
      Wie sich das Föderationsstandard veränderte
      Jo'kala, Bajor, 1. Mai 2393 (SZ 70330,86), AvH
      Sprachen unterliegen gemeinhin vielen Einflüssen, seien sie nun kultureller oder wissenschaftlicher Art, um nur zwei von ihnen zu nennen, und somit ebenfalls einem steten Wandel. So würde heute wohl niemand mehr, oder nur mit Schwierigkeiten oder sehr viel Übung, einen Sprecher verstehen, welche vor über 1.000 Jahren lebte und eine Urform der heutigen, modernen Sprachen sprach. Andersherum wäre es vermutlich ähnlich, wohl auch wegen der neuartigen Begrifflichkeiten, welche, aufgrund von Entdeckungen, Einzug in so eine Sprache halten. So hätte wohl niemand, welcher vor 1.000 Jahren gelebt hätte, etwas mit den Begriffen Warpkern oder Sensorenphalanx anfangen können.

      Gemeinhin ist es aber auch so, dass es immer eine Weile dauert, bis sich Sprachen zu verändern beginnen, bis neue Begrifflichkeiten die Alten verdrängen und deren Platz einnehmen. Manchmal kann man dabei durchaus von mehreren Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten ausgehen.

      Beim Föderationsstandard ist das anders. Bei dieser Sprache, auch unter ‚Amerikanisches Englisch‘ bekannt, haben sich in den letzten Jahren derart viele Begriffe geändert, dass die Programmierer von Universalübersetzern sich kaum noch vor Aufträgen retten können beziehungsweise konnten. Da in diesem Zeitraum auch die Vorschriften bezüglich dessen, welche Ausdrücke man in offiziellen Dokumenten der Föderation und der Sternenflotte verwenden darf, gelockert wurden, lässt sich hier darüber hinaus auch eine Art ‚Verschleißung‘ des Föderationsstandards ausmachen.

      Um Ihnen das Ganze einmal plastisch darzustellen, möchte ich Ihnen nun zwei Beispiele nennen. Als erstes Beispiel schauen wir uns einmal den Begriff ‚Terra‘ an. Wie Sie alle wissen, ist dies der lateinische Trivialname für den Planeten Erde. Dieser Begriff ist ebenso enthalten in ‚Terranisches Imperium‘, einem restriktivem, militärisch und diktatorisch geführtem Zusammenschluss von Welten, unter der Führung der Menschen, welches in einem Paralleluniversum, gemeinhin auch als das ‚Spiegeluniversum‘ bekannt, im 22. und 23. Jahrhundert eine brutale Schreckensherrschaft errichtet hatte, bis man es schließlich besiegte und alle ‚Terraner‘, also die Menschen dieses Universums, ihrerseits versklavt wurden.

      Hatten die Verantwortlichen unseres Universum es bis in die Mitte der 80’er Jahre des 24. Jahrhunderts tunlichst vermieden den Begriff ‚Terra‘ in irgendeiner Form zu benutzen, weil man darin womöglich die Gefahr sah, in einen Kontext mit schwersten Kriegsverbrechen gegen Zivilisten gerückt zu werden, so hat sich dies heutzutage geändert. Heute wird sogar der Standort des Hauptquartiers der Sternenflotte mit Terra ausgewiesen. Man möge sich fragen, ob hier lediglich der Zeitgeist am Werk war, der unvermeidliche stete Wandel, von welchem wir Eingangs sprachen oder ob man uns nicht doch, aber dann nur wenig subtil, auf einen Paradigmenwechsel in Bezug auf die Sternenflotte und die Föderation selbst einstimmen möchte.

      Das zweite Beispiel, mit welchem wir uns heute beschäftigen möchten, ist, wie bereits beschrieben, eher ein Beweis für eine zunehmende Verschleißung als eine grundsätzliche Veränderung der Sprache selbst. Der Begriff, um welchen es dabei geht, lautet: ‚Geierkrieg‘. Auch wenn man zuerst annehmen könnte, dass hier Mitglieder einer Jagdgesellschaft weit über das Ziel hinausgeschossen sind, so bedeutet dieser Begriff mitnichten eine Jagd auf einen Geier, sondern ist der Trivialname für den Föderal-Klingonischen Krieg von 2387.

      Selbstverständlich besitzt jeder Krieg oder jede anderweitige, militärische Unternehmung ihren umgangssprachlichen Eigenamen, wer erinnert sich in diesem Zusammenhang denn nicht an die, von einem alten Nationalstaat der Erde, den Vereinigten Staaten von Amerika, Anfang des 20. Jahrhunderts in Mittel- und Südamerika durchgeführten Militäraktionen, die im Kontext einer erweiterten Kanonenbootpolitik standen und welche auch unter dem schönen Namen ‚Bananenkriege‘ der Nachwelt erhalten blieben.

      Das jedoch die Sternenflotte, welche sonst so erpicht scheint, jede nur denkbare Formalie einzuhalten, damals den ‚Geierkrieg‘ in seine offiziellen Dokumente aufgenommen hat, überrascht dennoch. Möglicherweise wollte man auf diesem Wege neue Kadetten anwerben, denn wie Sprachwissenschaftler bestätigen, sind und waren derlei unkonventionelle und wenig formal gehaltene Begriffe von jeher ein Steckenpferd der jungen Generation. Und das wohl in allen Zeitaltern.

      Was uns die Zukunft hinsichtlich des Föderationsstandard bringen wird? Nun, einen ganz kleinen Ausblick in die unmittelbare Zukunft können wir Ihnen heute tatsächlich bereits gewähren. Unbestätigten Berichten zufolge soll es alsbald wieder zu einem neuerlichen Stühlerücken im Hauptquartier der Sternenflotte kommen. Admiral Avallone, kaum zwei Jahre im Amt, soll wohl selbiges abgeben. Wir wissen natürlich nicht, wer sein Nachfolger werden wird, sollte sich jedoch der royalistisch gesinnte Flügel durchsetzen, dann könnte es durchaus möglich sein, dass wir uns in Bälde an einen neuen Begriff gewöhnen müssen, welcher im Grunde ein alter ist. Wir meinen damit den ‚preußischen Paradeschritt.‘

      Captain Sito Reon
      Kommandierender Offizier
      USS Jo'kala NCC-84233
      Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
      Scotty me up, Beamie
    • FMG: Ich, der Militär

      Ich, der Militär
      Ein Öffentlichkeitsbeitrag der Föderal-militärischen Gesellschaft
      von Commander a.D. / Lieutenant Colonel a.D. Saskia McAllister
      Mürwik, 09.05.2393 (70353,66)

      Begrifflichkeiten befinden sich immer in stetigem Wandel. Sind sie in der Entstehung meist sehr konkret einer ganz bestimmten Begebenheit zugeordnet, so verwendet man viele oftmals noch Jahre, Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte später immer noch, wenn auch mit anderer Bedeutung.

      Auch wird oft aus dem Ge- ein missbrauch, was diesen Begriff oft über Jahrzehnte brandmarkt. Nun ist der Begriff ‚Militär‘ für viele Bürgerinnen und Bürger der Föderation ein rotes Tuch. Gleichgesetzt mit einer gewalttätigen, expansionistischen und machthungrigen Grundeinstellung, welche scheinbar durchweg Menschenrechte nicht nur verletzt, sondern gleich abschaffen will, so kocht bei vielen bereits die Wut bei dem einfachen Gebrauch des Begriffes derart hoch, dass man nicht einmal ausschließen kann, dass sie diesen Begriff komplett abschaffen wollen (zur Not auch mit Waffengewalt).

      Doch wofür eigentlich steht der Begriff Militär eigentlich? Und ist die Sternenflotte als Militär zu bezeichnen? Ist ein Sternenflottenangehöriger zwangsläufig ein Militär?

      Außer Frage steht die Tatsache, dass als Militär bewaffnete Verbände gelten, die in einem offiziellen Auftrag eines Bündnisses handeln. Allerdings hört hier bereits die Einigkeit auf, denn was sind die speziellen Aufgaben einer militärischen Organisation? Vor zweieinhalb tausend Jahren waren die Aufgaben des römischen Militärs hauptsächlich die einer Besatzungs- sowie Eroberungsmacht. Zudem sollten sie die Grenzen des römischen Reiches sichern.

      Vor 500 Jahren gab es Militärs, welche zwar primär zur Grenzsicherung eingesetzt wurden, allerdings auch polizeiliche Aufgaben im Inneren übernahmen. Und welche, die nur im Katastrophenfall im Inneren eingesetzt werden durften. Auch ging mit der Zeit das Verständnis des Militärs weg von einer Angriffs-, hin zu einer Verteidigungsarmee.

      Alleine diese Beispiele belegen bereits, wie schwierig es ist, den Begriff des Militärs zu definieren. Aber können wir zweifelsfrei behaupten, die Sternenflotte sei kein Militär?

      Fakt ist, dass das übergeordnete Ziel der Flotte weder ein Angriffs-, noch ein Verteidigungsfall darstellt. Das Ziel der Flotte ist primär: Der Friedensfall. So ließen sich die Ziele der Föderation am besten umsetzen: Die friedliche Erforschung unser aller Lebensraumes und eine friedliche Koexistenz.

      Nur sind wir nicht alleine in diesem Universum. Faktisch betreibt die Föderation eine Politik, die darauf setzt, durch ein föderales, freies System jeden unter einen Hut zu bekommen, Regeln zu schaffen und gewaltsame Konflikte überflüssig zu machen. Dabei macht aber nicht jeder mit und da wir niemanden zwingen dürfen und wollen, führt dies zwangsläufig zu Spannungen, Konflikten und gewaltsamen Auseinandersetzungen.

      Fakt ist, dass die Sternenflotte für diese Fälle bewaffnete Verbände stellt. Die Föderation kann nur dann für die Sicherheit und den Schutz ihrer Mitglieder garantieren, wenn sie auch wehrhaft ist und feindliche Aggressoren im Besten Falle abschrecken, im schlimmsten Falle (mit entsprechender Bewaffnung) abwehren kann.

      Fakt ist auch, dass die Sternenflotte Aufgaben im Inneren der Föderation wahrnimmt, die weit über Katastrophenschutz hinaus geht und des Öfteren eher die Aufgabengebiete einer Polizeilichen Einheit darstellen: Terrorismusbekämpfung und Verbrechensbekämpfung. Fakt ist auch, dass sich die Flotte disziplinarisch und hierarchisch an früheren Militärs orientiert. Auch in der Ausbildung der Unteroffiziere und Offiziere wird eine Grundausbildung an der Waffe vorgenommen.

      Allerdings ist auch ebenfalls nicht von der Hand zu weisen, dass auch nicht nur die Föderation, sondern eben genau die Sternenflotte auch tausende Institutionen, Verbände, Schiffe, Einrichtungen und Projekte unterhält, welche streng der Forschung verschrieben sind und mit bewaffnetem Personal nichts gemein hat.

      Warum tun wir uns also so schwer, zu entscheiden, ob die Flotte Militär ist oder nicht? Beantworten lässt sich die Frage, indem wir eingestehen, dass die Flotte eine ambivalente Konstruktion ist. Sie ist Militär. Aber eben auch nicht.

      Es gibt Teile der Flotte, die darf, ja, muss man sogar als Militär bezeichnen, denn anderes wäre dem Konstrukt nicht gerecht. Andere Teile wiederum dürfte man niemals als Militär bezeichnen, das würde die Zielsetzung der Föderation ad absurdum führen.

      Auch muss man unterscheiden zwischen einer Zielsetzung und einem Weg zu diesem Ziel. Dass die Föderation ihr hehres Ziel niemals vollumfänglich erreichen wird, ist zwar traurig, aber wahrscheinlich. Allerdings geht die Föderation einen klaren Weg dorthin. Um diesen Weg weiter sicher, erfolgreich und friedlich zu bestreiten, benötigen wir die militärische Komponente der Flotte:

      Zur Sicherung, zur Verteidigung und auch, selbst wenn es gestrig anhört, zur Abschreckung von Gefahren. Diese Sicherheit führt langfristig zu dem Ziel einer friedlichen Erforschung und Koexistenz. Somit kann nicht nur die Flotte als solche, sondern jeder Angehörige der Flotte mit (pazifistischer) Überzeugung behaupten: Ich, der Militär.

      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

      Intrinsically tied...
    • Stühlerücken im Oberkommando: Mögliche Nachfolgekandidaten im Fokus

      Stühlerücken im Oberkommando: Mögliche Nachfolgekandidaten im Fokus
      Edward von Tirpz
      Jo'kala, Bajor, 11. Mai 2393 (SZ 70358,58), AvH
      Nun ist es wohl tatsächlich soweit. Der Wechsel im Amt des Oberkommandierenden der Sternenflotte wird mutmaßlich in Bälde stattfinden. Knapp zwei Jahre nachdem Admiral Avallone in das höchste Amt gelangt ist, welches ein Uniformträger in dieser Organisation erreichen kann, soll er vorraussichtlich bald wieder seinen Hut nehmen. Viel verändert und erreicht hat er in dieser Zeit nicht. Man wird sicherlich alsbald durch den Pressesprecher des Admirals verkünden lassen, dass die Zeit dafür auch zu kurz gewesen sei. Möglicherweise hat sich besagter Admiral aber auch nur an das irdische Sprichwort erinnert, welches besagt, dass der, der nichts tut, auch nur wenig verkehrt machen kann.

      Wenden wir uns nach dieser kurzen Einleitung also den möglichen Nachfolgekandidaten zu. Beginnen möchten wir unsere neue Reihe heute mit Admiral Edward von Tirpz.

      Neben seiner öffentlichen Vita, welche, auch uns, durchaus beeindruckend erscheint und den Admiral als einen tüchtigen und integren Offizier der Sternenflotte kennzeichnet, welcher durchaus befähigt scheint, dieses hohe Amt mit der nötigen Seriosität auszuführen, gibt es aber auch weitere Wesenszüge, welche uns erwähnenswert erscheinen. Wir möchten dies tun, damit sich der geneigte Leser ein vollständigeres Bild von dem möglicherweise neuen Oberkommandierenden machen kann.

      So scheint uns auf jeden Fall beachtenswert, dass der Admiral momentan den Vorsitz über die Föderal-militärische Gesellschaft innehat. Diese Gesellschaft, welche einen Zusammenschluss von Offizieren, und einer geringeren Anzahl von Unteroffizieren, der Sternenflotte, aber auch von einigen, wenigen Zivilisten, darstellt, soll vordergründig dem Zwecke dienen, sich über alte Kriege zu unterhalten und Kampferfahrungen auszutauschen. Nun würde es uns nicht weiter interessieren, was bestimmte Leute in Ihrer Freizeit machen, wäre da nicht der Umstand, dass dieser Gesellschaft durchaus auch Individuen angehören, welche man in der Tat als reaktionär charakterisieren könnte und welche in früheren Zeiten wohl ebenso als Falken bezeichnet worden wären. Der zweite Grund, welcher zu einer gewissen Vorsicht mit dieser Gesellschaft mahnt, stellt die Tatsache dar, dass man sich bei der Gründung der selbigen einen Zusammenschluss von preußischen Offizieren zum Vorbild nah.

      Für all jene Leser, welche in alter Geschichte nicht so bewandert sind, möchten wir an dieser Stelle einen kurzen historischen Abriss einfügen, damit klarerer wird, warum wir so besorgt sind.

      Das Land Preußen, welches vom Mittelalter bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, Mitte des 20.Jahrhunderts, in Mitteleuropa bestand, war vor allem auf der Schlagkraft seiner Armeen aufgebaut. Ferner war in diesem Staatsgebilde sämtliches Leben dem Militär untergeordnet. In Laufe seiner Existenz stellte es mehr als nur einen illustren Anführer, unter welchen es durchaus auch Herrscher gab, welche man als ‚Soldatenkönige‘ bezeichnete. Dieser Name war für gewöhnlich Programm.

      Am Ende des 19.Jahrhunderts hatte Preußen seine Hegemonialstellung so weit ausgebaut, dass es einen ‚Kaiser‘ genannten Herrscher stellen konnte, welcher dem neugegründeten Deutschen Kaiserreich vorstand. Was nun folgte, waren zwei verheerende Weltkriege, welche beide von Leuten mitinitiiert wurden, welche vom ‚preußischen Ungeist‘ beseelt schienen. Beide Kriege kosteten zusammen schätzungsweise 60 Millionen Menschen das Leben und hinterließen unter anderem den europäischen Kontinent in Schutt und Asche.

      Am Ende des zweiten Weltkrieges, und auch erst dann, als sich bereits abzeichnete, dass das Deutsche Reich den Krieg würde verlieren, verübte ein Teil des deutschen/preußischen Offizierskorps ein Attentat auf ihren Oberkommandierenden.

      Was das alles mit uns zu tun hat, fragen Sie? Nun vordergründig möglicherweise nichts, doch bei näherer Betrachtung dafür umso mehr. Ein möglicher Oberkommandierender der Sternenflotte, welcher Vorsitzender einer Gesellschaft ist, welche sich Personen zum Vorbild nimmt, deren Ideal eine militärisch dominierte Gesellschaft ist und aus deren Reihen Verräter und Opportunisten hervorgegangen sind....

      Nun, ich denke, ich muss diesen verstörenden Gedanken nicht weiter ausführen und man wird nun auch verstehen, warum wir uns hierüber mit Sorge tragen.

      Bezeichnend hierzu erscheint uns dabei ebenso der Versuch eines Teils der rechten Presse, just zu diesem Moment, eine neue Debatte über die Deutungshoheit bezüglich der Begrifflichkeit ‚Militär‘ anzustoßen und dabei zu versuchen, diese Bezeichnung für ihr Lager, wieder einmal, umzudeuten. Ein Versuch, welcher durchaus tief blicken lässt, für denjenigen, welcher gewillt ist, in den sich auftuenden Abgrund zu schauen. Das die Konservativen bei diesem Unterfangen auch nicht davor zurückschrecken, sich bei Halbwahrheiten zu bedienen, um diese mit der Wahrheit zu vermengen, um dann andere leichter von ihrer Position überzeugen zu können, ist dabei nichts wirklich Neues. Schon immer galt nämlich der Grundsatz, dass man eine Lüge besser innerhalb einer Wahrheit verstecken sollte. Dann schluckt sie der Gegner leichter.

      Captain Sito Reon
      Kommandierender Offizier
      USS Jo'kala NCC-84233
      Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
      Scotty me up, Beamie
    • Sternenflotte schlägt Borgoffensive im Tarantula-Nebel zurück - und bezahlt hohen Preis

      Borghölle bei Deep Space 21
      Deep Space 21, 07.05.2393 (70347,71 ), STR

      In den frühen Morgenstunden des 06.Mai 2393, um genau zu sein zu Sternzeit 70343,94 eröffnete die Teilflotte der 19. Flotte, welche seitens des Oberkommandos bei Raumstation Deep Space 21 stationiert worden war, das Feuer auf einen taktischen Borg-Kubus, der das System bei Abitos erreicht hatte. Während einer zerstörerischen Raumschlacht zum Schutz des Systems, des Tarantula-Nebels und des Quadranten ließen hunderte, wenn nicht sogar tausende, aufrichtige Sternenflottenoffiziere ihr Leben, sowohl bei Deep Space 21, als auch im Longinus-System, wo das Sektorkommando gemeinsam mit dem anderen Teil der 19. Flotte eine Offensive namens „Operation Gatekeeper“ gegen eine Borg-Raumstation durchgeführt haben. Die Schauplätze gleichen heute einem einzigen Trümmerfeld, vor allem der Raumstation im Abitos-System. Überreste des Borg-Kubus treiben zwischen zerstörten Föderationsraumschiffen und bedrohlich ragt das Wrack eines Borg-Kommandoschiffes an Deep Space 21, welches sich in eine Landeplattform hineingebohrt hatte, nachdem es von einer heroischen Offensive zur Hilfe eilender Streitkräfte der Yuzang anheim gefallen war. Die Frage, die man sich im Moment stellt ist eine ganz einfache: Wie war es soweit gekommen?

      Bereits seit Jahren scheint der Tarantula-Nebel in den Blickpunkt des Borgkollektivs gerückt zu sein. So zuletzt bei der Schlacht bei der Sel-Emna 2389 und zuvor 2385. Die aktuellen Bestrebungen, welche unter den Bezeichnungen „Mission Hadrian“ und „Operation Gatekeeper“ laufen, wurden weitgehend in Stillschweigen verpackt eingeleitet und stellen den aufmerksamen Beobachter nun vor die Schlussfolgerung, dass sich hinter Kartographie, Verstärkung und Materialunterstützung doch mehr verbarg. War „Mission Hadrian“ bereits eine getarnte Aktion im Nebel? Handelte es sich bei „Operation Gatekeeper“ um eine geplante Gegenmaßnahme sofern die Borg eine Invasion im Tarantula-Nebel starten würden?

      Mit Sicherheit lässt sich lediglich sagen, dass die Präsenz der Sternenflotte hier bei Deep Space 21, abgesehen davon, dass ohne diese die Zukunft dieser Station düster ausgesehen hätte, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass jemand mehr wusste, als an die Öffentlichkeit gedrungen war. Und hat man nicht das Recht auf Informationen, wenn das eigene Leben in unmittelbarer Gefahr ist? Wie wir finden, JA!

      Und neben Horrorgeschichten über neuartige Borg-Sphären, Scharen von Borg-Sonden im Nebel, unbekannten Kubus-Konfigurationen und einer neuen Borg-Königin wollen wir auch die Geschichte hören, woher diese Technologien stammen. War 2378 doch nicht ein so erfolgreicher Schlag gegen die Borg geglückt? Hatte das Kollektiv genug Zeit Fehler auszumerzen und sich vorzubereiten? Wie weit ist uns das Kollektiv voraus? Sind die Neuerungen, die die Sternenflotte seit Wolf 359 eingeführt hatte überhaupt noch etwas wert? Was feststeht, ist, dass die Zukunft für den Alphaquadranten im Ungewissen liegt, seitdem die Borg die Tore zu diesem wieder aufgeschlagen haben und eine direkte Bedrohung für alle Lebensformen hier darstellen.


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    • Erneut Kontakt zu Sternenflottenschiff abgebrochen

      Sternenbasis 73, 04.08.2393 (70590,42), NKS
      Unter nicht näher bekannten Umständen hat die Sternenflotte erneut den Kontakt zu einem ihrer Schiffe verloren. Dies ist der neuste Vorfall in einer ganzen Reihe sich häufender vermisster Sternenflottenraumschiffe.

      Die USS Trudeau, ein Raumer der New Orleans-Klasse mit 327 Personen an Bord, sollte sich an einem wissenschaftlichen Experiment im unbeanspruchten Raum zwischen den klingonisch-gornschen Grenzen beteiligen, doch brach der Kontakt zu dem Schiff wenige Tage nach der Ankunft ab. Die Sternenflotte dementiert allerdings, dass besagtes Experiment die Ursache gewesen sei, da es noch gar nicht stattgefunden habe. Die Trudeau habe vorerst nur die Position gehalten, um auf ein nachfolgendes Schiff zu warten. Dabei handelt es sich um die USS Allende NCC-28942, die zwischen 2387 und 2389 damit für Schlagzeilen gesorgt hat, dass die Sternenflotte an dem 60 Jahre alten Raumschiff der Excelsior-Klasse die wohl umfangreichste und ressourcenintensivste Generalüberholung seit dem 2270er Nachrüstungsprojekt der Constitution-Klasse durchgeführt hat.

      Das Schicksal der 327 Personen starken Besatzung der USS Trudeau bleibt bisweilen ungewissen. Nun hofft die Sternenflotte, dass es der Allende gelingen wird, den Verbleib des verschwundenen Schiffes zu klären.
      Dr. Sabine Keller
      FA Allgemein- und Notfallmedizin
    • Neuer Oberkommandierender der Sternenflotte vereidigt

      Fleet Admiral Edward von Tirpz als neuen Oberkommandierenden der Sternenflotte vereidigt
      San Francisco, 04.08.2393 (70591,54), FK

      Es ist amtlich: Admiral Edward von Tirpz - vormals Leiter des Flottenoperationszentrums und nun im Rang eines Fleet Admirals - wurde von Präsident James Trimborn in seiner neuen Position als Oberkommandierender der Sternenflotte vereidigt, nachdem der Föderationsrat seine Ernennung zuvor bestätigt hatte. Es war kein Sieg mit überwältigender Mehrheit, denn der Fleet Admiral vereinigt in sich die Kritik des linken wie auch des rechten Flügels sowohl in der Parteienlandschaft als Ausdruck der zivilen Bevölkerung wie auch im Offizierskorps der Sternenflotte selbst.

      So wird etwa die Mitgliedschaft von Tirpz' in der Föderal-militärischen Gesellschaft als äußerst kontrovers betrachtet und bisweilen als Zeichen einer übersteigerten Wertschätzung des Militärischen (und damit der Aggression als Handlungsmaxime) bewertet. Zugleich verurteilen zahlreiche Offiziere bis heute seine Entscheidung auf das Schärfste, während des Krieges zwischen dem Klingonischen Reich und der Föderation 2387 (ugs. Geierkrieg, Anm. d. Red.) eine defensive Strategie zu wählen und bei der Schlacht um Sternenbasis 492 keine Verfolgung der sich auf dem Rückzug befindlichen, gegnerischen Streitkräfte anzuordnen. Man könnte an dieser Stelle vermuten, dass Fleet Admiral von Tirpz unter diesem Aspekt einen Kompromiss darstellt, der die goldene Mitte verkörpert, doch würde eine solche Betrachtung der Person nicht wirklich gerecht. Vielmehr ist es schwierig, den neuen Oberkommandierenden der Sternenflotte einzuordnen, was, neben den Kontroversen, wohl auch einen Teil zu dem vergleichsweise unentschlossenen Votum der Abgeordneten in Paris beigetragen haben wird.


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      Fleet Admiral Edward von Tirpz


      In seiner an die Vereidigung anschließenden, kurzen Rede sprach Fleet Admiral von Tirpz seine Sorge um die zunehmende Aktivität des Borgkollektivs und seine Trauer um die zahlreichen Angehörigen der Sternenflotte an, die bei der Verteidigung von Deep Space 21 fielen. Er betonte, dass man diesen Vorfall nicht als Grundlage für überstürzte Handlungen nehmen dürfe und unterstrich hierbei das Wort Budgetveränderungen. Gemeint sein dürfte, dass keine weiteren Investitionen in den Rüstungssektor notwendig wären, gleichwohl stellte er auch keine Reduktion in Aussicht. Anders als die Ankündigung, die Zusammenarbeit mit den Alliierten der Triple Entente weiter vertiefen zu wollen, überraschten die Worte des Fleet Admirals, als er davon sprach, für einen Rückzug von Flottenverbänden entlang der klingonischen Grenze einzutreten. Ein neuerlicher Friede mit den Paktmächten sei nur über Kanzler Q'naH zu erreichen und es stehe in der Macht der Föderation und der Sternenflotte, hierbei den ersten Schritt zu tun. An dieser Stelle erhielt er, die royalistische Fraktion ausgenommen, ausdauernden Applaus durch das Parlament.

      Im Anschluss an die Vereidigungszeremonie machte sich Fleet Admiral von Tirpz auf den Weg zu einem mehrwöchigen Besuch verschiedener, über das Föderationsgebiet verstreuter Flottenteile. Ziel sei es, sich einen persönlichen Eindruck von der Lage vor Ort zu verschaffen, was im Hauptquartier und auch im Flottenoperationszentrum trotz der berüchtigten, strategischen Holo-Sternenkarte so nicht möglich wäre.

      Ein bemerkenswertes Zitat aus der Rede des neuen Oberkommandierenden sei zum Abschluss hervorgehoben, da es in gewisser Weise die der Ernennung vorausgegangene Problematik im Besonderen verdeutlicht: "Ich sehe mich auch gezwungen, Sie darüber zu informieren, dass ich den preußischen Paradeschritt nicht beherrsche. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."

      Fleet Admiral Edward von Tirpz
      Oberkommandierender der Sternenflotte
    • Botschafter Eoraan Aeas bereitet einen Neuanfang für die Dian

      Die letzten Zeugen
      Eoraan Aeas und die Dian auf dem Pfad des Neubeginns

      von Cal Jareau
      Sel-Emna, 14. August 2393 (70619,09)

      „Wir leben nun schon seit einigen Jahren hier auf der Sel-Emna und wenn man uns auch das Gefühl gibt hier eine sichere Zuflucht gefunden zu haben, uns mit Trost spendenden, offenen Armen empfangen und in die Gesellschaft mit aufgenommen hat, so ist hier nicht zuhause.“, erzählt ein älterer Dian in einer Runde mehrere Überlebender der Invasion im Laran-System. „Der Weg zurück ist uns sicher nicht mehr möglich, aber wir haben unsere Augen auch schon nach vorne in die Zukunft gerichtet.“ Eine unsichere Zukunft ohne Frage, doch nicht in den Augen dieses zähen Volkes.

      Vielsagenden Blicke werden untereinander getauscht, hier an einem Tisch, an dem sowohl Dian Diaran und Dian Illum sitzen, sich jedoch nicht mehr als zwei verschiedene Völker sehen. Diesen Umstand verdanken sie nicht zuletzt den führenden Worten von Botschafter Eoraan Aeas.

      „Wir waren uneins, über so viele Jahrhunderte hinweg und selbst bis vor wenigen Monaten noch entzweiten kleine Konflikte über Banales das, was eigentlich ein Ganzes ist. Auch schon alleine angesichts der geringen Zahl an Überlebenden müssen wir, die Dian, einen gemeinsamen Weg beschreiten.“ Eine Mitte 2393 von den Yuzang durchgeführte Populationszählung auf der Sel-Emna hat ergeben, dass sich auf der Raumstation zur Zeit 454 Überlebende Dian befinden, eine Zahl, die seit genau einem Jahr nicht mehr gefallen ist.

      Ein Rückgang der Überlebendenzahlen von 603 auf 454 ist mit dem lediglich bei Dian auftretenden Coonraan-Phänomen zu erklären, Der Tod eines Lebenspartners oder alleine schon die traumatische Trennung beider kann je nach Dauer der Beziehung schwerwiegende Auswirkungen auf die dian'sche Physiologie haben, was in einigen Fällen bis zum Tod führen.

      „Es ist davon auszugehen, dass es dabei bleiben wird. Ein Fakt, den wir alle mit einem tiefen Schmerz für immer mit uns tragen werden. Um so wichtiger ist die Zukunft der verblieben Dian. Ich habe eine Audienz mit Kaiser Echton erbeten, welche genau diese zum Thema haben wird.“

      Die Pläne von Aeas sind bereits sehr konkret. Ein geeigneter Kolonieplanet soll den Dian als neue Heimat dienen und mit Unterstützung der Yuzang, vielleicht sogar der Föderation und einiger freier Firmen. So hat es beispielsweise bereits Gespräche zwischen Sebastian Brooks, Vorsitz der SIC Holding, zwecks einer umfassenden Beteiligung eben dieser in den Umsiedlungsbestrebungen der Dian gegeben. Erste Aufträge scheinen bereits in Bearbeitung zu sein.

      „Der Hot-Spot Tarantula-Nebel ist ohne Frage ein gewagtes Projekt für die Mitarbeiter der geologisch-astrologischen Schiene von SIC Holding sowie ein Abenteuer für die Führungsebene. Wir haben hier eine Chance uns auf einem von Konkurrenz geprägten Markt wieder als fester Bestandteil zu etablieren und nach der Talfahrt in den 2380ern den endgültigen Anschluss an die interstellare Wirtschaft zu finden. In den folgenden Monaten und Jahren hoffen wir natürlich auch auf anderen Ebenen ein hilfreicher Beitrag zu den Bestrebungen der Dian sein zu können.“, erläutert Sebastian Brooks bei einem kurzen Interview zu diesem ambitionierten Projekt.

      Eine gute Nachricht gibt es noch zu feiern. Ein Zeichen für den Neuanfang der Dian und der Überwindung aller noch bestehender Vorurteile. Oylaa Feeo, eine überlebende Dian Illum und Ryyka Toonfun seinerseits Dian Diaran haben sich zu Sternzeit 70507,82 trauen lassen und der 455. dian'sche Bürger ist auch schon unterwegs..


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    • Technik im Wandel

      Technik im Wandel
      Ein Interview mit Professor Nadine S. Keller vom Daystrom Institut
      Jo'kala, Bajor, 30. August 2393 (SZ 70662,98), AvH
      Aus unserer Reihe ‚Technik im Wandel‘ präsentieren wir Ihnen heute das Neuste zum Thema Fernbereichskommunikation. Zu diesem Thema ist es uns gelungen, ein Interview mit Professor Keller vom Daystrom Institute zu machen. Professor Keller ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Subraum – und Warpphysik und hat großflächig Anteil an der Entwicklung einer neuartigen Kommunikationstechnologie.

      The Internationale: Professor Keller, bevor wir mit dem eigentlichen Interview beginnen, gestatten Sie mir eine persönliche Frage? Woraus hat sich bei Ihrer Arbeit an diesem Projekt, für Sie persönlich, die größte Motivation gespeist? War sie privater Natur, immerhin befinden sich Familienmitglieder von Ihnen an Bord der USS Jo’kala, oder spielte dabei mehr der wissenschaftliche Aspekt, immerhin würde die Föderation und damit auch die Sternenflotte bei einer erfolgreichen Implementierung der von Ihnen entwickelten neuartigen Kommunikationstechnologie, völliges Neuland betreten, eine Hauptrolle?"

      Nadine S.Keller: Zu behaupten, es bestünde für mich kein wissenschaftlicher Anreiz hinter der Arbeit an diesem Projekt, wäre natürlich inkorrekt. Gerade da dies ein vergleichsweise junges und nur von wenigen Experten verstandenes Feld darstellt, gestaltet sich die Arbeit hieran als überaus interessant. Allerdings waren es in der Tat mehr persönliche Motive, die dazu geführt haben, dass ich die Leitung der Arbeitsgruppe übernommen habe, nachdem man sie mir angeboten hat. Wie Sie bereits festgestellt haben, befindet sich meine Schwester an Bord der Jo'kala. Sie gilt so wie die gesamte Besatzung seit nun mehr als einem Jahr als vermisst. Und wie alle betroffenen Familien auch wünsche ich nichts mehr, als wieder den Kontakt mit unseren vermissten Familienmitgliedern herzustellen. Wo auch immer sie sich momentan befinden mögen.

      The Internationale: Wie Sie soeben selbst zugegeben haben, ist das Feld Ihrer momentanen Forschung selbst für nur wenige Experten innerhalb der Föderation zu verstehen. Könnten Sie dennoch bitte versuchen, in einfachen Begriffen und allgemein verständlichen Termini, unseren Lesern näher zu bringen, was genau es mit Ihrer Arbeit auf sich hat und inwiefern es sich hierbei tatsächlich um eine wissenschaftliche Revolution handeln könnte?

      Nadine S.Keller: Zunächst wäre ich mit dem Begriff der "wissenschaftlichen Revolution" vorsichtig. Denn darum handelt es sich hier nicht. Um nun Ihre Frage zu beantworten, muss ich ein wenig ausholen. Wie wir heute wissen, wurde die Jo'kala in eine sogenannte Hypersubraumverwerfung gezogen, ein äußerst seltenes Phänomen. Der Hypersubraum ist ein relativ junger Begriff in der Subraumphysik und wird den meisten wohl im Zusammenhang mit MIDAS etwas sagen, eine Kommunikationsphalanx, die in den 70er Jahren eingesetzt wurde, um mit der damals im Delta Quadranten verschollenen USS Voyager Kontakt aufzunehmen.

      Hier liegt der Fall allerdings anders. Der Hypersubraum ist die tiefste uns bekannte Subraumdomäne, in der unteranderem Wurmlöcher existieren. Wir gehen davon aus, dass es hier im Gegensatz zum klassischen Subraum keine Schichtung mehr gibt, sondern viel mehr eine String-Matrix, die man als Grundgewebe des Raum-/Zeitkontinuums betrachten kann. Es wird theoretisiert, dass Wurmlöcher eine Art Kurzschluss in dieser Matrix darstellen, der allerdings sehr instabil ist. Eine Hypersubraumverwerfung dagegen kann man als größere Störung dieses Grundgewebes verstehen, die weniger mit den Normalraum als dem Subraum interagiert. Und gerade weil die Verwerfungen so tief im Subraum liegen, kann man für gewöhnlich nur ihre peripheren Effekte auf den klassischen Subraum beobachten, sie aber nicht direkt untersuchen.

      Was diese spezielle Verwerfung nun so interessant für uns macht, ist dass sie mit dem Normalraum interagiert hat, ein Ereignis, das zwar in theoretischen Modellen schon postuliert wurde, allerdings noch nie live beobachtet werden konnte. Wieso es gerade an dieser Stelle dazu gekommen ist, wissen wir leider noch nicht. Das ist noch Gegenstand unserer Forschung. Was wir nun geschafft haben, ist zumindest in Computermodellen den hiesigen Ausläufer der Verwerfung dazu zu bringen, wieder mit dem Normalraum zu interagieren. Dazu setzen wir drei Hochleistungs-Tachyon-Emitter ein, die jeweils einen hochfokussierten Strahl auf denselben Punkt richten. Wenn wir es schaffen, dieselben Bedingungen herzustellen wie damals, als die Jo'kala hindurchgezogen wurde - wenn auch nur im mikroskopischen Ausmaß -, werde wir mit dem Schiff kommunizieren können. Sofern sie sich denn noch dort befindet.

      The Internationale: Also könnte es in Zukunft tatsächlich möglich sein, sofern sich Ihre Theorien bewahrheiten sollten und Sie mit Ihren Computermodellen richtig liegen, selbst dann noch in Echtzeit mit einem Schiff in Kontakt zu treten, wenn es sich, sagen wir einmal, in einer anderen Galaxie befinden sollte? Selbst über die riesigen Entfernungen, welche zwischen verschiedenen Galaxien liegen, hinweg? .

      Nadine S.Keller: "Nein, das wird es leider nicht. Zumindest nicht in dem Ausmaß, wie von ihrer Frage suggeriert. Wir werden lediglich die Bedingungen reproduzieren können, die damals zur Translokation der Jo'kala geführt haben. Wenn auch nur im deutlich reduzierten Umfang. D.h. alles was wir schaffen können, wäre eine Art Direktverbindung von hier zu dem Ort, an den die Jo'kala verlagert wurde. Der erste Schritt wird es dabei sein, den Spalt weit genug zu öffnen, um ein Subraumsignal hindurchzuschicken und so mit ihr zu kommunizieren. Danach werden wir versuchen, die Reise durch den Spalt möglich zu machen. Aber das könnte selbst unter idealen Bedingungen Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern. Denn wir kratzen bedauerlicherweise noch an der Oberfläche der dahinterstehenden Physik. Möglicherweise könnten uns die Sensordaten der Jo'kala weiterhelfen, die sie gesammelt hat, als sie durch die Verwerfung flog. Aber an dem Punkt, wo es sich darüber nachzudenken lohnt, sind wir noch nicht."

      The Internationale: Wie aus Ihrem Umfeld zu vernehmen war, planen Sie einen Feldtest unweit der klingonischen Grenze. Warum ausgerechnet da, wenn man bedenkt, dass sich die Jo’kala oberhalb von Dreon VII befand, als sie verschwand? Darüber hinaus, finden Sie nicht, dass dies nicht gerade ohne Risiko ist, wenn man die momentan schwierigen Beziehungen zwischen dem Klingonischen Reich und der Föderation in Betracht zieht? Immerhin könnten die Klingonen auf die falsche Idee kommen, dass man dort möglicherweise eine neue Waffe testen möchte.

      Nadine S.Keller: Das Problem ist, dass der Ausläufer der Verwerfung im Bereich von Dreon VII soweit destabilisiert wurde, dass eine erneute zielgerichtete Manipulation nicht möglich ist. Zumindest nicht für uns. Subraumteleskope haben jedoch vor wenigen Monaten eine kaum wahrnehmbare Hintergrundstörung im Subraum ausgemacht, die den Daten nachfolgender Tiefenraumsonden zufolge ein weiterer Ausläufer derselben Verwerfung sein könnte. Doch dieser befindet sich bedauerlicherweise nahe an der klingonischen Grenze. Ob es klug ist, das Experiment dort durchzuführen, liegt dabei nicht in meinem Kompetenzbereich. Das ist eine Frage für das Sternenflottenkommando und die Diplomaten. Offenbar ist man aber der Meinung, dass es das Risiko wert ist.

      The Internationale: Nun, da möchten wir hoffen, dass die Sternenflotte dieses Mal mit ihrer Einschätzung der gegenwärtigen Lage auch richtig liegt.

      Kommen wir zum Zeitpunkt des anstehenden Feldtest. Wann genau möchten Sie mit diesem beginnen? Und, sind Sie dabei der Meinung, dass es mit einem Test getan ist oder werden Sie nach Ihrer Einschätzung mehrere benötigen, bis Sie sich sicher sein können, dass diese neue Technologie exakt das tut, was Sie gerne möchten?

      Nadine S.Keller: Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, das ist von mehreren logistischen Faktoren abhängig. Grob eingrenzen lässt es sich aber auf die kommenden zwei Monate. Ebenso wenig ist vorhersehbar, wie viele Anläufe nötig werden, um die Kommunikation mit der Jo'kala zu etablieren, falls uns das überhaupt gelingen wird. Wir hoffen natürlich, dass es im Rahmen des ersten Einsatzes klappen wird, sofern das nicht der Fall ist - womit man durchaus rechnen muss -, werden wir in wenigen Monaten einen weiteren Anlauf starten.

      Captain Sito Reon
      Kommandierender Offizier
      USS Jo'kala NCC-84233
      Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
      Scotty me up, Beamie
    • Magnetar STG 013 steht vor Bruch der Kruste - Sternenbasis 83 evakuiert

      Magnetar kündigt Bruch der Kruste an
      Sternenbasis 83 vorsorglich evakuiert
      Sternenbasis 83, 16.09.2393 (70710,45), FK

      Etwa einen Monat liegt es zurück, dass auf der Oberfläche des Magnetars STG 013 die ersten Sternbeben von einer Überwachungssonde sensorisch erfasst wurden. Berechnungen ergaben bereits damals eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass die Kruste des Sterns in naher Zukunft brechen würden. Nun gilt diese Annahme als wissenschaftliche Tatsache, sodass die Sternenflotte die knapp 0,4 Lichtjahre von STG 013 entfernte Raumstation SB 83 vorsorglich evakuiert hat.

      Magnetare stellen eine besondere Form der in deutlich höherer Zahl auftretenden Neutronensterne dar. Der Prozess, der zu ihrer Entstehung führt, gilt gemeinhin seit langer Zeit als entschlüsselt, doch auch heute noch sind Magnetare Gegenstand intensivster Forschungsbemühungen, da sie zu den wohl gefährlichsten der bekannten Naturereignisse gezählt werden. Ihre Geburtsstunde ist die Explosion eines am Ende seiner Brenndauer stehenden, besonders massereichen Sterns (min. 20x die Masse von Sol) in einer Supernova. Sobald der Kernbrennstoff Wasserstoff aufgezehrt und in Helium umgewandelt ist, steigen Gravitationsdruck und Temperatur kontinuierlich an und setzen eine Reihe von Fusionsketten in Gang, an deren Ende die Synthetisierung von Eisen steht. Eisen, als Element mit der höchsten Bindungsenergie zwischen den Atomkernen, stoppt schließlich die Kette, da die Fusion zu noch schwereren Elementen Energie verbrauchen statt erzeugen würde. Die Folge ist ein Kollaps, wobei der Stern in sich zusammen fällt und die äußeren Schichten in einer heftigen Explosion abstößt. Aus den Überresten kann sich, je nach den herrschenden Ausgangsbedingungen, ein kompakter Überrest in Form eines Neutronensterns oder gar eines Schwarzen Lochs entwickeln. Abhängig von Faktoren wie Dichte und Rotationsgeschwindigkeit besteht sodann die Möglichkeit der Weiterentwicklung eines Neutronensterns hin zu einem Magnetar, dessen Magnetfeldstärke binnen kürzester Zeit um den Faktor Tausend zunimmt. Die Stärke der Magnetfelder komprimieren die ohnehin gewaltige Dichte eines Neutronensterns weiter, bis sich die gesamte Masse auf ein Objekt mit einem Durchmesser von selten mehr als 10 - 20 km konzentriert.


      [Blockierte Grafik: http://www.trekzone.de/sfrs/files/public/Presseschau/Magnetar.jpg]
      Visuelle Aufnahme von STG 013 durch eine Sonde. Sekunden später wurde die Sonde von den Magnetkräften zerissen.

      So auch im Fall von STG 013, der knapp 15 km durchmisst und eine Rotationsgeschwindigkeit von 5,2 Sekunden aufweist. Wie alle Magnetare besitzt STG 013 eine in kosmischen Maßstäben sehr geringe Lebenserwartung von lediglich etwa 10.000 Jahren. Führende Wissenschaftler der Sternenflotte gehen davon aus, dass der Magnetar gegenwärtig etwa 1200 Jahre alt ist und somit noch relativ jung. Die mit zunehmender Intensität und Häufigkeit auftretenden Sternbeben auf seiner Oberfläche sind als Vorzeichen für einen bevorstehenden Bruch der Kruste des Magnetars zu verstehen, die sich unter dem enormen Druck der Magnetkräfte verformt und wahrscheinlich binnen der kommenden vier bis sechs Wochen nachgeben wird. Als Folge ist eine Explosion zu erwarten, da der Stern Masse in Form von Plasma sowie stark konzentrierte Gamma- und Röntgenstrahlung ausstößt, bis die Magnetfelder sich neu konfiguriert haben. Dieser Ausbruch, bei dem Hochrechnungen zur Folge eine Energiemenge abgegeben werden wird, wie sie Sol in 100.000 Jahren einfacher Brenndauer aussendet, wird zu den beeindruckendsten, gewaltigsten, aber auch gefährlichsten Explosionen gehören, die im Weltall zu beobachten sind. Unmittelbar betroffen von den Auswirkungen ist zunächst nur Sternenbasis 83, doch langfristig werden sich auch die Systeme Delta (34 Lichtjahre), Denobula (56 Lichtiahre) und Betazed (56 Lichtjahre) gegen eine von harter Röntgenstrahlung begleitete Schockwelle wappnen müssen. Die Sternenflotte hat bereits damit begonnen, ein durch das Föderale Innenministerium verhängtes Flugverbot für Raumschiffe ohne ausreichend wirksame Schutzschilde im betreffenden Sektor umzusetzen.

      Magnetare als ein physikalisches Wunder zu bezeichnen ist angesichts ihrer Seltenheit durchaus Rechtens. Ihre visuelle Schönheit täuscht jedoch allzu leicht über die zerstörerische, nur mittels Vorstellung kaum zu erfassende Gewalt hinweg, die Naturereignissen wie diesen inne wohnt und denen wir, allen technischen Fortschritts zum Trotz, nichts entgegen zu setzen haben. Unter Berücksichtigung aller vom Innenministerium und der Sternenflotte ausgegebenen Warnungen kann eine Großschadenslage und der Verlust von Leben vermieden werden, sodass wir dem Schauspiel aus sicherer Entfernung beiwohnen können.

      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

      Intrinsically tied...
    • Zweites Sternenflottenraumschiff an klingonischer Grenze verschwunden


      Zweites Sternenflottenraumschiff an klingonischer Grenze verschwunden

      Sternenbasis 73, 05.10.2393 (70761,60), NKS
      Unter nicht näher bekannten Umständen hat die Sternenflotte erneut den Kontakt zu einem ihrer Schiffe verloren. Dies ist der neuste Vorfall in einer ganzen Reihe sich häufender vermisster Sternenflottenraumschiffe.

      Wie die Sternenflotte nun mehr offiziell bekannt gab, ist im Rahmen eines wissenschaftlichen Experimentes in der Nähe der klingonischen Grenze ein weiteres Sternenflottenraumschiff verschwunden. Wie wir Anfang August berichteten, ist bereits zuvor ein Raumschiff der Sternenflotte, die USS Trudeau, in derselben Region spurlos verschwunden. Der neuste Vorfall nimmt allerdings eine völlig neue Dimension an, da sich an Bord der verschwundenen USS Allende 650 Personen befanden, darunter 118 Zivilisten und 34 Kinder.

      Ziel des Experimentes war es, die vor 1,5 Jahre verschollene USS Jo’kala zu kontaktieren. „The Internationale“ veröffentlichte erst kürzlich ein Interview mit Professor Nadine Sophie Keller vom Daystrom Institut, die sich für die Entwicklung der hinter dem Kommunikationsexperiment stehenden Technologie verantwortlich zeichnete.

      Wenn gleich das Sternenflottenkommando momentan noch keine konkreten Hinweise auf die Ursache für das Verschwinden der USS Allende und Trudeau hat, sei eine Beteiligung durch Fremdeinwirkung nicht unwahrscheinlich, da weder die Allende noch die Trudeau Auffälligkeiten vor Ort gemeldet haben, bevor der Kontakt abbrach. Es sei möglich, dass ein abtrünniges klingonisches Schiff den beiden Sternenflottenraumern aufgelauert und sie zerstört hat. Doch dabei handele es sich momentan noch um reine Spekulation. Der klingonische Hohe Rat hat eine Beteiligung an dem Vorfall strikt zurückgewiesen und eine eigene Untersuchung der Vorfälle eingeleitet.

      Mittlerweile ist auch ein weiteres Schiff der Sternenflotte in der Region angekommen und konnte vermelden, dass es keine Spur von den verschollenen Raumschiffen Trudeau und Allende gibt. Allerdings sei wohl das Experiment zur Kontaktaufnahme mit der USS Jo’kala erfolgreich durchgeführt worden, so dass nun mehr eine direkte Kommunikationsverbindung besteht.
      Dr. Sabine Keller
      FA Allgemein- und Notfallmedizin
    • Dreibund hat sich entschieden

      Eden-Dreibund hat sich entschieden – Eine Entscheidung mit Überraschungen
      Adan, 25.11.2393 (SZ 70901,49), JS

      Wie wir zuvor berichtet und erwartet hatten ließ sich das Entscheidungsgremium im Rat des Eden-Dreibundes lange Zeit für den Beschluss über die zukünftige Namensgebung von PX-312 und des gesamten Sonnensystems, dem Regierungssitz des Dreibundes. Jetzt, viele Monate später, nach dem Beginn des Referendums, ist es endlich zu einer Entscheidung gekommen, die viele überrascht.
      Die Mitglieder des Gremiums haben sich für eine zweigleisige Variante entschieden: Der Planet wird von nun an Dreibund-intern als Adan bezeichnet, während das Sternensystem den Namen Trinia erhält.
      Die Hintergründe dieser Entscheidung konnten nicht sicher geklärt werden, jedoch wird vermutet das einige Mitglieder des Entscheidungsgremiums einen eigenständigeren Namen anstrebten, der sich jedoch andererseits auch nicht allzusehr vom bereits großteils gebrauchten Namen unterscheidet. Der FNN konnte dennoch einige offizielle Stellungnahmen aufzeichnen, zum Beispiel von Botschafter Trakna: "Der Dreibund hat sich für einen neuen, eigenen Namen entschieden. Dieser soll zwar unsere Eigenständigkeit hervorheben, aber auch unsere Verbundenheit zur Föderation, da wir ebenfalls Rücksicht auf die bisherige Namensgebung unserer Freunde der Föderation genommen haben."
      Gänzlich anders sieht dies allerdings Moluv Barkuz, ein Vertreter von Grinor: "Die Ähnlichkeit des neuen Namen für den Ratsitz zum von der Föderation verwendeten ist lediglich ein Zufall. Wie sie sicher auch sehen, soll die neue Namensgebung ein Zeichen sein. Wir, die Völker des Dreibundes, sind eine starke und stolze Vereinigung und auch wenn wir freundschaftliche Verbindungen zur Föderation pflegen und diese natürlich sehr begrüßen, haben wir immer noch eine eigene Identität." Diese Aussagen lassen sich sicherlich verschieden interpretieren, aber sie lassen zumindest vermuten, wie es teilweise selbst innerhalb des Bundes brodelt.
      Nichtsdestotrotz wirft diese Entscheidung auch viele Probleme auf, vor allem vor Ort und in der näheren Umgebung des Dreibundes, welche erst noch beseitigt werden müssen. Betroffen sind hierbei vor allem Reiseunternehmen, Stellarkartographen und vor allem die Händler, die häufig in diesem System verkehren, da nur ein Bruchteil der benötigten Ressourcen und Konsumgüter auf Adan hergestellt werden können.
      Allerdings gab der Sprecher der Regierung bekannt, das diese Entscheidung nun endgültig ist und es keine weiteren Änderungen der Namen geben werde. Des weiteren sei bereits ein Großteil der betroffenen Handels- und Reisegesellschaften informiert, so dass es keine größeren Schwierigkeiten mehr geben sollte, zumal sich die Koordinaten des Sternensystems schließlich nicht ändern.

    • Schwimmeinlage in geschmolzenem Zinn – Seniormilitärverwalter Yntak’Un widerlegt Gerüchte über schwere Erkrankung

      Schwimmeinlage in geschmolzenem Zinn – Seniormilitärverwalter Yntak’Un widerlegt Gerüchte über schwere Erkrankung
      Adan, 9.12.2393 (SZ 70940,3), JS

      Mit einem öffentlichen Bad in für Tholianern wohltemperierten geschmolzenen Zinn meldet sich Seniormilitärverwalter Yntak’Bu – selbsternannter geliebter, verehrter, vergöttlichter, weiser und hocherhabener Führer aller Tholianer nach mehrwöchiger Abwesenheit wieder zurück. Der Diktator der Tholianischen Versammlung versucht so, die Gerüchte über eine schwere Erkältung zu widerlegen, die ihn in den vergangenen sieben Wochen kaltgestellt haben soll.
      Begleitet von Vertretern der staatlichen Medien der Tholianischen Versammlung nahm Yntak’Bu nach dem Bad im Zinn auch ein Bad in der Menge, die ihm frenetisch zujubelte. Mindestens siebenundvierzig junge Tholianer sollen beim Anblick des gestählten Körpers ihres Führers in Ohnmacht gefallen sein und mussten vom Leibarzt des beleibten Diktators behandelt werden.
      In einer anschließenden Ansprache an sein Volk stellte Yntak’Bu klar, dass er keineswegs krank gewesen sei, sondern in den vergangenen Wochen aus militärpolitischen Gründen die Öffentlichkeit gemieden haben. Gerüchte über seine Erkrankung seien völlig haltlos und wurden laut Yntak’Un von antitholianischen Kräften aus der Föderation gestreut, um die Moral des tholianischen Volkes zu zersetzen.
      Verwunderung rief hingegen die Abwesenheit Yntak’Uns hervor, der in Vergangenheit stets an der Seite seines Förderers/Elternteils stand, wenn dieser einen seiner hochgradig choreographierten öffentlichen Auftritte hinlegte. Auch in der siebenstündigen Ansprache Yntak’Bus kam Yntak’Un nicht vor. Beobachter schließen daraus eine Entfremdung zwischen beiden Machthabern, die sich seit der Tholianischen Annexionskrise noch verstärkt habe. Yntak’Un hält sich wahrscheinlich weiterhin im Grenzbereich der Tholianischen Versammlung zum Eden-Dreibund auf und leitet dort großangelegte Flottenmanöver.

      "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
      "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
    • +++EILMELDUNG+++ Tholianer überqueren Grenze

      +++EILMELDUNG+++ Tholianer überqueren Grenze
      Adan, 15.12.2393 (SZ 70956,76 ), FW

      Wie uns so eben von unserem Korrespondenten vor Ort mitgeteilt wurde, haben mehrere Schiffsverbände der Tholianer die Grenze zum Eden-Dreibund überquert und nähern sich dem Gebiet des Bundes, sowie der Sternenbasis 613.
      Aktuell liegen uns noch keine detaillierten Angaben über die Angriffsflotte der Tholianer oder bereits absolvierte Kämpfe vor. Wir arbeiten an einer offiziellen Stellungnahme der Sternenflotte, weitere Informationen folgen in Kürze.

    • Seniormilitärverwalter Yntak'Bu verstorben - Invasion wird fortgesetzt

      Seniormilitärverwalter Yntak'Bu verstorben - Invasion wird fortgesetzt
      Tholia/Adan, 29.12.2393 (SZ 70993,19 ), FW

      Vor wenigen Minuten erreichte uns von der Pressestelle des Oberkommandos der Tholianischen Versammlung die Nachricht, dass der Diktator der Tholianer, Seniormilitärverwalter Yntak'Bu, kürzlich verstorben ist. Todesursache war der offiziellen Verlautbarung zufolge eine schwere Erkältung, von der sich Yntak'Bu nie richtig erholen konnte. Dies steht im Widerspruch zur öffentlichen Demonstration von Yntak'Bus Gesundheit vor drei Wochen. Damals hatte er vor den Medien der Tholianischen Versammlung ein Bad in für tholianische Verhältnisse kalten Zinn genommen.

      Yntak'Un, der als neuer Führer designierte Nachfolger sowie Nachkomme Yntak'Bus gab folgende Stellungnahme ab: "Von tiefer Trauer berührt bin ich vom Tode meines edlen Hervorbringers, war er es doch, der mir wie allen Tholianern erst die Liebe zum Erzeugerreich näher brachte, dessen Ruhm zu mehren unser aller Aufgabe ist. Yntak'Bu mag an einer Erkältung gestorben sein, doch im Endeffekt starb er aus Liebe zum tholianischen Volk, dem er durch die verfrühte Demonstration seiner Kräfte Sicherheit und Stolz bringen wollte. Indes sei versichert, dass der Tod unseres Geliebten, Verehrten, Vergöttlichten, Weisen und Hocherhabenen Führers uns keineswegs bei unseren Bestrebungen im Kampfe gegen die expansionistische Föderation und ihre Dreibundschergen behindern wird. Vielmehr werden wir ihm, dem Erhabensten und Weisesten aller Tholianer unseren Sieg widmen."

      Unbestätigten Gerüchten zufolge war Yntak'Un in den vergangenen Jahren faktisch zum Anführer der Tholianer aufgestiegen, auch wenn er seinen Erzeuger offiziell nie verdrängte. So seien die neuerlichen Expansionsbestrebungen der Tholianer einzig auf Yntak'Un zurückzuführen, während Yntak'Bu sich mit seinen Vorstellungen einer Konsolidierung des Bündnisses mit den Klingonen nicht durchsetzen konnte. Aus Geheimdienstkreisen ist außerdem zu vernehmen, dass Yntak'Bu durch Getreue Yntak'Uns vergiftet wurde. Die genauen Hintergründe seines Todes werden vermutlich auch in Zukunft ungeklärt bleiben, da nur offiziell sanktionierte Meldungen der Tholianer die Außenwelt erreichen. Politikexperten sind sich jedoch einig, dass mit dem Tode Yntak'Bus ein schnelles Ende des aktuellen Konfliktes in weite Ferne gerückt ist.

      "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
      "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
    • Konflikt mit den Tholianern geht weiter

      Konflikt mit den Tholianern geht weiter
      Adan, 05.02.2394 (SZ 71097,53 ), FO

      Wie uns ein Sprecher der Sternenflotte mitteilte, ist die aktuelle Situation im Konflikt mit den Tholianern von geringer Intensität geprägt. Nach dem ersten Angriff der Tholianer (wir berichteten) in Richtung des Gebietes des Eden-Dreibundes, welcher von der 22. Flotte erfolgreich abgewehrt werden konnte, beschränken sich die Kampfhandlungen aktuell vor allem auf den Versuch der Tholianer das Sensornetzwerk der Sternenflotte im Grenzgebiet zu vernichten. Bei diesen kleineren Scharmützeln gab es allerdings keine Schiffsverluste seitens der Sternenflotte.
      Interessanterweise ist es an den anderen Grenzen relativ ruhig, so zeigen weder die Tholianer Aktivität an der direkten Grenze zur Föderation, noch sieht es nach Kriegsvorbereitungen seitens der Klingonen oder der Gorn aus, auch wenn beide Mächte entlang der jeweiligen Grenze ein erhöhtes Schiffsaufkommen zeigen, allerdings in großer Entfernung zur direkten Grenze.
      Ob dies auch in Zukunft so bleibt muss man abwarten, aktuell scheint sich die Tholianische Versammlung vor allem auf das Gebiet des Eden-Dreibundes zu konzentrieren. Über die Gründe hierfür kann nur spekuliert werden, auch wenn viele davon ausgehen, dass es vor allem um die iconianische Technik geht, die auf mehreren Planeten im Einflussbereich des Dreibundes gefunden wurde und zuvor schon als Grund für die Aktivitäten während der Tholianischen Annexionskrise galt.