GHD - Season III - "Stand alone Complex"

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  • Angel Island - Operationszentrale

    Amy hatte sich, während sie den Ausführungen des Tellariten gelauscht hatte, in den Räumlichkeiten umgeblickt. Sie schüttelte auf die Frage nach persönlicher Habe nur den Kopf, - je weniger sie hier her schleppte, umso weniger musste sie wieder zurückbringen, und das, was sie in ihrem Backpack hatte, genügte ihr vollkommen.

    Mit Bedauern nahm sie zur Kenntnis, dass Ensign Cenneth der reichlich unterkühlt wirkenden Lieutenant Roth zugeteilt wurde, sie hätte gerne mit Alanis zusammengearbeitet. Amy war aber gleichzeitig froh, sich nicht wie diese durch Berge von Akten-PADDs wühlen zu müssen und zog noch rasch eine mitleidige Grimasse ihre Richtung, ehe sie sich Anastasia zuwandte und dieser bestätigend zunickte.
    "Aye, Ma'am."
    Amelia Swanson
    Spezialistin für Kryptologie

    Personal affection is a luxury you can have only after all your enemies are eliminated.
    Until then, everyone you love is a hostage, sapping your courage and corrupting your judgement.
  • Angel Island - Operationszentrale

    Während sie die Flure des Octogons entlang schritten, betrachtete Alanis die Teammitglieder mit einem fast abwesenden Blick. Doch er täuschte, ihr Gehirn analysierte den ersten Eindruck, den sie von den drei Frauen hatte, mit akribischer Genauigkeit. Dieser Vorgang lief bei neuen Eindrücken, besonders bei Personen, immer und fast unabdingbar ab, wenn sie ihn nicht gezielt unterbrach. Es schien, als sei dieser Teil ihres Geistes ein unabhängiger Part, der ihr Bewusstsein dann mit den Ergebnissen fütterte, ohne dass der Vorgang sich in den Vordergrund drängte und ihre aktiven Gedankengänge unterbrach. Bisher hatte sich diese intuitive Fähigkeit als überaus hilfreich erwiesen und Alanis hatte darum nicht vor, Ltjg. Celís Vorgabe zu folgen, keine Schlüsse im Vorfeld zu ziehen. Sie würde diese dann eben solange für sich behalten, bis sie sich als richtig erwiesen. Oder besser gesagt, falls.. sie sich als richtig erwiesen.
    Einen Moment lang schürzten sich ihre Lippen zu einem winzigen, amüsierten Lächeln, dann erreichten sie den ihnen zugeteilten Teil des Komplexes. Der CPO der sie dort empfing, begann sofort wortreich auf Ltjg. Celí einzureden. Alanis schüttelte nur den Kopf auf seine Zwischenfrage an die anderen Agentinnen. Solange es einen Replikator in der Nähe gab, war sie voll und ganz zufrieden. Während sie noch der Aufzählung der Ressourcen lauschte, die ihnen zur Verfügung standen, schwand der leicht amüsierte Ausdruck ihrer Augen, der sonst so typisch für sie war. Die Anordnung von Ltjg. Celí, dass Amy sie zu Com. Hutches begleiten sollte, ließ ihn allerdings wiederkehren. Hoffentlich bekam die junge Frau vorher noch die Gelegenheit, eine Uniform anzuziehen..
    Auch ihren eigenen Auftrag nahm sie mit einem höflichen Nicken zur Kenntnis. "Natürlich, Ma'am." Amys Blick und Grimasse erwiderte sie mit einem Lächeln und zwinkerte ihr zu. Doch ihr machte es eigentlich nichts aus, Informationen zu sichten. Jedes Wort darin konnte ein passendes Teil für das Puzzle sein, das sie hier zusammen setzen mussten.
    Alanis Cenneth
    Profilerin und Pathologin

    Media in vita in morte sumus
  • Angel Island - Operationszentrale

    Chief Petty Officer Norg setzte einen Gesichtsausdruck auf, der ein Gefühl der höchsten Zufriedenheit vermittelte. Worüber er sich genau freute, ging indes nicht hervor. Entweder es war das rasche und präzise Tempo, mit welchem die Agentinnen ihre Ermittlungen begannen - oder aber die ineinandergreifenden Zusammenarbeit seiner Mitarbeiter, die er insgeheim mehr als seine Leute denn die von Anastasia betrachtete.
    Einen kurzen Blick ließ der CPO noch durch den Raum schweifen, doch da scheints jede Entscheidung bereits gefallen war, deutete er einladend gen der Tür und sah sowohl die Betazoidin als auch die von ihr gewünschte Begleiterin an. "Wollen Sie sofort aufbrechen?" Sein Blick über Amys Outfit war dabei so deutlich, wie er es anders kaum sein konnte. "Abgesehen natürlich von den üblichen Vorbereitungen, wenn man Flaggsoffiziere aufsucht." Im Grunde waren die Worte des Tellariten schon grenzwertig - aber man hatte zu bedenken, dass die Bewohner Tellars stets sehr direkt waren in ihren Äußerungen.
    Ein leises Zischen der Tür verriet, das Orlof die Zentrale verlassen hatte, um die Büroräume einzurichten. Während CPO Norg sich anschickte, sich mit den beiden Agentinnen auf den Weg zu Commodore Hutches zu machen, hob Petty Officer Gellar den Kopf und fixierte Verena. Die hochgewachsene Frau war ihm ein wenig unheimlich; dieser Blick - er beinhielt etwas, dass dem Terraner nicht sonderlich gefiel und er bedauerte es im Grunde etwas, die wohl etwas flippigere Ltjg. Swanson nicht zugewiesen bekommen zu haben. Er wandte sich von Verena ab und schenkte auch Alanis sowohl ein Nicken, wie bei ihr auch ein freundliches Lächeln, um sich dann von seinem Platz zu erheben. "Wenn Sie erlauben, sowohl die SFS als auch wir haben die Akten und Fälle bereits auf alle denkbaren Unregelmäßigkeiten hin untersucht. Ich kann Ihnen etwaige Auffälligkeiten benennen, den Reim darauf finde ich allerdings nicht."

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  • Angel Island - Operationszentrale

    Die Anspielung von CPO Norg war der sprichwörtliche Wink mit dem Zaunpfahl, oder eher schon mit dem ganzen Zaun. Amy nahm ihm das aber nicht weiter übel, sondern sah zuerst an sich hinunter und dann zu Anastasia.
    "Ma'am, wenn Sie gestatten, würde ich mir gerne noch eine Uniform replizieren und mich umziehen, bevor wir Commodore Hutches aufsuchen. Ich bin etwas überstürzt aufgebrochen und hatte keine Gelegenheit, mich 'standesgemäß' zu kleiden." Amy setzte gekonnt die schuldbewusste Miene auf, die sie sich schon frühzeitig in ihrer "Karriere" antrainiert hatte, da ihr solche Fehler ständig zu unterlaufen schienen. Sie war mehr für das Wesentliche zu haben denn für die Form, und wenn sie Vorschriften auch nicht (mehr) willentlich brach, so gelang es ihr leider nicht immer, rechtzeitig an alles zu denken, was die hohen Tiere so von einem ordentlichen Mitarbeiter verlangten. Nur gut, dass sie meist nach ihren Fähigkeiten, und nicht nach ihrer Obrigkeitshörigkeit beurteilt wurde. Das hatte ihr mehr als einmal den Hals gerettet, denn sonst würde sie wahrscheinlich als ewiger Ensign irgendwo Akten-PADDs sortieren, oder, eher noch, in einer Eisdiele in San Francisco kellnern...
    Amelia Swanson
    Spezialistin für Kryptologie

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  • Angel Island - Operationszentrale

    Lieutenant Verena Roth

    Einen Moment umspielte ein Grinsen die Mundpartie von Verena, welches einem Haifisch alle Ehre gemacht hätte, bevor die junge Frau wie beiläufig nickte. Als sie zu sprechen begann, schien kalter andorianischer Wind durch die Büroräume zu streifen.
    „Petty Officer, wir sind nicht ausschließlich hier, um uns Ihre Interpretation der Akten und Fälle zu dieser Thematik anzuhören, sondern wir sind hier, um uns ein eigenes Bild von den Vorgängen zu machen. Völlig unbeeinflusst von dem, was Sie vielleicht davon halten sollten. Da ich ihren Enthusiasmus aber bis zu einem gewissen Grad gutheiße, will ich es vorerst ignorieren, das Sie so eben einen direkten Befehl missachtet haben, sofern Sie sich nun dazu anschicken uns die Unterlagen zu holen. Wenn Sie das getan haben, und Ensign Cenneth und ich es nach dem Studium der Unterlagen für nötig befinden, uns ihre Erkenntnisse anzuhören, dann werden wir das zu gegebener Zeit tun, Mr.Gellar. Ich hoffe, ich habe mich damit auch für Sie klar und deutlich ausgedrückt.“
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Angel Island - Operationszentrale

    Alanis wartete geduldig, nur ihre Lippen zuckten ein wenig amüsiert bei CPO Norgs Bemerkung über "Vorbereitungen, wenn man Flaggsoffiziere aufsucht". Dann wandte sie sich PO Gellar zu, der ihnen zugeteilt worden war und sich erhob, um sie zu begrüßen und erwiderte sein Lächeln und Nicken freundlich. Schweigend lauschte sie Lt. Roths Zurechtweisung, nachdem PO Gellar geendet hatte . Sie selbst wäre nicht so weit gegangen, sein Verhalten als Befehlsmissachtung zu werten, aber die Lt. sah das alles wohl etwas strenger. Allerdings befremdete sie der Vorschlag Gellars mindestens genauso, wie er Lt. Roth wohl verärgert hatte. Was für eine absurde Vorstellung, sich aus der subjektiven Meinung eines anderen ein Urteil zu bilden. Sich hinterher darüber auszutauschen hingegen erschien ihr durchaus plausibel, die Meinung eines jeden einzelnen würde den Fall von einer anderen Seite beleuchten. Aber sie schwieg weiterhin, im Moment war das wohl das Sinnvollste. Sie würden noch lange genug zusammen arbeiten, es würde sich von allein ergeben, dass sie ihre Erkenntnisse austauschten.
    Alanis Cenneth
    Profilerin und Pathologin

    Media in vita in morte sumus

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  • Angel Island - Operationszentrale

    Anastasia unterdrückte ein leichtes Schmunzeln. Es war sicher noch keine 9 Uhr und der Termin war um 14 Uhr angesetzt. Selbst mit dem Shuttle würden sie keine Stunde brauchen, wenn man davon ausging, dass sie bevorzugte Flugrechte bekamen vielleicht nichtmal eine halbe inklusive aller Fußwege.
    "Wir werden um 13 Uhr aufbrechen. Bis dahin müssen auch wir die Zeit nutzen uns mit dem vorhandenen Material vertraut zu machen, wobei insbesondere natürlich die Umstände um den Vorfall bezüglich des Commodore im Vordergrund stehen."
    Ihr Blick glitt zu Amy.
    "Uns Sie denken dann rechtzeitig daran sich entsprechend umzuziehen."
    Anastasia war selbst kein großer Fan der Uniformen, aber für den Außendienst war es schon aus repräsentativen Gründen, immerhin waren sie nicht im Geheimen unterwegs, angemessen. Und als Leiterin der Gruppe würde sie im Dienst wohl aus Autoritätsgründen nicht darauf verzichten.
    "Das menschliche Gehirn ist nicht geschaffen, rationale Prozesse zu veranstalten, sondern das Überleben eines Organismus zu bewirken." - Karl Steinbuch
  • Angel Island - Operationszentrale

    Chief Petty Officer Norg

    Norg schielte aus seinen tiefliegenden Augen gen eines in der Wand angebrachten, digitalen Chronometers. Womöglich war er etwas voreilig gewesen und auch etwas impulsiv in seinem Vorhaben, sofort in Richtung der Sternenflottenakademie aufbrechen zu wollen. So nickte er schließlich und strich sich mit einer Hand durch seinen vollen Bart.
    "Natürlich. Ich werde Ihnen die Daten zur Verfügung stellen. Commodore Hutches hat sie uns bereit zugesendet. Aus dem Büro der Akademie teilte man uns mit, dass die Techniker und Informatiker nach wie vor dabei sind, vor Ort die Stelle zu ermitteln, da die Nachricht manipuliert wurde. Bisher gab es keine positive Rückmeldung, auch von Seiten der SFS nicht." Der Tellarit wandt sich herum und setzte sich in Bewegung, auf eine der halbrunden Konsolen zu. Ohne sich um diese herum zu bemühen, streckte er seinen Arm aus und gab einige Befehle in die spiegelverkehrt vor ihm liegenden Kontrollen ein, woraufhin eine der großen Bildschirmwände zum Leben erwachte. An dieser Stelle hatte man auf das sich auf den meisten Bildschirmen des GHD um seine eigene Achse drehende Symbol des Geheimdienstes verzichtet, um keine visuelle Überreizung der Agenten und ihrer Mitarbeiter zu riskieren. Die schwarze Wand wurde augenblicklich von einer sich fortsetzenden Reihe von Buchstaben und Zahlenketten gefüllt, ohne jeden Zusammenhang. Auch vereinzelte Schriftzeichen waren darunter, die anderen Völkern zuzuordnen waren, so fanden sich vulkanische und andorianische Buchstaben in dem Text.
    "Einen Code können wir weitesgehendst ausschließen, wobei Sie natürlich Ihr Glück noch einmal versuchen können", setzte Norg schließlich an. "Die Computer haben nicht den Ansatz eines Musters in dem Text gefunden." Zielgerichtet ging er auf den Bildschirm zu, der ihn an Größe überragte, und ließ seine Hand darüber wandern, woraufhin sich der Text soweit nach unten schob, bis der Smiley erschien, den bereits LtCmdr. Gassimov den Agentinnen vorgestellt hatte. "Eigentlich sollte es sich um eine Einkaufliste handeln, laut Auskunft seitens Mrs. Hutches."

    Petty Officer 3rd Class Joey Gellar

    Der Petty Officer zuckte bei den Worten von Verena sichtbar zusammen, bevor er sich wieder zusammenriss und nickte. "Verstanden, verzeihen Sie, Ma'am", fügte er hastig hinzu und drehte sich auf dem Absatz herum. Mit schnellen Schritten war er an einer weiteren Bildschirmwand, gegenüber jener, welche der CPO in diesem Augenblick aktivierte, um Anastasia und Amy die Nachricht der Frau des Commodore zu zeigen.
    Gellar rief mit schnellen Handbewegung ein Verzeichnis auf und öffnete es. Auf dem Bildschirm erschien das Symbol der Sternenflottensicherheit, jenes mit Grün unterlegte Rund, das neben dem GHD die womöglich zweitgrößte, eigenständige Institution in den Riegen der Sternenflotte zeigte. Mit neutralem, ungewöhnlich leisem Klang bat die vertraute Stimme des Computer um Eingabe der Freigabecodes für die Akten der SFS. Gellar legte lediglich einen Finger auf die Konsole neben sich, bis ein Piepsen die Akzeptanz bestätigte und die Akten öffnete. Zahlreiche Fallberichte reihten sich nacheinander auf, aufgelistet nach Datum. Die Namen der ermittelnden SFS-Mitarbeiter und die Orte des Geschehens hinten an gestellt. "Alle bekannten Vorfälle aufgelistet nach Datum, Ma'am", wandt sich der PO an Verena und Alanis.
  • <<< Zeitsprung >>>


    San Francisco - Campus der Sternenflottenakademie

    Der riesige Campus der Sternenflottenakademie breitete sich unter dem Shuttle des Geheimdienstes aus. Bereits aus der Luft hatte man die gewaltigen Ausmaße des Geländes ausmachen können, das nicht nur einen bemerkenswerten Teil der Stadt ausmachte, sondern auch eine erstaunliche Auswahl an Gebäuden verschiedenster Architektur, eine zentral gelegenen, weitläufigen Parkanlage und zahlreiche Sportmöglichkeiten bot. Doch trotz der unterschiedlichen Gestalt all dieser Fakultäten und Verwaltungseinrichtungen, schlossen sie sich doch in einem harmonischen Gesamtbild zusammen, das einem Ziel gesondern gewidmet war: Der Schmiede des neuen Offizierskaders für den schier unersättlichen Bedarf an Personal durch die Sternenflotte. Doch auch wenn San Francisco die Älteste dieser Einrichtungen war, war sie bei weitem nicht die Einzige. Auf vielen Welten fand man Campi, doch jener hier hatte noch immer den Hauch von etwas Elitärem an sich, wenn dieser auch nicht durch besondere Leistungen der Kadetten hevorgehoben wäre.
    Das Shuttle des GHD flog in einer eleganten Kurve auf das zentrale Verwaltungsgebäude zu, wo auch der Führungsstab der Akademie seine Büroräumlichkeiten hatte. Umgeben von einem grünen Park, streckte sich das schlanke Gebäude in den sonnigen Himmel des Tages empor, reflektierte das gleißende Licht von Sol. In der Wärme des Tages waren besonders viele Kadetten unterwegs. Einige saßen in Lerngruppen auf den Rasenflächen, andere eilten zu ihren nächsten Seminaren oder Vorlesungen - und nicht zuletzt gab es einige Gruppen, die deutlich unter den schroffen Stimmen ihrer Sportausbilder in der Hitze litten. Das Shuttle erntete nur wenig Aufmerksamkeit, der Flugverkehr war hier ein beständiges Kommen und Gehen. Lediglich das silberne Emblem auf seiner Hülle sorgte für einige erstaunte Stimmen, wenn es auffiel. Viele sahen gerne nach Angel Island. Wenige kamen dorthin.
    Die AI 22 setzte schließlich auf einem Landefeld unweit des Zentralgebäudes auf und die Schleusen des Kleinstraumschiffes öffneten sich ...


    Angel Island - Operationszentrale

    Petty Officer 3rd Class Joey Gellar

    Es roch nach Kaffee. Der ganze Raum schien förmlich davon erfüllt, wobei der PO den Eindruck hatte, das meiste von dem schwarzen Getränk selbst konsumiert zu haben. Die letzten Stunden hatte er damit zugebracht, Informationen von A nach B und dann wieder nach C zu bewegen. Auf Bildschirmen, Datenträgern oder auch ganz klassisch handschriftlich. Die Zahlenkolonnen schienen endlos zu sein. Das wohl Wichtigste, dass die SFS in diesem Fall angefertig hatte, waren Statistiken. Wie häufig war ein Fall in welchem Sektor aufgetreten, in welchem Zeitabstand, welche Konsolen, welche Daten waren betroffen?
    Es schien, als wäre für jede Zahl eine eigene Statistik entworfen worden, sofern sie denn irgendwo in dem Fall einmal aufgetaucht war. Das eigentliche, was die SFS damit dem GHD übermittelte, war: Sie hatte keine Ahnung. Den Täter nach statistischer Wahrscheinlichkeit einkreisen zu wollen war so ziemlich der letzte, verzweifelte Versuch gewesen, einen irgendwie gearteten Griffpunkt zu bekommen. Doch noch während das Projekt lief, hatten sich die führenden Köpfe bereits an die Schwarzuniformierten gewandt und den Fall in ihre Hände gelegt. Einerseits natürlich, da die ganze Angelegenheit so brisant war, aber auch, da die Mittel des GHD ganz anderer Natur waren. Und nicht zuletzt, weil man so die Verantwortung abgab, sollten die Ermittlungen weiterhin keine Ergebnisse zutage fördern.
    Gellar kehrte zum Replikator zurück und zog ein weiteres Mal eine Kanne Kaffee daraus hervor, ließ die Alte mit einem Surren verschwinden. Aus den Augenwinkeln sah er zu Orlof, der inzwischen die Büros nach den Wünschen von Lieutenant Celí fertig eingerichtet hatte. Nächste Runde ...
  • San Francisco - Campus der Sternenflottenakademie

    Anastasia verließ das Shuttle und sah sich um. Das meiste sah noch so aus, wie sie es in Erinnerung hatte und so brauchte sie sich nicht lange orientieren. Kurz blickte sie zu Amy, welche ebenfalls aus dem Shuttle stieg und lief dann los.
    "Kommen Sie, ich kenne den Weg."
    Sie mochte es nicht Aufmerksamkeit zu erregen, was sicherlich eine gute Qualität für jemanden war, der bei einem Geheimdienst arbeitete. Aber die Uniform war einfach auffällig genug und dazu so selten, dass die beiden Frauen den neugierigen Blicken kaum entkommen konnten. Zügig, aber nicht eilend liefen sie über den Campus. Anastasia sog die Akademieluft in sich auf. Wie lange war es her, dass sie das letzte mal hier war. Und wie eine halbe Ewigkeit schien es her, dass sie hier ihre Ausbildung genossen hatte - wobei genossen nicht das richtige Wort war. Aber es stand in keinem Verhältnis zu dem, was danach folgte. Damals war sie ein anderer Betazoid gewesen. Damals hätte sie sich nicht träumen lassen, wohin sie ihr weg einmal führen würde. Ihr Blick blieb gerade aus gerichtet, aber ihre Aufmerksamkeit folgte hin und wieder den Kadetten um sie herum, den vielen Dingen, die die jungen Erwachsenen bewegte. Es hatte den anschein, dass demnächst die Klausur zu Warpfeldern anstand, denn der Äther war voll von Cochrane-Gleichungen und Bildern von asymmetrischen Subraumfeldern.
    Sie riss sich los. Eine Aufgabe wartete auf sie und sie sollte die Meter, die sie noch zu gehen hatte, dazu verwenden sich auf diese vorzubereiten. Der Erfolg der Befragung des Commodore würde wesentlich davon abhängen welche Fragen sie stellte. Doch das, was die Sache wirklich schlimm machte: weder sie noch der Commodore wussten, wonach man wirklich suchten.
    "Das menschliche Gehirn ist nicht geschaffen, rationale Prozesse zu veranstalten, sondern das Überleben eines Organismus zu bewirken." - Karl Steinbuch
  • Angel Island - Operationszentrale

    Lieutenant Verena Roth

    Der grüne Tee, welcher in einer formschönen Tasse vor Verena stand, hatte schon seit zwei Stunden jegliche Wärme verloren, während sich die junge Frau zusammen mit Alanis in dieser Zeit durch die Berichte, Statistiken und Zeugenvernehmungen „wühlte“, welche mit diesem Fall auch nur das geringste zu tun hatten. Die Berichte sprachen eine deutliche Sprache; nämlich, das die Sternenflottensicherheit nicht den Hauch einer Ahnung hatte, was hier eigentlich vor sich ging, aber das konnte sie dieser Abteilung auch nur fast übelnehmen, denn es schien sich kein Muster ergeben zu wollen, in welchem man einen Anhaltspunkt hätte finden können. Alles schien überaus willkürlich zu geschehen, und wenn dieser Fall nicht diese Brisanz aufgewiesen hätte, wäre Verena versucht gewesen sich wieder von dieser Untersuchung ablösen zu lassen, das hier war nichts, was nicht auch eine Bürotipse hätte erledigen können.
    Verena blickte von ihrem Ausgabegerät auf, und massierte sich ihren Nacken, bevor sie zu Alanis blickte.
    „Ensign, nachdem wir nun schon seit Stunden diese Sachen durchwühlt haben; was halten Sie hiervon? Immerhin scheint dies alles ausnahmslos willkürlich zu geschehen, ohne ein bestimmtes Muster zu bilden, wenn man von dem Vorfall auf Pluto absieht. Scheinbar sind die dort nicht gerade die Fähigsten in Sachen Computersicherheit, wenn es dem oder den Tätern gleich mehrmals gelingt in das Computersystem einzubrechen. Meinen Sie, das dieser Vorfall eine eingehende Untersuchung durch uns rechtfertigt?“
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
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  • Angel Island - Operationszentrale

    Alanis sah auf, einen leicht resignierten Ausdruck im Gesicht. Sie war zu fast denselben Schlüssen gekommen, sie blickte kurz auf das PADD in ihrer Hand, dann wieder zu Verena. "Ja, die Zugriffe scheinen sehr willkürlich. Zu willkürlich für mein Empfinden, als wolle man die Zufälligkeit betonen." Einen Moment verstummte sie nachdenklich, dann sprach sie weiter. "Ich bezweifle, dass man auf Pluto so unfähig ist. Spätestens nach dem zweiten Vorfall wird man wohl aufmerksamer geworden sein. Offen gesagt denke ich, dass die Täter, ich gehe angesichts der Umstände mal von mehreren aus, uns in Sachen Computersicherheit hoffnungslos überlegen sind. Dass man dort dreimal ins System eingegriffen hat, ließ mich ebenfalls stutzen. Und ich denke, wir können es uns gar nicht leisten, dem nicht nachzugehen, so wenig Anhaltspunkte wie wir haben." Sie seufzte leise.
    "Es ist.. zu auffällig für meinen Geschmack. Entweder soll uns das von einem anderen Vorfall ablenken, oder.. wir sollen genau das denken und den Vorfall auf Pluto als Täuschungsmanöver abtun.. Und dann frage ich mich, ob es nicht noch andere Zugriffe auf die Computersysteme gegeben hat, von denen wir nichts wissen. Weil eben kein.. "Lächeln" hinterlassen wurde. Wenn diese Täter tatsächlich so gut sind, dann haben sie ihre Spuren vielleicht perfekt verwischt." Sie griff nach ihrer Kaffeetasse, blickte hinein und verzog das Gesicht. Kalt...
    Alanis Cenneth
    Profilerin und Pathologin

    Media in vita in morte sumus
  • San Francisco - Campus der Sternenflottenakademie

    Lieutenant Junior Grade Neshrin hatte die Nachricht vor wenigen Augenblicken erhalten: Das Shuttle des GHD war gelandet und die beiden Agentinnen, welche es transportiert hatte, waren auf dem Weg hierher. Der Pilot des Kleinstraumschiffes, ein Tellarit, wie ihr der Wächter des Parkareals gemeldet hatte, würde bei dem Shuttle bleiben. Der Rekrut, welcher zu dieser undankbaren Aufgabe abkommandiert worden war, den zentralen Landeplatz des Campus zu kontrollieren, hatte eine Mischung aus Erstaunen und Verunsicherung zur Schau getragen. Letzteres, so vermutete die Chamäleonidin, war schlicht darauf zurück zu führen, dass er nicht wusste, was er mit dem in Schwarz gekleideten Tellariten anfangen sollte. Er sollte als Übung im Erstkontakt mit einer fremden Spezies betrachten ...
    Neshrin schmunzelte bei diesem Gedanken und erhob sich von ihrem Platz. Sie würde die Agentinnen am Eingang des Foyers erwarten und sie anschließend zum Büro von Commodore Hutches führen, ganz so, wie man es ihr aufgetragen hatte. Noch auf dem Weg zu dem mit großen und einladenden, gläsernen Türen ausgestatteten Eingangsbereich wechselte sie ihre Form, um binnen Augenblick nicht mehr in ihrer weiblichen Gestalt aufzutreten, sondern nun sein bevorzugtes männliches Ego zur Schau zu stellen. Er nahm an, das würde die Agentinnen vielleicht etwas mehr beeindrucken. Und wer wusste es schon, vielleicht sahen sie auch gut aus.
    Ausnahmsweise achtete er darauf, dass seine Haarfarbe typisch terranisch braun war, lediglich die Augen ließ er in einem bemerkenswert hellen Violett erstrahlen, ein Gencode, welchen er sich von einer Präwarpspezies im Beta-Quadranten entnommen hatte.
    Geduldig wartete er vor dem Eingang des Foyer, wo ein reger Fluss von Personen aller Spezies vorherrschte. Als er kurze Zeit später die beiden Agentinnen erblickte, wusste er sofort, warum um den GHD stets eine Art Mythos die Runde machte. Trotz ihres keineswegs ungewöhnlichen Aussehens oder Auftretens, teilten sie die Menge vor dem Hauptgebäude der Akademie wie ein Schiff das Wasser - stets im Fokus des Blickes der Umstehenden, die sich jedoch ebenso schnell wieder abwendeten. Neshrin ging auf die beiden Damen zu, höflich lächelnd und nickte freundlich:
    "Willkommen an der Sternenflottenakademie. Ich bin Lieutent Junior Grade Neshrin, mir wurde aufgetragen, Sie zum Commodore zu geleiten. Wenn Sie mir bitte folgen würden." Er deutete hinter sich in das Foyer hinein.
    Lieutenant Junior Grade Neshrin

    Empfangsdame am Thresen im Foyer des Sternenflottenakademiecampus von San Francisco
  • Angel Island - Operationszentrale

    Petty Officer 3rd Class Joey Gellar

    Der Petty Officer entnahm die Kaffeekanne dem Replikator und wandt sich herum, um just in diesem Augenblick zu erkennen, wie Alanis Cenneth mit einem verzogenen Gesicht in ihre Tasse sah. Man musste kein Betazoid sein, um ihre Gedanken erahnen zu können. Noch einmal drehte er sich zu dem Replikator herum und orderte eine neue, leere Tasse. So bewaffnet kehrte er zu den beiden Agentinnen zurück. Er stellte das Porzellan mit dem GHD-Emblem auf den breiten Rand der Konsole und füllte sie mit dem stark duftenden Schwarz, nickte Alanis dann lächelnd zu und wandte sich an Verena. Sie trank keinen Kaffee, sondern irgendeinen Tee. Da er die Frau nicht mochte, war er allerdings nicht sonderlich gewillt, ihr ohne Aufforderung neuen Tee zu besorgen. Andererseits war er darin vielleicht gut beraten.
    Er stellte die Kanne ab und lauschte noch den Worten der beiden Frauen, ob sie eine Entscheidung treffen würden bezüglich der Reaktion auf ihre Erkenntnis, bevor er wieder seinen Weg als Kellner aufnahm.
  • San Francisco - Campus der Sternenflottenakademie

    Anastasia trat auf das Hauptgebäude der Akademie zu, in welchem deren Leiter selbstverständlich sein Büro hatte. Sie hatte sich vorab informiert, wo diese zu finden wäre und vertraute nun darauf, dass sie sich noch gut genug auskannte. Aber wie zu erwarten hatte man eine Eskorte für sie bereit gestellt. Anastasia hatte die Person noch einen Moment eher entdeckt, als diese die beiden Agentinnen, was dann aber die Bestätigung lieferte, dass sie sich auch nicht vertan hatte. Aber sie tat, was sie immer Tat, sie ignorierte es, ging weiter auf den Eingang zu und ließ sich schließlich ansprechen. Normalerweise brauchte sie die Personen nur für einen Sekundenbruchteil zu mustern, da sie den für sie wesentlichen Eindruck schon längst gewonnen hatte, aber die violetten Augen des Mannes waren doch etwas auffälligeres. Sie blieb stehen.
    "Vielen Dank, Lieutenant. Bitte."
    Die beiden Frauen folgten der Eskorte, welche sie nun durch das Gebäude führte.
    "Das menschliche Gehirn ist nicht geschaffen, rationale Prozesse zu veranstalten, sondern das Überleben eines Organismus zu bewirken." - Karl Steinbuch
  • Angel Island - Operationszentrale

    Lieutenant Verena Roth

    „Vielleicht. Aber, wir sollten weniger spekulieren, und uns mehr an die gegebenen Fakten halten, Ensign. Und selbst wenn der Vorfall lediglich dazu dienen soll, um uns von irgendetwas anderem abzulenken, sollten wir dennoch als erstes dieser Spur folgen, mal völlig davon abgesehen, das es unsere einzige ist.“ erwiderte Verena nüchtern, während sie dem männlichen Petty Officer dabei zuschaute, wie dieser Alanis Kaffee nachschenkte. Als dieser danach die Kanne abstellte, und sich anschickte, sich wieder zu entfernen, gebot ihm die junge Frau mit einer einzigen Geste Einhalt.
    „Petty Officer, ich will, das Sie uns eine Verbindung zum Verantwortlichen des Pluto Munitionsdepots herstellen, sofern von diesem noch keine Aussage zu den Ereignissen vorliegt. Sollte dieser der Fall sein, dann will ich diese einsehen.“
    Nach dieser Ansage an den Unteroffizier wand sich Verena wieder der anderen Frau zu.
    „Ensign, sofern die Verbindung zum Depot etabliert sein sollte, übernehmen Sie die Befragung des Verantwortlichen. Gehen Sie langsam vor, Offiziere der Flotte schätzen es gemeinhin nicht so sehr, wenn sie vom Nachrichtendienst gegängelt werden, auch wenn das bei manchen von ihnen sicher der beste Weg wäre.“
    Verena blickte zwischen den beiden Personen hin und her, und richtete dann ihre Aufmerksamkeit wiederum auf den Unteroffizier, von welchem sie die sofortige Ausführung der Befehle erwartete.
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Angel Island - Operationszentrale

    Sie schenkte Gellar ein müdes, aber dankbares Lächeln, als er ihr Kaffee eingoß. "Danke, Mr. Gellar, den kann ich gut gebrauchen." Lt. Roths Ausführungen lauschend, beherrschte sie mühsam den Drang, die Augen zu rollen. Sie fragte sich, ob die Lt. jemals mit einem Profiler gearbeitet hatte. Eigentlich machte sie auf Alanis eher den Eindruck, als würde Roth ihre Fälle mit dem Phaser lösen.
    "Nun Ma'am, was Sie "Spekulation" nennen, ist meine Aufgabe als Profiler. Ich nenne es üblicherweise Fallanalyse. Die übrigens völlig auf den vorliegenden Fakten beruht." Sie verstummte einen Moment und sah Lt. Roth gelassen an, es war ihr in diesem Moment völlig gleichgültig, ob diese Alanis' Worte als Insubordination betrachtete. Wenn man ihr ständig versuchte vorzuschreiben, wie sie ihre Arbeit zu machen hatte, würde sie nicht sonderlich weit kommen in den Ermittlungen. "Ein Profiler arbeitet nicht nur nach statistischen Werten, ein gewisser Anteil Intuition gehört ebenfalls dazu. Was wahrlich nicht bedeutet, dass man sich in völlig freien Vermutungen ergeht."
    Alanis nahm ihre Tasse und trank einen Schluck, erwartete fast fatalistisch die Zurechtweisung. Sie ersparte sich den Hinweis, dass sie ebenfalls gesagt hatte, den Pluto-Vorfall zu untersuchen sei unerlässlich. Entweder hatte Lt. Roth sie nicht verstanden, oder sie zog es vor, das Offensichtliche zu wiederholen. Allmählich reifte in ihr der Gedanke, dass diese Zusammenarbeit wohl nicht sehr erfreulich werden würde.
    Die Anweisung, den verantwortlichen Offizier zu verhören, kommentierte sie nur mit einem knappen "Aye, Ma'am.", ebenso die damit verbundenen Anweisungen. Da sie einen akademischen Abschluss in Soziologie und Kriminologie hatte, dürfte das wohl das geringste Problem sein.
    Alanis Cenneth
    Profilerin und Pathologin

    Media in vita in morte sumus
  • Angel Island - Operationszentrale

    Lieutenant Verena Roth

    "Aha". kommentierte Verena die längeren, für den Geschmack der Frau zu langen Erläuterungen des Ensign über die Vorgehensweise eines Profilers, lakonisch und verlagerte dann ihr Gewicht auf das rechte Bein.
    "Nun, wenn das so ist, dann können Sie Ihre Analysen nach Ihrem Gespräch mit dem verantwortlichen Offizier der Pluto Station gerne fortführen. Ich bin bereits sehr gespannt, was Sie dabei herausfinden werden, und inwieweit es uns bei dem zu bearbeitenden Fall helfen wird."
    Verena seufzte einmal mehr innerlich, und fragte sich erneut, was Grassimov sich davon versprach, sie bei diesem Fall einzusetzen. Ihre Stärken lagen wohl kaum darin, Daten zu durchforsten, Innendienst zu betreiben und sich mit "Fallanalysen" abzugeben. Sie war eher für handfeste Dinge. Darüber hinaus stellte der Umstand, dass sie diesmal auch noch mit anderen zusammen arbeiten sollte, nicht gerade ein freudiges Ereignis für Verena da.
    "Melden Sie sich wieder, wenn Sie mit dem Verantwortlichen gesprochen habe. Ich werde indes anderen Dingen nachgehen."
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
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    Scotty me up, Beamie
  • San Francisco - Campus der Sternenflottenakademie

    Neshrin lächelte noch einmal, bevor er sich in Bewegung setzte und die beiden Agentinnen zunächst durch das Foyer führte auf einen Turbolift zu. Der Weg mit diesem sollte beinahe bis in das oberste Stockwerk des Verwaltungsgebäudes führen, nur das mit Glas und Stahl überdeckte Dach bot noch einen größeren Konferenz- und Empfangssaal, welchen die Akademie für offizielle Anlässe nutzte.
    Der Korridor, der dem Turbolift folgte, war breit und mit Teppich ausgelegt, um die Schritte der Uniformstiefel zu dämpfen. In Nischen standen vereinzelte Pflanzen verschiedener Farben, die Wände wurden von Bildern ehemaliger Leiter der Akademie beherrscht. In diesen Höhen begegnete man seltener anderen Personen, zumeist waren es Kadetten, die bei Dozenten vorgesprochen hatten oder Botengänge für Vorgesetzte erledigten. Ein Captain kam der Gruppe entgegen und nickte höflich, um dann ein Zimmer mit der Aufschrift "Sekretariat IV" zu betreten.
    Neshrin führte die Agentinnen, die nach wie vor einige Aufmerksamkeit erregten, bis zum Ende des Korridors, wo er in eine breite Tür endete, die den Namenszug "Commodore Eric Hutches, Akademieleitung" führte. Er blieb davor stehen und wandte sich zu den beiden Frauen herum, wobei sich seine Augen nun in einem matten Grün präsentierten. "Wir sind da. Sie können direkt durchgehen, der Assisstent des Commodore ist bereits informiert."
    Lieutenant Junior Grade Neshrin

    Empfangsdame am Thresen im Foyer des Sternenflottenakademiecampus von San Francisco
  • San Francisco - Zentralverwaltung der Sternenflottenakademie

    Commodore Eric Hutches stand im Vorraum zu seinem Büro und hielt in jeder Hand je ein PADD, die verschiedene Statistiken zweier Fakultäten enthielten, die sich um die Besetzung bestimmter Hörsaale stritten. Er runzelte die Stirn und wog die PADDs gegeneinander ab, während sein Assisstent, ein junger Mann im Range eines Lieutenants, ihm gegenüber stand und geduldig abwartete, als würde er diese Prozedur schon hunderte Male erlebt haben.
    Schließlich übergab der Commodore seinem Mitarbeiter die beiden PADDs und räusperte sich, begann dann mit einer Stimme zu sprechen, die klang, als hätte sie zeitlebens nur laut und in bellendem Befehlston gesprochen: "Ich möchte mit den beiden Fakultätsleitern noch einmal reden. Dieser Streit ist mehr als kleinlich, zur Not bauen wir noch einen Hörsaal, das sollte das Problem nicht sein."
    Der Assistent nickte und legte die PADDs aufeinander, sie in der Hand haltend. "Jawohl, Sir. Darf ich daran erinnern, dass der Geheimdienst jeden Augenblick hier sein wird?"
    Eric nickte zustimmend und strich sich mit einer Hand über sein wettergegerbtes Gesicht, einen kleinen Bauch unter der Uniform präsentierend, dem er sich in seinem Alter allerdings nicht mehr schämte. "Meine Freude ist grenzenlos", murmelte er und grinste dabei leicht.
    „Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht können. Wenn wir uneins sind, gibt es wenig, was wir können.“ - J.F. Kennedy
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