Eingehende Transmissionen an Deep Space 4

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      Absender:
      Ensign Mihály P.L. Figl
      Wissenschaftsoffizier
      USS Troy NCC - 81710

      Empfänger:
      Ensign Sito Kobar
      Deep Space 4

      SD:
      VS: Privat

      Servas Kobar!

      Ich hatte dir schon mal eine Nachricht geschickt, aber ich bin ja flexibel, wenn irgendwelche Nachrichten nicht ankommen und ich kann sie ja einfach ein wenig umformulieren, bin ja ein kluges Kerlchen, zumindest behauptet man das gelegentlich von mir.
      Gegen Kekse und Kaffee im Besprechungsraum habe ich ehrlich gesagt gar nichts. Obwohl, da ich jetzt kein Führungsoffizier mehr bin, bin ich definitiv gegen Kekse und Kaffee bei den Besprechungen, ich bekomme ja nichts ab und das geht einfach nicht, dass man mich von kulinarischen Genüssen ausschließt. Aber es ist schon verrückt, wie klein das Universum ist, wenn unser Counselor das Opfer der Methoden deines - nun ehemaligen - Counselors geworden ist, mein Captain mit dir verwandt ist und Annas Chefin plötzlich hier bei uns an Bord auftaucht. Manchmal frage ich mich, ob die Flotte nicht in Wirklichkeit nur aus einer Handvoll Schiffen besteht und der Rest einfach nur Propaganda des Sternenflottenkommandos ist. Dem werde ich nachgehen, wenn ich mal wieder zu viel Zeit habe. Aber Zeit ist so ein Problem, wenn man sich mit seinem Kommandanten auseinandersetzen muss.
      Ich bezweilfe nämlich, dass das mit dem Grinsen und Nicken hilft. Er glaubt, wenn ich meinem Gefühl vertrauen darf, und das darf ich in den allermeisten Fällen, dass mein unschuldiges Lächeln irgendwie unverschämt und respektlos wirkt. Dabei sehe ich damit laut meiner Mama aus wie ein kleiner Engel... Da kann ich sogar das "klein" verschmerzen! Wie dem auch sei, das mit dem Grinsen funktioniert nicht, aber vielleicht sollte ich es mit "nur nicken" versuchen und dabei ausgesucht zerknirscht und ernst gucken. Ich werde es bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit überprüfen.
      Was die Langeweile der Personalabteilung angeht, kann ich dir sagen, dass wir Commodore Gebo seit Beginn der Deep Space Mission an Bord haben und ich kann dir bestätigen, dass ihm langweilig ist. Er hat mittlerweile Brückenverbot, weil er auf einem Planeten gefangen genommen wurde und dann mit Hilfe einer revolutionären Zelle die dortige Regierung zu stürzen gedachte. Der Captain war mehr als nur ungehalten darüber und das gab mächtigen Ärger. Seitdem ist der Commodore mit seinem Sekretär jedenfalls die meiste Zeit des Tages in seinem Quartier und sitzt wahrscheinlich auf seinem Hintern, wenn man ihn nicht in der Sporthalle antrifft. Das Casino meidet er, obwohl mir einige der Mannschaftsdienstgrade erzählt haben, dass er eigentlich ordentlich Durst hat... Ich will das mal so dastehen lassen. Vielleicht ist das ja seine kleine private Rache an Captain Sito, dass er dich quer durch die Flotte jagt mit allerlei Einsatzbefehlen.
      Was nun Anna betrifft, kann ich mich sogar noch an sie erinnern. Ich habe zwar nur ein verschwommenes Bild vor Augen, aber an die Person als solche kann ich mich aus deinen Erzählungen erinnern. So viel zum Thema "man kann sie nicht so schnell vergessen": Das ist alles eine Frage der Prioritäten, mein lieber Kobar. Oder alternativ der Synapsen in deinem bajoranischen Gehirn, das solltest du als Mediziner aber mindestens genau so gut wissen wie ich armer kleiner Wissenschaftler, dem man trotz medizinischem Spezialgebiet nicht mal den Umgang mit Pflastern aus dem Überlebenspack zutraut. Den größeren Sinn jedenfalls, dass sie sich bei dir gemeldet hat, gibt es sicherlich, ich dachte ihr Bajoraner unterstellt Allem einen höheren Sinn, lediglich wie der aussieht, vermag natürlich niemand zu sagen, sonst wäre es schließlich kein höherer Sinn mehr, nicht wahr? Vielleicht ist es ja ein Wink, dass sie ihre Beziehung zu dir normalisieren soll. Ihr wart schließlich drei Jahre lang zusammen und das Universum und sein großer Schöpfer sind jetzt der Meinung, dass ihr gefälligst Freunde zu sein habt, du bist schließlich ein feiner Kerl.

      Kommen wir zu deinen Erlebnissen auf DS4: Lass dir gesagt sein, dass man auf Andorianer auch ziemlich stereotyp reagieren kann. Du musst stramm stehen, den Bauch einziehen und BLOSS NICHT LÄCHELN! Dann wirst du den ganz schnell wieder los. Die Fühler kannst du getrost ignorieren, andorianische Gefühle sind nicht sonderlich breit gefächert. Und was das Dabo-Mädchen angeht, hättest du es vielleicht auch einfach mit einem Buch versuchen können. Ich wette, es gibt genug Anleitungen für Dabo-Betrug, da braucht man keine sechs Stunden eines Gespräches. Vielleicht solltest du deinen Charme in Zukunft einfach für die richtigen Augenblicke aufheben, damit du nirgendwo mehr rausfliegst und wir in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft die Qual der Wahl haben, wo wir einkehren, falls wir uns endlich mal wieder über den Weg laufen. Ich werde mich auch so stark betrinken, dass du mich als Patienten behandeln musst, damit du mal wieder was Richtiges zu tun hast und nicht langweiligen Wissenschaftskram machen musst.

      Liebe Grüße,
      Mihi.

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      Absender:
      Ensign Anna Revett
      Wissenschaftsoffizier
      USS Ares

      Empfänger:
      Sito Kobar
      Deep Space vier

      SD:
      63161,00
      VS: Privat

      Hallo Kobar,

      danke, dass Du mir deine Adresse mitteilst, ich freue mich, dass Du weiter mit mir korrespondieren möchtest. Dass die Nachrichten abgehört werden, ist mir ziemlich egal, ich verrate ja keine Geheimnisse.

      Mit dem Humor könntest Du Recht haben. Wir von Luna sind manchmal etwas... anders. Aber das weißt Du ja, Du musstest Dich ja lange genug damit herumschlagen. Ich habe gedacht, dass die wachsende Erfahrung es Dir irgendwann leichter machen würde, meinen Humor (und alles andere) zu verstehen, aber dazu ist es ja nicht gekommen. Ja, ich weiß warum das so ist, und ich bedaure das auch sehr. Mea culpa. Aber wie Du schon sagtest, man soll immer nach vorne blicken.

      Was die Wissenschaftsabteilung angeht, über die Nachfolge von Lieutenant Harada ist noch nicht entschieden worden, aber ich kann Dich beruhigen. Ich bin im Dienst geradezu mustergültig un-tollpatschig, ich zerschmeiße keine Gläser, außer, ich will es.

      Ich hoffe für Dich, dass Du bald wieder Deiner Berufung als Arzt nachgehen kannst, ich weiß doch, wie sehr Du Deinen Beruf liebst.

      Ich muss nun in eine Besprechung und wünsche Dir erstmal viel Spaß auf Deep Space 4. Ich habe gehört, in den Ferengi-Bars soll ganz schön gefeiert werden, also bleib sauber (oder auch nicht) und melde Dich mal wieder.

      Liebe Grüße
      Anna


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      Absender:
      Ensign Mihály P.L. Figl
      Wissenschaftsoffizier
      USS Troy NCC - 81710

      Empfänger:
      Ensign Sito Kobar
      Deep Space 4

      SD: 63171,43
      VS: Privat

      Servas Kobar!

      Ich bin in keinster Weise witzig, das ist genau so eine bösartige Unterstellung wie die Behauptung, ich sei zu kurz geraten. Alle anderen sind 1. zu lang geraten und 2. einfach nur humorlos - mit wenigen Ausnahmen. Genau so wie die allermeisten Wesen die Wahrheit nicht sehen können. Da wäre zum Einen Lieutenant Commander Fühler, die in deiner Art und Weise offenbar böse Absichten gesehen hat (ich finde die Idee mit dem Aufsatz aber lustig und hätte bitte bitte gerne eine Kopie davon zur Erheiterung in traurigen Stunden), als du dich ernst und seriös, wie ein Sternenflottenoffizier von Format, gegeben hast, obwohl die bösen Absichten mit Sicherheit nicht da waren. Zum Anderen bist aber auch du ein Opfer, denn Schiffe zählen hilft uns bei dieser Verschwörung nicht weiter. Das können auch Drohnen oder Holoprojektionen gewesen sein, wer weiß... Oder es waren in Wirklichkeit romulanische Schiffe, die sich als Sternenflottenraumer getarnt haben. Das würde denen doch ähnlich sehen, so ein krummes Ding zu drehen. Nein, die Empirie bringt uns hier nicht weiter. Wenn wir dieses Rätsel lösen wollen, dann müssen wir uns schon was anderes einfallen lassen oder wir verschließen wie alle anderen auch unsere Augen.
      Von Romulanern zu Bajoranern, die dazu neigen, noch unangenehmer zu sein: Das ist gar kein so schlechter Übergang, wie ich finde. Dein umtriebiger Cousin lebt jedenfalls noch und hat es bislang nicht in die Nähe einer Luftschleuse gewagt, sodass ich noch gar keine Chance hatte, ein Mordkomplott in die Tat umzusetzen. Im Gegenteil isoliert er sich weiterhin schön brav von der Crew, um bloß nicht zu fraternisieren. Wir haben heute Abend ein Pokerspiel bei unserer abgedrehten Counselor, das hat er irgendwie mit angeleiert, wie ich so gehört habe, allerdings behauptet die Gerüchteküche auch, dass er dennoch nicht aufkreuzen wird, der alte Drückeberger. Er hat sogar Alkohol erlaubt. Vielleicht ist das das Problem und er will niemandem zeigen, wie wenig trinkfest er ist.
      Was mich zu deinen Bemerkungen über das Betrinken führt. Auch wenn du glaubst, meine Hintergedanken durchschaut zu haben, muss ich dich in dieser Hinsicht leider enttäuschen. Du weißt doch, dass zur medizinischen Betreuung auch die liebevolle Sorge um den Patienten gehört. Und wenn ich dann sturzbetrunken in deine Arme falle, was ich mit Freuden tue, und du mich auffängst, wozu du hoffentlich dann noch fähig bist, dann denke ich schon an medizinische Betreuung, nur nicht im vulkanischen Sinne. Ich werde dir das bei Gelegenheit demonstrieren, wenn LtCmdr Fühler noch genug von dir übrig lässt. Ich drück dir die Daumen, dass sie lediglich deine Versetzungsbefehle übergibt.

      Liebe Grüße,
      Mihi.

      =/\= Ende der Transmission =/\=
    • =/\=Beginn der Transmission =/\=

      Absender:
      Ensign Anna Revett
      Wissenschaftsoffizier
      USS Ares

      Empfänger:
      Sito Kobar
      Deep Space vier

      SD:
      63175,84
      VS: Privat


      Hallo Kobar,

      ... ein Vorwand? Habe ich je für das, was ich tue, einen Vorwand gebraucht? Wenn ich sarkastisch wäre, würde ich sagen, es muss einsam sein auf Deep Space 4, da Du so rege mit mir korrespondierst, aber ich bin ja nicht sarkastisch, also freue ich mich einfach darüber.


      Dass das mit der Perso nur ein Scherz war, brauchtest Du nicht zu erklären, denn was könnte Dein Cousin schon schreckliches getan haben, dass Du es ausbaden musst? Ich kenne ihn ja nicht, ich weiß nur, dass er der Kommandierende Offizier der Troy ist und als ziemlich korrekt gilt. Vielleicht ist ja der Chef der Personalabteilung nur ein wenig in Personalnot.

      Ach Kobar, hast Du immer noch keinen Crash-Kurs in terranischen Redewendungen absolviert? Ich habe viel von Dir gelernt, und wette, ich kann mehr von Euren Prophezeihungen aufsagen, als Du dumme Sprüche von der Erde. Und was die Dominanz unserer Spezies im All betrifft, nun, manchmal sind es die Taten, nicht die Worte, die zählen. (Scherz!)

      Der Mensch Anna... nun, in den letzten Jahren war ich wohl zu 80% Offizier, und der Rest war dann die Privatperson. Es gibt nicht allzu viel zu berichten, ich habe viel gearbeitet, mich fortgebildet, und.. ach ja. Ich habe angefangen, Cello zu spielen. Das ist ein wunderbares Instrument, leider bin ich nach einer Lernzeit von fast drei Jahren noch lange nicht so gut, dass ich jemandem mein Gefiedel wirklich zumuten wollen würde, aber es macht großen Spaß. Leider muss ich dabei auf einen Holodeck-Musiklehrer zurückgreifen, denn wir haben keinen Cellisten an Bord, aber es geht schon, das Programm ist ziemlich gut. Freundschaft habe ich wie gesagt mit Lieutenant Harada geschlossen, mit den Kollegen verstehe ich mich auch gut, aber es geht nicht über gelegentliche Treffen im Casino hinaus. Wahrscheinlich arbeite ich einfach zuviel... ich sollte an meinen sozialen Kontakten arbeiten, denke ich.

      Wenn ich ehrlich bin, haben mir unsere kleinen Wortgefechte schon sehr gefehlt, und wenn ich noch ehrlicher bin, nicht nur diese. So bin auch ich recht glücklich über den Umstand, dass Du (wieder) mit mir redest.

      Nun habe ich erst einmal wieder genug erzählt, und überlasse Dich dem Treiben auf DS4.

      Bis bald
      Anna

      =/\= Ende der Transmission =/\=
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      Absender:
      Ensign Mihály P.L. Figl
      Wissenschaftsoffizier
      USS Troy NCC - 81710

      Empfänger:
      Ensign Sito Kobar
      Deep Space 4

      SD: 63176,29
      VS: Privat

      Servas Kobar!

      Erst einmal danke für den Aufsatz, ich habe ihn gleich einmal angelesen und fand ihn gar nicht so schlecht. Du solltest darüber nachdenken, ob du nicht Schriftsteller werden willst, statt vergeblich darauf zu hoffen, doch noch mal als Arzt in der Sternenflotte praktizieren zu dürfen. Daraus wird wahrscheinlich nichts mehr, wenn du schon das Unglück heraufbeschwörst und dich auf genau diesem Gebiet fortbildest. Deiner Ernsthaftigkeit nach, mit der du die Weiterbildung angekündigt hast, habe ich sogar einen Augenblick gezögert, ob ich dir sofort antworten soll oder ob das nicht ein wenig Zeit hat, damit ich dich nicht von solch wichtigen Sachen wie Wurmlöchern ablenke. Aber da du sowieso kein eigenes Terminal benutzt, sondern das abgehörte des Ferengi (an dieser Stelle ein herzliches Servas auch an alle anderen Personen, die ihre geriffelten wie ungeriffelten Nasen in diese Nachricht stecken) und dich die Nachricht sowieso erst erreichen kann, wenn du dich bewusst dafür entscheidest, sie zu lesen. Also kann ich auch gleich munter drauf los schreiben.
      Was die Geschichten über meinen Captain betrifft, hast du sie mir bestimmt schon das ein oder andere Mal erzählt, aber das macht nichts, denn man kann 1. nicht alles behalten, 2. bist du ein guter Erzähler und 3. kann man die Geschichten über den Mann mit dem Stock hintendrin nicht oft genug hören, die sind einfach Klassiker. Also nur zu, wenn du dich in dieser Hinsicht gerne mitteilen möchtest, schreibe nur. Ich lese sowieso alles, was du mir schreibst, solang ich es lesen kann zumindest. Wir sollten uns deine LtCmdr Fühler aber auf jeden Fall warm halten - oder kühl halten, bei Andorianern weiß man ja nicht, wie die auf terranische Redewendungen reagieren - für den Fall, dass mein Lieblingscaptain sich mal wieder scheiden lässt. Wer weiß, vielleicht entwickelt er dann einen Hang zur Blaublütigkeit und wir hätten gleich jemanden, der wunderbar zu ihm passt. Ich habe mir das gleich mal notiert. Gleich neben meinen neuesten Ideen zu unserem aktuellen Projekt in der Biologie. Wir haben unser Forschungsprojekt immer noch nicht beendet, wir stecken seit Monaten in der Startphase. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was mich geritten hat, dieses Projekt zu übernehmen, wo wir doch keinen Experten für das Gebiet an Bord haben. Aber einfach so abgeben geht auch nicht, da haben die zuständigen vorgesetzten Stellen was gegen. Es ist doch ein Kreuz mit der Arbeit. Vielleicht sollte ich vorschlagen, als nächstes Projekt eine Verhaltensstudie von Ferengi in Auftrag zu geben. Wieso zum Teufel teilen die sich in verschiedene Lager auf und spielen Bürgerkrieg? Bricht die Ferengiallianz etwa auseinander? Wenn ja, dann haben die Medien das gut getarnt. Weißt du mehr? Ich bin schließlich nicht neugierig.

      Liebe Grüße,
      Mihi.

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      Absender:
      Ensign Anna Revett
      Wissenschaftsoffizier
      USS Ares

      Empfänger:
      Sito Kobar
      Deep Space vier

      SD:
      63185,66
      VS: Privat

      Hallo Kobar,

      die Dinge, auf die Du anspielst, waren keine Vorwände, sondern Sachzwänge, das ist mal klar. Zu Deiner Information: mein Erinnerungsvermögen ist hervorragend, aber davon mal abgesehen, Dich zu vergessen würde wohl jedem schwer fallen, und mir ganz besonders, obwohl ich es anfangs wirklich versucht habe.


      Die bajoranischen Wörter und Wendungen, die Du mir beigebracht hast, habe ich natürlich immer noch in meiner Erinnerung. Ich finde Deine Sprache einfach zu schön, um sie wieder in Vergessenheit geraten zu lassen, deshalb höre ich mir ab und an die Tonaufzeichungen an, die ich von Dir habe, wobei ich dann natürlich auch immer an die Zeit, als Du mir Unterricht gegeben hast, denken muss. Es war eine schöne Zeit, das kann und will ich nicht leugnen.


      Vermisst habe ich Dich auch, schon vom ersten Tag an, nachdem ich die Akademie, und damit Dich, verlassen habe. Weil unser Abschied nun aber nicht gerade in Frieden und Freundschaft abgelaufen ist, habe ich davon Abstand genommen, Dir öfter als zu Deinen Geburtstagen zu schreiben. Ich wollte nicht aufdringlich sein, aber den Kontakt dennoch nicht ganz abreißen lassen, weil ich die leise Hoffnung hatte, dass Du Dich meldest, wenn Du dazu bereit bist. Nun ist es anders gekommen, aber das ist auch okay, wer weiß, ob das sonst jemals eingetreten wäre.


      Was mein Cello betrifft, da kann ich Dich beruhigen. Ich besitze es seit mittlerweile drei Jahren und es hat in dieser ganzen Zeit nicht einmal einen kleinen Kratzer abbekommen. Du siehst, auch ich lerne dazu.
      Ich bin begeistert, dass auch Du meine Sprache nicht gänzlich aus Deinem Gedächtnis gestrichen hast, und lass mich Dir sagen: auch ich fühle mich Dir verbunden, nicht wieder, sondern noch immer. Was die Zukunft bringt, vermag allerdings niemand zu sagen, aber das ist ja auch gut so. Ich vertraue da mal mit Dir auf Deine Propheten, dass sie nur Gutes bringt.

      Pass auf Dich auf und bis bald
      Anna

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      Absender:
      Ensign Mihály P.L. Figl
      Wissenschaftsoffizier
      USS Troy NCC - 81710

      Empfänger:
      Ensign Sito Kobar
      Deep Space 4

      SD:
      VS: Privat

      Servas Kobar!

      Ich hoffe für dich, dass dich keiner dieser Ferengi beißen wird. Ich kenne mich anatomisch ja nicht so gut aus, aber die Zähne dieser kleinen Großohren sehen so aus, als ob man ihnen nicht zu Nahe kommen wollte. Also halt dich bloß fern von denen und lass dich nicht von ihnen in irgendwelche Untergrundkämpfe und Umsturzversuche verwickeln, das war nämlich genau das, was dem guten Commodore Gebo das Brückenverbot eingetragen hat und der war ein Widerstandskämpfer, Commodore, Kriegsheld und Krüppel, so einen Mitleidsbonus kannst du wohl leider nicht in Anspruch nehmen. Dass du ein fescher Bub ist, interessiert die bestimmt nicht.
      Aber du hast ein echtes Händchen dafür, dir Schwierigkeiten mit anderen Spezies einzuhandeln, oder? Du steckst mitten in einer Auseinandersetzung der Ferengi und du hast furchtbare Probleme mit der Andorianerin. Wie machst du das eigentlich? Das ist mir unerklärlich. Ich habe keinerlei Probleme mit irgendwelchen Andorianern gehabt und ich bezweifle, dass du in der Exobiologie Antworten auf deine Fragen finden wirst. Aber was du entdecken wirst ist, dass männliche Andorianer keine Eier haben, also zumindest keine außen liegenden, was an und für sich aber auch sehr lustig ausschauen dürfte, wenn man einen hängenderen Eindruck gewohnt ist. Ich glaube eher, du wirst Antworten auf deine Frage nach andorianischem Verhalten eher in der Ethnologie finden, in der Kulturgeschichte der Andorianer oder in ihrer Vorliebe für gewalttätige Hologramme, die sie vor nicht allzu langer Zeit im Föderationsrat erfolgreich gegen ein Verbot auf Initiative der Deltaner abwehren konnten.
      Kommen wir abschließend noch zu irdischen Redewendungen. Sich jemanden warm zu halten bedeutet schlicht und ergreifend, dafür zu sorgen, dass die Person einem gewogen bleibt. Ich nehme mal an, das hängt irgendwie damit zusammen, dass man jemanden in seine geheizte Hütte einlädt, damit er sich aufwärmen kann und er einem dankbar ist und Gutes tut. Klingt zumindest plausibel, oder? Vielleicht sollte ich dir einfach in jeder Nachricht eine irdische Redewendung erklären, damit du deinen Wortschatz erweitern kannst. Und wenn wir damit fertig sind, bringe ich dir Dialekt bei. Jetzt werde ich allerdings mal ein wenig die Füße hochlegen, ich habe den ganzen Tag drauf gestanden. Und dann verlangen auch noch Leopold und Gertrud Aufmerksamkeit. Ich sage dir, allein zu wohnen ist bestimmt viel einfacher! Aber gut, das Futter liegt schon in der Spüle, dummerweise haben sie das spitz bekommen und schieben schon Terror. Und das am Feierabend. Naja, mach ich halt Schluss. Pass auf dich auf!

      Liebe Grüße,
      Mihi.

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