GRS 2010 - Klingonisches Reich: Die Schranke hebt sich

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  • GRS 2010 - Klingonisches Reich: Die Schranke hebt sich

    Zeit der Handlung: Donnerstag, der 23. April 2387 - Sternzeit: 64307,54
    Ort der Handlung: Qo'noS - Erste Stadt
    Protagonisten: Kanzler Q'naH, Sompek HoD, der Hohe Rat der Klingonen


    Es war bereits die dritte Zusammenkunft in weniger als zwei Tagen. Q'naH, Kanzler des Klingonischen Reiches, saß aufrecht in seinem steinernen Thron und ließ seine dunklen Augen durch das Zwielicht in der Halle der Krieger wandern, über die versammelten Mitglieder des Hohen Rates hinweg. Spannung lag in der Luft. Das laute Bellen von Stimmen, die ihre Meinung zur aktuellen Lage kundtaten, hallte durch die Luft, unterstrich den Nachdruck, mit welchem die Klingonen ihre Ansichten vertraten und versuchten, ihren Gegner zu überzeugen. Q'naH wusste, dass dies reiflich zwecklos war, die Entscheidungen waren schon lange gefallen - alle Entscheidungen.
    Er holte tief Luft und konzentrierte sich erst wieder auf das Hier und Jetzt, als er ein lautes Lachen vernahm, das von den Wänden widerhallte. "Eure Worte entbehren jeden Sinns, Koth!", folgten dem Lachen einige Worte. "Der Kanzler und der Hohe Rat haben bereits entschieden und diese Zusammenkunft ist nur eine Verschwendung von Zeit. Wahrscheinlich wollt Ihr eurem Weibe entkommen, die, wie ich hörte, sehr herrisch sein soll."
    Im Grunde gab Q'naH dem Wortführer, einem Krieger namens Vorok, absolut Recht. Was sie nun tun mussten, war warten. Allerdings war dies nie eine Fähigkeit gewesen, für welche die Klingonen berühmt geworden waren. Wieder schwiff der Kanzler in seine Gedanken ab, als die Debatte mit unvermindeter Heftigkeit weitergeführt wurde. Es ging um die Frage, welche Maßnahmen man ergriff, nachdem die Nachricht vom Untergang Romulus' eingetroffen war. Bereits wenige Stunden nach Eingang der Nachricht hatte der Kanzler zahlreiche Meldungen seiner Generäle erhalten. Sie waren bereit zum Angriff, sie wollten angreifen - dass sie bereit waren, wusste er. Und er wusste auch, was sie wollten. Aber Q'naHs Pläne sahen anders aus.
    Mit einem Mal wurde es auffällig still in der Halle und der Klang schwerer Schritte erreichte die Ohren des Kanzlers. Er sah auf, die Hände auf den Lehnen seines Stuhls und erblickte einen stattlichen Krieger von ungewöhnlicher Größe, welcher zielstrebig die Halle betrat und auf ihn zusteuerte. Die Gesichter einiger der Ratsmitglieder verfinsterten sich, doch die Neugierde obsiegte. Wenn ein Soldat der Reichstreitkräfte solchermaßen eine Sitzung unterbrach, musste es wichtig sein.
    Der HoD blieb vor Q'naH stehen und hieb sich seine Faust auf die Brust, bis der Kanzler einen Arm hob und mit einer Handbewegung deutete, er möge sprechen. Das diffuse, rote Licht, die duftgeschwängerte Luft, selbst das Leben der Ersten Stadt schien für eine Sekunde stehen zu bleiben, bis der Krieger mit lauter Stimme verkündete: "Kanzler! Soeben erreichte uns eine Nachricht aus dem Romulanischen Imperium! Der Provinzherrscher sptmyws dynt' öffnet seine Grenzen hin zum Klingonischen Reich! Er bittet darum, das Ihr den wartenden Hilfskonvoi in Marsch setzt!"
    Schon bei dem Wort "bittet" vernahm Q'naH das verächtliche Schnauben einiger der Anwesenden, aber sich darum zu kümmern hatte er nun keine Muse. Interessiert beugte er sich vor, den Gesichtsausdruck verhärtet, um zu demonstrieren, wie ernst er diese Angelegenheit nahm: "Der Name spricht nicht für Romulaner."
    Der HoD schüttelte den Kopf, sodass seine dichte Mähne hin und her flog. "Nein, Kanzler! Die Provinz steht derzeit nicht unter romulanischer Verwaltung und der Grenzabschnitt wird von Hilfstruppen kontrolliert!"
    Q'naH lehnte sich wieder zurück, hob die breiten Hände und faltete sie, tippte mit einem Finger auf das Leder seiner Handschuhe, während er einem nach dem anderen der Ratsmitglieder in die Augen sah. Keiner reagierte. "Setzt den Konvoi in Marsch, wie es gedacht war."
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