GRS 2010 - Romulanisches Sternenimperium: Die Schlacht um Ticinus I (Prolog)

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  • GRS 2010 - Romulanisches Sternenimperium: Die Schlacht um Ticinus I (Prolog)

    Zeit der Handlung: Mittwoch, der 1. Juli 2387 - Sternzeit: 64498,15
    Ort der Handlung: Ticinus-System
    Protagonisten: RearAdmiral Scirak, Subcommander S'anra


    Das diffuse, grüne Licht auf der Brücke des Warbirds Vreenak war eine Wohltat für die Augen des Rear Admirals, der vor einem runden Holotisch stand und das Abbild des Sonnensystems betrachtete, das sich ihm in langsam kreisenden Bewegungen darbot. In der Mitte thronte eine große, rote Sonne, umkreist von zwei Planeten. Einer davon war ein Gasriese, begleitet von drei farbenprächtig schimmernden Ringen und einer Vielzahl von Monden. Es waren so viele, das man sich entschieden hatte, ihnen einen Sammelnamen zu geben und sie dann zu nummerieren. Von 1 bis weit über 50. Der andere Planet war ungleich kleiner, aber in den Augen des Romulaners auch weitaus schöner. Eine violette Welt, durchstochen vom Grün bewachsener Kontinente und dem rostigen Braun einiger Wüsten. Man sagte dieser Kugel nach, sie schimmmere des Nachts wie ein Diamant, was wohl an der Art lag, wie die Siedlungen und ihre Verbindungswege angelegt waren. Ticinus I war eine Planwelt. Schon als man den ersten Spatenstich gesetzt hatte, wusste man, wie die Städte einst aussehen würden - Heimat für fast 12 Millionen Romulaner, die dem dichten Gedränge auf der nun zerstörten Heimatwelt entflohen waren um hier ihr persönliches Paradies zu finden.
    Doch dieser Ort war mehr als eine Wohngemeinde. Auf Ticinus I war ein gewaltiger Raumhafen errichtet worden, Basis für das 71. romulanische Geschwader. Zahlreiche Warbirds und ihre Begleitschiffe waren hier stationiert, wie auch ein ganzes Regiment Remaner zum Schutz der Anlagen. Werfthallen, Nachschubdepots, Unterkünfte, Sensoranlagen ...; Scirak ballte die Hand zur Faust, als ihm wieder einmal bewusst wurde, wie ernst die Lage war. All dies drohte in die Hände der Klingonen zu fallen, die bereits mit einer Armada im Anmarsch waren, wie ihm seine Späher berichtet hatten. Noch waren sie ihm in der Zahl nur geringfügig überlegen, doch er wusste, das sich das ändern würde. Leider konnte er nicht sagen, in welcher Weise, da der Kontakt zum nächsten Sektorkommando abgerissen war. Auf Verstärkung brauchte er nicht zu hoffen. Jeder Autokrat verteidigte sein Reich und konnte keine Truppen entbehren. Sie mussten also standhalten - oder die ganze Anlage zerstören, bevor die Klingonen sie für ihre Zwecke einsetzen konnten.
    Scirak tippte mit seinen in schwarzen Handschuhen gehaltenen Fingern auf den Rand des Holotisches. Während er nachgedacht hatte, war Subcommander S'anra auf die andere Seite der taktischen Darstellung getreten und begrüßte den Admiral, nun, da sich ihre Blicke trafen. Die Subcommander war die leitende Offizierin des remanischen Raumlanderegiments - und seine beste Beraterin, wie sich in der Vergangenheit oft gezeigt hatte. "Sind wir bereit?"
    "Wir werden nie bereit sein, Admiral", antwortete sie mit einer schneidend kalten Stimme. S'anra hatte das klassische Äußere einer Aristokratin. Geboren in vornehmer Familie, war es ihr schon immer bestimmt gewesen, zu führen. "Aber wir werden dennoch kämpfen."
    Mit einer Bewegung seiner Hand vergrößerte Scirak den Planeten Ticinus I soweit, bis er einen Blick auf das Gelände des Raumhafens werfen konnte. Einige grüne Punkte leuchteten auf und zeigten, dass die Verteidigungsschilde und die planetaren Geschütze bereit waren. "Die Flotte ist in Stellung gegangen. Wir werden die Klingonen glauben lassen, wir ziehen uns zurück und greifen Sie dann mit der Reserve im Rücken an, sobald sie dem Planeten und seinen Geschützen zu nahe kommen."
    S'anra nickte und trat um den Holotisch herum, soweit, dass sie fast neben dem Admiral stand. Ihre Finger schossen empor und deuteten auf einige Positionen auf der dreidimensionalen Karte. "Meine Soldaten warten an diesen Punkten auf die Klingonen. Sie werden mit Sicherheit versuchen, zu landen und die Schirmgeneratoren am Boden zu zerstören. Ich habe die Zivilbevölkerung in die Schutzbunker bringen oder in die Berge evakuieren lassen. Die Klingonen könnten ein Bombardement beginnen."
    Der Admiral nickte und wandte sich von dem Plan ab, zog das schwarze Leder seiner Handschuhe zurecht. Sie waren Einzelstücke, gefertig aus der Haut eines Tieres, dass er mit seinem Vater einst erlegt hatte. Das war langer her. "Können Sie sie aufhalten, bis wir im Orbit siegreich waren?"
    Ein Ausdruck des Zweifels trat in die Augen S'anras, aber sie nickte ohne zu Zögern. "Jawohl, Admiral. Das können wir. Die Remaner fürchten die Klingonen noch mehr als uns." Überraschung schoss über die ergrauenden Gesichtszüge des Geschwaderkommandeurs. "Tun Sie das?" Seine Offizierin grinste. "Ja, Admiral. Ich sagte Ihnen, Klingonen verspeisen Ihre Gefangenen."
    Für einen Augenblick herrschte Stille auf der Brücke, nur durchbrochen vom Summen der Schiffsaggregate und dem Klang von Schritten auf Metall, als der Pilot sich erhob und zu einer anderen Station ging, dann lachten Scirak und S'anra und reichten sich die Hände.
    "Die Aufklärer melden, die Klingonen sind in zwei Stunden hier. Viel Glück da unten." Die Offizierin drückte die Hand und nickte knapp, bevor sie zurücktrat und sich mit einem Salut abwandt. Der Admiral sah ihr eine Weile nach, noch als die Türen des Turboliftes sich bereits geschlossen hatten, dann ging er zu seinem Kommandosessel und ließ sich schwerfällig hineinfallen. "Operationsleitung, Kanal zum Geschwader öffnen." Die Antwort kam prompt: "Kanal offen, Admiral." Noch einmal atmete Rear Admiral Scirak, Kommandeur des 71. romulanischen Geschwaders tief durch, bevor er sagte: "An alle Einheiten: Kurs setzen. Die Klingonen werden hier scheitern..."
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