Büro der Abgeordneten von Alpha Centauri

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    • Agil gleitet das kleine Segelschiffchen über das Wasser und trägt die junge Frau, welche mutmaßlich gerade 20 Lenze zählt, sachte fort. Sie trägt ein weißes, mit Mustern, die entfernt an Blumen erinnern, besticktes Kleid und lässt ihre Füße gelassen ins Wasser baumeln, während sie auf dem Bootsrand sitzt und über das Wasser zur Sonne blickt. Dann blickt die blonde Frau auf und beginnt die nächste Strophe des Liedes, welches zugleich zu hören war, zu singen. Der Blickwinkel wechselt nach einem Moment in die Vogelperspektive und zeigt das Schiff in rascher Fahrt das Wasser zerteilend, während der Blickwinkel in einer fließenden Bewegung zur Wasseroberfläche hin verändert. Eine Überblendung zeigt wieder die junge Frau, welche weiter den Text singt, während ihr der Wind die Haare ins Gesicht weht.

      Erschrocken schaute Hephzibah auf, als sie bemerkte, dass jemand wohl schon eine Weile hinter ihr stand. Es war Shamandalie, welche unbemerkt den Raum betreten hatte.
      "Musst du dich an mich anschleichen?"
      Diese lächelte und ging um den Schreibtisch herum.
      "Du musst dich nicht ertappt fühlen."
      Hephzibah legte das Padd auf den Schreibtisch, ohne das Abspielen des Videos zu deaktivieren.
      "Warum soll ich mich den ertappt fühlen? Mir gefällt das Lied. Und ich sag es nochmal: die Flottenuniform steht dir gut."
      Hephzibah setzte ein grinsen auf, Shamandalie hingegen verzog das Gesicht.
      "Ich hoffe die Outtakes schaffen es nicht auch noch ins Netz, ich bin mit der Jolle nicht sehr rühmlich gekentert." Ein leichtes schmunzeln legte sich auf ihr Gesicht. "Das ist auch der Grund, warum ich im hinteren Teil nass bin. Und es ist auch kein Zufall, dass ich dann nur noch von schräg hinten zu sehen bin."
      "Dann haben wir ja noch etwas Spielraum für die Wahlkampfwerbung im kommenden Jahr."
      Der gespielte Ernst Shamandalies Assistentin brauchte einen Moment, um von der Abgeordneten als solcher erkannt zu werden.
      "Das meinst ... nein, das meinst du nicht ernst", kommentierte sie und nahm platz.
      Hephzibah deaktivierte nun das Video und rief ihren umfangreichen Planer auf. Dann sah sie mit einem leichten Grinsen zu Shamandalie: "Manchmal können zwei Argumente so manches bewirken, wenn man sie richtig zu nutzen weiß."
      Shamandalie musterte sie und rang damit, ob und was sie entgegnen würde.
      "Ich glaube ich habe in der Regel noch ein paar andere Argumente zur Verfügung..."
      Ihrer Gegenüber entfuhr ein kurzes Kichern, welches sie aber rasch unterdrückte.
      "Es ist nichts", entgegnete sie dem fragenden Blick.
      "Das kann ich sehen", antwortet Shamandalie ironisch.
      "Wollen wir anfangen?", rettete sich Hephzibah aus dem Thema.
      "Bitte."
      Kurz überflog sie den Plan für die nächsten Tage. Es hatte einige Veränderungen geben, aber eigentlich kaum etwas, was von großer Wichtigkeit wäre, mit ein paar Ausnahmen.
      "Nun, als erstes wird es dich vielleicht freuen, dass der Termin mit Kaiserin Nofrys steht. Übermorgen. Ich habe vorher und nachher genügend Zeit gelassen, damit du dich vorbereiten kannst oder falls es etwas länger dauert. Dann fragt Ms. Corbex an, ob du sie beim Kongress der Gemeinschaft für eine freiheitliche Zukunft vertreten kannst. Sie hatte dort einen etwa einstündigen Vortrag geplant, muss aber absagen."
      Kurz fiel der Blick nochmals aufs Padd, ehe sie ernst aufblickte.
      "Und dann haben wir ein ernstes Problem mit einem gewissen Lobbyisten..."
      ... damit niemand am Ende weint ...
    • Shamandalies Mimik sprach Bände darüber wie wenig ihr das letzte gefiel. Hephzibah ließ sich einen kurzen Moment, ehe sie nachsetzte.
      "Es wird sich nichts dadurch verbessern oder lösen, indem wir es ignorieren."
      Shamandalie entfuhr ein leises Seufzen, da ihr nur zu klar war, dass ihre Assistentin recht hatte und sie eine Entscheidung schon zu lange vor sich her schob, obwohl sie sich selbst versprochen hatte dies nicht zu tun. Aber eine emotionale Angelegenheit war nicht durch Sachverstand zu lösen, zumal die Ration ihr nun das nahe legte, was die Emotio vehement ablehnte. Sanft streifte sie der Gedanke, dass es genau so wohl all diesen Politikern gehen musste, die ohne Sachverstand dogmatische Politik machten, getrieben vom Diktat der Gefühle und der Moral. Sie konnte sich nicht helfen, als sich ein leichtes Schmunzeln in ihrem Gesicht ausbreitete.
      "Was ist daran so witzig?", fragte Hephzibah mit ernster Stimme.
      "Nichts, garnichts", wehrte Shamandalie ab, "ich habe gerade nur einen ironischen Gedanken gehabt."
      Aber die Assistentin ließ nicht den Ernst der Situation durch Shamandalie herunterspielen.
      "Ich sehe die Ironie, wenn Boulevardblätter wie das Fornax und andere anfangen werden die Story auszuwalzen. UFN und der reaktionäre Presse wird es sicherlich auch gefallen."
      Wieder seufzte Shamandalie leicht.
      "Wird das nicht ohnehin passieren?"
      "Vermutlich, aber wenn wir ihnen zuvorkommen lässt sich der "Schaden" begrenzen."
      Sie musterte Shamandalie.
      "Das restliche bisschen Aufmerksamkeit aus der rechten Presse ist vielleicht sogar noch ein Vorteil - ganz nach dem Motto »Schlechte Publicity ist besser als keine Publicity«. Aber wenn wir nichts unternehmen, wird die schlechte Publicity sich vor deine inhaltlichen Themen schieben und darüber hinaus den Wahlkampf nächstes Jahr massiv belasten. Oder um es kurz zu machen: worauf willst du lieber in Interviews angesprochen werden, deine Ideen im Rat oder dein Privatleben?"
      Shamandalie nickte schließlich.
      "Du hast ja recht. Was soll ich also tun?"
      ... damit niemand am Ende weint ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shamandalie Vaquas ()

    • Hephzibah schaute ihre Chefin verdrossen an.
      "Du musst dir klar werden, was du willst. Professionell ist dir wohl klar, was ich dir raten würde, aber wir wissen beide, dass das wohl keine Alternative ist."
      Sie lehnte sich zurück, während ihre Gegenüber sich auf ihre Arme stützte und den Blick auf die Schreibtischfläche.
      "George und ich haben uns verschiedene Szenarien überlegt, wie wir mit dem Boulevard fertig werden können, davon ausgehend, dass du allerdings eine Entscheidung triffst und die Angelegenheit nicht weiter aufschiebst."
      Seit zwei Wochen lag sie Shamandalie nun schon in den Ohren, welche sich Tag um Tag heraus gewunden hatte. Aber nun würde sie eine Karte spielen, von der sie wusste, dass sie Wirkung erzielen würde.
      "Damit wir alle an einem Strang ziehen habe ich mich für morgen mit Domenic verabredet, damit wir über unsere Ideen und seine Ansichten dazu sprechen können."
      Überrascht sah Shamandalie auf. Hephzibah sah sie streng an.
      "Damit will ich die durch die Blume sagen, dass du die Sache als erstes ansprechen solltest", sie mache eine kurze Pause, "bevor ich das für dich tut."
      Shamandalie musterte ihre Assistentin ungehalten.
      "Das ist nicht durch die Blume, das ist Erpressung!"
      "So kann man es auch nennen", antwortete dies kühl. "Wenn du dir nicht soviel Zeit gelassen hättest, dann wäre das nicht nötig."
      Hephzibah atmete tief ein und aus und beobachtete den etwas perplexen Blick ihrer Chefin.
      "Hör zu. Glaub mir, dass es mir nicht gefällt so unbequem zu sein und bitte glaube mir, dass ich dies nicht machen würde, wenn ich es nicht für nötig hielte. Wenn wir nicht bald etwas unternehmen kommst du in Teufels Küche und scheinbar brauchst du einen kräftigen Anstoß um", sie ließ sich einen Moment die richtige Formulierung zu finden, "nun, um selbst Aktiv zu werden."
      Shamandalie ließ einen weiteren Seufzer von sich.
      "Gerade weiß ich nicht, ob ich dich dafür lieben oder verachten sollte."
      Hephzipah setzte ein Grinsen auf: "Willst du dazu meine Einschätzung?"
      ... damit niemand am Ende weint ...
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