Bordleben 8 - keserü felismerések kora

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  • Raumdock der SB 492 - Intensivstation

    Die Sätze seines Stellvertreters, welche immer wurde durch Schmerzlaute und Pausen, in welcher der Mensch augenscheinlich seine noch vorhandene Kraft sammelte, um weitersprechen zu können, unterbrochen wurden, ließen den Bajoraner ungläubig eine Braue heben. Mit fragendem Blick sah er zu den beiden anderen Ärzten.
    „Hat hier vielleicht jemand die Dosierung der Schmerzmittel, oder des Sedativums übertrieben? Er scheint nicht recht bei Sinnen zu sein, bei dem was er zu sagen hat.“ meinte er leise zu den beiden Medizinern, bevor er sich wieder seinem Ersten Offizier zuwandte. Instinktiv wollte der Kommandant der Troy dem Menschen eine seiner Hände auf die Schulter legen, um damit eine beruhigende Geste auszudrücken, jedoch hielten ihn die schlimmen Verbrennungen welche sich auf dem Körper des Iren zeigten, noch rechtzeitig zurück. Er beließ es dabei sich so dicht als möglich neben das Bett seines Offiziers zu stellen.
    „Blödsinn, Commander.“ begann er dann mit gereizter Stimme zu sprechen, um sie mit fortlaufender Dauer deutlich abzumildern „…laut den Berichten, welche ich bisher erhalten habe, sind Sie durch Ihren tapferen Einsatz persönlich dafür verantwortlich, dass nicht noch mehr Crewmitglieder der Troy im Kampf gefallen sind. Darüber hinaus haben Sie den Kommandanten selber das Leben gerettet. Sie haben somit alles getan, was ich von Ihnen als Erster Offizier der Troy erwarte, und verlange. Was ich nun noch von Ihnen erwarte, ist, dass Sie wieder gesund und fit werden, damit Sie ihren Dienst wieder aufnehmen können. Immerhin brauche ich Sie auf meiner Brücke. Also, sorgen Sie dafür, dass Sie da wieder hinkommen, Mr.MacManus.“
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Sternenbasis 492 - Sportcenter -> Unterkunft Ryan

    Der Blick schweifte umher. Die Wand vor ihr verlor langsam aber sich ihre Details und verschwamm zu einer grauen, nahezu konturlosen Fläche. Ihre Konzentration wurde fast vollständig aufgebracht durch die Atmung. Das Gefühl das Laufens war fast schon so übergegangen, dass sie es kaum noch wahr zu nehmen glaubte. Sie spürte nichts mehr, außer die anfängliche Atemnot. Die Wasserflasche war schon seit geraumer Zeit leer und ein Trockenheitsgefühl im Mund begleitet von einem Schwindelgefühl breiteten sich langsam aus. Aber sie spürte den Zwang weiter zu laufen, einen Schritt nach dem anderen zu tun. Vielleicht konnte man doch noch davor entfliehen. Weiter laufen, das war alles was sie in diesem Moment tun konnte. Jennifer kämpfte gegen die Erschöpfung und wäre sicherlich froh gewesen zu diesem Zeitpunkt kaum noch ein Körpergefühl zu verspüren. Unwillkürlich verlangsamte sich ihre Laufbewegung bis Jennifer zum Stillstand kam. Sie verspürte nicht mehr die Kraft noch einen Schritt zu tun. Sie hielt sich an dem Sportgerät fest und Atmete tief durch. Der Schwindel nahm zu. Sie war unentschlossen, konnte nicht klar denken und verharrte in der Position ohne eine Regung zu zeigen. Sie atmete tief und versuchte sich zu fassen. Sie verspürte lediglich die vermeintliche Bewegung der Raumstation. Jennifer legte sich auf den klimatisch gekühlten Boden, welcher ihr in diesem Moment besonders kalt vorkam. Sie hob die Beine etwas an und versuchte darauf zu warten, dass die Raumstation aufhören würde sich zu bewegen. Das war es also. Alles was sie zu leisten vermochte. Doch wieso war es stets nicht genug? Sie schloss die Augen und nahm langsam den Schweiß wahr, welcher sie umgab und die durchdringende Kühle des Bodens. Früher assoziierte sie eher ein Gefühl der Freiheit und Zufriedenheit mit dem Sport. Im Moment schien alles nicht zu helfen. Sie stand langsam auf und verließ wankend das Sportcenter in Richtung ihrer Unterkunft. Wieso musste die Sternenbasis derart schwanken. Erstmal etwas Trinken, dann Duschen und die Welt würde wohl sicherlich wieder etwas heller erscheinen. Hatte sie ihre Maßstäbe wirklich zu hoch gesetzt, oder war es tatsächlich nur ihre Unzulänglichkeit, welche sie derart verzweifeln ließ.
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    Mihi war immer noch dabei Trübsal zu blasen und er nippte an seinem Eistee. Doch dann schüttelte es ihn plötzlich. Er hatte wohl entschieden zu lang hier gesessen und gegrübelt, denn sein Getränk war furchtbar schal und warm geworden. Das konnte man so doch nicht trinken. Ihn überkam das Bedürfnis, ein wenig Spaß zu haben, wusste aber, dass das wohl kaum funktionieren würde, wenn er nicht ein wenig lockerer werden würde, was ihn quasi dazu nötigte, Alkohol zu trinken. Allein zu trinken war allerdings blöd und in seinem momentanen Zustand war er auch nicht dazu geeignet, neue Bekanntschaften zu schließen. Also ließ er seine Blicke schweifen und erblickte tatsächlich zwei Crewmitglieder, Gendo und Theron. Er lockerte kurz seine Gesichtsmuskulatur und brachte tatsächlich ein Mihi-Lächeln zustande. Dann erhob er sich von seinem Platz und schlenderte möglichst ungezwungen zu den Beiden herüber.
    "Nach so einem Tag sollte man wohl nicht zu lang allein sein. Darf ich mich dazusetzen?" fragte er, als er den Tisch seiner beiden Kollegen erreicht hatte.
  • Raumdock der SB 492 - Intensivstation

    Tränen flossen aus Tobys Augen und selbst er wusste gerade nicht ob es an der Trauer, am fehlenden Selbstvertrauen oder an den Schmerzen lag, welche eh alles überdeckten. Er sah seinem Captain nun fest in die Augen: "Reon..... in meinen Schreibtisch ist ein Brie an meine Eltern und Cao..... schick..... schick ihn ab, falls ich es nicht schaffe...", direkt wurde er von seinem Chef unterbrochen mit den üblichen 'Du-wirst-es-schaffen-Worten'. Toby erhob sich ein wenig.
    "Dann tu mir den verdammten Gefallen und erledige diese verdammten Schweine nicht ohne mich..... versprich es mir!!!", die Schmerzen waren durch die Anstrengung und die Aufregung jetzt unerträglich und der Erste sackte auf dem Biobett zusammen.
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    Als die letzten Worte Gendo's Lippen verlassen hatten bereute er diese auch schon wieder. Er hatte seine Beherrschung verloren und einen Mit-Offizier angefahren. Bevor er jedoch zu einer Entschuldigung ansetzten konnte fing der Andorianer vor ihm mit einem erstaunlich ruhigen Ton an zu sprechen.
    Am Ende des kleinen Vortrags atmete Gendo tief durch und sortierte seine Gedanken.
    "Mr. Theron zu aller erst möchte ich mich entschuldigen das ich die Beherrschung verloren habe. Das war sehr unprofessionell von mir. Was Sie gesagt haben gefällt mir nicht aber entspricht leider der Wahrheit. Bis zum Ende diese Konfliktes werden wir höchst wahrscheinlich noch einige dieser Momente erleben"
    Die Bedienung war inzwischen angekommen und nahm Therons Bestellung auf. Gendo beobachtete die Bedienung einen Augenblick bevor er fort fuhr
    "Es stimmt das es mir gefallen hat das wir diesen Mistkerlen auch ordentlich Schaden zugefügt haben und ich hoffe das Ihre Seelen in der Hölle schmoren. Dennoch..... ist das ganze surreal...aber das gehört zu Krieg wahrscheinlich dazu."
    Die Bedienung stellte vor die beiden Männer jeweils ein Glas mit einem alkoholischen Getränk ab. Gendo erhob sein Glas und wartete bis Theron es ihm gleich tat.
    "Auf die die nicht mehr unter uns weilen können"
    Die beiden leerten Ihre Gläser auf Ex und stellten sie geräuschvoll auf dem Tisch ab.
    Gendo sah in seinem Augenwinkel wie Lieutenant Figl auf Ihren Tisch zu schritt.
    "Natürlich können Sie sich zu uns setzten Mr. Figl."
    Commander Gendo Akagi
    Sicherheitschef & Taktischer & Zweiter Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
  • Raumdock der SB 492 - Intensivstation

    Auf das schmerzverzerrte Gesicht des Commanders blickte Keller zu Franklin, der etwas überrascht seinen Tricorder zückte und ihn scannte. „Seine Nozizeptor senden keine elektrischen Impulse aus und seine inneren Verletzungen wurden bereits behandelt, ich kann mir das nicht erklären.“

    Sabine schüttelte daraufhin den Kopf und sah zur Intensivschwester: „In Ordnung, das reicht. 12cc Axonol i.v.“ Die Schwester griff nach einem Hypospray, steckte die Ampulle ein und spritzte das Sedativum in den Zugang. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis MacManus wieder eingeschlafen war und sich die Notfallmedizinerin wieder ihrem Kollegen zuwandte. „Versuchen sie herauszufinden, was die Schmerzen verursacht hat.“ Franklin nickte zwar, entgegnete jedoch: „Ich glaube kaum, dass die irgendwas übersehen haben, zumal er genug Analgetika im System hat, als dass sowas nicht vorkommen dürfte. Sein geistiger Zustand schien an sich etwas atypisch zu sein.“

    Keller nahm das PADD mit dem Behandlungsprotokoll aus seiner Halterung am Biobett und warf einen kurzen Blick darauf… Und musste ihm zustimmen. Die Traumata selbst konnten das nicht erklären und die Medikamente waren richtig dosiert. Sie musste sich ehrlich eingestehen, dass ihr etwas derartiges noch nie untergekommen war. „Einer der Oberärzte soll ihn sich nochmal ansehen und konsultieren sie einen Neurologen.“ Der Assistenzarzt nickte und wandte sich der Krankenschwester zu.

    Sabine ihrerseits sah zu Sito und musste erneut leicht den Kopf schütteln. „Ich muss dir wohl nicht sagen, dass sowas normalerweise nicht vorkommt. Eventuell liegen neurologische Schäden vor, doch das muss ein Neurologe ausschließen…“ Sie blickte nochmal kurz zum Biobett des Iren, nickte dann Franklin zum Abschied zu und deutete dem Bajoraner an, ihr zum Ausgang zu folgen. Als die beiden die Intensivstation wieder verlassen hatten, drückte sie sich mit beiden Händen gegen ihre Lendenwirbelsäule, um die Rückenschmerzen etwas zu lindern, die sie seit guten zwei Stunde immer wieder heimsuchten. Erschöpft rieb sie sich die Schläfe und schaffte es, ein sachtes Lächeln aufzusetzen.

    „Ich wollte noch etwas essen gehen, wenn du also Hunger hast, kannst du gerne mitkommen.“
    Dr. Sabine Keller
    FA Allgemein- und Notfallmedizin
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    "Heil den siegreichen Toten!" erwiderte Theron auf den Trinkspruch des Menschen, hob sein Glas, welches randvoll mit Andorianischen Eisschnaps war, und leerte dieses mit einem Zug, um sein Trinkgefäß dann geräuschvoll wieder auf dem Tisch abzustellen.
    Der Andorianer hatte während der gesamten Zeit, in welcher sich sein Vorgesetzter bei ihm entschuldigt und ihm erklärt hatte, dass auch er sich darüber freute, ein paar dieser hässlichen Gestalten erledigt zu haben, geschwiegen und nur hin und wieder mittels einer Bewegung seiner Sinnesorgane Zustimmung, oder aber Abneigung zu seinen Worten signalisiert. Er war sich nicht sicher, ob der Lieutenant in der Lage gewesen war, seine Fühlerbewegungen richtig zu deuten, doch das spielte nun auch keine Rolle mehr. Hier und jetzt schien der Mensch tatsächlich verstanden zu haben, um was es tatsächlich ging. Zumindest hoffte der Andorianer dies. Eine Bestätigung dessen konnte sowie so nur die Zukunft bringen, in welcher man mit Sicherheit noch mehr solcher Dinge erleben würde.
    Ein Schatten fiel auf den Tisch der Beiden, und als er aufblickte, um festzustellen, wer diesen verursachte, erblickte Theron einen der wissenschaftlichen Offiziere der Troy; exakt der, welcher noch vorhin in der anderen Ecke des Etablissements gesessen, und sich seinen Emotionen hingegeben hatte. Nur eine Bewegung seiner Fühler in Richtung des noch freien Stuhls am Tisch der beiden Sicherheitsoffiziere deutete an, dass auch er damit einverstanden war, dass sich dieser zu ihnen gesellte.
    "Also..." begann der Andorianer, nachdem der Wissenschaftler Platz genommen hatte, wobei er die beiden Menschen anblickte. "...lassen sie uns den Kopf nicht schwer werden, außer vielleicht vom Alkohol."
    Ein Grinsen folgte diesen Worten, bevor er der Bedienung andeutete, dass man eine weitere Runde wolle.
    Lieutenant Junior Grade Theron
    Taktischer - und Sicherheitsoffizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Throw your soldiers into positions once there is no escape, and they will prefer death to flight .
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    "Das sind genau die Worte, die ich hören wollte," erwiderte Mihi schief grinsend, nachdem er es sich auf dem freien Stuhl bequem gemacht hatte, auf den Theron mit seinen Fühlern gedeutet hatte. Er musste ein wenig hin- und herrutschen, bis er eine bequeme Position gefunden hatte, aber jetzt saß und hing er halb auf seinem Stuhl, während er das leere Glas vor Theron betrachtete.
    "Der Tag hat einen großen Knall als Abschluss verdient und Party ist das, was wir jetzt wohl alle am Nötigsten haben," philosophierte er vor sich hin. "Stimmung! ... Und so und überhaupt." Er nahm Therons Glas in die Hand und roch kurz daran. "Eisschnaps? Dann wird das mit den schweren Köpfen wahrscheinlich gar nicht so lang dauern." Er grinste. "Zumindest war es die letzten Male so... Und ich vertrag doch nichts. Wenn ich zu sehr nerve, einfach niederschlagen, ich werde mich sowieso nicht dran erinnern können, wer es war oder was überhaupt passiert ist."
  • Raumdock der SB 492 - Vor der Intensivstation

    Äußerlich völlig ruhig und gelassen, innerlich jedoch zerrissen und zutiefst erschüttert ob des Zustandes seines Ersten Offiziers, und der Worte, welcher dieser an ihn gerichtet hatte, trat der Bajoraner vom Biobett zurück und ließ die behandelnden Ärzte ihre Arbeit verrichten. Die folgenden Worte, welche diese untereinander über den Zustand des Iren austauschten, bekam er kaum noch mit, zu sehr beschäftigte ihn das, was hier soeben passiert war. Inständig hoffte der Kommandant der Troy, dass seine letzten Worte, welcher er an seinen Stellvertreter gerichtet hatte, auch der Wahrheit entsprachen, denn, bei allen Propheten, er wollte nicht der derjenige sein, welcher seiner Frau und seinen Schwiegereltern die Nachricht überbringen musste, dass ihr Bruder und Sohn gefallen war. Das war etwas, dass ihm zutiefst widerstrebte.
    Noch in Gedanken, murmelte er nur ein: "Ich verspreche es Dir." , bevor er von Sabine aus seinen Gedanken gerissen wurde. Es dauerte einen Moment, bis das, was sie versuchte ihm zu sagen, auch wirklich bei ihm angekommen war, und als er es endlich verstanden hatte, nickte er nur knapp zur Erwiderung ihrer Worte.
    Er folgte ihrem Blick zum Bett des Menschen, wobei er dabei die Propheten still bat, sich um ihn zu kümmern, bevor er Sabine zum Ausgang der Intensivstation folgte. Draußen angelangt, strich er sich nachdenklich durch seinen Bart, und schüttelte mit dem Kopf, als die Ärztin ihm den Vorschlag mit dem Essen unterbreitete.
    "Ich habe keinen Appetit, aber ich werde Dich begleiten. Wahrscheinlich ist es besser nun in Gesellschaft zu sein, als sich darüber allein den Kopf zu zerbrechen. Da Du hier die 'Eingeborene' bist, welchen Aufenthaltsort für Deine Nahrungsaufnahme schlägst Du vor?"
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Raumdock der SB 492 - Intensivstation -> Turbolift

    Keller musterte ihren Schwager ob der etwas geschwollenen Sprache seinerseits, erinnerte sich dann aber wieder, dass er sowas auch früher schon das ein oder andere Mal zur Schau gestellt hatte. Vermutlich war es auch ein wenig viel für ihn gewesen, seinen Kameraden in einem solchen Zustand sehen zu müssen, was sie ihm nicht verübeln konnte. Wäre es einer ihrer Kollegen, mit dem sie über Jahre zusammengearbeitet hätte, der auf diesem Bett läge, würde es ihr vermutlich auch nicht sehr viel anders gehen. Man konnte über die Jahre in diesem Beruf mit noch so dramatischen Schicksalen konfrontiert werden, sobald es persönlich wurde, half einem all die Erfahrung nicht darüber hinweg.

    „Ich würde mich nicht als Eingeborene bezeichnen, schließlich bin ich selbst erst seit ein paar Tagen hier… Aber ich habe mir von einer Kollegin sagen lassen, dass es auf der Oberfläche eine recht beliebte Bar gibt, die man mal besucht haben sollte. Scheinbar hieß sie, wenn ich mich recht erinnere.“

    Die Ärztin entschied sich bewusst dafür, nicht weiter auf die aktuellen Umstände einzugehen: Einerseits weil es sie nichts anging, andererseits weil es etwas war, womit er selbst fertig werden musste. Zumal es für sie schon mehr als genug war, ihn überhaupt eingeladen zu haben… Doch wenn sie ihm irgendwo eine Chance geben wollte, musste es auch einen ersten Schritt geben.

    „Bevor wir aber runterdüsen", fuhr sie fort, "müsste ich mich eben umzuziehen und mal duschen. Ich dürfte nach all dem, was heute passiert ist, nicht gerade nach Flieder riechen…“

    Sabine betrat den angrenzenden Turbolift, ließ Reon ebenfalls eintreten und gab ihr Quartier als Ziel ein, woraufhin sich der Lift in Bewegung setzte. Aus den Augenwinkeln schielte sie zu ihrem Schwager, sich fragend, ob es nicht vielleicht doch besser gewesen wäre, wenn sie gerade Abschied genommen hätte… Irgendwie hatte sie ein ungutes Gefühl dabei, nach all den Jahren ein Kapitel aufzuschlagen, an dem sie sich ihre Finger verbrennen könnte. So rutschte ihr - glücklicherweise ohne wahrnehmbare Unsicherheit in ihrer Stimme - heraus: "Und du bist dir sicher, dass du mitkommen möchtest?"
    Dr. Sabine Keller
    FA Allgemein- und Notfallmedizin
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    „Ich werde daran denken, Lieutenant, nur leider verbieten mein Eid, und die Vorgesetztenverordnung der Sternenflotte mir, einen Vorgesetzten niederzuschlagen. Darüber hinaus zählt der Angriff auf einen Kameraden nicht gerade zu den Dingen, welche ich mit Vorliebe tun würde. Wir werden eben andere Wege finden müssen, Sie ruhig zu stellen.“ erwiderte Theron, und das Grinsen, welches diesen Worten folgte, zeigte seine Zähne.
    „Da Sie schon bereits Bekanntschaft mit andorianischen Eisschnaps gemacht haben, und diese Begegnung überlebt haben, denke ich, wir versuchen es erst einmal auf diesem Wege.“
    Der Andorianer gab ihre Bestellung bei der eben an den Tisch gekommenen Bedienung auf, und wandte sich danach wieder seinen Kameraden zu.
    „Lieutenant Figl, Sir, bis die Bedienung unsere Getränke bringt, können Sie sich schon mal einen Trinkspruch einfallen lassen. Ohne einen kann man nicht trinken, und die Ehre sich einen zu überlegen geht nun auf sie über.“
    Theron blickte die beiden Menschen unentwegt an, und begann sich im Stillen zu fragen, welchen der Beiden an diesem Abend wohl als erstes unter dem Tisch landen würde.
    Lieutenant Junior Grade Theron
    Taktischer - und Sicherheitsoffizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Throw your soldiers into positions once there is no escape, and they will prefer death to flight .
  • Raumdock der SB 492 - Turbolift

    „Sicher. Warum fragst Du? Ich habe nicht das Verlangen, nun allein in meiner Unterkunft zu sitzen, welche, nebenbei bemerkt, eines Captains der Sternenflotte nicht gerade angemessen erscheint, und über die Dinge, welche passiert sind, nachzugrübeln. Oder ist es wegen….“
    Der Bajoraner ließ den Satz unbeantwortet, sondern blickte seine Schwägerin nur interessiert an. In der ganzen Zeit, in welcher er sich auf der Intensivstation aufgehalten hatte, und seine Gedanken bei seinem Ersten Offizier und dessen momentanen Zustand gewesen waren, hatte er sich nicht eingehender damit beschäftigt, dass es die Schwester seiner Ex-Frau war, mit welcher er sich hier unterhielt, und er gerade im Begriff war etwas essen zu gehen. In diesem Kontext wurde er sich gewahr, dass ihre letzte Frage wohl nicht so sehr wegen seines momentanen Zustands gestellt wurde, sondern wohl eher wegen ihrer doch recht komplizierten Verwandschaftsverhältnisse.
    „Nun, Du musst nicht mit mir Essen gehen, wenn Du nicht magst, oder Du Dich wegen der Sachen, welche in der Vergangenheit geschehen sind, irgendwie unwohl fühlen solltest. Ich bin nicht hier, damit alte Wunden wieder aufgerissen werden, denn auch wenn ich schon lange nicht mehr als Arzt praktiziere, so ist mir doch durchaus noch bewusst, dass dies überaus schlecht ist, egal ob es sich dabei um körperliche oder mentale handelt.“
    Der Bajoraner seufzte leise, und strich sich durch seinen Bart, bevor er leicht nickte.
    „Sag mir einfach, wenn diese Angelegenheit für Dich…kompliziert sein sollte, und wir verschieben das Ganze.
    Er ließ seinen Worten den Versuch eines Lächelns folgen, doch aufgrund der allgemeinen Umstände und der Tatsache, dass er sich geistig leer fühlte, kam dabei nur ein knappes Schmunzeln heraus.
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Raumdock der SB 492 - Turbolift -> Korridor

    Sabine erwiderte auf Reons Feststellung seinen Blick und war doch etwas überrascht darüber, dass er offenbar empathischer war als sie es in Erinnerung hatte. Und wenn sie bedachte, wie sehr sie sich selbst in den letzten Jahren verändert hatte, fiel es ihr nicht unbedingt schwer, ihm das zuzugestehen. Schließlich war auch sie längst nicht mehr diese überaus arrogante junge Frau, die sich gerne im Mittelpunkt des Universums gesehen hat. Vor ein paar Jahren hätte sie vermutlich einfach mit den Schultern gezuckt und ihm gesagt, dass es ihr vollkommen gleichgültig war, was er tun würde… Und sie musste zugeben, dass sie von Zeit zu Zeit nach wie vor mit dieser alten Angewohnheit zu kämpfen hatte, sich nicht um andere Leute zu scheren… Inklusive ihrer Familie.

    An dieser Stelle kam in ihr erneut die Frage hoch, wieso sie sich eigentlich so sehr darum kümmerte, wenn selbst die beiden Protagonisten in dieser etwas unglücklichen Geschichte damit abgeschlossen zu haben schienen. Vielleicht entdeckte sie in sich ja auch nur diese geschwisterlich-fürsorglichen Gefühle, die sie während ihrer Jugend nie ihrer „kleinen Schwester“ gegenüber ausgedrückt, geschweige denn empfunden hatte. Doch wenn sie wirklich ehrlich mit sich war, musste sie zugeben, dass sie eigentlich nichts gegen den Bajoraner hatte und die ganze Sache etwas war, das zwischen ihm und ihrer Schwester bestanden hatte, weniger zwischen ihm und der Familie… Zumal sie es ihm nicht gerade übel nehmen konnte, es nicht geschafft zu haben, eine Ehe mit Nadine aufrecht zu erhalten, denn sie war nicht gerade jemand, mit dem man gerne verheiratet sein wollte, außer man konnte mit dieser Art von Mensch umgehen. Und bis auf Francine kannte sie niemanden, der das konnte, ohne die Freude an der Beziehung zu verlieren... Ein weiterer Grund dafür, dass sie ihrer Schwägerin gerne mal an die Wäsche gewollt hätte.

    „Mir macht es nichts aus, wenn du mitkommst“, lautete schließlich ihre Antwort. Sabine musste einen Moment darüber nachdenken, wie weit sie dieses Thema noch ausführen wollte, wozu sie glücklicherweise auch die Gelegenheit hatte, als der Turbolift stoppte. Die Ärztin trat auf den angrenzenden Korridor und folgte ihm in Richtung ihres Quartieres.

    „Nimm es mir bitte nicht übel“, fuhr sie fort, „wenn ich etwas reserviert wirken sollte, du wirst das sicher verstehen. Wir beide hatten zwar nie Probleme miteinander und ich wüsste auch nicht, warum sich das jetzt ändern sollte, trotz der Dinge, die zwischen dir und Nadine gelaufen sind. Die Sache ist nur die, dass sie nun mal geschehen sind und man sie nicht einfach aus der Gleichung nehmen kann... Zumindest ich nicht.“

    Dr. Sabine Keller
    FA Allgemein- und Notfallmedizin

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  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    Mihi schüttelte den Kopf. "Ich bin hier in meiner Funktion als Mihi, nicht als Lieutenant der Sternenflotte und das nicht nur deshalb, weil meine Uniformen allesamt schmutzig oder kaputt sind, also lassen's bitte auch das Sir weg und denken sich's was anderes aus, Mr. Theron. Aber das mit dem Kameraden lass ich gelten... Das bedeutet hoffentlich aber auch, dass Sie mich nicht fesseln und aus der Luftschleuse werfen wollen, Seile kratzen nämlich immer so furchtbar auf der Haut." Was er sich vorgestellt hatte, funktionierte. Wenn man unter Menschen... oder Andorianern war... kam man auf andere Gedanken. Für einen Moment schoss es ihm zwar schmerzhaft durch den Kopf, dass dieses Trinkspruchritual auch von Kobar immer gepflegt wurde und sein Lächeln wurde für einen Augenblick schmerzhaft, doch er nickte auf den Wunsch des Andorianers.
    "Nundenn, ich bin zwar nicht der beste Trinkspruchverfasser des Universums... Aber nungut." Die Bedienung brachte die drei Gläser Eisschnaps und setzten den kleinen Mann unter Druck. Jetzt musste spontan was Gutes kommen. Spontan fand er meistens gut, aber Trinksprüche waren wirklich nicht so seins. "Trinken wir für den Anfang auf die, die fort sind und die, die sie zurückgelassen haben." Er hob sein Glas.
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    Gendo hörte seinen beiden Tischnachbarn bei Ihrer kurzen Unterhaltung zu. Bei den Kommentaren von Figl mußte er, ob er wollte oder nicht, anfangen zu grinsen.
    Er hob sein Glas zu dem Trinkspruch und stieß mit den anderen beiden an. Nachdem er das leere Glas wieder abgestellt hatte, drehte er sich zu Figl.
    "Keine Panik. Wenn wir Sie fesseln nehmen wir ein Seil aus Nylonfasern. Das kratzt dann nicht so."
    Gendo starrte die leeren Gläser die vor den drei standen an.
    "Ich denke mal das ich an der Reihe bin...Nehmen wir noch einmal das gleiche oder probieren wir etwas anderes?"
    Commander Gendo Akagi
    Sicherheitschef & Taktischer & Zweiter Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    "Das siehst du richtig," erwiderte Mihi, der sich dunkel daran erinnern konnte, Gendo eigentlich schon immer geduzt zu haben und nie eine Beschwerde darüber gehört zu haben, weshalb er damit einfach fortfuhr. Außerdem nahm er es zufrieden zur Kenntnis, dass er zu grinsen begonnen hatte, nach allem, was Mihi mühsam von sich gegeben hatte. Das ließ ihn noch ein wenig breiter lächeln, denn dass die anderen noch lächeln konnten, wenn er Blödsinn redete, machte ihn ein wenig zufriedener.
    "Aber ich weiß nicht, ob ich Nylonfasern mehr mag als normale Stricke. Die kratzen zwar nicht, aber die schneiden so unangenehm in die Haut. Ich möchte nicht unbedingt mit eingeschnittenen Handgelenken und offenen Pulsadern ins All gesogen werden, das gibt nur ne unheimlich große Sauerei. Was die Getränke angeht, bin ich für alles offen... Gut nicht nur im Bereich Getränke... Aber wir brauchen für Mr. Theron dann etwas, das kräftig im Geschmack ist. Und einen Salzstreuer." Mihi grinste sein bestes Lausbubenlächeln.
  • Raumdock der SB 492 - Korridor

    Der Bajoraner folgte der menschlichen Frau aus dem Turbolift heraus, und den Korridor entlang, welcher wohl ganz offensichtlich zu dem Quartier der Ärztin führen würde, wobei er nach Sabines letzten Worte mit seiner rechten Hand abwinkte.
    „Ich verstehe dies durchaus, Familie ist eben Familie, und aus diesem Grunde und auch noch aus einigen anderen, wüsste ich nicht, warum ich Dir irgendwas übel nehmen sollte. Manche Dinge kann man eben nicht mehr rückgängig machen, so sehr man sich auch bemüht, und es ist dann auch nicht möglich, so einfach zu vergessen, vor allem nicht, wenn es um so was geht.“
    Sie gingen eine Weile nebeneinander schweigend in dem Korridor her, während er versuchte, seine Gedanken zu sortieren, um sich somit über verschiedenes klar zu werden. Dieses Zusammentreffen stellte sicher keinen Zufall dar, denn der Bajoraner gehörte nicht zu den Lebewesen im All, welche an irgendwelche profanen Zufälle glaubte, sondern eher dem Glauben anhing, dass alles, was passierte, vorherbestimmt war, und dass die Propheten ihr aller Schicksal lenkte, und es schon geschrieben war, was passieren würde.
    „Sag mir mal, warum bist Du eigentlich hier? Ich meine nun nicht, weil Du als Ärztin hier gebraucht wirst, sondern warum bist Du auf dieser Raumstation, und nicht auf irgendeinem Schiff, welches die Tiefen des Alls bereist, auch wenn dies im Moment natürlich nicht möglich wäre, aber ich dachte nicht, dass Dich die Arbeit auf einer Raumstation erfüllen würde.“
    Neugierig blickte er zu der menschlichen Frau, während er darauf wartete, dass sie seine Frage beantworten würde.
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Sternenbasis 492 - Scheinbar

    Ruhig hatte Theron dem Gespräch der beiden Menschen gelauscht, und dabei mit Befriedigung festgestellt, dass sich die beiden nicht damit aufhielten, sich weiter über Tod und Zerstörung, Opfer und Verlust auszulassen, sondern, dass sie tatsächlich begannen, mit ihm zu feiern. Vielleicht taten sie dies nur, um, die aus ihrer Sicht schmerzlichen Erinnerungen an das Gefecht auszublenden, und damit zu verdrängen, jedoch waren die Motivationen seiner Schiffskameraden dem Andorianer in dieser Hinsicht auch völlig egal, dass einzige, was zählte, war, dass sie hier saßen und miteinander tranken. Womöglich würden sie alle bald fallen, und Theron hatte nicht die Absicht, seine möglicherweise letzten Tage mit jammernden Personen zu verbringen.
    „Nun, dann schlagen sie etwas vor.“ mischte sich der Andorianer in das Gespräch ein, als es so schien, als würden sich die anderen beiden nicht darüber einigen können, was man als nächstes bestellen sollte, und blickte die beiden Menschen dabei auffordernd an.
    „Ich denke, es wird sicher genügend alkoholische Getränke geben, welche auch für einen andorianischen Geschmack geeignet sind, und welche ihnen bekannt sein dürften, ohne dass es zum Einsatz von Salz kommen muss, aber haben Sie vielen Dank für ihre Sorge um mich, Sir.“
    Lieutenant Junior Grade Theron
    Taktischer - und Sicherheitsoffizier
    USS Jo'kala NCC-84233
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  • Sternenbasis 492 - Korridor -> Keller's Quartier

    Sabine schmunzelte auf Reons Frage. „Ich war für 4 Monate auf einem Raumschiff der Galaxy-Klasse, bevor ich hierhergekommen bin. Es hat mir nur nicht so ganz gefallen. Das Schiff selbst war toll, aber... " Sie stockte kurz und versuchte die richtigen Worte zu finden. "Sagen wir einfach, ich wollte der Schiffsführung nicht länger mein Leben anvertrauen, wenn du versteht, was ich meine. Zumal meine Arbeit in diesen 4 Monaten fast nur aus Däumchen drehen und gelegentlichen Routineuntersuchungen bestand, was mich nicht unbedingt überrascht hat, schließlich war das nicht mein erstes mal auf einem Raumschiff, aber nach 6 Jahren Notfallmedizin auf der Erde war es eben nicht gerade… erfüllend. Auch wenn ich zugeben muss, dass es toll war, mal nur 8 Stunden am Stück zu arbeiten und genug Zeit für mich selbst zu haben.“

    Sie musste leicht grinsen, als sie daran zurückdachte, wie schwierig doch die Umstellung von der Marathonarbeit auf der Erde zu der eher ruhigen Arbeit mit normalen Arbeitszeiten in den ersten Wochen nach Ankunft auf der Verne gewesen war. „Und um ehrlich zu sein war das einer der Gründe, weshalb ich wieder für die Sternenflotte arbeiten wollte. Man hat als Ärztin auf einem Raumschiff einfach genug Zeit für sich selbst und das wurde mal nötig, denn die Arbeit in einer halbwegs beschäftigten Notaufnahme ist nichts, was man sich ohne Pause sein Leben lang antun sollte.“

    Die Ärztin nahm sich nun ein paar Sekunden Zeit, um darüber nachzudenken, wie sie begründen konnte, an Bord des Raumdocks zu arbeiten und kam zu folgender Erklärung: „Eigentlich ist es gar nicht mal so abwegig, dass ich hierher gekommen bin, da man hier einen recht guten Kompromiss zwischen vernünftigen Arbeitszeiten und Beschäftigung hat. Ich meine, wir haben meist über 60.000 Leute an Bord, hinzu kommt noch das Personal auf der Oberfläche, doch es ist unter normalen Umständen eben nie so viel Arbeit, dass man laufend Überstunden machen müsste. Hinzu kommen noch die aktuellen Umstände... Wir haben Krieg und da die Station die Operationsbasis der Sternenflotte in diesem ist, sind wir die Anlaufstelle für alle Schiffe, die daran beteiligt sind, einschließlich der Verletzten, die an Bord dieser Schiffe nicht versorgt werden können. Und mir ist es zumindest in der Hinsicht recht egal, dass die Politiker, die für diesen Krieg verantwortlich sind, meiner Meinung nach gehängt gehören... Die Verletzten müssen nun mal versorgt werden."

    Sabine verkniff es sich, hinzuzufügen, dass dahinter weniger Heroismus ihrerseits steckte, als viel mehr die Tatsache, dass sie ohne Traumapatienten keinen Spaß an ihrem Job hätte und hier mit eben diesen versorgt wurde. Daher beließ sie es dabei, als sie die Tür ihres Quartiers erreichte, sie öffnete und eintrat. „Komm ruhig rein, bevor du noch auf dem Korridor wartest.“ Die „Wohnung“ war etwas geräumiger als die großen Wohnquartiere auf einem Raumschiff der Galaxy-Klasse, doch machte es nicht gerade den Eindruck, als wäre hier schon jemand eingezogen. An der Wand zum Korridor standen noch zahlreiche Umzugskartons und die Schränke waren kaum bestückt worden. Das einzige, was halbwegs darauf hindeutete, dass hier jemand wohnte, war ein halbwegs aufgeräumter Schreibtisch, ein paar Gläser auf dem Couchtisch samt einem erst Anfang des Jahres gemachten Fotos von Sabine, Nadine und Francine, wobei letztere Jessy in ihren Armen hielt. Sabine schien der Zustand ihres Heims aber nicht weiter unangenehm zu sein, was vor allem daran lag, dass sie nie jemand gewesen war, der nach einem Umzug schnell alles einräumte. Selbst das Quartier auf der Verne war nach 4 Monaten noch nicht frei von Umzugskartons gewesen, bevor sie das Schiff wieder verlassen hatte.

    „Mach es dir ruhig bequem und bedien‘ dich am Replikator. Der Holoprojektor funktioniert, wenn du dir die Nachrichten oder so ansehen möchtest… Ich brauche nicht lange.“ Sie verschwand daraufhin im Badezimmer und kam nach gut 15 Minuten – in einem Handtuch eingewickelt und mit nassen Haaren – wieder ins Wohnzimmer, stoppte auf dem Weg zum Schlafzimmer kurz und sah zu ihrem Schwager. „5 Minuten noch, dann können wir.“ Sie lächelte und verschwand im Schlafzimmer, das sie ein paar Minuten später in frischen Klamotten – einer Jeans und weißen Blouse – wieder verließ. „ So, ich wär soweit. Wollen wir?“

    Dr. Sabine Keller
    FA Allgemein- und Notfallmedizin

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  • Raumdock der SB 492 - Krankenhaus - Wachstation

    Mit wachsendem Entsetzen hörte Saori dem Bericht der Andorianerin zu, welche sichtlich mit ihrer Fassung zu kämpfen hatte. Die Troy war nahezu zerstört, viele Besatzungsmitglieder tot ... und die Krankenstation war... weg? Einschließlich dem Personal und den dort befindlichen Patienten? Saori schwieg einen Moment lang schockiert und starrte vor sich hin. Mit jedem Wort, dass Teles gesprochen hatte, waren Erinnerungsfetzen zurückgekehrt, an das Labor, die plötzlichen, heftigen Erschütterungen des Schiffs, welche auf schweres Waffenfeuer hindeuteten und schließlich die Explosion der Konsole vor ihr. Danach allerdings brachen ihre Erinnerungen ab. Sie holte tief Atem und sah Teles dann traurig an, nachdem diese verstummt war.
    "Diese Verluste sind einfach grauenhaft. Ich ... mir fehlen die Worte zu diesen Ereignissen. Aber ich bin sehr froh, dass Sie es leidlich gut überstanden haben, Lieutenant, ich..." Mit einem plötzlichen, heftigen Erschrecken fiel ihr ein, wer noch bei ihr im Labor gewesen war und sie griff in Panik nach der Hand der Andorianerin.
    "Mihi? Ist er in Ordnung?" Saori zuckte bei der abrupten Bewegung vor Schmerz zusammen. Offenbar ließ die Betäubung inzwischen nach, denn sie fühlte sich auch weniger benommen als kurz nach dem Aufwachen. Sie schnappte einen Moment lang nach Luft, bis der Schmerz nachließ und langte nach dem Klingelknopf, um jemanden zu rufen, der ihr noch eine Dosis verabreichte.
    Commander Saori Harada
    Erster Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
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