GRS 2010 - Klingonisches Reich: Der Triumph

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  • GRS 2010 - Klingonisches Reich: Der Triumph

    Zeit der Handlung: Donnerstag, der 29. November 2387 - Sternzeit: 64910,81
    Ort der Handlung: Kanzler Q'naHs Flaggschiff
    Protagonisten: Kanzler Q'naH, General M'Char, Sompek HoD

    Kanzler Q'naH stand auf dem Zeremoniendeck seines Flaggschiffes und sah durch eine Reihe schmaler, kaum armbreiter Fenster aus Panzerglas nach draußen. Hinter ihm flackerten in mehreren, großen Schalen rote Flammen und warfen gezackte Schatten an die Wände, die sich ständig veränderten und neue, wilde Muster formten, geschaffen durch Reflektion auf dem blanken Stahl der zahlreichen Klingenwaffen, die hier aufgehängt worden waren Die gewaltige Negh'Var-Klasse flog derzeit mit geringer Warpgeschwindigkeit durch romulanischen Raum - ehemaligen, romulanischen Raum. Nun war er klingonisch. Sie hatten tausende Welten in die Knie gezwungen innerhalb kürzester Zeit, Reichtum zum Greifen nahe erworben, aber sich auch viele neue Feinde gemacht. Einige begrüßten diese Entwicklung, andere bejubelten sie, wenige sahen ihr mit Sorge entgegen. Kanzler Q'naH gehörte ein wenig zu jeder Stimmung und doch wieder zu keiner. Er musste nun Größe zeigen und insbesondere Stärke im Auftritt, um zu demonstrieren, dass die vergangenen Monate trotz der verlorenen Schlacht bei Sternenbasis 492 ein Sieg waren. Rechnerisch waren sie dies auch.
    "Haben Sich die Romulaner alle zurückgezogen?", fragte er in die Stille des Raumes. Nicht einmal das Summen des Antriebs war hier zu vernehmen, abgeschirmt um mögliche Zeremonien, die man hier abzuhalten gedachte, nicht zu stören durch falsche Geräuschkulisse. Die Antwort war zunächst ein enttäuchtes Schnauben, das dem Kanzler ein für viele wohl furchterregendes Lächeln abrung. "Ja, Kanzler. Diese Hunde haben sich tatsächlich kampflos zurückgezogen, kaum dass ihr neuer Praetor die weiße Fahne geschwungen hat."
    General M'Char, der Kommandant dieses Schiffes, gehörte zu jenen, die gejubelt hatten, aber er wollte weiter jubeln. Im Augenblick des Kampfes ein unerreichter Meister, war er jedoch politisch und strategisch kein Genie. Er war der festen Ansicht, hätten alle Klingonen weiter gekämpft, hätte man den ganzen Quadranten erobern können. Ein irriger Gedanke, aber Q'naH brauchte ihn, weil die Krieger ihn respektierten. "Sie werden wiederkommen, General. Der Praetor ist ein Romulaner. Und auch wenn Romulaner keine Ehre haben, so geben sie nur ungerne her, was einst ihnen gehörte. Darauf müssen wir vorbereitet sein."
    Wieder dieses Schnauben, wenn auch etwas beruhigter. Am Fenster glitt in der Ferne die kaum zu erkennende Silhouette eines Bird of Preys vorbei, welcher das Flaggschiff des Kanzlers seit dem Verlassen des Föderationsraums begleitete. Das Gros seiner Flotte hatte sich bereits wieder der Grenzverteidigung angeschlossen. In den kommenden Wochen und Monaten würde es oberste Priorität haben, die eigenen Verluste zu ersetzen und zu stärken. In gewisser Weise kam ihnen der Verlust vieler alter Schiffe aus den Hausmilitärs zugute. Nun konnten sie neue Schiffe bauen, bessere.
    "Wie Ihr meint, Kanzler", kam eine sehr knappe Antwort. Noch ein Grund mehr, den General zu behalten. Er hielt stets, was er aussprach. "Nur bleibe ich dabei, unsere Position stünde besser, hätten die Tholianer nicht so schändlich versagt!" Und er sagte, was er dachte.
    "Das Ziel wurde erreicht!", schnitt ihm Q'naH das Wort ab und wandt sich herum, starrte den fast einen Kopf kleineren General mit feurigen Augen an. Er würde nicht gestatteten, das Sternenbasis 492 als Niederlage betrachtet wurde. Es war ein Gefecht wie jedes andere auch. Und der Ehre war Genugtuung getan worden. "Der Kampf ist noch nicht vorbei, er macht nur Pause. Und jeder Krieger muss ruhen, um gestärkt erneut in die Schlacht ziehen zu können."
    Der General holte tief Luft um zu widersprechen, dann jedoch atmete er wieder aus und hob seine Hand, ballte sie zur Faust und schlug sie sich gegen die Brust. "Der Sieg für das Reich wird besungen werden, Kanzler."
    Q'naH tat es ihm gleich. Wenn er noch etwas auf der Erde gelernt hatte, war es Weitsicht. Die Romulaner würden zurückschlagen. Bis zu diesem Tag, dessen war sich Q'naH sicher, würden Jahre, womöglich sogar Jahrzehnte vergehen. Der eigentliche Sieg bestand darin, dass sich das Verhältnis der Mächte verschoben hatte. Es gab nun klare Feinde, was viele Kriegerherzen schneller schlagen ließ. Die Zeit des Müßiggangs hatte ein Ende gefunden. Zwar hatte man sich mit den ehrlosen Tholianern verbünden müssen, welche den meisten Klingonen verhasst waren, aber die Aussicht, dass diese neuen Partner - und mehr waren sie nicht, ein Bündnis des Zwecks wegen - nicht erst den Verhandlungstisch suchten, sondern zur Waffe zu greifen bereit waren, ließ den Argwohn auf ein Maß schrumpfen, dass man den Klingonenpakt hatte besiegeln können. Jeder bekam seinen Teil der Beute. Und das Reich würde wieder wachsen, Furcht erzeugen und nicht stagnieren.
    ***"Brücke an Kanzler Q'naH" , erklang eine schneidende Stimme aus dem Kommunikationssystem. Sie gehörte Sompek HoD, dem Ersten Offizier. Jener Krieger, der Kanzler Q'naH, damals vor einigen Monaten, die Nachricht überbracht hatte, dass die Tore in das Romulanische Sternenimperium offen standen. ***"Passieren Grenze des Besatzungsgebiets und setzen Kurs auf Qo'noS."
    Die Verbindung brach wieder ab. Eine Antwort war nicht nötig. Der Kurs war schon lange vorgegeben und nur Q'naHs Wunsch entsprechend hatte man ihn informiert, als sie wieder im alten Reich einflogen. Zuhause erwartete ihn ein Triumph. Denn auch wenn der letzte Plan gescheitert war, letztendlich hatte man das Ziel erreicht.
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