Chiros

    • 24./25. Jhd.

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    • Warm schien die Sonne vom Blauen Himmel, die Temperaturen beliefen sich auf 28 ° und ein leichter, warmer Wind kam vom Meer her auf. Das Hotel Rise Inn lag an einem der schönsten Strände des Therion Meeres und lockte Besucher, Urlauber und Bewohner der Gegend an. Hier konnte man sich entspannen, schwimmen, spielen. All das war möglich ohne dass man Angst haben musste. Bäume, verschiedenster Arten umsäumten den langen Strand und spendeten ausreichend Schatten. In einiger Entfernung schnitt ein Fels den Strand ab, schwamm man allerdings um den Fels herum, entdeckte man eine kleine Bucht. Bei Ebbe konnte man um den Fels herumlaufen, bei Flut musste man schwimmen. In dieser, mit feinem, weißen Sand ausgelegten Bucht, lag ein junger Körper am Strand. Die Nahtlose Bräune konkurrierte mit dem weißen Handtuch auf dem dieser weibliche Körper lag.

      TJ genoss die Ruhe in ihrer Bucht. Schon seit vielen Jahren war diese Bucht ihre, seit vielen Jahren verbrachte TJ ihre Freizeit hier. Die knapp 17 jährige TJ konnte sich hier sonnen ohne gestört zu werden und sie tat es ausgiebig. Seit sie ihre Schule beendet hatte, war sie jeden Tag hier, das konnte man an ihrer Nahtlosen Bräune erkennen. Doch jetzt wurde sie in ihrer Ruhe gestört. Paddelgeräusche drangen an ihr Ohr, sodass sie den Kopf hob. Sofort erkannte sie den Mann der in ihrer Bucht ruderte. Schnell schlüpfte TJ in ihren Bikini und setzte sich auf, da trieb das Boot schon ans Ufer und James sprang heraus. Grinsend ging er auf seine Schwester zu und stellte einen Korb neben ihr ab.

      "Mom sucht dich… ich soll dir sagen, das Kanzler K’tok angekommen ist."

      James Jester, 180 cm groß, kräftige Schultern und blitzende Blaue Augen, musterte seine Schwester, die zu ihm aufsah. Die Geschwister waren immer ein Herz und eine Seele gewesen. Auch wenn sie Charakterlich unterschiedlich waren, so liebten sie sich doch innig.

      "Oh das ist ja wunderbar… dann sollte ich ins Hotel zurückkommen… und es heißt richtig: ExKanzler K’tok … merk dir das doch endlich."

      TJ lachte auf und griff in den Korb, nahm sich ein Sandwich und biss hungrig hinein. James ließ sich neben sie fallen und legte sich zurück.

      "Mir doch egal… ExKanzler… Kanzler… K’tok ist da."

      Spitzbübisch grinste James und piekte TJ in die Seite, die laut aufquietschte. Sie warf das Sandwich zur Seite, kitzelte ihren Bruder. Eine Weile ging das Spiel weiter, bis James aufstand.

      "Ich rudere zurück… kommst du dann?"

      "Klar… ich bin in wenigen Minuten im Hotel. Sag Mom, das ich komme."

      "In Ordnung, bis gleich Kleines…"

      Bevor TJ jedoch reagieren konnte, war James schon wieder im Boot und ruderte zurück, bevor er jedoch um die Felsen ruderte, winkte er seiner Schwester noch einmal zu. TJ lachte und winkte zurück, bevor sie ihre Sachen zusammen packte und aufstand. Mit einem Tuch um ihre Hüften gewickelte, watete sie um die Felsen herum. Das gewärmte Wasser umspielte ihre Beine, störte sie aber kaum beim Laufen. Kaum hatte sie den Felsen umrundet, bot sich ein unglaubliches Bild.

      Die Bäume die den Strand säumten, spendeten Schatten, darunter saßen Mütter mit ihren Kindern und Paare. Leise klang Lachen an TJs Ohr, sie sah Kinder im flachen Wasser spielen, Mütter die auf diese achteten, Männer die Ball spielten. Ältere Menschen, die einfach die Aussicht und das Meer genossen. Unglaubliche Farben kamen aus den Gärten, die hinter dem Strand lagen. Verschiedene Arten an Blumen, Sträucher und Bäume waren sichtbar. Ein Kleines Paradies, wie ihr Vater immer sagte.

      TJ schlenderte am Strand entlang. K’tok war ein alter Freund ihres Vaters und schon als Kind hatte TJ ihn geliebt. Immer wenn er hier war, musste er ihr von Kahless erzählen. Sie hing immer gespannt an K’toks Lippen, sie liebte seine dunkle, laute Stimme, schmiegte sich immer vertrauensvoll an ihn. Zwischen K’tok und TJ gab es eine Verbindung, die sonst niemand hatte. Sie vertrauten einander, liebten sich und immer wenn er auf Chiros war, war TJ an seiner Seite. Deswegen war es auch kaum verwunderlich, das TJ ihn eines Tages bat, ihr die Kampfkunst der Klingonen mit dem Bat’leth bei zu bringen. Zuerst weigerte sich K’Tok, doch TJ ließ nicht locker und eines Tages begann er mit dem Unterricht. TJ erwies sich als zäh, stur und sehr gelehrig.

      Jetzt beschleunigte TJ ihre Schritte, denn sie hatte K’tok bereits auf der Terrasse des Hotels entdeckt und die letzten Schritte rannte sie förmlich. Dann flog sie auch schon in die Arme des 2 m großen, starken Klingonen, der sie auffing.

      "Da bist du ja… du bist groß geworden kleine Kämpferin,"

      Ertönte die tiefe Stimme des Klingonen, der TJ mit einem für Klingonen untypisch sanften Blick ansah.
      >> Tyler Jean Christiana Jester <<
      ING der USS Pandora NCC - 60582 - A


      "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)
    • Der Tag nach der Trauerfeier

      Langsam, sichtlich erwachsener geworden verließ TJ das Shuttle und trat auf K’esh zu, reichte ihm die Hände. In ihrem Hals steckte ein dicker Klos, sie konnte nicht sprechen und blickte K’esh nur in die Augen, auch ihm war die Trauer anzusehen. Obwohl er durch und durch Klingone war, verband ihn mit TJ eine echte Freundschaft, die von seinem Großvater K’tok herrührte. Er drückte die Hände der jungen Frau und nickte dankbar. Ohne weitere Worte führte K’esh TJ aus dem Ankunftsterminal auf Chiros, hinaus in die Sonne, die trotz aller Trauer von Himmel schien. Auch wenn es auf Chiros wenig bis kaum Regnete, so wünschte sich TJ gerade jetzt Regen. Es würde zum Anlass des Besuches passen.

      Im Rise Inn angekommen, trat TJ auf ihre Eltern zu, umarmte sie und schluchzte leise am Hals ihres Vaters auf. "Ich weiß Kleines, ich weiß," Max Jesters Stimme war ebenso wie die seiner Frau, alle trauerten um K’tok, der sein letztes Gefecht mit dem Tode beendet hatte. Heute würde man ihn, auf seinen innigsten Wunsch hin, auf Chiros beisetzen. Auch wenn es gegen jede Regel war, K’tok hatte darauf bestanden. James stand einfach nur da, er hatte mit ansehen müssen, wie der Freund seines Vaters das Leben aushauchte. Er hatte nichts tun können. Nachdem er den Tot des Klingonischen Kanzlers festgestellt hatte, war James zurück getreten und hatte den Sohn und den Enkel an das Bett gelassen, kurz darauf erschallte der Schrei der Klingonen.

      Heute war der Tag der Beisetzung gekommen und viele Klingonen waren nach Chiros gekommen. Außerdem viele Kollegen von K’tok und Freunde, sogar ein Teil der Familie. Andere weigerten sich, an einer so verweichlichten, untypischen „Sache“ teilzunehmen. Dennoch waren viele gekommen um K’tok das letzte Geleit zu geben. Alle waren dem Anlass angemessen gekleidet und TJ musste sich zurück halten um nicht zu weinen. Das hätte K’tok nie gewollt. Neben ihr schritt James und K’esh. Sie hatten die junge Frau in ihre Mitte genommen.
      Auf Chiros hatten sich viele Klingonen niedergelassen, nachdem vor etwas 20 Jahren die Regierung gewechselt hatte. Die Föderation hatte den Klingonen ein Gebiet überlassen, das sie sich nach ihren Vorstellungen und Wünschen aufbauen konnten. So war es kaum verwunderlich, das nicht weit von Vergue eine Stadt der Klingonen gab. Hier waren Besucher immer herzlich Willkommen. Hier konnten auch die Klingonen nach ihrem Gusto Leben, ihre Riten und Lebensweisen ausleben, ohne gestört zu werden.

      Langsam näherte man sich der Halle, dort war K’tok aufgebahrt worden, dort konnten nun alle Abschied nehmen. Nach dem Ritus der Klingonen war der Körper nach dem Tod nur noch eine Wertlose Hülle, die Seele aber auf dem Weg ins Sto’Vo’Kor. Alles ging relativ schnell, man schritt an K’Tok vorbei, nickte leicht und verließ die Halle wieder. Dennoch konnten alle Anwesenden spüren, wie sehr K’tok als Miterbauer der Stadt auf Chiros geehrt wurde. Danach trafen sich alle an einer langen Tafel, es wurde zu Ehren von K’Tok gegessen, getrunken und am Ende doch gefeiert.

      Um Mitternacht verließ TJ die Halle, lief allein am Strand entlang und dachte nach. Sie war mit ihren Kameraden im Krieg gewesen, sie hatte die Hölle erlebt und war dankbar noch am Leben zu sein. Hier in ihrer Heimat fühlte sich TJ sicher. Ihre Eltern hatten sie gebeten einige Tage zu bleiben, was sie gern erfüllte. Wie ihr XO ihr gesagt hatte, hatte man allen einige Urlaubstage zugesprochen. Jetzt war TJ froh darum. Auf der Trauerfeier hatte sie andere Offiziere kennen gelernt. Mit einigen sogar gesprochen, doch wieder hatte sie das Gefühl gehabt, nicht gesehen zu werden. Jetzt ließ sich TJ in den warmen Sand fallen und blickte aufs Meer und den Mond.

      Allein saß sie da und dachte nach …
      >> Tyler Jean Christiana Jester <<
      ING der USS Pandora NCC - 60582 - A


      "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)
    • … leise näherten sich Schritte im Sand, eine hoch gewachsene, männliche Person kam TJ immer näher, darum bemüht so wenig Lärm als nur möglich zu machen. Ohne einen Ton von sich zu geben, nahm die Person neben TJ Platz, nahm sie in den Arm. Sie zuckte nicht einmal zusammen, sondern lehnte sich vertrauensvoll an die Person, dann erklang die dunkle Stimme.

      „Na Snoopy, wie geht es dir?“
      „Danke, es geht. Es war ein langer Tag.“
      „Das glaub ich dir… Der Abschied von K’Tok muss dir schwer gefallen sein.“
      „Nicht schwerer als der Abschied von hier.“
      „Und wie geht’s dir dort oben?“
      „Gut, es macht Spaß, meine Kollegen sind nett….“
      „Nur nett? Ach komm Snoopy, erzähl mir nichts.“
      „Nur nett Darius, wirklich nur nett.“
      „Ahaaaaaaaaaa… und wie kommt das Tatoo auf deinen Arm?“

      Erschrocken drehte TJ den Kopf, sah ihren Besten Freund lange an, senkte dann den Kopf und seufzte tief auf.

      „Also doch… erzähl Snoopy.“
      „Da gibt es nicht viel zu erzählen… er hat wundervolle braune Augen, ebenso braune Haare… ein Gesicht… das ist einfach… unglaublich… er ist … einfach ein Mann. Manchmal denke ich in seinen Augen all das zu sehen, was er erlebt hat… und dann ist es wieder weg… er ist einfach… Er.“
      „Autsch, da hat es dich wohl voll erwischt… Mein Snoopy ist verknallt, wie süß.“
      „Ich bin nicht verknallt… absolut nicht.“
      „Und doch bist du es Mädchen… gibs doch zu. Du bist verliebt über beide Ohren.“
      „Wenn es so wäre, dann ist es auch egal… zum einen, er ist auf einem anderen Schiff, zum zweiten, er sieht mich nicht, zum dritten, findet er mich wohl zu … kindisch… was weiß ich und zum vierten, er ist … er hat… ach keine Ahnung.“

      Darius schloss seine Arme fester um TJ und hielt sie für wenige Minuten fest, dann lachte er leise auf und strich ihr über den Rücken.

      „Und warum unternimmst du dann nichts?“
      „Wie ich?“
      „Ja sicher du… du bist erwachsen, er doch wohl auch, also dann unternimm was. Lade ihn ein, koche für ihn, mach ihm einen schönen Abend. Wenn er dann noch nichts merkt, dann ist er es nicht wert Snoopy, glaubs mir.“

      TJ musste einen Moment nachdenken, blickte dabei wieder in den Mond, als dann auch schon der zweite Mond über den Wasser aufging und den Strand in ein weiches Licht tauchte. Darius ließ ihr die Zeit, kannte er TJ doch nun schon 20 Jahre und wusste, dass sie sich schwer tat. Den ersten Schritt zu wagen, erforderte Mut, doch TJ hatte ihn, das wusste er.

      „Und du meinst das könnte helfen?“
      „Wenn nicht Snoopy, dann ist er es wirklich nicht wert, das du auch nur eine Träne heulst.“
      „Ach Darius… es wäre so schön… ich möchte ihn ja auch erst einmal kennen lernen, vielleicht mögen wir uns ja gar nicht mehr, wenn wir uns kennen.“
      „Und ich werde König von Chiros.“

      Darius lachte auf und knallte TJ einen Kuss auf die Wange, sie lachte auf und schüttelte sich, wischte sich dann die Wange ab.

      „Ihh… das ist widerlich Darius… hör auf mich zu küssen, oder willst du noch ein Blaues Auge?“
      „Bleib bloß weg Snoopy… eines reicht mir.“

      Gab Darius lachend zurück und hob abwehrend die Hände. Dann sah er seine Freundin lange an.

      „Weiß er dass du hier bist?“
      „Nein… woher auch… Obwohl, ich habe es laut erzählt, das ich für einige Tage hier bin.“
      „Vielleicht ist er neugierig und kommt her.“
      „Ja klar und ich bin Captain und kommandiere ein Raumschiff… du spinnst doch Darius.“
      „Das tut mir jetzt aber auch weh…“

      Mit einem gespielt enttäuschten Gesichtsausdruck sah er TJ an, lachte dann und zog sie wieder in den Arm, so blieben sie dann schweigend nebeneinander sitzen.
      >> Tyler Jean Christiana Jester <<
      ING der USS Pandora NCC - 60582 - A


      "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)
    • "Ich geh nach Hause Snoopy, Jill wartet sicher schon auf mich. Mach nicht mehr zu lange."

      So leise wie Darius gekommen war, so leise verschwand er nun auch wieder. TJ blieb mit ihren Gedanken allein zurück und dachte über Darius Worte nach. Vielleicht hatte ja er Recht und sie musste den ersten Schritt tun. Vor ihrem inneren Auge erschien ein Gesicht, das ein Lächeln auf ihre Lippen zauberte. Der erste Mond war bereits untergegangen, der zweite war daran dem Ersten zu folgen. Dieses Licht war unglaublich, und TJ konnte sich nach all den Jahren noch immer nicht satt sehen an dem Naturschauspiel, das Chiros hier bot.

      Nach etwa zwei weiteren Stunden erhob sich TJ und nahm ihre Jacke, legte sie nur um ihre Schultern und ging am Strand entlang. Natürlich war auf Chiros nicht alles Schön, es gab auch weniger schöne Dinge, aber dafür war die stationierte Sicherheit zuständig, die mehrfach patrouillierte. Auf ihrem Weg zurück zum Hotel ihrer Eltern begegneten TJ mehrere Sicherheitsmänner, die sie mit einem Nicken grüßte. Kaum hatte sie den Strand verlassen, kam TJ auf den Weg der zum Hotel führte. Ihre Schritte wurden langsamer und bevor sie den Eingang passierte, stoppte sie. Ihr Blick ging am Hotel aufwärts und sie seufzte tief. Schon in zwei Tagen würde sie Chiros wieder verlassen und zurück auf ihr Schiff kehren. Sie würde Freunde und Familie hier zurück lassen, ihre Arbeit machen und hoffen, das sie alles überlebte, was auf sie zukam. Dennoch freute sich TJ auf die Pandora und ihre neue Familie. Dann trat sie zielstrebig ins Hotel ein, der Portier grüßte sie mit einem müden Nicken und ließ sie passieren.

      Als TJ erwachte, musste sie sich erst einmal orientieren, dann wurde ihr bewusst, dass sie in ihrem Bett, ihn ihrem Zimmer, im Hotel ihrer Eltern lag. Sie schwang die Beine aus dem Bett und eilte ans Fenster, öffnete die beiden Flügel und hob das Gesicht in die Sonne, die wieder einmal schien. Ohne sich weiter aufzuhalten, eilte TJ duschen, schlüpfte in ihre Kleidung und verließ ihr Zimmer, um mit ihren Eltern zu Essen. Für das Frühstück war sie um Stunden zu spät dran. TJ fand Max und Luisa im Speisesaal vor, sie saßen wie immer an ihrem Tisch, unterhielten sich leise. Die Blicke die sie sich zuwarfen, waren beprägt von Liebe, Vertrauen und Verständnis. Langsam trat TJ näher und ihr stiegen die Tränen in die Augen. Genau das wünschte sich TJ auch, dieses tiefe und ehrliche Gefühl das sie bei ihren Eltern sah. Max hob den Kopf und lächelte.

      "Guten Morgen du Langschläfer… Darius sagte uns schon dass ihr noch am Strand wart."
      "Liebes…"

      Luisa stand auf und schloss ihre Tochter in den Arm, drückte sie einen Moment, danach bugsierte sie TJ auf einen Stuhl und füllte den Teller.

      "Jetzt iss und dann reden wir Liebes."

      TJ konnte gar nicht anders als Essen, sie wusste, Widerworte hatten bei ihrer Mutter wenig Sinn, denn sie hatte das Zepter in der Hand, wie schon immer. Und so wie es aussah, genoss ihr Vater das sehr. Mit einem langen Blick maß TJ ihre Eltern und beschloss auch ihnen gegenüber ehrlich zu sein. Während des Essens erzählte sie ihnen, was sie alles erlebt hatte und was sie bedrückte. Max grinste, Luisa war doch erstaunt. Aber auch sie sagte nichts dazu. Nach dem Essen verließ Luisa den Tisch, da sie noch Arbeit hatte. Max blieb bei seiner Tochter sitzen.

      "So, so, dann hast du also deinen Prinzen gefunden… Was wirst du jetzt tun?"
      "Ich habe keine Ahnung Dad, ich weiß es nicht. Darius meinte, ich sollte den ersten Schritt machen."
      "Und da hat er vollkommen Recht Tyler… Hätte damals deine Mutter das nicht getan, ich würde wohl immer noch allein sein."

      TJ riss die Augen auf und starrte ihren Vater an. Hatte sie doch immer gedacht, das ihr Vater ihre Mutter überzeugt hatte, doch nun erfuhr sie, dass es genau anders herum gewesen war.

      "Jetzt schau mich nicht so an Kind, ja es ist so. Ich war jung, dumm und schüchtern. Deine Mutter stellte sich vor mich, lächelte mich an und meinte: ‚Entweder du heiratest mich oder ich laufe mit William davon.’ Ja was sollte ich tun… ich habe zugegriffen. Damals wusste ich nur, diese Frau wollte ich und doch fehlten mir die Worte. Nach dem Satz deiner Mutter musste ich handeln, denn ich wusste, sie würde gehen, wenn ich nichts tat."

      Max grinste seine Tochter an und trank einen Schluck Bier, als Luisas Stimme hinter den beiden erklang.

      "Ja und du hast gut daran getan mich zu nehmen."

      Max und TJ drehten den Kopf, da lief Luisa auch schon lachend an ihnen vorbei zu neuen Gästen, die eben angekommen waren. TJ blickte ihren Vater lange an, dann lachte sie herzhaft.

      "Und ich dachte immer, du wärst Moms Held gewesen."
      "Das bin ich auch, aber eben erst seit der Hochzeit Kind."

      Max grinste noch immer und man konnte in seinen Augen die tiefe Liebe zu Luisa sehen. TJ stand auf und umarmte ihren Vater einfach, eilte dann aus dem Hotel, wieder an den Strand. Dort umrundete sie den Felsen und betrat ihre Bucht. Sie setzte sich auf das mitgebrachte Handtuch und ließ wieder ihre Gedanken schweifen.
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      "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)
    • Leise rollten die Wellen an den Strand, TJ lag dösend in der Sonne und genoss es einmal nichts tun zu müssen. Sie genoss die Sonne auf ihrer Haut, den leichten Wind der sie streichelte. Noch immer war TJ dabei die Ereignisse zu verarbeiten, die auf sie eingestürmt waren. Fassungslos war wohl das richtige Wort, fassungslos musste sie mit ansehen, wie Kollegen starben, Schiffe zerstört wurden. Doch hier, an ihrem Strand, in ihrer Heimat fühlte sich TJ geborgen und wohl. Auch die langen Gespräche mit ihren Eltern, ihrem Bruder und auch Darius hatten ihr geholfen, die Dinge so zu sehen wie sie nun einmal waren. Ändern hatte sie es nicht können, aber langsam schaffte TJ es, die Geschehnisse zu verarbeiten.

      Der Tag verging und TJ lag faul in der Sonne, schwamm einige Runden und kehrte am frühen Abend zum Hotel ihrer Eltern zurück. Da es ihr letzter Abend war, hatten ihre Eltern ein Essen arrangiert, an dem auch Darius und Jill teilnahmen. So kam es das am großen Tisch alle zusammen saßen. TJ ließ ihren Blick schweifen. Ihr Bruder James, mit Chelsey und ihrer gemeinsamen Tochter Barbara, Darius und Jill, ihre Eltern. Sie liebte diese Leute so sehr, das es ihr fast wehtat, wieder abreisen zu müssen. Das Essen und die Gespräche plätscherten dahin, TJ genoss die Nähe ihrer Familie. Heimlich machte sie Fotos um sie später, wenn sie allein in ihrem Quartier saß anzusehen zu können.

      Später war TJ allein im Zimmer, packte ihre Tasche und ging dann hinaus auf den Balkon, blickte aufs Meer und seufzte abgrundtief. Es waren schöne Tage gewesen, auch wenn der erste Tag weniger schön gewesen war. Sie hatte die Ruhe genossen, Kraft getankt und ihre Familie gesehen. Doch jetzt war es Zeit zurück zu kehren, ihren Dienst aufzunehmen. In dieser Nacht schlief TJ das erste Mal seit langer Zeit durch und am Morgen verabschiedete sie sich von ihren Eltern, ihrem Bruder und Darius. Sie hatte darauf bestanden allein zum Terminal zu gehen, TJ wusste, das sie geweint hätte, wären alle mitgekommen. Jetzt meldete sie sich am Schalter und wurde auf den Warteraum verwiesen. TJ stellte die Tasche ab und ging auf die Bar zu um sich einen Tee zu holen, als sie von einem Mann fast umgerannt wurde. Sie schob die Brauen zusammen und wollte schon lospoltern, als ein Geruch in ihre Nase stieg, der ihr mehr als nur bekannt vorkam. Wie in Zeitlupe hob sie ihren Blick, ließ ihn über Brustkorb, Kinn, Mund, Nase schweifen, bis sie dem Mann in die Augen sah. Dann riss TJ die Augen auf.

      "Andy?"

      Flüsternd kam der Name über ihre Lippen und der Mann lächelte, nahm TJ in den Arm und wirbelte sie herum, bis er sie auf ihre Füße stellte.

      "Tyler Jean Christiana Jester… was zum Teufel machst du denn hier?"
      "Andrew Ballad, ich fasse es nicht. Wer hat dich denn freilaufen lassen?"
      "Werde nicht frech Madame, sonst muss ich dich wieder übers Knie legen."
      "Vergiss es Schwächling, ich kann mich wehren."
      "TJ, ich freu mich dich zu sehen… jetzt sag mal, was machst du hier?"
      "Ich bin auf dem Weg zu meinem Schiff."

      Andrew Ballad schmunzelte und straffte die Schultern, maß TJ mit einem langen Blick bis ein Räuspern sie aus dem Gespräch riss. Ein weiterer Mann schob sich in TJs Blickfeld, der wie Andrew Uniform trug.

      "TJ, darf ich dir meinen Captain vorstellen, Commander Kevin Roth, Commander, das ist eine Schulfreundin von mir, TJ Jester."
      "Sehr erfreut Miss Jester."

      TJ ging sofort in Stellung, sah zu Kevin Roth und nickte. Seine dunkle Stimme war angenehm, fast schon tiefgründig. Kevin schmunzelte, er hatte erkannt das TJ ebenfalls Offizier war und blickte zu Andrew. Dieser ließ seinen Blick zwischen den beiden Menschen hin und her schweifen, bis er TJs Haltung erkannte.

      "Schiff… Ähm… Hallo … Moment… "

      TJ grinste, schüttelte dann den Kopf und ging nach Kevins Nicken in eine bequeme Stellung über.

      "Sir, ich bin erfreut, Ens Jester, ING der USS Pandora, Sir."

      Nachdem sie sich ordentlich vorgestellt hatte, sah TJ zu Andrew und lachte leise, als sie sein fragendes Gesicht sah.

      "Tja, nicht nur du kannst zu Flotte gehen Mister. Ich habs auch geschafft. Ja du hast richtig gehört, ich bin Ingenieur eines Schiffes. Ich habe gelernt, das zu reparieren, was ich kaputt mache."

      Jetzt grinste auch Andrew und nickte Kevin zu, der auf den Tisch zeigte.

      "Wollen wir uns nicht setzen? Stehen können wir oft genug … Miss Jester… Lt Ballad."

      Nun war es TJ die die Augen aufriss, Andrew anstarrte.

      "Lt Ballad… ich glaubs nicht… die haben dich behalten?"

      Andrew und Kevin lachten, nahmen am Tisch platz, ein Ober brachte TJ ihren Tee, Kevin seinen Kaffee und Andrew hatte einen Saft, erst dann nahm auch TJ Platz. Das Gespräch lief von Anfang an halb amüsiert, halb offiziell. Nach und nach stellte sich heraus, dass Andrew und Kevin mit ihrem Schiff auf dem Weg zu Sternbasis 492 waren. So erfuhr sie auch, dass Andrew der Erste Offizier war. TJ lachte und nahm das Angebot von Kevin Roth an, der ihr eine Mitfluggelegenheit anbot. So kam es, das TJ nicht den Transporter betrat, sondern an Bord der USS Indiana ging und dort ein Gästequartier bezog. Während des Fluges genoss TJ die Aufmerksamkeit der beiden Herren, nahm die Abendessen mit ihnen ein und führte angeregte Gespräche mit ihnen. Da sich TJ und Andrew lange nicht gesehen hatten, gab es viel zu erzählen. Dass Kevin Roth sich oft anschloss, gefiel Andrew weniger, da er sich gern mit TJ allein unterhalten hätte, doch er konnte nichts gegen die Anwesenheit seines Captains machen.

      Die Indiana dockte an der Basis an und TJ verabschiedete sich von Andrew, Kevin und der Crew, mit der sie in den letzten Tagen viel Spaß gehabt hatte. TJ verließ das Schiff und ahnte nicht, wie schnell sie Kevin wieder sehen würde.
      >> Tyler Jean Christiana Jester <<
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      "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)
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