Ryuuto Yamamoto - Schwarz in Schwarz

    • 24./25. Jhd.

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    • Der andere Weg des Kriegers

      Kapitel 1 - Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit versus Falschheit und Unrecht


      Kurz blitzte das Metall eines meisterhaft gearbeiteten Katanas auf im Sonnenlicht, während es surrend durch die Luft schnitt und mit einem lauten, metallischen Schlag gegen ein anderes schmetterte.
      "Ha!"
      Die schnellen Bewegungen waren perfekt auf einander abgestimmt und beide suchten auch nur nach der geringsten Schwachstelle, die gnadenlos ausgenutzt werden würde.
      "Ha!"
      Eine Frau mit langen, scheidenglatten schwarzen Haaren duckte sich unter einem horizontal geführten Hieb weg und ließ ihrerseits das Schwert auf die Beine ihres Feindes im Kampf, der bereits zum Sprung ansetzte, zu schnellen.
      "Haaah!"
      Ryuutos Füße lösten sich vom Boden. Wie in Zeitlupe sah er die Sensei unter sich und sein Schwert bewegte sich in eine letale Position, wenn er wieder zu Boden hinab fallen würde. Rikku Ayanami vollführte eine komplette Drehung.
      'Planänderung und in die Defensive gehen.',schoss es Ryuuto durch den Kopf.
      Wieder traf das Metall auf Metall und alles wurde schneller. Schlag auf Schlag stoben Funken von den mit voller Wucht aneinander schlagenden Katana weg und wie in einer parallelen Drehung kamen beide aufeinander zu. Verdutzt standen Sensei und Schüler still, als das Schwert zu beiden Seiten auf der Halsschlagader zur Ruhe kam. Ryuuto spürte seine Haut leicht einreißen, wo das Schwert ihn tödlich getroffen hätte, wäre nicht die hohe Körperdisziplin seiner Lehrerin gewesen. Doch selbiges galt auch für sie, an deren Hals langsam ein Blutstropfen hinabfuhr.
      Beide lösten den Patt und traten je einen Schritt zurück und verneigten sich voreinander.
      "Dein Kenjutsu hat inzwischen seinen eigenen Ryu gefunden. Sehr gut gemacht, Schüler, ich bin überrascht", sprach Rikku, während sie ihre Schwert in die Scheide führte und Ryuuto es ihr gleichtat.
      "Ich habe lang und hart an mir gearbeitet.", antwortete der Schüler rasch.
      "Das merkt man, Ryuuto. Ich hörte, du hast deine erste Mission erfolgreich abgeschlossen?"
      "In der Tat. Dennoch ist eine Mission, bei der es um simplen Informationsaustausch geht keine große Herausforderung."
      "Unterschätze nie den Wert einer auch noch so kleinen Tat."
      "Ja, Sensei..."
      Rikku striff etwas durch den Raum und sah nach einer Weile wieder zu Ryuuto, welcher in vollkommener Disziplin noch im Raum stand und lediglich seine Augen folgten ihr.
      "Komm zur Ruhe, Ryuuto. Der Training ist beendet."
      Der Japaner nickte in ihre Richtung und wandte sich ab, als sie nochmals das Wort an ihn richtete.
      "Treffe mich nachher auf dem Holodeck 3. Etwas Entspannung gehört heute mit zu deiner Lehrstunde und des Weiteren gibt es etwas...was wir bereden müssen."
      Yamamoto verharrte kurz und wunderte sich über das Gesagte.
      "Hai!", er nickte. Er würde da sein. Sie war schließlich seine Sensei. Eine der wenigen Personen, denen man hier auf der Insel der Engel vertrauen entgegenbringen konnte.


      --- --- versus --- ---


      Yamamoto saß in einem engen Büro. Die kalten Metallwände schienen fast auf einen hinabzustürzen und das bläuliche Licht, in das der Raum getaucht war unterstrich die Kälte in diesem Zimmer. Der Ensign saß an einem Tisch und ihm gegenüber standen zwei Offiziere in ihren schwarzen Uniformen. Ein Lieutenant Junior Grade tippte etwas auf ein PADD ein während der Lieutenant Commander an einer Wand lehnte und Ryuuto einen abschätzenden Blick zu warf.
      "Sie sagen uns also, dass Sie von dem Vorhaben von Lieutenant Junior Grade Rikku Ayanami keine Kenntnis hatten. Ist das korrekt?", fragte der Ranghöhere.
      "Nein, Sir. Unsere Treffen fanden lediglich während meiner Ausbildung statt und waren ausschließlich beruflicher und nicht konspirativer Natur." Ryuutos Worte klangen monoton. Seine geröteten Augen blickten dem Lieutenant Commander entgegen. Er war hier nun schon seit 36 Stunden im Verhör. Und jedes neue Detail über Rikkus Verrat brachtet ihn der Fassungslosigkeit etwas näher. Stundenlang musste er einen Verhörer nach den anderen über sich ergehen lassen ohne richtige Antworten zu bekommen, doch seine Vermutungen waren nicht sonderlich positiv.
      "Dann wird es Sie wohl erschüttern zu hören, dass Miss Ayanami, sollte dies ihre tatsächliche Identität sein, sich des Hochverrats schuldig gemacht hat und kritisches Informationsmaterial aus den Hauptdatenbanken der Sternenflotte sowie des Geheimdienstes entwendet hat. Wir vermuten um dieses an andere Agenten anderer Geheimdienste weiterzuleiten. Darunter befinden sich Listen über momentane, verdeckte Operationen, Operationsplanung und, am bedenklichsten, die Identitäten von ca. 250 Agenten des Sternenflottengeheimdienstes. Die Prüfungen sind noch nicht gänzlich abgeschlossen. Es könnte vielleicht noch ernster werden.", warf der Lieutenant Junior Grade ein.
      Der Lieutenant Commander stützte sich mit den Armen vor Yamamoto auf dem Tisch ab und sah ihn eindringlich an.
      "Ayanami hatte Sympathisanten im Geheimdienst, Helfer. Ohne diese wäre es ihr niemals gelungen so problemlos und unerkannt an die Datensätze heranzukommen. Sie sind hierbei einer der Hauptverdächtigen aufgrund ihrer langen Zusammenarbeit."
      Yamamoto wirkte inzwischen verärgert. Er sah zornig zu der Person über sich auf und die Worte flossen förmlich die Gift über seine Lippen: "Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen, Sir. Ich wusste nichts von den Vorhaben der Lieutenant Junior Grade und habe aufgrund ihres professionellen Verhaltens keinen Verdacht geschöpft. Sie hat sich mir gegenüber nicht geöffnet. "Und wie erklären Sie sich die Sicherheitsfeeds von Holodeck 3 auf Ebene C1577, Angel Island? Die Aufnahmen sind aus den Datenfiles entwendet worden und wurden kurz nach ihrem gemeinsamen Besucht dort durch andere ersetzt worden.", wandte der Lieutenant Junior Grade wieder ein.
      "Ich kann mir diesen Umstand nicht erklären, da ich lediglich zur Entspannungstherapie nach dem Training in diesem Holodeck war und Miss Ayanami mich begleitet hatte. Wir sprachen über keine Verschwörungen sondern lediglich über Belanglosigkeiten, rekapitulierten das Training und so weiter. Ihr Misstrauen in meine Person sehe ich jedoch aufgrund dieses Umstandes als gerechtfertigt und ich bin bereit gerne in jeder mir möglichen Form meine Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, Sirs."
      Die beiden Offiziere sahen sich einen Augenblick lang an und der rangniedrigere nickte dem Lieutenant Commander zu, der daraufhin seinen Kommunikator betätigte: "***Carlson an Lloyd: Bringen Sie das Dossier!"
      Die Nachricht war noch nicht ganz verhallt, als ein Ensign, den Yamamoto noch von seiner Ausbildung auf Angel Island kannte, den Raum betrat und nachdem er ein PADD auf den Tisch gelegt hatte ohne Yamamoto eines Blicks zu würdigen den beiden verhörenden Offizieren zu salutierte und den Raum wieder verließ.
      "Ensign Yamamoto, Sie wollen also ihre Unschuld und Glaubwürdigkeit in dieser Sache beweisen. Sie werden mit einem Personentransportschiff nach Betazed entsandt, dem letzten bekannten Aufenthaltsort von Miss Rikku Ayanami. Der Geheimdienst vor Ort hat eine Verbindung zu einem Informationsuntergrund auftun können in den sie eingeschleust werden. Alle anderen Details erfahren Sie Vorort. Ihr Auftrag: Rikku Ayanami festnehmen und sicher zur Erde zurück bringen! Start ist in zwei Stunden. Bereiten Sie sich vor! Wegtreten!"
      Ensign Ryuuto Yamamoto stand mit einer finsteren Miene auf und salutierte den beiden Offizieren zu, bevor er den Raum verließ. Die Verhörer sahen dem Ensign noch nach und blieben zu einer Besprechung im Verhörzimmer zurück während man Yamamoto zu seinem Quartier begleitete.
      'Sie wollte mir damals was sagen...', schoss es durch seinen Kopf. 'Wie tief kann ein Krieger fallen...'
      Ein enttäuschter Blick machte sich auf seinem Gesicht breit, während er den ihn begleitenden Offizieren vorweg lief, tief in den Eingeweiden des Insel der Engel.
      Ryuuto Yamamoto
      Agent für Sonderermittlungen des Geheimdienstes der Sternenflotte
      Abteilung Delta

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    • Der andere Weg des Kriegers

      Kapitel 2 - Mut versus Feigheit


      Seit einigen Stunden war Ryuuto nun an Bord der Mikos, ein alter aber rüstiger Frachter für Personen und Warentransfer zwischen verschiedenen föderalen Planeten. Er saß in seinem Quartier hielt das PADD vor sich auf welchem sich momentan das Missionsdossier des GHD befand (Dossier N5-398-SST-24335). Etwas ungläubig starrte er auf das Bild neben den kryptisch anmutenden Daten. Er begriff nicht wirklich, was seine ehemalige Lehrerin, seine Sensei, zu den Taten bewegt hatte, die er zuvor erfahren hatte. Hatte er sich so sehr in einer Person geirrt? Es hatte gelernt anderen zu misstrauen, sich abzusichern. Ist er ein schlechter Agent? Er hatte ohne es genauer überdenken Vertrauen in eine Person gesetzt und stand nun vor seiner gerechten Strafe für diesen Lapsus. Es alarmierte ihn, dass auch andere scheinbar so nachlässig waren. Genervt packte er das PADD in einen Rucksack, den er sich locker über die Schulter warf. Dann verließ er den Raum auf den Weg zur Messe.
      Das das Schiff alt war, konnte man auch schon in den Fluren erkennen, geschweige in den Quartieren. Eingekratzte Namen in den Paneelen, der Geruch von alten Teppichen, mit denen der Boden ausgelegt war, Dreckflecken, Zeichnungen, hier und da ein defektes Licht. Es fühlte sich etwas ungewohnt an, wenn man an die sterile Umgebung auf Angel Island denkt. Der Gang zur Messe war gut belebt. Menschen, Betazoide, Trill, Personen aller Stände. Ryuuto fügte sich ein und schob sich in die Messe hinein. Die Schlange an der Replikatorausgabe war verhältnismäßig lang, doch ging es zügig voran.
      Als auch Ryuuto eine Mahlzeit ergattert hatte, setzte er sich an eine freie Stelle eines Vier-Mann-Tisches, die Personen daran, ein Trill und zwei Tellariten, sahen kurz auf und fuhren fort mit deren Unterhaltungen.
      Der Flug war vollkommen ereignislos, doch nutzte Ryuuto die Zeit um sich auf das, was ihm bevorstand vorzubereiten. Betazed, der letzte bekannte Aufenthaltsort von Rikku Ayanami. Was hatte sie dort hin geführt? War die Übergabe der Daten schon abgeschlossen? Gedanken, die ihn immer wieder von seiner Meditation abbrachten, die er aufgenommen hatte, als er in sein Quartier zurück war. Auf dem Schiff war ihm zu viel los. Zuviel Augen, die auf ihm ruhten. Und alle schienen ihn irgendwie strafend anzustarren. Als wussten sie, was er getan hatte...

      --- --- versus --- ---

      Yamamoto lief durch Gassen auf seinen Weg zu seinem Meeting mit dem Geheimdienstoutpost auf Betazed. Sein Weg führte ihn auf einen Marktplatz. Es war wundervolles Wetter. Die Sonne schien warm auf seine Haut, doch so richtig genießen konnte er weder das noch die sanfte Brise, die durch seine Haare fuhr. Er überquerte den belebten Platz und merkte nicht, wie bei einem Café eine Frau ein PADD niederlegte und überrascht den Asiaten wahrnahm. Sie drehte sich langsam ab, erhob sich und verließ den Platz in eine andere Gasse hinein. War sie nachlässig geworden? Sie kannte die GHD-Agenten Vorort, doch war es sicher nur eine Frage der Zeit...Ryuuto hier hatte nur eines zu bedeuten. Sie wurde gesucht. Keine Zeit für falschen Mut. Sie musste hier schleunigst weg und ihre Mission beenden.
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      Ryuuto Yamamoto
      Agent für Sonderermittlungen des Geheimdienstes der Sternenflotte
      Abteilung Delta

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    • Der andere Weg des Kriegers

      Kapitel 3 - Güte versus Bosheit


      Zeit war vergangen. Er wusste nicht, ob es noch Sinn machte, die Jagd nach den Daten fortzusetzen, doch es schien ein persönliches Anliegen des GHD zu sein, Rikku Ayanami in Gewahrsam zu nehmen und der letzte Grund war eine Abstrafung für Hochverrat und illegalem Datenhandel. Wo führen die Fäden hin? Wer steht hinter der Fassade? Er erhält die Informationen? Wer vermittelt sie möglicherweise weiter? Hat man es mit einem Netzwerk oder einer Einzelperson zu tun? Ryuuto schossen dutzende Fragen durch den Kopf, doch was ihn am meisten interessierte war, das die Person von ihm wollte, die ihm seit einiger Zeit inzwischen auf Trill folgt und wer diese ist.
      Yamamoto bog in eine Gasse ein und sah sich kurz um. Das Suburbane Antlitz der Wohnhausbuch machte es ihm leicht zu finden, was er gesucht hatte. Ein offenes Fenster neben vielen anderen. Er sah kurz hinein und verschwand darin. Eine Frau blickte vollkommen entgeistert, als der Asiat plötzlich im Raum stand. Er warf ein PADD auf den Tisch, auf dem das Symbol des Sternenflottengeheimdienstes prangte und deutete ihr mit dem Zeigefinger auf den Lippe leise zu sein und wies sie an, weiter mit dem zu mache, was sie bevor er eintrat getan hatte.
      Etwas verstört wirkte sie, als der Mensch das PADD wieder einsammelte und den Raum in Richtung Flur verlassen hatte und sie mit ihrer Hausarbeit fortfuhr. Ryuuto erreichte das Treppenhaus, schloss die Wohnungstür hinter sich und sprang die Treppen hinauf. Immer wieder kontrollierte sein Blick die Gasse aus der er gekommen war.
      Da war er. Ein männlicher Trill, sportliche Statur, groß gewachsen. Er schien sich in der Gasse umzusehen und griff dann in die Innentasche seiner Jacke. Yamamoto erreichte die vierte und oberste Etage des Hauses. Er ging an ein Fenster und beobachtete den Trill, der offenbar soeben Kontakt mit jemandem aufgenommen hatte. Sternenflottenausrüstung...
      Der Mann ging die Gasse weiter entlang, Yamamoto betrat das Dach des Hauses und ging in der Hocke weiter, sein Ziel nicht aus den Augen verlierend. Der Trill bog in die rechte Seitengasse ein und ging weiter, während der Ensign in Zivil an der Hausfassade hinabkletterte. Schweiß bildete sich auf seiner Stirn, seine Finger verkrampften unter dem Kraftakt und auf Höhe der zweiten Etage rutschte er ab und stürzte. Grade so konnte er sich noch abfangen auf den Boden und abrollen. Er riss sich vom Boden auf und folgte dem Trill in die Gasse. Da war er. Eine Gruppe Kinder spielte hier, die Mütter standen redende herum, Yamamoto lief langsam den Abstand verringernd auf den Trill zu, zog seinen Phaser und hielt ihn versteckt unter der Jacke.
      Hinter dem Trill angekommen, richtete er die Waffe von seinem Ärmel überdeckt auf den Mann.
      "Ich habe meinen Phaser auf sie gerichtet. Eine falsche Bewegung und ich werden davon Gebrauch machen. Haben wir uns soweit verstanden?"
      Ein schmunzeln geht über das Gesicht des Trill, der daraufhin nickte.
      "Ich will wissen, wer sie sind und was sie von mir wollen!"
      "Berechtigte Frage. ich bin gerne bereit Ihnen näher Auskunft zu geben, Ensign Yamamoto, aber vorerst sollte reichen, dass ich ihnen als Support zugeteilt wurde. Die Mission hat sich verkompliziert und das Ziel erweist sich als gefährlicher als angenommen."
      Schweigend lief Yamamoto mit dem Trill in eine Sackgasse, führte die 'Verstärkung' hinter einen Container und trat ihm gehörig in die Magengrube. Der Trill ging in nach Luft schnappend zu Boden und Yamamoto hockte sich neben ihn.
      "Die war für die Geheimnistuerei. Und jetzt Klartext. Name, Rang und Dienstnummer!"
      Der Trill hustete gehörig, bevor er seinen Sprach wieder fand.
      "Kioran Kendar, Ensign, KK-2380-37772. Geheimdienst der Sternenflotte."
      Yamamoto schlug noch einmal zu und packte daraufhin den Phaser weg.
      "Und die war dafür, dass Sie es hätten besser wissen sollen! Ich will ihr Dossier sehen!"
      Entgeistert blickte der Trill zu dem Menschen auf und griff nach einem PADD, dass dieser ihm dann auch zeigt. Die Angaben waren eindeutig. Supportmission. Es schien Hand und Fuß zu haben.
      "Sie sind also meine Verstärkung?"
      "Nicht ganz...", antwortete der Trill. "Wir waren zu dritt. Ich bin der einzige, der es bis zu ihnen geschafft hat. Die anderen Agenten wurden...getötet. Wir nehmen an durch Rikku Ayanami oder Personal, das ihn ihrem Auftrag gehandelt hat."
      Das war der Schlag in Yamamotos Magengrube. Er sah vollkommen überrascht und verwirrt zu dem anderen Ensign. "Was?"

      --- --- versus --- ---

      "Der GHD ist Ihnen auf den Fersen.", sagte ein Mann mit vermummten Gesicht zu Rikku, die grade in den Raum gekommen war und eine Reisetasche auf die Couch wuchtete. Angesichts ihres zierlichen Körperbaus schien die Tasche verhältnismäßig schwer gewesen zu sein und doch kein Problem für die.
      "Was Sie nicht sagen. Solange es nur der GHD ist, mache ich mir nur wenig Gedanken.", antwortete die kleine Asiatin prompt und zog ein PADD aus der Tasche.
      "Das ist das Supportteam, das der GHD geschickt hat. Ich vermute nicht, dass die Einheiten, die momentan ausgesendet werden primär nicht der Verstärkung Yamamotos dienen sondern eher ihn überwachen. Dennoch ich will, dass diese Einheiten ausgeschaltet werden."
      Der Mann nahm das PADD zur Hand und ging die Personaldaten dreier GHD-Agenten darauf durch."
      "Diese Männer sind vor ungefähr einer halben Stunde am Hauptraumhafen angekommen und befinden sich auf dem Weg zu einem Briefing im GHD-Outpost mit dem leitenden Offizier Tremaine Johnson."
      Der Mann erhob sich und nickte Rikku zu. Daraufhin verschwand er aus dem Appartement. Rikku nahm einen Koffer aus der Reisetasche heraus, legte ihn auf den Tisch und öffnete ihn, nachdem sie einen DNA-Scan darauf über sich ergehen lassen hatte. Vier Datenmodule umgeben von Schaumstoff. Sie aktivierte einen nach dem anderen und verband die Module mit einem PADD auf dem ein Ladebalken erschien. 1% - 2% - 3% - ...
      Ryuuto Yamamoto
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    • Der andere Weg des Kriegers

      Kapitel 4 - Wahrheit und Wahrhaftigkeit versus Betrug


      Ryuuto war das Lachen vergangen.
      "Ryuuto, ich schätze dein Engagement und du hat zweifelsohne sehr viel Mühen auf dich genommen um hier und jetzt vor mir zu sitzen, dein Ziel vor dir auf dem Tisch liegen zu sehen und dennoch muss ich dir sagen, dass du dieses Ziel nicht erreicht hast. ich habe Leute an verschiedensten Positionen rund um diesen Platz die nur auf den Befehl warten und dich auf der Stelle kalt machen. Dein Supportteam wurde rechtzeitig noch abgefangen, bevor ein weiteres Massaker wie auf Trill folgen würde, denn ich bin kein grausamer Mensch. Sie sind wieder auf dem Rückweg zum GHD. Sicher verpackt. Über den einen oder anderen Umweg. Wie dem auch sei, bin ich von deiner Hartnäckigkeit beeindruckt und habe mir das Spiel nun eine ganze Weile lang angesehen, doch so langsam wird es ernst und ich kann nicht mehr sagen, wie lange es noch dauern wird, bis du dich in Gefahren begibst, die du nicht mehr handlen kannst. Ryuuto. Ich werde jetzt hier aufstehen. Ich werde durch diese Gasse dort drüben verschwinden und in zehn Minuten wirst du die Rechnung bekommen, bezahlen und ebenfalls gehen. Weichst du auch nur eine Kleinigkeit von dieser Abmachung ab...nun, du bist ja nicht dumm."
      Rikku stand auf. In Ryuuto kochte es vor Wut. Wie konnte sie nur so arrogant sein, so überheblich. Er hasste sich mit jedem Tag mehr dafür, ihr jemals einen Funken Vertrauen entgegengebracht zu haben. Er sah zu ihr auf und...Ryuuto machte Anstalten aufzustehen. Rikku sprang zu ihm heran, packte ihn, drückte ihn auf den Stuhl zurück, löste ihre Hände von seiner Brust und schmetterte ihm eine Ohrfeige, die im Umkreis von mehreren Metern sehr gut hörbar war.
      "DU SCHWEIN! WIE KONNTEST DU MIR DAS NUR ANTUN! ICH WILL DICH NIE WIEDER SEHEN!"
      Rikku stapfte schnellen Schrittes weg und Ryuuto saß einen Moment etwas verdutzt da, während die Augenpaare verschiedenster Rassen, Geschlechter und Alter ihn teilweise verwirrt, teilweise strafend anstarrten. Dann besann sich Ryuuto und sah an sich herunter. Ihm ging ein Licht auf. Er langte in seine Jackeninnentasche und spürte neben seinem Creditstick noch etwas anderes. Zehn Minuten vergingen, die Rechnung kam, er zahlte und ging.

      --- --- versus --- ---

      Es stand da. schwarz auf weiß auf seinem Bildschirm. Es war der Beweis. Das Dokument, das auf seinem PADD erschien, als er den Datenstick angeschlossen hatte, müsste umgehend an den Geheimdienst gehen. Logfiles, Gesprächsaufzeichnungen, Agentenverzeichnisse verschiedenster GHD-Agenten, mehrere hochcodiert verschlüsselte Dokumente, Missionsdossiers. Alleine die Agentenverzeichnisse waren schon Grund genug. In den falschen Händen würden diese unvorstellbaren Schaden anrichten und nicht nur das Leben dieser Männer und Frauen gefährden sondern auch die Geheimnisse, die diese in sich tragen.
      Ryuuto stand auf und ging aufgebracht durch den Raum, strich sich mehrere Male über den juckenden Dreitagebart und sah zum Fenster hinaus über den gewaltigen Ozean, der sich vor ihm ausbreitete. Mit einem Mal rastete er aus. Er schlug die Vase mit voller Wucht zur Seite, die an der anliegenden Wand in ihre gläsernen Einzelteile zersprang, trat gegen ein Regal, der daraufhin umkippte und seinen Inhalt über den Boden ergoss und warf eine kleine Statuette, die irgendeine Form modernster Kunst widerspiegeln sollte und schleuderte sie nach dem Schreibtisch, wo diese nur knapp neben dem PADD einschlug. Ryuuto sank in die Knie und vergrub sein Gesicht in den Händen.
      Was hatte sie sich dabei gedacht ihn in diese unmögliche Situation zu bringen? Wieso stellte sie etwas in Frage, von dem er gelernt hatte, dass es nicht in Frage zu stellen ist? War die Indoktrination denn so gründlich gewesen?
      Er riss sich vom Boden auf und ging zum PADD. Er war so kurz davor den verschlüsselten Upload zum GHD-Netzwerk zu machen, doch irgendetwas hielt ihn davon ab.
      "Scheiße..."
      Das Dossier von Rikku, dass sie ihm dazu geschickt hatte, erschien kurz nach seinen Eingaben wieder auf dem PADD. Immer und immer wieder hing er an den Parallelen zwischen seinem und ihrem Missionsdossier. Ryuuto hatte einen festen Glauben...doch an Zufälle hatte er nie geglaubt.
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      Ryuuto Yamamoto
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      Kapitel 5 - Höflichkeit versus Rücksichtslosigkeit


      "Sie haben Ihn also verloren?"
      Ein Mann in schwarzem Mantel und schwarzer Uniform darunter stand mit verschränkten Raum vor drei Personen, die nebeneinander hinter einem Tisch saßen und wenig hoffnungsvoll zu Boden oder auf die Tischoberfläche sahen, bewusst den lodernden Augen des Mannes vor ihnen ausweichend.
      "Möchte sich denn keiner von Ihnen für diese kleine Missgeschick rechtfertigen? Eine Ausrede vielleicht erdichten? Des Kopf aus der Schlinge ziehen?"
      Schweigen. Kaltes, künstliches Licht flutete den engen Raum, der nur aus Betonwänden einem Tisch, fünf Stühlen und einer Lampe bestand. Ein Mann in Geheimdienstuniform betrat den Raum und sah wutentbrannt in die Szenerie.
      "WAS ZUM DONNERWETTER HABEN SIE SICH DABEI GEDACHT!", brüllte der Lieutenant Commander des Sternenflottengeheimdienstes den drei Offizieren entgegen, die sich mit einem Mal von ihren Stühlen aufgerissen hatten und salutierten.
      "SPAREN SIE SICH DIE SCHLEIMSCHEISSEREI! SIE STECKEN SO TIEF IM DRECK, DASS ES IHNEN AN RÄUMLICHEN VORSTELLUNGSCERMÖGEN FEHLT SICH DAS AUSMASS VORZUSTELLEN!!!"
      Der Mann im Mantel ließ den Wutausbruch des Lieutenant Commanders ungestoppt auf die Offizieren aufprallen und wartete mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen.
      "JENKINS!"
      "Jawohl, Lieutenant Commander Henson!"
      "Sie werde ab jetzt der Aufklärungseinheit 27 zugeteilt. Sehen Sie es als zweite Chance den Aufenthaltsort von Ensign Yamamoto zu bestimmen! WEGTRETEN!"
      Jenkins überschlug sich förmlich auf den Weg nach draußen und der schweigende Mann in schwarz musste unvermittelt leise auflachen.
      "SHAW!"
      "Ja, Sir!"
      "Nachrichten- und Kommunikationsüberwachung, Einheit 98, selbe Aufgabenstellung! WEGTRETEN!"
      Auch der zweite verließ den Raum und am Tisch saß jetzt noch ein inzwischen schweißgebadeter Lieutenant.
      "Und nun zu ihnen McTalsy. Derartige Unfähigkeit kann ich in den Reihen des GHDs nicht genehmigen. Bis auf weiteres werden sie von diesem Fall abgezogen und suspendiert. Nach Abschluss eines Untersuchungsausschusses wird über ihren weiteren Verbleib im Geheimdienst der Sternenflotte Urteil gesprochen. Wegtreten!"
      Der Lieutenant schleppte sich aus dem Raum hinaus. Er wusste nicht so recht, wie ihm eben geschehen war und wirkte wie betäubt. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss.
      Der gänzlich schwarz uniformierte Mann im Mantel applaudierte, während sich Henson mit einem finsterem Blick diesem zu wandte.
      "Und was genau haben Sie hier zu suchen. Sie hatten keine Befugnis für eine Interrogation meiner Offiziere.", floss es Henson wie Gift über die Lippen.
      "Nun, noch nicht, aber in Anbetracht der momentanen Situation wäre es wohl kein großer Aufwand gewesen die entsprechenden Dokumente zu erhalten."
      "Das gibt ihnen immer noch nicht das Recht..."
      "Und ob es das tut, Lieutenant Commander. Wir stehen hier vor einer Krise von bisher nicht absehbarem Ausmaß." Der Mann in schwarz machte einen Schritt an Henson ran und baute sich vor diesem auf, doch Henson schien keinen Millimeter zu weichen, obwohl sich in ihm alles sträubte.
      "Dieser Yamamoto war die Person, die Rikku Ayanami am besten kannte. Nun scheint sich, das, was anfangs ein Geniestreich ihrerseits war, nachdem Sie Kenesys Versetzung so wundervoll subtil in die Wege geleitet hatten, sich gegen Sie richtet. Was für eine interessante Wendung im Plan. Aber umso mehr diese Situation nun aus dem Ruder gerät, umso wahrscheinlicher wird es, und nehmen Sie das nicht persönlich, dass professionelleres und schnelleres Eingreifen von Nöten sein wird. Sie wissen, was das heißt."
      Henson wandte sich innerlich, rang mit wilden Beleidigungen und Rechtfertigungen und wollte grade etwas sagen, als er unterbrochen wurde und der Mann ihm seine Hand auf die Schulter legte, die Henson sofort wieder runter strich.
      "Henson, Henson. Ich würde auf Ihre Pins aufpassen. Wir wollen doch nicht, dass es weniger werden."
      "Sie haben hier keine Autorität."
      "Ich nicht...aber ich kenne da jemanden, der jemanden kennt...Sie wissen schon."
      "Halten Sie ihr vorlautes Maul, sie Arschloch! Sie haben in dieser Sache keine Befugnis.", knallte ihm Henson seine innersten Gefühle ins Gesicht und ging zur Tür, öffnete diese und verließ den Raum, während der andere im Raum zurück blieb und lachte.
      "Na na na, Lieutenant Commander...das ist aber kein Umgangston."

      --- --- versus --- ---

      Tellariten...Tellariten gaben Ryuuto schon immer irgendwie ein eigenartiges Gefühl. Es kann tatsächlich an deren Optik liegen, die der Asiat als doch sehr gewöhnungsbedürftig empfand. Er hatte mit anderen Lebensformen weniger Probleme, aber Tellariten...irgendetwas machte sie von Natur aus unsympathisch, obwohl er wusste, dass das nur ein gemeines und unbegründetes Vorurteil war. Auf den Straßen von Danesh, durch welche sich Ryuuto momentan auf dem Weg zu seinem Ziel, dem Bürogebäude von Ralon Far, durchkämpfte, versuchte er teils erfolgreich, teils nicht, einer Berührung mit den Bewohnern auszuweichen. Diese haarigen, tierischen, hässlichen Gesichter, der feiste Ausdruck auf ihren Zügen, diese penetranten Stimmen um ihn herum.
      Er schüttelte sich kurz und bog in die Zielstraße ein. Das Gebäude, auf das er zusteuerte, erstreckte sich weit nach oben über exakt 99 Etagen. Die Kraftfelder wurden aktiviert, als Ryuuto es betreten wollte und ein Sicherheitsmann stellte sich vor ihm auf. Es war wohl der hässlichste Tellarit, den Ryuuto jemals in seinem Leben gesehen hatte und der rang mit seinem Würgereflex, während er sich wieder sammelte.
      "Name und Grund des Besuchs!"
      "Nagama, Jenson. Der Grund steht hier!"
      Er hielt dem Tellariten ein PADD hin, der daraufhin den Besucher argwöhnisch musterte und ihn nach kurzer Rücksprache mit jemanden via ComLink passieren ließ. Eine weibliche Tellarit - die männlichen waren ja schon schlimm aber jetzt schossen ihm noch Gedanken bezüglich Xenophilie durch den Kopf und ihm wurde richtig schlecht - gesellte sich zu ihm.
      "Wenn Sie mit bitte folgen möchten, Mr. Nagama."
      Ryuuto nickte und folgte ihr in einen Turbolift, der sich auch umgehend auf den Weg zu 99 Etage des Gebäudes machte.
      Protzig, kitschig, übertrieben - das waren Worte, die ihm durch den Kopf geschossen waren, als der Turbolift sich öffnete und er mitten in einem riesigen Büro ausstieg, das schon fast an einen Vergnügungspark erinnerte. Ein Teich mit verschiedensten fischartigen Lebewesen, ein botanischer Garten, Wandteppiche mit verschiedensten Motiven, die Oberflächen glänzten, als hätte sie nie jemand berührt, Gold und Silber funkelte überall und nach einem halben Spaziergang erreichte man einen offenen Bereich. An einem Schreibtisch saß ein richtig fetter Tellarit.
      'Hört das denn nie auf...', schoss es Yamamoto durch den Kopf, während er sich mit einem gezwungenen Lächeln dem Tellariten, den er für Ralon Far hält, näherte.
      "Jenson Nagama. Ich habe eigentlich einen anderen Boten erwartet."
      "Lassen Sie mich raten...", Ryuuto setzte sich einfach ohne dazu aufgefordert worden zu sein. "Rikku Ayanami?"
      Der Tellarit hob eine Augenbraue.
      "In der Tat."
      "Ich bin hier in ihrem Auftrag und wurde von ihr soweit es nötig war aufgeklärt. Sie sind dann nehme ich an Ralon Far?"
      Der Tellarit nickte und wollte ansetzten etwas zu sagen, als ihm der Mensch ins Wort fiel.
      "Gut. Dann können Sie mir sicher verraten, warum Sie diese Informationen haben wollen."
      Ryuuto legte einen Datenstick auf den Tisch und beobachtete den Tellariten, der den Datenträger sofort fixierte und mit gierigem Blick zu begaffen schien.
      "Ich will damit gar nichts. Ich leite den Inhalt lediglich weiter"
      "An wen?"
      "Mr. Nagama, Sie sind recht neugierig für einen Boten."
      "Machen Sie sich um meine Neugier keine Gedanken. Ich habe meine Gründe und bin wohl viel mehr als ein Bote, den Miss Ayanami angeheuert hat."
      Ralon Far nickte verständnisvoll.
      "Natürlich. Miss Ayanami hat jeden Grund, sich doppelt und dreifach abzusichern. Die Informationen gehen an jemanden, den ich persönlich ebenso wenig kenne. Sein Name wurde aus Sicherheitsgründen geheimgehalten - bei jeder Transaktion. Er sammelt Informationen, er handelt sie. Je nach dem. Und an diesem Informationssatz schien man besonders interessiert zu sein. Es erschien mir schon beinahe persönliche Gründe zu haben, doch würde ich nie dem Broker gefühlsbelastete Verbundenheit zu seiner Arbeit unterstellen."
      "Dem Broker?", fragte Ryuuto dazwischen und unterbrach den Tellariten erneut, der das langsam offenbar etwas störend empfand und die Nase rümpfte.
      "Ja, dem Broker. Das ist der Deckname, unter welchem er bekannt ist."
      Yamamoto nickte.
      "Nun. Hier ist die Information. Es ist der Originalspeicher von Rikku Ayanami. Unprofessionalität lasse ich mir nicht unterstellen. Wenn Sie mich dann entschuldigen?"
      Ryuuto verließ das Gebäude so schnell wie er gekommen war, steuerte umgehend des Raumhafen an und besorgte sich einen Transport nach Bolarus XI zurück. Er galt sich eine kleine Basis einzurichten. An Bord des Schiffes nahm er ein PADD zur Hand und überprüfte einen Uplink. Der Tracer war noch nicht gesendet, der auf dem Datenstick hochgeladen war. Wer auch immer dieser Broker ist, es wird Zeit einen passenden Namen für ihn zu finden.
      Ryuuto Yamamoto
      Agent für Sonderermittlungen des Geheimdienstes der Sternenflotte
      Abteilung Delta

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    • Der andere Weg des Kriegers

      Kapitel 6 - Ehre versus Ehrlosigkeit


      Tremaine Johnson saß in seinem Sessel und sah sich einen Klassiker an. Casablanca hatte ihn schon in früher Jungend gefesselt. Schwarz-weiß Filme aus der Zeit der frühen elektonischen Medienentwicklung der Erde waren seine Obeseeion, aber mit Casablanca hatte alles begonnen. Die Projektion flimmerte, ruckelte hatte Staubspuren, wie in einem Kino jener Zeit. Ein seeliges Lächeln lag auf seinen Lippen, als er ein Glas Cola an seine Lippen bewegte und schonmal ins Popcorn griff.
      Diese wenigen dienstfreien Momente in den letzten Monaten genoss er in vollen Zügen, doch als sein ComLink aufleuchtete und er widerstrebend die Cola abstellte, Casablanca stoppte und der Bildschirm hochfuhr, fühlte es sich so an, als würde eben ein neues Magengeschwür in seinem Magen seine Manifestation bemerkbar machen.
      Lieutenant Junior Grade Dunnowitz erschein auf dem Bildschirm und sein Gesichtsausdruck wirkte so zerknirscht, wie es nur möglich war. Die Offiziere, die ihn von der anderen Seite der Aufnahme beobachteten und tunlichst ruhig waren - Schaulustige um nicht zu sagen - weil Dunnowitz bei der Auslosung, wer Johnson jetzt die Nachrichten überbringen muss, verloren hatte.
      "Dunnowitz, sie haben am besten einen guten Grund...", sagte Johnson mit einen strafenden Unterton.
      "Das ist es Sir. Yamamoto ist wieder auf unseren Monitoren aufgetaucht."
      Johnson verschluckte sich an einem Schluck Cole, den er sich grade doch genehmigen wollte.
      "Seine Daten wurden am zentralen Hauptraumhafen Trill aufgenommen."
      "Auf TRILL?", haute Johnson förmlich entsetzt raus?
      "Ja, Sir. Er hat den Planeten vor wenigen Minuten mit einem Frachter aus Bolarus XI erreicht."
      Tremaine Johson sah entgeistert auf den Bildschirm und Dunnowitzs Blut gefror so langsam in seinen Ader. Ein Anschiss ist eine definitive Sache und überwindbar, doch Schweigen? Das konnte nur ein böses Ende nehmen.
      "Geben Sie umgebend dem GHD HQ Angel Island bescheid, verständigen Sie die Behörden. Lassen Sie Yamamoto unter Beobachtung stellen! Ich bin in zehn Minuten im Headquarter!"
      Die Verbindung war sofort beendet und Dunnowitz sah zu den anderen auf.

      --- --- versus --- ---

      "Ort Trill, Sternzeit 63139,20, Ensign Yamamoto an HQ Angel Island. Habe die Spur von Rikku Ayanami bis hierher nachvollziehen können. Der Tracer arbeitet in perfekten Parametern. Die gesammelten informationen werde ich nach Ergreifung von Sensei Ayanami updaten und in die Datenbanken übertragen. Beantrage Untersuchung zu Zielperson 'Broker' Drahtzieher hinter dem Informationsdiebstahl aus den GHD-Archiven. Yamamoto aus!"
      Ryuuto steckte das Ausnahmegerät weg und checkte seinen Phaser, während er ausstieg und sich auf den Weg machte. Hier würde es ein Ende haben mit dieser verdammten Episode. Hier und jetzt.
      Ryuuto Yamamoto
      Agent für Sonderermittlungen des Geheimdienstes der Sternenflotte
      Abteilung Delta

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    • Der andere Weg des Kriegers

      Kapitel 7 - Pflicht und Loaylität(Chatmission)


      Kapitel 8 - Fragen versus Antworten



      Ryuuto saß in einem der kleinen beengenden Bafragungsräume des GHD. Wieviele Meter unter der Erde konnte er nicht sagen, da er erst vor kurzem wieder hier aufgewacht war. Was war passiert? Er saß doch eben noch am Tisch mit Rikku Ayanami. Hatte seinen Auftrag fast beendet und die Zielperson nur noch festnehmen müssen, wenn das auch etwas schwieriger geworden wäre. Jetzt ist er hier, aus seiner Zelle rausgeholt worden um hier befragt zu werden? Es machte keinen Sinn in seinen Augen, aber irgendjemand wird ihn schon mit der sehr relativen Wahrheit konfrontieren.
      Just in diesem Moment öffnete sich die Tür zum Raum und Tremaine Johnson betrat mit einer weiteren Offizierin, die hinter Yamamoto Stellung bezog, den Raum, legte ein PADD vor sich auf den Tisch an dem er gegenüber von Yamamoto Platz nahm und diesen einen Moment lang einfach nur ansah.
      'Was soll die scheiße. Entweder wir reden, oder wir lassen es.'
      Johnson legte einen Datenstick auf den Tisch. Den Stick kannte der Ensign gut.
      "Ich sehe, Ihnen ist ein Teilerfolg gelungen, Ensign. Glauben Sie, es gibt weitere Kopien dieses Datensatzes?"
      "Ich kann es nicht ausschließen.", antwortete Yamamoto müde.
      Johnson sah zu der Offizierin auf, die ihm zu nickte, dann wandte er sich wieder an Yamamoto.
      "Wissen Sie, wer sich im Besitz möglicher Kopien befinden könnte?"
      "Ayanami hatte eine Einheit, vermutlich bezahlte Söldner, unter ihrem Kommando. Die Daten hatte Sie nicht an den Broker überstellt. Ich glaube, Sie waren eher das Mittel zum Zweck..."
      "Mittel zum Zweck? Ich glaube, Sie müssen das erläutern.", ordnete Johnson ruhig an.
      "Es gibt eine Person, die sich der Broker nennt. Ich habe das bereits auf meinem Bericht, den Sie mir ja schon abgenommen haben ausgeführt. Meine Vermutung ist, dass Ayanami den Datendiebstahl in die Wege geleitet hatte um den Broker ausfindig zu machen. Ich habe das Dossier mit dem Auftrag an Ayanami gelesen, diese Daten wieder zurückzubringen. Der Fakt, dass sie kurz darauf gesucht wurde, spricht für Verrat."
      "Ensign Yamamoto, unterstellen Sie dem GHD unlauteres Handeln und Verrat?"
      Ryuutos blick wurde ernster.
      "Ich weiß es nicht. Sagen Sie es mir!"
      Ein weiteres Mal öffnete sich die Tür und Henson betrat den Raum, nickte Johnson zu und stellte sich mit verschränkten Armen in die Ecke, beobachtend.
      "Werden Sie mal nicht frech, Ensign. Der Verlauf Ihrer Karriere hängt hier an einem seidenem Faden."
      "Nun ich habe meine eigene Theorie in dieser Sachen, aber ich das tut jetzt nichts zur Sache.", antwortete der Asiate entschlossen.
      Johnson sah wieder zu der Offizierin auf, die abermals nickte.
      "Nun, Ensign. Da Sie so vernarrt in diese eingebildete Verschwörung sind, senden wir Sie mit einem Partner auf die Suche nach diesem Broker. Denn sollte es eine Institution wie diesen geben, so ist das eine massive Sicherheitsgefährdung, zumal die Daten immernoch nicht sicher gestellt sind."
      "Was ist mit Rissku Ayanami passiert?", fragte Ryuuto entschlossen.
      "Sie wurde im Kampf bei ihrer Festnahme tödlich getroffen.", antwortete nun Henson.
      "WAS?!"

      --- --- versus --- ---

      Yamamoto hatte den Raum in Begleitung vollkommen aufgebracht verlassen, als Henson zum Tisch herantrat, einen kleinen Emitter in seiner Tasche aktiviert hatte und die Offizierin ansah, während Johson lächelnd noch am Tisch saß.
      "Welche Theorie hat dieser Yamamoto?"
      "Nun, Sir, ich konnte sehen, dass er der Meinung ist, der Broker ist einer GHD interne Verschwörung auf die Ayanami gestoßen sein musste. Man brachte Sie aus dem Weg, als Sie nun dabei war ihre Theorie zu prüfen."
      Henson nickte und sah zu Tremaine, der immernoch lächelnd am Tisch saß.
      "Hätte dieses Schlitzauge nicht so eine verkorkste Moralvorstellung hätte man ihn umgehend für Sektion 31 rekrutieren sollen.", meinte Tremaine Johnson ruhig, während er sich erhob und fuhr fort. "Der Fahrplan ist klar. Sollte Yamamoto sich nicht in seinen eigenen Nachforschungen verzetteln..."
      "...werde Sie dafür sorgen dass er es tut?", fragte Henson lächelnd die rethorische Frage.
      Die drei Personen verließen daraufhin den Raum und gingen getrennte Wege.
      Ryuuto Yamamoto
      Agent für Sonderermittlungen des Geheimdienstes der Sternenflotte
      Abteilung Delta

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