Die rebellischen Jahre einer Counselor

    • 24./25. Jhd.

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    • Die rebellischen Jahre einer Counselor

      Die rebellischen Jahre einer Counselor


      Kein Abend wie jeder andere


      „Für eine Anfängerin stellt sie sich sehr gut an“, rief Silly von der anderen Seite der Bar, während sie an der Tür lehnte, ihre Arme vor der Brust verschränkte und alle Blicke auf sich zog: „Ich hoffe, du stellst dich auch heute Abend auch noch so gut an, wenn wir ein volles Haus haben.“
      „Mit etwas Übung wird sie heute Abend unser kleiner Shootingstar“, entgegnete ihr Terry: „Ich wäre froh, wenn sie überhaupt etwas von dem Training mitnehmen kann - außer gutem Aussehen. Sonst wird sie hier nicht lange bleiben können“, stiefelte Silly durch den Raum und schwang an einem der Stühle um. Im selben Schwung warf sie ihr Bein über den Stuhl und setzte sich nach vorne gelehnt an die Rückenlehne.

      „Nun gut. Es ist Sitte, dass hier jede neue Bedienung vorher eine kleine Kostprobe hinlegen darf. Terry hat dir schon etwas zeigen dürfen und wie ich sehen durfte, beherrschst du die Drinks und das Handling mit den Flaschen sehr gut. Aber das alleine reicht nicht und dein hübsches, kleines, unschuldiges Gesicht wird ebenfalls nicht ausreichen können.“

      Die brünette Schönheit blickte gar schüchtern von Silly zu Terry, auf der Suche nach einer Bestätigung.

      „Süß, wo hast du sie nur aufgetrieben? Wenn sie bei mir schon so schüchtern ist, wird sie heute Abend heulend aus der Bar rennen. Ich denke, wir verschwenden nur unsere Zeit.“

      Es war nur ein Wimpernschlag als die Musik im Hintergrund ertönte und das junge Mädchen, deren Aussehen einem Teenager glich, in Stiefeln mit hohen Absätzen auf die Theke stieg als täte sie seit Jahren nichts anderes. Es war nur ein kleiner Schwung nötig und doch wirkte es grazil als sprang ein kleiner Puma auf die alte Holztheke. Man konnte deutlich die groben Gebrauchsspuren durch die Absätze und den Brandflecken erkennen.

      Die ersten Takte liefen und das junge Mädchen drehte sich im leichten Rhythmus zur Musik. Alles wirkte etwas unsauber und tolpatschig, als hinge sie wie eine Marionette an ein paar Fäden. Nicht gerade der Gang einer Lady und ihre Hüften waren steif. Ihr in Falten geschlagener Rock wippte leicht als die Hüfte einen leichten Schwung nach links machte. Links. Rechts. Links. Rechts. Wie ein Pendel schwang der Stoff in beide Richtungen. Die Knie zitterten leicht.

      Es war Silly, die gerade die Hand heben und das ganze abbrechen wollte, als plötzlich ein Stampfen auf dem Holz zu hören war und die Schritte stärker und voller Stolz zu tippen begannen. Die Locken wiegten sich zum Bass der Musik und fielen von den Schultern über nach vorn. Ein Lächeln zauberte sich auf das zauberhafte Gesicht, das engelsgleich schien.

      Terry trat um die Theke zu Silly und setzte sich zu ihrer Chefin.

      „Habe ich dir zu viel versprochen? Sie ist ein Rohdiamant und weiß was sie will.“

      „Sie hat das gewisse Etwas in ihren Augen. Aber ich denke nicht, dass sie für diese Bar geboren ist.“

      „Hast auch du nicht so angefangen?“

      „Wir reden hier nicht über mich. Es geht um das Mädchen, in der du sehr viel Hoffnung gesteckt hast.“

      Beide blickten nach vorn und sahen wieder zu dem Mädchen, wie sie sich nach vorn beugte und über ihrer rechten Schulter ein Tattoo unter den hellen Stoff hervor blitzte. Ihre Augen funkelten mit dem Licht als sie sich in die Knie begab und den Po wieder gen die Lüfte streckte, um dabei nach dem Synthehol zu greifen. Die Flasche nutzte sie als wirklich gutes Accessoire und verstand es gut, sie zu ihrer Tanzanlage einzubinden. Zugegeben, ihre Bewegungen wirkten fließend und einstudiert. Es wirkte als tanzte sie länger und wäre nicht ihr erster Tanz gewesen.

      „Und was sagst du? Ist sie soweit, um sie heute Abend hinter die Theke zu stellen?“, fragte Terry ihre Kollegin von der Seite.

      „Trag sie in die Liste. Sie fängt heute Abend an“, blickte Silly von Terry zu der schönen Tänzerin. „Wie lautet eigentlich ihr Name?“

      „Joy. Joy Keenan“, blickte Terry auf ihre Liste, um ganz sicher zu gehen.

      „Hey, Joy. Du fängst heute Abend an. Terry wird dir alles andere näher erklären.“

      Mit den letzten Worten erhob sich die Barbesitzerin von ihrem Stuhl und bewegte sich um Ausgang, während Joy nach deren Worten inmitten der Musik stoppte und dann freudestrahlend zu Terry lächelte.

      „Komm, wir sollten dich für den Abend vorbereiten. Du bist die erste Person, die es geschafft hat, unsere Chefin sprachlos zu machen. Je weniger sie sagt, desto bedeutender ist ihr Handeln. Willkommen im Team“, erhob sich die erfahrene Barkeeperin von ihrem Platz.
      Joy Keenan
      U.S.S. Chimera NX-85000 II Counselor
      Psychiatrie
      Mit einem Gebet für die Erlösung auf den Lippen.
      Mit der Hoffnung, die Welt zu retten, im Herzen.
      Getrieben vom Schwur, ihr Schicksal zu ändern.
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