Stationsleben 1 - (Neu)Anfang

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  • Sternenbasis 613 - Bereitschaftsraum

    Nach T'laras "Vortrag" benötigte die Französin einen Moment, um sich zu sammeln. Als Absolventin der Sternenflottenakademie war S'unzi auch ihr ein Begriff, doch hielt sie sein Werk eher für eine Ansammlung von Binsenweisheiten mit viel zu breitem Geltungsanspruch. Sie zog andere Militärtheoretiker, vor allem jene des 19. Jahrhunderts den meisten antiken Autoren vor, allen voran natürlich Jomini und den bis heute umfassend rezipierten von Clausewitz.
    "Bei allem Respekt Commodore, ich halte unsere Aufklärungsarbeit für ausreichend. Klar haben wir noch deutliche Defizite, doch befanden wir uns immerhin auf einem Aufklärungseinsatz. Dabei geht es vielmehr um die kulturellen Eigenheiten, da die geographischen Eigenschaften des Planeten uns bestens vertraut sind. Und selbst wenn sich die Kenntnis der Umstände ins uns vermehrt hat, bedeutet dies im Rückschluss nicht gleichzeitig, dass unsere Ungewissheit verringert wurde. Das Leben ist schließlich das Gebiet der Ungewissheit. Ich ziehe es daher vor unter Nutzung der vorhandenen Informationen zu handeln und mich mit diesen Einschränkungen abzufinden, statt mein Handeln unnötig verzögern zu lassen. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber meine, dass S'unzi damals die Fähigkeiten des Nachrichtendienstes über alle Maße glorifizierte, eine Kritik, die sich auch bereits vor Jahrunderten bei Ferris/Handel fand."

    Sie machte eine Pause und ging zu T’Laras zweitem Punkt über: „Was den Einsatz der Jäger anbetrifft. Im Anbetracht der Bedrohung durch Jarips Shuttle war deren Einsatz in der Flugverbotszone gerechtfertigt und auch taktisch vertretbar. Keinerlei Nachteile resultierten aus ihrem Einsatz. Dafür konnten wir Jarip zusätzlich unter Druck setzen und seine Handlungsmöglichkeiten weiter einschränken. Ohne zusätzliche Bedrohung durch die Jäger wäre ihm womöglich mehr Zeit für seine Operation innerhalb des iconianischen Stützpunktes geblieben.“

    „Ihrem dritten Punkt kann ich schließlich ganz und gar nicht zustimmen. Hier zeigt sich meiner Ansicht nach entweder ein Missverständnis grundlegender Prämissen oder aber ein grober Denkfehler S’unzis. Während die strategische Defensive der Offensive vorzuziehen ist, so kann dieses Ziel operativ und taktisch offensiv verfolgt werden. Dies ziehe ich unter Berücksichtigung des Gewinns der Initiative auch persönlich vor. Ein taktisch defensives Verhalten hätte Jarip noch mehr Zeit zum Erreichen seiner Ziele gegeben.“
    Sie machte eine kurze Pause und schloss die Augen, um ihre Gedanken zu ordnen. Zu laut waren im Moment die Todesschreie, die in ihrem Kopf wiederhallten, von ihren ersten Gefechten auf der Allegiance über den Raghdorkrieg und Banaus bis zum heutigen Tag. „Zudem ist die Prämisse, dass zwei feindliche Kontingente bis zur vollständigen physischen Auslöschung des anderen kämpfen nicht haltbar. Gefechte enden für gewöhnlich mit der Beendigung der Kampfhandlungen durch einen der beiden Kontrahenten. Zwar ist die Kampfkraft in einem solchen Fall zumeist geschwächt, aber keineswegs vollständig zerstört. Jarip standen mit Sicherheit Handlungsalternativen zur Verfügung.“
    "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
    "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
  • Iconianerbasis

    "Aye, Sir", bestätigte Ericson und seufzte. Er würde sich also durch die blutverschmierten Korridore und Leichenberge hindurch graben müssen... Welch ehrenvolle Aufgabe ihm da zuteil geworden war. Er betätigte kurz seinen Kommunikator und rief drei der hinzugekommenen Sicherheitsoffiziere zu sich, erklärte ihnen knapp die Lage und schickte sie dann los. Anschließend machte auch er sich an die Arbeit.
    Dr. Sabine Keller
    FA Allgemein- und Notfallmedizin
  • PX312 - Iconianerbasis

    Jonas stand inmitten zwischen den Leichen und dem Blut, mit dem Trikorder in der Hand. Den Phaser hatte er wieder weggesteckt und sein Blick war nachdenklich auf das Protal gerichtet. Er konnte einfach nicht verstehen, wie ein Schwarzhändler es geschafft hatte, diese Basis so schnell einzunehmen und ein solches Blutbad zu hinterlassen. Der Betazoid steckte den Trikorder dann weg und hatte Hamilton seine Hilfe anbieten wollen. Doch der Sicherheitschef war schneller weg, als er blinzeln konnte und somit konzentrierte er sich auf Ericson. Mit wenigen Schritten ging er hinüber zu dem Menschen, welcher gerade einige seiner Leute zu sich rief.

    "Lieutenant Ericson...", sagte er knapp zur Begrüßung, wenn es denn eine sein sollte. "...einige meiner Leute haben einiges an Erfahrung im Bereich der Spurensicherung und sind auch dementsprechend qualifiziert... sollten Sie einverstanden sein, kann ich sie rufen, um und zu unterstützen, Sir." Er wartete schweigend auf eine Antwort und blickte Ericson neutral, wie ein Vulkanier, an.
  • PX312 - Iconianerbasis

    Ericson wollte sich gerade in die Basis begeben, als ihn der leitende Nachrichtendienstoffizier ansprach. Er hörte sich den Vorschlag an und nickte dann. "Klingt gut. Um ehrlich zu sein, ist mir in diesem Fall jede Hilfe willkommen..." Ein wenig schwang in seiner Stimme die noch in ihm präsente Abscheu gegen die Gräueltaten von Jarip und seinen Männern mit. Und dafür, sich nicht alleine damit auseinander setzen zu müssen, war er durchaus dankbar.

    "Teilen sie ihre Männer ein. Wir suchen nach allem, was uns dabei helfen könnte festzustellen, wie Jarip das geschafft hat... Man spaziert schließlich nicht einfach in einen derart gut geschützten Stützpunkt rein und richtet so ein Massaker an." Der Sicherheitsoffizier schüttelte kurz den Kopf. "Wenn sie wünschen, können sie sich mir anschließen. Vier Augen sehe mehr als zwei."
    Dr. Sabine Keller
    FA Allgemein- und Notfallmedizin
  • PX312 - Iconianerbasis

    Jonas nickte. "Geben Sie mir einen Moment, Sir", sagte er und funkte dann die Sternenbasis an. Nach einigem hin und her, wurden vier von seinen Leuten herunter gebeamt und kammen wenig später in der Iconianerbasis an. Morien, Ragnor und Dracke gaben sich zwar größte Mühe neutral drein zu blicken, aber man konnte ihnen ansehen, wie sehr sie der Anblick der unzähligen Leichen schockte. Ausschließlich die Vulkanierin Lira lies das kalt und sie schaute drein, wie immer. Vulkanier eben.

    Jonas sprach ein paar Worte mit seinen Leuten und erklärte ihnen, was vorgefallen war. Dann lies er die vier los ins Getümmel. Er selbst ging wieder zu Ericson. "Meine Leute machen sich an die Arbeit und gerne schließe ich mich Ihnen an. Ich würde vorschlagen, dass wir mit dem Kontrollraum beginnen."
  • Iconianerbasis

    Mit langsamen Schritt trat er zu Ericson und Rianor. "Sagen sie ihren Leuten, dass sie mit den sichern der Spuren aufhören sollen und alles im Originalen Zustand zurücksetzen sollen", gab er eine knappe Anweisung. Weiter sagte er nichts, sondern war im Begriff der Raum zu verlassen. Das ganze behagte ihn nicht sehr, einem fremden Volk bzw. gleich drei fremden Völkern den Mord an Sternenflottenpersonal und Föderationswissenschaftlern zu überlassen.

    Doch hatte Marie Davion recht, einen diplomatischen Zwischenfall wegen übereifrigem Sternenflottenpersonal konnte die Sternenbasis und auch desse Kommando kaum gebrauchen. Als er den nahegelegenen Korridor erreicht hatte und aus dem Blickfeld der anwesenden verschwunden war schlug er aufgebracht gegen ein Schott, sodass es knallte. Dabei verzog er aus Missfallen die Mundwinkel, im behagte das ganz und garnicht.
    Commander Jonathan Szmanda
    Erster Offizier
    Sternenbasis 613


    "Hardcore Star Trek T'Plana-Hath Fan - 20:15 auf TZN-Television"
    Mitspieler sind immer gerne gesehen
  • PX312 - Iconianerbasis

    Josh ist irgentwie erleichtert zu sehen, dass die zu behandelten Personen stabil sind und niemand mehr auf der Schwelle zum Jenseits steht. Auch die Patienten welche eine Operation benötigten sind auf einem guten Weg.
    Nun kommt der unangenehme Teil. Die Leichnahme. Zu erst kommt die Frage ob sie schon "Eingelagert" werden dürfen oder nicht. Und dann wohl noch die Opduktionen, auch wenn die Todesursache klar scheint. Was sein muss, muss sein.Der Schrecken, den er hatte, als er runterbeamte, ist irgentwie verflogen. Wenn er jetzt auf die leblosen Köper starrt, läuft ihm keinen Schauder mehr über den Rücken. Irgentwie scheint es eine Gewohnheitssache zu sein.
    Der Neuseeländer ist sich nicht ganz sicher wer denn nun hier die Verantwortung hat. Die Sicherheit oder der Geheimdienst. Er geht dann auf Jonas zu welcher gerade in der Nähe steht. "Ensign...eine etwas heiklere Frage. Was soll mit den Leichen geschehen? Beziehungsweise, dürfen sie auf die Station gebeamt werden für die letzte Untersuchung und um sie dann auf ihre...letzte Reise zu schicken?"
  • PX312 - Iconianerbasis

    Hamilton kam gerade wieder zurück zu den anderen und bekam die letzten Worte von Commander Szmanda gerade noch mit, ehe der XO weiterging um den Raum zu verlassen. Der Sicherheitschef ging davon aus, dass Szmanda ebenfalls keine guten Nachrichten hatte. Der Schotte hatte ebenfalls mit einigen Beamten des Dreibunds gesprochen, doch war er auch nicht weitergekommen und wurde lediglich darauf hingewiesen, dass er auf die offizielle Stellungnahme und das Eintreffen der Dreibund-Ermittler warten sollte. Gavin stellte sich zu Ensign Rianor und Lt. jg. Ericson.
    "Sieht so aus als hätte der Commander auch keine gute Nachrichten erhalten? Ich bin ebenfalls nicht weitergekommen bei den örtlichen Behörden."
  • Sternenbasis 613 - Bereitschaftsraum

    T'Lara hörte den Ausführungen der Französin aufmerksam zu.

    "Commodore, offensichtlich bevorzugen wir die Schriften unterschiedlicher Philosophen. Wir Vulkanier bevorzugen die Mäßigung und Vernunft S'unzis im Vergleich zu, sagen wir, Clausewitz, der, wenn ich mich recht erinnere, den Krieg als einen Akt der Gewalt beschrieb und meinte, dass es in der Anwendung derselben keine Grenzen gäbe."

    Sie machte eine kurze Pause.

    "Aber ich denke nicht, dass uns ein Disput über philosophische Präferenzen voranbringt. Was mich viel mehr interessiert: Welche Handlungsalternativen meinen Sie, die Jarip zur Verfügung gestanden haben sollen? "

    [zu mehr reicht's leider im Moment nicht :( ]
    Commodore a. D. T'Lara

    =/\= Taktischer Offizier der USS Taunus NCC-74529-A (2371-2375)
    =/\= Erster Offizier der USS Essex NCC-173-C (2375-2377)
    =/\= Kommandierender Offizier der USS T'Plana-Hath NCC-31504 (2378-2385)
    {(:)} Vorsitzende des Föderationsrates (2385-2389)
    {(:)} Strategische Beraterin auf Sternenbasis 613 (2389-2391)
  • Sternenbasis 613 - Bereitschaftsraum

    Erneut runelte Marie die Stirn. "Natürlich ist Krieg ein Akt der Gewalt, was soll es denn sonst sein?!" Schließlich hatten die Kriege Vulkans auch eher den Anstrich von Gewalt und hatten eher weniger mit Hallenhalma zu tun. "Leider haben zahlreiche unkritische Auseinandersetzungen mit dem Werke Clausewitz' zur Schaffung eines Vulgär-Clausewitz geführt, welche seine eigentlichen Leistungen grotesk in ihr Gegenteil verkehrte, beispielsweise was das Primat der Politik über den Krieg betrifft.“
    Sie machte eine kurze Pause, um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: „Was die Handlungsmöglichkeiten Jarips angeht:
    Wir hatten ihn noch gar nicht wirklich in die Ecke gedrängt. Ihre Auffassung fußt auf der Annahme, dass Jarip sich unserer Ermittlungen bewusst war und die Entscheidung zum Angriff auf den Iconianerstützpunkt durch dieses Bewusstsein maßgeblich beeinflusst wurde.
    Selbst wenn Jarip sich unserer Ermittlungen bewusst war und von seiner eigenen Schuld ausging, hätte er entweder untertauchen oder weniger spektakulär flüchten können. Sobald er den Planeten verlassen hätte, wären unsere Chancen ihn noch einmal aufzuspüren, äußerst gering gewesen.“
    "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
    "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
  • PX312 - Iconianerbasis

    Ericson seufzte, als der Erste Offizier die neue Anweisung gab und fragte sich, was das nun sollte. Sternenflottenoffiziere waren diesem Verbrecher zum Opfer gefallen, die Sternenflotte hatte also jedes Recht, sich einzumischen. Zumindest war das seine Meinung. Also informierte er seine Leute und blickte dann zu dem Leitenden Medizinischen Offizier, der hinzu gekommen war. Er lauschte seiner Frage und fragte sich wiederum, wieso sich der Arzt an die rangniedrigere Person wandte, wenn er schon die Auswahl hatte. Aber das mit der Hierarchie war ja eh nicht so jedermanns Sache. "Wir werden nur das Sternenflottenpersonal bergen, Doktor. Medizinische Teams aus Tan Waksa werden wohl bald hier eintreffen und ihre Leute in die örtlichen Krankenhäuser bringen... Einschließlich der Leichen."

    Er zögerte etwas, als er die Leichen erwähnte. "Sagen sie, Dr. McKenzie. Gibt es Verletzte unter den Mitgliedern des Dreibundes, die so kritisch sind, dass sie umgehend evakuiert werden müssen? In dem Fall hätten die Grinori sicher nichts dagegen, dass wir sie zur weiteren Behandlung auf die Station bringen."

    Dann kam auch noch Hamilton hinzu, der die nächsten guten Nachrichten brachte. Was für ein Tag... "Nein, Sir. Seine Aussage war im Wesentlichen, dass wir die Füße still halten müssen. Übermäßige Bürokratie scheint es wohl in jedem Winkel des Quadranten zu geben."
    Dr. Sabine Keller
    FA Allgemein- und Notfallmedizin
  • PX312 - Iconianerbasis

    Jonas Stimmung war im Eimer. Er hatte immer gerne überall seine Nase mit drin und nun sollte die Sternenflotte hier einfach kapitulieren? Er spielte einen Moment mit dem Gedanken, seine Vorgesetzten auf Angel Island zu kontaktieren und möglichst viel Stress zu machen, aber zweifellos kam der Befehl von Commodore Davion und es ging hier um irgendwelches, diplomatisches Geplänkel. Jonas hasste es, wenn die Politik zwischen ihm und seiner Arbeit stand und so nickte er dem Ersten Offizier nur sehr widerwillig zu.

    Als der Leitende Medizinische Offizier sich an ihn wandte, wollte er gerade antworten, als Ericson ihm das Wort nahm. Er musterte den Menschen mit etwas hochgezogenen Augenbrauen, sagte aber weiter nichts dazu. Jonas lag zwar rangmäßig unter dem Sicherheitsoffizier, war aber Führungsoffizier. Allerdings ließen seine schlechte Laune, keine Diskussion über die Hierarchien in der Sternenflotte mit dem Menschen zu und daher wandte er sich ohne ein weiteres Wort ab und rief seine Leute zu sich, um ihnen kurz die Lage zu erklären.
  • PX312 - Iconianerbasis

    Ist etwas verwirrt, als der Lieutenant das Wort ergreift, wendet sich doch etwas ab von Jonas und Ericson zu. "Aye, dann werd ich mich um unsere Leute kümmern." Joshua will sich gerade an die Arbeit machen, als Lieutenant Ericson ihn Bezgülich der Dereibünder fragt. "Nun Sir um ehrlich zu sein, liess ich bereits einen Grinori bereits hochbeamen, da er dringend Operiert werden musste. Mister Petrov hat mir jedoch berichtet dass der Grinori über dem Berg sei, jedoch noch mind. 24h beobachtet werden sollte. Ich, ich hoffe das macht nicht irgentwelche Probleme Sir. Ich hab nur gesehen dass er demnächst ins Gras beisst" Josh fragt sich kurz ob Grindori überhaupt "ins Gras beissen" oder ob sie ihre Toten anders behandeln nach dem Tod "und da hab ich Lebensrettung vor Politik gestellt. Leider gab es und der Dreibündler 3 Tote und noch 7 leicht verletzte die wir gleich hier stablisieren konnten." Etwas erleichterd, dass die Arbeit sich einem Ende zu neigend scheind, nickt er dem Sicherheitsoffizier zu, als er fertig ist mit seinem Bericht.
  • PX312 - Iconianerbasis

    Lieutenant Hamilton nickte frustriert seinem Stellvertreter zu. "Ja, da haben sie wohl recht. Meine Kontaktversuche haben sich bei den Behörden ebenfalls nicht bezahlt gemacht. Es kommt mir fast so vor, als würde der Dreibund uns nur tolerieren, damit sie es nicht mit den Tholianern zu tun bekommen. Ich weiß auch noch nicht so genau, was ich von dem ganzen Getue hier halten soll."
    Der Schotte trat gerade frustiert auf einen leeren Container ein. "Ich hasse es, wenn wir hier nicht die Kontrolle haben." Gavin beruhigte sich wieder etwas und drehte sich dann wieder zu Ericson um. "Konnten sie bereits etwas herausfinden, oder blieb nicht genug Zeit dafür?"
  • Einige Tage später - Missionseinleitung

    Tan Waksa - Vor der Firmenzentrale der Grinori Technologie Union

    Unbeeindruckt vom schlechten Wetter schritt sie über die nassen Straßen Tan Waksas, auf denen sich trotz der heftigen Niederschläge der letzten Stunden kaum Pfützen gebildet hatten. Zu wenige Unebenheiten begünstigten das Ansammeln größerer Wassermengen und zu gut geplant war auch das Abflusssystem der Grinori-Metropole. In ihrem Kopf hörte sie die Stimme des Nachrichtensprechers, der monoton die aktuellen Meldungen verlas: „Die Lage vor dem planetaren Hauptquartier der Grinori Technologie Union spitzt sich weiter zu. Zahlreiche Krawallmacher harren seit einigen Stunden vor der Firmenzentrale aus und fordern unter anderem eine Stellungnahme des Unternehmens oder gar einen Rückzug vom Planeten. Genauso unterschiedlich wie die Forderungen der Demonstranten scheinen auch deren Beweggründe zu sein. Unter den Unruhestiftern finden sich sowohl einige Tribat, die durch die nanotechnischen Forschungen von GTU das „Gebot der Gesamtheitlichen Reinheit“ verletzt sehen, welches ihrer Ansicht nach die Erhaltung der Lebensformen in ihrer aktuellen Form gebietet und kybernetische Verbesserungen verbietet. Andere nannten in ihren Tiraden die vermutete Verwicklung GTUs in den kürzlich stattgefundenen Angriff auf die Iconianerbasis auf dem Stevenson-Atoll als Grund für ihren Unmut. Die Polizei hat angekündigt die illegale Versammlung in Kürze aufzulösen. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Und nun zum Sport.“

    Sie wechselte den Sender. Statt der Sportmeldungen zuckten nun Wirtschaftszahlen vor ihrem inneren Auge entlang, Verkaufszahlen, Aktienkurse, Rohstoffpreise. Vor ein paar Wochen war ihr es noch schwergefallen optische Reize ihres AdEvTech-C4-Kommunikationsimplantates parallel zu den visuellen Daten ihrer Augen zu verarbeiten, doch nach etwas Übung und ein paar Zusammenstößen mit doch nicht so weit entfernten Türrahmen hatte sie den Dreh nun raus. Ein rotes Flackern, das von der Glasfassade eines Hochhauses an der vor ihr liegenden Kreuzung reflektiert wurde, schien ihr zunächst Anzeichen auf einen Systemfehler ihres Implantates zu sein. Doch eine Kolonne von Fahrzeugen der Polizei Tan Waksas in ihren mit roten Signallichtern versehenen Schwebefahrzeugen sorgte kurz darauf für Beruhigung, handelte es sich bei der Reflektion doch bloß um das Blinklicht eines bereits vor Ort befindlichen Wagens. Als sie sich der Kreuzung näherte hörte sie die versammelten Demonstranten, die sich scheinbar nicht auf ein einzelnes zu skandierendes Sprüchlein einigen konnten. Selbst die Demonstranten schienen ihr ein Abbild des Dreibundes zu sein: Durchaus identische Ziele, aber viel zu viele Differenzen bei den Partikularinteressen.

    Was ihr hingegen nicht entging war die Verschärfung der Situation, welche sich sowohl durch eine immer aggressivere Stimmung seitens der Demonstranten, als auch der aufmarschierenden gepanzerten Bereitschaftspolizei deutlich gemacht wurde. Wie gewohnt schien die Grinori-Polizei nicht zimperlich vorgehen zu wollen. Einer der Polizeiwagen richtete seine Schallkanone auf die Demonstranten aus, während die gepanzerten Polizisten in Formation gingen und wie eine Mischung aus mit einer Sarissa bewaffneten Phalangiten mit eher römisch wirkenden, großen, eckigen Schilden auf die Demonstranten zumarschierten, welche die gesamte Straße vor der Firmenzentrale blockierten. Die vermeintlichen Sarissen waren jedoch keine Stoßspeere wie sie einst die Heere Alexanders und seiner zahlreichen Möchtegernnachfolger benutzten sondern lange Schockstäbe, die ähnlich ihren klingonischen Pendants äußerst schmerzhaft für denjenigen sein konnten, der mit der falschen Seite in Kontakt kam. Die Lage schien bis zum Zerreißen gespannt und so leisteten die Demonstranten den von einem Lautsprecherwagen verkündeten Forderungen zum Verlassen des Geländes nicht folge. Der Stein des Anstoßes hatte die Form eines Quaders, bestand aus Kalk und flog den gepanzerten Polizisten in einem hohen Bogen entgegen. Noch bevor er wenige Meter vor der Polizei-Phalanx aufschlug trat der Schallkanonenwagen in Aktion und sorgte dafür, dass knapp die Hälfte der Demonstranten von einer Sekunde auf die andere zusammenbrach und sich vor Schmerzen am Boden wand. Vielleicht war es nun doch an der Zeit zu gehen …
    "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
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  • PX312 - Iconianerbasis, Portalraum

    Lieutenant Hamilton wusste immer noch nicht richtig, was er sagen sollte. Dieser Tag war bis jetzt alles andere als annehmbar gelaufen. War er zuerst mit einigen anderen Sicherheitsleuten, sowie dem medizinischen Team unter Leitung von Ensign McKenzie, noch in Tan Waksa gewesen um dort die örtlichen Behörden zu unterstützen, wurde er und McKenzie einige Zeit später schließlich zur Iconianerbasis gerufen, um durch ein plötzlich geöffnetes Portal auf einen fremden Planeten zu gehen. Das Portal konnte nicht sehr lange geöffnet bleiben, von daher musste das Sternenflottenpersonal schnell reagieren.
    Ein Außenteam ging schließlich durch das Tor, um sich auf die Suche nach dem Schwarzmarkthändler Jarip zu machen, welcher kurze Zeit vorher das Portal aktivieren konnte und durch das Tor verschwand, ehe es sich wieder deaktivierte.
    Viel konnte man allerdings nicht herausfinden, bevor man auf dem fremden Dschungelplaneten unter Beschuss geriet und zum Rückzug mittels Ort-zu-Ort-Transporter gezwungen wurde. Leider wurde während dieses Rückzuges auch ein Mitglied des Außenteams, Commander Cain, die Kommandantin des Portal-Kommandos, getötet.
    Der Sicherheitschef war zwar nicht zugegen gewesen, als dies geschah da er zusammen mit Commodore Davion einer anderen Spur nachgegangen war, aber dennoch machte er sich im Stillen ein paar Vorwürfe.
    Mit seiner dreckverschmierten Uniform und seinem dreckigen Gesicht blickte er kurz zum mittlerweile wieder deaktivierten Portal, ehe der Schotte kurz die Gesichter der anderen Mitglieder des Außenteams musterte, um danach zu Davion und Szmanda zu gehen. Der Lieutenant stellte sich wartend daneben, bis die beiden ihr Gespräch beendet hatten und wandte dann das Wort an die Commodore. "Befehle Madame?"
  • PX312 - Iconianerbasis, Portalraum

    "Ich hab schon Tote gesehen, ich hab schon Leute direkt vor mir sterben sehen,aber noch nie wurde jemand vor meinen Augen erschossen...nur ein klein wenig mehr nach Links und der Schuss hätte sie verfehlt. Ich hätte was machen müssen." Der Neuseeländer steht immer noch perplex in der Gegend rum. So halb kriegt er mit das sich um sich herum noch etwas bewegt, aber irgentwie ist alles etwas sureal, bis einer der Pfleger in anspricht. "Sir? Alles in Ordnung? Soll ich mir die Wunde mal ansehen?" Josh winkt ab und bemerkt erst jetzt eine Schürfwunde am Unterarm. Er realisiert auch das er seinen Trikorder, das Geschenk seiner Schwester, kaput gemacht hat. Langsam wendet er sich dann in Richtung Commodore Davion um die Antwort auf Hamiltons Frage mitzukriegen.
  • PX312 - Iconianerbasis, Portalraum

    Davion saß weiterhin auf einer zweistufigen Treppe im Portalraum der Iconianerbasis auf dem Stevenson-Atoll. Langsam erhob sie sich und schloss ihre Uniformjacke, die sie aufgrund des Klimas auf dem fremden Planeten jenseits des Portals vor einer halben Stunde geöffnet hatte. Die Erfahrung war schlichtweg surreal. Wie aus Zufall hatte sich das Portal geöffnet und eine Möglichkeit zum Handeln eröffnet, die man auch prompt genutzt hat. Der Gewinn war gering: Man wusste nun, dass Jarip sich auf diesem Planeten befand. Ebenso wusste man, dass das Portal für 38 Minuten und 47 Sekunden eine stabile Verbindung herstellen konnte, doch wie genau man es steuerte, geschweige denn, wie es eigentlich funktionierte, lag noch immer völlig im Unklaren. Der Preis für diese Erkenntnis war hoch. Commander Cain, Leiterin des Portal-Kommandos war tot, schon wieder war jemanden unter ihrem Kommando etwas zugestoßen. Die Commodore schob die Gedanken bei Seite, zumindest für den Moment und schaute stattdessen an sich herab. Ihre nassen Haare klebten ebenso wie ihre Uniform an ihrem Körper, seitdem sie sich auf der Suche nach Deckung instinktiv in den Bach geworfen hatte.

    Erst dann dämmerte es Marie. Die Fasern, Schlammspritzer und Steinchen in ihren Stiefeln waren allesamt Ergebnisse der Expedition. Aufgrund der Natur des Einsatzes konnte man sich naturgemäß nicht um die Erforschung des Planeten kümmern, doch in der Sicherheit der Labore diesseits des Portals sollte dies auch getan werden. So blickte sie zu den Mitgliedern ihres Außenteams: „Lassen Sie Ihre Blessuren behandeln und ziehen Sie sich um. Unsere Kleidung und Ausrüstung sollte zur Auswertung ins Labor. Außerdem möchte ich Ihre Berichte in 3 Stunden haben. Das wäre alles.“
    "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
    "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
  • PX312 - Iconianerbasis, Portalraum

    "Aye, Commodore." Lieutenant Hamilton ging dann auch schon wieder etwas weg von der Commodore und sah sich nochmals um. Der Sicherheitschef hatte im Gegensatz zu manch anderen allerdings keien weiteren Blessuren, außer ein paar kleine Kratzer, die er durch das Unterholz auf dem fremden Planeten abbekam, als die Fremden angriffen und der Schotte plötzlich in Deckung gehen musste.
    Gavin konnte nicht bestreiten, dass er froh war gleich die Uniform wechseln zu können. Eine kurze Schalldusche würde er sich auch gönnen, da er zum einen ein dreckverschmiertes Gesicht hatte und das Klima des fremden Dschungels seinen Teil dazu beigetragen hatte.
    Der Lieutenant kontaktierte die Sternenbasis und ließ sich von dort in sein Quartier beamen um sich dort zu erfrischen. Nachdem er dies schließlich getan hatte, kontaktierte er nochmals die Sternenbasis und ließ sich auf die orbitale Komponente der Sternenbasis beamen, seine Kleidung ließ er in das Labor schaffen.
    Danach ging der Sicherheitschef in sein Büro, um sich an die Arbeit zu machen und seinen Bericht zu erstellen.
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