Presseschau von PX-312

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  • Presseschau von PX-312

    Little Eden News

    Daystrom Institut eröffnet neue Abteilung
    Abteilung für Subraum- und Warpphysik feierlich eingeweiht

    Little Eden, 02.05.2390 (SZ 67332)
    Nach über einem Jahr der Planung und des Aufbaus wurde am gestrigen Vormittag im Rahmen einer zweistündigen Veranstaltung die neue subraum- und warpphysikalische Abteilung des Daystrom Instituts von PX-312 feierlich eröffnet. Zahlreiche Offizielle aus Little Eden und Tan Waksa, darunter Bürgermeister Edwin Taylor, wohnten der Zeremonie im großen Vorlesungssaal des Instituts bei, wo sie und die zahlreichen Besucher vom Institutsdirektor, Professor Andrew Young, sowie der kommissarischen Leiterin der Abteilung, Professor Nadine Sophie Keller, begrüßt wurden.

    Während ihrer Ansprachen erklärten die beiden Professoren, dass die neue Abteilung als Plattform der Kooperation zwischen dem Eden-Dreibund und der Föderation dienen solle. Zu diesem Zweck unterzeichnete das Institut am Abend einen weitreichenden Kooperationsvertrag mit der Universität von Tan Waksa, der nicht nur den Weg zu gemeinsamen Forschungsprojekten eröffnen soll, sondern auch zu gemeinsamen Lehrveranstaltungen, die voraussichtlich in den kommenden drei Monaten beginnen werden. Auf diese Weise würden beide Parteien vom gegenseitigen Wissen auf den Gebieten der Subraum- und Warpphysik profitieren können. Ähnliche Verträge existieren bereits seit über einem halben Jahr in den Bereichen iconianische Technologie und Nanotechnologie sowie Meereskunde und Meeresbiologie.

    Um den Besuchern zudem einen Einblick in die Arbeit der neuen Abteilung zu gewähren, schloss sich an die Eröffnungsveranstaltung ein Tag der offenen Tür an, in dessen Rahmen sich die Besucher durch das neu errichtete Gebäude führen lassen und zahlreichen Experimenten beiwohnen konnten. Am Abend folgte dann noch für mehrere geladene Gäste ein abschließendes Bankett in der Stadthalle von Little Eden.

    Bürgermeister Edwin Taylor verlautbarte auf Nachfrage seine Freude über die Eröffnung der Abteilung. „Wie man bereits am Beispiel der anderen Einrichtungen sehen kann, die das Institut bislang in der Stadt eröffnet hat, werden nicht nur zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch Little Eden als Standort für den kulturellen Austausch und die gemeinsame Forschung bestärkt.“
  • Little Eden News

    Dreibund-Regierung denkt über Fußball-Verbot nach
    Internes Memo gelangte an die Öffentlichkeit - Regierung zeigt sich über kulturelle Beeinflussung durch die Föderation besorgt

    Tan Waksa, 02.06.2390 (SZ 67416,9)

    Wie heute bekannt wurde, plant die Dreibund-Regierung offenbar, das Fußballspielen auf PX-312 zu verbieten. Ein entsprechendes Verbotsverfahren werde derzeit in der Bundeskammer initiiert. So steht es in einem internen Memo, das heute an die Öffentlichkeit gelangte. Darin zeigte sich Grinori-Botschafter Htols besorgt darüber, dass Jugendliche des Dreibundes zu stark von kultischen Ritualen der Föderation beeinflusst werden. Botschafter Htols war bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht für eine Stellungnahme zu sprechen.

    Ketgor-Botschafter Helmd geht indes noch weiter. Angesprochen auf das Memo sagte er, dass die Leichtgläubigkeit mancher Personen für eine Verschmutzung der Dreibund-Kultur ausgenutzt würde. Fußball sei grob, schmutzig und völlig unästhetisch. Er unterstütze das Verbotsverfahren daher mit ganzer Kraft.

    Zu den Spielen des ersten Spieltags der AdEvTech Fußball-Superliga wurden zunächst Regierungsgesandte zur Beobachtung geschickt. Sie sollen der Bundeskammer über die schädlichen Auswirkungen des Fußballspielens berichten.
    Commodore a. D. T'Lara

    =/\= Taktischer Offizier der USS Taunus NCC-74529-A (2371-2375)
    =/\= Erster Offizier der USS Essex NCC-173-C (2375-2377)
    =/\= Kommandierender Offizier der USS T'Plana-Hath NCC-31504 (2378-2385)
    {(:)} Vorsitzende des Föderationsrates (2385-2389)
    {(:)} Strategische Beraterin auf Sternenbasis 613 (2389-2391)
  • Little Eden News

    Städtisches Krankenhaus plant
    Eröffnung der Notaufnahme für Tan Waksa

    Little Eden, 13.06.2390 (SZ 67447)
    Wie nun offiziell bestätigt wurde plant das Little Eden Community Hospital seine Notfallaufnahme in den kommenden Wochen für die Einwohner von Tan Waksa zu eröffnen. So würden laut Ärztlicher Direktorin und Chefärztin der Rettungsstelle, Dr. Francine Keller, die Kapazitäten der Einrichtung momentan nicht ausgereizt, da die meisten Patienten aus Little Eden wie vorgesehen die Familienklinik aufsuchen, weshalb die Notfallaufnahme bislang tatsächlich nur für schwere Notfälle herangezogen würde. Diese kämen allerdings nach den erstellten Statistiken seit Eröffnung des Krankenhauses Ende Februar diesen Jahres nur äußerst selten vor. Somit sei eine Erweiterung des Patientenkreises nur logisch, um die Leistungsfähigkeit der Einrichtung voll auszureizen zu können. Einen entsprechenden Vertrag plant das Krankenhaus in den kommenden Wochen mit dem Gesundheitsamt und Krankenhausverband von Tan Waksa zu unterzeichnen. Der Vertrag sieht dabei aus gesetzlichen Gründen vor, dass nur Patienten vom Krankenhauspersonal behandelt werden dürfen, die es über die Notfallaufnahme aufsuchen.

    Kritiker befürchten, dass die Kapazitäten des Krankenhauses nicht ausreichen würden, um die aufgrund der Neuregelung drohende Patientenflut zu bewältigen. So würde sie in erster Linie die unversicherten Bürger aus Tan Waksa anlocken, die von den Grinori-Krankenhäusern lediglich als finanzielle Belastung angesehen werden und eine kaum nennenswerte Minimalversorgung erhalten. „Das Krankenhaus ist momentan dafür ausgelegt, einen Personenkreis von bis zu 30.000 abzudecken. Die Neuregelung betrifft allerdings hunderttausende Unversicherte in Tan Waksa, die Anspruch auf eine Behandlung entsprechend der sehr hohen notfallmedizinischen Standards in der Föderation hätten. Das kann das Krankenhaus unmöglich leisten“, so einer der Gegner des Vorhabens. Zudem sei das Krankenhaus auch personaltechnisch nicht dazu in der Lage, dies umzusetzen, da es lediglich über eine ausgebildete Notfallärztin verfüge.

    Dr. Keller, die sich bereits durch ihre erfolgreichen Umstrukturierungen der Notfallaufnahme des Parkland Memorial Hospitals in Dallas, Erde, einen Namen gemacht hat, hält jedoch dagegen, dass sich das gesamte ärztliche Personal des Krankenhauses an dem Projekt beteiligen würde und man plane, Ausbildungsverträge mit mehreren großen medizinischen Hochschulen der Föderation abzuschließen, um mehr Notfallmediziner nach Little Eden zu locken. So biete das Krankenhaus den angehenden Fachärzten ein einmaliges Arbeitsumfeld in einer entlegenen Region weit außerhalb der Föderation an, wo sie lernen könnten, mit wenigen Ressourcen Großes zu bewerkstelligen, ohne dabei auf den Luxus verzichten zu müssen, den ihnen eine Föderationsstadt bietet. Zudem sei nicht damit zu rechnen, dass so viele Grinori von dem Angebot Gebrauch machen würden, wie die Kritiker prophezeien: "Wenn es um die medizinische Versorgung geht, ist man meistens nicht sehr aufgeschlossen gegenüber fremden Systemen. Wir gehen davon aus, dass uns aus diesem Grund vorerst nur sehr wenige Grinori aufsuchen werden. Ganz davon abgesehen, dass das Versprechen einer kostenlosen Maximalversorgung von einer Person, die bislang nur ein finanzgetriebenes Gesundheitssystem kannte, äußerst skeptisch gesehen werden dürfte. Wir hoffen einfach, dass wir mit der Zeit oft genug weiterempfohlen werden, sodass wir irgendwann eine echte Alternative für die Grinori aus Tan Waksa darstellen werden."
  • Little Eden News

    Erneut Demonstration gegen Augmentationen in Tan Waksa

    Tan Waksa, 11.09.2390 (SZ 67695)
    Erstmals seit den Unruhen vor 7 Monaten kam es in Tan Waksa wieder zu großangelegten Demonstrationen gegen Augmentationen. Laut Angaben des Veranstalters versammelten sich 200.000 Demonstranten, die in einem Sternmarsch zu den Firmenzentralen von AdEvTech, GTU, dem Rathaus Tan Waksas und den Niederlassungen mittelständischer Unternehmen marschierten. Die Behörden Tan Waksas sprechen von lediglich 100.000 Teilnehmern. Bei Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und Mitarbeitern der betroffenen Unternehmen sowie der Polizei kam es zu einigen Dutzend Verletzten und 231 Festnahmen.

    Anders als noch zu Beginn des Jahres waren diese Auslöser dieses Mal politischer Natur. So sorgte ein Beschluss der Stadtverwaltung für Unmut die Augmentationsforschung durch die finanzielle Förderung eines Forschungszentrum mit mehreren Milliarden Tektarn zu unterstützen für Unmut. Meinungsforscher machen unter den Demonstranten mehrere Interessengruppen aus. Zum einen protestieren zahlreiche vor allem religiös motivierte Personen gegen eine Verletzung des "Gebots der Gesamtheitlichen Reinheit", einem zentralen Aspekt der Religion der Tribat, welche auch in Teilen der Grinori-Kultur praktiziert wird. Andere wenden sich vor allem gegen Korruption, welche bei der Vergabe der Fördermittel eine entscheidende Rolle gespielt haben soll. Wderstand regt sich auch aufgrund einer wahrgenommenen bevorzugten Förderung der medizinischen Versorgung der Elite, die nach Meinung breiter Schichten der Bevölkerung Tan Waksas auf Kosten der Versorgung der Mehrheit der Bevölkerung geht. Zahlreiche Teilnehmer bekundeten außerdem die Sorge vor einer kybernetischen Zementierung einer neuen Elite.

    In einer gemeinsamen Stellungnahme äußerten die Sprecher der forschenden Unternehmen ihr Unverständnis. So seien sämtliche Gerüchte über Korruption haltlose Anschuldigungen. Auch sei die Annahme falsch, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht von den Ergebnissen der Forschung profitiere. Noch seien deren Ergebnisse aus finanziellen Gründen zwar durchaus auf wohlhabende Personen beschränkt, doch werde die Erforschung neuer Technologien mittelfristig für eine massive Preissenkung und eine Vergrößerung des Kreises der Nutznießer sorgen, was sowohl medizinische als auch andere Anwendungen beträfe.
    "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
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  • Little Eden News
    Kurznachrichten
    30. Januar 2391


    Bildung

    ++++ Die seit Anfang des aktuellen Semesters laufenden Vorlesungen und Lehrveranstaltungen an der Universität von Tan Waksa, die von Dozenten des Daystrom Instituts von PX-312 gehalten werden, werden bereits nach wenigen Monaten von den beteiligten Parteien als großer Erfolg für die wissenschaftliche Kooperation der Grinori und der Föderation bezeichnet. So fördern sie die Diskussion und Auseinandersetzung der Studenten und Wissenschaftler mit den unterschiedlichen Forschungs- und Lehrmeinungen beider Völker. Man wolle dieses Potential nun weiter ausnutzen, indem Lehrveranstaltungen eingeführt werden, die sich gezielt mit dieser Thematik befassen. ++++

    Gesundheit

    ++++ Nachdem das zunächst skeptisch aufgenommene Projekt zur Öffnung der Notfallaufnahme des Little Eden Community Hospitals für die Bürger Tan Waksas eher schleppend angelaufen war, erfreut sich das Krankenhaus immer größerer Beliebtheit unter den ärmeren Bürgern der Grinori-Großstadt. So habe es sich mittlerweile schneller als gedacht rumgesprochen, dass das Föderationskrankenhaus tatsächlich sein Versprechen zu halten versucht: Kostenlose ambulante Versorgung für jede Person ohne eine Rechnung zu stellen. Für viele Einwohner der Großstadt stellt dies die einzige Möglichkeit dar, an eine menschenwürdige medizinische Versorgung zu gelangen. Was sich auch in der langsam immer weiter steigenden Patientenzahl der Notfallaufnahme zeigt. ++++

    Gesellschaft

    ++++ Illegale Kinderprostitution scheint in Tan Waksa alltäglicher zu sein, als es die Behörden der Grinori zuzugeben bereit sind. So wurde erst letzte Woche ein entsprechender Fall bekannt, bei dem eine minderjährige Zwangsprostituierte in der Notaufnahme des Little Eden Community Hospitals von den dortigen Ärzten behandelt wurde. Wie und aus welchem Grund das Mädchen in das Krankenhaus gebracht wurde, wurde nicht bekannt gegeben. Es heißt allerdings, dass das Mädchen mittlerweile den Behörden in Tan Waksa überstellt wurde und nun hoffentlich einer besseren Zukunft entgegen steuert. ++++

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  • Little Eden News

    Schwerer Unfall in Val Doran-Ausbildungsstätte in Cavia

    Cavia, 14.03.2391 (SZ 68199)
    Wie die Regierung Tan Waksas und ein Sprecher des privaten Sicherheitsunternehmens Val Doran heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mitteilten, kam es in einem Ausbildungszentrum in der Wüste des Kontinents Cavia bereits vor vier Tagen zu einem Zwischenfall mit mehreren Toten.
    Dabei soll es in einem Munitionsdepot zu einer schweren Explosion gekommen sein, welche sich auf ein Treibstofflager ausdehnte, das kurz darauf in Flammen aufging. Mindestens sechs Angestellte des Sicherheitsunternehmens kamen dabei ums Leben, zwei werden noch vermisst.
    Val Doran ist das größte private Sicherheitsunternehmen im Eden-Dreibund und hat seinen Sitz auf Gordnei III. Es stellt auch einen Großteil der Werkssicherheit der GTU. Das ursprünglich auf Objektschutz spezialisierte Unternehmen expandierte in den Jahren seit Gründung des Eden-Dreibundes und erweiterte seinen Angebot an Dienstleistungen um zahlreiche weitere Gebiete. Dabei konnte es mit der Reduzierung der Streitkräfte der Grinori-Allianz auf zahlreiche Veteranen zurückgreifen, die im Zuge der Neustrukturierung eine neue Anstellung fanden. Kritiker führen zudem an, dass das Unternehmen längst kein reines Sicherheitsunternehmen mehr sei, sondern vielmehr eine Privatarmee darstelle. In diesem Zusammenhang wird oft auf die moderne Ausstattung Val Dorans mit Waffentechnik und Augmentationstechnologie der GTU verwiesen. Knapp ein Fünftel der aktiven Truppen Val Dorans sind nach Angaben des Unternehmens augmentiert, Kritiker gehen von einem weitaus höheren Anteil aus.
    Ungeklärt blieb die Frage, wie lange Val Doran den Stützpunkt in Cavia bereits unterhalten hat. Bisher galt der Kontinent aus klimatischen Gründen und aufgrund erheblicher tektonischer Aktivität als unbesiedelbar. Einige Verschwörungstheoretiker halten die Angabe, dass es sich lediglich um eine Ausbildungsstätte für den Einsatz in Wüsten handelte für eine Lüge. Nach einer aktuellen Blitzumfrage von LazaNET glauben 11 % der Befragten an bisher unbekannte iconianische Artefakte, 7 % an eine Einrichtung zur Einleitung einer großangelegten Siedlungsaktion in Cavia. 4 % gehen hingegen von einer geheimen Forschungseinrichtung von GTU aus, 3 % von einem geheimen Stützpunkt der Sternenflotte und immerhin 1 % von einem abgestürzten Borgkubus, deren Drohnen versehentlich reatkviert worden waren.
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  • Little Eden News
    Noch immer keine Erklärung für Stromausfall

    Little Eden, 19. April 2391 (SZ 68297)
    Noch immer gibt es keine Erklärung für den Stromausfall in der vergangenen Woche, der das öffentliche Leben auf Rover Island für mehrere Stunden zum Erliegen gebracht hatte. Der Betreiber des Fusionskraftwerks von Tan Waksa, das für die Versorgung der Grinori-Großstadt und von Little Eden verantwortlich ist, gibt an, dass nach einer genauen Prüfung der Anlage kein technischer Defekt festgestellt werden konnte, weder am Kraftwerk noch am Stromnetz der Stadt. In der Tat habe das Kraftwerk die ganze Zeit über funktioniert, allerdings sei die Energie nach Verlassen der abgeschirmten Anlage auf bisher ungeklärte Weise aus den Stromleitungen abgezogen worden.

    Daher werden bislang unbekannte externe Faktoren für den Vorfall verantwortlich gemacht, da nicht nur die netzabhängigen Geräte auf der Insel den Dienst versagt hatten, sondern auch alle batteriebetriebenen technischen Geräte und der vom öffentlichen Stromnetz unabhängige Sternenflottenstützpunkt auf Rover Island. Ein Ingenieur des Grinori-Kraftwerks, der namentlich nicht genannt werden wollte, ließ verlauten, dass hinter den Kulissen keine natürliche Ursache vermutet würde. Stattdessen sei nur ein militärisches Energiedämpfungsfeld dazu in der Lage, diese Art von Störung zu verursachen. Was auch erklären würde, weshalb die Funktion des Fusionskraftwerks selbst unbeeinflusst war, da es gegen Angriffe dieser Art abgeschirmt ist. Etwas, was auf den Fusionsreaktor des Sternenflottenstützpunktes nicht zuzutreffen scheint, wenn man Quellen innerhalb der Anlage vertrauen möchte, die angeben, dass zwar eine Abschirmung existiere, diese allerdings nicht verhindern konnte, dass der Stützpunktfusionsreaktor und das gesamte militärische Equipment des planetaren Außenpostens ausgefallen sind.

    Ein sehr beunruhigender Gedanke, wenn man bedenkt, dass dieser Stützpunkt dafür verantwortlich ist, Little Eden vor militärischen Angriffen zu schützen. Doch wie sicher ist die Stadt noch, wenn sich der Außenposten durch ein einfaches Energiedämpfungsfeld ausschalten lässt? Oder will uns die Sternenflotte ernsthaft erzählen, dass ihre Anlagen derart verwundbar sind, dass man sie ohne einen Schuss abzugeben auf so simple Art ausschalten kann? Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen der Sternenflotte um Rear Admiral Marie-Louise Davion aus diesem Vorfall lernen und ihre Hardware sicher vor derartigen Angriffen machen werden. Denn sonst steht Little Eden vor einem gravierenden Problem, das die Leben aller Einwohner gefährdet. Eben diese Einwohner mit Föderationsbürgerschaft, deren Schutz vor militärischen Übergriffen zu gewährleisten die Sternenflotte geschworen hat.
  • Little Eden News
    Erschütternde Bilanz des Stromausfalls

    Little Eden, 30. April 2391 (SZ 68328)
    Mehr als 221 Personen, darunter 28 Kinder, sind infolge des Stromausfalls auf Rover Island am Anfang des Monats ums Leben gekommen. Insbesondere in den Krankenhäusern der Großstadt hat der völlige Ausfall aller technischer Geräte unzählige Leben gekostet. Zahlreiche Patienten, die gerade operiert wurden oder auf den Intensivstationen der Hospitäler durch medizinisches Gerät am Leben erhalten werden mussten, seien verstorben, weil ihre Lebensfunktionen nicht mehr aufrechterhalten werden konnten. Zudem kam es zur Panik und zahlreichen Ausschreitungen auf den Straßen der Stadt, bei denen unzählige Personen verletzt wurden oder ums Leben kamen. Die Polizei sei zwar ausgerückt, um die öffentliche Ordnung zu sichern, doch mangelte es ihnen aufgrund der technischen Ausfälle an Möglichkeiten, dies durchzusetzen.

    Ähnliche Schreckensbilder blieben Little Eden glücklicherweise erspart. Dennoch musste sich die Polizei bemühen, die Bevölkerung zu beruhigen und eine Panik zu vermeiden, wenn man bedenkt, dass es sich nicht nur um einen Stromausfall handelte, sondern sämtliches technisches Gerät ausgefallen ist: Ein beispielloses Ereignis, das viele verunsichert hat und einen feindlichen Angriff fürchten ließ. Angehörige und Ärzte im Little Eden Community Hospital mussten infolge der Ausfälle über Stunden hinweg um das Leben mehrerer Intensivpatienten bangen, doch konnten ähnlich fatale Folgen wie in den Krankenhäusern von Tak Waksa wie durch ein Wunder verhindert werden.

    Nichtsdestotrotz fordern die Bürger der Stadt eine Erklärung für den mysteriösen Ausfall aller technischen Geräte auf der Insel. Bürgermeister Taylor versicherte mittlerweile in einer Presseerklärung, dass es zu einer lückenlosen Aufklärung der Vorfälle kommen und man alles unternehmen würde, um einen weiteren Zwischenfall dieser Art zu verhindern. Insbesondere der Ausfall des Sternenflottenstützpunktes, der ja eigentlich dem Schutz Little Edens dienen sollte, sei nicht zu entschuldigen und zeuge von einem beispiellosen Versagen der Sternenflotte.

    Als erste Maßnahme werde man Umrüstungen am Energieversorgungsnetz Little Edens vornehmen, um es gegen jede Art von militärischem oder natürlichem Einfluss zu schützen. Die Priorität lege dabei auf dem Krankenhaus, das mit mehreren redundanten Notstromgeneratoren, speziell abgesicherten Energieleitungen und einem permanent laufenden, intern versorgtem Abschirmsystem ausgestattet werden soll, um zu verhindern, dass jemals wieder das Leben eines Patienten durch so einen Vorfall gefährdet wird.
  • Little Eden News
    Little Eden FC erkämpft gegen Tan Waksa Snipers Unentschieden

    Little Eden, 3. Juni 2391 (SZ 68420)
    Nach einem umkämpften Unentschieden auf heimischen Platz gegen die Tan Waksa Snipers belegt die Seniorenmannschaft des Little Eden FC nach dem 15. Spieltag der AdEvTech Fußball Superliga einen guten 2. Platz und verkürzte seinen Abstand zu UTW auf zwei Punkte. Die Snipers gingen bereits in der fünften Minute durch ein Kopfballtor nach einem Freistoß in Führung. Frakta Podol brachte den Freistoß aus dem Halbfeld gefährlich in den Strafraum des Little Eden FC, wo Hosto Hubasch höher als Annika Davion stieg und den Ball unhaltbar vorbei an Labik neben den Pfosten nagelte.

    Die Snipers zogen sich nach dem frühen Führungstreffer tief in ihre eigene Hälfte zurück und verlegten sich auf ein überhartes Defensivspiel. Begünstigt wurde das stellenweise brutale Spiel durch die Nachlässigkeit des Schiedsrichters, der diverse Unsportlichkeiten der Snipers wohlwollend übersah und somit den Unmut der Trainerin des Little Eden FC auf sich zog. Doch die Kicker aus der Föderation nahmen den Kampf schließlich an, wobei auch ihr Einsteigen bisweilen grenzwertig war. Kurz vor einem Feldverweis stand dabei der Kapitän des Little Eden FC, Marie-Louise Davion, die nach einer aggressiven Grätsche in der 40. Minute die Gelbe Karte sah und sich danach gar nicht einkriegte. Mit elf Spielern und einem 0:1-Rückstand ging der Little Eden FC in die Pause.

    Unverändert gingen die Gastgeber in die zweite Halbzeit. Die Snipers gruben sich weiterhin tief in ihrer eigenen Hälfte ein, ohne jedoch dabei gefährliche Konter zu fahren. Die Spieler des Little Eden FC fanden jedoch weiterhin kein Durchkommen. Erst eine Ecke in der 85. Minute brachte die Erlösung. Die Gäste bekamen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, was Hamilton nach einigem Gestochere zum verdienten Ausgleich nutzte. In den folgenden Minuten spielten sich die meisten Szenen im Mittelfeld ab, ohne dass es zu weiteren Torchancen kam.

    Für den Little Eden FC spielten: Labik – Barima (65. Horpestad), Temak, Kuthrupamin – M.-L. Davion, A. Davion – Hamilton, Jameson (71. Bowmore), Wing , Daniels – Okobongo (80. Ericson)
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  • Little Eden News
    Annexion durch die Tholianische Versammlung: Erste Reaktionen aus dem Eden-Dreibund

    Little Eden, 18. August 2391 (SZ 68627)
    Bereits wenige Stunden nach der Verkündung der Annexion von zehn Sektoren durch die Tholianische Versammlung trat der Rat des Eden-Dreibundes zu einer Sondersitzung zusammen. Aufgrund der großen politischen Bedeutung wohnte auch Botschafterin Tel Namra der Sitzung bei. Während die genauen Inhalte der Sitzung geheim blieben, äußerten sich die Botschafter jedoch nach zehnstündigen Beratungen kurz vor der Presse und gaben kurze Stellungnahmen ab.

    Botschafter Helmd (Ketgor): "Die Erklärung der Tholianischen Versammlung stellt eine direkte Bedrohung für alle Ketgor dar, da die Tholianer ihr Territorium nun bis an den Rand unseres Sektors Y-1337 ausdehnen wollen. Es wird sich zeigen, ob es nicht doch Möglichkeiten für einen Ausgleich mit den Tholianern gibt, allerdings befürchte ich, dass dies durch die Präsenz der Sternenflotte auf PX-312 enorm erschwert wird.

    Botschafter Kores Trakna (Grinori-Allianz): "Die Erklärung der Tholianer stellt einen unprovozierten Akt der Aggression dar, welchen wir uns mit aller Kraft entgegenstemmen werden. Wir können froh über die Präsenz der Sternenflotte sein, denn ohne ihre Unterstützung würde womöglich auch an den Fahnenmasten auf Grinor, PX-312 und Tribat die tholianische Flagge wehen."

    Botschafterin Nira (Tribat): "Uns hat die Ankündigung der Tholianer zutiefst erschüttert, haben wir bisher doch keine aggressiven Schritte unternommen und der Eden-Dreibund trotz seiner guten Beziehungen zur Föderation immer seine Neutralität gewahrt und den tholianischen Volk friedlich die Hand gereicht. Wichtig ist vor allem, dass der gesamte Dreibund gemeinsam agiert und nicht die Partikularinteressen der einzelnen Mitgliedsmächte den Entscheidungsprozess dominieren."

    Botschafterin Tel Namra (Vereinigte Föderation der Planeten): "Der Schritt der Tholianer hat uns alle überrascht und schockiert. Dennoch appelliere ich an alle die Ruhe zu bewahren. Wir werden unseren Freunden des Eden-Dreibundes bei der Prüfung der Rechtmäßigkeit der tholianischen Ansprüche alle erdenkliche Hilfe anbieten. Auf etwaige Aggressionen der Tholianer behalten wir uns jedoch eine Reaktion mit entsprechenden Mitteln vor."
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  • Little Eden News
    Missbrauch einer Pheromon-Augmentaton führt in Tan Waksazu Massenschlägerei mit Beteiligung der Sternenflotte

    Little Eden, 1. September 2391 (SZ 68666)
    In der Drektro Bar im Vergnügungsviertel Tan Waksas ist es zu einer Massenschlägerei gekommen. 17 Personen wurden verletzt, darunter auch zwei Einsatzkräfte der Grinori und drei Mitglieder der Sternenflotte, die an der Prügelei beteiligt waren.

    Zunächst gingen die Grinoribehörden, die während der Ermittlungen mehrfach die enge Kooperation mit der Sternenflotte betonten von übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum als alleiniger Ursache des Vorfalls aus. Wie sich jedoch nach der Befragung der Beteiligten und chemischen Tests herausstellte, trug eine Stripperin maßgeblich zur Eskalation der Situation herbei. Diese nutzte eine AdEvTech-Pheromonaugmentation, wie sie von vielen Personen im Dienstleistungs- und Vergnügungsgewerbe genutzt wird. Diese Art der Augmentation lässt den Benutzer kontrolliert Chemikalien freisetzen, die bei den umstehenden Personen ein Wohlgefühl auslösen sollen. Es stellt sich heraus, dass die vom Hersteller eingebauten Schutzmechanismen, die einen Missbrauch dieser Technologie verhindern sollen nicht ausreichend sind.

    Nach Aussagen der Tänzerin wurde sie vom Betreiber des Betriebes gezwungen ihr Implantat zu missbrauchen, um den Konsum der Gäste und somit den Gewinn der Bar zu maximieren.

    Diese Rechnung geht mittelfristig wohl nicht auf. Gegen die Tänzerin und den Betreiber der Bar wurde ein Haftbefehl wegen Augmentationsmissbrauchs und Betrugs erlassen. Auf die Erstattung einer Anzeige gegen die beteiligten Angehörigen der Sternenflotte wurde gegen die Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 50.000 Tektarn verzichtet.

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  • Little Eden News
    Triumphzug soll Sieger der Schlacht von PX-312 ehren

    Little Eden, 13. November 2391 (SZ 68867)
    Die Behörden von Tan Waksa planen einer Pressemitteilung zu Folge die Sieger der Schlacht von PX-312 am kommenden Montag mit einem Triumphzug zu ehren. Die Grinori-Behörden luden dabei auch die Ketgor und Tribat an sich an den Feierlichkeiten zu beteiligen. Der Zug soll dabei durch die Innenstadt Tan Waksas führen und auf dem zentralen Exerzierplatz der Metropole enden, wo die Grinori-Sicherheitskräfte jede Woche zu einer Parade aufmarschieren. Angeführt werden soll der Zug von den noch im System verweilenden Kommandanten der an der Verteidigung von PX-312 beteiligten Sternenflotteneinheiten, denen Abordnungen ihrer Besatzungen und Angehörige der Streitkräfte aller Dreibund-Mächte folgen. Millionen Personen sollen dabei die Straßen säumen, bevor die so Geehrten unter einem imposanten Feuerwerk über ganz Tan Waksa der Grundsteinlegung des Schlachtendenkmals beiwohnen möchten, das von den zahlreichen auf PX-312 angesiedelten Unternehmen gestiftet wird.

    Auch auf den anderen Welten der Grinori-Allianz sind Feierlichkeiten zur Ehre des Sieges über die Tholianer geplant. Die Regierung der Allianz verkündete den Tag des Sieges fortan zum Feiertag zu erklären. Auf der Heimatwelt der Grinori-Allianz Grinor werden bis zu einer Milliarde Personen bei den offiziellen Feierlichkeiten erwartet. Inwiefern sich die Ketgor und Tribat den interplanetaren Feierlichkeiten anschließen werden ist noch nicht bekannt.

    Triumphzüge sind in der Grinori-Allianz keine Seltenheit und haben dort eine Jahrtausende umspannende Tradition, die im Gegensatz zur menschlichen Kultur bis heute noch lebendig gehalten wird. Der erste überlieferte Triumphzug fand demnach vor 12.000 Jahren unter dem ersten Imperator Trakta Nimek dem Großen statt, nachdem er den Hauptkontinent der Heimatwelt der Grinori gänzlich unter seine Kontrolle gebracht hatte. Damit ist die Tradition weitaus älter als die durchaus vergleichbaren Triumphzüge der Andorianer in deren Hauptstadt Tersal. Unterschieden wird bei den Grinori zwischen Herrschertriumphen, Feldherrentriumphen und Volkstriumphen. Der Triumphzug in Tan Waksa soll den Regeln eines Feldherrentriumphen folgen, auch wenn keine einzelne Person dadurch geehrt werden soll. Die Beteiligten marschieren dabei in ihrer Paradeuniform und unter modernen Waffen im Stechschritt durch die Straßen und winken der jubelnden Menge zu. Die Verwaltung der Grinori gab allerdings bereits an die Richtlinien zur Marschform zu lockern, um den beteiligten Nicht-Grinori entgegen zu kommen.

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  • Little Eden News
    Die 10. Adon‘br‘jam neuer Zeitrechnung stehen an: Tribat bereiten Feierlichkeiten vor

    Hirajiham'br'jam, Jam'br'Tribat, 20. Dezember 2391 (SZ 68966)
    Auf allen Welten der Tribat gehen die Vorbereitungen auf die 10. Adon’br’jam nach Gründung des Eden-Dreibundes in ihre finale Phase. Alleine in Hirajiham'br'jam, der Hauptstadt der Tribat werden über 6 Millionen Personen erwartet, die an den Feierlichkeiten zur „Reinheit der Jugend“ teilnehmen werden. Zu den Vorbereitungen gehören unter anderem die Bereitstellung von Unterkünften für die Gäste, das Reinigen der gesamten Stadt mit Hauptaugenmerk auf ihren Brunnen sowie die Koordination der Nahrungsverteilung.

    Wie Professor Niman Tupara von der Universität von Tan Waksa erklärt handelt es sich bei den Adon’br’jam um eines der wichtigsten Feste in der Kultur der Tribat. Dieses seit Jahrtausenden begangene Ritual diente einst in erster Linie der Brautschau und sollte es den Familien ermöglichen geeignete Partner für ihre Nachkommen zu finden. Im Zentrum der Feierlichkeiten stehen dabei rituelle Waschungen und Tänze, die allesamt – wie es die Bräuche der Tribat bei zahlreichen Ritualen vorschreiben – unbekleidet begangen werden. Professor Tupara vermutet, dass dieser Brauch ursprünglich nicht alleine aus spirituellen Beweggründen bestanden hätte, sondern auch die unkomplizierte Begutachtung der potentiellen Partner der eigenen Kinder erleichtert hätte. Außerdem sei so einer Trennung der Gesellschaft nach ihrem Vermögen anhand von Statussymbolen verhindert worden. Dabei zog er Parallelen zu den Gymnopaedien, wie sie im irdischen Sparta während der Klassischen Antike gefeiert worden seien.

    Nach den eintägigen rituellen Feierlichkeiten verlassen traditionsgemäß alle Erwachsenen die Städte, um sich zu möglichen Heiratsverhandlungen zurückzuziehen. Heutzutage spielt dies jedoch keine nennenswerte Rolle mehr. Stattdessen solle den Jugendlichen lediglich das ungestörte Feiern ermöglicht werden. Professor Tupara merkt dazu an, dass die Freude am Leben „Teil des Konzeptes der Gesamtheitlichen Reinheit“ sei. „Die Vereinbarkeit einer spirituellen Grundhaltung und dem körperlichen Wohlbefinden wird im Brauchtum der Tribat vielfach herausgestellt.“, so der Professor. Dies sei jedoch „keineswegs mit einem blanken Hedonismus“ zu verwechseln, wie er von der Jugend anderer Kulturen praktiziert werde, doch gestehe er ein, dass die Adon’br’jam sicherlich den jugendlichen auch als Ventil für ihren Drang zur Selbstverwirklichung dienen sollten.

    Statistiken bestätigen sowohl die Hintergedanken der Urahnen als auch die Vermutungen Professor Tuparas. So gaben 42 % der Ehepaare an, ihren Partner während der Adon’br’jam kennengerlernt zu haben. Auch die Geburtenraten erführen 8 Monate (die durchschnittliche Dauer einer Schwangerschaft bei den Tribat) nach den Feierlichkeiten einen signifikanten Anstieg.
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  • Little Eden News
    Raumhafen von Tan Waksa stößt an seine Kapazitätsgrenzen: Engere Kooperation mit Sternenflotte die Lösung?

    Tan Waksa, PX-312, 6. Januar 2392 (SZ 69014)
    Nach mehreren Unfällen in den vergangenen Monaten und unzähligen Beschwerden von Reedereien gab der Betreiber des Raumhafens von Tan Waksa TaWport heute in einer Pressekonferenz bekannt, dass der Raumhafen mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen sei. Als Gründe gaben sie an, dass fast sämtliche Konsumgüter importiert werden müssen und die Bevölkerungszahl auf PX-312 weitaus stärker als erwartet angestiegen ist.

    Der Raumhafen Tan Waksas wird nicht umsonst als Lebensader des Planeten bezeichnet, hängt die Versorgung der Bevölkerung des ganzen Planeten doch von ihm ab. Kritiker bezeichnen die fehlenden Anstrengung zur Herstellung einer autarken Versorgung der planetaren Bevölkerung als den eigentlichen Grund für die Engpässe. Durch den Zwang zum Import sämtlicher Waren werde künstlich eine Verknappung der Transportkapazitäten erreicht, welche den Gewinn von TaWport und somit auch die Steuereinnahmen enorm steigere. Dabei gebe es zahlreiche Konzepte, wie die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sichergestellt werden könne. Zur Debatte stehen in Fachkreisen die Nutzung des Meeresbodens zur Züchtung von nährstoffreichen Algen sowie die Urbarmachung des Kontinentes Cavia, der sich bisher aufgrund der zahlreichen Erdbeben und mangelnder Niederschläge jedoch nicht für Agrarwirtschaft eignet.

    So stehen in der öffentlichen Diskussion andere Lösungen im Vordergrund. Zum einen wird bereits seit drei Jahren laut über einen „schwimmenden“ Raumhafen nachgedacht, der vor der Küste Rover Islands gelegen keinen Teil des ohnehin äußerst knappen Baulandes einnehmen würde. Gleichzeitig solle der Binnenverkehr zu den anderen Inseln des Ballantyne-Dreiecks verstärkt über Schiffe erfolgen.

    Es bestünde jedoch eine weitere Möglichkeit den Raumhafen zu entlasten. Korrekterweise wird darauf hingewiesen, dass im Orbit von PX-312 oder auf dessen Trabanten mehr als genug Lagerfläche zur Verfügung stünde. Gleichzeitig könnte die im Orbit befindliche Sternenbasis 613 die Behörden von PX-312 bei der Flugkontrolle unterstützen. Einige Vorschläge gehen sogar soweit die Sternenbasis zum Anlaufpunkt für Transporter bestimmter Typen zu machen und diese so ohne eine Landung auf dem Planeten abzufertigen. Einige Vorschläge gehen gar soweit, der Sternenflotte einige hoheitliche Rechte wie die Frachtkontrolle und Zollmaßnahmen zu übertragen. Dies würde in Tan Waksa einigen Platz zur Abfertigung einsparen. Landungen auf dem Raumhafen Tan Waksas würden so in Zukunft vor allem Premiumpartnern der TaWport vorbehalten bleiben.
    "It is history that teaches us to hope" - Robert Edward Lee
    "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
  • Little Eden News

    Marim Tasu stellt sein neues Gedicht "Tan Waksa" vor

    Tan Waksa, PX-312, 20. Januar 2392 (SZ 69052)

    Der im gesamten Dreibund bekannte Dichter Marim Tasu hat heute sein neuestes Werk "Tan Waksa" vorgestellt. Der Titel seines Werkes ist dabei programmatisch, hat Tasu doch die letzten drei Jahre in der Metropole verbracht, ohne dabei schriftstellerisch tätig zu werden. Tasu machte sich zu Beginn seiner Karriere mit regierungsnahen, oft militaristischen Helden-Epen einen Namen, fiel jedoch vor knapp 20 Jahren bei den Machthabern in der Grinori-Allianz in Ungnade, als er in seinen Werken leise Kritik verlauten ließ. Es solften 10 Jahre ohne nennenswerte Veröffentlichungen. Mit der Gründung des Eden-Dreibundes entkam Tasu jedoch wieder der dichterischen Bedeutungslosigkeit und versucht sich fortan als "Barde des Dreibundes" zu profilieren.

    Mit Genehmigung des Künstlers veröffentlichen wir im Folgenden die ersten 5 Strophen seines epischen Werkes.

    Tan Waksa

    1.
    Ich singe über dich, ich feiere dich
    ich verabscheue dich, ich bewunder dich
    Ich küsse dich, ich schlage dich
    Ich liebe dich, Ich hasse dich.

    Unendlich hoch, bis zu den Sternen,
    Erstrecken sich deine Wipfel
    Tiefer als alle Ozeane,
    erstrecken sich deine Abgründe.

    Du bist so voller Leben,
    trägst es, nährst es,
    Doch selbst bist du leblos
    In dir ist so viel Wärme,
    Doch alleine bist du kalt

    Du kennst keine Jahreszeiten,
    Kennst keine Tageszeiten,
    Nur Licht, Licht, Licht
    Lärm, Lärm, Lärm

    2.
    Allein schlendere ich durch deine überfüllten Straßen
    Die Tektarn eng gepresst an meine Brust
    Sie sollen nicht sehen, was ich sehe,
    Was ich zu sehen vermag, und was ich nicht vermögen möchte.

    Ich sehe die reichen Geschäftsleute,
    Koffer in der Hand, Kommunikator im Ohr,
    doch Herz nicht in ihrer Brust
    Doch sehe ich nicht die anderen,
    Die Armen, die Verzweifelten,
    diejenigen mit nichts außer dem Herz in der Brust.

    Die Manager kommen,
    Die Manager gehen,
    reden und schweigen,
    Und doch: Was tun sie?

    Sie bringen den Wohlstand,
    doch wessen Wohlstand?
    Meinen, deinen? Wohl kaum.
    Sie bringen den Fortschritt

    3.
    Doch Fortschritt,
    was ist das?
    Bist du es?

    Ist Fortschritt, keine Sonne zu sehen
    Zu glauben sie nicht zu brauchen?
    Ist Fortschritt der Dreck unter meinen Füßen?
    Der Dreck, den wir alle teilen.

    Der Dreck an den Sohlen der Hure,
    die im Regen stehend auf ihren Freier wartet.
    Sie hat nicht viel, doch handelt mit dem, was sie hat.
    Macht sie das unrein?
    Der Dreck unter den Füßen des Freiers,
    der sie lüstern ansieht, sie berührt,
    sie mit in deine Hotels nimmt,
    sie dort unrein liebt und dabei eins wird,
    mit dem Dreck unter unseren Füßen.

    Der Geschäftsmann putzt seine Füße ab bevor er das Gebäude betritt
    Doch nicht genug: Ein Junge putzt ihm die Schuhe,
    so rein wie die Götter.
    Er bittet den Reichen um Geld, doch dieser spuckt nur aus
    Und betritt seinen Palast des Geldes.

    4.
    Einsam schlendert der Schriftsteller durch deine Schluchten,
    Er sieht die Kinder auf dem Weg zur Schule,
    Er sieht die Kinder, die allein gelassen,
    den Weg nicht finden,
    Nicht wissen, ihn zu suchen.

    Zwei kleine Mädchen springen feixend
    Hinein und hinaus in eine Pfütze,
    ein Student stürzt ihnen entgegen,
    verwiesen aus dem Lokal,
    geprügelt vom Schein des Vergnügens
    Er übergibt sich und bleibt allein.

    Dampf steigt auf an einem Händler,
    der süße Duft von Chiras erfüllt meine Sinne,
    Ich gebe mich ihnen hin, sauge auf alle Eindrücke
    Und trete in Scheiße.

    5.
    All das bist du, und noch so viel mehr,
    ohne überhaupt zu sein.
    Oder bist du?
    Tan Waksa.



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  • Little Eden News
    Kurznachrichten

    Little Eden, 20. März 2392 (SZ 69217)

    +++ Kriminalität in Little Eden +++

    Eine ungeahnte Welle an Einbrüchen hat sich in der letzten Woche in Little Eden ereignet. So sei im Randgebiet der Stadt in sechs Häuser eingebrochen worden, deren Bewohner zum Zeitpunkt des Geschehens nicht zugegen waren. Ein Sprecher des Little Eden Police Departments erklärte, dass die bisherigen Erkenntnisse darauf schließen lassen, dass es sich bei den Tätern um Grinori gehandelt haben muss. So seien DNA-Spuren sichergestellt worden, die vom kriminaltechnischen Labor der örtlichen Polizei untersucht wurden. Die Spur würde allerdings nicht allzu weit führen, da sich die Behörden von Tan Waksa weigerten, einen Abgleich mit ihrer DNA-Datenbank vornehmen zu lassen.

    Der Polizeisprecher erklärte weiter, dass sich diese Grinori zunutze machten, dass Kriminalität dieser Art in der Föderation völlig unbekannt und die Bürger daher nicht vorbereitet seien. Die wenigsten Häuser würden über ein Sicherheitssystem verfügen, das Einbrüchen vorbeugen oder zumindest bei der Aufklärung helfen könne. "Wir raten daher zu erhöhter Wachsamkeit und zur Installation eines Sicherheitssystems", erklärte der Polizeichef im Rahmen der Pressekonferenz. Desweiteren "soll niemand zögern, umgehend die Polizei zu verständigen, sollten verdächtige Aktivitäten beobachtet werden."


    +++ Little Eden Community Hospital plant Erweiterung der Notfallaufnahme. +++

    Aufgrund des kaum zu bewältigenden Patientenaufgebots aus Tan Waksa gab die Administration des Little Eden Community Hospitals bekannt, die Notfallaufnahme ausbauen zu wollen. So seien die bisherigen Einrichtungen für die Bevölkerung von Little Eden konzipiert worden und den seit ihrer Öffnung für die Bevölkerung der angrenzenden Großstadt an sie gestellten Anforderungen nicht mehr gewachsen.

    Geplant sei, die Notfallaufnahme auf das gesamte Erdgeschoss des Hauses zu erweitern. Die bislang dort befindliche Familienklinik solle in ein seperates Gebäude ausgelagert werden. Dieser Schritt sei nicht nur aus bautechnischen Gründen notwendig, sondern auch zum Schutz der Patienten auf Little Eden, die die Familienklinik tagtäglich aufsuchen. Da die Notaufnahme insbesondere die mittellosen Grinori aus Tan Waksa anzieht, sei es bereits mehrmals dazu gekommen, dass bei den in der Familienklinik wartenden Föderationsbürgern ausgesprochen aufdringlich nach Geld gebettelt wurde. Oftmals sei die Situation soweit eskaliert, dass die Polizei hinzugezogen werden musste.


    +++ Daystrom Institut bedenkt Einrichtung einer medizinischen Fakultät +++

    Das Daystrom Institut in Little Eden plant offenbar die Einrichtung einer medizinischen Fakultät. Dies erklärte ein Sprecher des Instituts. Es seien in den letzten Monaten vermehrt Anfragen von Schülern im örtlichen Krankenhaus eingegangen, die noch dieses Jahr ihre Hochschulzulassung erhalten und ein Medizinstudium anstreben würden.

    Während für die meisten Studiengänge Online- und Holodeckkurse angeboten würden, sei dies bei einem Medizinstudium aufgrund der sehr praxisorientierten Ausbildung in Laboren und Krankenhäusern nicht möglich. Zwar könne auch das Grundstudium unabhängig von universitären Einrichtungen absolviert werden, spätestens in der Vorklinik wäre dies allerdings nicht mehr möglich. Daher wurde die Ärzteschaft des Little Eden Community Hospitals vom Daystrom Institut um die Vorlage eines entsprechenden Ausbildungskonzeptes gebeten, das die teils begrenzten Möglichkeiten der Kleinstadt berücksichtigt.

    Verantwortlich für die Initiative zeigt sich die ärztliche Direktorin des Hauses, Dr. Francine Keller. Zwar war sie nicht für eine Stellungsnahme zu erreichen, doch erklärte ihr Sekretär auf Nachfrage, dass man darum bemüht sei, bereits zum nächsten Semester das Medizinstudium anzubieten und auch die Möglichkeit eines Zahnmedizinstudiums geprüft werde.
  • Little Eden News
    Drogenboss bei Polizeieinsatz erschossen

    Tan Waksa, 8. April 2392 (SZ 69269)

    Dramatische Szenen ereigneten sich in einem Nachtclub am Stadtrand von Tan Waksa, als mehrere Sonderkommandos der Polizei in das Gebäude eindrangen, um einen der einflussreichsten Drogenbosse Tan Waksas festzunehmen. Dabei kam es zu einem heftigen Schusswechsel zwischen den Beamten und den Leibwächtern des gesuchten Schwerverbrechers Ixnar, bei dem nicht nur er und die meisten seiner Leibwächter von Polizeikugeln tödlich getroffen, sondern auch vierzehn unbeteiligte Zivilisten schwer verwundet wurden. Dem Drogenboss wurde nicht nur die Verbreitung illegaler Substanzen vorgeworfen, sondern auch mehrfacher Mord, Vergewaltigungen, schwere Körperverletzungen und Freiheitsberaubung. Den Leibwächtern, die festgenommen werden konnten, droht nun im Rahmen eines Schnellverfahrens eine lebenslange Haftstrafe im Hochsicherheitsgefängnis von Tan Waksa, in zwei Fällen sogar die Todesstrafe.

    Bereits seit anderthalb Jahren ermittelte die Polizei gegen den Drogenboss, konnte bislang aber keine ausreichenden Beweise aufzeigen, um eine Festnahme zu rechtfertigen. Dies hat sich geändert, nachdem die Polizei Zugang zu den Daten eines seiner Computer erhalten hat. Im Rahmen der verdeckten Operation, die zur Erlangung besagter Daten führte, wurden eine zwanzigjährige Grinori und eine namentlich nicht benannte menschliche Frau schwer verletzt. Den Familien der Frauen hat die Polizei ihre Unterstützung zugesichert, wozu ein Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 2 Millionen Tektarn zählt. Diese Summe dürfte in den kommenden Wochen von einem Gericht noch nach oben korrigiert werden.

    Aus den sichergestellten Daten gingen zudem Beweise hervor, die zur Festnahme von sechs Richtern des Strafgerichtshofes sowie von 48 Polizeibeamten der Großstadt geführt haben. Auch ihnen drohen nun wegen Korruption und schwerem Amtsmissbrauchs lebenslange Haftstrafen.
  • Little Eden News
    Noch 5 Föderationsbürgerinnen nach Unruhen in Tan Waksa vermisst

    Tan Waksa, 28. April 2392 (SZ 69323)

    Auch zwei Tage nach dem Ende der schweren Ausschreitungen in Tan Waksa, die sich Augmentationsbefürworter und Augmentationsgegner geliefert hatten, werden weiterhin fünf Föderationsbürgerinnen vermisst. Ein sechster Föderationsbürger konnte in einem Krankenhaus in Tan Waksa gefunden werden und befindet sich nach seiner Behandlung bereits wieder zu Hause. Bei den vermissten Föderationsbürgerinnen handelt es sich um zwei menschliche Frauen aus Little Eden, zwei menschliche Sternenflottenmitglieder und eine minderjährige Grinori, die ebenfalls die Bürgerschaft der Föderation innehat.

    Die Behörden Tan Waksas, Little Edens und die Sternenflottenpräsenz auf PX-312 kooperieren nach eigenen Angaben eng, um die vermissten Frauen zu finden. Es verdichten sich jedoch Anzeichen, die auf eine Entführung der Föderationsbürgerinnen hindeuten. Verdächtigt wird dabei die Terrorgruppe der Demetklaten, die den äußersten radikalen Flügel der Augmentationsgegner stellt und in Expertenkreisen auch für die Zerstörung der Augmentiertenkolonie Dilmun verantwortlich gemacht werden. Die Demetklaten beziehen sich dabei auf die Sage von Demetkla, die große Ähnlichkeiten zur Ikaros-Erzählung aufweist. Führende Antiaugmentationsaktivisten haben sich bereits von jeglicher Gewalt distanziert und bitten für einzelne Übergriffe auf Augmentierte durch ihre Anhänger um Vergebung.

    Bei den Unruhen in Tan Waksa sind drei Personen getötet und 547 verletzt worden, darunter 42 Angehörige der Sicherheitsrorgane der Grinori-Allianz. 5441 Personen seien festgenommen worden und warten derzeit auf ihre Anzeige durch den Generalankläger Tan Waksas. Vertreter der Augmentationsgegner kritisierten den großen Anteil der Augmentationsgegnern unter den Festgenommenen und monieren eine politisch begründete Bevorzugung der Augmentationsanhänger. Die Garnison und Polizei von Tan Waksa wiesen diese Vorwürfe entschieden zurück.

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  • Little Eden News
    Little Eden Fire Department plant ambulanten Ärztedienst

    Little Eden, 5. Mai 2392 (SZ 69341)

    Wie das Little Eden Fire Department heute bekannt gab wird es in Zukunft in Kooperation mit der Ärzteschaft des Little Eden Community Hospitals einen ambulanten Ärztedienst innerhalb der Stadt unterhalten. Dabei betonte Fire Chief Karl Graham, dass der Grund dafür nicht in einem Qualitätsproblem der bisherigen präklinischen Notfallversorgung liegen würde, die am irdischen Standard orientert primär auf Paramedics und Rettungssanitäter setzt, somit auf den Einsatz von präklinischen Notärzten verzichtet. In der Tat habe das Krankenhaus diesen Schritt vorgeschlagen, um die überfüllte Notfallaufnahme zu entlasten, die bereits seit über einem Jahr mit einem starken Patientenanstrum aus Tan Waksa zu kämpfen hat. Die meisten Besuche aus Little Eden, die außerhalb der Öffnungszeiten der Familienklinik lägen, erforderten allerdings keinen Aufenthalt im Krankenhaus und könnten auch beim Patienten vor Ort geklärt werden. Da Paramedics jedoch über keine Entscheidungskompetenzen in solchen Fällen verfügen und lediglich festen Versorgungsalgorithmen folgen können, wäre die Einlieferung ins Krankenhaus notwendig, sollte der Patient darauf bestehen, von einem Arzt untersucht bzw. behandelt zu werden. Es gäbe hier also keine Alternative zu einem präklinisch tätigen Arzt.

    Für einen solchen Fall würde die Leitstelle zukünftig zunächst einen Rettungswagen losschicken, um eine erste Sichtung des Patienten vorzunehmen. Sollte sich herausstellen, dass eine Behandlung vor Ort ausreichend wäre, würde ein Allgemeinmediziner der Familienklinik informiert werden, der zum Einsatzort nachrücken und die weitere Versorgung übernehmen würde. In besonders schweren Notfallsituationen, in denen eine akute Lebensgefahr besteht, was das sofortige Eingreifen durch einen Arzt notwendig macht, wird dagegen ein Notfallmediziner des Little Eden Community Hospitals hinzugezogen, der am Einsatzort die Notfallversorgung bis ins Krankenhaus sicherstellen soll und dort angekommen auch gleich die weitere Behandlung in der Notaufnahme vornehmen kann. Das soll die Übergabezeit reduzieren und den Übergang der präklinischen zur klinischen Versorgung reibungsloser gestalten.



    Leserkommentar von Christine Hernandez

    Ich arbeite als Krankenschwester im Little Eden Community Hospital und betrachte dieses Vorhaben äußerst kritisch. Sieht man sich die Situation des Little Eden Fire Departments etwas genauer, wird insbesondere im Fall der "schweren Notfallsituationen" schnell deutlich, dass es nicht nur um eine Entlastung der Notaufnahme gehen kann, schließlich wäre hierbei eine Einflieferung nicht zu vermeiden. Aktuell sind drei Rettungswagen im Einsatz, jeweils mit einem Paramedic und einem Rettungssanitäter bemannt. Da eine Tätigkeit als Paramedic ein entsprechendes Studium voraussetzt, zudem der wichtige Faktor der Erfahrung nicht unterschätzt werden darf, könnte auch die Befürchtung eine Rolle spielen, dass zukünftig nicht ausreichend Nachwuchs zur Verfügung stehen wird, um den steigenden Bedarf an erfahrenen Paramedics zu decken. Und diese Befürchtung wäre meiner Meinung nach mehr als berechtigt. Der präklinische Einsatz von Ärzten könnte somit den Rettungsdienst entlasten, allerdings ein Problem für das Krankenhaus bedeuten, das wohl keiner bedacht zu haben scheint:

    Da es lediglich eine Notfallfachärztin und Traumatologin in Little Eden gibt, die zugleich als Chefchirurgin des Krankenhauses tätig ist, fällt es schwer nachzuvollziehen, wie dieses neue System reibungslos funktionieren soll, bedenkt man zugleich das Patientenaufkommen aus Tan Waksa und die Tatsache, dass momentan nur sie als präklinische Notärztin infrage kommt. Zwar sind auch Fachärzte der anderen Abteilungen des Hauses in der Notaufnahme tätig, doch sollte die einzige fachärztlich qualifizierte Traumatologin und Notärztin nicht lieber während ihrer gesamten Schicht im Haus sein, um direkt zugegen zu sein, sollte es zu mehreren Schwerverletzten kommen? Zudem könnte man der Krankenhausleitung vorwerfen, den Patienten aus Little Eden eine bevorzugte Behandlung zukommen zu lassen, was ethisch durchaus als fragwürdig bezeichnet werden kann. Denn alle Patienten, egal woher sie kommen, verdienen dieselbe Behandlung. Und ich weiß nicht, ob dieser Grundsatz hierbei berücksichtigt wird. Es wird wohl nur die Zeit zeigen können, ob dieses Unterfangen lange gut gehen kann. Ich jedenfalls habe große Zweifel daran.
  • Little Eden News
    Kurznachrichten
    21. Dezember 2392


    Sternenflotte

    ++++ In einer Zeremonie auf dem Stützpunkt der Sternenflotte auf Rover Island wurde gestern die Kommandantin von Sternenbasis 613 Marie-Louise Davion durch Botschafterin Tel Namra in den Rang eines Vice Admirals befördert. Admiral Davion tut bereits seit 15 Jahren Dienst in der Sternenflotte, wo die promovierte Kulturwissenschaftlerin vor ihrer Kommandolaufbahn als Wissenschaftsoffizier tätig war. Größere Bekanntheit erlangte sie vor allem durch ihre Beteiligung an Konflikten wie dem Raghdorkrieg, dem Geierkrieg und der Dorlifekrise. Im Eden-Dreibund noch bekannter ist jedoch ihre Rolle bei der Wiederentdeckung der Ketgor und dem Ebnen des Weges zur Gründung des Eden-Dreibundes. Seit ihrer Fertigstellung Ende 2389 kommandiert der Flaggoffizier außerdem Sternenbasis 613 und setzte sich hier neben der engeren Bindung des Dreibundes an die Föderation vor allem für dessen Schutz vor tholianischen Expansionsbestrebungen ein, was ihr und der Föderation im Gebiet des gesamten Dreibundes große Beliebtheit einbrachte. ++++

    Sport/Gesellschaft

    ++++ Der Little Eden FC lädt morgen wie jedes Jahr zu seiner traditionellen Weihnachtsfeier auf das Gelände des Sportvereins ein. Wie im letzten Jahr soll dabei gemeinsam mit unseren Gastgebern aus dem Eden-Dreibund beim Feiern des irdischen Fests der Liebe die Freundschaft zwischen Föderation und Dreibund gefördert werden. Neben Aktivitäten wie Minifußballspielen, Basketball, Sackhüpfen und Tauziehen wird dieses Jahr erstmals das Spiel "Jagt den Weihnachtsmann" angeboten. Worum es sich dabei handelt, wollten die Verantwortlichen allerdings noch nicht verraten. Trotz der sommerlichen Temperaturen werden auch wieder traditionelle Speisen und Getränke angeboten, um die zahlreichen Gäste aus Tan Waksa auf die kommenden Feierlichkeiten in Little Eden einzustimmen. Aus Tan Waksa kommende Gäste werden gebeten die Hinweise zu zusätzlichen öffentlichen Verkehrsverbindungen zu beachten. ++++

    Kultur

    ++++ Die Skandalautorin Erika Lennart befindet sich derzeit auf einer Promotiontour durch die Grinori-Allianz. Dabei liest sie zur Zeit in Tan Waksa vor allem aus ihren umstrittensten Werken, was neben einigen Protesten seitens aufgebrachter, konservativer Grinori auch zu einem Zensuraufruf seitens des Sternenflottenkommandos führte. Dieses lies die umstrittensten Werke Lennarts auf einen Index setzen und aus den Datenbanken der Sternenflotte entfernen. Am Rande der Feier zu ihrer Beförderung darauf angesprochen meinte Vice Admiral Davion, deren Ehefrau an der Stationsschule unter anderem Literatur unterrichtet folgendes: "Ich halte diesen Vorgang für beispiellos, allerdings auch für zwecklos. Verbote dieser Art schädigen lediglich den Ruf der Sternenflotte. Die Personen, die sich durch solche schriftstellerisch nicht einmal sonderlich guten Machwerke angegriffen fühlen, empfehle ich einen Besuch beim Counsellor. Selbst meine 13-jährige Tochter hat das Lesen von Lennarts Bestseller, dessen Titel ich aufgrund von Befehlen von ganz oben leider nicht nennen darf, ohne seelische Schäden überstanden und die ganze Aufregung darüber nicht verstanden. Freunden der Literatur kann ich persönlich allerdings Marinella Blanchards "Les Plaisirs des Sens sans Sens" empfehlen. Die Autorin weiß im Gegensatz zu Lennart ganz ohne effekthascherische Ekelsexszenen und plumpen, antiquierten Pseudofeminismus ihren Charakteren Würze zu verleihen und so manche immer noch herrschende Vorstellung von Moral zu hinterfragen."++++
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