Exile - "No man is an Island, entire of itself"

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  • Exile - "No man is an Island, entire of itself"

    Gleißendes Licht, das ihre Sehnerven betäubte...
    Schmerz.., so unerträglich, dass sie nicht einmal atmen konnte, geschweige denn schreien...


    Er ließ ihren Körper beben, die Muskeln verkrampften sich so heftig, dass sie damit rechnete, ihre Knochen brechen zu spüren. Doch eben dieser Schmerz stellte klar, dass sie noch am Leben war... In diesem Moment prallte sie auf einen harten Untergrund, irgendetwas bohrte sich in ihre Rippen. Diesmal spürte sie wirklich, wie ihre Knochen brachen, sie keuchte heiser auf und rang nach Luft.
    Sybil war sich gar nicht sicher, ob sie nicht doch lieber tot wäre, doch allmählich ließen zumindest die Muskelkrämpfe nach. Ihre Augen waren immer noch geblendet, einen Moment lang glaubte sie, dass sie durch den Lichtblitz erblindet wäre. Dann erlosch das Licht und sie erkannte schemenhaft den Androiden vor sich.
    Es war ihr nicht gelungen, sich von ihm zu lösen, nachdem sie den unbekannten Mechanismus ausgelöst hatte, vielleicht lag es an seinem Energiefeld, das die Phaserschüsse abgelenkt hatte. Dieses schien nun deaktiviert, er ragte über ihr auf während sie nur hilflos empor starren konnte. Doch seltsamerweise nahm die Maschine keinerlei Notiz von ihr, sie entfernte sich und verschwand aus ihrem Sichtfeld.
    Sybil blinzelte verwirrt, noch war sie viel zu benommen von Schmerz und Schock, als dass sie einen logischen Gedankengang hätte fassen können. Das Einzige, was sich durchsetzte, war der Instinkt, sich in Sicherheit zu bringen, wo immer das hier auch sein konnte.

    Immer noch bewegungsunfähig blieb sie still liegen und lauschte auf das Geräusch des sich entfernenden Androiden, bis seine Schritte verstummten. Atemlos wartete sie, doch außer einem seltsamen Geräusch, das sich anhörte wie ein überdimensionaler Bienenschwarm, blieb es ruhig. Als ihr Blick sich allmählich klärte, sah Sybil sich hektisch um.
    Sie befand sich in einem achteckigen Raum, die Architektur war eindeutig die der Elosan. Scheinbar hatten sie eine Schwäche für Oktagone. Die Wände und Decke waren mit den typischen Mustern versehen, Sybil erkannte sie auf Anhieb.
    Inzwischen war der Schmerz von unendlich auf unerträglich abgesunken, sie richtete sich mit stockendem Atem auf, die Hand auf die Rippenfrakturen gedrückt. Als sie saß, wurde ihr sofort schwarz vor Augen, sie senkte den Kopf, soweit es der Schmerz im Brustkorb zuließ, zwischen ihre Knie, während sie sich im Geiste für ihre Dummheit beschimpfte.
    Schließlich fing ihr Kreislauf sich wieder, sie hob den Kopf wieder und sah sich weiter um. Sofort zuckte sie heftig zusammen und fluchte lautlos.
    Vielleicht zehn Meter von Sybil entfernt stand der Androide auf einer Plattform, gehüllt in ein Energiefeld, dessen undefinierbare Farben latente Übelkeit auslöste, wenn man zu lange hinsah. Von diesem Energiefeld ging auch das laute Summen aus, doch es klang seltsam stockend. Sybil atmete bewusst flach ein und entspannte sich etwas, scheinbar war die Kampfeinheit derzeit deaktiviert. Sie verdrängte jeden weiteren Gedanken an die Funktion dieser Basis, zunächst musste sie zusehen, hier herauszukommen. Das brachte sie auf die Frage, was sie eigentlich noch an Ausrüstung hatte. Sie blickte an sich herab und verzog das Gesicht. Paradoxerweise hatte sie sich mindestens eine Rippe gebrochen, als sie auf dem Medikit gelandet war, das sie die ganze Zeit während des Einsatzes dabeigehabt hatte, es lag direkt neben ihr.
    Der Koffer wirkte unbeschädigt, doch seine Oberfläche sah aus, als wäre sie großer Hitze ausgesetzt gewesen. Sybil zog ihn am Gurt zu sich heran und untersuchte dann ihren Gürtel. Tricorder und Phaser waren noch da, ihre Funktion würde sie später prüfen müssen, ebenso wie den Inhalt des Medikits. Zunächst musste sie hier raus und dann versuchen, das Außenteam zu rufen. Sie hatte keine Vorstellung, wie weit der Androide sich transportiert hatte und im Moment verdrängte sie auch jeden Gedanken daran, dass es.. zu weit gewesen sein könnte, als dass man sie finden würde.
    Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sie auf den Füßen stand, doch sie schaffte es, ohne einen Laut von sich zu geben. Ein Blick in die Runde zeigte ihr, dass alle Wände mit Konsolen versehen waren, einige schienen deaktiviert oder defekt zu sein. Doch ein erstaunlich großer Teil schien noch zu funktionieren, wie man an den blass schimmernden Displays sehen konnte. An einer Wand gähnte eine Öffnung, auf dem Boden davor lag eine dunkle Schicht. Als Sybil näher kam, identifizierte sie die Masse als pflanzliche Überreste sowie eine Art Sand. Die Tür nach draußen, wie sie hoffte..
    Sybil musste trotz der bedrohlichen Situation lächeln, als ihr spontan etwas aus einer Geschichte einfiel, ihr Vater hatte sie ihr oft vorgelesen.
    Sie trat schwankend, die Hand auf die Rippen gepresst, durch die Tür und sagte es leise dabei vor sich hin wie ein Mantra.

    The road goes ever on and on,
    down from the door where it began,
    now far ahead the road has gone
    and I must follow if I can
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
    USS Blind Guardian NCC-83112

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  • Im nächsten Moment fuhr ihr ein eiskalter Windstoß ins Gesicht, Sybil zuckte zusammen und keuchte dann auf, als die Bewegung einen heftigen Schmerzstoß durch ihre Brust jagte. Mühsam torkelte sie in den Toreingang zurück und lehnte sich an die Wand. Nach Atem ringend stellte sie zwei Dinge fest: Die Luft stank abscheulich und sie hatte definitiv einen Schock. Anders konnte sie sich ihr Verhalten nicht erklären. Sich lächelnd mit einem Vers auf den Lippen in eine unbekannte, potentiell feindliche Umgebung zu begeben war nun wahrlich nicht ihre übliche Vorgehensweise.
    Am liebsten hätte sie sich zu Boden sinken lassen, um sich auszuruhen, doch ihr war klar, dass sie dann wohl nicht mehr auf die Füße kommen würde. Zunächst galt es, einen Ort zu finden, an dem sie einigermaßen geschützt war. Dort würde sie sich zunächst um ihre Verletzungen kümmern müssen, ihr derzeitiger Zustand war so schlecht, dass sie sich auch ein Schild "Potentielles Opfer" um den Hals hängen konnte. Sie warf einen misstrauischen Blick zurück in die Halle, doch der Android stand weiterhin völlig reglos auf der Plattform. Mühsam, denn jede Bewegung löste eine neue Schmerzwelle in ihrem Brustkorb aus, zog sie den Tricorder aus dem Gürtel und aktivierte ihn. Erleichterung durchflutete sie, als es anstandslos gelang.
    Ein ausgiebiger Scan ergab, dass die Luft problemlos atembar war, sofern man den Gestank ignorieren konnte. Es roch wie eine Mischung aus verfaultem Fisch, Buttersäure und etwas undefinierbar säuerlichem, das fast brechreizerzeugend wirkte. Doch ihr war bewusst, dass ihre Nasenrezeptoren sich bald daran gewöhnen würden, das dauerte eben nur eine Weile. Mühsam einen Hustenreiz unterdrückend studierte Sybil weiterhin die Scanergebnisse. Die Anzeigen, die auf Lebensformen hinwiesen waren diffus, doch im Moment reichte es Sybil, dass in der näheren Umgebung keine größeren Lebewesen angezeigt wurden.
    Die Anzeige verschwamm vor ihren Augen, als ihre Lider herabsanken, erschreckt riss sie die Augen wieder auf. Ihr Zustand verschlechterte sich rapide, sie musste handeln. So raffte sie ihre letzte Energie zusammen und taumelte wieder hinaus, diesmal auf den Wind vorbereitet der ihr sofort wieder ins Gesicht fauchte.

    Das Gebäude, von dem sie inzwischen annahm, dass es eine Art Reparatureinheit für die Wächterandroiden war, stand in einem dschungelähnlichen Wald. Die Außenwände waren von kriechenden Gewächsen überwuchert, deren Laub eine ungesunde, purpurrote Färbung aufwies. Überhaupt wirkte die Vegetation, als sei sie der Phantasie eines manisch-depressiven Künstlers mit einer gestörten Farbwahrnehmung entsprungen. Einen Moment lang betrachtete Sybil fassungslos den schreiend bunten Anblick, der sich ihr bot, dann riss sie sich zusammen als sie die Lethargie wieder in sich aufsteigen spürte. Sie musste in Bewegung bleiben, bis sie in Sicherheit war. Dieser Gedanke ließ sie zynisch grinsen. Sicherheit.. sie wusste nicht wo sie war und ob man sie finden würde.. da war Sicherheit wohl ein sehr relativer Begriff. Wieder sanken ihre Lider herab und sie spürte, wie sich ihr Bewusstsein trübte. Verdammt..
    Sybil aktivierte den Tricorder und scannte den Wald, während sie langsam weiterging, die gesamte Situation kam ihr so unwirklich vor, dass sie wie in Trance handelte. Auch der Schmerz in ihrer Brust ging darin irgendwie unter, sie konnte ihn zwar nicht ignorieren, aber er schien einfach dazu zu gehören.
    Schließlich zeigte der Tricorder eine Felsansammlung an, die eine natürliche Höhle bildete, als Sybil sie erreichte, blieb sie stehen und starrte eine lange Weile ausdruckslos in den dunklen Höhleneingang. Das Geräusch von fließendem Wasser ließ sie schließlich wieder ins Hier und Jetzt zurückkehren, sie spürte auf einmal, dass sie brennenden Durst hatte.
    Nach einem Scan der Höhle, der keine unliebsamen Überraschungen wie einheimische Raubtiere oder dergleichen anzeigte, ging Sybil hinein. Sie musste sich bücken, da der Eingang relativ niedrig war, innen erweiterte sich der Raum zu einer großen Kaverne, an deren Ende ein natürliches Wasserbecken lag, entstanden durch stetigen Wasserzufluss aus einem Spalt in der Decke. Doch die geologischen Gegebenheiten interessierten Sybil im Moment nicht einmal ansatzweise. Sie taumelte zu dem Becken und ließ sich auf die Knie sinken, ohne ein schmerzerfüllten Aufkeuchen unterdrücken zu können. Sie scannte das Wasser, es war zwar nicht uneingeschränkt genießbar, würde sie aber nicht sofort umbringen. Diese Tatsache reichte ihr völlig aus, sie tauchte die Hände zu einer Schale geformt hinein und trank vorsichtig, auch wenn es ihr schwer fiel sich zu beherrschen. Im nächsten Moment spuckte sie es wieder aus und spürte, wie sich alles in ihr zusammenzog, das Wasser schmeckte so bitter wie Galle. Doch es half nichts, ihr Körper brauchte die Flüssigkeit, so wappnete sie sich und trank erneut. Diesmal schluckte sie die Flüssigkeit und trank soviel, wie sie imstande war. Doch diese Handlung forderte ihre letzte Kraft, sie ließ sich schwer atmend auf die Seite sinken und schloss die Augen, als sich Schwärze über ihr Bewusstsein senkte.
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
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  • Das Geräusch von tropfendem Wasser weckte sie, doch Sybil konnte sich nicht dazu durchringen die Augen zu öffnen. Sie lag auf dem kalten Felsboden und lauschte dem monotonen Geräusch, als wäre es das einzig wichtige in ihrer Existenz. Doch allmählich drangen auch andere Sinneseindrücke unerbittlich in ihr Bewusstsein zurück. Die Kälte des Steins unter ihr, der Schmerz in ihren Rippen, nein, in ihrem ganzen Körper.
    Und das quälende Gefühl, etwas unendlich Wichtiges vergessen zu haben...
    Sybil hob mühsam die rechte Hand und tastete über ihren Körper. Dabei streiften ihre Finger einen kleinen, metallischen Gegenstand.

    Den Kommunikator..

    Die schlagartig zurückkehrende Erinnerung ließ einen heftigen Adrenalinstoß durch ihren Körper schießen, sie fuhr hoch und keuchte laut auf, als der Schmerz durch ihren Körper fuhr wie ein glühendes Messer. Doch sie ignorierte ihn und presste die Finger auf den Kommunikator. ***"Esquiline.. melden Sie sich.." Sie erkannte ihre Stimme selbst kaum, so rau und heiser klang sie. Doch es blieb still in der Höhle, als ihre Worte verklungen waren. Sie versuchte es noch einige Male, dann sank sie matt zurück auf den Boden und schloss die Augen. Zwecklos, die Elosan-Transporteinheit konnte sie wer weiß wohin befördert haben, über die Technologie dieser Spezies war noch viel zu wenig erforscht. Für einen Moment breitete sich schwarze Hoffnungslosigkeit in Sybil aus, sie erwog, einfach liegen zu bleiben und aufzugeben. Doch allein dieser Gedanke trieb sie wieder dazu, sich aufzurichten. Kapitulation stand nicht zur Diskussion, nicht einmal ansatzweise. Kaaran würde sie suchen.. und finden. Und wenn er sie nicht finden würde? Unerbittlich drängte sich dieser Gedanke in den Vordergrund, ohne dass Sybil es verhindern konnte. Doch sie unterdrückte ihn hastig mit aller Macht, für Zweifel war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
    Nachdem sie sich mühsam in eine sitzende Position gebracht hatte, den Rücken an das Felsbecken hinter sich gelehnt, zog sie das Medikit heran, das ein kleines Stück entfernt lag und öffnete es. Der Tricorder und der Regenerator wirkten äußerlich unversehrt, doch die diversen Hyposprays waren zerbrochen, ihr Inhalt regelrecht kristallisiert. Vermutlich eine Folge des Transports. "ghuy'cha!"Der klingonische Fluch hallte förmlich durch die Höhle, Sybil fuhr leicht zusammen bei dem Nachhall, fühlte sich aber seltsamerweise sofort besser. Sie nahm den Regenerator heraus und legte ihn auf ihre Oberschenkel, dann griff sie nach dem Tricorder und aktivierte ihn. Die Anzeige leuchtete auf, das vertraute Schimmern ließ ihr absurderweise Tränen in die Augen treten. Sie blinzelte sie verärgert weg und lehnte sich ein wenig zurück, dann begann sie sich zu scannen. Während sie das Gerät langsam über ihren Körper wandern ließ, murmelte sie leise vor sich hin. "Ein Mediziner, der sich selbst behandelt, ist ein Narr." Sybils Mundwinkel zuckten amüsiert, als sie sich an diesen Ausspruch ihres alten Lehrers erinnerte. "Nun, Dr. Sal, ich sehe außer mir keinen Mediziner hier. Also muss ich wohl oder übel die Närrin sein.."
    Während sie sich fragte, ob sie schon anfing verrückt zu werden, da sie mit sich selbst und nicht anwesenden Personen redete, hob sie den Tricorder auf Augenhöhe und las die Ergebnisse des Scans. Wie erwartet hatte sie Rippenfrakturen, die jedoch zum Glück recht unkompliziert waren. Ansonsten gab es nichts, was der Regenerator nicht ebenfalls retten konnte. Sie streckte sich lang auf dem Boden aus, was erneute Schmerzwellen auslöste, dann scannte sie sich wieder. Es dauerte eine ganze - und peinigende - Weile, bis sie die richtige Position gefunden hatte, um die Frakturen zu behandeln. Als es ihr endlich gelungen war, blieb sie noch einen Moment schwer atmend still liegen, während Tränen des Schmerzes über ihr Gesicht liefen und es gemeinsam mit dem Schmutz darauf zu einer grotesken Maske werden ließen. Dann atmete sie tief durch und aktivierte den Regenerator. Als die Schmerzen kurz darauf nachließen und sie endlich wieder tief durchatmen konnte, ließ sie den Regenerator auf ihren Bauch fallen und schloss die Augen um den Moment auskosten zu können. Doch die Zeit drängte, so richtete sie sich auf, scannte ihren Brustkorb erneut und verzog das Gesicht. Die Enden der Knochen waren nicht vollständig ausgerichtet gewesen, sodass die Heilung der Frakturen nicht perfekt war. Doch sie konnte frei atmen und sich bewegen, mehr brauchte es im Moment nicht.

    Sybil trat an das Steinbecken und schöpfte eine Handvoll Wasser, um sich das Gesicht zu waschen. Am liebsten wäre sie hineingesprungen, doch da sie nicht wusste, ob es noch anderweitig Wasser in erreichbarer Nähe gab, wäre es unklug, ihren Trinkwasservorrat zu verunreinigen. Wasser und Nahrung waren ihre primären Ziele im Moment, das wurde ihr im nächsten Moment bewusst. Automatisch griff sie nach ihrem Phaser und warf einen Blick auf die Anzeige. Der Ladezustand war noch beruhigend hoch, fragte sich nur, wie lange sie hier sein würde. Wieder verdrängte sie den unwillkommenen Gedanken, dass es für immer sein konnte und wandte sich der drängenden Realität ihrer Bedürfnisse zu. Auf einmal wurde ihr bewusst, dass es in der Höhle immer dunkler wurde, sie trat an den Eingang und sah hinaus. Es wurde Nacht, doch durch das dichte Blätterdach des Dschungels konnte sie den Himmel nicht erkennen. Sinnlos, jetzt im Dunklen nach Nahrung zu suchen, solange sie nicht das Geringste sehen konnte. So kehrte sie in die Höhle zurück, setzte sich an die hintere Felswand und legte den Phaser auf ihren Schoß. Obwohl sie nicht das Gefühl hatte, müde zu sein, überwältigte sie kurz darauf der Schlaf.
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
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  • Colonel Taevar

    Das Lagerfeuer war klein, aber es sollte reichen, um etwas Licht zu spenden, Wasser zu erwärmen und das Fleisch zu braten. Hitze hing nicht von der Größe ab und das eine allzu helle Flamme nicht nur Jäger abschreckte, sondern einige gar anzulocken vermochte, hatte Taevar in unangenehmen Erfahrungen lernen müssen. Überhaupt hatte er viele Dinge lernen müssen, seit er hier angekommen war. Akribisch hatte er die Tage und Wochen gezählt, inzwischen auch die Monate. Er hasste diesen Ort. Finster und schmutzig, abwechselnd kalt und heiß, jede Existenz, ob Pflanze oder Tier, schien sich gegen ihn verschworen zu haben. Ihn, einen Mann von Romulus - oder Rho Tucanae, wie es inzwischen hieß, - die Krönung der intellektuellen Evolution. Schnaubend warf er einen weiteren Scheit ins Feuer und sah dem Prasseln zu, bevor er ein Stück des Fleisches auf einen geschnitzten Stock stach und darüber hielt. Seine Finger, eigentlich die Bedienung von Computern gewöhnt, ertrugen es noch immer nicht, primitive Werkzeug wie einen Stein zu nutzen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Er hätte seinen Ehrendolch einsetzen können, dies hätte ihm sein Leben häufig erleichtert, aber Taevar weigerte sich, das Symbol des Imperiums und seiner Würde zu missbrauchen, um etwas anderes damit zu tun, als sich Genugtuung zu verschaffen. Bisher war dies nur einmal notwendig gewesen, als ein Baumbewohner seinen Disruptor entwendet hatte. Die Waffe war seine Überlebensgarantie und niemand würde sie ihm stehlen. Zuhause würde man sich über ihn vermutlich amüsieren, dass er eine Kreatur von niederem Instinkt abgestochen hatte, aber für ihn selbst war es eine Wohltat gewesen, um all die Wut zu kanalisieren, die er ob seiner Lage empfand.
    Der Geruch von gebratenem Fleisch stieg ihm in die Nase. Er hasste den Geruch. Es fehlte die Qualität, es fehlte die Würze, es fehlt überhaupt an allem, was eines Romulaners angemessen gewesen wäre. Seine dunklen Augen zogen sich zusammen und fixierten das glimmende Feuer, bis er ein Geräusch hörte. So schnell, wie man es ihm aufgrund seiner schon leicht grauen Haare kaum zugetraut hätte, war Taevar auf den Beinen und hielt einen langen Ast in beiden Händen, gefertigt und gespitzt zu einer Lanze. Ein Rascheln, dann ein Flattern. Nur ein Jäger in der Nacht, zu klein, um keine Furcht vor dem Feuer zu empfinden. Er setzte sich und nahm seine Arbeit wieder auf, bis er in das zähe Fleisch beißen konnte. Er hasste den Geschmack.
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
    » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

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  • Alltud..
    Sybil hatte ihrer neuen "Heimat" das walisische Wort für Exil als Bezeichnung verliehen. Auch wenn die Bedeutung des Wortes nicht wortwörtlich zutraf, so war sie zumindest nicht freiwillig hier.. Allmählich zweifelte sie immer häufiger daran, dass Kaaran sie finden würde.
    Um sich von ihren Ängsten zu lösen, betrachtete sie die tiefrote Bissnarbe auf ihrem Arm. Unregelmäßig und wulstig hob sich das Narbengewebe von ihrer hellen Haut ab, die Erinnerung, die sich prompt einstellte, ließ ihren Blick abwesend werden, als sie in die Dunkelheit jenseits des Lichtscheins blickte. Sybil saß mit dem Rücken zum Feuer, das sie unter einem Spalt in der Höhlendecke entzündet hatte, damit das Licht ihre Sicht ins Dunkle nicht beeinträchtigte und erinnerte sich..


    Sybil verließ die Höhle auf der Suche nach Nahrung am frühen Morgen. Da sie durch leidvolle Erfahrungen festgestellt hatte, dass das Fleisch der einheimischen Fauna für sie unverträglich war, beschränkte sich ihr Speisezettel auf Früchte und Sprossen. Auch diese waren nur beschränkt genießbar, sodass sie im Lauf der Wochen noch dünner geworden war. Die Muskeln an ihrem Körper traten sichtbar hervor, der Kampf ums Überleben zeigte seine Spuren immer deutlicher. Ihr Gesicht war hager geworden, ihre hohen Wangenknochen zeichneten sich nun noch deutlicher unter der Haut ab.
    Als sie sich nach einer entfernt birnenähnlichen Frucht bückte, die von einem naheliegenden Baum gefallen war, spürte sie mehr, als dass sie es wusste, dass irgendetwas nicht stimmte. Es war auf einmal totenstill, der nervenzerreißende Lärm, den eine hasenähnliche Spezies sonst überall im Unterholz des Dschungels unentwegt erzeugte, war verstummt. Ihre Nackenhaare sträubten sich, als ihr ausgeprägter Instinkt für Gefahr sie hochfahren ließ, doch noch bevor sie sich ganz aufrichten konnte, traf ein unglaublich harter Schlag ihren Rücken und sie ging zu Boden. Das massive Gewicht, das auf ihr lastete, trieb ihr jegliche Luft aus den Lungen, sie keuchte auf, als ihr Gesicht in die stinkende Mulmschicht des Waldbodens gedrückt wurde. Doch im nächsten Moment spannte sie alle Muskeln an und stemmte sich mit ihrer verbliebenen Kraft gegen den unbekannten Angreifer. Es gelang ihr, ihn abzuwerfen und sich umzudrehen, während ihre linke Hand zum Phaser griff. Doch ihr Griff ging ins Leere, wahrscheinlich war die Waffe durch den Aufprall davongeschleudert worden.
    Dann fiel ihr Blick auf den Angreifer, einen Moment lang ließ der Schock sie wie gelähmt verharren. Der Kopf des Wesens schien nur aus Maul und Zähnen zu bestehen, ein Krokodil wäre neidisch gewesen. Sein insektenähnlicher Körper hatte die Größe eines Pumas und war mit einer rauen, stachligen Haut bedeckt. Diese schimmerte in denselben schrillen Farben wie die Gewächse der Umgebung. Außerdem stank es bestialisch, Sybil konnte nur mit Mühe ein Würgen unterdrücken.

    Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen, während Sybil und ihr Gegner sich anstarrten, dann löste sich das Wesen scheinbar auf. Noch während sie fassungslos auf die Stelle starrte, wo das Raubtier eben noch gestanden hatte, war es auf einmal neben ihr. Sybil stieß einen Schrei der Wut und des Schmerzes gleichzeitig aus, als sich die vielzahnigen Kiefer um ihren rechten Unterarm schlossen, sie fiel auf die Knie während sie mühsam mit der linken Hand das Messer aus ihren Stiefel zerrte und wahllos auf das Wesen einstach. Es bewegte sich rasend schnell und schüttelte sie brutal durch, sodass es ihr nicht möglich war, eventuelle Schwachstellen zu erkennen. Außerdem verschwammen seine Umrisse immer wieder, als besäße es eine Tarnvorrichtung.. Doch schließlich traf sie einen sensiblen Punkt, das Wesen löste seine Kiefer von Sybils Arm und stieß ein hohes Pfeifen aus, das Sybil fast taub werden ließ. Ihr Adrenalinspiegel ließ den Schmerz in ihrem Arm vorübergehend in den Hintergrund treten, sie griff erneut an und stach immer wieder zu, bis ihr Gegner leblos am Boden lag. Sybil blieb keuchend stehen und wartete, dann wurde ihr bewusst, dass das Wesen sich nicht mehr erheben würde.
    Der Schmerz kehrte schlagartig zurück, Sybil krümmte sich zusammen und biss sich die Unterlippe blutig um nicht aufzuschreien, dann sah sie sich um. Ein Stück entfernt lag der Phaser, sie hob ihn mühsam auf und schleppte sich zurück in die Höhle. Noch auf dem Weg dorthin spürte sie, wie ihr Bewusstsein sich trübte, sie warf einen benommenen Blick auf ihre Wunde. Die Muskulatur war zerfetzt, wie durch ein Wunder war die Arterie nicht verletzt worden. Doch die Wundränder zeigten eine schwärzliche Verfärbung, die auf Gift hindeutete. Sie taumelte immer stärker, erreichte ihr Lager, das sie sich aus Pflanzenteilen gebaut hatte und sank darauf. Ihr Blick trübte sich, als sie nach dem Medikit suchte, es lag für sie unerreichbar am Rand des Wasserbeckens auf der anderen Seite der Höhle.
    Sybil schloss die Augen, das Gift des Wesens brodelte förmlich in ihren Adern, während heiße Schmerzwellen von der Wunde durch ihren ganzen Körper pulsten. Doch bald spürte sie nichts mehr davon, als sie ins Delirium fiel. Wirre Träume peinigten sie, reglos und in Schweiß gebadet wälzte sie sich auf ihrem Lager.

    Sybil erwachte langsam, zu schwach um sich zu bewegen sah sie jemanden, der neben ihr in der Dunkelheit saß, an einem kleinen Feuer. Sie blinzelte und atmete tief durch, dann erstarrte sie, als ein vertrauter Geruch in ihre Nase drang. Doch das war unmöglich. Sie war allein.. und wo sollte auf dieser verdammten Welt ein Klingone herkommen?
    Eine ebenso vertraute Stimme erklang, als hätte Tse'Kor ihre Gedanken gelesen, lachte er laut. "Klingonen gehen, wohin sie wollen. Wer würde uns aufhalten?" Sybil starrte ihren alten Freund an, schüttelte den Kopf und flüsterte heiser, während ihr Herz raste. "Du bist nur eine Halluzination. Du bist tot.." Der Klingone beugte sich über sie und hob die breiten Schultern. "Bist Du da so sicher, be'nI'oy? Und selbst wenn, jetzt bin ich hier, das allein zählt doch." Er sprach weiter, doch Sybils Sinne trübten sich wieder, sie schloss die Augen und nickte nur.
    Es schien nur einen Moment zu dauern, doch als sie die Augen wieder öffnete, schimmerte trübes Tageslicht durch den Spalt an der Decke. Sybil war allein, auch gab es keine Spur des Feuers, das sie so deutlich gesehen hatte...


    Das Geräusch eines kleinen Tieres vor der Höhle riss Sybil aus ihren Erinnerungen, sie richtete sich auf, ging zum Wasserbecken und tauchte die Hände hinein, um sich dann damit über Gesicht und Nacken zu reiben. Sie hatte keine Zeit für Tagträume, denn allmählich wurde es hell. Sie verließ die Höhle und wandte sich draußen in Richtung der Elosan-Einrichtung. Es wurde eher Zeit, Antworten zu finden. Bald darauf erreichte sie das Gebäude, in dem sie gemeinsam mit dem Androiden rematerialisiert worden war, trat lautlos durch den ornamentverzierten Torbogen und verschwand in der Dunkelheit.
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
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  • Sybil blinzelte und unterdrückte den Reflex sich die Augen zu reiben, als sich ihre Sicht scheinbar trübte, denn dieser Effekt beruhte lediglich auf dem Spektrum der Beleuchtung, die definitiv nicht für menschliche Augen konzipiert worden war. Ein Schauder überlief Sybil, als sie den Raum betrat, an dem sie gemeinsam mit dem Androiden rematerialisiert worden war.
    Sie sah sich angespannt um, der Android stand immer noch inaktiv auf seiner Plattform, der Lichtkegel darüber war jedoch erloschen. Ein Scan mit dem Tricorder zeigte keinerlei energetische Emissionen bei der Kampfeinheit, aber das musste ja nicht viel bedeuten. So bewegte sie sich langsam auf die Konsolen zu, den Androiden dabei nicht aus den Augen lassend.
    Als sie die erste ohne Zwischenfall erreichte, begann sie erneut zu scannen. Zuerst schienen die Daten keinen Sinn zu ergeben, doch allmählich zeigte sich für Sybil ein Bild des Ganzen. Immer wieder Seitenblicke auf den Androiden werfend, schließlich hatte Zarvens Zugriff auf eine Elosan-Konsole die Kampfeinheiten erst aktiviert, begann Sybil sich Schritt für Schritt durch die Scanergebnisse zu arbeiten. Ihre Erfahrung als OPS kam ihr in diesem Fall sehr zu Hilfe, bald konnte sie die ersten Erfolge verbuchen. Doch es war nichts positives. Würde sie diese Konsole aktivieren, ohne die entsprechenden Zugriffsdaten, gäbe es auch hier Alarm. Sybil verzog das Gesicht und überlegte, während sie sich umsah. Sie würde eine Konsole finden müssen, die nicht mit der Hauptanlage verbunden war.
    Auf ihren ersten Erkundungsgängen war ihr an der dem Eingang abgewandten Seite des Gebäudes ein weiterer Zugang zum Gebäude aufgefallen, der allerdings von außen inzwischen durch undurchdringliches Gestrüpp nicht zugänglich war. Da sie den Phaser nicht unnötig einsetzen wollte, hatte sie dieses Tor ignoriert. Nun sah sie sich im Raum um und ging dann zielstrebig auf einen weiteren Durchgang zu, der halb verborgen hinter der nächsten Konsole lag. Bei ihrer Ankunft war er ihr nicht weiter aufgefallen, sie hatte definitiv andere Probleme gehabt. Wenn sie nicht völlig falsch lag, musste in dieser Richtung der versperrte Zugang liegen.
    Die Beleuchtung funktionierte nur noch partiell, aber das störte Sybil nicht, sie sah genug, um den Weg zu erkennen. Bald erreichte sie einen Bereich, der wohl als Wohnbereich gedient hatte, zumindest wiesen die metallenen Gerippe, die im Lauf der Zeit als einziges übriggeblieben waren, starke Ähnlichkeit mit Möbelstücken für annähernd humanoide Nutzer auf.
    In einem kleinen Raum, der sich an einen Wohnbereich anschloss, fand Sybil schließlich eine weitere Konsole, die noch aktiv war. Ein Scan ergab, dass sie keine Verbindung zum System der großen Halle zu haben schien. Sybil runzelte die Stirn und verglich die Daten der Konsolentypen, diese hier schien eine reine Informationseinheit zu sein, ähnlich einer Datenbank. Das war zwar nicht das, was sie sich erhofft hatte, doch man musste auch für Kleinigkeiten dankbar sein. Vielleicht fand sie Informationen, die ihr weiterhalfen.

    Stunden später deaktivierte sie die Konsole, einen tiefer Ausdruck der Enttäuschung zeichnete sich in ihrem Gesicht ab, als sie sich auf den Rückweg machte. Es war ihr nicht gelungen herauszufinden, wo sie genau gelandet war, der Tricorder konnte die Koordinatenangaben der Elosan nicht in Föderationswerte umwandeln. Zumindest wusste sie jetzt, was es mit der Eigenheit der DNA-Proben dieser Spezies auf sich hatte. Die Elosan hatten vor einer unbekannten Zeitspanne, auch die Zeitrechnung ließ sich nicht transskriptieren, die Fähigkeit der natürlichen Fortpflanzung verloren. Wie das geschehen war, hatte Sybil nicht herausgefunden, die entsprechenden Berichte in der Datenbank waren vage gehalten und sagten über die reine Tatsache hinweg nichts aus. Sie vermutete, dass es sich um ein Tabu handelte, da der Informationsmangel darüber in krassem Gegensatz zur sonstigen Datenmenge zur Spezies stand.
    Die Elosan vermehrten sich nun durch Klone, die nach Bedarf in hochentwickelten Anlagen gezüchtet wurden. So gab es auch nur ein Geschlecht, das in etwa dem Mann bei anderen humanoiden Spezies entsprach.
    Die Besonderheit war jedoch, dass es für jeden Klon zwei Wege der Entwicklung gab, steuerbar bei der Erzeugung des Individuums. Entweder wurde er zum gewöhnlichen Elosan, oder zu einer Subspezies, die sich in vielen Punkten von der Elosan-Norm der Klone unterschied. Die Mitglieder der Subspezies, die den Namen "Sidorn" trug, galten bei den Elosan als heilig, sie verehrten sie als Götter und natürliche Anführer ihrer Spezies. Gleichzeitig war die Beziehung der Elosan zu ihren "Göttern" jedoch sehr pragmatisch. So hatte Sybil diverse Einträge über die Eliminierung von Sidorn gefunden, bei denen geistige Instabilität und somit eine Gefahr für das Volk festgestellt worden war. Ein Sidorn war in der Lage, seinen Geist mit dem Zentralcomputer der Elosan zu verbinden, ohne technischen Zugang zu benötigen. Nur er konnte die höheren Befehlsebenen erreichen, die den Elosan über ihren Konsolenzugang verwehrt blieb. Die dazu benötigte extreme Gehirnkapazität führte jedoch scheinbar bei manchen Sidorn zu einer Form von Schizophrenie, herbeigeführt durch eine Fehlentwicklung des Klons bei seinem Wachstum. Trat dieser Fall ein, verlor er seinen göttlichen Status und wurde eliminiert, auf welche Art, war der Datenbank nicht zu entnehmen.
    An diesem Punkt der Rekapitulation angekommen schüttelte Sybil unwillkürlich den Kopf. Bei den Elosan ein Gott zu sein, war wohl eher eine sehr zwiespältige Ehre.

    Sybil blieb am Eingang zur großen Halle stehen, bis sich ihre Augen an das hellere Licht gewöhnt hatten. Ein prüfender Blick in die Runde zeigte, dass alles ruhig war, nur die Anzeigen der Konsolen an der Stirnseite des Raumes blinkten weiterhin matt. Langsam ging sie weiter, unter ihren Füßen knirschte der hereingewehte, schwarze Sand, der den Boden in der Nähe des Ausgangs bedeckte. Schließlich erreichte sie ihn, noch einmal sah sie zurück in die Halle, dann zog sie den Phaser und verließ das Gebäude. Die weiteren Datensätze, die sie im Tricorder gespeichert hatte, würde sie sich später in der Höhle in Ruhe ansehen.
    Draußen angekommen blieb sie stehen und sah sich misstrauisch um, seit dem Überfall durch das Raubtier war sie noch einigen dieser Wesen begegnet, hatte ihnen aber rechtzeitig ausweichen können. Scheinbar griffen sie nur bei direktem Kontakt an. Zufrieden mit dem Ergebnis schlug sie den Weg zur Höhle ein und verschwand wenig später im Dschungel.
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
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  • Colonel Taevar

    Die Umgebung zur eigenen Tarnung zu nutzen, war etwas, das Taevar zunächst hatte lernen, wenn nicht gar begreifen müssen. Er war es gewohnt, dass die Technologie ihn unsichtbar machte, ihn verschwinden ließ, sodass seine Sinne nicht darauf konzentriert gewesen waren, so etwas wie das Treten auf einen knackenden Ast zu vermeiden. Doch die Zeit ihn gelehrt, mit dem Blattwerk, dem Gras und Holz zu verschmelzen. Natürlich wäre er noch immer ein Laie gegenüber jeder Form von natürlichem Eingeborenen, aber dieser Ort beherbergte keine intelligente Spezies. Zumindest war der Colonel nie einer solchen begegnet.
    Weshalb er sich überhaupt damit beschäftigte, sich verborgen halten zu können, hatte er sich eine Weile gefragt. Zwei Gründe waren ihm eingefallen. Da wäre zunächst seine Stellung im Imperium, die Tarnung und Verschwiegenheit zur grundsätzlichsten Disziplin erhob, aber in Wahrheit hatte er sich Sorgen gemacht ob dem, wer vielleicht kommen würde; - wenn denn einer kam. Es war keinesfalls sicher, dass er sich noch im Imperium aufhielt. Dieser Ort konnte ebenso am anderen Ende des Universums liegen. Für ihn ohne Unterschied.
    Nun jedoch hatte es eine Veränderung der Umstände gegeben, da es sich sowohl auszahlte, sich der Tarnung in freier Natur überhaupt gewidmet zu haben, wie auch erstmalig seit langer Zeit ein Anflug von Zuversicht in Taevar erwacht war. Es war noch niemand hier. Ein menschliches Weibchen, soweit ihn seine Einschätzung nicht trug. Und sie war gekleidet in die Uniform der Sternenflotte. Zwar wies diese - wie seine eigene Uniform auch - die Spuren dieser Welt auf, aber das Schwarz, die grauen Schultern und der farbige Kragen waren unverkennbar. Das ausgerechnet jemand von der Sternenflotte hier erscheinen würde, hatte Taevar nicht erwartet. Andererseits war dies noch immer von Vorteil gegenüber der Aussicht, auf einen Klingonen zu treffen oder etwas gar gänzlich Fremdes. Sein Instinkt riet ihm zur Wachsamkeit, während sein Intellekt leise flüsterte, dass er es kaum besser hätte treffen können. Von einer Romulanerin abgesehen natürlich.
    Während die Fremde die Einrichtung verließ, in welcher er diesen verfluchten Ort erreichte hatte und im Dschungel verschwand, folgten ihr Taevars Augen. Sie bewegte sich selbstbewusst, entsprechend ihres Ranges, den der Colonel als Commander identifiziert hatte. Unter ihm, das war grundsätzlich gut. Ein fahles Lächeln, doch von Anspannung überzogen, bedeckte seine harten Gesichtszüge, dann folgte er ihr. Stets im Abstand von fast fünfzig Meter, was in der Dichte der hiesigen Natur ein Akt höchster Konzentration war. Die Frage, die sich ihm zwangsläufig stellte: Konnte er sich offenbaren? Im Laufe der Monate war er vorsichtig geworden, vielleicht paranoid, dass schloss er nicht aus. Aber seine Ausbildung war noch immer da und er würde den Zeitpunkt bestimmen, die Umstände diktieren. Sobald er mehr wusste ...
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  • Wieder in der eher fragwürdigen Sicherheit der Höhle angekommen, ließ Sybil sich am Rande des Wasserbeckens auf den Felsboden sinken, lehnte den Kopf an die Steine und starrte an die Decke. Die grenzenlose Enttäuschung ließ ihr Tränen in die Augen steigen, diesmal war sie zu erschöpft, um sich dagegen zu wehren, sie flossen über ihre Wangen und tropften auf die zerrissene Uniformjacke. Zwar hatte sie nicht erwartet, den Fahrplan für eine Nonstop-Verbindung nach Hause zu finden, aber was sie gefunden hatte, war für sie völlig nutzlos.
    Die Informationen über die Elosan waren ja gut und schön, nur für sie im Moment ungefähr so hilfreich wie ein Tribble auf der Krankenstation. Sybil hatte gehofft, Informationen über ihren Standort oder die Einrichtung der Elosan zu finden, Baupläne, oder zumindest einen Grundriss. Doch die von ihr angezapfte Datenbank hatte nur historische Daten enthalten, die wenigen Koordinaten, die sie darin gefunden hatte, waren nicht zu entschlüsseln gewesen. Noch nicht, das war ihr nächstes Ziel.

    Wieder einmal wanderten ihre Gedanken zu Kaaran und John. Suchten sie noch nach ihr? Durften sie es überhaupt? Ihr war bewusst, dass die Sternenflotte nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung stellen würde, dann musste man sich den Tatsachen stellen.
    Die Vorstellung, den Rest ihres Lebens allein auf diesem Planeten verbringen zu müssen, ließ sie die Zähne zusammenbeißen. So weit würde es nicht kommen, eher würde sie sich auf einen neuen Kampf mit dem verdammten Androiden einlassen. Und wenn er sie tötete, dann wäre das wenigstens ein ehrenhafter Tod. Besser, als irgendwann an den Folgen der Fehlernährung zu sterben, denn inzwischen hatte sie festgestellt, dass in den Früchten und im Wasser eine Substanz enthalten war, die ihr Immunsystem schwächte. Der Tricorder hatte das Element nicht zuordnen können, aber im Grunde war das gleichgültig, auch mit einer expliziten Identifikation der Substanz konnte sie nichts dagegen tun. So blieb ihr nur, den langsamen, aber unaufhaltsamen Abbau der Granulozyten in ihrem Blut verfolgen. Beziehungsweise zu ignorieren, denn angesichts der Unabänderlichkeit zog sie es vor, die Energie der Tricorder nicht für in diesem Fall sinnlose Untersuchungen zu verschwenden. Sie hatte, basierend auf vorhergehenden Messungen ausgerechnet, wann es kritisch zu werden begann. Noch konnte ihr Körper den planeteneigenen Bakterien und Pilzen standhalten, aber die Wahrscheinlichkeit eines Befalls stieg täglich an.

    Schließlich fasste sie sich und wischt unwirsch mit der Hand die Tränen ab, dann stand sie auf und holte sich eine Frucht aus ihrem Vorrat. Wie alles auf diesem Planeten schmeckte sie seltsam bitter und tranig, hatte aber den Vorteil, dass sie einen hohen Nährwert besaß. Während Sybil widerwillig hineinbiss, legte sie sich einen neuen Plan zurecht.
    Sie musste Zugriff auf die technischen Datenbanken erhalten, vielleicht gab es dort eine Möglichkeit, einen Notruf abzustrahlen. Über ihre Fähigkeiten, sich mit der Elosan-Technik erfolgreich auseinander zusetzen, machte sie sich weniger Sorgen, das wirkliche Problem war der Android..
    Mit unruhigen Schritten, immer wieder von der Frucht abbeißend, ging sie schließlich vor der Höhle nervös auf und ab. War die Kampfeinheit an das Sicherheitssystem der Reparatureinheit gekoppelt und wurde "aufgeweckt", wenn sie versuchen würde, Zugriff auf die Konsolen in der Halle zu nehmen? Oder noch schlimmer, gab es ein anderes Sicherheitssystem, das ihr bisher entgangen war? Die Scans hatten zumindest keine weiteren Kampfeinheiten angezeigt, nur technische Einrichtungen und weitere, leere Räume, die wahrscheinlich ehemals dem Sozialleben der hier stationierten Elosan gedient hatten.
    Allmählich legte sich ihre Frustration, sie hatte einfach zuviel erwartet vom ersten Versuch. Sie würde eben morgen einen neuen machen. Sybil grinste zynisch. Es war ja nicht gerade so, als hätte sie etwas besseres zu tun..
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
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  • Colonel Taevar

    Bäume waren ein guter Aussichtspunkt. Und es gab ihrer so viele auf diesem Planeten - oder war es ein Mond -, dass man die Qual der Wahl hatte. Eigentlich konnte Taevar nicht klettern. Er war Analytiker, dass, was man in der Heimat einen effektiven Bürokraten genannt hatte. Er wählte aus, er optimierte und er reduzierte. Wenn es dabei erforderlich war, Dinge verschwinden zu lassen, dann war dies ein notwendiger Bestandteil. Als er sich nun einen Baum hinauf zog und über die Äste sich dem Platz näherte, da die Menschenfrau vor einem Höhleneingang auf und ab ging, hatte er das Gefühl, mehr Krach zu veranstalten als ein feuernder Schiffsdisruptor unter atmosphärischen Bedingungen. Indes musste er darauf hoffen, dass seine eigenen Bewegungen durch die Natur überdeckt wurden, denn hier war immer Bewegung. Und es war ein windiger Tag, die getriebene Luft zerrte am Laub und sang ihr Klagelied. Zumindest hatte es sich für den Colonel stets wie ein solches angehört.
    Schließlich erreichte er eine gute Stelle und ließ sich in einer Astgabel nieder. Nun jedoch bedauerte er, die Schulterpolster aus seiner Uniform gerissen zu haben. Womöglich waren sie sperrig - aber sie waren bequem, wenn es darum ging, sich anzulehnen. Allerdings hatte Taevar gelernt, dass eine möglichst schmale Silhouette von Vorteil war auf dieser Welt. Eine breit anmutende Gestalt machte auf die hiesige Fauna keinerlei Eindruck, zu primitiv war ihre Psychologie. Minderbemittelte Wesen. Fast war er versucht, mit dem Kopf zu nicken, doch er unterließ es und konzentrierte sich auf das, was er sehr gut konnte: Beobachten.
    Zunächst stellte er fest, dass die Frau außergewöhnlich attraktiv war - für einen Menschen -, soweit dies die Umstände zuließen, denn die Natur forderte ihren Tribut. Man sah es an ihren Gesichtszügen, die eingefallen wirkten, soweit Taevar menschliche Anatomie denn verstand, die sich nur rein äußerlich mit der romulanischen vergleichen ließ. Andererseits hatte er schon viele Menschen mit wenig Schlaf und unter äußerster Belastung erlebt. Und diese sahen alle solcherart aus. Er beugte sich weiter vor und zog die Augen zusammen. Den Rang kannte er bereits. Sie war verletzt worden, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Was sie umtrieb, dass wusste der Colonel nicht, aber er wusste, dass es etwas gab. Ihr Blick verriet es ihm. Blauer Kragen, demnach war sie ein Mediziner oder Wissenschaftler. Der Hang der Sternenflotte zur Transparenz war widerlich, aber für ihn nun von Vorteil.
    Beinahe 20 min. verbrachte Taevar damit, die Frau einzuschätzen und runzelte die Stirn, als sie eine dieser abartigen Früchte aß. Sie war noch nicht lange hier, dies mochte eine Erklärung dafür sein. Er selbst hatte lange Zeit gebraucht, bis er heraus fand, was von dieser Welt ihn nicht umbrachte, wenn er es zu sich nahm. Jedoch, so kam ihm der Gedanke, mochte dies für einen Romulaner gelten, für einen Menschen mitnichten. Vorsichtig ergriff der Colonel einen Ast, ließ sich aus der Gabel fallen und holte Luft. Nun musste alles schnell gehen, er hatte seine Entscheidung getroffen. Noch während er fiel, zog seine Hand den Disruptor. Seine Stiefel erreichten den Boden, sein Rücken folgte, er rollte sich ab und brach aus einem Busch hervor. Ein Dorn schnitt ihm in die Wange, hinterließ einen dünnen Streifen grünen Blutes. Uninteressant. Dann kam er zum stehen, den Arm ausgestreckt, die Waffe genau auf die Frau gerichtet. "Überlegen Sie sehr genau, was Sie nun tun, Commander, ich habe meine Geduld vor langer Zeit schon verloren", rief er laut ... auf romulanisch.
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  • Schon beim ersten Knacken im Unterholz ließ Sybil die Frucht fallen und zog reflexartig den Phaser, sowie mit der linken Hand das Messer aus dem Stiefel. Sie wog in Sekundenbruchteilen ihre Möglichkeiten ab. Flucht schied aus, Rückzug in die Höhle ebenfalls, diese war zu klein. Bei einem Kampf konnte sie zu leicht in eine Ecke gedrängt werden, außerdem wollte sie nicht riskieren, dass der ohnehin klägliche Rest ihrer Ausrüstung beschädigt wurde.
    Als im nächsten Moment ihr Gegner vor ihr stand, war sie für einen Moment völlig fassungslos. Sie hatte mit einem weiteren Raubtier gerechnet, der Lärm hatte auf etwas Großes hingewiesen. Aber ein Humanoider.. ein Romulaner, wie ihr im nächsten Moment bewusst wurde, sein Aussehen und die Sprache waren unverkennbar. Ebenso wie seine nicht sehr freundliche Absicht, da er mit seinem Disruptor auf sie zielte.
    Doch Sybil hatte ebenfalls ihren Phaser in der Hand und auf ihn gerichtet, sodass sie wohl eine Pattsituation hatten. Einen Moment lang war sie irritiert, dass sie ihn nicht verstand, doch dann wurde ihr bewusst, dass sie ihren Kommunikator im Medikit gelassen hatte, das Risiko ihn im Dschungel zu verlieren war ihr zu groß gewesen.
    Einen Augenblick später hatte sie sich wieder gefasst und musterte ihr Gegenüber mit relativer Gelassenheit. Hätte er sie töten wollen, dann würde sie schon in ihre Atome verteilt auf dem Weg zu ihrem Schöpfer sein. Der Romulaner wirkte ebenso erschöpft und heruntergekommen wie sie selbst, er war eindeutig ebenfalls nicht freiwillig hier gelandet. Einen Moment lang überlegte sie, dann sagte sie ruhig. "Ich bin Sybil Xukathal'yre'Rakos, Commander der Sternenflotte. Ihren Rangabzeichen entnehme ich, dass Sie Colonel sind, auch wenn ich Ihre Uniform nicht ganz zuordnen kann. Und ebenso sehe ich, dass wir wohl in der gleichen, unerquicklichen Lage sind. Ich weiß nicht was Sie sich davon versprechen, mich zu bedrohen, aber ich versichere Ihnen, ich habe keine Hemmungen, Sie im Ernstfall zu töten. Vielleicht sollten wir besser versuchen, uns zunächst zivilisiert zu benehmen. Nur verstehe ich Sie im Moment nicht, da ich meinen Kommunikator nicht trage."
    Die Situation kam ihr so unwirklich und gleichzeitig unglaublich lächerlich vor, sodass sie beinahe gelacht hätte. Doch nur ihre Mundwinkel zuckten leicht amüsiert. Da trafen sich zwei Gestrandete auf einem Planeten, der aus der Phantasie eines Geistesgestörten entsprungen zu sein schien und was taten sie? Sie starrten sich über die Läufe ihrer Waffen an, bereit, dem anderen das Lebenslicht auszublasen. Nun lachte sie wirklich leise, ohne in ihrer Aufmerksamkeit nachzulassen.
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  • Colonel Taevar

    Als die ihm fremde Frau lachte, zog Taevar die Augen zusammen und musterte sie noch misstrauischer als zuvor. Seine Finger zogen sich um den Griff des Disruptors zusammen, ohne dass er den Abzug weiter belastet hätte. Es verlieh ihm Sicherheit und wie er von Romulanerinnen bereits wusste, standen Frauen ihren männlichen Pendants in Nichts nach, wenn es um Entschlossenheit beim Töten ging. Erst nach einer Weile wurde ihm bewusst, dass die Commander das Englische benutzt hatte, jene Sprache, welche man in der Föderation offiziell zur Kommunikation nutzte. Mühsam kratzte der Colonel seine eigenen Kenntnisse zusammen und brachte seine Füße in eine stabilere Position, um wenn nötig eine Weile stehen zu können. Im Traum hatte er nicht damit gerechnet, dass diese Frau so schnell sein würde. Sie war Wissenschaftler oder Mediziner, seit wann lehrte die Sternenflotte diese Leute im Umgang mit Waffen, wo sie doch sonst um jeden abgefeuerten Schuss zu trauern begannen?
    "Colonel Taevar", stellte er sich vor auf Englisch. "Romulanisches Sternenimperium und Gestrandeter auf dem letzten Loch, dass in diesem Universum zu finden ist." Bewusst ließ er jede Andeutung darauf weg, ob seine Uniform eine der Streitkräfte war oder ... "Dann sind wir schon einmal einer Meinung, was die Hemmungen angeht", fuhr er mit einem starken Akzent fort, der einem Kenner bewies, dass er aus dem Zentrum des Imperiums, vllt. gar von Romulus selbst kam. "Man muss vorsichtig sein, da stimmen Sie mir doch sicher zu, Ms. Xukaty... Commander." Seine Augen weiteten sich wieder etwas. "Sind Sie hier, um sich zu amüsieren?"
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  • Sybil musterte den Colonel aus leicht zusammengekniffenen Augen, verfolgte jeder seiner Bewegungen akribisch mit ihrem Blick. Er wirkte zwar angespannt und zu allem bereit, aber nicht verzweifelt oder gar paranoid, wie man es nach einem längeren Aufenthalt auf dieser skurrillen Welt durchaus werden konnte. Sie hatte bei sich selbst auch schon Anflüge davon bemerkt, sie aber wieder in den Griff bekommen. Hoffte sie zumindest..
    Als Taevar sich auf Standard vorstellte, nickte sie kurz. Sybil registrierte, dass er ihre Bemerkung bezüglich seiner Uniform, die durchaus als Frage hätte durchgehen können, ignorierte. Ihre Mundwinkel zuckten wieder amüsiert, typisch Romulaner. Nur nicht mehr preisgeben als irgend nötig..
    Dann nickte sie langsam. "Aye, da stimme ich Ihnen tatsächlich zu. Besonders auf dieser Welt hier, wie immer sie auch heißen mag." Auf seine letzte Frage sah sie sich betont um, beobachtete ihn dabei aber weiter aus den Augenwinkeln, die Waffe starr auf ihn gerichtet. Dann sagte sie völlig ernst. "Natürlich.. können Sie sich einen schöneren Ort für einen Urlaub vorstellen? " Einen Moment lang schwieg sie, dann seufzte sie und schüttelte den Kopf. "Nein. Ich wurde, mehr oder minder aus eigener Dummheit, hierher transportiert. Unser Team wurde auf einem Planeten von Kampfeinheiten der Elosan angegriffen, als wir eines ihrer Gebäude betraten. Diese Androiden besitzen eine Nottransporteinheit, die sie bei größeren Kampfschäden hierher bringt. Ich wurde beim Angriff auf einen Androiden mitgezogen."
    Für einen Moment wurde ihr Blick trübe, die Maske der Gelassenheit wankte minimal. Zu lange hatte sie mit niemandem außer sich selbst reden können, auch, dass es ein potentiell feindlicher Fremder war, tat dem Gefühl der Erleichterung keinen Abbruch. Dann fasste sie sich wieder. "Ich bin seit ca. zehn Standardwochen hier. Und Sie?"
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  • Colonel Taevar

    "Sieben Monate und zwölf Tage nach Ihrer Zeitrechnung", gab Taevar zurück, ohne den Lauf des Disruptors zu senken. Er ließ sich die Antwort der Frau durch den Kopf gehen und verglich sie mit seinen eigenen Erlebnissen, bis er schließlich zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kam. "Ich habe keine Ahnung, wer diese Elosan sind, von denen Sie reden. Ich war auf einem... Routineauftrag unterwegs und meine Einheit war gezwungen, sich in einem alten Ruinenkomplex zu verbergen. Dummerweise war unser Versteck etwas zu gut, wir aktivierten irgendeinen Mechanismus, der uns in eine Art Reaktorkammer führte. Dann erinnere ich mich noch an einen Entzerrungsschmerz und schließlich bin ich in diesem Loch aufgewacht. Ziemlich ungemütlich hier. Wie diese Welt heißt, weiß ich nicht, aber ich glaube immerhin, sie liegt noch in unserer Galaxie. Was immer mir das nutzen mag."
    Er wog den Kopf hin und her, trat dann einen Schritt vor und ließ die Waffe unvermittelt sinken. Jedoch nicht besonders weit, lediglich die Mündung deutete nun gen des Boden. "Erwarten Sie Rettung, Commander?"
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  • So lange schon.. Sybil spürte eine Aufwallung von Mitgefühl mit dem Romulaner, auch wenn er momentan ein potentieller Gegner war.
    Während Taevar fortfuhr, versuchte sie zu erkennen, ob er die Wahrheit sagte, doch im Grunde zweifelte sie nicht wirklich daran. Sein Zustand, der ihrem sehr ähnelte, war zu realistisch um gezielt herbeigeführt worden zu sein. Und welchen Sinn sollte es auch haben, ihr so etwas vorzumachen.. Sybil wurde bewusst, dass sie nun wohl auch noch paranoid wurde, aber das machte nun auch nichts mehr.
    Als er auf sie zutrat, spannten sich ihre Muskeln und sie bereitete sich ohne nachzudenken auf einen Angriff vor. Doch dann senkte Taevar den Lauf der Waffe, seine Körperhaltung signalisierte Sybil eine gewisse Entspannung. Auch sie ließ den Phaser langsam sinken, ohne ihn aus den Augen zu lassen. Während er weitersprach, wurde ihr etwas klar.
    Seit dem Angriff durch dieses Raubtier und ihrer darauffolgenden Vergiftung hatte sich bei ihr immer mehr eine Veränderung der Wahrnehmung herausgebildet, ohne dass es ihr bis zu diesem Moment wirklich bewusst geworden war. Doch nun, da Taevar vor ihr stand, unbestritten real, fühlte sie sich, als sei sie aus einer Traumwelt geholt worden. Das Licht schien mit einem Mal greller, der Anblick der bizarren Gewächse in schreienden Farben biss in den Augen, die Geräusche der Dschungelbewohner schrillten laut und dissonant aus dem Unterholz. Fast schlagartig wurde Sybil bewusst, dass sie sich mit ihrem "Leben" hier abgefunden hatte,indem sich ihr Geist hinter einen Schutzschild geflüchtet hatte, der ihr vorgaukelte, dass alles gut werden würde, es nur eine Frage der Zeit sei, bis Kaaran sie finden und holen würde..
    Taevars letzte Frage jedoch.. "Erwarten Sie Rettung, Commander?" , riss den Schild gnadenlos herunter, sie starrte den Romulaner einen Moment reglos an, während ihre Augen den Gefühlssturm diesmal nicht verbergen konnten, der in ihr tobte. Ihr Gesicht war totenblass geworden, dann schüttelte sie den Kopf, ihre Stimme klang tonlos als sie antwortete. "Nein. Nicht mehr, es ist schon zu lange her. Wir hatten von Anfang an Schwierigkeiten, Daten, die wir über die Elosan erhalten hatten, zu transskriptieren. Ich vermute, dass es nicht möglich war, die Zielkoordinaten dieser Transportereinheit zu verifizieren. Sonst hätte mein Schiff mich schon gefunden."
    Sie biss die Zähne zusammen, um die Verzweiflung, die sie in diesem Moment unbarmherzig ergriff, nicht herauszuschreien und verspürte einen sengenden Hass auf den verdammten Romulaner, dessen einfache Frage ihr den barmherzigen Schleier der Verdrängung heruntergerissen hatte. Am liebsten hätte sie ihn umgebracht, aber nicht mit dem Phaser sondern mit ihren eigenen Händen. Ihre Muskelstränge zeichneten sich deutlich unter der Uniform ab, als sie mit ihrer Beherrschung rang, die Hände um Messer und Phaser geklammert. Es dauerte nur Sekunden, bis sie sich wieder unter Kontrolle hatte, doch hätte Taevar in diesem Augenblick auch nur eine unbedachte Bewegung gemacht, so wäre jemand hier und jetzt gestorben. Je nachdem, wer von ihnen beiden schneller gewesen wäre..
    Ohne zu wissen ob dem Romulaner bewusst war, wie nahe er dem Tod gewesen war, atmete sie tief durch und sagte dann leise. "Die Elosan sind die "Geister", die Ihnen hier im Quadranten in der letzten Zeit Probleme bereitet haben. Sie scheinen Zeit- oder Dimensionssprünge zu vollziehen, ob es bewusst geschieht, wissen wir noch nicht. Die Kommunikation gestaltet sich schwierig. Aber bisher schienen sie nicht potentiell feindlich, nur vorsichtig."
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  • Colonel Taevar

    An der Frau ging eine Veränderung vor. Taevar hatte zu viel Zeit damit verbracht, psychische Reaktionen zu studieren und zu seinem Vorteil einzusetzen, als dass ihm dies entgangen wäre. Seine Hand zog sich fester um den Disruptor, doch er hob ihn nicht. Vermutlich eine sehr weise Entscheidung, wenngleich er dies auch nie erfahren sollte. So wartete er, bis sich ihm der Eindruck auferlegte, dass die Commander sich wieder im Griff zu haben schien, bevor er schlussendlich widerwillig nickte. "Soweit ich weiß, geben Ihre Leute nicht so schnell auf. Wenn man allerdings annimmt, dass Sie tot sind, mag das anders sein. An mich werden jedenfalls nicht allzu viele Gedanken verschwendet, nehme ich an. Wahrscheinlich bin ich schon ersetzt worden."
    Die Mündung des Disruptors sank noch weiter gen Boden, doch die vertraute Daumenbewegung, mit welcher er die Waffe sichern konnte, blieb aus. Taevar ging einige Schritte zur Seite, bis er an einem Felsbrocken ankam und ließ sich darauf angelehnt nieder, seine Hände auf seinen Oberschenkeln, der Blick unentwegt auf Sybil gerichtet. "Diese Elosan sind also gleichbedeutend mit diesem Phänomen, dass uns auf Rho Tucanae Ärger machte? Dann darf ich annehmen, dass Sie zu der Truppe gehören, welche uns die Föderation als Hilfe schickte." Er betonte das Wort geradezu abschätzig. "Ich hoffe, Sie haben viel gesehen von dem, was Sie nicht sehen sollten." Ein Kopfschütteln folgte: "Wie die mir gesinnt sind, ist mir reiflich gleichgültig, Commander. Die haben mich hierher geschleppt, also werden die mich auch wieder zurück bringen." Der Romulaner wies mit der freien Hand in jene Richtung, wo der Stützpunkt mit dem Androiden stand; - hinter dem dichten Blätterwald des Dschungels. "Was haben Sie da drin gemacht?"
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  • Taevars herablassende Arroganz, obwohl man es vielleicht doch eher als die grundlegende Ignoranz eines typischen Romulaners betrachten konnte, prallte völlig an ihr ab. Sybil war dem Phänomen seit ihrem Aufenthalt in diesem Sektor schon so oft begegnet, dass es sie nicht mehr berührte. Und angesichts der Situation hatte sie derzeit andere Sorgen, als die Qualifizierung der Vigilant Sentinels zur Lösung der durch die Elosan-Phänomene ausgelösten Probleme zu diskutieren.
    Wieder völlig beherrscht. betrachtete sie den Romulaner einen Moment lang schweigend, aufgrund seiner betont vagen Äußerungen zu seinem Posten und dem Auftrag, dessen Misslingen ihn hierher gebracht hatte, sowie seiner selbst für einen Romulaner extremen Arroganz war sie sich ziemlich sicher, dass er zum Tal'Shiar gehörte. Doch sie zog es vor, ihre Erkenntnis für sich zu behalten, denn auch wenn sie Leidensgenossen waren, so traute sie ihm ungefähr so weit, wie sie ihn werfen konnte. Wobei diese Distanz im Grunde schon zu groß war..
    Als Taevar zu dem Felsen hinüber ging, drehte Sybil sich mit ihm und steckte dabei mit einer fließenden Bewegung das Messer zurück in den Stiefelschaft. Dann sagte sie bewusst spöttisch. "Was ich, nein, was wir vom Imperium gesehen haben, fand ich bei weitem nicht so interessant wie das, was die Elosan zu bieten haben. Und es sollte Ihnen wahrlich nicht gleich sein, wie sie Ihnen gegenüberstehen.. Vorausgesetzt, es liegt Ihnen noch etwas an dem, was vom Romulanischen Imperium übrig geblieben ist. Die Elosan überflügeln sowohl die Föderation als auch Ihr Volk in vielen Bereichen mühelos. Und Ihre arrogante Vorstellung, dass die Elosan Ihnen dienstbar sein werden, um Sie nach Hause zu bringen, die können Sie wohl getrost dem Vergessen anheim geben, es wird nicht geschehen."
    Seine nächste Frage erschien Sybil so naiv, dass sie ihn einen Moment schweigend ansah und sich fragte, ob noch etwas anderes dahintersteckte als reine Neugier. Dann hob sie die schmalen Schultern. "Ich habe natürlich nach Informationen gesucht, einer Lösung, die Transportfunktion umzukehren. Und nach einer Möglichkeit, ein Notsignal auszusenden. Doch bisher fand ich nur ein Datenarchiv auf das ich gefahrlos Zugriff nehmen konnte, die Konsolen im Hauptraum sind mit einem Sicherheitssystem verbunden, dessen Funktionen ich erst noch entschlüsseln muss um sie erfolgreich umgehen zu können. Das wird Zeit kosten, die ich eventuell nicht mehr habe."
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  • Colonel Taevar

    Taevar ließ seinen Daumen über den Disruptor fahren, als Sybil ihr Messer einsteckte. Das fahle Leuchten der Magazinanzeige verschwand und er ließ die Waffe in das Holster zu seiner rechten gleiten. Indes behielt er die Hand sichtlich nahe genug, um jederzeit wieder ziehen zu können, und ließ keine Sekunde von der Frau ab in seiner Achtsamkeit. Er verfolgte ihre Bewegungen mit seinen grauen Augen und stellte fest, dass sie sich zu bewegen verstand. Es lang eine Form von Eleganz darin, wie sie die Dinge tat, dass die Übung und Selbstbeherrschung über den eigenen Körper unübersehbar war. Sie war aus seiner Perspektive heraus lediglich etwas zu groß und schmal. Romulanerinnen waren in der Regel .. nun .. kompakter.
    Während seiner Überlegungen blieb der Gesichtsausdruck des Colonels nahezu unbewegt, wäre da nicht dieses Zucken seiner Mundwinkel gewesen, als Sybil andeutete, die Elosan könnten ihm oder dem Imperium überlegen sein. Technische Spielereien, allenfalls. Überlegenheit entstand im Wesen, im Geist und in der Kultur. Und darin war sein Volk die Krone des Seins. "Das Romulanische Imperium erlebt nur eine Phase des Rückschlags, aus der wir mächtiger hervorgehen werden als je zuvor", schoss er verbal zurück und bewegte die Hand geringschätzig über die Meinung der Commander. "Diese Elosan werden mich hier wegbringen und wenn ich sie nicht bitten kann, werde ich sie zwingen."
    Mit der Inbrust der Überzeugung ballte Taevar seine Hand zur Faust und öffnete sie schließlich wieder. "Ich nehme an, Sie waren nicht sehr erfolgreich. Bedauerlicherweise ergeht es mir ebenso. Möglicherweise können wir uns gegenseitig von Vorteil sein", begann er und wies schließlich auf die Frucht, die nunmehr am Boden lag. "Vorher müssen Sie aber aufhören, dieses Zeug zu essen."
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  • Es wurde niemals wirklich Nacht auf dieser Welt. Selbst die Dunkelheit war von dem roten Schimmer des Materiestroms erhellt, der sich über hunderttausende von Kilometern durch das All erstreckte, als Mahnmal eines sterbenden Sterns. Eine Laune der Natur hatte bewirkt, dass der Planet sich genau zwischen seiner Sonne und dem schwarzen Loch befand, diesem gefräßigen Monstrum, welches unabänderlich das ganze System verschlingen würde. Von keiner Kraft zu verhindern, näherte sich der Planet diesem Abgrund und würde in ferner Zukunft darin versinken, wenn ihm sein Stern nicht in einer folgenreichen Explosion zuvor kommen würde, sobald ausreichend seiner Masse verzehrt war.
    Dass der Planet nicht sofort im kochenden Strom des Sonnenplasmas verglühte, war ebenso eines dieser bemerkenswerten Phänomene, die es angesichts der Unendlichkeit des Weltalls dennoch zu vielen gibt. Ein schützender Energieschirm hüllte den Planeten ein, ein Relikt der Elosan, die hier ihre Gensaaten gehortet hatten, den Garant für das Überleben ihrer Spezies. Von all dieser Schicksalhaftigkeit scheinbar unbeeindruckt blieb indes die Vielfalt des Lebens. Die Pflanzen ignorierten, was geschah, widmeten sich lediglich der Rückeroberung ihres Territoriums, dass ihnen mit dem Bau der Androidenstation einst genommen worden war und die Tiere waren wie stets darauf fixiert, ihren Instinkten zu folgen. So auch die unermüdlichen Jäger.

    Die Tage zogen vorbei, die Wochen vergingen, summierten sich und gaben den Räubern, gierig nach Fleisch, Zeit, ihre Beute zu reißen. Sie wagten es häufig, versagten jedoch am Feuer und etwas, mit dem sie nicht vertraut waren: Bewusster Intelligenz. Der Romulaner Taevar und die Terranerin Sybil Xukathal'yre'Rakos konnten ihren Feinden Paroli bieten, trotzdem sie ihnen körperlich oft weit unterlegen waren. Sie setzten Werkzeug ein, nicht nur der Verteidigung wegen, sondern auch um Nahrung zu fertigen und Feuerholz. Die leidliche Erfahrung des Romulaners und Sybils Entschlossenheit mochten ihnen zum Vorteil gereicht haben, nachdem genug Zeit Einzug gehalten hatte, um das grundlegende Misstrauen zu überwinden, das beide einander schenkten. Keineswegs versiegte es ganz, doch es machte der Erkenntnis Platz, dass, wenn sonst niemand da ist, selbst ein vermeintlicher Gegner einem der Nächste sein kann.
    Wurden zu Beginn der Worte noch wenig gewechselt, so dauerten die Unterhaltungen zunehmend länger, wurden vertraulicher, offener. Einiges, was man nicht zu offenbaren gedacht hatte, wurden nun erörtert, um nicht den Gedanken anhängen zu müssen, dass man sich womöglich an einem Ort befand, der von der Hoffnung auf Rettung so weit entfernt war, dass man nur mehr aufgeben konnte. Die Sterne, ihre Positionen, gaben keine Auskunft, so sie sich denn zeigten durch das rote Glühen am Himmel.

    Taevar lehrte Sybil, was er zu essen imstande war und sie vergalt es ihm damit, seine Wunden zu versorgen, welche die raue Wildnis unzweifelhaft forderte. Doch über all dem hinaus taten beide eines nicht, was stets davon zeugte, dass sie diese Welt nicht für lange zu bewohnen gedachten. Womöglich blieben ihnen dafür letztendlich niemals genug Zeit. Sie errichteten kein Heim. Die Höhle blieb bis auf das Notwendigste so kahl wie zuvor, die Lagerstätte war nie mehr denn eine vorübergehende Lösung, nicht auf nacktem Fels schlafen zu wollen. Die Motive hierfür waren sehr unterschiedlich. Für Taevar, den stolzen Romulaner, war es unmöglich, diese niedere Form der Existenz für sich zu akzeptieren. Sein Wille, wenn erforderlich mit Gewalt zurück zu kehren in eine einem Romulaner angemessene Umgebung, unterlag Schwankungen, blieb jedoch ungebrochen. Sybil hingegen wusste, dass es solche gab, die sie nicht aufgeben würden. Wenn es eine Möglichkeit gab - und wäre sie noch so klein -, würde sie nicht ungenutzt bleiben.

    Und so lebten sie und warteten, verbrachten ihre Tage mit dem Überleben, denn mehr schien nicht notwendig zu sein, hier .. wo man nicht bleiben wollte.

    Ende
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
    » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

    Intrinsically tied...
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