Bordleben V - Foresight

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  • Bordleben V - Foresight

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    Bordleben V der USS Esquiline NCC-83716

    [Das fünfte Bordleben der USS Esquiline NCC-83716. Allen Teilnehmern viel Spaß und Freude am Spiel. :) Voraussichtlich beschreibt dieses Bordleben die Ereignisse nach der Rückkehr in die "vertraute" Zeitlinie und das Geschehen im Jahr 2392.]
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
    » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

    Intrinsically tied...
  • Prolog I - Rückblick

    Auf einer kleinen Insel irgendwo im pazifischen Ozean, fernab der Augen von Öffentlichkeit und Medien ...

    Verehrte Offiziere,

    ich freue mich wirklich außerordentlich, Sie alle wohlbehalten zu sehen, auch wenn das Vergnügen meines Besuchs an eine ernste Angelegenheit gekoppelt ist, wie Sie sich denken können. Lassen Sie mich deshalb, um Ihnen und mir die Bürde so leicht wie möglich zu machen, mit genau dieser beginnen.
    Oft erlebt man in der Sternenflotte Mut, Tapferkeit und den unbedingten Willen, dem Schicksal nicht bloß entgegenzutreten, sondern es zu wenden. Seltener erlebt man es, dass aus diesen Gründen Vorschriften missachtet werden. Wir alle kennen solche Fälle, doch erleben wir sie glücklicherweise fast nie. Glücklicherweise, denn der seltenste Fall ist der, dass das Übertreten unserer Vorschriften nicht im Chaos endet und kein schlimmes Unheil über die Milchstraße bringt. Genau diese Situation ist es aber, die verantwortungsvolle Mitglieder unserer Organisation fürchten. Ich erspare Ihnen die ausführliche Erörterung dieser delikaten Situation, das sollte in Ihrem De-Briefing bereits ausführlich geschehen sein. Ich möchte aber nicht verhehlen, dass ich Sie einerseits bewundere, andererseits für tadelnswert halte und noch nicht herausgefunden habe, wie ich mit dieser Situation umgehen werde. Nur so viel möchte ich Ihnen noch einmal einschärfen: Manipulation der Vergangenheit kann kein probates Mittel für Sternenflottenoffiziere sein.
    Die Zeit ist so komplex, dass keiner von uns sie versteht. Und was wir nicht verstehen, sollten wir mit höchster Vorsicht behandeln, ansonsten lösen wir Katastrophen aus – von den ethischen Bedenken, seine eigene Vergangenheit zu verändern statt sie zu verarbeiten einmal abgesehen. Ich will den berechtigten Einwand der einzigen Möglichkeit damit nicht beiseite wischen, aber dies ist nicht die Zeit für ein philosophisches Seminar. Sie hatten unwahrscheinliches Glück und niemand wird von Ihrer Heldentat jemals erfahren, denn die Konsequenzen wären unabsehbar misslich. Betrachten Sie Ihr Schweigen über die vergangenen Ereignisse weniger als Befehl, die vergangenen Ereignisse zu vergessen, sondern als Appell an Ihr Pflichtgefühl zur Wahrung der Integrität der Sternenflotte. Wenn Sie es sich in Ruhe überlegen, werden Sie feststellen, dass dies der einzige Weg ist, keiner Seite und doch beiden Seiten gerecht zu werden.

    Doch nun genug davon. Ich bin eigentlich hier, um mich jemand ganz besonderem zu widmen. Wie Sie vielleicht wissen, habe ich meinen Dienst in der Sternenflotte viele Jahre lang in einer blauen Uniform zugebracht, bis den Beschwerden meiner Patienten endlich stattgegeben wurde und man mich aus dem Amt befördert hat. ... Ah, da sind Sie ja, Ensign MacLean. Beschweren sich Ihre Patienten auch? Antworten Sie besser nicht. Sie sind Chirurgin, ich weiß, dass sich die wenigsten Ihrer Patienten, die Grund dazu hätten, noch beschweren können. Ein paar sind allerdings durchgekommen. Was ich dort lesen musste, war ein Graus. Ich zitiere: „Kompetente und routinierte Behandlung von Einschränkungen, die mir nicht einmal bewusst waren.“ Hier haben wir noch „genehmigte mir keinen Genesungsurlaub, weil ihre Arbeit so gut war, dass dies überflüssig wurde“. Ich könnte von weiteren Greueltaten berichten, doch jetzt treten Sie erst einmal vor, damit Sie die Konsequenzen solchen Verhaltens zu spüren bekommen.
    Lindsay MacLean, im Namen des Oberkommandierenden der Sternenflotte entziehe ich Ihnen mit sofortiger Wirkung das Recht, den Rang eines Ensigns zu tragen. Stattdessen werden Sie ab sofort dieses Schandmal an Ihrem Uniformkragen tragen. (Ein halber Goldpin, Anm. d. Red.) Des Weiteren werden Sie sich in Zukunft von Anderen als Lieutenant Junior Grade MacLean ansprechen lassen. Und wenn Sie sich nicht bessern, werden Sie so lange weiterbefördert, bis Sie als Oberkommandierende der Sternenflotte enden. Meinen Glückwunsch zu Ihren tadellosen Leistungen.

    Ich habe noch ein weiteres Opfer und glauben Sie ja nicht, dass es für den- oder diejenigen glimpflicher ausgehen wird. Es begann eigentlich sehr vielversprechend mit einer Person, die als Jahrgangsbeste bei den Aufnahmetests abgeschnitten hat. Das ist aber vielleicht das Beste, was ich über diese Person sagen kann. Im Gegensatz zur Akte der gesuchten Person liest sich meine wie die eines Einsiedlermönches. Jedenfalls hat diese Person sich um die Yuzang verdient gemacht, sich in der Dorlifekrise ausgezeichnet und den fatalen Hang, sein Leben aufs Spiel zu setzen, was zuletzt, wie mir berichtet wurde, beinahe tödlich war. Fühlen Sie sich angesprochen genug, Lieutenant Barnes? Ich könnte endlos weitermachen. Aber jetzt treten Sie mir auch mal vor.
    Sie haben vielleicht gemerkt, dass mir launige Ansprachen liegen und in meinen Jahren als Leiter der Personalabteilung der Sternenflotte habe ich so manche launige Ansprache gehalten – das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich so selten als Festredner geladen werde. Sie können mir also glauben, wenn ich sage, dass ich darin Routine habe. Doch dieser junge Mann hier imponiert mir. Er ist willensstark, zeichnet sich durch gut ausgebildete Fähigkeiten aus, hat einen hohen Pflichtethos und steht loyal zu seiner Crew. Wenn ich noch ein eigenes Schiff hätte, würde ich Captain Kaaran beneiden, so kann ich ihn nur beglückwünschen, ebenso wie Sie Lieutenant Commander Jeffrey Barnes, der Sie ab sofort sind.

    Weiter im Text, Sie werden bemerken, dass das hier in Fließbandarbeit ausartet, um eine antiquierte irdische Metapher zu benutzen, die ich zufälligerweise entdeckt habe. Während ich ein besonders großes Herz für Mediziner habe, gilt das für ihre Verwandten nicht. Sie sind lästig, verderben einem den Tag und wollen immer selber reden, nachdem sie zugehört haben. Nach meinem ausführlichen Lob für Commander Barnes muss ich nun entsetzt feststellen, dass die nächste Person dieser Verwandtschaft angehört. Ich kann die Entscheidung zu dieser Aufgabe nicht nachvollziehen, aber es wird Gründe dafür geben. Ich wette, es hat etwas mit frühkindlichen Traumata zu tun. Nichtsdestotrotz können auch Sie herkommen, Lieutenant Joy Keenan, jetzt sind Sie dran. Treten Sie vor, während ich noch ein paar Takte sage.
    Sie sind der erste Counselor, der in sich auch nur Ansätze an Schießwut in sich trägt, allein das bewahrt Sie davor, dass ich Sie mit kühler Nichtbeachtung strafe. Darüber hinaus Ihr Pflichtbewusstsein, Ihre wissenschaftliche Neugierde und Beobachtungsgabe, die nach Lektüre der Berichte deutlich gemacht haben, dass Sie für die erfolgreichen Einsätze der Esquiline doch irgendwie mit verantwortlich sind. Im Namen des Oberkommandierenden der Sternenflotte befördere ich auch Sie, Joy Keenan, in Anerkennung Ihrer Leistungen deshalb mit sofortiger Wirkung in den Rang eines Lieutenant Commanders und verbinde damit den innigen Wunsch, dass Sie in Ihrem Leben doch noch etwas anständiges lernen.

    Gleich ist es geschafft, aber fertig sind wir noch nicht. Bei solchen Zeremonien stehen immer die Großen und wichtigen im Mittelpunkt. Ein Admiral steht hier vorn, der stellvertretende Oberkommandierende zumal. Wir haben mit einem kleinen Ensign angefangen, dann kamen zwei Lieutenants. Sie denken jetzt gewiss, dass ein höherer Rang dran ist, können es sich bei der Lage der Anwesenden aber doch nicht recht vorstellen. Das liegt daran, dass Sie falsch liegen. Bei solch offiziellen Feierlichkeiten wird gern vergessen, dass es nicht mehr gibt als die Führungscrew oder meinetwegen die restlichen Offiziere. Die sind es immer, die gewürdigt werden. Aber sie machen nicht die ganze Arbeit, meistens sitzen sie in ihren Sesseln und werden dick. Ein gutes Schiff lässt sich daran erkennen, dass man keinen Unterschied zwischen Offizier und Unteroffizier bemerkt, dass das Verhältnis entspannt und vertrauensvoll ist. Auf der Esquiline habe ich das Gefühl, dass dem so sein muss, sonst hätte man mich nicht gebeten, auch Henry Hawkins' Namen fallen zu lassen. Kommen Sie her.
    Auch über Sie habe ich einiges gelesen. Sie sind engagiert, immer an vorderster Front mit dabei und zeigen dabei Eigeninitiative, dass man Sie problemlos mit einer Horde frischer Ensigns allein in einen Borgkubus verfrachten könnte. Sie würden dafür sorgen, dass sie alle unbeschadet wieder raus kämen, auch wenn sie noch so leichtsinnig handeln würden. Deshalb ist es mir eine Ehre, Henry Hawkins mit sofortiger Wirkung in den Rang eines Chief Petty Officers zu erheben.

    Wenn ich schon einmal ins Reden komme, höre ich so schnell damit nicht auf. Deshalb mache ich noch ein wenig weiter, denke ich. Sie halten mir doch durch? Wenn nicht, befehle ich es Ihnen einfach und lasse alle, die dennoch einschlafen, zur Strafe auspeitschen.

    Captain Kaaran, ich habe einige abschließende Worte vorbereitet, um die Esquiline und ihren Kommandanten zu würdigen, bevor ich Ihnen neue Befehle gebe, ich habe nämlich das Gefühl, dass dieses Schiff verflucht ist. Sie haben den Borg zwar in den Arsch getreten, aber ich habe es geschafft, den Borg als Kommandant nie über den Weg zu laufen. Sie haben es zwar geschafft, den Yuzang eine neue Heimat zu geben, aber ich habe die ganze Cardassianische Union gerettet, als ich noch ein frischer Lieutenant war – und bin gegen meinen Willen sogar vom Detapa-Rat ausgezeichnet worden. Sie haben die Tholianische Versammlung daran gehindert, aus der Dorlife-Krise Kapital zu schlagen, auch wenn das genau so gut hätte schief gehen können. Dies soll kein Spielchen werden, wer besser von uns ist. Es geht darum zu zeigen, dass mit diesem Schiff etwas nicht stimmt. Andere Captains hätten es womöglich verhindert, dass es zur Dorlife-Krise gekommen ist. Andere Captains wiederum hätten wahrscheinlich nicht die Courage, den Willen und die Ausdauer besessen, sich gegen die Vorschriften zu stellen, in die Vergangenheit zu reisen und die gesamte Föderation zu retten... Immer noch recht zweischneidig die Angelegenheit, nicht wahr? Und eine schöne Überleitung. Das Sternenflottenkommando wusste nämlich nicht so recht etwas mit der Esquiline anzufangen.
    Aber wir wären kein gutes Sternenflottenkommando, wenn wir nicht eine Lösung für das Problem fänden. Ich möchte eine mir wohlbekannte Person zitieren, deren Urteil ich meist vertrauen konnte. Sie sagte, dass Sie stets ein hohes Maß an Professionalität und Zuverlässigkeit an den Tag legten und es in kürzester Zeit schafften, zum kaum ersetzbaren Teil der Besatzung zu werden – trotz wohl gravierenderer kultureller und weltanschaulicher Differenzen, wie sie betont. Darüber hinaus steht Ihre Loyalität der Flotte gegenüber natürlich gänzlich außer Frage. Eine andere Person, deren Rat ich weniger schätze und auch nicht hilfreich war, sagte mir lediglich, dass Sie wie ein Schlumpf aussähen und für ihre Kekse nie etwas übrig gehabt hätten. Sie befinden sich in guter Gesellschaft, ich kann ihre Kekse auch nicht ausstehen. Sie hat Ihnen übrigens Fühlerwärmer gestrickt, sie sehen schauderhaft aus. Ich gebe sie Ihnen später.
    Sie merken, dass ich abschweife. Komme ich also zum Schluss. Im Namen des Oberkommandierenden der Sternenflotte darf ich kundtun, dass eine Entscheidung getroffen wurde, wie es mit der Esquiline weitergeht. Sie wird fremde Welten entdecken, neue Zivilisationen. Sie wird dorthin gehen, wo keiner von uns je zuvor gewesen ist. Sie wird anderen Schiffen ein Vorbild sein, ebenso wie ihr Kommandant, Commodore Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos. Auch Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch.


    ... richtete Vice Admiral Gebo Lavin, Stellvertretender Oberkommandierender der Sternenflotte, diese Worte an die Besatzung der USS Esquiline. Sie stellten den Abschluss eines Prozess' dar, der für viele der Anwesenden zahlreiche Monate gedauert hatte und an dessen Ende der Sieg über einen tödlichen Feind stand, dem man sich mit konventionellen Methoden nicht gewachsen gezeigt hatte. Ein einzelner Mann war auf der Fährte falscher Annahmen zum Verräter geworden und hatte den Khar-Sangh die Tore geöffnet, um sich auf die unvorbereiteten Planeten im Alpha- und Betaquadranten zu stürzen. Wo Milliarden den Tod fanden und erneut gefunden hätten, verhinderte am Ende ein alter Kochtopf mit einer Nachricht darin, dass sich die Geschichte wiederholte. Wie der Vice Admiral schon zum Ausdruck brachte, bestand Verständnis für die Entscheidung, eine Lösung in der Veränderung der Zeitlinie zu suchen. Doch gleichwohl trafen seine Worte ebenso die Wahrheit, wenn sie das Kontroverse daran betonten. Einmal begonnen, konnte dieses Mittel nur zu Chaos führen, so gut die Begründung auch sein mochte, denn es verleitete dazu, stets den einfachsten Weg zu gehen. So gab es letztendlich nur eine richtige Wahl zu treffen, nämlich die, darüber zu schweigen. Eine simple Logik. Was nicht geschehen ist, muss nicht angesprochen werden.
    Nicht allen Besatzungmitgliedern der Esquiline war es vergönnt, ihre Erinnerungen durch die Zeit mit sich zu tragen, im Gegenteil gelang dies nur wenigen. Unmöglich war es jedoch, sie alle völlig im Unklaren darüber zu lassen, was ihre Kameraden erlebt hatten, während sie einem einfachen Auftrag nachgegangen waren. Die Zeit ist keine Größe, mit der man spielen oder experimentieren sollte. So verzweifelt die Lage auch war und so moralisch berechtigt der gegangene Weg, so groß ist die Notwendigkeit, aus den Geschehnissen ein Geheimnis zu formen, welche die Archive womöglich niemals verlassen; - ebenso wie es mit dieser Rede der Fall sein würde, obschon ihr Inhalt für jene, die zuhören konnte, noch lange wirken wird.
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  • Prolog II - Gegenwart

    Die Utopia-Planitia-Flottenwerft: Ein Konglomerat aus Raumdocks, Verwaltungsbasen und orbitalen Lagerhallen. Unablässig, gleich einem Schwarm, bewegten sich Shuttles und Work-Bees zwischen den Aufbauten hin und her und wirkten doch im Vergleich zu den weißen wie grauen Schiffsrümpfen, die von den riesigen Scheinwerfern der Werftanlagen erhellt wurden, geradezu winzig klein. Einige dieser Schiffe waren noch im Aufbau begriffen, Laserschweißgeräte leuchteten in der Dunkelheit des Weltraums, verbanden Panzerplatten und formten die von Geschwindigkeit verkündenden Hüllen, die einmal die Bewunderung vieler Augenpaare auf sich ziehen würden als Inbegriff der Fähigkeiten zahlreicher, raumfahrender Völker.

    Eines dieser Schiff war die USS Esquiline NCC-83716. Techniker in Raumanzügen schwebten über ihre Hülle hinweg, immer verfolgt von den Projektoren verborgener Traktoremitter, um den Rumpf des Raumschiffes nach Schäden zu untersuchen, die so winzig waren, dass kein Scan aus der Ferne sie hätte entdecken können. An Steuerbord war dies bereits geschehen, sodass einige der schweren Platten aus der Duranium-/Tritanium Doppel-Verbundshülle gelöst worden waren, um alsbald ersetzt zu werden. Nur eine der vielen Maßnahmen, die dem Schiff bevorstanden, so würden die Luftumwälzsysteme ausgetauscht werden, um einem Nachfolgemodell mit 7,5% mehr Leistungsfähigkeit Platz zu machen. Ebenso ersetzte man einige der Warpplasmaleitungen in den am Heck liegenden Gondeln, nicht etwa einer Modernisierung wegen, sondern schlicht zur Minimierung von Verschleiß. Bei weitem keine ungewöhnlichen Maßnahmen während eines längeren Werftaufenthaltes und man zeigte sich zuversichtlich, dass die Esquiline schon im Januar 2392 wieder auslaufen könnte; - die Ingenieure und ihre Mitarbeiter kannten "ihr" Schiff, trotz der unvermeidlichen Anpassungen durch die schiffseigene, technische Abteilung, denn sie hatten es vier Jahre zuvor gebaut.

    Die Besatzung der Esquiline indes hatte Urlaub erteilt bekommen. Eine lange Reise lag hinter ihnen, die für einige mehr, für andere weniger viel Zeit gebraucht hatte. Tatsächlich waren die Werftarbeiter froh, das Schiff von den meisten Crewmitgliedern verlassen vorzufinden, häufig standen diese - nach ihrer Ansicht zumindest - nur im Weg herum und hinderten sie daran, dem Schiff wieder zu wahrem Glanz zu verhelfen. Werft- und Schiffspersonal, zwei Größen innerhalb einer Flotte, die selten den jeweils anderen nach Außen hin mit Hochachtung straften, gleich ob zur See oder im endlosen All. Ein Spiel, dessen Regeln man einhalten musste, ob es gefiel oder nicht.
    Neue Marschbefehle waren nicht vor 2932 zu erwarten, womit die Mehrheit aus der Besatzung Gelegenheit erhielt, ihre Heimat, Verwandte und Freunde zu besuchen. Entstammte man den Grenzwelten, hätte die Reise dorthin weit zu lange gedauert, doch bot der föderale Kern mehr als ausreichend Gelegenheit zur persönlichen Zerstreuung. Zudem gab es jene, die im Dienst verblieben, um Übungen vorzubereiten oder sich selbst eine größere Perspektive zu geben in den Angeboten der Akademie und anderer Ausbildungseinrichtungen der Sternenflotte.
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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  • Terra - San Francisco: Café Pragmatic

    Johanna gehörte zu denen, die ihren Dienst weiterhin besuchten, allerdings nur, weil sie sich weigerte, auf der Erde zu schlafen. Zu viele Monate hatte sie dort verbracht und wollte nun sicher stellen, dass sie auf ihrem Schiff bleiben durfte. Es war seltsam zu hören, dass es allen gut ging und scheinbar nichts geschehen war. Die Tage verbrachte die Führungsoffizierin auf der Erde, in Seminaren der Sternenflotte. Es war ihr wichtig zu lernen, sie besuchte Psychologie-Vorträge und Führungsoffiziersfortbildungen. Sie fühlte sich so unwissend im Vergleich zu den Anderen. Sie wusste immer was sie tat, aber nie, warum die Sternenflotte einen bestimmten Weg einschlug oder warum die Mannschaften und Offiziere unter ihr handelten, wie sie es nun 'mal taten.

    Sie saß in einem kleinen Café in San Francisco. In ihrer Hand ein PADD, vor ihr auf dem Tisch ein weiteres PADD für Aufzeichnungen und Skizzen. Sie hatte sich einen Stift für das PADD zurecht gelegt, da sie keine Lust auf die viele Tipperei hatte. Ihre Kindheit hatte sie mit Papier verbracht, antiquarisch für die meisten Offiziere der Sternenflotte. Vor ihr auf dem Tisch stand ein Glas Orangensaft und ein Teller mit einem halben Brötchen mit Nussaufstrich. Sie hatte während ihrer Schichten und ihrer Fortbildungen bekannt gemacht, wo sie lernen würde, doch erwartete sie niemanden hier, sie war hier zum Lernen, zum Rückerlangen ihrer Ehre und zum Verbessern der Sternenflotte. Die Akademie war so eine entspannte Zeit gewesen im Vergleich zu dem Chaos, dass nun vorherrschte.
  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    Ein Blick zum Chronometer zeigte Sybil, dass ihr Besucher in wenigen Minuten eintreffen würde. Sie lehnte sich zurück und sah sich ein wenig abwesend in ihrem Büro um, das kühle, klare Farben und Linien zeigte. Weiß, grau und blau herrschten vor, nur eine tarkelianische Friedenslilie auf einem kleinen Tisch, ein Ableger der Pflanze, die ihr Laura Keel vor einigen Jahren geschenkt hatte, durchbrach die fast klinische Sachlichkeit mit ihrer filigranen Schönheit.
    Sybil lächelte bei der Erinnerung, doch dann wandte sie sich wieder der Gegenwart zu, die sich auch prompt mit dem Türsummer anmeldete.
    Nachdem der Leitende Wissenschaftsoffizier seinen Dienst quittiert hatte, waren Kaaran und sie selbst unschlüssig gewesen, wer den Posten in Zukunft einnehmen würde. Theoretisch wäre der nächste Kandidat Lieutenant Junior Grade Walter Bischoff, seinem Rang und Dienstalter entsprechend. Außerdem war er ein brillanter Wissenschafter, fast schon genial. Gegen die Ernennung sprach jedoch, dass er, höflich ausgedrückt, extrem exzentrisch war. Besonders Sybil war sich nicht ganz sicher, ob er die gleiche Definition für "Gefahr" besaß wie Kaaran und sie selbst, was in kritischen Situationen nicht gerade beruhigend sein würde..
    Irritierenderweise hatte jedoch Sybils Personalanforderung bei der Sternenflotte keinen großen Anklang gefunden, die präsentierten Anwärter waren nach ihrer Ansicht durchweg nicht geeignet. Entweder sie hatten Familie, die sie mitnehmen wollten oder ihr Profil entsprach nicht dem, was sich Sybil vom nächsten Kandidaten für den Posten versprach. So hatten sie sich schließlich dazu entschlossen, Dr. Bischoff die Chance zu geben seine Fähigkeit als Führungsoffizier zu beweisen, wenn Sybil auch zunächst gezögert hatte, zuzustimmen.

    Die Tür öffnete sich und Walter trat ein, sein Gesichtsausdruck zeigte ein gewisses Unbehagen, als er Haltung annahm. "Ma'am." Sybil bedeutete ihm mit einer Geste, sich zu entspannen und wies dann auf den Sessel, neben dem der Wissenschaftler stand. "Setzen Sie sich, Lieutenant Bischoff. Sie wissen, warum ich Sie gerufen habe?" Walter ließ sich mit einer steifen Bewegung auf den Sessel sinken, er wirkte immer noch etwas verkrampft, entspannte sich aber ein wenig. Dann schüttelte er den Kopf. "Nein, Ma'am. Aber sollte sich jemand über meine Experimente beschwert haben, ich bin mir nicht bewusst, etwas Unangemessenes getan zu haben."
    Sybils Mundwinkel zuckten bei dem unausgesprochenen Eingeständnis, dass der Wissenschaftsoffizier scheinbar damit rechnete, wieder einmal die Grenzen übertreten zu haben. Doch sie schüttelte nur den Kopf. "Nein, Mr. Bischoff. Im Gegenteil, ich habe Ihnen eine erfreuliche Mitteilung zu machen. Ich befördere Sie hiermit zum Leitenden Wissenschaftsoffizier der USS Esquiline." Sie stand auf, was Walter ebenfalls hastig aufspringen ließ, dann ging sie um den großen Schreibtisch herum und schüttelte ihm die Hand, während er sie noch einen Moment benommen ansah. Dann lächelte er vorsichtig. "Ich danke Ihnen, Ma'am."
    Sie bedeutete ihm, sich wieder zu setzen, während sie zu ihrem Sessel zurückkehrte und sich geschmeidig hineinsinken ließ, während Walter wie ein nasser Sack in den seinen zurückfiel.
    "Kommen wir nun zum wichtigen Teil, Mr. Bischoff. Ich vertraue Ihnen diesen Posten an, in der festen Überzeugung, dass Sie ihn in seinem offiziellen Sinne ausfüllen, mit vollem Verantwortungsbewusstsein und der Einsicht, dass Sie in erster Linie ein Offizier der Sternenflotte sind, erst in zweiter Linie Wissenschaftler. Sie werden sich ständig vor Augen halten, dass die Sicherheit von Crew und Schiff sowie die Einhaltung der Vorschriften steten Vorrang vor Ihrem Wissensdrang haben. Enttäuschen Sie dieses Vertrauen nicht, Abweichungen werde ich nicht tolerieren."
    Walter fuhr hoch und öffnete den Mund, um der XO eine empörte Antwort zu geben, doch als sein Blick den ihren traf, der ihn kühl fixierte, schloss er den Mund und nickte. Ihm wurde schlagartig bewusst, dass sie über seine diversen wissenschaftlichen Experimente mit ihren Folgen wohlinformiert war. So stellte er keine weiteren Fragen mehr. "Aye, Ma'am, ich werde Sie nicht enttäuschen." Er verkniff sich auch die Frage, warum sie ihn dann ausgewählt hatten, denn auf einmal war er sich sehr sicher, die Antwort vielleicht gar nicht hören zu wollen.
    Sybil lächelte und nickte ihm zu. "Das wollte ich hören, Lieutenant. Auf gute Zusammenarbeit. Sie können wegtreten."

    Walter stand auf und salutierte automatisch, dann verließ er das Büro der Ersten Offizierin noch ein wenig verwirrter als er es betreten hatte. Sybil sah ihm nach, seufzte lautlos und wandte sich dann dem bürokratischen Teil der Ernennung zu.
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
    USS Blind Guardian NCC-83112

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  • USS Esquiline - Deck 02 - Kommandantenquartier -> Büro der XO

    Kaaran trat aus seinem Quartier und nahm das Zischen der sich hinter ihm schließenden Tür kaum wahr, allzu vertraut war das Geräusch. Der Korridor vor ihm präsentierte sich leer. Irgendwo aus Richtung Achtern vernahm er ein Klappern, wie es üblich war bei der Demontage von Wandverkleidungen. Techniker bei der Arbeit, soweit der Andorianer den Arbeitsplan im Kopf hatte - und dies war eher rudimentär der Fall, er wollte lediglich ein funktionsfähiges Schiff am Ende haben - ersetzten sie einige Energieleitungen und installierten redundante Sicherheitssperren, um eine Kettenreaktion bei Überladung zu verhindern. Für einen Moment stahl sich so etwas wie ein zufriedenes Lächeln auf seine Gesichtszüge, da er sich an seinen Presseartikel zu diesem Thema erinnerte. Ob die Installation eine Folge davon war, konnte er nicht mit Sicherheit sagen, das Konstruktionskommando schwieg dazu. Vermutlich der Stolz der Admiralität. Kaaran verstand es.
    Er setzte sich Bewegung und der zufriedene Ausdruck verschwand wieder, stattdessen bewegten sich seine Fühler verwirrt, eine Geste, die er in letzter Zeit häufig zeigte. In seinem Kopf kämpfte er noch immer damit, zwei Erinnerungen miteinander in Einklang zu bringen. Sie waren beide die seinen, aber konnten unmöglich als dasselbe begriffen werden. In beiden Fällen hatte sein Charakter eine andere Entwicklung genommen und aus diesen Personen musste er nun ein Wesen formen. Eine Aufgabe, die sich als schwierig erwies und jeder Teil von ihm rang um die Vorherrschaft. Professionalität und Kontrolle in der Aufgabe gegen die Härte des Krieges. Und welches Ich, obwohl er nur einer war, hatte den Commodore erhalten? Kaaran glaubte, den einen, neuen Pin an seinem Kragen spüren zu können. Er besaß nun auch die formelle Uniform eines Flaggoffiziers, doch lag diese noch in dem Quartier, das er nun hinter sich ließ. Unwillkürlich zog der Andorianer die schlichtere Dienstuniform zurecht und bog um eine Ecke, um die Quartierssektion hinter sich zu lassen. Ein Panel an der Wand wies ihn auf das nahe Observationsdeck mit dem Combat Information Center hin, doch war dieses zur Zeit fast vollständig demontiert, um modernisiert wieder eingebaut zu werden. Sein Refugium zur Kontrolle von Verbänden und Geschwadern. Doch bis zum Auslaufen hatten diese Überlegungen noch Zeit.
    Schließlich erreicht er sein Ziel und blieb vor der Tür stehen. Sein Auge traf die Beschriftung auf dem Stahl: Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos - Erster Offizier. Er hatte nicht darauf bestehen müssen, dass der in der Flotte eigentlich unbedeutende Adelstitel ebenso erwähnt wurde, die CMC hatte in Eigeninitiative dafür Sorge getragen. Kaaran hob die Hand und schwebte eine Sekunde über der Tastatur, dann tätigte er den Summer.
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    Die Formalitäten waren schnell abgewickelt gewesen, im Anschluss widmete Sybil sich den letzten organisatorischen Aufgaben vor ihrem Urlaub. Viel Zeit blieb nicht mehr, bis auch ihr Büro von den Technikern "assimiliert" werden würde, wie sie es heute früh ein wenig spöttisch im Gespräch mit John genannt hatte. Bei dem Gedanken an ihren menschlichen Ehemann lächelte sie. Im Urlaub würden sie endlich mehr Zeit miteinander verbringen können. Kaaran war John gegenüber in dieser Hinsicht im Vorteil, zumindest sahen er und Sybil sich täglich längere Zeit im Dienst. Urlaub.. endlich.. Doch als sie den Gedanken weitersponn, verzog sich ihr Gesicht ein wenig. Zunächst stand ein Besuch bei ihrer Mutter auf dem Plan, diese hatte um Sybils Hilfe gebeten, diese jedoch nicht genauer definiert. "Du wirst es schon sehen, wenn Ihr hier seid..", war Sophies einziger Kommentar dazu gewesen. Sybil seufzte leise und fragte sich, ob sich in dieser Zeitlinie das Verhältnis zu ihrer Mutter weniger kompliziert entwickelt hatte, es fiel ihr immer noch schwer, die beiden Erinnerungsstränge zu kompensieren und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
    Als der Summer erneut erklang, sah Sybil überrascht auf, aus ihren Gedanken gerissen. Unwillkürlich blickte sie auf ihren Reminder, doch dieser zeigte für heute keine weiteren Termine mehr an. "Herein."
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
    USS Blind Guardian NCC-83112

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  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    Kaaran machte einen Schritt nach vorne, als er die Aufforderung zum Eintreten erhielt und die Türautomatik öffnete sich vor ihm. Er ließ einen Blick durch das Büro schweifen, fixierte die Friedenslilie für einen kurzen Moment und bewegte schließlich die Fühler grüßend: "Commander". Die Tür schloss sich wieder und der Andorianer ging zu dem Fenster hinüber, hinter dessen dickem Material man einen Blick auf die Werftanlage erhaschen konnte. Der riesige Stahlaufbau hielt die Esquiline fest umschlossen, während Traktorkräne Material aus- und einfuhren und über dicke Leitungen die nötige Energie eingespeist wurde, um für die Dauer der Warpreaktorabschaltung Systeme wie die Lebenserhaltung in Betrieb halten zu können.
    "Ist das Gespräch mit Lieutenant Junior Grade Bischoff zu Deiner Zufriedenheit verlaufen?", erkundigte sich Kaaran und wandte sich seiner Frau zu, die er nun, da sie unter sich waren, in einem vertrauten Tonfall ansprach, gefolgt von einem Gesichtsausdruck offenen Interesses.
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    Sybil sah Kaaran einen Augenblick erstaunt an, als er eintrat, wie eine Antwort auf ihre Überlegungen einen Moment zuvor. Dann stand sie auf und spürte, wie verkrampft ihre Muskeln durch das lange Sitzen waren, auch wenn ihr Sessel durchaus ergonomisch ideal an ihren Körper angepasst war. Sie reckte sich müde und trat neben Kaaran an das Fenster. "Ich hoffe, ich konnte ihm verdeutlichen, dass seine experimentellen Zeiten nun vorbei sind. Sicher bin ich aber nicht, leider. Wenn er die erste Subraumspalte auf der Brücke öffnet, wissen wir, dass die Entscheidung nicht so günstig war." Ihre Mundwinkel zuckten leicht amüsiert bei den ernst klingenden Worten und zeigten, dass sie es nicht völlig ernst meinte. "Immerhin habe ich schon seit sieben Monaten, vier Tagen und zwei Stunden keine Beschwerden mehr über ihn erhalten. Das spricht dafür, dass er sich die letzte Zurechtweisung zu Herzen genommen hat."
    Sybil lehnte sich mit dem Rücken an die Scheibe und sah Kaaran nachdenklich an. "Weißt Du, ich verstehe wirklich nicht, warum er es vorgezogen hat, in die Sternenflotte einzutreten. Er ist ein Genie und wäre für jedes kommerzielle Wissenschaftslabor ein absoluter Gewinn. Zumal er nicht gerade von Skrupeln geplagt ist. Ich will damit nicht sagen, dass er ein unmoralischer Mensch ist, aber für ihn steht in erster Linie die Forschung, an eventuelle Folgen oder, dass jemand seine Forschungsergebnisse missbrauchen könnte, verschwendet er keinerlei Gedanken."
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
    USS Blind Guardian NCC-83112

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  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    "Er wird der Erste der Brückenmannschaft sein, der durch diesen Spalt verschwindet", antwortete Kaaran und obgleich seine Worte eine Metapher waren, sprach aus ihnen genug Ernst, um zu unterstreichen, was er damit ausdrücken wollte. Sein Blick folgt einem automatischen Greifarm, der von einem nahen Lagerraum der Werft eine schwere Rumpfplatte zur Esquiline schob, bis sie aus seinem Blickfeld verschwand. Dann wandte er sich Sybil zu und bewegte die Fühler zufrieden darüber, was sie ihm berichtete. "Diese Zeitangabe hätte eine Vulkanierin kaum genauer angeben können, Aniri. Dein Gedächtnis muss phänomenal sein, den Zeitpunkt des letzten Beschwerdeberichtes jederzeit abrufen zu können."
    Ein schmales Grinsen überzog das Gesicht des Andorianers, bevor er eine offene Geste mit der Hand vollzog, welche den Weltraum in sich einschließen sollte. "Die Sternenflotte hat Mittel, weit mehr als die meisten zivilen Einrichtungen, von den Terraformern, Großkonzernen wie Ravenwood oder renommierten Instituten wie Daystrom einmal abgesehen. Der Lieutenant Junior Grade ist ein typischer Wissenschaftler, die wenigsten von ihnen denken daran, dass jede Entdeckung auch eine Kehrseite hat, welche etwa die Militärs für sich zu nutzen wissen." Dass er selbst unter diese Kategorie fiel, musste er nicht betonen. Kaaran betrachtete sich zwar als von der Vernunft geleitet, jedoch nicht als Heiligen. Dann kam ihm ein Gedanke: "Vielleicht ist er moralischer, als wir glauben und hat die Vorschriften der Sternenflotte gesucht, wissend, dass er zu weit gehen könnte ohne Grenzen und solche, die über sie wachen."
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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    Sybil lachte leise. "Und Du bist wahrscheinlich derjenige, der ihn hineinwirft. Was die Beschwerden angeht, manches prägt sich mir eben ein. Wenn ich mich an die Geschichte mit dem holografischen targh erinnere.." Sie verzog das Gesicht und sah dann ebenfalls aus dem Fenster. "Auf so eine Idee kann auch nur Walter kommen.. er wollte testen, wie realistisch die Holoemitter in seinem Quartier Gerüche darstellen können. Die Nachbarn haben ihm durch ihre Reaktionen gezeigt, dass der Realismus.. sehr hoch war." Ihre Mundwinkel zuckten amüsiert bei der Erinnerung, Walters Nachbarn, Serina und Traxos, hatten ihr Büro regelrecht belagert.
    "Möchtest Du etwas trinken? Ich kann jetzt einen Raktajino gebrauchen." Sybil ging zum Replikator hinüber und sah Kaaran über die Schulter hinweg fragend an. Während der typisch geformte Raktajinobecher materialisierte, dachte sie einen Moment lang schweigend über Kaarans Mutmaßung nach, dann erwiderte sie nachdenklich. "Vielleicht hast Du recht. Ich neige leider dazu, nicht gerade die positiven Eigenschaften der Leute als Erstes zu werten. Sich selbst durch die Annahme eines solchen Postens zu beschränken, beziehungsweise diese Erkenntnis zu gewinnen, setzt einiges voraus.. ja, das würde zu Walter passen."
    Sybil nahm den Becher aus dem Replikator und legte die schmalen Finger darum, genoss die Wärme.
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
    USS Blind Guardian NCC-83112

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  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    "Ein Glas Eiswasser", antwortete Kaaran seiner Frau und drehte sich ein Stück weit herum, sodass er ihr mit dem Blick folgen konnte, während sie zum Replikator ging. Um seine Mundwinkel zuckte es noch immer leicht, jedoch war das Zucken nicht von der guten Sorte. Auch er erinnerte sich an diesen kleinen Zwischenfall mit dem targh und obschon er sich - manchmal zu seiner eigenen Verwunderung - bemühte, der Forschung an Bord den nötigen kreativen Raum zu lassen, gab es Grenzen und der Geruch auf den Schiffskorridoren gehörte ohne Zweifel dazu. Zwar roch es auf einem Raumschiff immer ein wenig eigen - er hatte sich längst daran gewöhnt -, es war diese Mischung aus wiederaufbereiteter Luft und Reinigungsmitteln, doch Tierdüfte gehörten definitiv nicht dazu.
    Kaaran schüttelte bei der Erinnerung den Kopf und bewegte die Fühler. "Es ist einfacher", gab er schließlich zurück. "Die Wahl gestaltet sich einfacher, wenn man die negativen Eigenschaften einander gegenüber stellt und das kleinste Übel wählt. Manchmal jedoch verbergen sich hinter dieser Liste Persönlichkeiten bemerkenswerten Potenzials. Einige ..", er hielt einen Moment inne und korrigierte sich dann: ".. viele müssen jedoch noch geschliffen werden."
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    "Eiswasser." Sybil hatte sich wieder dem Replikator zugewandt und löste nun eine Hand von ihrem Raktajinobecher, um das beschlagene Glas herauszunehmen. Nach der warmen Keramik fühlte es sich tatsächlich wie Eis an den Fingern an, sie reichte es eilig Kaaran und schloss die Finger wieder um ihr Trinkgefäß. "Das hört sich ja fast so an, als würde ich es mir einfach machen wollen." Sie schüttelte den Kopf. "Ich denke eher, es liegt daran, dass ich mit meinen Einschätzungen zu oft richtig lag, nenn es von mir aus Intuition. Ich bin aber jederzeit bereit, mich vom positiven Gegenteil überraschen zu lassen."
    Der Duft des Raktajinos stieg ihr in die Nase, sie nahm einen Schluck und seufzte zufrieden, dann sah sie Kaaran wieder an und lächelte ein wenig spöttisch. "Geschliffen? Mir fallen da so einige ein, da bräuchte man wohl mindestens einen Phaser, um auch nur die äußeren, verkrusteten Schichten abzutragen.."
    Sybils Miene wurde wieder ernst, hier in ihrem Büro allein mit Kaaran war der gleichmütige Ausdruck, den sie im Dienst sonst stets zur Schau trug, verschwunden und sie zeigte ihre Emotionen völlig offen. "Ich verstehe bei so manchem nicht, warum er der Sternenflotte beigetreten ist. Es muss ihnen doch klar sein, dass sie hier nicht damit rechnen können, ihre Individualität ausleben zu können. Natürlich erwartet niemand, zumindest ich nicht, blinden Kadavergehorsam. Aber mancher scheitert ja schon daran, sich an die grundlegende Rangordnung und die notwendige Disziplin anzupassen. Auch verstehe ich nicht, wie man mit so einer Einstellung überhaupt die Akademie erfolgreich abschließen konnte." Sybil runzelte die Stirn und trank noch einen Schluck. "Hat sich seit unserer Akademiezeit soviel geändert? Oder lassen diese Individualisten ihrer Energie erst nach dem Abschluss freien Lauf? Das wäre dann allerdings sehr.. konsequent." Wieder kräuselten sich ihre Lippen zu einem spöttischen Lächeln, in dem allerdings wenig Wärme lag.
    Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
    Erster Offizier
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  • Terra - Südfrankreich

    Lieutenant Junior Grade Evelynn Pellier

    „Es muss Jahre her sein“, kam es ihr in den Kopf. An ihren letzten ausgelassenen Landurlaub erinnerte sich Evelynn nicht wirklich, umso schöner empfand sie diese wenigen Tage auf der Erde. Sie und ihr geliebter Jeffrey. Nun waren sie zwei Jahre zusammen. Der Weg selbst war mehr als beschwerlich, da war zum einen Lilam, Jeffs bessere Hälfte und beste Freundin. Sie trieb immer ein Keil zwischen sie. Neben ihr, so glaubte Lynn, schien auch die Counselor eine Konkurrenz zu werden. Sichtlich froh über die Tatsache, dass Jeff nach Alpha Centauri kaum eine Notiz von ihr nahm, ergriff auch sie die Initiative. Unter ihren Freunden war sie als die Eremitin bekannt. Jeder wusste, dass sie nie ihren Mund aufmachen würde, was Gefühle anging. Ein Jahr voller Angst, Freundschaft und der Beginn einer tieferen Freundschaft wuchs heran, bis sie nun endlich an diesem Punkt stehen sollte. Zwei Jahre, als sie sich traute ihrem vorgesetzten Offizier ihre Gefühle anzuvertrauen.

    Die Sonne schien mitten in ihren blass Teint, das Haar fiel locker auf ihre Schultern und die Wellen peitschten in ihr Gesicht. Ihre Wangen wirkten rosig, dank der frischen Luft und der natürlichen Sonnenstrahlen, bekam auch die Taktische Offizierin etwas Farbe. Die sonst so schüchterne und introvertierte Persönlichkeit lebte am Strand regelrecht auf. Im Neoprenanzug stand sie nun mit nackten Füßen im weißen Sand. Ihre Zehen gruben sich tiefer in den körnigen Boden. Zufrieden schaute sie auf und sah zu den Wellen, die sich ihr entgegen streckten und zu ihren Füßen allmählich ausliefen. Mittlerweile war auch in ihr die Ruhe eingekehrt. Das Board steckte neben ihr im Sand und wartete darauf, dass seine Besitzerin einen weiteren Ritt mit ihr unternehmen würde.

    Pellier bemerkte ihren Freund, der wie ein kleiner Punkt im Wasser trieb. Sie hob ihre Hand und winkte ihm in einer für sie typischen Bewegung zu. Die Kanadierin griff nach ihrem Surfboard und bewegte sich auf das Wasser zu. Sie ließ ihr Board ins Wasser nieder und begann auf Hüfthöhe, sich auf ihr Board zu ziehen. Die Lieutenant Junior Grade trieb bis zu dem Zweiten Offizier heran und versuchte sich um ihn in Richtung des Strandes zu drehen.

    „Bereit für den nächsten Ritt?“, fragte sie ihn und schaute dabei kurz über ihre Schulter. Die nächste Welle sollte langsam kommen, Lynn sah Jeffrey fordernd an. Ihr Grinsen konnte sie schwer unterdrücken.
    Joy Keenan
    U.S.S. Chimera NX-85000 II Counselor
    Psychiatrie
    Mit einem Gebet für die Erlösung auf den Lippen.
    Mit der Hoffnung, die Welt zu retten, im Herzen.
    Getrieben vom Schwur, ihr Schicksal zu ändern.
  • USS Esquiline - Deck 02 - Büro der XO

    Kaaran nahm das Eiswasser entgegen und spürt sofort das angenehme Kribbeln an seinen Fingern, als die Kälte - die für ihn solche nicht war - seinen Blutkreislauf wie mit einem unhörbaren Seufzen zum Zirkulieren brachte. Er nahm einen Schluck und hielt das Glas dann vor sich, während er antwortete: "Bereits in jungen Jahren hörte ich wiederholt von diesem terranischen Ausspruch der weiblichen Intuition." Sein Blick traf Sybil und er betrachtete sie wie etwas magisches, etwas, das sich dem eigenen Begriffsvermögen entzog, bevor er langsam die Fühler in einer ablehnenden Geste bewegte. "Auf Andor gibt es dergleichen nicht."
    Erneut nahm er einen Schluck und löste seine Betrachtung in ein leicht ironisches Grinsen auf, bevor er etwas nachdenklicher wurde und wieder zum Fenster hinaus sah. Die Erde von hier zu sehen war natürlich ausgeschlossen, nicht nur befand sie sich jenseits der Planetenkrümmung des Mars, auch war sie viel zu weit weg, um sie mit bloßem Auge sehen oder auch nur vor dem mit Sternen gesprenkelten Hintergrund erkennen zu können. Es war bereits eine Herausforderung, die sich über hunderte Kilometer erstreckende Utopia-Planitia-Flottenwerft mit all ihren Docks und Hangars zu erfassen, was nur durch das gestochen scharfe Bild des Vakuums, ungetrübt von Luft und Wetter, möglich war "Es ist schwer zu glauben, dass die Akademie in ihren Bemühungen und Vorsätzen wesentlich nachgelassen hat. Sie ist noch immer ein Ort von Tradition, ganz besonders unter der Leitung von Vice Admiral Hutches", begann der Andorianer und fuhr fort: "Nein, so unwahrscheinlich es klingt, Deine zweite Vermutung tritt der Wahrheit vermutlich näher als man annehmen möchte. Die Flotte ist seit einigen Jahren nicht mehr unangefochten wie in den Jahrhunderten zuvor, ihre Doktrin wird zunehmend in Frage gestellt, da die Gesellschaft selbst darin gespalten ist, was man eigentlich von uns erwartet. Forschen oder Verteidigen. Es existiert kein allgemeiner Konsens mehr, keine stille Übereinstimmung, welches Betragen sich für ein Wesen in Uniform ziert und so möchte ein jedes Individuum, wie Du es sagst, seinen ganz persönlichen Stempel aufdrücken."
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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    Sybil seufzte wieder, dann ging sie um ihren Schreibtisch herum und ließ sich in ihren Sessel sinken. "Aye. Als würde die Sternenflotte verlangen, dass man jegliche Individualität ablegen muss, wenn man ihr beitritt. Nun, sie werden es lernen, sich einzuordnen.. oder scheitern." Sie trank wieder einen Schluck, bevor der Raktajino eine Temperatur erreichte, bei der er in ihren Augen ungenießbar wurde. "Ich gehe mal davon aus, dass wir da einer Meinung sind, Anwyl." Sybil streckte die langen Beine aus und legte den Kopf an die Lehne ihres Sessels, dann wechselte sie das Thema. "Ich freue mich auf den Urlaub, nicht aber auf den Besuch bei meiner Mutter. Ihre Andeutungen lassen mich nicht hoffen, dass es ein angenehmes Erlebnis wird. Seit Tagen zerbreche ich mir den Kopf, wobei sie ausgerechnet meine Hilfe braucht.. im Normalfall besteht sie eher darauf, dass ich ihre benötige.. wobei auch immer."
    Ein leiser Signalton verkündete den Eingang einer Subraumnachricht, Sybil streckte den Arm aus und drehte den Monitor in ihre Blickrichung. Ein kurzes Lächeln erhellte ihr Gesicht als sie den Absender las, doch sie öffnete die Datei nicht, das hatte Zeit.
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    Sich von dem Fenster abwendend, trat auch Kaaran an den Schreibtisch und blieb auf der gegenüberliegenden Seite stehen, einen Arm auf die Rückenlehne des Stuhls für Besucher gestützt, während er wieder an seinem Eiswasser nippte. "Wir sind einer Meinung", stimmte er Sybil zu und bewegte die Fühler in einer unterstreichenden Geste. Seine leicht gebeugt wirkende Haltung erschien dabei geradezu lässig, mehr wie eine Karrikatur des andorianischen Flaggoffiziers. Er richtete sich wieder auf, ging einige Schritte, die eingehende Nachricht und das Lächeln im Gesicht seiner Frau wohl bemerkend, doch er fragte nicht. Sie würde es ihm von sich aus sagen, wenn es sie es wollte. "Wales soll angenehm kühl sein", antwortete er zunächst und ließ sich zu einer Fühlergeste hinreißen, die eine Art von Schmunzeln ausdrückte. "Du hast keinen Verdacht?", erkundigte er sich weiter nach den möglichen Motiven von Sybils Mutter.
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    "Eine Nachricht von Tyriden, ich sehe sie mir nachher im Quartier an. Wahrscheinlich ein aktualisierter Bericht über Sjals neue Nachkommenschaft, Tyriden scheint derzeit sehr erpicht darauf zu sein, diese Zabathu-Linie weiterzuzüchten." Wieder lächelte sie, der Gedanke an die Leidenschaft des Magnus Princeps für seine Zucht war seltsam tröstlich. Vielleicht, weil es sie an ihren Vater erinnerte, der ähnlich anachronistischen Hobbies nachgegangen war. Das brachte sie wieder zurück zu ihrer Mutter, Kaarans Frage tat ihr übriges dazu.
    Sybil seufzte und spielte nachdenklich mit dem Raktajino-Becher. "Jetzt im Januar dürfte das Wetter Dir tatsächlich zusagen. Wahrscheinlich ist es nicht kalt genug, aber dennoch angenehm. Für einen Andorianer." Sie blinzelte ihm zu und lachte, als sie das gemäßigte Klima ihrer Heimat mit der beißenden Kälte Andors verglich. "Ein sehr heißer Sommer, würde man wohl auf Andor sagen."
    Ihr wurde klar, dass sie das Thema Sophie Tregaron schon wieder verdrängte, sie seufzte, diesmal leicht gequält. "Nein, nicht den geringsten. Es kann alles sein, von der Wahl neuer Gardinen im Salon bis zu der Tatsache, dass sie mir ihren Zukünftigen vorstellen will.. so es diesen gibt. Allerdings glaube ich letzteres nicht, noch einen so leidensfähigen Mann wie meinen Vater wird es kaum geben." In ihrem Lachen lag nur ein Hauch Humor, es klang eher resignierend. "Ich hoffe nur, dass es nicht mit meinem Geburtstag zusammenhängt.. da möchte ich nämlich schon wieder weg sein.."
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    "Tyriden", gab Kaaran nur zurück und sah Sybil mit einem schwer zu deutenden Blick an. "Mir war nicht bewusst, das Dein Zabathu Sjal Nachkommen erwartet .. oder nicht mehr erwartet und schon säugt." Er bewegte die Fühler und gab damit einem Kenner dieser Gestik zu verstehen, dass er die Leidenschaft für das Züchten von Nutztieren zwar durchaus respektierte, ihr indes persönlich nichts abgewinnen konnte. Dies lag nicht einmal zwingend an seinem Naturell, als vielmehr schlicht daran, dass andere Dinge den größten Teil seiner Zeit und damit Aufmerksamkeit in Anspruch nahmen.
    Der Andorianer hob die Hand und fuhr sich mit zwei Fingern über die Augen, wie es Menschen taten, die müde waren. Bei ihm hingegen war es mehr ein Hinweis auf intensives Nachdenken. Bei den nach Ironie klingenden Worten Sybils schmunzelte er leicht und ließ die Hand wieder sinken, um stattdessen einen weiteren Schluck Eiswasser zu sich zu nehmen: "Du befürchtest die Ankündigung der Vorbereitung einer großen Feier anlässlich der Erinnerung Deiner Geburt?", erkundigte er sich und empfand seinen eigenen Satz als ungewöhnlich verschachtelt.
    Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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    Sybil erwiderte Kaarans Blick ruhig und schüttelte dann den Kopf. "Sjal ist ein Hengst, Tyriden hat vier Stuten von ihm decken lassen, die ersten Fohlen müssten schon geboren worden sein. Aber nachher weiß ich mehr. Und es würde mich wundern, wenn er sich auf dieses Thema beschränkt, er wird sicher auch neues aus dem Clan berichten."
    Nur widerstrebend lenkte sie ihre Gedanken wieder auf die Frage, was ihre Mutter wohl plante, denn darauf lief es wohl eher hinaus, als auf die äußerst unwahrscheinliche Tatsache, dass Sophie Tregaron Hilfe benötigte. Und schon gar nicht von ihrer Tochter, die ihrer Meinung nach nicht wusste, was gut für sie war.
    "Möglich wäre es. Aber was immer es auch ist, zumindest kann sie jetzt ihren Plan, mir eine "gute Partie" zu vermitteln, nicht mehr durchsetzen. Ich denke doch, dass ihr Ehrgeiz in dieser Hinsicht nun mehr als befriedigt sein dürfte. Immerhin trage ich jetzt einen Adelstitel.."
    Mit einer knappen Bewegung stellte sie den Raktajino-Becher auf ihren Schreibtisch, der leise Knall der entstand als dieser recht unsanft mit der Tischplatte Bekanntschaft schloss, zeigte Sybils Stimmung bei diesem Thema mehr als deutlich an. Ihre ungehalten klingende Stimme drückte diese bei den nächsten Worten auch deutlich aus. "Ich frage mich immer wieder, in welchem Jahrhundert meine Mutter lebt.. Sicher, mein Vater war ebenfalls recht anachronistisch in seinen Ansichten, aber er hat diese wenigstens auf sein eigenes Leben beschränkt. Und Reitsport, Bogenschießen und Beizjagd finde ich wenigstens noch interessant, zudem beeinflussten sie nicht die persönliche Freiheit anderer Familienmitglieder."
    Sybil sah Kaaran an, dann gab sie einem selten gezeigten Gefühl nach und seufzte. "Ich habe mir so sehr gewünscht, dass sich die Zeitlinie für mich soweit ändert, dass mein Vater... noch lebt, wenn wir "zurückkehren." Allerdings würde ich dann wohl nicht hiersein.. schließlich hat sein Tod eine starke Veränderung in meinem Leben und meiner Karriere in der Sternenflotte bewirkt." Sie schüttelte den Kopf und lächelte Kaaran dann zärtlich an. "Auf der Erde heißt es. "Überlege Dir gut, was Du Dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen." Und es gibt unendlich viele Märchen und Sagen darüber was geschieht, wenn man dies unbedacht tut.. Ich bin froh, dass ich diese Wahl nicht treffen muss, Anwyl."
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