Jo'kala - Bordleben - Personal Affairs

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Willkommen im Forum des TrekZone Network Star Trek Rollenspiels.
Neu hier? Neben dem Forum findest du viele weitere Informationen in unserem Hauptcomputer-Wiki. Wenn du mitspielen möchtest, melde dich bitte über das Anmeldeformular an. Wir freuen uns auf dich!

  • Deep Six - Level 3 - Quartier von Saori Harada und Sito Reon

    "Bereit." Saori erwiderte das Lächeln und setzte sich wieder gerade hin, nachdem sie das Glas auf dem Tisch abgestellt hatte. Sie entzündete die Kerze des mit einem eingeschliffenen Blättermuster verzierten gläsernen Windlichtes, welches sie aus ihrem Quartier auf der Jo'kala mitgebracht hatte und dämpfte dann die, viel zu grelle, Raumbeleuchtung um 50 Prozent. Als ihr Gefährte die Pfanne auf dem Tisch abgestellt und neben ihr Platz genommen hatte, zog sie ihn an sich und gab ihm einen langen Kuss. Nachdem sie sich wieder voneinander gelöst hatten, seufzte sie tief und sah ihn dann glücklich an.
    "Das ist unser erstes gemütliches Abendessen zu zweit seit Äonen! Danke für die Mühe, extra ein Schlangen-Ratatouille für mich zuzubereiten. Und natürlich küsse ich dich jederzeit auch ohne diese vermaledeite Schürze." Sie lächelte ihn liebevoll an und betrachtete dann das Mahl, welches dampfend vor ihnen stand.
    "Es riecht hervorragend und sieht auch so aus, was mich bei deinen Kochkünsten aber auch nicht wirklich wundert. Ich bin sehr auf den Geschmack gespannt. Ich habe mal gehört, Schlange schmecke wie Hühnchen, mal sehen, ob das auch auf dieses Exemplar zutrifft." Sie lächelte erneut und blinzelte Reon dann verschwörerisch zu.
    "Gegenüber Doktor Keller bewahre ich natürlich Stillschweigen, versprochen, wobei ich nicht weiß, ob ihre Aversion gegen das Jagen auch bei Reptilien greift." Saori sah zu, wie Reon jeweils die Hälfte des Gerichtes auf ihrer beider Teller verteilte, als ihr etwas einfiel, was sie spitzbübisch lächeln ließ.
    "Nun, wenn du nicht selbst deine Bekleidungsschmach verbreitest, sollte es in diesen vier Wänden bleiben, denn meine Lippen sind versiegelt. Itadakimasu!" Mit diesen Worten nahm sie eine Gabel voll, kaute und schloss dann genießerisch die Augen.
    "Wunderbar! Einfach köstlich."
    Commander Saori Harada
    Erster Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
  • Deep Six - Level 3 - Quartier von Saori Harada und Sito Reon

    Der Bajoraner nickte leicht, während er seiner Freundin dabei zusah, wie sie zu essen begann. Nach weiteren 30 Sekunden nickte er erneut.
    „Ah. Du lebst noch und windest Dich auch nicht mit Krämpfen auf dem Boden. Nun, ich denke, dann kann ich ebenfalls damit beginnen die Schlange zu verspeisen.“
    Sito grinste noch einmal und warf seiner Gefährtin danach einen Luftkuss zu, bevor er sich selbst etwas von dem Essen nahm und dann vorsichtig begann, auf der Schlange herum zu kauen. In der Tat schmeckte diese nicht schlecht und er nickte ein drittes Mal.
    „Scheinbar lag Lieutenant Magrat diesmal tatsächlich richtig und man kann dieses Reptil ohne weiteres in den Speiseplan mitaufnehmen. Möglicherweise sollten wir das Nahrungsangebot damit aufstocken, was meinst Du? Möglicherweise aber auch nicht; immerhin könnte vor allem so manch einer der menschlichen Besatzungsmitglieder eine Aversion gegen Schlangen haben, ich erinnere mich da dunkel an eine Geschichte, welcher von eurer Vertreibung aus dem Paradies handelt und auch mit einer Schlange zu tun hat, und dann wäre da schließlich auch noch der verantwortliche Arzt. Immerhin hat sie bereits einen meiner Schreibtische zertrümmert, ich möchte nicht wissen, was sie anstellt, wenn ich mein Sicherheitspersonal auf Schlangenjagd schicke. Dabei sind gute Schreibtische hier Mangelware.“
    Der Bajoraner lächelte bei diesen Worten zwar freundlich, jedoch lag auf seinem Gesicht auch ein Schatten, als er sich an die Diskussion mit Sabine erinnerte, welcher früher am Nachmittag sein Schreibtisch zum Opfer gefallen war. Mehr als die Zerstörung seiner Schreibunterlage bedauerte Sito jedoch, dass er die Leiterin der medizinischen Abteilung nicht von der Dringlichkeit des Unterfangens hatte überzeugen können.
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Deep Six - Level 14 - Messe

    "Ich war nie der Meinung, ich sei ein Genie. Eigentlich ist es bloß so, dass sich der Rest des Universums die meiste Zeit so stümperhaft benimmt, dass ein kleiner, durchschnittlicher bescheidener Geist wie ich plötzlich strahlt wie ein Pulsar... Was gleichzeitig auch meine angeblich berüchtigte Launenhaftigkeit abbildet. Es ist, wenn man recht überlegt, deprimierend, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, einen Pulsar nach mir zu benennen. Einen Planeten gibt es ja schon, aber ein Pulsar... Achja, ich schweife ab, entschuldigen Sie bitte, Lieutenant." Mihi blickte entschuldigend drein. "Aber Sie müssen selbst zugeben, dass das Thema so deprimierend ist, dass man eigentlich keine rechte Lust hat, sich intellektuell daran festzubeißen. Was nun Ihre Gedankengänge angeht: Ich bin ein ausgesprochen mieser Bluffer. Beim Strippoker seinerzeit an der Akademie war ich immer zuerst kleiderlos und auch wenn Sie es mir bei den Geschichten, die um mich kursieren, kaum glauben werden: Ich gucke lieber als dass ich zeige. Das hindert uns aber zumindest nicht daran, dass ich ein paar Ideen zu dem Bluff beisteuern kann, damit Macdurbin stolz ist, wenn er eines Tages, wir tot, von unseren Heldentaten berichtet bekommt. Ich bin zwar kein Freund davon, Schrecken zu verbreiten - den gibt es nämlich immer nur in Abwesenheit von Tugend, wenn Robespierre auch anderes behauptet hat - aber ich glaube, ich verstehe, was Sie mit dem Rapier meinen..."
    Mihi legt die Stirn in Falten, man konnte förmlich sehen, wie hinter seiner Stirn Zahnrädchen die Arbeit aufnahmen. Mir schwebt eine Idee vor. Stellen Sie sich mal Folgendes vor, Mr. Madras: Sie wären eine unheimlich wichtige, einflussreiche und mächtige Person in einem Staatsgefüge. Nun droht man Ihnen, dass man Sie umbringen wird, mit einem Virus. Und zwar so, dass Sie nicht merken, wie der Virus näherkommt, weil er so designt wurde, dass er auf die DNA Ihrer Immunzellen reagiert. Ihr gesamtes Umfeld würde eine Infektion nicht bemerken, weil es lediglich als Wirt dient. Sie können sich nicht sicher sein, wo es lauert - und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie es bekommen. Wenn dann noch ein paar Ihrer Kollegen davon ebenfalls bedroht sind..." Mihi legte den Kopf schief. "Sowas ließe sich herstellen, wir müssten nur noch erklären, wie wir an die DNA gekommen sind. Und wir müssten den medizinischen Stab dazu überreden, uns bei dem Bluff zu helfen. Meine Expertise allein reicht nicht aus, um das wasserdicht zu machen und die Mediziner weigern sich ja momentan, irgendwas zu tun."
  • Deep Six - Level 3 - Quartier von Saori Harada und Sito Reon

    Mit der Gabel auf halbem Weg zum Mund hielt Saori inne.
    "Du benutzt mich also als Versuchskaninchen, soso. Nun ja, es geht mir gut und es schmeckt wie gesagt hervorragend. Ich halte es für eine gute Idee, das in den Speiseplan aufzunehmen. Wir müssen dann nur aufpassen, dass wir nicht den Bestand an Schlangen gefährden, weil alle sich darum reißen werden." Sie stockte kurz und gestikulierte dann mit der Gabel in Reons Richtung.
    "Ich habe eine Idee: Was hältst du davon, einen Spezialitätenimbiss zu eröffnen? 'Sito's Deli'?" Sie grinste ihn an und führte die Bewegung dann in Richtung ihres Mundes zu Ende. Nachdem sie auch diesen Bissen genießerisch verspeist hatte, fuhr sie fort.
    "Aber Spaß beiseite, du könntest wahrscheinlich auch eine Wolldecke zu etwas Leckerem verarbeiten. Tennan war ein guter Lehrer. Was den Rest der Besatzung angeht, so denke ich, dass die Geschmäcker sehr verschieden sind. Es gab sicher auch auf der Erde mal Leute, welche Reptilien verspeisten, sei es, weil sie Säugetiere aus ethischen oder religiösen Gründen nicht wollten, sei es, weil sie sich diese nicht leisten konnten. Und so lecker wie das hier ist, braucht man nicht mit Widerwillen daran zu gehen, solange man sich nur traut, es zu probieren." Sie lächelte.
    "Die Schlange im Paradies, ja. Aber da sie die Böse in der Story ist, sehe ich auch da keine Probleme. Rache ist schließlich Blutwurst." Nach diesem Statement wurde sie wieder ernster, als sie den Schatten auf Sitos Zügen gewahrte.
    "Das Gespräch mit Doktor Keller war offenbar recht spannungsgeladen? Was hat sie denn dazu bewogen, ein unschuldiges Möbel zu zerstören?"
    Commander Saori Harada
    Erster Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
  • Deep Six - Level 3 - Quartier von Saori Harada und Sito Reon

    Sito spürte einen kurzen Stich, als er die Frage seiner Gefährtin vernahm und zögerte einen Moment lang, diese zu beantworten. Er wusste, er würde damit die Büchse der Pandora, zumindest für diesen Abend, öffnen und er war sich nicht sicher, ob er sie würde schließen können. Dieser Abend hatte einfach zu gut begonnen.
    Schließlich zuckte der Bajoraner jedoch mit seinen Schultern. Das Gespräch würde früher oder später sowieso auf dieses Thema kommen. Daher konnte man also auch jetzt damit beginnen.
    „Spannungsgeladen ist der durchaus richtige Ausdruck. Der Doktor und ich hatten eine Diskussion über Moral, Ethik und Anstand im Allgemeinen und das Virus und seine mögliche Anwendung im Speziellen. Wie sich offenbart hat, haben wir fundamental diametrale Ansichten, vor allem, was Letzteres anbelangt. Doktor Keller ist der Meinung, dass wir noch mehr versuchen sollten, mit den Iconianern zu verhandeln. Als wenn das möglich wäre.“
    Sito verzog leicht das Gesicht und nahm einen Schluck von seinem Wasser, bevor er seine Freundin ernst anblickte und fortfuhr.
    „Wie verhandelt man mit jemandem, der nicht bereit ist anzuerkennen, dass man eine verhandlungswürdige Person ist. Für die Iconianer sind wir nichts mehr als Ameisen und um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich würde auch nicht mit Ameisen verhandeln.
    Als ich ihr versucht habe, ihr das beizubringen und das ich das Virus in der Tat als taktisches Mittel zur Verteidigung ansehe und ich es in einem halben Jahr fertig haben will, erwiderte sie wutentbrannt, dass ich es selber machen sollte und zerstörte auf dem Weg nach draußen meinen Schreibtisch. Ich schätze, sie war wohl nicht bester Laune.“

    Deep Six - Level 14 - Messe

    Lieutenant George Madras

    „Ihr Versuch Bescheidenheit vorzutäuschen, zieht bei mir nicht, Figl. Ich weiß, was Sie können, immerhin habe ich Sie bereits mehrfach in Aktion erlebt und daher glaube ich Ihnen nicht, wenn Sie weißmachen wollen, dass Sie im Grunde ein ganz normaler Typ sind. Das sollte Ihnen auch erklären, warum ich von Ihnen erwarte, dass Sie da etwas hinbekommen, wenn Sie sich schon nicht den Medizinern angeschlossen haben. Von mir aus reden Sie mit dem Alten. Die Gerüchte besagen, dass er, zusammen mit dem MHN an Bord der Jo’kala an dem Virus arbeitet. Möglicherweise kann er uns bei unserem Bluff helfen. Ich habe zwar gehört, dass der Captain ein grausiger Pokerspieler sein soll, aber immerhin ist er ja zumindest ein ganz ordentlicher Taktiker.“
    Madras brummte mehr, als das er sprach und blickte dabei zu seinem mittlerweile geleerten Trinkgefäß. Einen Moment lang überlegte, ob er sich noch etwas holen sollte und entschied sich dann dafür. Bevor er sich jedoch von seinem Platz erhob, richtete er seine Aufmerksamkeit noch einmal auf den wissenschaftlichen Offizier.
    „Ihre Idee ist nicht so schlecht, jedoch beherbergt sie eine fatale Schwäche. Wie um Himmelswillen sollen wir DNS von einem, wenn nicht dem hochrangigen Iconianer beschaffen, wenn wir nichts über die Gesellschaftsstruktur der Iconianer wissen, demnach auch nicht den Obermotz identifizieren können. Darüber hinaus schätze ich, dass wir es in einem Frontalangriff gegen die nicht einmal bis zur Toilette schaffen. Sie sehen also, was ich meine?“
    Mit einem freudlosen Lächeln erhob sich der Einsatzoffizier und nahm seinen Becher.
    „Ich hole mir noch etwas zu Trinken. Möchten Sie ebenfalls etwas?“
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • Deep Six - Level 14 - Messe

    "Sehen's, deshalb bin i Wissenschaftler und für die Phantastereien zuständig. Meine Pläne in die Tat umzusetzen ist nicht Teil meiner Profession. Aber das ist doch eigentlich Ihr Metier. Wo immer ein Problem auftaucht, haben Sie das richtige Management-Tool, um es zu beheben. Sehen Sie die DNA-Beschaffung als logistische Aufgabe, so wie man auch Schiffsressourcen verteilt. Ich muss ein Problem nur verstehen, ich habe noch nie eins gelöst. Genau genommen nur geschaffen... Ich habe nicht einmal das Kaffeeproblem gelöst, deshalb sage ich danke für Ihr Angebot, aber nein danke."
    Mihi begann auf seiner Unterlippe herumzukauen. "Wobei wir doch die DNA gar nicht brauchen. Auch das müssen wir nur vorgeben. Wir müssen sie nur Glauben machen, dass wir sie irgendwie infiltrieren könnten... Selbst wenn unsere faktische Infiltration scheiterte." Er legte die Stirn in Falten und selbige dann auf die Tischplatte, während er vor sich hinbrütete und auf die Rückkehr seines Brainstormingpartners wartete.
  • Deep Six - Level 3 - Quartier von Saori Harada und Sito Reon

    "Wann ist Doktor Keller schon bester Laune?" Saori antwortete gespielt leichthin, aber ihre Stimme klang nicht mehr ganz so heiter wie zuvor. Offensichtlich war das genau die richtige Frage gewesen, um die gelöste Stimmung kippen zu lassen.
    "Es ist eine Tatsache, dass die Iconianer nicht das geringste Interesse daran haben, mit uns zu verhandeln. Offenbar halten sie sich für dermaßen überlegen, dass sie es gar nicht in Betracht ziehen, sich uns auf anderer Ebene zu nähern, als mit der Absicht, uns auszulöschen." Mit grimmig gerunzelter Stirn nahm sie noch einen Schluck aus ihrem Glas. Die Waffe machte ihr auch mehr als Kopfzerbrechen, aber sie war der gleichen Meinung wie Sito.
    "Das Virus in der Hinterhand zu haben, wenn es hart auf hart kommt, ist wahrscheinlich unsere einzige Chance, zu überleben, um sie davon abzuhalten, wieder in unsere Milchstraße einzufallen. Etwas anderes als das Virus mit ihnen machen würde, haben sie auch nicht vor, nämlich uns auszulöschen. Nun kann man sich fragen, ob der Zweck die Mittel rechtfertigt, oder ob das unmoralisch ist. Im Zweifelsfall würde ich mich hier aber gegen die Moral und für die Verteidigung unserer Welten entscheiden, wenn ich auch Doktor Kellers Bedenken verstehe... sie entsprechen denen von Mihi und Madras." Sie verstummte und starrte einen Moment düster vor sich hin, um dann plötzlich ihren Blick zu heben.
    "Und? Machst du es jetzt alleine?"
    Commander Saori Harada
    Erster Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
  • Deep Six - Level 3 - Quartier von Saori Harada und Sito Reon

    Still lauschte Sito den Ausführungen seines Ersten Offiziers. Dass sie mehr oder minder in diesem speziellen Fall seine Sicht der Dinge teilte und damit seiner Meinung war, nahm eine gewisse Last von den Schultern des Bajoraners, konnte er sich damit doch der Unterstützung seines wichtigsten Offiziers sicher sein. Ein wenig erleichtert nickte er schließlich. Als Saori jedoch ihre abschließende Frage stellte, schüttelte er den Kopf.
    „Nein. Lieutenant Figl hat sich bereit erklärt mir zu helfen und ich habe mir das MHN auf der Jo’kala zu Nutze gemacht, was nicht besonders einfach war, da ich auch dort erst einmal die moralische Frage zu diskutieren hatte. Zum Glück war das Hologramm in meiner Krankenstation nicht halb so stur wie Doktor Keller und hat, vor allem, nachdem ich diesem Computerprogramm die möglichen Konsequenzen für die Föderation im Falle einer iconianischen Attacke geschildert hatte, eingewilligt mir zu helfen. Nicht, das wir danach an irgendeiner Stelle vorangekommen wäre. Das MHN hat mir noch einmal bestätigt, was wir schon wissen. Ein Stück hochentwickelter Biotechnik, von einem Genie kreiert und sehr schwer das in das zu verändern, in was ich es haben will. Laut der Schätzung des Hologramms wird es mindestens ein Jahr dauern, um allein die Grundlagen richtig zu verstehen. Ich bete, dass wir noch ein Jahr haben. Ich bin nämlich nicht davon überzeugt, dass uns die Iconianer nicht schon vorher angreifen werden.“
    Nach diesen Worten nahm der Bajoraner einen Schluck von seinem Wasser und blickte seine Freundin danach direkt an.
    „Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, unsere Prioritäten anders zu setzen. Wir haben im Moment sieben Teams, welche diese Galaxie mit Hilfe des Veng’zu Transportgerätes erforschen. Wir werden fünf Teams einen neuen Auftrag erteilen, nämlich primär nach weiteren medizinischen Veng’zu Einrichtungen zu suchen, welche uns bei unserem Problem helfen können.

    Deep Six - Level 14 - Messe

    Lieutenant George Madras


    "Soll ich den Doktor alarmieren und ihr mitteilen, dass Ihnen beim zu harten Nachdenken einige Ihrer Gehirnzellen abhanden gekommen sind?“
    Der Einsatzoffizier der Jo’kala quittierte Mihis momentane Körperhaltung neben seinen Worten noch mit einer hochgezogenen Augenbraue, während er wieder Platz nahm und danach seine, nun wieder randvolle Tasse, vor sich abstellte.
    „Alternativ könnte ich auch dem Alten Bescheid sagen; ich meine, wenn das schon das MHN nutzt, um mit dessen Hilfe ganze Völkerscharren auszurotten, bin ich mir sicher, dass er auch Ihr Problem lösen kann.“
    Madras nahm einen Schluck von seinem Ersatztee, verzog ein wenig das Gesicht ob des Geschmacks und wandte sich danach wieder an seinen Gesprächspartner.
    „Ich denke, da überschätzen Sie die Möglichkeiten, welche mir hier zur Verfügung, oder besser gesagt nicht zur Verfügung stehen. Und selbst wenn; die Verteilung der Ressourcen der Jo’kala ist sicherlich nicht mit einer solchen Aufgabe zu vergleichen. Darüber hinaus dachte ich eigentlich in eine andere Richtung, mehr dahingehend, dass man diesen Krankheitserreger so verändert, dass er nicht mehr die ganze Spezies attackiert, sondern nur noch örtlich wirkt. Greift uns einer an, bekommt er damit einen vor den Latz. Ich finde zwar nicht, dass dies die feine englische Art ist und irgendwo in den Vorschriften ist sicher auch ein Verbot bezüglich des Einsatzes von biologischen Waffen hinterlegt, jedoch denke ich, dass diese Möglichkeit die Beste unter all den Schlechten wäre. Negative Auslese eben.“
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • USS Jo'kala - Deck sieben - Holodeck

    Unzufrieden mit sich selbst, deaktivierte Sito das Holodeckprogram und nahm sich einen Moment, um sich mit dem mitgebrachten Tuch den Schweiß abzuwischen und wieder zu Atem zu kommen. Das Trainingsprogramm, welches er anlässlich seiner Versetzung auf den Posten des Sicherheitschefs der USS Prevalence vor über zehn Jahren geschrieben hatte, hatte ihm mehr abverlangt, als ihm lieb gewesen war. Mit seiner Kondition stand es ganz offensichtlich nicht zum Besten und so notierte sich der Bajoraner im Geiste, dass er zukünftig noch sehr viel öfter an diesen Ort zurückkehren würde müssen, um wieder die Form zu erreichen, welche er offenbar vor über einer Dekade besessen hatte.
    Einen Moment lang erlaubte sich Sito den Luxus der Wehmut, während er gedanklich in dieser, seiner Vergangenheit verweilte. Auch wenn die Dinge damals vielleicht nicht besser waren, so waren sie doch mit Sicherheit einfacher gewesen.

    Als Sicherheitschef hatte man lediglich mit sich selbst und den unterstellten Mannschaftsmitgliedern zu tun. Man traf keine Entscheidungen, welche möglicherweise Auswirkungen auf den halben Quadranten nach sich zogen und natürlich musste man sich nicht mit dem moralischen Prinzip herumschlagen. Immerhin gab es da noch genügend, die vor einem in der Kommandokette standen.
    Sito schüttelte die Gedanken ab und kehrte in das hier und jetzt zurück. Auch wenn das Schwelgen in alten Tagen seinen Reiz besaß, so hatte der Bajoraner etwas Reizvolleres in der Gegenwart zu tun.

    ***“Sito an Harada. Ich habe die unbefriedigende Erfahrung auf dem Holodeck hinter mich gebracht und bin nun bereit, mich in bessere Gesellschaft zu begeben. Sieben Hinten in zehn Minuten?“


    USS Jo'kala - Deck sieben - Sieben Hinten

    Lieutenant Commander George Madras


    Madras hatte im Sieben Hinten Platz genommen und blickte hinaus zu Sternen, während er dabei über die Pins an seinem Kragen strich und seinen Gedanken nachhing. Was würde er nun dafür geben, diesen albernen Lieutenant Commander von der Akademie, welcher sich großspurig als einer seiner Ausbilder ausgegeben hatte und dessen Namen er sich nie wirklich hatte merken können, treffen zu können.
    Der Engländer würde es mit Sicherheit genießen, diesem aufgeblasenen Fatzke, welcher Madras dereinst prophezeit hatte, dass er es höchstens bis zum Lieutenant würde bringen und das auch nur in einer unwichtigen Abteilung, bei dieser Gelegenheit mitteilen zu können, dass er es nicht nur über den prophezeiten Rang hinausgeschafft hatte, sondern dass man ihn darüber hinaus auch noch zum zweiten Offizier ernannt hatte.
    Zugegeben, diese Entwicklung schien bis vor kurzem auch nicht sonderlich wahrscheinlich, aber andererseits, auf einem Schiff, auf welchem ein Jem Hadar hinter der Theke des Casinos stand, konnte es wohl auch ein Offizier, welcher dem kommandierenden Offizier dieses Schiffes in aller Öffentlichkeit Mordgedanken vorgeworfen hatte, bis zum zweiten Offizier bringen.
    Madras nahm sein Glas und erhob es zum stillen Salut zu eben jenem Ausbilder, dessen Namen er sich nie wirklich hatte merken können und nippte danach vorsichtig an der bräunlichen Flüssigkeit.
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • USS Jo'kala - Deck vier - Quartier von Saori Harada

    Saori saß mit einem, inzwischen erkalteten, Raktajino Karamell an ihrem Schreibtisch und arbeitete immer noch die unzähligen Nachrichten und Aufgaben ab, welche sich in ihrer langen Abwesenheit angesammelt hatte. Selbstverständilch hatte sie die Privatpost erst einmal außer Acht gelassen und mit den dienstlichen Angelegenheiten begonnen, von denen sich viele naturgemäß inzwischen selbst erledigt hatten. Die wichtigen hatte sie inzwischen fertig, jetzt lagen nur noch langweilige Routineaufgaben vor ihr, welche sie missmutig seit Minuten fixierte und sich nicht überwinden konnte, das erste Padd aufzunehmen und anzufangen.
    Sie hatte mehrmals mit dem Gedanken gespielt, zwischendurch zu ihrer privaten Post überzugehen, aber ihr Pflichtbewusstsein hatte sie davon abgehalten. Sie seufzte tief. Die Aufgaben eines Ersten Offiziers bestanden zu 90 Prozent aus Bürokratie und nur zu 10 Prozent aus interessanten Außenmissionen und Begegnungen. Sie seufzte abermals und erhob sich, um sich einen neuen Becher ihres Lieblings-Heißgetränks zu replizieren.
    "Ich bin einfach nicht zum Schreibtischtäter geboren. Manchmal wünschte ich, wir wären noch in Deep Six," vertraute sie Commodore Gebo an. Der schwarze Kater lag auf dem Sessel, den gewöhnlich Sito belagerte, wenn er bei ihr in Ruhe etwas lesen wollte und blinzelte sie träge an.
    "Du hast es gut. Du musst nur schlafen und essen und kannst überall herumstromern, wo du willst. Naja, jedenfalls fast überall." Saori schmunzelte. CI Lucy O'Connell hatte ein geniales Halsband entworfen, welches dem Kater elektronisch den Zutritt zu sensiblen oder für ihn gefährlichen Bereichen verwehrte und ihn darüber hinaus auch überall auffindbar machte. Nun, wie dem auch war, wenn sie fertig werden wollte, musste sie wohl oder übel weiter machen.
    Insofern freute es sie immens, als der Ruf des Captains sie der erneuten Entscheidung enthob, zuerst privat oder zuerst dienstlich tätig zu werden.

    *** Dein Ruf kommt gerade richtig. Meine Beschäftigung war ebenfalls nicht gerade mitreißend und ich kann ein wenig gute Gesellschaft durchaus auch gebrauchen. Ich werde in zehn Minuten da sein.

    Vergnügt beendete sie die Verbindung und strich dem dösenden Kater noch einmal über den Kopf, ehe sie mit beschwingten Schritten das Quartier in Richtung Casino verließ.
    Commander Saori Harada
    Erster Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
  • USS Jo'kala - Deck sieben - Sieben Hinten

    Frisch geduscht und in bajoranische Alltagskleidung gewandt, betrat der Kommandierende Offizier der Jo'kala acht Minuten, nachdem er das Gespräch mit seiner Stellvertreterin und Freundin beendet hatte, das Casino seines Schiffes und blickte sich erst einmal um. Diverse Offiziere und übrige Mitglieder der Mannschaft hatten es sich in den gemütlichen Sitzgelegenheiten bequem gemacht und ließen es sich offensichtlich gut gehen. Im hinteren Bereich des Casinos erblickte Sito derweil seinen zweiten Offizier, welcher offenbar mit der Luft anstieß.
    Der Bajoraner wölbte eine Braue, verschwendete dann aber keinen weiteren Gedanken an diesen seltsamen, offenkundig menschlichen, Brauch und setzte sich wieder in Bewegung. Eine der Sitzecken, welcher von seiner Position in diametraler Richtung lag, war sein Ziel. Irgendjemand hatte diese Ecke einmal als den romantischsten Platz an Bord der Jo'kala bezeichnet.
    Sito konnte dieser Beurteilung nicht ganz folgen, immerhin schien sich sein Verständnis von Romantik fundamental von allen anderen Lebewesen im Universum zu unterscheiden, aber Saori gefiel dieser Platz und von einem rein pragmatischen Standpunkt aus betrachtet, war diese Sitzecke im Grunde optimal. Man hatte von dort aus das gesamte Casino im Blick.
    An seinem Ziel angelangt, nahm der Bajoraner Platz und wartete darauf, wer zuerst am Tisch erscheinen würde; seine Freundin oder die Bedienung des Casinos.
    Captain Sito Reon
    Kommandierender Offizier
    USS Jo'kala NCC-84233
    Anata wa kurayami no naka de mitsuketa akari.
    Scotty me up, Beamie
  • USS Jo'Kala - Deck sechs - Quartier von Lucy O'Connell

    Etwas erschöpft betrat O'Connell ihr dunkles Quartier. "Computer, Licht!", rief sie in die Stille des Raumes hinein, welcher nach einer piependen Bestätigung von Seiten des Computers nun hell erleuchtet wurde.
    Während sie nun schlurfenden Schrittes auf ihr einladendes Sofa zusteuerte, öffnete sie mit ein paar kurzen Handgriffen die Jacke ihrer Dienstuniform, um sich dieser zu entledigen. Mit einem gezielten Wurf, warf sie diese dann rasch auf den sich neben ihr befindenden Sessel, ehe sie sich mit einem Plumsgreäusch der Länge nach auf das Sofa fallen ließ. Oh, man was für ein Tag, dachte O'Connell bei sich, als sie sich nun auf den Bauch drehte und ihr Gesicht in die Sofakissen drückte. Sie war froh ihren müden Knochen endlich etwas Ruhe zu gönnen.

    Einige Minuten lang verharrte sie in dieser Position, bis sie sich schließlich entschloss aufzustehen, um dann im Badezimmer zu verschwinden. Dort entledigte sie sich den Rest ihrer Kleidung und sprang kurzdarauf unter die Dusche. Nachdem sie sich den Schmutz vom Arbeits-Alltag abgewaschen hatte stieg sie erfrischt und belebt aus der Dusche, trocknete sich ab und zog sich frische Kleidung an. Das ist schon viel besser, dachte O'Connell und noch während sie sich die Haare trocknete lief sie gemächlich durch den Raum.
    Ihr Quartier hatte eine sehr persönliche Note. Fast überall hingen Fotos von Freunden oder ihrer Familie. Die Ecken des Raumes zierten ein paar prächtig gedeihende Grünpflanzen, die dem sonst so tristen Raum etwas Farbe und Leben einhauchte. Beiläufig nahm sie eine Gießkanne zur Hand und goss ihre grünen Mitbewohner.
    Als sie fertig war und die Kanne beiseite stellte, ruhte ihr Blick auf ein großes Ölgemälde welches über dem Sofa an der Wand hing. Es zeigte eine grüne Landschaft bei Sonnenuntergang und in der Ferne war eine kleine Farm zu sehn... ihr zu Hause. Verträumt streckte sie eine Hand danach aus und berührte sachte mit den Fingerspitzen die rechte untere Ecke des Bildes auf denen die Initialen ihrer Mutter zu lesen waren. Manchmal fand sie es schade, dass sie nicht einmal ansatzweise das Talent ihrer Mutter geerbt hatte.
    Plötzlich brachte ein knurrendes Geräusch sie wieder in die Realität zurück. Es war ihr Magen der protestierte und sein Recht auf Nahrungsaufnahme forderte. Mit einem leichten lächeln und einem letzten Blick auf das Bild ihrer Mutter, wandte sie sich dann schließlich ab und machte sich fertig. Sie beschloss zum Essen sich ins Casino zu begeben. Natürlich könnte sie sich im Replikator der sich in ihrem Quartier befand auch etwas replizieren lassen. Jedoch zog sie das bunte, lebhafte treiben des Casinos vor. Sie genoss die ausgelassene Atmosphäre und das zusammen treffen der verschiedensten Individuen. Es ist fast so wie bei den Pups bei ihr zu Hause in Irland.
    Fertig angezogen ließ sie vom Computer das Licht löschen und verließ das Quartier in Richtung des Casinos...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lucy O'Connell ()

Seit 2004 imTrekZone Network