Persönliches Logbuch - Sophie Davion

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    • Nun, der erste Schritt ist getan. Ich habe heute die Eignungstests für die Sternenflottenakademie abgeschlossen. Doch es fühlt sich nicht an wie eine besondere Leistung, etwas, das ein Großteil der Bewerber nicht auf Anhieb schafft. Das mag daran liegen, dass ich von Sternenflottenoffizieren umgeben bin, seit ich denken kann nichts anderes kenne als eben diejenigen um mich zu haben, die es geschafft haben. Maman hat im Hinblick auf ihre eigene Aufnahme an der Akademie von gesunkenen Ansprüchen gesprochen, im Hinblick auf den Dominionkrieg. Vielleicht ist da ja etwas dran. Zwar liegt der Dominionkrieg jetzt schon 20 Jahre zurück, aber neben dem Schrecken blieben eben auch die Verluste. Vielleicht ist die Situation heute gar nicht so anders.

      Jedenfalls war ja schon meine Bewerbungsmappe nicht so dünn. Aufgewachsen auf Sternenflottenschiffe, mit Praktika auf der Krankenstation und im Maschinenraum, meine Zeugnisse, sportliche Leistungen, Mitwirkung bei diplomatischen Empfängen, der kleine Vorfall mit den Lomak - als Lieutenant Caranissi darauf zu sprechen kam, und mich so dumm angestarrt hat dachte ich schon, dass dies jetzt der Psychoteil sei -, zuletzt mein Aufenthalt auf Qo'noS und meine Mitwirkung im Lazarett, das las sich sicher gut. Aber es las sich eben auch als das, was es ist, der Lebenslauf eines Sternenflottenkindes, noch dazu eines Flaggoffiziers. Die Tochter des Admirals auf der Akademie, wie klischeehaft. Entweder ist sie die Antagonistin, nur aufgrund ihrer Herkunft an der Akademie, obwohl sie zu dumm ist sich alleine die Stiefel zu schnüren, oder es ist die junge Frau, geplagt vom Selbstzweifel versuchend sich von ihrem Namen zu lösen, als sie selbst und nicht als Kind ihrer Mutter angesehen zu werden. Beides ist doch scheiße. Da kann ich gleich "Steffis fröhliche Ferien auf dem Ponyhof" lesen ...

      Nunja, die Tests liefen dann auch gut. Ich erfreue mich bester Gesundheit, dafür hat Alosh schon gesorgt. Meine kognitiven Fähigkeiten und mein schulisches Wissen sind gut, in Sternenflottenakademiemaßstäben aber eben auch nicht mehr. Da werden sich viele ehemalige Überflieger wohl dran gewöhnen müssen, andererseits war ich nie ne Überfliegerin, auch wenn in meinen Beinchen bekanntlich schon eine Menge Sprungkraft steckt. A propos Beine, ich durfte dann noch 5000 Meter laufen, 17 Minuten 20 Sekunden, nicht schlecht, aber auch nicht berühmt. Der interessante Teil kam danach. Ich hatte gerade die Schuhe aus, als mich Lieutenant Caranissi wieder in seinen Raum rief. Er motzte rum, dass ich noch nicht nicht frisch eingekleidet war, einer der männlichen Grinori-Mitbewerber habe es in 20 Minuten geschafft die 5000 Meter zu laufen, zu duschen und sich umzuziehen ... Was dann folgte war ein Gespräch über den Krieg, mittlerweile gilt es als 2. Tholianischer Annexionskrieg, dabei gab es nie einen 1. Tholianischen Annexionskrieg. Es scheint mir, die Tholianische Annexionskrise habe nachträglich ein Upgrade erfahren, vielleicht geht den Wortbiegern das Wort Krieg jetzt auch einfacher von den Lippen.

      Jedenfalls sprachen wir über den Krieg, das Vorgehen der Föderation, das Schweigen der Politiker, das Eingreifen der Sternenflotte, die öffentliche Reaktion. Lange diskutierten wir auch das Risiko der Eskalation des Konflikts, eines Eintritts der Klingonen in den Krieg. Und dann kritiserte er Mamans von Anfang an aggressive Haltung gegenüber den Tholianern, erklärte die Vorzüge einer Politik der ruhigen Hand. Als ich etwas sagen wollte, schnitt er mir das Wort ab. Als ich ihn darauf hinweisen wollte, warf er mir Respektlosigkeit vor. Und so ging es weiter. Irgendwann wurde es persönlich, ich musste mich wirklich bemühen ruhig zu bleiben. Immerhin war mir auch keine Zeit geblieben meinen Puls runter zu bekommen. Dann ging es plötzlich um mich. Er fragte mich Details zu meiner Schwangerschaft, ob diese nicht durch Geschlechtsverkehr hervorgerufen worden sei. Immerhin müsse ich als Sternenflottenkind, noch dazu zweier Frauen sicher experimentierfreudig sein und entsprechend irgendwelcher Erkenntnisse triebe ich mich ja in diversen Einrichtungen Tan Waksas herum und konsumiere dort Rauschmittel. Ich faselte etwas von Erkundung von Kulturen, dem Kennenlernen seiner Selbst, den Dingen, die ich wirklich glaube. Und dann kam die Frage, ob ich nicht nur Maman etwas beweisen wolle, meinem Umfeld, dass ich keine andere Wahl hatte als mich an der Sternenflottenakademie zu bewerben. Da waren wir also wieder ... Und er wollte schon wieder wissen, warum ich Taminos Avancen abgelehnt hatte, womöglich ... Ich wies ihn dann freundlich - na ja, ein "Hol dir doch einen runter" lag mir schon auf der Zunge, aber dort ist es liegengeblieben - aber auch bestimmt darauf hin, dass mein Privatleben ihn doch nichts anginge, ich mich an geltendes Recht gehalten habe, sei es Föderationsrecht, Grinorirecht oder eben klingonisches Recht.

      Irgendwie schien es ihn langsam auch zu nerven und so nickte er nur und erklärte das Gespräch für beendet. Als ich den Raum verlassen hatte und auch nach einigen Sekunden keinen Wutausbruch hatte, kam er ebenfalls aus seinem Büro und entschuldigte sich bei mir. Dann gratulierte er mir zum Bestehen des Tests ... Waren diese Beleidigungen und notgeilen Fragen etwa der Psychologische Test? Ich dachte an etwas kreativeres ... Irgendetwas inszeniertes und doch, habe ich es mir irgendwie nach einigen Minuten schon gedacht. Nun, es wird wohl nicht die letzte Enttäuschung sein ... Doch einer wird vielleicht enttäuscht sein ... Tamino.
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Nun, Tamino und ich haben miteinander gesprochen, wobei nicht viel Sprechen dazu gehörte. Eigentlich war mir erst alles klar, doch jetzt ist es das überhaupt nicht mehr. Jetzt wo meine Abreise näher rückt, befürchte ich ihn dann zu vermissen. Immerhin sind wir jetzt seit 8 Jahren miteinander befreundet. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie es ohne ihn war, er auch nicht. Diese Intimität, die wir miteinander haben, ich weiß gar nicht, wie ich ohne existieren kann. Klar können wir uns Briefe schreiben, aber dann sind wir in unserer Kommunikation wieder auf Sprache beschränkt, und Sprache reicht für uns schon lange nicht mehr. Warum kann er nicht einfach auch an die Akademie kommen? Er wäre sicher ein toller Counsellor oder Diplomat oder was auch immer, und ich wäre nicht allein ... Ich glaube, die nächsten Tage werden wir noch einiges an Zeit miteinander verbringen müssen, auch wenn es danach noch mehr weh tun wird.

      Na ja, was steht als nächstes an? In zwei Wochen reise ich ab, na ja, wir. Lieutenant Sydney hat sich von der Sternenbasis wegversetzen lassen, zurück an die Akademie. Wir fliegen dann gemeinsam zurück zur Erde. Und er hat auch schon zugestimmt, dass wir einen Zwischenstopp auf Rentam III einlegen. Maman erzählt ja ständig von den Agura und ihren Jahren dort. Ich möchte es gerne auch erleben und jetzt wird auf absehbare Zeit die letzte Gelegenheit dazu sein. Also werden wir eine Woche bei ihnen leben, als Gäste aber eben an ihre Gepflogenheiten angepasst, so wie Maman damals. Vielleicht ist es auch eine gute Vorbereitung für die Akademie, sich kulturell und sozial an so eine andere Lebensweise anzupassen und zu integrieren. Ich hab mich nur gewundert, dass Tommy sich darauf eingelassen hat.

      Danach auf der Erde werde ich einige Zeit bei meinen Großeltern in Bordeaux und Stockholm verbringen. Ich weiß gerade nicht, wo er sich rumtreibt, aber vielleicht kann ich ja auch was mit Onkel Lavin unternehmen. Ihn habe ich seit Jahren nicht persönlich gesehen, aber ich habe irgendwie meine Zweifel, dass er sich in der Zwischenzeit groß verändert hat. Vielleicht schleiche ich mich ja an ihn heran und schaue, ob er mich überhaupt erkennt ... nur sollte ich vorher sicherstellen, dass mich dann kein Bodyguard oder so abknallt ...
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Es ist wie verhext. Ich habe die ganze Zeit gut schlafen können, nachdem ich Bar'Sagh getötet habe. Und was mache ich Idiot? Ich denke, dass das so nicht in Ordnung ist und rede mit dem Counselor darüber ... Und dann? Nun, dann fangen die Probleme an. Die letzten drei Nächte habe ich davon geträumt und auch jetzt sehe ich es noch als würde es sich wieder und wieder vor meinen Augen abspielen.

      Ich komme im Lazarett an, Bar'Sagh und die HoD versuchen die Sicherheitsleute zu überwältigen, ihm gelingt es und er richtet ein Phasergewehr auf mich. Warum gerade zu diesem Zeitpunkt und warum auf mich, gerade dann, wo ich keinen Phaser trage, weil ich gerade frisch aus dem Raumanzug gepellt worden war? Sein Blick, ich glaube ich werde ihn nicht vergessen, obwohl ich immer noch darüber grüble, was es damit auf sich hatte. Er wollte sterben, das steht für mich fest. Aber warum? War er wirklich ein Verräter, der wenigstens einen halbwegs ehrenhaften Tod wünschte oder wollte er seinem Vater, dem Kanzler, nicht noch mehr zur Last fallen, als er es durch seinen Verrat ohnehin schon getan hatte? Oder war er einer Gehirnwäsche zum Opfer gefallen, bemerkte dies und konnte mit der Schande nicht leben? Ich werde es nie erfahren, denn fragen kann ich ihn nicht mehr. Das Ergebnis bleibt das gleiche: Ich ramme ihn den Dolch in die Brust, in einem 80 °-Winkel von seiner linken aus gesehen.

      Es ist doppelt ironisch. Nicht nur, dass der dk'tagh das Wappen des Hauses Q'naH trägt und ein Geschenk Bar'Saghs war. Es war Bar'Sagh, der mir den Dolchstoß beigebracht hatte. Vorbei an den Rippen und hinein ins Herz und potentiell das Auxiliarherz. Er war ein so guter Lehrmeister, dass ich gar nicht über die Ausführung nachdachte, es war wie ein Automatismus. Es hieß er oder ich und damit stand die Entscheidung für meine Muskeln fest, bevor mein Hirn überhaupt darüber nachdenken konnte. Ich meine, Admiral Kaaran hat mich für meine Reaktion gelobt, der Phaser war auf Töten gestellt und womöglich hätte er auf mich geschossen, es war sogar davon auszugehen. Dennoch hätte ich gerne eine andere Option gehabt, als ihn zu töten. Aber das ist wohl bestes Couch-Coaching, denn fest steht, dass ich in der Situation wahrscheinlich richtig gehandelt habe. Wenn es doch nur jemand anderes gewesen wäre.

      Natürlich habe ich keine bestätigten Zahlen, aber ich glaube beim Entervorgang auf dem Bird of Prey einen Klingonen getroffen zu haben, wenn nicht sogar zwei. Und dann noch einen auf dem Q-Schiff, ganz zu schweigen von denjenigen, die mit Hilfe der von mir vorgeschlagenen Vorkehrungen neutralisiert wurden. Gut, ich kannte ihn, das ist anders, aber wenn das doch alles wäre. Von kennen zu reden ist eine Untertreibung, immerhin haben wir beide kaum 2 Wochen zuvor eine gemeinsame Nacht verbracht. Nicht auszudenken, wenn ihn geliebt hätte ... In manchen Träumen verschwimmen beide Erlebnisse, man könnte sicher psychoanalytisch etwas falsen, wessen Dolch gerade in wen eindringt, nein ... nicht witzig. Aber es dann noch fast mit eigenen Händen zu machen...

      Die Counselor meinte, dass der menschliche Geist das schafft und ich habe auch keine Zweifel daran. Vielleicht könnte ich auf eine - wenn auch etwas perverse - Weise sogar froh sein. Ich habe mich überwunden, jetzt kann mich nichts mehr aus der Bahn werfen, oder doch? Denn wiederholen möchte ich das nicht unbedingt. Deswegen habe ich auch penibel darauf geachtet meinen Phaser zu tragen, um eine nicht-tödliche Alternative zu haben. Stattdessen musste ich ihn abgeben, da hier an Bord scheinbar die Sorge groß ist, dass es sonst zu wilden Schießereien zwischen den Besatzugnsmitgliedern kommt. Lächerlich ... Als Sternenflottenoffizier sollte man wohl in der Lage sein Probleme untereinander verbal zu lösen, oder zumindest ohne Waffengewalt oder überhaupt körperlicher Gewalt. Ich denke auch unbewaffnet wäre ich für die meisten Crewmitglieder kein angenehmer Gegner ... zumindest hielt mich Tom an der Akademie nie für einen. Vielleicht habe ich auch einfach einen anderen Umgang damit. Oder fällt es mir nur schwer mich an das Leben auf einem Raumschiff anzupassen, noch dazu nicht mehr als "Familienmitglied hochgefährdetes Individuum?" Vielleicht liegt es auch daran, oder eben daran, dass man sämtliche Vorschläge frischgebackener Offiziere einfach abbügelt und sie extra dafür zu einer Konferenz der Führungscrew einlädt.

      Oder der Kulturschock ist nur so groß, weil auf der Esquiline nicht meine Ideen und Fähigkeiten, sondern mein Name galten? Immerhin diente Rear Admiral Kaaran einige Zeit unter Maman und kannte mich schon als kleines Mädchen. Und hier ist es dann nicht so, dass man mich unterschätzt, sondern dass meine Leistungen an der Akademie und, ja, vielleicht auch mein Name, nichts zählen oder eher gegen mich ausgelegt werden? Wer kann das schon wissen. Ich glaube, ich muss einfach mal relaxen. Auf der Erde würde ich mir Bukephalos für einen langen Ausritt schnappen. Ich frage mich, was mein Junge gerade so treibt ... Ich frage mich im Moment ziemlich viel ... Vielleicht komme ich morgen mit Mr. Nowak auf dem Holodeck auf andere Ideen ...
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Melde dich nie freiwillig. Maman meinte das humorvoll, da sie sich praktisch für alles freiwillig gemeldet hatte. Doch ich hätte es wohl ernster nehmen sollen, sonst wäre ich jetzt nicht auf diesen Dreckloch. Andererseits … ist das eigentlich zu jämmerlich, ich bin schließlich nicht Yoran. Andererseits ist Dreckloch wohl der passende Ort für Ega Ata IV. Interessant aufgrund tiefer Duraniumvorkommen, die durch tektonische Aktivität der letzten Jahre in für eine Förderung realistische Tiefe hochgekommen sind. Mehr als Grund genug für eine Expedition.

      Es ist nicht mal der Dreck, der diesen Ort zu einem Drecksloch macht, all das Eisenoxid, das Methan in der Luft. Die Sonne ist schuld. Elektromagnetische Stürme machen unsere Ausrüstung teilweise nutzlos, die Atmosphäre ist kaum atembar und deutlich dichter als auf der Erde. Die Strahlung würde uns ungeschützt braten und die Gravitation ist aufgrund der hohen Dichte des Planeten entsprechend hoch, 1,3-fach hoch, um genau zu sein. Andererseits, für was soll die erweiterte Ausbildung mit Raum- und Umweltanzügen ansonsten gut sein? Ich glaube fast, ich bin eine derjenigen, die am wenigsten Probleme mit den Umständen hier hat. Und noch dazu keine Romulaner, die uns umbringen wollen … Keine Zeit mehr …“ =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      Hurra, ich bin Lieutenant junior grade. Nach knapp 2 Jahren. Und werde bei einem Außenteam dennoch einem Ensign unterstellt. War wohl die Belohnung dafür im Zuge meines ersten Kommandos eines Außenteams die Kommandantin gerettet zu haben. Wohlgemerkt kein Außenteam, das zwingend meine Expertise gefordert hätte, aber der Sicherheitschef hatte schlapp gemacht hat. Obohl ich kein rumposierender Sicherheitsoffizier bin, haben es alle Beteiligten unbeschadet überstanden.

      Hm, andererseits lag es vielleicht auch daran, dass ich gestern persönlich auf einer wissenschaftlichen Erkundungsmission das Sicherheitsteam spielen konnte, was scheinbar keinem der Sicherheitsleute möglich war. Immerhin bekam ich - irgendwie hatte ich das schon vorher befürchtet - eine Dosis Flugquallensekret ab, das wohl scheinbar wirkt wie ein mildes Vaktril. Immerhin hatte ich die Möglichkeit in Betracht gezogen und mich rückversichert, dass vom Sekret keine Gefahr bestünde ... war wohl nix ...

      Ob das die gewöhnlichen Karriereschritte sind, weiß ich nicht. Allerdings weiß ich spätestens seit gestern, dass ich nicht der mieseste Offizier an Bord sind. Einige an Bord sind scheinbar noch zickiger oder empfindlicher als ich. Das kann jedenfalls noch ziemlich heiter werden.

      =A= Computer, Aufnahme beenden =A=
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    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      "Wo eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere", hat Nathalie mir mal erklärt. Mir hat sich die Kausalität bei diesem Sprichwort bis heute nicht erschlossen, allerdings bin ich auch nicht so klug wie Natha. Und selbst wenn, glaube ich nicht, dass es das passende Sprichwort wäre.

      Ich versuche es daher "Wenn irgendeine bescheuerte Tür nur 1,60 hoch ist und du dir ständig den Kopf stößt, such dir eine mit angemessener Höhe, um dein Rückgrat nicht zu verbiegen." Und vielleicht habe ich so eine Tür gefunden. Wie ich erfahren habe, ist eine riskante Forschungsmission mit mehrjähriger Dauer angedacht. Details weiß ich noch nicht, dafür weiß ich, wo ich an diese gelangen kann, an meinem nächsten Urlaubsort. Scheinbar soll Rear Admiral die Mission leiten. Und da ich ohnehin bald in meinem Urlaub Jamina beginnen werde, könnte ich mir gleich die Informationen aus erster Hand holen ...

      =A= Computer, Aufnahme beenden =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      Nun, ich hab's gemacht, die Versetzung ist durch. Wie lautet doch das alte Sprichwort: "Beziehungen schaden dem, der sie nicht hat." Jedenfalls bin ich jetzt Besatzungsmitglied der USS Blind Guardian. Was für ein dämlicher Name. Aber ich muss ja nicht die Mützen mit dem Logo tragen ... Jedenfalls habe ich jetzt hoffentlich einen Schritt nach vorne gemacht. Ich habe jetzt die Leitung über meine eigene Abteilung und bin Taktischer Offizier und Chef der Sicherheit. Allerdings ist meine Abteilung wie alle an Bord äußerst dünn besetzt. Und wird es wohl für die nächsten 5 Jahre sein ...

      Morgen brechen wir auf, aber wir haben keine Ahnung, was uns wirklich erwartet. 5 Jahre sind eine lange Zeit, besonders falls die Sache nicht gut läuft.

      =A= Computer, Aufnahme beenden =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      Jetzt sind es schon einige Wochen in der Sagittarius-Galaxie und bisher ist eigentlich nichts besonderes vorgefallen. Deswegen bezieht sich ein Großteil meines Eintrags wohl vor allem auf meine Freizeit. Im Dienst ist bisher kaum etwas passiert. Immerhin kann ich so einen Teil meiner Verwaltungsaufgaben während meinem Brückendienst erledigen.

      Die Außenmission auf der deplatzierten Kommunikationsstation war bisher das gefährlichste, was vorgefallen war, denn die Strahlung hätte ich nicht so einfach vertreiben können wie den behaarten Wurm in der Gletscherspalte. Jamina hatte mir was Interessantes erzählt, aus der Geschichte der Menschheit. Scheinbar wurde das Konzept von Satelliten in einem geostationären Orbit schon im 20. Jahrhundert von einem Science Fiction-Autor erdacht. Scheinbar lesen die Leute hier wenig.

      Ansonsten scheinen mir die Kolonisten hier ganz fit zu sein. Ich habe gehört, das Krankenhaus soll hochmodern ausgestattet sein und bis auf einige Dinge des Komforts scheint alles gut zu funktionieren. Auf den ersten Blick scheint man hier im föderationstypischen Überfluss zu leben, zumindest wenn man die schlechten Ecken Tan Waksas oder Ketgor-Slums gesehen hat. Fehlt zum Glücklichsein nur noch ein Schwimmbad.

      Zumindest für die Zeit nach der Schneeschmelze haben Jamina und ich in einem der Canyons schon einen Ort zum Schwimmen gefunden. Wir haben es ja auch einfach und können uns einfach runterbeamen. Aufgrund der nicht unbeträchtlichen Entfernung zu Jamestown und der Notwendigkeit des Abseilens dürfte man dort auch die meiste Zeit ungestört sein. Das dürfte auf Dauer jedenfalls gesünder sein, als mit der Bevölkerung Jamestowns Fußball zu spielen. Dort geht man ziemlich ran, zumindest mir gegenüber. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob es daran liegt, dass sie mich als Sternenflottenoffizier schlichtweg nicht mögen oder sie einfach nur frustriert sind, weil sie mich anders nicht vom Ball trennen konnten. Andererseits war es auch irgendwie süß Ensign L'Ahris Reaktion zu sehen. Vielleicht kommt er ja das nächste Mal mit, mich zu beschützen.

      =A= Computer, Aufnahme beenden =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      Wieder sind einige Wochen in die Zwerggalaxie gegangen. Die ersten freien Tage stehen an. Wahrscheinlich werden Jamina und ich das Nachtleben Jamestowns unsicher machen, sofern es dort überhaupt eins gibt. Mal schauen, wie viele dieser ... merkwürdigen hochprozentigen Drinks sie aushält, wahrscheinlich mehr als gut für sie ist. Fraglich ist nur, ob das tatsächlich weniger risikoreich wird, als die Tandemsprünge, die wir das nächste Mal machen wollen. Vielleicht sind letztere ja wenigstens für den Dienst hilfreich, so könnte man ungeschultes Personal ohne Einsatz der Transporter an Orte bringen, wo sie sonst nicht hinkämen. Und wie jedes Kind weiß sind Transporter in ihrer Störanfälligkeit fast so schlimm wie Holodecks ...

      Meine Verletzungen beim Fußballspielen sind zurückgegangen. Scheinbar haben die Jungs sich daran gewöhnt, dass auch jemand ohne sonnengegerbte Kolonistenhaut halbwegs kicken kann. Vielleicht war es aber auch die eine gebrochene Nase, als ich aus Versehen nicht nur den Ball sondern auch das Gesicht des Gegenspielers wegfausten musste. Seitdem liegt jetzt auch das von mir vorgeschlagene Medkit bereit. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen mal die Planierraupe ausleihen und den Platz einebnen können. Im Moment ist es doch sehr holprig. Wir werden zwar wohl auch weiterhin auf Erde und Sand spielen müssen, aber jeder Fortschritt ist eben ein Fortschritt. Danach können wir vielleicht auch mal über einen kleinen Unterstand mit einer Dusche nachdenken. Rustikal ist zwar durchaus mal in Ordnung, aber mehr als ein Schlauch für uns alle sollte vielleicht doch irgendwie drin sein.

      Meine Prioritäten scheinen ja klar zu sein, aber ich arbeite ja auch durchaus. Ich habe mit Bürgermeisterin Savitri gesprochen. Sie ist mit der Bildung einer Miliz einverstanden. Allerdings wird das alles auch nicht weiter helfen, wenn uns mit Ausnahme der Nexarappak-Berge kein Rückzugsgebiet zur Verfügung steht. Irgendwie müssen wir einen Weg finden, die Kolonisten zurück in die Milchstraße zu bringen, denn ewig können wir nicht in den Bergen ausharren, da hilft auch eine Miliz nicht. Sobald ich den ersten Kader gebildet habe, kann ich mich auch den anderen Projekten widmen, wie beispielsweise der Weiterentwicklung des Phaserkarabiners. Wenn man ihn etwas zweckentfremdet, lässt sich damit sicher noch einiges anfangen. Solange die Teile noch austauschbar sind, macht dies auch logistisch mehr Sinn.

      Was ansonsten? Genug denke ich.

      =A= Computer, Aufnahme beenden =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Logbuch Start =A=
      Die Jagd verlief ganz gut. Die erste vielleicht nicht so. Die Biologen haben das Verhalten der Bergbeutelratten damals noch nicht ganz verstanden. Scheinbar ist ihre Sozialstruktur doch etwas ausgeprägter als gedacht. Und sie stehen Wache und warnen einander. Dummerweise scheint es sie dabei nicht besonders zu beeindrucken, wenn einer ihrer Kameraden während der Wache plötzlich zusammensackt und sich nicht mehr regt. Ein Einschlag neben ihnen lässt sie aber scheinbar hochfrequent fiepen und sie das Weite suchen.

      Außerdem habe ich wieder mal festgestellt, dass ich keine Scharfschützin bin. Ich kann recht schnell ein Ziel erfassen und es ebenfalls ziemlich schnell auch unter Beschuss nehmen und treffen. Ein gut handgroßes Ziel jedoch in den Bauch treffen - wir wollen ja keine bleibenden Schäden verursachen - und das mit kalten Händen und im Schneematsch. Dafür war die Suppe ziemlich gut. Ich war jetzt so lange am Stück hauptsächlich auf einem Raumschiff, dass ich fast vergessen hatte, was es bedeutet den Elementen ausgeliefert zu sein. Auch wenn "ausgeliefert" doch stark übertrieben ist, bei all der Technologie und der modernen Funktionskleidung.

      Vielleicht gehe ich nochmal Skifahren. Muss nur jemanden finden, der mitkommt, denn Jamina mag keinen Schnee. Und ohne anschließenden Saunagang kriege ich sie sicher nicht in Skischuhe.

      =A= Aufnahme Ende =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      Die letzte Jagd war etwas aufreibender als das Markieren einiger Bergbeutelratten. Es war auch nicht wirklich eine Jagd, sondern eine Suche nach den Entführern von Crewman Iversen. Obwohl wir scheinbar einige ihrer - zumindest vermutlich ihrer - Aufzeichnungen übersetzen konnten, haben diese Anzugträger bis heute keinen Namen. Ich habe auch in unseren Logbüchern noch keine Bezeichnung gefunden, also bleibt es wohl vorerst bei Anzugträgern.

      Für Crewman Iverson kam jede Hilfe zu spät. Selbst seinen Anzug konnten wir nicht nutzen, was die Infiltration der Basis der Anzugträger natürlich erschwerte. In deren Verlauf wurde dann auch noch Saya entführt. Ihre Anzugisierung konnte ich gerade noch so verhindern. Glücklicherweise konnten wir deren Schiff ausschalten, denken wir jedenfalls. Aus mir nicht ganz klaren Gründen zogen wir uns zurück statt wirklich sicherzugehen.

      Die Moral an Bord ist irgendwie ... merkwürdig. Wir sind hier als Schiff auf uns alleine gestellt, doch der Zusammenhalt der Crew ist irgendwie eher rudimentär. Vielleicht ist das auch die Konsequenz davon, dass die Schiffsführung ein Ehepaar ist und sich außerhalb des Dienstes praktisch nicht blicken lässt. Ich weiß nicht, ob es eine bewusste Entscheidung ist, um die Distanz zu wahren oder sie schlichtweg die meiste Zeit eingeschlossen in ihrem Quartier verbringen. So sehr ich die Entscheidungen der Schiffsführung auf der Swansea auch kritisierte, so sehr kümmerten sich Commander Rinou und Lieutenant Seneca auch um die Moral der Crew.

      Ich habe mir schon einen kleinen Moralheber organisiert. Unsere Sonden haben in wenigen Lichtjahren Entfernung einen O-Klasse Planeten mit scheinbar hohen Covaladium-Vorkommen entdeckt. Die meisten stecken jedoch unter Wasser. Ein Außenteam soll sich die Sache ansehen und ... aufgrund meiner Erfahrung im Tauchen mit Nathalie auf Adan habe ich mich freiwillig gemeldet es zu leiten. Wir werden dabei von einer Reihe Forscher aus der Kolonie begleitet, also wird die Atmosphäre wohl etwas entspannter sein. Vielleicht überzeuge ich ja auch Saya mitzukommen.

      =A= Computer, Aufzeichnung beenden =A=
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sophie Davion ()

    • Vulnerabilität und Resilienz. Das hat das letzte Jahr mir gezeigt. Unter der Sonne Kleitos zeigte sich die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Körpers, trotz der Hitze, trotz der Sonne. Das war aber auch unter guten Bedingungen. Auch wenn wir die meiste Zeit ohne Dach über dem Kopf verbrachten und sehr rustikal lebten hätte ein fremder Beobachter doch erwarten können, dass wir einer nach dem anderen zusammenklappen.

      Die Ruinen unter dem Meer, welche die Kleitoaner hinterlassen hatten sprachen hingegen eine Geschichte der Verletzlichkeit. Es bedurfte nicht viel Aufwand, die Siedlung auszulöschen. Eine optimistische Person würde sagen, dass zumindest das Leben an sich sehr widerstandsfähig war, haben doch unzählige Lebensformen die Ruinen als neuen Lebensraum erschlossen.

      Und auf Aeneas stellte sich dann wieder heraus, wie empfindlich die Zivilisation der Kleitoaner war, vor Tausenden Jahren untergegangen. Doch die Kleitoaner, ihr Erbgut und damit ihre faktische Existenz überdauerten die eigene Zivilisation. Vielleicht wäre das auch mal fast den Menschen passiert, doch entgegen einiger Voraussagen wurde nach dem 3. Weltkrieg nicht mit Stöcken und Steinen weitergemacht. Vielmehr schien es eine bewusste Entscheidung gewesen sein. Die eigene Zivilisation opfern, um das Überleben der eigenen Spezies zu sichern. Irgendwie aufopferungsvoll, romantisch fast.

      Und doch zeigte Aeneas uns die eigene Verletzlichkeit auf. Trinkwasser finden, sich warmhalten. Der Körper mag noch so robust sein, aber wie noch nie, nicht einmal auf Rentam III, wurde mir deutlich, wie abhängig der Mensch von der Nutzung seiner Umwelt abhängig ist, um zu überleben. Selbst wenn wir nicht auf Dauer verdurstet oder erfroren wären hätte uns wahrscheinlich irgendeine Krankheit über kurz oder lang dahingerafft.
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Verletzlichkeit. Das war wohl der Gedanke, der am meisten durch meinen Kopf schwirrte. Angetrieben von unseren Erkenntnissen auf Kleito, den Erfahrungen auf Aeneas und den Kontakt mit den Cachen. Entsprechend habe ich mich in den letzten Monaten zunehmend besorgt über die Sicherheit der Kolonie gezeigt und einen erweiterten Verteidigungsplan ins Leben gerufen. Na ja, wahrscheinlich wären die notwendigen Ressourcen nicht bewilligt worden und wenn dann viel zu spät. Und so kam es zum schlimmsten, oder schlimmer noch: Es kam zu etwas schlimmen, aber wir wissen nicht, wie schlimm es tatsächlich ist. Schlimmer als das Schlimmste ... wow das ist ziemlich melodramatisch ...

      Die Detenu haben angegriffen. Warum wissen wir nicht, die Zielsetzung kennen wir nicht. Doch sie haben uns ziemlich überrannt. Die Primärsektion ist sonstwo in der Saggitariusgalaxie, die anderen beiden Sektionen haben wir verloren. Immerhin konnten wir einen Großteil der Besatzung in die Milchstraße retten. Doch die Kolonie mussten wir aufgeben, Zehntausende Zivilisten, wahrscheinlich tot. Oder sollte ich besser sagen?: Hoffentlich.
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      Beförderung, Urlaub auf Bajor, toter Präsident, Maman macht Karriere, neuesSchiff. Ich denke das fasst es gut zusammen. Entsprechend kann ich es kurzhalten.

      Die meiste Zeit habe ich wohl auf Bajor verbracht. Maman kam gar nicht dazudas Ferienhaus zu nutzen, weil sie nach ihrer Ernennung zurück auf die Erdemusste. Ich habe einige Arbeiten am Haus fertiggestellt, nachdem ich micherholt habe. Ich hatte wohl wirklich Glück gehabt mit meinen Verletzungen.Hätte es mich etwas anders erwischt, hätte ich wohl mehr als ne Woche imLazarett verbracht oder wäre gar nicht erst dort angekommen.

      Der Urlaub jedenfalls tat gut, sehr gut sogar. Ich habe viel über Bajorgelernt, mit Onkel Lavin den halben Planeten unsicher gemacht, mich mit anderenFreunden und Kollegen getroffen. Und mich gut erholt, vielleicht etwas zu gut,wenn ich mir meinen Bauch anschaue.
      <<<verschlüsselt>>>
      <<<verschlüsselt>>>
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      Jetzt steht die Versetzung auf die USS Rhea bevor. Scheinbar wird einGroßteil der Führungscrew von der USS Swansea stammen. Während es bei uns vorallem das Schiff erwischt hat, wurde auf der Rhea die Brücke schwer getroffenund damit fast die gesamte Führungscrew getötet. Die Rhea ist auch eine alteBekannte. Sie war während der Tholianischen Annexionskrise im Eden-Dreibundaktiv. Was meine Abteilung angeht kann man leider nicht von alten Bekanntensprechen. Fast nur neues Personal. Aber sollten wir ne Tiefenraummissionbekommen dürfte genug Zeit zum Kennenlernen und für Übungen sein.

      À propos Schiff. Ich werde wahrscheinlich mal überprüfen lassen müssen, obmir ein Fluch anlastet. Zwei Schiffsverluste in so kurzer Zeit … Immerhinkonnten wir dieses Mal diejenigen verteidigen, deren Verteidigung unser Auftragwar. Ich könnte mir auch durchaus vorstellen, dass taktische, sicher aberoperationale und strategische Rückzüge auf der Optionsliste der Sternenflottein den nächsten Jahren ganz weit unten stehen werden … Wo war ich? Achso, neuesSchiff. Ich bin noch etwas durchgerüttelt von

      <<<verschlüsselt>>>
      <<<verschlüsselt>>>

      Ich hoffe jedenfalls, dass die nächsten Jahre eher ruhig werden. Ich würdegerne mal wieder selbst etwas an die Forschung gehen, vielleicht wirklich inPunkto Dissertation Nägel mit Köpfen machen. Da wäre es praktisch, wenn icheinfach nur bei Routinemissionen für die Sicherheit des restlichen Personalssorgen müsste, bzw. dafür sorgen müsste, dass jemand aus meiner Abteilung dafürsorgt.
      Habe ich erwähnt, dass ich die Zeit vor der eigentlichen Zeit hasse? Das kamjetzt falsch rüber. Aber ich erwische mich zunehmend beim Grübeln, ich glaubeich grübel mehr als Nathalie in ihren schlimmsten Zeiten. Jamina würde das aufkörperliche Faktoren zurückführen, aber ich glaube ich bin doch vergrübelterals ich mir bisher zugestehen wollte. Und zufrieden bin ich sowieso nie.Vielleicht sollte ich doch einfach wieder mehr in den Tag hineinleben. Ich solltewirklich wieder spontaner sein. Ich habe Lust auf Musik, Sport, wieder mehrLangschwertfechten, ich würde sogar gerne wieder Theater spielen. „Life’s but awalking sha…“ lassen wir das. Das wurde die letzten knapp 8 Jahrhunderte nunwirklich totzitiert.

      Wow, ich habe mir das eben nochmal alles angeschaut. Was für eineinkohärente Scheiße. Und dann konnte ich nicht die Klappe halten. Ich wäre echteine lausige Agentin oder Politikerin. Fast steht, dass ich doch aufgerüttelterbin als ich dachte. Die „diplomatische Mission“ hat mich wohl doch mehrmitgenommen als ich dachte. Vielleicht wäre es doch besser dieses Mal keinQuartier mit Jamina zu teilen. Ich verschlüssele einfach den ganzen Kram. Istwohl auch besser so für die Nachwelt.

      =A= Computer, Aufnahme beenden und nicht-lokales Verschlüsselungsprotokolleinsetzen. =A=
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • =A= Computer, Aufnahme starten =A=

      The road not taken. Wir haben das vor Jahren, fast in einer anderen Ära, solange ist es her, gelesen, irgendwann in der Mittelstufe. Ohne jetzt ein riesiger Frost-Fan zu sein hat mir das Gedicht gut gefallen. Ein Wanderer, der den weniger genommenen Weg wählt und an seinem Lebensabend realisiert, wie sehr ihn diese Entscheidung geprägt hat. Jamina hat es mir versaut. Sie hat auf die Inkonsistenzen hingewiesen, darauf, dass die Wege eigentlich beide gleich aussahen.

      Bei ihr war das alles eine Verklärung der Vergangenheit, eine nachträgliche Rechtfertigung für eine Bauchentscheidung. Und natürlich kam dabei das zum Einsatz, was sie bis heute Menschheitslüge Nummer 1 nennt, den Individualismus oder die unreflektierte Verklärung dessen. "Schaut ich bin anders, ich bin toll." Man kann das natürlich für eine typische Grinorisicht halten, die sich so für einige Zeit auch auf der Erde ausgebreitet hatte, im letzten Jahrtausend.

      Eigentlich ist mir das alles zu hoch, also komme ich mal zur Sache. Ich stehe auch an einer Weggabelung. Schon länger überlege ich ja den Schwerpunkt auf eine wissenschaftliche Karriere zu legen. Veritar IV hat mich schon immer gereizt und demnächst stehen die Feierlichkeiten für den 20. Jahrestag an. Mamma, Maman und sogar Nathalie werden dort sein. Mamma und Nathalie habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen. Jedenfalls hätte die Gedenkstätte wohl eine Promotionsstelle für mich. Die Rhea befindet sich ja gerade auch in der Nähe.

      Früher wäre das nicht Plan A gewesen. Ich hätte vielleicht versucht die Promotion an Bord eines Raumschiffs durchzuziehen, das wäre sicher auch möglich gewesen. Das hätte zwar länger gedauert und einige Komplikationen mit sich gebracht, aber nichts, was es unmöglich gemacht hätte. Und eigentlich habe ich mich ja nicht für eine Sternenflottenlaufbahn entschieden, um am Ende als Historikerin an einem Forschungsinstitut zu arbeiten, in meinem Feld nicht gerade der ideale Weg, Karriere zu machen.

      Scheinbar ist aber der einzige Weg, um überhaupt Karriere zu machen. Ich habe gestern mit dem Captain gesprochen, um meine Möglichkeiten auszuloten. Das schien ihr gar nicht gefallen zu haben. Nicht jeder Kommanierende Offizier schätzt Eigeniniative gleichermaßen. Immerhin war Captain Rinou ehrlich. Sie hat mir gesagt, dass für mich auf der Rhea im Moment keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten bestehen. Selbst nachdem Commander Seneca das Schiff verlassen hat und der Posten des Ersten Offiziers unbesetzt ist. Das war für mich ein klares Signal, so wie es damals auf der Swansea die Tatsache war, dass ich erst vergleichsweise spät zum Lieutenant junior grade befördert wurde und mir damals auch keine Abteilungsleitung zugetraut wurde.

      Selbst wenn es nicht die Promotion wird, hier auf der Rhea sehe ich für mich keine Zukunft mehr, keine Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung. Andernorts gäbe es diese vielleicht, in der Geschichtswissenschaft, dem Stabsdienst, auf einem der tausenden anderen Sternenflottenschiffe, verdammt, selbst im diplomatischen Dienst hätte ich wahrscheinlich bessere Aussichten. Vielleicht ergibt sich etwas auf Qo'noS. Vorher sollte ich aber mit Q'naH sprechen. Ich habe immernoch Bar'Saghs dk'tagh ... Sein Blut klebt immer noch daran. Vielleicht bin ich deswegen ja verflucht .... Na ja, was ein Blödsinn. Die Klingonen wissen immerhin, wie man Partys feiert, auch wenn das nicht unbedingt die Eigenschaft ist, mit der in Touristenbroschüren geworben wird .... Ich bin jung, ich bin gut in dem, was ich tue und ich bin am Leben, obwohl ich eigentlich schon lange nicht mehr am Leben sein sollte. Worauf warte ich dann noch?

      =A= Computer Aufzeichnung beenden.
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
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