Forenspiel - „Die Welt lebt von jenen, die mehr tun als ihre Pflicht.“

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    • Klingonisches Schiff der Vor'Cha-Klasse

      Hitze. Das war das Letzte, an das sie sich erinnern konnte. Hitze wie in der Hölle. Es war immer noch heiß, aber nicht mehr höllenheiß, eher wie eine Sauna. Sie war völlig verschwitzt, Haare und Kleidung klebten an ihrem Körper. Ihr war schlecht, doch immerhin wieder bei Bewusstsein. Bonus: Ihr Mageninhalt war noch im Magen. Wie lange war sie weggetreten gewesen? Keine Ahnung. Die Tatsache, dass es ihr noch überhaupt irgendwie gehen konnte, sprach dafür, dass sie mit ihrem Vorhaben Erfolg gehabt hatte.

      Es roch nach verbrannter Elektronik, verbrannter Haut und verbrannten Haaren, doch es war still. Kein Wummern des Warpkerns, kein schrillender Alarm, keine Explosionen. Mit dem Ärmel wischte sie sich durch die tränenden Augen, um etwas sehen zu können. Mehrfach blinzelte sie heftig und sah Umrisse, Personen am Boden. Sie kroch etwas näher, Klingonen. Etwas Stoch ihr in den Oberschenkel, ein scharfes Trümmerstück, dass vormals Teil der Decke des Maschinenraums gewesen war. Sie fühlte den Puls des Klingonen, tot. Einige Meter weiter wieder ein Klingone, tot. Unwichtig, unwichtig, konzentrieren. Das Schiff! Sie erhob sich, stützte sich auf die Konsole und tastete sich zum Hauptdisplay. Viel rot, doch das bedeutete nicht viel. Braunrot war das Blau der Klingonen, und das galt auch für Displays. Auf einem Sternenflottenschiff hätte sie gewusst, dass rot gleichbedeutend mit schlecht ist, doch hier war sie sich nicht sicher. Also musste sie lesen.

      Buchstaben konnte sie erkennen, doch dauerte es einen Augenblick, bis sie daraus Worte formen konnte. Taktische Systeme … Waffen ausgefallen, Schilde ausgefallen … Nach der Zielerfassung musste sie also gar nicht erst suchen. Die Lebenserhaltung lief wieder schiffsweit. Warpantrieb ausgefallen, wegen fehlenden Warpkern, klar. Impulstriebwerke ausgefallen. Sie lagen bewegungsunfähig und blind im Raum, doch sie waren noch am Leben. Immerhin war der Alarmton weg, der vom bevorstehenden Warpkernbruch gewarnt hatte. Sie hörte gar nichts mehr. Sie sah auf ihre Hände, Brandblasen. Dann erinnerte sie sich. Der Angriff. Der Ausfall des Maschinenraums. Wie sie von der Brücke dorthin eilte, um das Schiff zu retten. Und aufgrund des bevorstehenden Warpkernbruchs übersah, dass eine der beiden Energietransferleitungen brach und dabei die Steuerbordgondel, mehere Sektionen und einen Teil des Maschinenraums mitnahm. Die Explosionen, das Klingeln in ihren Ohren, die Hitze. Der Tod um sie herum. Was nun? Hier konnte sie nicht mehr viel tun. Um im Maschinenraum nach dem Rechten zu sehen war sie qualifiziert genug, doch für Reparaturen fehlte ihr das Wissen um klingonische Technik. Vielleicht könnte sie die Verwundeten versorgen.

      Doch erstmal wollte sie sich melden. Sie betätigte ihren Kommunikator, das einzige an ihr, das sie als Angehörige der Sternenflotte auswies: „Davion an Bar’Sagh. Warpkern abgeworfen. Im Maschinenraum sind scheinbar alle tot. Ich würde mich gerne im Lazarett behilflich machen.“ Dabei überließ sie es dem Universalübersetzer ihre Worte zu übersetzen, keine Zeit jetzt noch über das Sprechen nachzudenken. Wohl aus diesem Grund klang die Antwort des Captains ungewohnt emotionslos, ruhig: „Sophie, gut gemacht. Der Angriff wurde abgebrochen. Melde dich im Lazarett. Ich schicke jemand anderen in den Maschinenraum.“ Und scheinbar konnte sie wieder etwas hören.

      Keine Pause … Wie war sie bloß hier gelandet?
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      "I begin to believe that the Muse of history is nothing but a lying bitch" - Jubal Anderson Early
    • Klingonisches Schiff der Vor'Cha-Klasse

      Im Anflug auf Qo’noS wurde ihr etwas mulmig. Mancheiner ihrer Kameraden und Bekannten sah die Hauptwelt des Klingonischen Reiches als Zentrum der Achse des Bösen, für den wohl gefährlichsten Ort der Galaxie für einen Angehörigen der Sternenflotte, noch dazu eine junge Frau. Doch sie hatte Qo’noS schon vor über vier Jahren in ihren Bann gezogen, als sie ihre Mutter zu den Waffenstillstandsverhandlungen dorthin begleitete. Es war natürlich ungewöhnlich für eine Tochter eines Sternenflottenadmirals bei so einem Anlass mitzureisen, doch die Klingonen hatten explizit um die Anwesenheit von Familienangehörigen gebeten. Immerhin galt es Kontakte zu knüpfen, nicht nur für die hohen Tiere sondern auch für deren Nachkommen. Q’naH dürfte bewusst gesehen sein, dass es kein Haus Davion gab, dessen Erbin sie sein könnte. Für andere dürfte dies durchaus nicht ganz abwegig gewesen sein, oder zumindest hatte es so einfach in ihre Denkweise gepasst. So hatte sie zahlreiche Kinder der Angehörigen des Hohen Rates kennenlernen können, sich an Blutwein berauscht, Blutwein erbrochen … Ja, die Momente, in denen die Sicherheitseskorte sich zu sehr auf eine äußere Bedrohung konzentriert hatte. Sie wurde nett behandelt, aber ziemlich rangenommen. Ihr gefiel es sich mit den klingonischen Jugendlichen zu messen, auch wenn körperliche Vergleiche ausschließlich zu ihren Ungunsten ausgegangen waren.

      Und nun war sie wieder hier, nicht als junges Mädchen sondern als Offiziersanwärterin der Sternenflotte. Auch gab es keine Verhandlungen, die ihre Anwesenheit erforderten – erfordern ist wohl ein zu starker Begriff – sie folgte lediglich einer persönlichen Einladung von Bar’Sagh, Sohn des Q’naH. Mit ihm hatte sie besonders viel Zeit verbracht. Maman hatte gewollt, dass sie viel über die Klingonen lernt und Q’naH wollte seinerseits wohl, dass sein Sohn möglichst viel über die Föderation lernt. Und hatte er einen Oberkörper … Sie hatte viele hübsche Männer gesehen, Grinori gelten gemeinhin als sehr gut gebaut, aber dieses Wilde in einem knackigen Körper … Gedanken der Vergangenheit.

      Es hatte einiges bedurft. Erst einmal hat sie mit ihren Freunden darüber gesprochen, mit Karsten und Jamina, mit ihrer Schwester. Diese hatte sie für verrückt gehalten, als sie ihr bei einem gemeinsamen Bad nach einem langen Ausritt erzählt hatte nach Qo’noS reisen zu wollen. Mamma war auch nicht gerade begeistert gewesen, ganz zu schweigen von Maman. Aber als Privatperson konnte sie es ihr nicht verbieten. Als ihre Vorgesetzte war es hingegen etwas anders, immerhin würde sie einen Teil des Unterrichts verpassen. Einige Woche und ein Gutachten durch eine fremdbesetzte Komission später war dies aber möglich geworden, immerhin hatte die Kadettin auf dem Flug genug Zeit etwaigen verpassten Stoff zu lernen. Lange Zeit auf einem langen Flug.

      Sie hatte einiges im Gepäck, unter anderem zwei 1861er Springfields. Sie hatte Bar’Sagh vor Jahren von diesen Waffen erzählt, die zu schießen ein ziemliches Erlebnis war und nun wollte er sie live erleben. Ihm würde der Geruch verbrannten Schießpulvers mit Sicherheit gefallen, auch wenn ihn der Rückstoß wahrscheinlich kaum aus den Socken hauen würde. Sie blickte aus dem Fenster. Unter ihr erstreckte sich die klingonische Hauptstadt. Sie konnte das monumentale qlob-Theater erkennen, die Große Halle des Hohen Rates, den Raumhafen.

      Dort ausgestiegen, beladen mit all ihrem Gepäck, stieß ihr der Geruch entgegen. Süßlich-modrig, ein wenig raumhafig, gar ungewöhnlich wenig raumhafig. Sie war die einzige Menschenfrau, die ausgestiegen war und so hatte es ihr Empfangskomittee, zwei gerüstete Klingonen mit dem Wappen des Hauses Q’naH – und nicht des Hohen Rates – auf ihren Umhängen, nicht schwer sie zu erkennen. Nun war es an ihr sich als guter Gast zu zeigen und so begrüßte sie die Klingonen auf ihrer Muttersprache. Sie hatte es dabei einfacher als beispielsweise ihre Mutter. Der als Standard betrachtete Dialekt – in den meisten Fällen lediglich ein Akzent, aber durchaus mit einigen vereinzelten besonderen Ausdrücken – war immer der Akzent des amtierenden Kanzler des Hohen Rates. In unruhigen Zeiten konnte dieser sehr häufig wechseln, aber dann war der Standardakzent wohl die geringste Sorge der Klingonischsprecher.

      Es war vor allem eine Sache der Aussprachewörterbücher und des Hochadels, der dem Kanzler so phonetisch in den Allerwertesten kriechen konnte. Um wieder auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: Seit Sophie Klingonisch lernte war Q’naH Kanzler des Hohen Rates und sein Akzent das Maß aller Dinge. Einen Augenblick fragte sie sich, ob bei einem Kanzler mit Sprachfehler dieser ebenfalls zum Standard erhoben würde. Wahrscheinlich würde ein solcher nicht gerade große Chancen auf die Kanzlerschaft. Warum habe ich bloß so bescheuerte Gedanken? Immerhin hatte sie an der Akademie eines gelernt, was sich hier unter Klingonen als nützlich und ihrem Wohlergehen förderlich erweisen dürfte: Im richtigen Moment einfach die Klappe halten.
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    • Klingonisches Schiff der Vor'Cha-Klasse

      Warum hatte sie nicht einfach die Klappe halten können? Nachdem die Aufregung etwas verflogen war, begann sie das zu spüren, was sie bisher nur gesehen hatte, mehr als unangenehme Verbrennungen an ihren Händen. Die letzten Wochen hatten ihr körperlich zugesetzt, Sparring mit Klingonen ist für einen Menschen nicht gerade gesundheitsförderlich, aber das war nichts gegen die Schmerzen, die sie gerade spürte. Wären es nur die Hände und nicht noch einige stumpfe Verletzungen sowie mehrere kleinere Schnittwunden. Immerhin war sie satt … Aber sie hatte sich ja unbedingt freiwillig melden müssen, im Maschinenraum nach dem Rechten zu sehen.

      Abgesehen davon. Was hatte sie überhaupt hier zu suchen? Sie wollte Bar’Sagh auf seiner Inspektionsreise durch die Besatzungszone begleiten, nachdem der Kanzler nach Qo’noS zurückgekehrt war. Doch dieser musste unbedingt beschließen ein scheinbar abtrünniges Schiff eines ihr nicht bekannten Hauses zu jagen, wie sich herausstellte, bis in den Föderationsraum. Doch bisher hatte man Funkstille gehalten, um die Abtrünnigen nicht vorzuwarnen. Bis man in deren Hinterhalt flog und kampf- und manövrierunfähig geschossen wurde. Sie hatte es irgendwie kommen sehen, hatte auf der Brücke protestiert, bis der Taktische Offizier sie – wohl aus Höflichkeit – gefragt hatte, ob sie ihn denn zu duellieren gedenke. Aufgrund der schlechten Erfolgsaussichten hatte sie sich dagegen entschieden und die Klappe gehalten, vielleicht nun doch im falschen Moment.

      Sie torkelte in Richtung des Lazaretts, zwei Decks über ihr. Das stellte sie beim Klettern der Leiter vor ein Problem. Autsch, autsch … Vielleicht ohne Hände, nein mit einer Hand, die linke tat weniger weh. Würde sie überhaupt mit den klingonischen Geräten umgehen können? Endlich war sie oben angekommen. Sie versuchte sich zu erinnern, in welche Richtung die Krankenstation lag, rechts, dann links um die Ecke. Sie hörte etwas, Schreie, scheinbar weit entfernt, doch das mochte an ihren Ohren liegen. Es wurden mehr Schreie, es hatte wohl einige erwischt. Sie folgte den Schreien, bis ihre Beine zu zittern begannen und unter ihr wegknickten. Ihr wurde weiß vor Augen, dann Dunkelheit und Stille.
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    • Klingonisches Schiff der Vor'Cha-Klasse

      Mit einem Klirren trafen die beiden Klingen aufeinander. Schon wieder? Wie macht er das bloß? In ihren Augenwinkeln saß Bar’Sagh und grinste mit Sicherheit über beide Ohren. Noch ein Versuch, diesmal ein seitlicher Hieb in Richtung Taille. Und wieder trafen die beiden Klingen aufeinander. Von außen betrachtet mochte es wie ein epischer Kampf wirken, waren sie doch schon mehrere Minuten bei der Sache. Doch wer genauer hinsah, musste bemerken, dass die Klingen stumpf waren. Übungsschwerter, wohl genug, um mit bloßer Gewalt zu töten, aber das war nicht ihr Ziel. Auch war das Matchup nicht gerade eins für die Geschichtsbücher: sie, eine menschliche Frau, gegenGonraD, Lehrmeister des Q’naH sowie seines Bruders und den Söhnen des Kanzlers. Er musste mindestens 80 Jahre alt sein, vielleicht sogar älter. Und allen Anschein nach machte er nicht mal Ernst.

      Vielmehr beließ er es dabei, ihre Angriffe einen nach dem anderen abzuwehren. Egal aus welcher Richtung, egal wie viel Bewegung sie hereinbrachte, wieder und wieder blockte er mit seinem bat’leth das ihrige ab. Wollte er sie etwa vorführen? Sie riss sich am Riemen, versuchte nicht wütend zu werden, denn dann würde sie erst Recht Fehler machen. Sie waren ungefähr gleich groß, ganz sicher war ihr Gegenüber unter 1,90. Ihre Reichweite war fast dieselbe und sie war beweglicher. Vielleicht hatte sie auch die bessere Ausdauer, aber … Normalerweise gewann sie Übungskämpfe durch massiven Einsatz von Gewalt. Schnell und hart zuschlagen, wenn es wirklich darauf ankommt, das war der beste Weg. So hatte sie in den Übungskämpfen auf der Akademie auch stärkere Männer gesc hlagen, zumindest bis sich herumgesprochen hatte, dass sie keine Gefangenen machte. Allen war in Erinnerung geblieben, was sie damals mit Karsten angerichtet hatte.

      Doch dann ging es schnell, zu schnell. Ihren nächsten Hieb blockte der weißhaarige Klingone nicht nur ab, sondern schob ihr Schwert auch noch zur Seite weg, indem er günstig zum Hebeln ansetzte. Sie hatte sich fest an ihr bat’leth geklammert, geriet aus dem Gleichgewicht,da ihr Oberkörper mit dem Schwert rotiert und ihre linke Flanke öffnete. Und dort traf er sie einmal so fest, dass es knackte. Und es tat trotz der Übungsrüstung verdammt weh. Sie sank auf das rechte Knie, drückte sich wieder hoch. So wollte sie nicht verlieren. Also drückte sie sich ab, hob ihr Schwert für einen Block, doch ein weiterer Angriff traf es direkt von oben. Ihre Hände schmerzten von der Wucht des Schlages. Ein weiterer Schlag beendete das Schauspiel und schleuderte das Schwert zwei Meter weiter.
      GonraD verneigte sich kurz und bot ihr dann die Hand. Sie nahm sie an und erhob sich. „Es war mir eine Ehre, Sophie.“ Mit diesen Worten drehte sich der Lehrmeister um und schien in seinem Umhang förmlich über die den Innenhof zu schweben. Dann lachte ihr Gastgeber auf. „Nimm es nicht so schwer. Als Kind gingen unsere Übungskämpfe auch immer ähnlich aus. Selbst heute bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn schlagen würde.“ Sie verdrehte die Augen. Sie hatte von Anfang an keine Chance gehabt, das war ihr ebenso von Anfang an klar gewesen. Aber sie hatte wenigstens gehofft, dass sie sich besser schlagen würde. Scheiße tat das weh. „Brauchst du Hilfe?“, fragte Bar’Sagh und zupfte an der ledernen Übungsrüstung. Targleder hatte man ihr gesagt, besonders robust. Sie nickte bloß und spürte kurz darauf seine Hände am Verschluss der Rüstung, derer er sie kurz darauf entledigte.

      Fast schon automatisch griff sie sich an die schmerzende Seite, tastete durch den dünnen Stoff ihres Shirts nach womöglich gebrochenen Rippen. Doch sie fand nichts, außer Schmerz. „Alles noch da, wo es sein muss?“ Wieder nickte sie bloß. „Ich muss es dir wohl glauben, dann mit eurer Anatomie kenne ich mich nicht besonders gut aus. Nur das, was ich von dir gesehen habe, eben.“ Irgendetwas lag in der Luft, sie wusste nicht was. Nun, sie vermutete was, aber das war zu abwegig. Sie hob ihr Bat’leth auf, nahm die Lederrüstung von ihm entgegen und marschierte in den Ausrüstungsraum. Die Schönheit des Gartens, nannte man sowas auf der Erde Zen-Garten? Jedenfalls blieb ihr sie verborgen.

      Kurze Zeit später befanden sie sich im kleinen Esszimmer wieder. Für einen Augenblick schien Bar’Sagh ihr dabei zuzusehen, wie sie das Shirt hochzog, um die Rötung über ihrer Taille zu inspizieren, doch ein Bediensteter, der den beiden Wasser brachte unterbrach ihn dabei. Sie trank einen großen Schluck und gleich einen hinterher, um den Becher neu zu füllen. Sie stank, doch das fiel in der Umgebung nicht wirklich auf. Es mochte einige Vorurteile gegenüber Klingonen geben, die nicht stimmten. Aber sie rochen wirklich nicht gut. „Soll ich dir mediznische Ausrüstung bringen lassen? Den Osteoregenerator?“, fragte der erstgeborene Sohn des klingonischen Kanzlers. „Nein“, antwortete die Kadettin der Sternenflotte. „Ich denke ich werde auch so keine bleibenden Schäden davontragen. Und wenn ich morgen das DaH’pa-Ritual mitmachen soll, kann ich jetzt ja schlecht zartbeseideter Mensch spielen.“ Außerdem hatte sie mittlerweile verstanden, dass man extra für sie ein Sternenflottenmedkit bereithielt. Bar’Sagh hatte sich persönlich darum gekümmert, irgendwie süß, andererseits auc h ein kleines Zeichen, dass man relativ problemlos an Sternenflottenausrüstung herankam. Wieder trank sie einen Schluck, um den Verlust der Flüssigkeit, die sich nun im Stoff ihrer Kleidung und in ihren Haaren befand auszugleichen. „Andererseits sollte ich für meinen ersten Tanz auf dem Vulkan eigentlich gut aussehen.“ „Tanz auf dem Vulkan?“, fragte der Klingone, wobei ihm dabei einige Tropfen aus dem Mund rannen. Doch kein Wasser, er trank augenscheinlich Blutwein. Nun, sicher war es schon nach Vier Uhr. „Das ist ein Sprichwort. Der Tanz auf dem Vulkan, etwas Riskantes tun. Und da das Ritual am Rand eines Vulkans stattfindet … Ich denke die Hitze und das Schwefeldioxid werden es ziemlich anstrengend machen. Vergiss nicht, ich bin nur ein zarter Mensch.“

      Wenn es doch nur das Schwefeldioxid und die Hitze gewesen wären …
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    • Klingonisches Schiff der Vor'Cha-Klasse

      Scheinbar hatte sie vergessen, dass die zeremoniellen Kämpfe am Rande des Vulkans beim DaH’pa-Ritual auch noch unter erheblichen Blutweineinfluss stattfanden. Sie hatte sich zwar zurückgehalten – und war darüber hinaus auch noch erschreckend trinkfest (früh übt sich) – aber körperliche Anstrengung bei hohen Temperaturen machte die Wirkung des Alkohols noch schlimmer. Immerhin hatte sie noch klingonisch sprechen können, völlig betrunken hätte sie das sicher nicht gekonnt.

      Sie hatte gebadet, eine Dusche gab es hier scheinbar nicht, und sich etwas Flauschiges angezogen. Überaus flauschig für klingonische Kleidung. Sie fragte sich, ob die Klingonen als Teil eines Geheimprojektes irgendwo Tribbles züchteten, um so flauschige Kleidung herstellen zu können. Einen Augenblick glaubte sie fast, dass bezirzende Zirpen und Schnurren unzähliger Tribbles hören zu können. Sie beschloss für sich jedoch, dass es weniger von den Geistern der Textilindustrie zum Opfer gefallener Tribbles entstammte, sondern eher ihrem benebelten Geist. Plötzlich fand sie Gefallen daran. Das letzte Mal richtig betrunken war sie mit Nathalie in den letzten Ferien gewesen. Vor Maman wollte sie nicht mehr zu viel trinken, das wäre ihr mittlerweile irgendwie unangenehm, immerhin war sie sozusagen ihre Chefin. Aber sich total ins Zeug zu gehen, und dafür im Gegenzug ab und zu so richtig die Sau rauszulassen, das war ihre Art. Das war Sophie Davion, ein Mensch der Extreme. War sie das wirklich? Im Moment war sie sich nicht mal mehr sicher, wo unten und oben waren.

      Sie zog am superflauschigen Gürtel ihres superduperflauschigen Mantels, zog ihn zur Seite und inspizierte ihre Rippen. Ein schöner blauer Fleck, aber wohl nicht mehr. Sie hatte keinen Spiegel in ihrem Badezimmer, und wollte auch nicht um einen bitten, aber sie war sich ziemlich sicher, dass sie ihre Heimreise blau wie ein Bolianer antreten würde. Einen Knochenbruch an ihrer rechten Hand hatte sie bereits selbst behandelt. Aber bei den zahlreichen Kampfsporteinlagen ließ sich das nicht verhindern. Ihre Gastgeber hielten sich zurück, schonten sie. Das war offensichtlich. Ihr gefiel das nicht wirklich, andererseits hätte sie wohl kaum eine Chance.

      Es grunzte an der Tür, die sie, wie sie an der Akademie gelernt hatte, angelehnt ließ. So signalisierte sie, dass sie noch bereit war Besuch zu empfangen. Allerdings dachte sie eher an Bar’Sagh und weniger an denjenigen, der sich ungestüm auf sie stürzte. „Ja, mein Guter. Wir haben heute noch nicht unsere fünf Minuten gehabt.“, gab sie lächelnd zu, während sie Yulyush K'ayshar, den Haustarg, hinter den Ohren kraulte. Damit war das Bad umsonst und man könnte das Bett wohl frisch beziehen, aber für einen Targ schien Yulyush ein ziemliches Kuscheltier zu sein. „Weißt du eigentlich, dass ich vorhin einen Freund von dir als Panzer trug? Ich hoffe nicht, sonst hättest du wohl etwas mehr Anlauf genommen und mich zerquetscht. Aber sag mal, unter uns. Wo hält der klingonische Geheimdienst seine Tribbles gefangen? Oder sind es die Romulaner?“ Sie kicherte, als eine Antwort ausblieb. „Eigentlich müsste ich dich auf Wanzen überprüfen, so wie das Zimmer. Oder ich bin selbst verwanzt.“ Wieder kicherte sie, ob der Zweideutigkeit ihrer Aussage.

      Aber tatsächlich musste sie vor der Abreise einige Belehrungen darüber hinter sich bringen, was sie gegenüber ihren Gastgebern sagen und nicht sagen durfte. Dabei war sie nun alles, bloß keine Geheimnisträgerin.Vielleicht war es aber gar nicht so falsch, als Erinnerung, dass sie und Bar’Sagh vielleicht Freunde, nein … Bekannte traf es wohl eher, sind, das Klingonische Reich und die Föderation aber nicht. Umso ironischer, dass Bar’Saghs Vater dafür einen Großteil der Veranwortung dafür trug. Nachdem Yulyush K’ayshar genug gekrault worden war, verschwand er wieder durch die Tür. Normalerweise würde Sophie noch etwas lesen oder etwas schreiben, aber das dürfte beides wenig produktiv sein. Sie schloss die Augen und schlief bald den Schlaf der berauschten Menschen. Die Schmerzen waren wenigstens bis zum Aufwachen vergessen. Fast so vergessen, wie der kurze Abstecher, den ihr Gastgeber noch in ihr Schlafzimmer machte.
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    • Gut gelaunt materialisierte Sophie auf der Oberfläche von Adrianus. Natürlich verschwendete sie keinen Gedanken daran, dass der Planetenname auf –anus endete, immerhin tat sie das bei Uranus auch nicht. Sie sah sich um. Die kleine Insel war menschenleer und so schritt sie nach einem kurzen Blick in Richtung Ravenna gemütlich in Richtung des Stegs. Das Wasser sah wunderbar aus, und es war angeblich auch warm. Vielleicht würde sie später noch Gelegenheit haben es zu testen. Mehrere Boote hatten angelegt. Da lag neben einer Jolle auch ein Laser, womöglich derselbe Typ, den sie früher gesegelt hatte, wenn sie keine zweite Person fürs Vorschot fand oder schlichtweg alleine mit dem Meer sein wollte. Doch im Moment galt ihr Interesse dem Jollenkreuzer. Noch einmal blickte sie sich um, scheinbar war sie alleine. Also konnte sie es darauf ankommen lassen und sprang an Deck des Bootes, wobei sie die Tasche in ihrer rechten Hand zum Balancieren nutzte.

      Zumindest ihr Gleichgewichtssinn schien von den körperlichen Strapazen der letzten Wochen keine bleibenden Schäden davongetragen zu haben, sodass sie nicht unfreiwillig schwimmen ging. Einzig ihr Sonnenhut machte einen Augenblick Anstalten sich von ihrem Kopf zu verabschieden. Nachdem das Schaukeln des Bootes sich gelegt hatte beugte sie sich herunter, um ihre Tasche in der Kajüte abzulegen. Dem Drang noch einmal den Inhalt zu überprüfen musste sie sich jedoch widersetzen. Zwei Badetücher, Sonnenschutzmittel (scheinbar musste man sich hier dick einkleistern), drei Liter Wasser sowie ihr Lesepadd inklusive Seekarten und ein paar Snacks, so schwer war das Packen auch wieder nicht gewesen. Ihr kam es vor, dass die Kajüte hier an Bord besonders klein war, konnte sie darin gerade so aufrecht sitzen. Womöglich lag es aber daran, dass sie das letzte Mal auf einem so kleinen Jollenkreuzer noch ein Mädchen gewesen war.

      Schnell wand sie sich wieder heraus, wahrscheinlich würde sie die Kajüte nur zum Holen ihrer Sachen betreten, denn es war ja keine Weltreise geplant. Mit der rechten Hand fühlte sie nach dem Sitz ihrer Kommunikatorarmbands am linken Handgelenk. Das hatte sie sich von ihrer Mutter abgeschaut. Sobald es auf Adan in Richtung Strand ging hatte diese vom Ansteckkommunikator auf ein Armband gewechselt, sodass sie es beim Umziehen nicht vergessen konnte. Wieder auf dem Deck schloss sie die Augen und genoss die Wärme der Sonnenstrahlen und den Wind. Für einen Augenblick war sie wieder allein, ein ziemlich ungewohntes Gefühl. Auf der Esquiline ging es noch, aber auf dem klingonischen Schiff war es mehr als beengt gewesen. Und da war, viel wichtiger noch, die Natur, das Gefühl auf der Haut. Vielleicht Heimat? Mehr brauchte es nicht, na ja schon. Für den Segeltörn fehlte noch Saya.
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Saya trat aus dem blauen Licht des Transporters und blickte sich um. Die Transporterchiefs hatten die Angewohnheit sie jedes mal an einer etwas anderen Stelle abzusetzen. Aber das Meer war nicht zu übersehen und die Boote waren durch ihre Masten auch schnell zu erkennen. Sie zog die salzige Luft ein und richtete ihren Blick dann gegen Anlegesteg. Sie war nicht alleine, aber das hätte sie auch gewundert, da sie sich doch nun einige Minuten verspätet hatte. So hob sie ihre Tasche auf und marschierte in Richtung der Schiffchen.
      Gut gelaunt trat sie auf den Steg. Es war nicht schwer zu erkennen auf welchem Schiff sich die andere Person befand, da der Mast immer noch leicht in Bewegung war. Aber verstecken konnte man sich auf dem kleinen Schiff ohnehin kaum. Sie winkte, als Sophie auf sah und sie bemerkte und grüßte dann mit einem "Hallo", als sie heran getreten war.
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Langsam trieb das Q-Schiff davon und sank immer mehr herab auf den Gasriesen, welcher es schon bald unweigerlich verschlingen würde. Der Frachter hatte sich durch den kleiner werdenden Orbit nach vorne abgesetzt und war schon außerhalb der Transporterreichweite. Der Orbit war bereits so niedrig, dass auch jede Rettungskapsel nicht mehr die nötige Fluchtgeschwindigkeit erreichte und ebenfalls auf den Planeten zurück stürzen würde. Das Schiff war verloren und mit ihm jeder der sich noch darauf befunden haben mochte...

      Die Crew der Sternenflotte hatte sich noch rechtzeitig auf den geenterten Bird of Prey gerettet. Dieser war zwar in noch miserablerem Zustand, als es der Frachter schon gewesen war, aber der Orbit um Stolstan IV war noch für etwa 68 Stunden stabil und das war erst mal alles was zählte. Die klingonischen Widersacher an Bord waren, fürs erste, ausgeschaltet. Es hatte viele Tote gegeben, zwei der Klingonen waren betäubt worden und würden demnächst wohl wieder erwachen. Unter dem Enterteam gab es ebenfalls zahlreiche Tote und Verletzte, aber die Techniker, welche bis vor kurzem das Q-Schiff zusammen gehalten hatten, waren nicht viel besser weg gekommen.

      Nur kurz würde man Zeit haben durchzuatmen und die Wunden zu lecken, bevor der Kampf gegen die Zeit begann den Raubvogel wieder soweit fit zu bekommen dem Schwerkraftfeld des Planeten doch noch zu entkommen. Vielleicht war ja bis dahin Hilfe eingetroffen. Aber konnte man sich darauf verlassen?
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    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Kaaran zog unwillkürlich die Nase kraus, nachdem er an Bord des Bird of Prey rematerialisiert war. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass klingonischen Kriegsschiffen stets der Geruch einer alten Kloake anhaftete, waren die Korridore dieser Raubvögel meist verhältnismäßig sauber und die Luft roch einfach sterilisiert. Klingonen mochten wie grobschlächtige Krieger wirken, gar als Barbaren bezeichnet werden, militärische Disziplin aber hatten sie verinnerlicht. Die Zeiten, dass man die Decks mit der Hand hätte schrubben müssen, waren ohnehin schon lange vorbei. Vielmehr stieg dem Andorianer der Geruch von Blut, verbranntem Plastik und verschiedenen Gasen in die Nase. Eine fast schon betäubende Mischung. Eine Fühlerbewegung später verdrängte er diesen Eindruck und sah sich um. Die Beleuchtung funktionierte, damit liefen zumindest die Notstromaggregate. Irgendwo erklang das Zischen austretender Dämpfe.
      "Lieutenant Junior Grade Levi?", fragte der Andorianer und wandte sich herum, auf der Suche nach der Betazoidin. Da Lieutenant Kantala verletzt und wahrscheinlich nicht dienstfähig war, lag nun fast alle Verantwortung auf den Schultern der jungen Offizierin. Noch in der Drehung tippte sich Kaaran zudem auf den Kommunikator und öffnete einen Kanal zu seiner Frau: ***"Commander Xukathalyre für Rear Admiral Kaaran. Ich befinde mich nun an Bord des Bird of Prey. Ein Korridor, irgendwo in der Bugsektion. Wie ist die Lage?"
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

      Intrinsically tied...
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Sybil sah sich auf der Brücke um. Angesichts des Fehlens von Arrestzellen hatte sie sich schlicht dazu entschlossen, ihre Gefangenen auf der Brücke zu belassen, drei Sicherheitsoffiziere, die Crewmen Sanders, Tar und MacTavish bewachten sie. Da sie sich sicher war, dass in jedem Raum an Bord Waffen versteckt waren, fand sie diese Lösung am sichersten, vorerst zumindest. Da die Gefangenen noch betäubt waren, ging von ihnen derzeit jedoch sowieso kein Gefahr aus.

      Den Raum der Kommandantin wurde derzeit von Lieutenant MacLean und Petty Officer First Class Riddle zu einem notdürftigen Lazarett umgewandelt. Die Tatsache, dass es auf klingonischen Schiffen weder eine Krankenstation noch MedKits gab, machte ihnen die Aufgabe nicht leichter. Doch Sybil hatte vollstes Vertrauen darin, dass Lieutenant Maclean die gravierendsten Probleme lösen würde.

      Ein Teil des Sicherheitsteams war damit beschäftigt, einen Platz für die Toten zu finden, bis man sich gebührend um sie kümmern konnte. Ensign Karr'tur'ris war bei Sybil geblieben, er hatte sich selbst ein gewisses technisches Verständnis attestiert. Sybil beugte sich über eine der noch funktionierenden Konsolen und übersetzte gerade die Anzeigen für Karr'tur'ris, als ihr Kommunikator piepste und dann Kaarans Stimme erklang.

      In einer einzigen Bewegung richtete sie sich auf und öffnete den Kanal. "***Xukathalyre hier. Die Lage ist unter Kontrolle, Sir. Ich befinde mich auf der Brücke. Die noch an Bord befindlichen Klingonen sind betäubt und stehen unter Bewachung. Darunter auch der Sohn des Kanzlers und die HoD dieses Schiffes. Lieutenant MacLean richtet gerade ein provisorisches Lazarett ein, im Raum der HoD. Für die Toten wird gerade ein angemessener Platz gesucht, bis wir wieder zurück an Bord der Station sind. Ich versuche gerade mit Ensign Karr'tur'ris den Status des BoP zu ermitteln."
      Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
      Erster Offizier
      USS Blind Guardian NCC-83112

      Before you overstep the border, you should explicitly be sure if you are friend or foe...

      Intrinsically tied...
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Als Sybils Stimme aus dem Kommunikator erklang bewegte Kaaran kaum merklich die Fühler. Im Chaos des Kampfes war es schwer, den Überblick zu wahren und so konnte er erst jetzt mit Gewissheit sagen, dass seine Frau unverletzt geblieben war. Zweifellos war sie eine der besten und geschicktesten Kämpferinnen in seiner Besatzung - wie oft hatte er im Training gegen sie verloren? -, einem Klingonen gegenüber zu stehen war jedoch immer mit der Möglichkeit verbunden, dem eigenen Tod in die Augen zu sehen. "***Verstanden", antwortete er, mit ruhiger Stimme und der Anflug eines Lächelns legte sich auf seine blauen Gesichtszüge. Sein andorianisches Naturell konnte nicht anders, als über diesen Sieg zu triumphieren, aller Opfer zum Trotz. "***Gute Arbeit, Commander. Das Q-Schiff wurde aufgegeben, es wird in Kürze in der Atmosphäre des Gasplaneten verglühen. Dieser Bird of Prey könnte uns die Rückkehr ermöglichen, daher müssen wir so schnell wie möglich in Erfahrung bringen, in welchem Zustand sich das Schiff befindet. Leider ist die erwartete Verstärkung ausgeblieben, der Grund ist unbekannt."
      Inzwischen hatte sich Kaaran zur Gänze herum gedreht, hin zu Lieutenant Junior Grade Levi. Der konisch geformte Korridor aus Stahl umgab ihn. Die Farbe Grün war in dem schwachen Schimmer der Bordbeleuchtung vorherrschend, gemischt mit einem matten Braun, das beinahe an Rost erinnerte.
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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      Intrinsically tied...
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      John betrat die Brücke der Arul und einmal mehr fragte er sich, wie Klingonen es in diesen beengten Verhältnissen nur aushielten. Immerhin waren die meisten Vertreter dieser Spezies noch größer als er. In den Händen hielt er noch immer sein Typ III Phasergewehr, doch der Finger lag nicht länger am Abzug. Stattdessen war der Lauf gen Boden gerichtet, während der kleine Bildschirm seitlich der Waffe aufzeigte, dass John knapp 35% der Energie seiner Zelle verschossen hatte. Ein guter Schnitt, wie er fand. Kurz sah er sich auf der Brücke um, ehe er zu Sybil trat. "Das Schiff ist sauber, Ma'am", verfiel er zunächst in den Slang eines Marine, ehe er hinzufügte: "Ich meine, dass wir keine weiteren Besatzungsmitglieder angetroffen haben. Alle Quartiere und Räume sind durchsucht und gesichert. Die Tricorder melden keine weiteren Lebenszeichen. Für die Toten bietet sich ein fast leerer Lagerraum an Backbord an, das wird gerade geprüft."
      Der Uniformstoff an Johns Oberarm war aufgerissen, ein heller Streifen zierte die Haut darunter. Ein deutlicher Hinweis auf eine Verletzung, die mit einem Hautregenerator provisorisch behandelt wurde. "Auf jedem Deck sind mindestens vier Posten, ausgenommen das Umfeld des Maschinenraums. Die Strahlenbelastung dort ist sehr hoch." Begleitet von einem tiefen Durchatmen trocknete er seine Stirn mit dem Ärmel vom Schweiß.
      Chief Petty Officer Princeps John Xukathal'yre'Rakos
      Sicherheitsunteroffizier
      USS Blind Guardian NCC-83112

      Intrinsically tied...
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Saya fühlte sich immer noch benommen vom Sturz. Der abrupte Ortswechsel machte dies nicht besser. Das klingonische Schiff war ... anders. Der Geruch, die Geräusche, die Temperatur. Flüchtig fiel ihr Blick auf die anderen Anwesenden. Sie konnte die Anspannung, die Erschöpfung und teils auch die Schmerzen der bestürzend wenigen Crewmitglieder spüren, welche herüber gebeamt worden waren. Einige lagen auf dem Boden, da sie sich auf der Krankenstation befunden hatten. Nur der Admiral schien der Situation etwas positives abgewinnen zu können. Sie meinte sogar ein Lächeln zu erkennen, aber lieber verließ die Halbbetazoidin sich auf ihren Sechsten Sinn. Und überhaupt konnte sie das nicht nachvollziehen. War es das alles wert gewesen?
      "Ich bin hier, Sir", antwortete sie nach einem Moment, als der Andorianer sich schon zu ihr umgedreht hatte. Eigentlich unnötig noch zu erwähnen. Ihre rechte Hand hatte sie wieder auf ihre linke Taille gelegt und so blickte sie nun hinauf zu Kaaran, welchem die Gefahr offenbar bewusst war und er seinen Sieg daher nur für einen kleinen Moment genoss.
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Lindsay hatte gerade Notmatten, die eine Ähnlichkeit mit frühere Isomatten hatten. Es würde hoffentlich für den Notfall, der hier gerade herrschte reichte, denn klingonische Schiffe, waren nicht wirklich auf so etwas vorbereitet. ***MacLean an Commander Xukathalyre. Ich habe nun das Notfall-Lazarett soweit eingerichtet wie es mir möglich gewesen war, allerdings müssen die verletzten sehr eng zusammengelegt werden." Sie wusste zwar, dass die Commander mit kein modernes Lazarett rechnete, doch war die Schottin schon immer jemand gewesen, die wirklich das beste aus einer Lage herausholen wollte, was sie hier auch wieder gezwungenermaßen unter Beweis stellte.
      Lieutenant Lindsay MacLean
      Leitender Medizinischer Offizier
      USS Blind Guardian NCC 83112


      Keep your fears to yourself, but share your courage with others.
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Als Kaaran die Halbbetazoidin unter den Uniformierten im Korridor erblickte, bewegte er die Fühler mit einer Spur der Erleichterung. Auf die Ingenieurin konnte er nicht verzichten. Überhaupt hatte es genug Opfer gegeben und er beabsichtigte nicht, auch nur ein weiteres Crewmitglied zu verlieren. Nicht gegen einen Gegner wie Strahlung. Ein Teil seiner Gedanken weilte noch bei der Frage, wo die Verstärkung blieb, doch mehr und mehr begann er sich nun damit zu beschäftigen, wie man dieser Lage Herr werden konnte. Wahrscheinlich war es unumgänglich, in den Maschinenraum zu gelangen. Daher musste er die Gefahren abschätzen, Möglichkeiten evaluieren und deren Risiken bewerten. "Ich bin erfreut, dass der Transport reibungslos funktioniert hat", begann er und fuhr dann fort: "Haben sie einen Tricorder? Ich möchte mir einen Eindruck von der Lage im Maschinenraum machen."
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

      Intrinsically tied...
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Sybil nahm die Hiobsbotschaft, dass das Q-Schiff nicht mehr zur Verfügung stand, ohne sichtbare Reaktion hin, wohingegen Ensign Karr'tur'ris scharf einatmete und einen Moment mit der Arbeit innehielt. Die XO löste sich von der Konsole und sah den Turianer an. "Machen Sie vorerst ohne mich weiter, ich hoffe aber, dass unter den an Bord gekommenen Crewmitgliedern welche aus der Technik sind." Der Ensign nickte und aktivierte seinen Tricorder, der von nun an die Übersetzungsfunktion übernahm.
      Sybil ging einige Schritte zur Seite. "***Ensign Karr'tur'ris arbeitet weiter an der Ermittlung. Der Maschinenraum ist derzeit nicht zugänglich, zu hohe Strahlungswerte. Sind unter den Überlebenden Mitglieder der Technik? Ich werde versuchen, die Kommunikation zu aktivieren, sodass wir einen weiteren Notruf absetzen können."

      Noch bevor sie geendet hatte, betrat John die Brücke, sie bedeutete ihm mit einer Geste, kurz zu warten, während sie mit Kaaran sprach und das Gespräch dann beendete, musterte sie ihn. Ihr Blick wirkte einen Moment fast klinisch kalt, bis sich ein Hauch Erleichterung in ihre grünen Augen schlich. Dann wurde ihr Blick wieder gelassen und sie nickte. "Gut. Belassen Sie die Posten vorerst auf den Decks, sie sollen aber die Räume nach Material für das Notlazarett und Lebensmitteln durchsuchen. Die Dauer unseres Aufenthalts hier ist vorerst ungeklärt, das Q-Schiff musste aufgegeben werden. Der Admiral und die überlebenden Crewmitglieder sind gerade hier an Bord gebeamt. Verstärkung ist bisher noch nicht eingetroffen, Sie wissen, was das bedeutet." Sybil verstummte kurz, während sie einen Moment lang überlegte. Dann fuhr sie fort. "Finden Sie den Admiral und stellen Sie fest, wer von der Crew überlebt hat und aus welcher Abteilung. Wir brauchen dringend medizinisches und technisches Personal auf der Brücke."

      Im nächsten Moment aktivierte sich ihr Kommunikator schon wieder und die Stimme Leutnant MacLeans erklang. Sie lauschte den Erklärungen der Offizierin, dann sagte sie. "***Sehr gut, Leutnant MacLean. Es wird gehen müssen, sicher sind die Umstände nicht ideal, aber es könnte schlimmer sein. Ich habe die Posten auf den Decks angewiesen, alle Räume auf verwendbares Material zu durchsuchen. Das größte Problem werden die knappen Bestände an Medikamenten sein. Wieviel Verletzte sind es und wieviel kritische? Benötigen Sie Hilfe?"
      Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
      Erster Offizier
      USS Blind Guardian NCC-83112

      Before you overstep the border, you should explicitly be sure if you are friend or foe...

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    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      John schulterte seine Waffe mit dem Gurt, während er dem Gespräch zwischen Sybil und dem Admiral lauschte. Sein Blick wanderte über die Brücke, die scharfen Kanten der Konsolen, den mächtigen Stuhl des Kommandanten und blieb schließlich wieder an der XO hängen. Sie wirkte angespannt. Natürlich ließ sie sich dies nicht anmerken, dazu war sie viel zu professionell, aber er kannte sie dennoch lange genug, um es zu bemerken. Ihr kalter Blick veranlasste ihn in zu einem beruhigenden Lächeln, dass seine Wirkung nicht ganz verfehlte. "Aye, Ma'am", bestätigte er. "Ich teile die Leute zusammen mit dem Master Chief ein. Es ist gut, sie zu beschäftigen. Ich glaube nicht, dass die hier Matratzen oder auch nur Kissen an Bord haben, vielleicht finden wir aber ein paar Notausrüstungen mit Feldbetten. Oder Notrationen. Ob das Gagh wirklich noch genießbar ist, bezweifle ich nämlich."
      Kurz streckte er die Hand aus, berührte Sybil kurz am Oberarm - anders als Kaaran war er nicht so zurückhaltend - und nickte zustimmend. "Ich erstelle umgehend eine Liste. Medizinisches Personal entsende ich zu Lieutenant MacLean. Die Kampfsanitäter sind bereits alle im Notlazarett, sie hatten keine Ausfälle. Aber erst einmal finde ich den Admiral. So groß ist der Kahn ja nicht und Blau hebt sich gut ab gegen Grün." Er grinste und nickte seiner Frau noch einmal zu, ehe er sich wieder auf den Weg machte.
      Chief Petty Officer Princeps John Xukathal'yre'Rakos
      Sicherheitsunteroffizier
      USS Blind Guardian NCC-83112

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    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Trikorder? Ja, nein. Saya blickte auf ihre rechte Hand, dann hinab auf ihren Gürtel wobei sie ihren Oberkörper leicht zur Seite drehen musste, was sofort schmerzende Züge in ihr Gesicht brachte. Am Gürtel befand er sich auch nicht. Sie musste ihn auf dem Frachter zurück gelassen haben. Sie hatte ihn sicher auf die Konsole gelegt. Vor dem Treffer...
      "Nein, Sir", antwortete sie nahe einem Moment, doch bevor sie etwas weiteres sagen konnte legte einer der Techniker ihr einen Trikorder in die Hand. Sie atmete kurz ein und reichte diesen dann an den Admiral weiter.
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Bird of Prey Arul im Orbit von Stolstan IV

      Kaaran sah auf den blinkenden Tricorder herab und bewegte abwehrend die Fühler. "Sie bedienen das Gerät, Lieutenant", begann er, um dann auf das von Schmerzen gezeichnete Gesicht der Halbbetazoidin einzugehen. "Oder sehen sie sich nicht in der Lage dazu?" Der Blick des Andorianers fiel auf den Techniker, ein einfacher Crewman aus der Reparaturmannschaft. Zweifellos war er gut ausgebildet und verstand sein Fach, sonst hätte er diesen Einsatz nicht begleitet. An die Kompetenz einer Ingenieurin indes würde er nicht heran reichen. Zunächst erwog Kaaran, Saya einige aufmunternde Worte mitzugeben, doch er verzichtete. Noch hatten sie Zeit und womöglich würde schon ein kurzer Besuch bei Lieutenant MacLean ausreichen, um die Ursache ihrer Schmerzen zu beseitigen. Ignorierte man es dagegen, waren die Folgen nicht abzusehen.
      Während er die Halbbetazoidin sich selbst einschätzen ließ, antwortete er der XO über den noch offenen Kanal: "***Positiv, Commander Lieutenant Junior Grade Levi ist hier, zusammen mit einigen Technikern der Reparaturtrupps. Wir werden den Maschinenraum untersuchen, um abzuwägen, welche Optionen wir haben. ... Ein guter Gedanke, wenn wir Kontakt zum nächsten Raumschiff der Flotte aufnehmen können, sind wir die meisten Probleme mit einem Schlag los."
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

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