FBL: Leinen los!

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    • Deck 7 / Botanischer Garten

      Sie hatte die letzte Pflanze in den Boden gesetzt und die Erde angedrückt. Zufrieden atmete Tanabahi durch, erhob sich und betrachtete ihr Werk aus dem Stehen. Noch sah die Ansammlung etwas kümmerlich aus auf der großen Fläche, doch die Bodendecker würden sich bald ausbreiten.
      Nachdem sie ihren Blick hatte über das Beet schweifen lassen, griff Tanabahi zu der Gießkanne, die neben ihr bereit stand. Schwungvoll verteilte sie die klare Flüssigkeit über die jungen Pflanzen. Ihre Anwesenheit wurde, da war die Kommandantin sich ganz sicher, spätestens jetzt den anderen im Park bewusst, den das Plätschern war vergleichsweise laut.

      Die Afrikanerin hatte die leere Kanne wieder abgestellt und klopfte nun etwas Erde von ihren Handschuhen ab, ehe sie diese auszog. Zügig sammelte Tanabahi noch alle anderen Utensilien ein, die sie für die Gartenarbeit gebraucht hatte, und verstaute diese zusammen mit den Handschuhen in einem Korb, der am Beetrand stand. Es war Zeit aufzubrechen und die Arbeit fortzusetzen - die Pflanzaktion hatte viel länger gedauert, als ihr voller Zeitplan heute eigentlich guthieß.

      Tana legte die Uniformjacke über ihren linken Unterarm und griff mit der rechten, freien Hand zu Korb und Gießkanne. Jetzt, da letztere leer war, ließ sich beides bequem mit einer Hand tragen. Korb und Kanne stießen bei jedem ihrer Schritte sanft aneinander und es war ein leises, dumpfes Klonck zu hören. Der Weg hinüber zum Nutzgarten, wo die Schaufeln und Werkzeuge, Kannen und Düngemittel lagerten, führte am Eingang vorbei und so kamen Julien und Nela in Sichtweite, als Tanabahi auf den Weg trat und um das Beet herum ging. „Hi ihr beiden“, grüßte sie, ohne ihre Schritte auch nur zu verlangsamen. Sie hatte sich bewusst nicht darum geschert, worüber der Counselor und Nela gesprochen hatten und sah auch jetzt keinen Grund, sich einzumischen.
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Julien Adams
      USS Swansea | Deck 7 | Botanischer Garten

      "Ich kenne ein Paar, aber die meisten... ich glaube, da müsstest du bei den Ingenieuren mal anklopfen. Eine hast du knapp verpasst... Sie hätte dir die besten gezeigt."
      Julien deutete für Nela unwissend auf Valerie hin und pausierte einen Moment. Nach Vals Beurlaubung hatten sie sich erstmal darauf geeinigt ihre eigenen Wege wieder zu gehen. Julien wusste noch nicht, wohin und wie es für sie, vor allem aber auch für ihn weiter gehen würde. Kurz gab er sich den Gedanken hin, dann sah er Tanabahi auf ihrem Weg an ihnen vorbei. Julien winkte ihr mit einem liebenswürdigen Lächeln. "Hi!"
      Er nahm noch einen Zug aus der Wasserflasche und wandte sich wieder dem Mädchen zu.
      "Warum willst du denn Verstecke finden? Neugierde oder hast du etwa einen Grund vor jemandem verborgen zu bleiben?"
    • Deck 8, Holodeck 1

      Sayas Bewegung war fließend. Langsam hatte sie sich in den Handstand erhoben, wobei sie die Bereiche, bei denen sie Kraft benötigte, recht zügig bewältigte. Für einen Moment ragte sie wie ein Pfeil in die Höhe, bevor sie die Beine weiter bewegte bis diese einen Bogen schlugen und hinter ihr auf dem Boden aufkamen. Das Ende war doch ein wenig wackelig, aber sie schaffte es mit Hilfe einer kleinen Drehung auf die Beine zu kommen ohne sich noch einmal abstützen zu müssen. Kurz blickte die Halbbetazoidin zu Sophie und schmunzelte.
      "Ich versuche mich ein wenig abzulenken", antwortete sie schließlich. "Nach 10 Stunden durch die Jefferies-Röhren kriechen bin ich auch ein wenig verbogen. Aber irgendwie noch nicht müde."
      Sie ging in einen breitbeinigen Stand und streckte die Arme über ihren Kopf aus. Es würden ein paar Übungen folgen, während derer sie sich besser unterhalten konnte.
      "Nela ist irgendwo an Bord unterwegs, wenn sie nicht im Casino ist. Wir sind erst zum Abendessen verabredet."


      Deck 7, Botanischer Garten

      Nela beobachtete den Terraner neugierig, während er für einen Moment in Gedanken schien.
      "Die Ingenieure sind gerade zu beschäftigt," stellte sie dann mit leichter Enttäuschung in der Stimme fest. Und in der Tat konnte man auch nicht so einfach selber durch das Schiff kriechen, wenn einem dauernd ein Reparaturtrupp entgegen kam. Dann wollten die immer wissen, was man hier zu suchen hatte. Nela drehte ihren Kopf und blickte zu Tanabahi, welche aus dem Garten herangekommen war.
      "Hey", grüßte sie zurück.
      Sie warf ihr ein Lächeln zu, aber die Terranerin hatte andere Pläne als sich dazu zu gesellen. Das war okay, sie war ziemlich beschäftigt mit allem.
      Nela blickte wieder zu Julien, wobei ihr nun eine Haarsträhne ins Gesicht gefallen war. Sie legte dem Kopf schräg und versuchte mit einem schnellen Nicken diese zur Seite zu befördern, was nicht so recht gelang. Sie verzog leicht das Gesicht und nickte dann als Antwort zu Julien, was die Strähne wieder dahin zurück beförderte, wo sie zuvor war. Ihre Hände, welche noch immer die angezogenen Knie umklammerten, zur Hilfe zu nehmen schien erstmal noch keine Option zu sein.
      "Ja", bestärkte sie dann auch verbal. Sie blickte ein wenig melancholisch herüber, angesteckt durch ihn und legte ihr Kinn wieder auf die Knie auf.
      "Wünscht du dir manchmal auch, du könntest das Universum einfach anhalten?"
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Julien Adams
      USS Swansea | Deck 7 | Botanischer Garten

      Julien lachte kurz und sah vor sich in das gründe Gras, die wenigen Laubreste, die Erde. Es rocht wie zuhause... Hier wurde es nie richtig Herbst, Winter, Frühling oder Sommer. Hier stand die Zeit still, Hier stand doch irgendwie das Universum still; Es stand still sofern man sich auf diesen Gedanken einließ. Er sah wieder zu Nela rüber und genoss diese erfrischend naive Unterhaltung.
      "Wünscht du dir das etwa?", fragte er und zupfte einen Grashalm aus dem Boden mit dem er in seinen Fingern zu spielen begann, nachdem er seine Trinkflasche abgestellt hatte.
      "Wenn ich es könnte, würde ich es nicht tun, es sei den ich finde den Moment in dem ich ewig verharren möchte. Aber wenn es sich nicht weiter bewegt... würde ich nie erfahren, was noch kommt."
      Julien stellte sich einen moment lang vor was passieren würde, wenn das Universum tatsächlich 'anhalten' würde. Physisch. Nicht die schönste Vorstellung irgendwie.
    • Deck 7, Botanischer Garten

      Die junge Halbbajoranerin ließ ihren Blick auch auf das Gras fallen, während sie Jules lauschte. Sie hatte keine so technische Auslegung ihrer Frage erwartet. Ihr ging es um etwas anderes. Aber das war eigentlich auch egal, denn die Möglichkeit das Universum wirklich zu stoppen gab es wohl ohnehin nicht.
      "Ich weiß nicht, was ich mir wünsche...", antwortete sie dann.
      Anstatt die Haarsträhne in ihrem Gesicht weiter zu bekämpfen fingt sie an wieder mit dieser zu spielen und rollte sie um ihre Finger.
      "Manchmal will ich meine Ruhe. Und manchmal will ich Gesellschaft. Nur krieg ich hier irgendwie beides nicht."
      Sie betrachtete ihr Haar in ihren Händen, bevor sie nach einem Moment aufblickte.
      "Was machst du denn, wenn dir alles zu viel wird?"
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Deck 7 / Botanischer Garten

      Ohne das Gespräch zwischen Nela und Julien groß zu stören, ging Tanabahi hinüber in den Nutzgarten. Hier standen die hydroponischen Beete in langen Reihen nebneinander. Rund zwei Drittel von ihnen waren zweistöckig aufgebaut. In ihnen wuchsen jene Ost- und Gemüsesorten, die zur Verpflegung der Crew dienten. Das "echte" Essen, das es ein bis zwei Mal in der Woche im Tenby gab, war beliebt an Bord. Und Tanabahi war froh, dass so viele engagierte Kollegen ihre Freizeit dafür aufbrachten, hier zu züchten, was allen auf der Swansea zu Gute kam.
      Sie hatte selbst lange erwogen, sich am Gemüseanbau zu beteiligen, den Gedanken dann aber endgültig verworfen, als sie mit Aleeka schwanger geworden war. Ihr Job und die Familie ließen einfach nicht genug Zeit. Außerdem hielt Tanabahi es - genau wie ihre Eltern damals in der Familiengärtnerei in Mavoko - eher mit der klassischen Beetzucht. Echt waren die Bedingungen zwar nie an Bord eines Raumschiffes, doch drüben im Park konnte man sich wenigstens der Illusion hingeben, dass am Himmel die Sonne schien.

      Die Kommandantin schritt die Reihen ab und blieb kurz vor einem großen Beet stehen, in dem vier prachtvolle Exemplare Cucurbita pepo die ersten gelben Blüten getrieben hatten. In drei, vier Wochen also würde terranische Zucchini auf dem Speiseplan stehen. Ein Lächeln huschte über das Gesicht der Afrikanerin. Sie ging weiter und bog vor einer mit Planen abgehängten Wand rechts ab. Hinter der halbdurchsichtigen Abtrennung lag jenes Drittel der hydroponischen Beete, die für wissenschaftliche und medizinische Zwecke genutzt wurden. Der große Abschnitt war wiederum in kleiner Parzellen unterteilt, um unterschiedliche Klimabedingungen erzeugen zu können und Interaktionen der verschiedenen Kulturen zu vermeiden. Einst hatte Ensign Solot Tanabahi durch die Abteilung geführt und ihr erklärt, was seine Kollegen und er dort trieben. Während die Kommandantin zum Lagerraum weiterging, fragte sie sich, wie lange die Führung mit dem Vulkanier bereits zurück lag. Es war im ersten halben Jahr an Bord gewesen, da war Tanabahi sich sicher - und ihr wurde plötzlich bewusst, dass seitdem eine kleine Ewigkeit vergangen war. Die Zeit vor Aleeka, sie war in Tanabahis Erinnerung in so undenkbare Ferne gerückt....
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 7 / Botanischer Garten -> Deck 8 / Holodeck 1

      Tanabahi hatte den Lagerraum erreicht und verstaute ihre Sachen. Gießkannen, Gartenwerkzeuge, Pflanzschalen und Ersatzteile für die hydroponischen Beete waren links der Tür ordentlich sortiert. Rechts vom Eingang waren zahlreiche Fächer in die Wand eingelassen, in denen Düngemittel, Wirkstoffe zur Schädlingsbekämpfung oder beispielsweise wissenschaftliches Equipment lagerten. Diejenigen Crewmitglieder, die im Nutzgarten oder drüben im Park regelmäßig arbeiteten, hatten hier außerdem eine kleine Box für sich. So auch Tanabahi.

      Hier lagerten jedoch nicht nur Tanas persönliche Utensilien für die Gartenarbeit, sondern auch einige ihrer größten Schätze: die Gartenhandschuhe mit dem ausgeblichenen Blumenmuster, die sie als Kind von ihrem Vater geschenkt bekommen hatte. Die alte Rosenschere ihrer Mutter mit einem Griff aus Mongrovenholz,
      den die meisten Personen vermutlich als abgenutzt beschrieben würden, der in Tanas Augen jedoch von unvergleichbarerer Eleganz und Schönheit geprägt war. Und das in Leder gebundene Tagebuch von Jeff - Jeffrey Barnes. Es lag weit hinten und war noch immer in das schlichte, weiße Tuch gewickelt, mit dem sie es einst vor unerwünschten Blicken hatte schützen wollen. Inzwischen hatten zahlreiche Wissenschaftler und Analysten des GHD das Buch intensiv untersucht und der Geheimcode war entziffert, in dem Jeff einst seine Einträge verfasst hatte. Obwohl Tanabahi heute viel mehr über den alten Freund und sein damaliges Verschwinden wusste, war er ihr noch immer ein Rätsel. Ein Rätsel das, so fürchtete Tanabahi manchmal, sie eines Tages ungelöst mit in ihr Grab nehmen würde.

      Für einen kurzen Moment ließ die Kommandantin ihren Blick über diese ihre 'Schätze' schweifen und verriegelte die Tür zu dem kleinen Fach dann schließlich wieder - mit dem festen Vorsatz, sich heute endlich mal wieder bei ihrem Vater zu melden. Tana wandte sich um, verließ den Raum und durchquerte erneut die Reihen zwischen den hydroponischen Beeten bis sie zurück auf den Weg zum Ausgang war. Während sie Julien und Nela noch einmal näher kam, zog die Kommandantin ihre Uniformjacke über. "Ich wünsche euch noch einen schönen Tag" , rief sie den beiden zum Abschied hinüber und verließ den Botanischen Garten dann.


      Saya finden, das stand nun auf Tanabahis To do-Liste. Den Auffenthaltsort der Ingenieurin und Freundin hatte sie schnell in Erfahrung gebracht und so fuhr die Afrikanerin ein Deck nach unten. Nach wenigen Augenblicken schon war sie vor dem Eingang zu Holodeck 1 angekommen. Tana blieb stehen und sah auf die Anzeige neben der Tür. Ein Programm war aktiv.
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 8, Holodeck 1


      Sophie hatte sich noch einen Moment mit Saya unterhalten. Aber nachdem die Trainingsvorstellungen der beiden relativ wenig miteinander gemein hatten, verließ die Terranerin das Holodeck schließlich wieder. Saya hingegen führte ihre Routine fort, welche zunehmend anstrengendere Übungen beinhaltete. Immer wieder machte sie kurze Pausen, um wieder zu Kräften zu kommen und ließ dann weitere Übungen folgen, welche ihre Balance, Ausdauer und schließlich auch Kraft forderten. Nach einer guten Weile schien sie schließlich zufrieden. Für einen Moment überlegte sie noch ein wenig zu meditieren, doch dann entschied sie sich lieber ein Kata zu machen. So rüstete sie sich von einem der an der Seite stehenden Halter mit einem Jo aus und trat wieder in die Mitte. Fließend führte sie den Stab um sich herum in einer fließenden Bewegung, welche die einzelnen Schritte miteinander verschmelzen ließ. Immer wieder wiederholten sich ihre Züge.
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Deck 8 / Holodeck 1

      Tanas Blick blieb für einen Moment auf den Eingang zum Holodeck geheftet. Für diesen kurzen Augenblick war es Damien, der sich in ihrer Vorstellung dort hinter dem Schott auf dem Holodeck befand. Sie stellte sich vor, ihm ganz ohne gesprochene Worte, aber mit einem Lächeln voller Vorfreude auf den Lippen, wissen zu lassen, dass sie draußen vor der Tür stand, um ihn dann mit Worten nur in Gedanken formuliert, zu begrüßen, sobald sie eintrat. ‚Wir sind hier drüben im Schatten. Aleeka ist grade eingedöst.‘ Sie meinte beinahe, seine Antwort in ihrem Kopf vernehmen zu können und so ging die Afrikanern ihrer Fantasie ein paar Schritte voran, bis sie ihren Mann und ihre Tochter am Rand des Sibaya-Sees liegen sah. Ein Baobab-Baum über spendete Schatten - und während Aleeka sich auf einem Handtuch eingerollt hatte und schlief, baumelten Damiens Beine im klaren Wasser.

      Mit dem nächsten Augenschlag war die fantastische Vorstellung vorbei. Tanabahi betrachtete die Tür wieder als das, was sie war: der Eingang zum Holodeck und nicht der Übergang in einen schönen Traum. Ihr war bewusst, dass nicht Damien, sondern Saya dort drüben stand, saß, lag .... Und Saya, nunja, sie war eine alte Freundin, aber eben nicht ihr Imzadi. Telepathische Kommunikation war somit ausgeschlossen.

      Also tat Tana, was sinnvoll war und tippte ihren Kommunikator an: „Rinou an Saya Levi. Ich stehe draußen vor dem Holodeck. Darf ich rein kommen?“
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 8, Holodeck 1

      "Ja, gerne", war die Antwort, welche Tanabahi nach einem Moment zu hören bekam.
      Saya hatte das Kata nicht abgebrochen, sondern setzte die Bewegung fort und führte den Jo um sich herum durch die Luft, wobei sie nach vorne und hinten Schritt. Die enge Hose und das ebenso eng anliegende Top ließen ihr ein klein wenig mehr Freiheit, als es ein Gi gelassen hätte. Doch schließlich stoppte sie und wandte sich der Türe zu.
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    • Deck 8 / Holodeck 1

      Ein ruhiger Atemzug, dann trat Tanabahi ein. Wie immer, wenn man ein Holodeck betrat und bereits ein Programm aktiv war, fühlte es sich wie der Schritt in eine neue, ganz andere Welt an. Die Kommandantin der Swansea sah sich um, ging noch zwei, drei weitere Schritte voran, bis sie das leise Zwischen der sich schließenden Tür hinter sich hörte. Sie warf einen Blick zurück: nun war die Illusion perfekt.
      Es hatte Momente gegeben, vor allem dann, wenn sie viele Stunden mit Damien und Aleeka am Rand ihres Lieblingssees oder am Muizenberg-Strand verbracht hatten, das war die Illusion so perfekt gewesen, dass Tana für einige Zeit vergessen hatte auf einem Raumschiff zu sein. Nun, als die Afrikanerin in Sayas holografische Welt eintauchte, musste sie daran denken - und sie hatte für einen kurzen Moment Taiba Chamberlain im Sinn, deren Zurückhaltung gegenüber der Holotechnologie immer mit der Angst begründet gewesen war, das Bewusstsein für die Realität zu verlieren. Ob es Taiba wohl gut ging?

      Tanabahi riss sich aus dem Gedanken los. Sie kehrte ihren Blick wieder dem Trainingraum zu, der vor ihr lag, bis sie Saya im Fokus hatte. „Hi“, meinte Tana, während sie über die Matten aus einer Art getrockneter Binsen auf diese zuging. „Ich störe dich, oder?“
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 8, Holodeck 1

      "Nein", antwortete die Halbbajoranerin und kam herüber. Mit einem weiteren "Nein" bestärkte sie dies nochmals. Sie holte Tanabahi ab und umarmte diese. Sie war während des Trainings gut ins Schwitzen gekommen, aber die letzten Minuten waren entspannender gewesen. Ihr war es egal, sie hatte das Gefühl, dass ihre Freundin jetzt eine Umarmung brauchte. Den Jo hatte sie immer noch in der Hand, was die Umarmung für Tanabahi vielleicht etwas sonderbar gemacht hatte. Nun stützte sie sich leicht darauf ab. Sie spürte, wie die Erschöpfung in ihr hoch kroch, nachdem sie das Training schon einige Minuten hinter sich gelassen hatte. Aber es war die gute, angenehme Erschöpfung, wie man sie nach einem erfolgreichen Training hatte. Dementsprechend hatte sie gute Stimmung und würde jetzt Bahi einen Teil davon abgeben.

      "Du störst doch nicht", bekräftigte sie noch einmal. "Was sollen wir machen?", fragte sie dann. "Sollen wir uns hinsetzen und einen Tee trinken?"
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    • Deck 8 / Holodeck 1

      Im ersten Moment war Tanabahi irritiert, als Saya mit dem Stock in der Hand auf sie zu kam. Dann, noch ehe ihr Körper eine Reaktion hervor gebracht hatte, erkannte sie die Geste - und sie ließ es zu, dass Saya die Arme um sie legte. Sie hatte nicht mit einer Umarmung gerechnet, und doch musste sie sich eingestehen, wie gut sich die Nähe anfühlte. Für einen kurzen Augenblick drücke auch Tana die Freundin an sich, ehe sie beide sich wieder von einander lösen. "Danke." Sie hatte das Wort leise ausgesprochen. Es war scheu, wie ein Tier, dass sich lediglich traute, kurz aus seinem Versteck zu kriechen und dann schnell wieder verschwand.

      Kurz ruhte Tanabahis Blick auf Saya, wanderte dann jedoch ab und glitt aufmerksam durch den Raum. "Tee klingt gut", erwiederte sie schließließlich und mit einem sanften Lächeln wandte sie sich Saya erneut zu.
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 8, Holodeck 1

      Saya führte Tanabahi durch das Dojo auf die andere Seite. Dort zog sie eine der Wände zur Seite, welche sich damit als Schiebetür entpuppte. Dahinter lag ein kleiner Raum mit einem niedrigen Tisch.
      "Computer, Tee", sprach die Halbbajoranerin und auf einem kleinen, aber höheren Tisch an der Seite erschienen mehrere Gegenstände, deutlich erkennbar eine groß Teekanne, mehrere Tassen und einige Boxen. Saya deutete Tanabahi sich an den Tisch zu setzen, oder viel eher zu hocken.
      "Bitte, setzt dich. Japanischer grüner Tee ist in Ordnung? Oder magst du lieber etwas anderes?"
      Sie lief herüber zum Tisch, um den Tee zu bereiten.
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    • Deck 8 / Holodeck 1

      Sie folgte Saya hinüber und trat in den kleinen Raum ein, der sich einen Augenblick zuvor noch hinter einer der, mit einer Art Papier bespannten, Schiebetüren verborgen hatte. Tanabahi ließ ihren Blick abermals schweifen und nahm die Atmosphäre in sich auf. Der aufgeräumte, geradlinie Stil machte einen kühlen, unpersönlichen Eindruck auf sie. Unwillkürlich fröstelte sie.

      „Bitte setz dich. Japanischer grüner Tee ist in Ordnung? Oder magst du lieber etwas anderes?“ Sie wandte sich wieder Saya zu und zuckte mit den Schultern. „Ich probiere mal“, erwiderte Tana und ein freundliches Lächeln umspielte dabei ihre Lippen. Die Afrikanerin trat an den Tisch heran und ließ sich davor mit einer einzigen, fließenden Bewegung nieder. „Sag mal, war das damals auf der Chimera auch schon dein Hobby?“, wollte Tanabahi nun wissen. Sie hatte versucht, sich die gemeinsame Vergangenheit so gut es ging in Erinnerung zu rufen, doch ihr Gedächtnis ließ sie bezüglich Sayas Freizeitaktivitäten von früher im Stich.
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 8, Holodeck 1

      Saya begann den Tee aufzubrühen. Nichts zeremonielles oder kompliziertes, einfach heißes Wasser und Teeblätter zusammen bringen. Sie stellte die beiden Tassen auf ein Tablett und brachte es herüber. Gekonnt ging sie mit diesem in die Hocke, niete sich hin und stellte es auf dem Tisch ab. Sie setzte Tanabahi die für sie bestimmte Tasse vor die Nase und stellte ihre eigene am Tisch ums Eck.
      "Ja", antwortete sie dann. "Aikido mache ich schon sehr, sehr lange."
      Die Halbbetazoidin rutschte eine Stück und saß dann auch am Tisch. Das Tablett war verschwunden.
      "Ich glaube mit 13 oder 14 habe ich damit angefangen. Ich weiß es gar nicht mehr..."
      Kurz senkte sie überlegend ihren Blick, doch dann sah sie wieder auf.
      "Ich habe auf der Chimera hin und wieder mit Damien trainiert. Aber er musste ja immer beweisen, dass er der Stärkere ist..."
      Sie verzog leicht ihr Gesicht und schüttelte mit dem Kopf.
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Deck 8 / Holodeck 1

      Die Nachricht, Saya habe damals schon mit Damien trainiert, überraschte Tanabahi. Davon hatte sie nie etwas mitbekommen. Jedoch, dass ihr Mann immer seine Stärke hatte beweisen müssen, war kein Stück verwunderlich. "Natürlich", entfuhr es Tana und sie musste ein wenig schmunzeln. Das passte sooo gut zu Damien.
      Für einen Moment sah sie die Freundin an und ein sanftes Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. Hatte der Afrikanerin in der fremden Umgebung grade noch ein wenig gefröstelt, fühlte sie sich nun irgendwie wohler. Es gab eine Vergangenheit, die Saya und sie verband - sich dem bewusst zu werden, tat grade irgendwie besonders gut.
      "Er ist nicht mehr so", sagt Tana nun. "Aber irgendwie vermisse ich das an ihm. So nervig es sein konnte, das war er."
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 8, Holodeck 1

      Saya schmunzelte.
      "Ja."
      Ihr Blick wurde etwas nachdenklich.
      "Offenbar hat er sich doch sehr verändert in den letzten Jahren. Von dem, was ich in den letzten Wochen gehört habe."
      Sie blickte von ihrem Tee auf zu Tanabahi.
      "Was sagst du: bin ich immer noch wie früher? Oder bin ich auch schon alt und langweilig?"
      Sie nahm einen Schluck und musterte ihre Freundin. Sie würde sich zweifelsohne verändert haben. In einer festen Beziehung, mit einem Kind und der Verantwortung über ein Raumschiff der Sternenflotte. Saya wusste, dass auch sie sich verändert hatte. Aber... wirklich so viel? Bahi würde es vermutlich deutlicher auffallen, da sie sich so lange nicht mehr gesehen hatten.
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Deck 8 / Holodeck 1

      Sie sah Saya an. Lange und wortlos. Irgendwann begann Tanabnahis Mund, sich zu einem Lächeln zu formen. „Bestimmt hast du dich verändert“, antwortete sie. Doch dann hielt sie fest: „Aber das heißt doch nicht, dass du alt und langweilig geworden bist.“ Erst beim Nachdenken war Tana aufgefallen, wie widersprüchlich die Fragen gewesen waren: als würde jede Veränderung einen unweiglerich alt machen, und das Alter unausweichlich mit Langweiligkeit verbunden sein.
      Mit beiden Händen umschloss Tanabahi ihre Teetasse und hob diese langsam an, um den Gesuch des Tees mit der Nase aufzunehmen. Über das Trinkgefäß hinweg sah sie wieder zu Saya hinüber. „Hast du denn das Gefühl, dass du langweilig geworden bist?“
      Cpt. Tanabahi Maya Rinou [CV]
      Kommandierender Offizier // USS Rhea NCC-80107
    • Deck 8, Holodeck 1

      Saya nahm einen vorsichtigen Schluck Tee, während Tanabahi sich ihre Antwort überlegte. Dann legte sie ihren Kopf leicht schief.
      "Ich weiß nicht."
      Sie stellte die Tasse wieder ab.
      "Früher habe ich sicher mehr angestellt..."
      Sie legte nun kurz den Kopf zurück. Ihre Haare waren vom Training noch immer zusammen gebunden.
      "Aber da hatte ich auch noch nicht so viel Verantwortung für andere. Da musste ich nur auf mich aufpassen. Und dann war ich halt selber schuld, wenn ich es nicht gemacht hab."
      Sie schob die Tasse einige Zentimeter zwischen ihren Fingern hin und her.
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