Blind Guardian - Bordleben 01

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    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      Die beiden Offiziere brausten über das rosafarbene Wasser auf der Suche nach dem zweiten Schlauchboot, welches eingeholt werden sollte. Es konnte nicht weit von dem Ort entfernt sein an dem Ensign L'Ahri zusammen mit den Lieutenants Davion und Bischoff vor nicht einmal einer halben Stunde nach Covaladium-Proben bohren wollten. Der junge caitianische Ensign führte Lieutenant Roux in diese Richtung. Sein Fell war immer noch klatschnass. Bei den Temperaturen die auf diesem Planeten herrschten, wäre Sophie, sowie jeder andere Mensch oder jede andere Spezies, deren Körper nicht vollständig behaart ist bereits trocken. Doch nach dem Tauchgang war das Fell mit Wasser vollgesogen und tropfte nun in das Schlauchboot. Er hatte sich bewusst etwas versetzt zu Lieutenant Roux in das Boot gesetzt, um zu vermeiden, dass der Fahrtwind die Feuchtigkeit aus seinem Fell zu ihr trug. Gekleidet war er immer noch mit seiner etwa zur Hälfte seiner Oberschenkel reichenden Badehose und seinem Hellblauen Uniformunterhemd.

      Während er Ausschau auf das offene Meer hielt, machte ihn Lieutenant Roux mit einem "Dort" und einem Fingerzeig auf das treibende Schlauchboot aufmerksam. Er blickte in die von ihr gezeigte Richtung. Die Strömung hatte es wohl in Richtung des Ufers abgetrieben. Der Lieutenant antwortete er "Aye Ma'am, brringen wir das Schlachboot nach Hause.", während sie Kurs darauf nahmen.
      Lieutenant Junior Grade L'Ahri
      Wissenschaftsoffizier
      USS Aurora NCC-81337
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      [Blockierte Grafik: http://hauptcomputer.trekzone.de/w/images/e/ee/HMRoux.jpg]Lieutenant Junior Grade Hélène Roux
      Ingenieurin, USS Blind Guardian NCC-83112

      Hélène manövrierte das Schlauchboot beständig näher an ihr Ziel heran und schließlich gab es einen leichten Ruck, als die beiden Bootsrümpfe zusammen stießen. Sie deaktivierte den Motor und langte mit ausgestrecktem Arm nach einem blauen Kunstfaserseil, das seitlich in Haken eingefädelt an dem treibenden Boot hing und für gewöhnlich den Tauchern vor dem Ein- oder Ausstieg Halt bot. Doch ihre Hand verfehlte das Seil und landete im Wasser, gefolgt von ihrem Arm und beinahe auch dem ganzen Rest ihres Körpers. Nur das gegenläufige Schaukeln des Bootes verhinderte, dass sie kopfüber in das Meer stürzte. Hélène fiel zurück, holte Luft und begann zu lachen, während das andere Boot sich von den Wellen getrieben bereits wieder zu entfernen begann. "Das wäre beinahe schief gegangen. Können Sie das Seil greifen, Ensign?", wandte sie sich an den Caitianer, aus dessen Fell es unablässig tropfte. "Andererseits", die Ingenieurin hob die Augenbrauen, "könnten Sie wohl auch einfach schwimmen."
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

      Intrinsically tied...
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      L'Ahri wollte noch nach Roux greifen, als er sah, dass sie das Gleichgewicht verlor, war aber zu weit entfernt, um sie hätte halten zu können, wenn sie glücklicherweise nicht rückwärts ins Boot gefallen wäre. Mit großen Augen sah er die Lieutenant an; als sie zu lachen begann, entspannte er sich wieder und musste ebenfalls schmunzeln. Er blinzelte ein paar mal, eine Mimik, die bei Caitianern einem Lächeln gleichkam. Er blickte zum sich langsam entfernenden Schlauchboot. "Natürlich Lieutenant", antwortete er und sprang mit einem Satz ins Wasser. Sein kräftiger Sprung ließ das Schlauchboot noch ein wenig mehr schwanken. Er tauchte unter und kam kurz vor dem anderen Schlauchboot wieder an die Oberfläche. Mit beiden Händen griff er nach oben, stieß sich aus dem Wasser ein wenig empor und hiefte sich ins Schlauchboot. Er sah sich dort um, ob noch alles, was sie dort zurück gelassen hatten vorhanden war. "Die Ausrrüstung ist noch vollständig hier, Lieutenant Rrroux. So wie wir sie verlassen haben, als wir für die Probensuche unseren Tauchgang begannen.", rief er zum anderen Schlauchboot hinüber. Dann ging er nach hinten und startete den Motor. "Fahren Sie vorran, Ma'am, ich folge Ihnen."
      Lieutenant Junior Grade L'Ahri
      Wissenschaftsoffizier
      USS Aurora NCC-81337
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      [Blockierte Grafik: http://hauptcomputer.trekzone.de/w/images/e/ee/HMRoux.jpg]Lieutenant Junior Grade Hélène Roux
      Ingenieurin, USS Blind Guardian NCC-83112

      Als das Schlauchboot nach Ensign L'Ahris Sprung ins Wasser zu schaukeln begann hatte Hélène abermals Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten. Ihr Versuch, sich aufzurichten, scheiterte kläglich. Hélène seufzte resigniert und verblieb einfach in sitzender Haltung, wobei sie die Gelegenheit nutzte und die wadenhohen Schäfte ihrer Stiefel zurecht zog. In der Hast am Strand war sie lediglich hinein geschlüpft und hatte laufend am Reißverschluss gezogen, ohne das Ergebnis zu kontrollieren. Das holte sie nun nach. Just, als sie mit dem Ergebnis zufrieden war, erreichte der Caitianer das treibende Schlauchboot und zog sich an Bord.
      "Das sind gute Nachrichten!", rief sie ihm zu und hob zur Bestätigung die Hand, ehe sie wieder am Bootsheck nahe des Motors Platz nahm und die Maschine aktivierte. Summend erwachte sie zum Leben. "In Ordnung, ich fahre voraus", nickte Hélène und sah Ensign L'Ahri herausfordernd an. "Schließlich kann Ihr Boot mit dem meinen nicht mithalten!" An der rosafarbenen Meeresoberfläche formte sich ein Wirbel, als der Motor das Wasser ansaugte und in einem komprimierten Strahl sogleich wieder ausstieß. Gischt spritzte und Hélènes Schlauchboot nahm Fahrt auf.
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      L'Ahri sah das andere Schlauchboot davon fahren. Von seinen Geschwistern war er es gewohnt im stetigen Wettstreit zu liegen, daher erkannte er die Herausforderung sofort und nahm ebenfalls volle Fahrt auf. Ihm war klar, dass er die Lieutenant nicht schlagen würde können, dafür ist er zu ungeübt im Navigieren und sie hatte auch schon einen zu großen Vorsprung. Doch er würde sich nicht die Blöße geben, nicht wenigstens mithalten zu können. Aus dem Gedächtnis heraus - immerhin hatte er sich für die Probensuche mit der Karte dieser Gegend und vor allem dem Küstenbild vertraut machen müssen - versuchte er einen möglichst direkten und schnellen Kurs zurück zum Camp einzuschlagen und dabei nicht im Fahrtwasser des vorauspreschenden Bootes zu fahren. Insgeheim hoffte er darauf, dass Hélène Roux ein kleines bisschen vom Kurs abgekommen wäre, so dass er ihren Vorsprung ein wenig verkürzen würde können.
      Seine Ohren waren angelegt, der Jagdinstinkt war angesprochen, der Oberkörper nach vorne gelehnt als würde er jeden Moment versuchen selbst mit allen Vieren loszustürmen. Seine linke Pranke hielt den Steuerhebel fest und führte das Schlauchboot auf den von ihm am günstigsten vermuteten Kurs. Die beiden Boote liesen das rosafarbene Wasser aufschäumen, was beinahe einem Badewasser mit rosafarbenem Badezusatz gleichkam. In dieser planetengroßen Badewanne sausten die beiden Schlauchboote wie Spielzeugboote dahin. Keine Zweifel, wer das Ziel zuerst erreichen würde.
      Lieutenant Junior Grade L'Ahri
      Wissenschaftsoffizier
      USS Aurora NCC-81337
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      [Blockierte Grafik: http://hauptcomputer.trekzone.de/w/images/e/ee/HMRoux.jpg]Lieutenant Junior Grade Hélène Roux
      Ingenieurin, USS Blind Guardian NCC-83112

      Hélène hatte große Mühe damit, ihr Schlauchboot auf Kurs zu halten. Der Bug neigte sich infolge der Geschwindigkeit nach oben und die Wellen ließen das Boot auf- und abhüpfen. Mit beiden Händen ergriff sie das Steuer und visierte eine am Ufer der Insel liegende Klippe an. Wahrscheinlich war es jene Klippe, an deren Fuß das wunderschöne, blau und violett schillernde Korallenriff lag, über das sie gestern Abend beim Essen noch gesprochen hatten. Nur langsam dämmerte der Ingenieurin, dass es wahrscheinlich keine gute Idee war, mit voller Fahrt über diese Untiefen hinweg zu rasen; - und auch wenn das Material, aus dem das Schlauchboot bestand, sehr widerstandsfähig war, unzerstörbar war es nicht. Ruckartig riss sie das Ruder herum. Ihr Boot drehte sich schlingernd im 90°-Winkel und verlor dabei abrupt an Fahrt. Beide Füße fest auf den Boden gestemmt, klammerte sich Hélène an ihre Sitzbank und diesmal bewahrte sie das Gleichgewicht. Das missglückte Manöver hatte Ensign L'Ahri jedoch Zeit gegeben, ihren Vorsprung auf kaum mehr als einen Steinwurf - einen unsportlichen Steinwurf - zusammen schrumpfen zu lassen. Und so schenkte sie ihrem Kontrahenten über das Wasser hinweg einen Blick, der irgendwo zwischen Freude und Grimm lag, bevor sie den Motor ihres Schlauchbootes erneut zu Höchstleistungen trieb und in Richtung Sandstrand lenkte. Dorthin, wo sie den schwimmenden Anleger der Forschungsstation vermutete.
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      Als das vordere Boot urplötzlich in voller Fahrt einen Haken um 90° schlug und dabei fast vollständig die Fahrt verlor, war L'Ahri zunächst verwundert über das Manöver. Doch dann dämmerte es ihm, dass sich in dieser Gegend die eine oder andere Untiefe befand. Er reduzierte die Geschwindigkeit etwas, durch den Vorsprung, den Hélène Roux ihm gegenüber aber hatte, war es ihm möglich die Korallenriffe rechtzeitig zu umfahren, wodurch er seinen Rückstand deutlich aufholen konnte. Als er nun näher an seine Kontrahentin heran kam, rief er ihr zu: "Interressantes Fahrmanöver, Lieutenant!"
      Ein Grinsen konnte er sich dabei nicht verkneifen. Er würde nicht all zu hoch verlieren, wenn die Ingenieurin das Ziel als erste erreichen würde. Doch bei allem Wettstreit und dem dazugehörigen Sticheleien, war er heilfroh, dass nichts schlimmes passiert war. Nun blieb er in ihrem Windschatten, da keine Möglichkeit mehr blieb, durch eine andere Kurswahl, schneller ans Ziel zu gelangen. Der Anleger war nicht mehr weit, sie hatten sich ein gutes Rennen geliefert. Es würde sicher wieder eine Chance auf eine Revanche geben, vielleicht auch in einem anderen Gebiet, da war sich L'Ahri sicher.
      Lieutenant Junior Grade L'Ahri
      Wissenschaftsoffizier
      USS Aurora NCC-81337
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      [Blockierte Grafik: http://hauptcomputer.trekzone.de/w/images/0/07/JenniferHardy.jpg]Crewman Jennifer Hardy
      Geologin, USS Blind Guardian NCC-83112

      Die Geologin Crewman Jennifer Hardy saß schon den ganzen Vormittag an einer der Konsolen des Runabouts, mit dem das Forschungsteam auf Kleito gelandet war und gab Daten über die bisher gesammelten Gesteinsproben in den Bordcomputer ein. Eine Aufgabe, die die Wissenschaftsabteilung eines Sternenflottenraumschiffes sehr oft in ihrer Dienstzeit tat. Der Großteil der Datenbanken der Föderation wurde von den Wissenschaftlern gefüttert. Sie streckte sich, nahm die Arme über den Kopf und drückte den Rücken durch. Das während ihrer Arbeit über das linke geschlagenen rechte Bein, setzte sie dabei neben das Linke ab. Sie sah sich ein wenig um, ob noch jemand anderes gerade im Runabout war und da sie niemanden sah, fragte sie den Computer nach der Uhrzeit. Die anderen müssten nun von ihrem Tauchgang zurück sein, dachte sie sich und beschloss, sich ein wenig die Beine zu vertreten und nach zu sehen, ob die neuen Proben, die das Tauchteam sammeln wollte schon angekommen sind. Sie stand auf und verließ das Runabout.
      Kurzzeitig blieb sie stehen, da zum einen die schwüle Hitze, als auch das helle Sonnenlicht, sie wie eine Wand trafen. Zwar war es in Raumschiffen der Föderation hell beleuchtet und das Licht war dem natürlichen Licht nachempfunden, aber es gab keine Sonne an Bord eines Schiffes und damit auch keine blendende Lichtquelle. Sie schloss die Augen und auf ihrem Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab; sie schien die Strahlen der Sonne regelrecht aufzusaugen. Sie wippte leicht mit ihrem Oberkörper nach vorne und hinten und ließ dabei ihre Arme mitschwingen. Frisch gestärkt öffnete sie ihre Augen und marschierte von der Rampe des Runabouts in Richtung des Anlegers, an dem der Tauch-Trupp inzwischen angekommen sein müsste oder zumindest bald angekommen sein sollte. Sie trug Sandalen, eine beige, kurze Shorts mit einem dunkeblauen Trägertop. Ein Bügel ihrer Sonnenbrille mit Metallgestellt war in ihren Ausschnitt gesteckt. Sie nahm die Sonnenbrille und setzte sie auf, während sie weiter auf den Anleger zuging. Das Schlauchboot schien aber noch nicht da sein. Sie blickte auf den rosafarbenen Ozean hinaus, vielleicht konnte sie das Boot ja bereits entdecken.
      Lieutenant Junior Grade L'Ahri
      Wissenschaftsoffizier
      USS Aurora NCC-81337
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      [Blockierte Grafik: http://hauptcomputer.trekzone.de/w/images/0/07/JenniferHardy.jpg]Crewman Jennifer Hardy
      Geologin, USS Blind Guardian NCC-83112

      Ein paar Minuten stand Jennifer am Anleger und wartete auf die Tauchexpedition, als ihr auffiel, dass sie die Einzige am Strand war. "Wo waren alle, habe ich etwas verpasst?", dachte sie sich und sah sich um. "Mittagspause" fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Womöglich war die Expedition ja auch schon hier und beschloss zuerst Mittag zu machen, bevor die Ergebnisse ausgewertet werden, was ihr allerdings bei Bischoff eher ungewöhnlich vorkam. Sie sah sich um und registrierte Geräusche aus der Nähe des Runabouts. Also machte sie sich wieder zurück auf den Weg zum Runabout. Die Geräusche kamen näher und auch der Geruch von Essen stieg ihr allmählich in die Nase. Die großgewachsene Sicherheitschefin der Blind Guardian Sophie Davion fiel ihr sofort ins Auge. Sie ging auf sie zu und fragte: "Lieutenant Davion, Sie sind ja schon wieder zurück, wie war die Probensuche? Wo kann ich Lieutenant Bischoff und Ensign L'Ahri finden?"
      Lieutenant Junior Grade L'Ahri
      Wissenschaftsoffizier
      USS Aurora NCC-81337
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      Mittlerweile war Nelly mit dem Tischdecken fertig und das Essen stand zusammen mit den Wasserflaschen bereit zum Verzehr auf dem langen Tisch. Neben der Toilette im Shuttle, die alle Mitglieder der Expedition zumindest gelegentlich nutzten, war der lange Esstisch der Brennpunkt der gesamten Expedition. Die Ironie des Ganzen amüsierte Sophie zum wiederholten Male. Selbst bei der Kolonisierung einer fernen Galaxie standen Fressen und Scheißen im Zentrum der Gesellschaft. Vielleicht könnte man ein Buch darüber schreiben, aber am Titel müsste sie wohl noch arbeiten. Ihre Hose und ihre Haare waren mittlerweile getrocknet, doch das salzige Meerwasser wurde durch noch salzhaltigeren Schweiß ersetzt. In einer Stunde würde das Temperaturhoch des Tages erreicht sein. Dann war für einige Stunden weder an Essen noch an Arbeit zu denken.

      Irgendwo hatte sie mal gelesen, dass in Spanien oder überhaupt in wärmeren Ländern früher immer eine Mittagsruhe gehalten wurde, und der Arbeitstag sich entsprechend in die Länge zog. Für sie war es fast unvorstellbar sich den Tagesablauf von den Witterungsbedingungen vorschreiben zu lassen, aber als jemand mit einem gesunden historischen Hintergrundwissen war ihr bewusst, dass dies für den allergrößten Teil der Geschichte des Homo Sapiens galt. Das gehörte wohl auf die Liste der Dinge, die man vergisst, wenn man zu lange auf einem Raumschiff dient. Überhaupt, entfernte sich der Mensch nicht Jahr für Jahr von sich selbst? War sie nicht selbst ein Produkt dieser Entwicklung? Mit Sicherheit, und hier schwitzend auf einer kleinen Insel zu sitzen, unter freien Himmel zu schlafen und zu essen schien ihr das wieder so bewusst werden zu lassen, wie zuletzt der einwöchige Aufenthalt bei den Agura, einem im Endeffekt grob als steinzeitlich einzugruppierenden Urwaldvolk auf Rentam III.

      Erst dann bemerkte Crewman Hardy. Sie wusste relativ wenig über diese Frau. Vor allem war ihr bekannt, dass sie für ihren Rang absolut überqualifiziert war. Immerhin war auch sie halbwegs locker gekleidet. Sophies Geringschätzung modischer Konventionen und überhaupt utilitaristischer Blick auf Kleidung im Allgemeinen waren zwar bekannt, doch als Leiterin der Expedition als einzige auf eine "ordentliche" Uniform zu verzichten, wäre ihr doch unwohl gewesen. Sie selbst sah es aber als sinnvoller an, ihre Arbeitsfähigkeit nicht durch einen übertriebenen Uniformfimmel einzuschränken. Auf Jens Frage hin verdüsterte sich ihr Gesichtsausdruck allerdings wieder: "Mr. Bischoff musste wieder eine seiner typischen Nummern abziehen. Wir haben daher die Probenentnahme abgebrochen und ich habe ihn vom DIenst entbunden und im Runabout unter Arrest gestellt. Dort sollten Sie den Lieutenant auch finden können. Ensign L'Ahri ist derzeit noch mit Lieutenant Roux unterwegs, um das erste Schlauchboot zurückzuholen."
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Bei der Untersuchung der Ruinen fanden Ensign L’Ahri und Ltjg Davion in einer Covaladiumraffinerie einige vergleichsweise gut erhaltene Speichermedien. Da man die Datenträger nicht beschädigen wollte, beschloss man die Blind Guardian zu rufen, Hilfe anzufordern.

      Inzwischen sind mehrere Wochen vergangen und die Expedition auf Kleito ist beendet worden. Auch die Kolonisten sind wieder zu Hause auf Irwin. Auf dem Schiff ist man den geborgenen Daten nachgegangen und hat die Koordinaten eines nicht weit entfernten Sonnensystems gefunden, dessen beide Sonnen besonders aktiv sind, weswegen das System für die Prospektion ganz am Ende der Liste stand. Häufige Sonneneruptionen und sich verändernde Magnetfelder stören die Systeme und die Sensoren ständig, was auch die kommende Mission entsprechend erschweren wird.

      Tatsächlich fand man auf dem bewohnten Planeten humanoide Lebensformen auf zwei der Kontinente. Doch das technologische Niveau war allem Anschein nach äußerst niedrig. Es gab Anzeichen zu Siedlungen auf dem nördlichen Kontinent. Der ebenfalls bewohnte südliche Kontinent schien jedoch nur äußerst spärlich besiedelt zu sein. Was jedoch sofort die Aufmerksamkeit erregte, waren die Covoladiumvorkommen auf beiden Kontinenten.

      Noch ungewöhnlicher waren die Metallvorkommen auf dem nördlichen Kontinent. Sie schienen künstlich zu sein und aus Legierungen zu bestehen, die man auch in der Stadt auf Kleito fand. Auf dem südlichen Kontinent gab es diese Vorkommen nur in geringen Mengen an einem einzigen Ort. Zwei kleine Außenteams sollten diese Vorkommen überprüfen…
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
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