Blind Guardian - Bordleben 01

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    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Als der Stuhl dicht hinter dem Unteroffizier vorbei flog und gegen die Scheibe krachte, zuckte Indira Savitri unwillkürlich zusammen. "Was zum ...!?", entfuhr es ihr, das Satzende ging jedoch im Lärm des zu Boden stürzenden Tisches unter. Ihr Blick wandte sich dem Menschen und der Bolianerin zu, die wild entschlossen aufeinander los gingen. Savitri kannte sie beide. Der Mann, ein Farmer von außerhalb der Stadt, war ein regelmäßiger Gast in ihrem Büro, um über die Leihe von Landmaschinen zu sprechen. Für gewöhnlich liefen diese Gespräche sehr zivilisiert ab. Die Bolianerin dagegen war als Heißsporn bekannt und arbeitete in dem Covaladium-Tagebau.Weshalb die beiden sich stritten, darüber konnte Savitri nur mutmaßen. Letztlich bevorzugte sie es gar, wenn die Kolonisten ihre Probleme untereinander klärten; - gerne auch mit den Fäusten, sofern es keine größeren Verletzungen gab. An dieser Situation missfiel ihr vor allem, dass die Sternenflotte involviert war. Ob nun als Zuschauer oder "Kämpfer".
      Ihre dunklen Augen folgten dem Unteroffizier, der sich den tobenden Farmer am Kragen griff und auf dessen Schlag in seinen Magen scheinbar kaum reagierte. Savitri kam nicht umhin, das ziemlich beeindruckend zu finden. "Aufhören!", brüllte sie, doch diesmal ging ihr Befehl im allgemeinen Geräuschpegel des Wormhole unter. Dass einige der Gäste das Geschehen mit Worten noch befeuerten, war zudem wenig hilfreich. Die Bürgermeisterin schäumte und wurde leicht blass, als die Bolianerin nach einem Stuhl griff, um diesen dem Unteroffizier scheint's auf den Schädel zu schlagen. "Wollen Sie denn nur herum stehen?", blaffte sie Sybil an und wies mit ausgestrecktem Arm gen des Kampfplatzes.
    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Fast in Warpgeschwindigkeit leerte sich der Raum im Umkreis von diversen Metern um die beiden Kontrahenten. Sybil schätzte die Entfernung zwischen dem Kampfschauplatz und ihrer Position kühl ab, dann blieb sie gelassen stehen. Um John machte sie sich keine Sorgen, sie müsste sich schon schwer irren, wenn zwei Zivilisten ihm Schwierigkeiten bereiteten. So lehnte sie sich mit dem Rücken an den Tresen, kurz wanderte ihr Blick zu "Speedy", der das Ganze eher resigniert denn aufgeregt beobachtete. Scheinbar waren Prügeleien hier vielleicht nicht an der Tagesordnung, aber wohl durchaus im Rahmen des Üblichen. Eine Glasscherbe landete direkt neben ihrem linken Stiefel, sie schob sie mit der Stiefelspitzel sacht beiseite.

      Schließlich richtete sie ihren Hauptfokus auf Savitri, die inzwischen wohl kochte vor Wut. Sybil fragte sich, was die Bürgermeisterin wohl mehr ärgerte, die Prügelei an sich, die Tatsache, dass die Kämpfer sie ignorierten oder dass sie, Sybil, anwesend war. Jedenfalls amüsierte sie sich durchaus und hatte nicht die geringste Absicht, vorerst in das Geschehen einzugreifen.

      So warf sie Savitri einen höflich erstaunten Blick zu, als diese sie anfauchte, ob sie nur herumstehen wolle. Sybil musterte noch einmal die Szene, dann hob sie eine schmale Braue und sah die Bürgermeisterin mit leicht schräg geneigtem Kopf an. "Wenn Sie mich so fragen, genau das hatte ich eigentlich vor. Es geht mich nichts an." Sybil sprach es nicht aus, doch unterschwellig wusste Savitri sicher genau, worauf Sybil anspielte. Meine Stadt..

      "Wenn Sie dies aber wünschen und das eine offizielle Bitte um Hilfe ist, unternehme ich natürlich etwas. Auch ohne Formulare, die können Sie nach Erhalt ja dann nachreichen. Allerdings ist das Ganze dann eine offizielle Angelegenheit." Was im Grunde keine Bedeutung hatte, aber Sybil war sich sicher, dass Savitri dies nicht wünschte. So hob sie eine schmale Hand und betrachtete einen Moment lang ihre Fingernägel, dann lenkte sie ihren Blick wieder auf John, der wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung zwischen dem Menschen und der Bolianerin aufragte.
      Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
      Erster Offizier
      USS Blind Guardian NCC-83112

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    • Planet Irwin - Nahe des "Forts"

      Als Nela die Schule erwähnte, wandte Kaaran seinen Blick in Richtung der Stadt Jamestown. An ihrem Namen stieß er sich noch immer. Die Kolonisten behaupteten, Jamestown wäre auf der Erde eine durchaus geläufige Bezeichnung für eine neue Ansiedlung, insbesondere in einer solch trockenen Landschaft wie der hiesigen. Dem Andorianer hingegen erschien der Name schlicht als zu bedeutungslos. 'James' Stadt'; wer war dieser James und durch welche Tat hatte er es verdient, dass man sich seiner in dieser Art erinnerte? Es gab darauf keine Antwort, gleichwohl war der Name einprägsam. Das gab Kaaran widerwillig zu.
      Von seinem aktuellen Standort konnte der Andorianer nur die äußeren Ausläufer der kleinen Stadt sehen sowie die lange Straße aus festgefahrenem Grund, die zum "Fort" hin führte und daran vorbei, um sich in Richtung der Nexarappak-Berge zu verlieren. Im Schatten der hohen Gipfel war der Boden ergiebiger für die Aussaat, denn die Berge rangen der Sonne ein wenig von ihrer Wärme ab und sorgen für satten Regen. "Es gibt in der Stadt eine Schule", sagte er schließlich und sah wieder zu der Halbbetazoidin. "Möchten Sie im Dienst sein, Ms. Levi?"
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

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    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Indira Savitri stierte die Erste Offizierin der USS Blind Guardian aus schmalen Augen an und schüttelte behände den Kopf, wobei sich einige ihrer langen, dunklen Haare lösten und an ihren Lippen hängen blieb. Sichtlich genervt schob sie sich die Strähne zurück hinter das Ohr. "Den Sarkasmus können Sie sich sparen, Commander!", antwortete sie heftig. "Aber eigentlich überrascht es mich auch nicht, dass die Sternenflotte nur zusieht und immer erst dann eingreift, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann!" Ein wütendes Schnauben folgte, ging jedoch in einem neuerlichen Anstieg des Lärms unter, als der Stuhl gegen den Pfeiler krachte. Die Bürgermeisterin von Jamestown wandte sich demonstrativ von Sybil ab und die Verachtung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Sie kam zu der Überzeugung, dass die Commander entweder ein Feigling war oder auf jenem hohen Ross saß, das sich viele Offiziere zu eigen gemacht hatten. Vielleicht hatte sie auch einfach nur keine Ahnung, wie man sich einer Faust erwehrte. Kurz schlich sich ein Lächeln auf das Gesicht von Savitri, denn irgendwie empfand sie diese Theorie als recht wahrscheinlich.
      Ihr Vorhaben, in den Kampf einzugreifen, erwies sich indes als überflüssig. Offensichtlich hatte der hünenhafte Unteroffizier keine ernsthaften Probleme, die Kontrahenten voneinander zu trennen und außer Gefecht zu setzen. Vielmehr schien es, als ginge er dabei äußerst vorsichtig zu Werke, um niemanden zu verletzten; - was Savitri wohlwollend zur Kenntnis nahm. "Sieht wohl so aus, als ginge Sie das wirklich nichts an ...", fügte sie hinzu, ohne Sybil dabei anzusehen.
    • Planet Irwin - Nahe des "Forts"

      Nela folgte dem Blick des Andorianers. So wirklich viel hatte sie von der Stadt noch nicht gesehen. Sie war mit Saya schon ein paar mal hindurch spaziert, aber alleine hatte sie sich noch nicht umgesehen. Alles war hier ein wenig ungewohnt und bis jetzt hatte ihr Argwohn über die Neugierde gesiegt. Eine Schule gab es hier, ja. Aber Saya war doch ein wenig reserviert ob sie dort hingehen sollte. Bis die Wohneinheiten standen war das Ganze aber wohl ohnehin noch vertagt. Und noch war ihr auf dem Schiff nicht langweilig geworden - solange sie sich noch frei bewegen konnte.
      Sie sah wieder zu Kaaran, als dieser ihr eine Frage stellte.
      "Was für ein Dienst denn?", fragte sie mit etwas Überraschung.
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Die Bolianerin als auch der Mensch waren nicht mit Worten zu beruhigen und so in Rage, dass selbst sein Eingreifen ihren Kampf kaum ausbremste. Den Stuhl sah John nur aus dem Augenwinkel kommen, mehr brauchte es indes nicht. Jahre des Trainings beim Marine Corps, später beim Special Hazard and Recon Commando und jetzt bei der Sternenflottensicherheit hatten seine Sinne und vor allem seine Reflexe geschärft. Blitzschnell duckte er sich, der Stuhl schoss über ihn hinweg und die metallenen Beine schlugen gegen den Pfeiler. Die Wucht des Aufpralls entriss den Stuhl den Händen der Bolianerin und sie wirkte für einen Moment sowohl überrascht als auch desorientiert. Diese Sekunde nutze John aus. Er zog den Farmer am Kragen empor und warf ihn mit Schwung nach vorne, sodass er der Länge nach auf dem harten Boden landete. Ein dumpfes "Uff" ging von dem Mann aus, gefolgt von einem schmerzhaften Aufstöhnen, als John seinen rechten Arm auf den Rücken bog und mit dem Knie die Hand fixierte. Der erste Gegner war damit ausgeschaltet.
      Sofort traf Johns entschlossener Blick die Bolianerin, die zu einem erneuten Angriff ansetzte, nun aber zögerte. Die Zwangslage des Farmers schien ihr bewusst zu machen, mit wem sie sich anzulegen drohte. John hingegen wartete nur auf ihren nächsten Schritt und hatte keine Bedenken, auch die Bolianerin auf die Bretter zu schicken. Das würde allerdings bedingen, den Farmer wieder los zu lassen. Manchmal beneidete er Spezies, die über mehr als zwei Arme verfügten. "Ich würde es an Ihrer Stelle nicht tun, Ma'am," sagte er ruhig zu der Frau mit der blauen Haut.
      Chief Petty Officer Princeps John Xukathal'yre'Rakos
      Sicherheitsunteroffizier
      USS Blind Guardian NCC-83112

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    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Sybil unterdrückte ihre eindeutig aggressiven Tendenzen heldenhaft, während die Bürgermeisterin weiterhin neben ihr lamentierte. Ebenso heldenhaft schluckte sie den bissigen Hinweis hinunter, dass vor Savitris Nase ein Sternenflottenunteroffizier das Kampfgeschehen dominierte und die Bemerkung der Bürgermeisterin somit recht unlogisch war.

      Während sich auf Sybils Gesicht wie üblich nichts von ihren Gedanken abzeichnete, entwickelte sich der Kampf exakt so, wie sie es erwartet hatte. John wich dem Schlag der Bolianerin geschickt aus und beförderte den Menschen zu Boden, um ihn dort bewegungsunfähig zu halten. Die Bolianerin blickte John scheinbar zum ersten Mal richtig an, was sie sah, schien ihre Kampfeslust doch stark zu dämpfen.

      Als Savitri eine weitere abfällige Bemerkung von sich gab und nicht mal soviel Anstand besaß, Sybil dabei anzusehen, beschloss diese, dass es Zeit für eine gesunde Portion Realität wurde. Sie löste sich vom Tresen und musterte die Bürgermeisterin kalt. "Ich glaube allmählich, dass Sie nicht wissen, welche Rolle die Sternenflotte in diesem System und auf Ihrem Planeten spielt. Unser Einsatzauftrag lautet unter anderem, die Bürger dieser Kolonie sowie ihre Anlagen vor jedweder Bedrohung, sowohl von Innen als auch von Außen zu beschützen. Das macht uns aber definitiv nicht zu Ihrer privaten Einsatztruppe, die Sie heranpfeifen können, wenn Ihnen danach ist. Die polizeilichen Rechte und Pflichten innerhalb der Kolonien liegen ausdrücklich außerhalb unserer Kompetenzen, nämlich in den Händen der Kolonialleitung. Also in Ihren, vermute ich. Ich habe schon mehr getan, als mir eigentlich zusteht, ich habe dem Chief gestattet, in das Geschehen einzugreifen." Sybil musterte das Profil Savitris ungerührt, ihre dunkle Stimme war bar jeder Emotion. "Der Schutz bezieht sich auf Ereignisse, deren Bewältigung für die Zivilbevölkerung der Kolonien nicht möglich ist, wie zum Beispiel ein Angriff von Plünderern oder feindlichen Spezies, nicht auf eine Prügelei zwischen zwei Kolonisten. Wenn die Lösung eines solchen Konflikts allerdings schon Ihre Kapazitäten übersteigt, sollte die genaue Definition des Punktes "Schutz der Kolonie" vielleicht von Ihnen noch einmal mit der Sternenflotte neu verhandelt werden."

      Aus den Augenwinkeln sah sie den Barkeeper ganz in der Nähe stehen, bei Sybils mehr als deutlichen Worten fiel ihm regelrecht die Kinnlade herunter. Aus einer Gruppe Kolonisten, die sich hinter zwei umgekippten Tischen verschanzt hatten, drang ein nervöses Kichern.
      Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
      Erster Offizier
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    • [Blockierte Grafik: http://fs5.directupload.net/images/170825/asrif29q.jpg]Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Im ersten Moment verschlug es Indira Savitri die Sprache. Mit einer solchen Zurechtweisung durch die Erste Offizierin der USS Blind Guardian hatte die Bürgermeisterin von Jamestown und gebürtige Inderin nicht gerechnet. Tatsächlich hatte sie ihr solch harsche Worte nach den ersten Eindrücken nicht einmal zugetraut. Indes war sie eines Besseren belehrt worden. Zunächst starrte sie Sybil nur an, bis sich ihre mahagonifarbene Haut allmählich rot zu färben begann; - insbesondere im Bereich ihrer Nase. Es war jedoch nicht Verlegenheit, die den Farbwechsel verursacht, sondern blanke Wut. Savitri atmete tief durch, presste die Lippen zusammen und rang um Worte. Ihr lag eine heftige Erwiderung auf der Zunge, sie schluckte sie jedoch mühsam herunter und zwang sich zur Beherrschung. Anders als bei der Commander konnte man diesen Vorgang in ihrem Gesicht deutlich beobachten.
      Als sie schließlich antwortete, bebte ihre Stimme leicht, klang jedoch auch ungewöhnlich konzentriert: "Sie haben Recht, Commander. Ich weiß tatsächlich nicht, was die Sternenflotte hier macht. Das Dossier Ihres Admirals habe ich auch gelesen. Aber das sind nur Worte." Mit einer ausholenden Handbewegung schien sie diese symbolisch von sich schieben zu wollen. "Und ich tue mich verdammt schwer damit, Ihnen zu glauben. Verhandelt habe ich mit der Sternenflotte nämlich gar nichts. Sie sind jetzt hier. Damit muss ich leben. Kann ich auch", fügte sie schnell hinzu und ein zorniges Schnauben folgte. "Aber ich lasse mir meine Kolonie, meine Stadt nicht wegnehmen!" Savitris Blick wandte sich in jene Richtung, aus der das Kichern kam und sie fixierte die Kolonisten für einige Sekunden. "Schöne Rede, Commander. Ich bin gespannt, wie lange es wohl dauert, bis ich Sie daran erinnern muss."
    • Planet Irwin - Nahe des "Forts"

      Kaaran bewegte die Fühler ausdrucklos und warf einen raschen Blick zu seinen Offizieren, die - wie es schien - in ein Gespräch verwickelt waren. Die Frage von Nela ließ ihm indes keine Zeit, über das Thema nachzudenken, noch bot sie ihm die Möglichkeit, sich dem Gespräch anzuschließen. In den kommenden Wochen würde er aber wohl ohnehin einige Gespräche führen müssen. Weniger aus dienstlicher Notwendigkeit, sondern um die Stärken und Fähigkeiten der Crewmitglieder besser einschätzen zu können. Hier in Sagittarius erwies sich dieses Wissen als weitaus wertvoller denn in der Milchstraße, wo die Quellen an geeignetem Nachschub erheblich ergiebiger waren.
      "Nun", begann er und sah die Halbbetazoidin aus seinem verbliebenen Auge an, "die Grundlage jeder guten Entscheidung ist Information. Als Kommandant muss ich häufig Entscheidungen treffen. Auch solche die Kolonie oder die Stadt betreffend. Allerdings ist mir dieser Ort noch fremd und bisweilen kommt es vor, dass einem Kommandanten manche Perspektiven verwehrt sind." Der Andorianer nickte in Richtung von Jamestown, wo man just im Moment eine große Landmaschine die Straße hinabfahren sah. "Wenn Sie also die Schule besuchen, Ms. Levi, dann erforschen Sie diese. Finden Sie heraus, was die Kolonisten bewegt und berichten Sie es mir, wenn es Ihnen möglich ist." Abwartend sah Kaaran das Mädchen an und sein Vorschlag erschien ihm tatsächlich sinnvoll. Denn worüber sich Eltern ihm gegenüber ausschwiegen, das mochte von Schülern ohne Sorge weiter erzählt werden.
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
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    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Sybil fragte sich einen Moment allen Ernstes, ob die Bürgermeisterin noch klaren Verstandes war. Was befürchtete sie, dass Kaaran eine Militärdiktatur auf dem Planeten ins Leben rufen würde, mit ihr, Sybil, als Vollstreckerin? Aus medizinischer Sicht attestierte sie der Frau eine starke Paranoia, gepaart mit einer guten Portion Größenwahn. Unwillkürlich schüttelte sie den Kopf und beschloss, auf diese absurden Argumente nicht weiter einzugehen.

      Sie musterte die Kontrahenten, die nun scheinbar beide etwas ruhiger geworden waren, dann fasste sie einen Entschluss. Den Blick wieder ihrer Gesprächspartnerin zugewandt, sagte sie gelassen. "Wenn Sie das Dossier gelesen haben, dann wissen Sie, warum wir hier sind. Es beschreibt exakt die Gründe unserer Anwesenheit. Außerdem haben Dossiers die Angewohnheit, aus Worten zu bestehen, das macht sie so verständlich. Wenn Sie den Wahrheitsgehalt bezweifeln, nun ich fürchte, dagegen bin ich machtlos."

      Ihr Blick wanderte kurz zu John, der immer noch den Farmer auf den Boden drückte und die unschlüssige Bolianerin im Auge behielt. Dann sah sie wieder zu Savitri. "Da Sie mich ja so nachdrücklich an meine nicht vorhandenen Kompetenzen erinnern, werde ich dementsprechend handeln, Ms. Savitri."

      Sie hob leicht die Stimme. "Chief, lassen Sie den Mann los, dann kehren wir zu unserem Stützpunkt zurück. Diese Angelegenheit unterliegt der Amtsgewalt der Kolonie. In Zukunft werden Sie sich nicht mehr in derartige Vorfälle einmischen, es sei denn, es sind Sternenflottenangehörige involviert." Ohne sich zu vergewissern, dass John dem Befehl folgte, das war definitiv nicht nötig, drehte sie sich zu Speedy um und lächelte ihn an, während sie in der Hosentasche nach ein paar Münzen angelte. "Was bin ich Ihnen schuldig?"
      Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
      Erster Offizier
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    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      John behielt die Bolianerin noch immer im Auge. Allmählich ließ sie den Stuhl sinken, denn offenbar reifte in ihr die Erkenntnis, dass ein Angriff mit dem zur Waffe auserkorenen Möbelstück keine sonderlich gute Idee war. Der Unteroffizier nickte zustimmend, um die Bolianerin in ihrem Entschluss zu bekräftigen, als er auch schon die Anweisung von Sybil vernahm. Er klopfte dem Farmer auf die Schulter und hob das Knie von dessen Hand. Aufstöhnend zog der Mann seinen Arm aus dem Hebelgriff und versuchte sich aufzurichten. Da war John bereits drei Schritte hinter ihm, um auf einen weiteren, immerhin denkbaren Angriff gewappnet zu sein. Doch dieser blieb aus. Der Farmer stierte John nur für eine Sekunde an, dann stahl sich gar so etwas wie ein Lächeln in sein bärtiges Gesicht. "Kommen Sie zur Erntezeit auf die Farm", brummte er und wandte sich noch einmal der Bolianerin zu. "Wir sind noch nicht fertig!" Die Drohung in seiner Stimme wog schwer, doch nicht schwer genug, dass die Frau den Kampf hätte fortsetzen wollen. Vielmehr verzichtete sie auf eine Antwort, schleuderte den Stuhl von sich und ging mit erhobenem Kopf und schnellen Schrittes Richtung Ausgang.
      "So schnell kommt man zu einem Jobangebot als Erntehelfer", sagte John gen Sybil und musterte Savitri. Er konnte die Spannungen zwischen der Bürgermeisterin von Jamestown und seiner Frau deutlich spüren. Und auch wenn er den Grund nicht verstand - noch nicht -, so war seine Position glaskar. "Aye, keine Einmischungen mehr", sagte er daher und wandte sich zum Gehen.
      Chief Petty Officer Princeps John Xukathal'yre'Rakos
      Sicherheitsunteroffizier
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    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole"

      Henry Antrim alias Speedy hob die Hand und hielt der Commander zunächst wortlos zwei Finger entgegen. Sein Blick wanderte dann jedoch zu dem Farmer hinüber, der den umgestürzten Tisch zurück an seinen Platz wuchtete, und ein Finger verschwand wieder in der Faust. "Halber Preis", sagte er und nickte zur Bekräftigung in Richtung des großen Unteroffiziers. Allmählich kehrte Normalität in das Wormhole zurück und nun, da der Streit sein schnelles Ende gefunden hatte, kehrten die meisten Gäste zu ihren Plätzen zurück oder verließen den "Saloon" gar ganz.
      Indira Savitri indessen schien zu überlegen, ob sie der Ersten Offizierin der Blind Guardian noch eine Antwort schuldig war. Letztendlich entschied sie sich dagegen. "Auf meine Liste", sagte sie stattdessen nur, deutete auf das leere Bierglas vor ihr auf dem Tresen und erhielt von Speedy ein Nicken. Bevor sich die Bürgermeisterin abwandte, warf sie der Commander noch einen Blick zu, der unzweifelhaft zum Ausdruck brachte: 'Wir sehen uns wieder.' Zugleich lag indes auch eine Spur von Respekt in ihren dunklen Augen. Sie mochte Sybil Xukathal'yre'Rakos weder vertrauen noch Sympathie für sie empfinden, eine zähe Gegenspielerin aber erkannte sie in ihr.

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    • Planet Irwin - Jamestown - "Wormhole" -> Jamestown-Innenstadt

      Sybil reichte Antrim die verlangte Summe einschließlich eines ordentlichen Trinkgeldes. "Dann bis bald, denke ich." Sie wandte sich um, nahm dabei ihren Hut vom Tresen und stellte dann fest, dass Savitri sie schweigend ansah. Sybil erwiderte den Blick der Bürgermeisterin kühl, wenn sie auch insgeheim mehr als zufrieden war, dass diese sich eines weiteren Kommentars enthielt und sich abwandte, um das "Wormhole" zu verlassen. Der Auftakt zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit sah jedenfalls anders aus, das stand schon mal fest. Immerhin hatte zumindest John einen positiven Eindruck hinterlassen, insgesamt gesehen. Wie die Bolianerin dazu stand, konnte Sybil allerdings nur raten, zumindest war sie beeindruckt gewesen, wie es schien.
      Mit einem lautlosen Seufzen straffte Sybil die Schultern, inzwischen hatte Savitri das Wormhole recht eilig verlassen. John war ebenfalls schon auf dem Weg zum Ausgang, so folgte sie ihm und trat vor ihm hinaus, da er an der Tür gewartet und diese für sie geöffnet hatte. Die Hitze draußen war nicht unerheblich, dennoch war Sybil froh darüber, an der frischen Luft zu sein. Sie blinzelte in die Sonne, setzte ihren Hut auf und blickte sich um, weit und breit war niemand mehr zu sehen. "Lass uns zum Fort zurückkehren, John."

      Sie gingen eine Weile schweigend in Richtung Fort, dann sah Sybil zu John auf, die Augen immer noch leicht zusammengekniffen. Eine Sonnenbrille stand schon auf ihrer Prioritätenliste. "Ich frage mich, was die Bürgermeisterin gegen die Sternenflotte hat. Eigentlich hatte ich angenommen, dass die Kolonisten froh wären, für den Ernstfall Schutz zu haben." Dann schüttelte sie den Kopf. "Falsche Prämisse... Vielleicht sind die Kolonisten ja auch froh darüber. Vermutlich werden wir das und noch einiges mehr im Lauf der nächsten Zeit herausfinden." Einen Moment schwieg sie, dann lachte sie leise. "Eine neue Freundin habe ich heute jedenfalls nicht gefunden..."
      Commander Princeps Femina Sybil Xukathal'yre'Rakos
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    • Der Geruch von Blut, Leid und Tod war mittlerweile aus den Fluren der Klinik Jamestowns gewichen. Stattdessen hing nun der nicht weniger penetrante Geruch von Putz- und Desinfektionsmitteln in den Gängen und Behandlungsräumen. Während der zurückliegenden Krise wurde die Reinigung stark vernachlässigt. Die nun vorgenommene Grundreinigung sollte den Missstand beheben. Auch die allermeisten Patientinnen hatten die Klinik verlassen. Viele, knapp 400 Frauen hatten die Klinik nach erfolgreicher Behandlung verlassen. Die meisten von ihnen würden jedoch nie ein Kind zur Welt bringen können Zu viele, 94 um genau zu sein, waren mittlerweile auf dem in seiner Größe praktisch explodierten Friedhofs begraben. Die bunten Blüten der von den Hinterbliebenen an die Gräber gebrachten Blumen ließen die frischen Gräber in der ansonsten kargen Landschaft fast wie einen Hort des Lebens erscheinen.

      Einen wahren Hort des Lebens hatte man tatsächlich entdeckt. Die Frage war nun, was mit diesem anzufangen war. Die Zählungen waren mittlerweile abgeschlossen. Knapp 1600 ungeborene Menschen* befanden sich in der Klinik unter der Klinik. Die meisten davon waren in frühen Stadien der Entwicklung, nicht mehr als Zellhaufen, die man mit dem bloßen Auge gerade so in der Nährlösung sehen konnte. Und fast alle dieser Zellhaufen befanden sich in Stasefeldern, praktisch auf Halde. Problematischer waren hingegen diejenigen Lebensformen - die Frage, ob es sich bei diesen Föten und Embyros schon um Leben handelte war noch nicht wirklich geklärt - die sich nicht in Stase befanden. Einige davon waren kurz davor eigenständig lebensfähig zu sein, mehr oder minder jedenfalls. Bei einer natürlichen Schwangerschaft würde man dann liebevoll von Frühchen sprechen. Tatsächlich waren sie nun ein Problem, denn man müsste schnellstmöglich neue Staseeinheiten konstruieren, wenn man keine der beiden anderen Optionen wählen wollte: Man könnte sie einerseits einfach töten oder sterben lassen oder man könnte sie leben lassen.

      Aber war das Aufbewahren in Stase nicht fast dasselbe wie der Tod? Ethisch schien es jedenfalls der einfachste Weg aus dem Dilemma zu sein, eine saubere Lösung mit dem Versprechen von Leben immer nur eine medizinische Prozedur entfernt. Doch wessen Kinder waren sie? Die DNS stimmte nicht mit derjenigen der Kolonisten überein. Und wirklich menschlich war sie auch nicht. Durch genetische Manipulationen war ihre Wachstumsrate beschleunigt worden. Ihre Haut war gegenüber UV-Strahlung resistenter, ihre Augen nicht so leicht zu blenden. Und der Clou: Ihr Flüssigkeitsbedarf war gegenüber normalen Menschen um 60 % reduziert und konnte auch durch für normale Menschen zu stark verunreinigtes Wasser gedeckt werden.

      Die Entscheidung lag in der Hand der Kolonisten, allen voran natürlich Savitri. Diese war in letzter Zeit kaum zu erreichen. Zwar hatte sie sich körperlich von ihrer eigenen Erkankung erholt, auch wenn sie selbst dadurch unfruchtbar geworden war. Die erste Krise hatte man jedenfalls gemeistert und gehörte der Vergangenheit an. Was die Zukunft bringen sollte, schien jedoch ungewisser denn je.
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Jamestown auf Irwin

      Hier Draußen schien es keine Normalität zu geben. Noch immer konnte sie nur schwer fassen was die letzten Tage passiert war. Vielleicht lag es daran, dass die Fakten immer noch nicht ganz klar waren. Oder vielleicht waren sie nur ihr nicht ganz klar. Es wirkte alles so unreal, wenn es denn wirklich so passiert ist wie sich die Fakten darstellten.
      Ein Virus hatte hunderte Frauen unfruchtbar gemacht und die Erkrankung war so heftig verlaufen das 20% davon gestorben waren. Sie hatte nicht mit den Ärzten gesprochen, aber das ganze Szenario legte eine plötzliche Exposition mit dem Erreger nahe. Den Fund, denn sie zeitgleich gemacht hatten machte das ganze Szenario allerdings unglaublich skurril. Eine Brutstation war ohne das Wissen der Kolonisten unter dem Krankenhaus errichtet worden. Niemand mit dem sie hier gesprochen hatte war sich dem bewusst gewesen. Ohne das sonderbare Verhalten des Energienetzes wäre es vermutlich auch nicht so schnell aufgefallen. War es Zufall das der Fund Zeitlich mit der Epidemie zusammen gefallen war? Sie würde bei Gelegenheit noch einmal mit den Betreibern des Furionsreaktors sprechen. Denn ihnen musste doch etwas aufgefallen sein. Oder vielleicht wussten sie auch mehr.
      Saya war sich nicht sicher wie der Admiral mit der ganzen Situation umgehen wollte. Bisher waren die Aussagen der Kommandocrew recht nebulös geblieben. Das war auch etwas zu verstehen. Denn die Bürgermeisterin von Jamestown war wohl ebenso ein Betonkopf. Aber die Halbbajoranerin war es eh gewohnt eigene Allianzen zu schließen. Auch wenn sie ihre Uniform gerne trug nahm sie die Spannungen zum Anlass es zu vermeiden in Uniform die Straßen zu patrouillieren. Dies hatte auch den Vorteil, dass sie sich etwas praktischere Kleidung für das Klima anziehen konnte ohne in voller Außenmissionsmontur herumlaufen zu müssen. Ihr Kommunikator auf der Brust würde sie immer noch als Offizierin der Sternenflotte zu erkennen geben. Verstecken musste sie sich ja dann doch nicht.
      Nun würde sie wohl auch der Trikorder enttarnen, welchen sie vor sich her hielt und mit dem sie schon seit einiger Zeit einen Scan des Untergrunds machte. Vieles hier war so provisorisch, dass die Offiziere der Technik beschlossen hatten sich im und um Jamestown etwas umzusehen, damit sie für die früher oder später kommenden Vorfälle etwas gewappneter waren. Gerne hatte sie sich dieser Aufgabe angenommen hieß es doch, dass die damit vom Schiff herunter kam. Die Alternative wäre gewesen die Frachtlogbücher aller Schiffe, welche das Wurmloch seit Beginn der Kolonisierung durchflogen hatten, durchzusehen ob es dort hinweise gab wie es jemandem gelungen sein könnte die Unterirdische Anlage zu errichten. Denn nachdem was sie bisher gesehen hatten war es höchst wahrscheinlich was wichtige Komponenten durch das Wurmloch transportiert worden waren.

      Saya hielt inne. Jemand näherte sich. Nela konnte es noch nicht sein, sie würde erst in einer Stunde aus der Schule kommen. Sie sah auf und drehte sich um...
      "Every girl wants a bad boy who will be good just for her, every boy wants a good girl who will be bad just for him."
    • Der Wecker klingelte bei Sophie heute erst um 0600. Normalerweise stand sie gegen 0530 auf, um noch ihr morgendliches Sportprogramm durchziehen zu können, doch heute war dafür kein Bedarf. Heute ging es auf die „Jagd“. Zumindest ein bisschen jedenfalls, denn sie hatte nicht vor die „Beute“ zu töten oder gar umzubringen. Bei der Beute handelte es sich um die Irwinische Bergbeutelratte. Sie sah aus wie eine Ratte und hatte einen Beutel. Andererseits war ihr Schwanz eher kurz und dünn, mehr der Schwanz einer Maus. Irwinische Beutelmausratte … nun, Namensgebung war nicht ihre Zuständigkeit. Dem ausgiebigen Frühstück –ja, es stand auch Baguette auf dem Tisch - folgte das Anziehen, auf eine Dusche konnte sie heute ebenso verzichten wie auf die Uniformjacke. Den Rest ihrer Uniform trug sie, wobei sie heute Winterstiefel ausgewählt hatte. Auf einen Typ II-Phaser, den sie im Dienst eigentlich immer im Holster trug verzichtete sie heute. Dafür hatte ihre Typ I-Phaserpistole den Platz gewechselt. Trug sie diese für gewöhnlich im Dienst und auch privat in einem Holster am Innenbund ihrer Hose, steckte sie heute sicher geholstert an ihrer rechten Hüfte.


      Auf dem Weg zum Ausrüstungsraum begegnete ihr niemand. Das war wenig überraschend, denn anders als in diversen Sternenflottenwerbespots lief nicht ständig jemand in den Korridoren der Raumschiffe hin und her. Auf der Blind Guardian war es abseits der Schichtwechel eher die Ausnahme im Korridor oder den Turboliften auf ein anderes Besatzungsmitglied zu treffen. So machte sie sich auch nichts daraus, auf den Weg an ihren Haaren rumzufummeln, die noch nicht ganz in Form waren. Zumindest ihr Zopf sollte sitzen, damit er nicht im Weg war. Der Rest würde sowieso unter einer Mütze verschwinden. Eine eigene Uniformjacke in Winterausführung hatte sie nicht an Bord. Sie fragte sich warum, denn in ihrem Kleiderschrank war noch mehr als genug Platz.


      So muste sie in der Ausrüstungskammer angekommen erst einmal eine Jacke besorgen. Wieder einmal erwies sie sich für die Standardgrößen der Sternenflotte – sie erinnerte sich wieder daran, dass Standardgrößen eine der Errungenschaften von Massenheeren im 19. Jahrhundert warenfür sie als wenig geeignet. Sie war zu groß und zu schmächtig, doch in einer Winterjacke war das nicht so schlimm wie in der normalen Uniform. Den Tricorder steckte sie links in den Gürtel, die Wollmütze in eine Jackentasche. Eine Plane würde man für sie mitbringen. So blieb nur noch der Grund ihrer Anwesenheit, das Phasergewehr. Anders als sonst griff sie zum klassischen Typ 3-Gewehr mit all einen technischen Finessen. Die Energiezelle legte sie kurz zur Überprüfung des Gewehrs und vor allem der Zieloptik ein, bevor sie diese in ihrer Brusttasche verschwinden ließ und das Gewehr über ihre linke Schulter schlung. So konnte es losgehen …
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Ausnahmsweise ließ L'Ahri heute einmal die blau-schwarze Uniform der Sternenflotte auf seinem Kleiderbügel hängen und hatte sich in etwas Wetterbeständigeres gehüllt. Seine Füße steckten in festen Stiefeln mit Profil und in der rechten Jackentasche verstaute er Handschuhe, in der linken Jackentasche hatte er seinen Tricorder eingepackt. Er huckte einen Rucksack auf, in dem ein wenig Proviant, eine Trinkflasche mit Wasser, eine Decke und ein Erste-Hilfe-Set eingepackt waren. Damit verließ er sein Quartier und machte sich auf den Weg zur Ausrüstungskammer. Dort müsste Sophie mittlerweile sein. Sie hatten beim Schießtraining mit dem Gewehr darüber gesprochen und nachdem er ein wenig Freizeit hatte, wollte er sich ihr bei ihrer Jagd anschließen.

      Es war für ihn immer noch ungewohnt, niemandem in den Korridoren zu begegnen. Für die Größe des Schiffes, war die Besatzung mit 90 Besatzungsmitgliedern ziemlich klein und so begegnete man selten jemandem, wenn es nicht wichtige Arbeitsorte waren, wie beispielsweise der Maschinenraum oder sogar die Brücke, die wohl belebtesten Bereiche des Schiffes, abgesehen von der Messe natürlich. Immer wenn er durch die leeren Korridore schritt, wurde L'Ahri bewusst, wie weit sie von zuhause entfernt waren; dass sie sich in einer anderen Galaxie befanden, auch wenn die Reise dorthin nicht länger als von Ferasa zu Terra war. Doch das Wurmloch war nicht jederzeit verwendbar und damit waren sie von der Föderation abgeschnitten und auf sich gestellt.

      Die etwas düsteren Gedanken des Heimwehs waren wie weggefegt, als er um die Ecke bog und Sophie in der Tür der Ausrüstungskammer sah. Er grüßte mit seiner rechten Hand: "Guten Morgen Sophie, ich hoffe ich bin nicht zu spät, um bei der Jagd noch teilnehmen zu können?" Er lächelte.
      Lieutenant Junior Grade L'Ahri
      Wissenschaftsoffizier
      USS Aurora NCC-81337
    • Gerade als Sophie sich auf den Weg zum Transporterraum machen wollte, traf L'Ahri in der Ausrüstungskammer ein. Sie hatte schon gar nicht mehr mit ihm gerechnet und freute sich umso mehr über sein Kommen. "Salut L'Ahri. Schön, dass du es noch geschafft hast." Sie checkte kurz seinen Ausrüstungszustand. "Jacke und Stiefel hast du ja schon. Nimm dir am besten noch eine Phaserpistole, falls uns irgendetwa unerwartetes begegnet." Sie überlegte noch kurz, ob sie einen Winterabzug für das Gewehr benötigte. Sie fragte sich, wie manche Leute damit in Raumanzughandschuhen schießen konnte. Sie selbst bevorzugte freie Finger, doch auch mit ihren Handschuhen sollte sie wohl auch so zurecht kommen.
      Sie überlegte einen Augenblick: "Wenn du dich nützlich machen willst, nimmst du dir das hier und packst in deinen Rucksack. Damit könntest du mir je nach Entfernung sehr helfen. Ich war nie wirklich ein Scharfschütze." Sie deutete auf eine Kiste mit der Aufschrift SNISPOSet.
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Nach der Mission vom 6.3.2018


      Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Saggitarius-Zwerggalaxie


      Sophie strich sich durch die vom vorzeitig abgebrochenen Tauchgang noch feuchten Haare. Sie selbst hatte noch nie erlebt, dass ein Sternenflottenoffizier während eines Außeneinsatzes unter Arrest gestellt werden musste. Selbst wenn aufgrund der äußeren Umstände der Mission und der engen Zusammenarbeit mit den Kolonisten einige Vorschriften nicht ganz so streng ausgelegt worden waren, war ihr Bischoffs Verhalten deutlich zu weit gegangen. Aber das Problem war vorerst gelöst, um den Rest würden sich Kaaran und Sybil kümmern dürfen, wenn sie ihren Bericht lesen würden.


      Doch der Duft des frisch gebratenen Hähnchens ließ die Sorgen verfliegen. Immerhin konnte sie den Salat und das Hähnchen heute frisch genießen. Es war sicherlich ein gutes Zeichen, dass der Geruch schon die offene Tür des Runabouts erreichte. Wie so vieles auf der Mission waren sowohl Küche als auch Esszimmer improvisiert und lagen zudem im Freien. Unter einem Dach – und zwar im Runabout – befand sich nur noch ein Teil ihrer Ausrüstung und der Replikator. Ansonsten musste man das Schiff nur noch aufsuchen, wenn man ein Geschäft verrichten musste, welches man nicht im Freien erledigen wollte.


      Nelly war schon dabei den großen Tisch zu decken, an dem fast das gesamte Außenteam Platz fand. Ihr Vater legte die ersten Hähnchenstücke in die Schale, um sie etwas abkühlen zu lassen.Davion überlegte kurz, wie sie ihre Prioritäten ordnen sollte. Ein Teil der Ausrüstung lag noch am „Anleger.“ Das erste Schlauchboot holten L’Ahri und Roux gerade mit dem zweiten ab. Auch für einen kurzen Abstecher zum U-Boot blieb später noch Zeit. Also machte sie sich nützlich und holte einige Wasserflaschen für das Mittagessen. Nachdem sie diese auf dem Tisch verteilt hatte, spürte sie Toms Blick auf sich, vor allem ihrem Oberkörper. Ein Blick an sich herunter gab ihr eine ausreichende Erklärung für sein Interesse, Testosteron. Das Fleisch musste sowieso noch abkühlen und so machte sie einen Abstecher in Richtung ihres Schlafplatzes und ihrer Ausrüstungskiste, aus der sie ein dünnes hellblaues Top griff, das sie sich überzog. Ihre noch feuchte Hose ließ sie an, denn bei der mittlerweile auf fast 40 °C gestiegenen Temperatur würde das Trocknen sowieso nicht mehr lange dauern.Ihren Kommunikator beließ sie am Handgelenk.

      Auf dem Weg zurück schaute sie sich den Ozean an. In einigen hundert Metern Entfernung sah sie wie Roux und L’Ahri auf dem scheinbar rosa Wasser in Richtung des zweiten Schlauchboots schipperten. Als sie das Essen wieder roch blickte sie wieder zur Küche. Nelly sprang dort fröhlich durch die Gegend und Saya hatte sich schon ein Wasser gegriffen. Sophie beschloss sich zur Ingenieurin zu gesellen, bis das Essen fertig war: „Na, habt ihr beim U-Boot mehr Fortschritt machen können als wir bei den Bohrungen?“
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • Föderationsforschungsstation auf Kleito, Poseidon-System, Sagittarius-Zwerggalaxie

      [Blockierte Grafik: http://hauptcomputer.trekzone.de/w/images/e/ee/HMRoux.jpg]Lieutenant Junior Grade Hélène Roux
      Ingenieurin, USS Blind Guardian NCC-83112

      Der Motor des Schlauchbootes brummte leise vor sich hin, während er das rosafarbene Wasser ansaugte, mit Kraftfeldern komprimierte und in einem kräftigen Strahl wieder ausspie. Hélène hielt das Steuer des Bootes fest im Griff und lenkte es in die von Ensign L'Ahri angegebene Richtung. Der Wellengang war mäßig und so konnte Hélène ihr Ziel - das verlorene Schlauchboot mit der Nummer BG-SB-01 - schließlich auch mit den Augen ausmachen. Antriebslos trieb es parallel zum Ufer über das Meer von Kleito. "Dort!", rief sie dem Caitianer gegen den Fahrtwind zu und wies mit ausgestrecktem Arm auf ihre Entdeckung. Nur eine kleine Kurskorrektur war nötig und Hélène drosselte bereits die Geschwindigkeit, um sie längsseits zu bringen. Ein Manöver, das sich als gar nicht so einfach erwies. "Bereit, das Boot zu übernehmen, Ensign?", erkundigte sie sich bei ihrem Begleiter, während sie das Steuer recht ruppig hin und her schob, um nicht von der Strömung wieder abgetrieben zu werden.
      Rear Admiral Princeps Kaaran Xukathal'yre'Rakos
      » Niemand ist der Allmacht näher als ein General auf dem Schlachtfeld «

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