ECS Vostok

    • 22. Jhd.

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    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche

      Die Handschuhe übergestreift begann Oanez nun die Wunde am Schädel von Aaron zu säubern, natürlich hatte sie zuvor eine Flüssigkeit aufgebracht die einem milden Anesthetikum entsprach. Die 'Familie' hatte verdammt gut zugeschlagen. Der Schädel selbst war, wie ihr Abtasten ergeben hatte, nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

      Das antiseptische Tuch tränkte sich nach und nach mit Blut und Schmutzpartikeln. Mehrfach tränkte mit dem Antispeptikum neu, bis sie sicher war, dass keine Schmutzpartikel mehr vorhanden waren. Flink nahm sie Nadel und Faden auf, fädelte den Faden abgewandt von Aaron ein, gab noch ein paar Tropfen des Anestthetikums in Wunde.

      Einen langen Moment hatte sie gewartet, tastete dann den Wundrand ab. Da von Aaron keine Reaktion kam, setzte sie die Nadel an und vernähte die Platzwunde mit drei Stichen. Nachdem die Wunde verschlossen war, legte sie ihr Handwerkszeug zur Seite, nahm einen Tigel auf und verteilte dessen Inhalt mit einem kleinen Holzspachtel auf die vernähte Wunde.

      "Aaron, isch bin fertig, bon. Die Wunde ist versorgt." Sie vermied es vernäht zu sagen. "Das 'eißt für die nächsten Tage, keine schwere Arbeit und nischts 'eben, ja? Morgen schau isch mir das alles nochmal an." Sie reichte ihm eine Tablette. "Falls die Kopfschmerze zune'men sollten, das es wird se'r unangene'm dann nimm die Pille. Bevor isch es vergesse, bitte keine Alko'ol mehr, sonst wir die Schmerz von die Wunde stärker. Sollte was auch immer sein, komm einfach zu mir, oui?"

      Die junge Frau packte wieder alles aufs Tablet, legte alles zusammen und zum Schluss streifte sie die Handschuhe ab. "Wenn isch was von Deine Dienst überne'men kann, tue isch das gerne. Am Besten Du legst disch 'in... aber nischt auf die Wunde." Die Indianerin schaute zu Ellen. "'ast Du vielleischt noch ein wenig A'ornsirup und eine Brioche für misch?"
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Tobias McClane
      ECS Vostok | Kajüte



      Tobias bekam von all dem nichts mit.

      Seit einer halben Stunde lag er nun flach auf dem Rücken auf seinem Bett, den Blick starr nach oben auf die metallene Decke. Das PADD am Boden spielte immernoch dieselben Nachrichten und Interviews, zeigte dieselben grauenhaften Bilder und dieselben, abwechselnd ratlosen wie schockierten Gesichter. Politiker hielten Ansprachen, gaben Versprechen, versuchten Ihr Möglichstes Stärke und Sicherheit zu signalisieren, wo doch jeder wusste, dass es im gesamten Sol-System nichts gab, was mit dieser brachialen Zerstörungskraft auch nur annähernd mithalten konnte. Noch nicht einmal die Vulkanier hatten die notwendige Technologie derlei Schaden anzurichten - geschweige denn ihn abzuwehren.

      All das vernahm Tobias nur als verwaschenes Murmeln während er an der Decke vorbei in die Leere starrte. Ins nichts, befreiend und noch viel beklemmender... Auf einmal zuckte er. Er riss seine Augen auf und atmete tief ein während er mit den Beinen Schwung holte. Beim Ausatmen richtete er sich kerzengerade auf. Genug jetzt. Er hatte sich geschworen nicht mehr so zu sein. Nicht mehr so wie früher. Er hatte jetzt Gott auf seiner Seite, eine Berufung und alleine war er auch nicht mehr. Bilder der einzelnen Crewmitglieder streiften seine Gedanken, Jenny klarer als der Rest - und Ellens leckeres Essen - und die blutende Erde. Gott wird sich uns noch offenbaren in dieser Prüfung. Bestimmt packte er sein Gebetsbuch, kniete sich mit gefalteten Händen auf den kalten Metallboden, und sprach ein paar Gebete, die Father Fanigan ihm für ganz besonders schlimme Zeiten ans Herz gelegt hatte. Nach ein paar MInuten spürte er wie sich die Unruhe in seinem Inneren etwas legte und neben Trauer und Aspekten seiner selbst auch ein starkes körperliches Gefühl öffenbarte: Hunger. Ha, ich werde noch zum fettesten Christen auf ganz Draylax. Mit einem leichten Grinser machte er sich auf den Weg in die Küche.

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    • Ellen Falk
      ECS Vostok | Küche


      Ellen schleckte ihren Löffel mit Eis ab und stand auf. "Nur eines?" Sie lächelte breit und holte aus dem Brotkorb, in dem sie, luftig abgedeckt, die verschiedensten Leckereien aufbewahrte, unter anderem lagen da noch ein paar Zimtschnecken, zwei Brioche heraus und legte sie auf einen Teller. Aus dem Schrank holte sie Glasflasche mit dem Ahornsirup, bereits angebrochen, da dies ein beliebtes Süßungsmittel war. Zusammen mit einer Serviette brachte sie alles an den Tisch und stellte es vor Oanez ab. "Das sind die letzten, ich denke, übermorgen werde ich wieder backen müssen." Etwas, was ihr durchaus Freude machte.

      Sie setzte sich wieder auf ihren Platz. "Wisst Ihr, wie lange wir hier an der Station bleiben? Und wie es weitergehen wird? Irgendwann werden wir doch wieder nach Hause fliegen, oder?" So schrecklich die Nachrichten auch waren, waren sie doch unpersönlich und niemand hatte bislang die Möglichkeit, mit der Familie oder Freunden auf der Erde zu kommunizieren.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet
    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok | Küche


      Aaron nickte und legte sein Schicksal in die Hände seiner Kollegin. Er stand die Behandlung stoisch aus, versuchte sich nicht zu bewegen und verzog nur ab und an, wenn die Nadel durch seine haut fuhr das Gesicht.
      "Danke dir...", sagte er relativ leise zu Oanez und nickte Ellen dankend für das zweite Glas zu. Er nippte daran und hörte einen Moment lang den Gesprächen nur zu bis er auch einen Kommentar abgab.
      "Naja, mal die Erde außen vor, ich habe nicht viel Lust noch sehr Zeit hier zu verbringen. Der Planet war mir eh etwas suspekt. Es ist irgendwie auch immer seltsam so viele verschiedene... Lebewesen zu sehen... an einem Ort... Aber motivieren tut mich die Verlobung eventuell über eine lange Abwesenheit lösen zu können."
      Wieder nippte er an seinem Drink und sah in die Runde.
      "Aber was den Angriff angeht. Es macht mir Angst...", gestand Aaron sich vor den anderen ein.
      "Wir bereisen das All, handeln, verhandeln, kommunizieren, wenn wir es können, mit so vielen verschiedenen... Wesen. Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn ich mir vorstelle, dass wir eventuell schon jemandem begegnet sich, der zu der Spezies gehört die die Erde angegriffen hat. Was haben wir getan? Was haben wir falsch gemacht? Warum regiert jemand mit Aggression auf uns? Oder haben wir keine Schuld? Ist das nicht noch beängstigender? Jemand greift und ein um der Gewalt Willen?"
      Aaron atmete tief durch.
      "Das All ist ein gefährlicher Ort und ich glaube, wir haben das schon lange unerschätzt. Auch wir hier an Bord. Wir müssen in der Lage sein und zu wehren oder zumindest muss es etwas geben, dass uns auch Sicherheiten gibt..."
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche


      "Immer gerne Aaron..." Ihre leicht schrägstehenden Augen wurden riesengroß, als Ellen das Körbchen mit der Erfüllung all ihrer Wünsche vor ihr abstellte. Wie von einer Tarantel gestochen sprang sie auf, mehr kleines Mädchen als junge Frau, umarmte sie Ellen. "Mon Dieu... merci, Ellen, merci." Sie verteilt die für sie vollkommen natürlich und dazugehöhrenden faire de bises. "Wo'er wusstes Du?" Die junge Frau wischte sich eine Träne aus den Augen, ehe sie sich wieder setzte und mit dem Gebäck liebäugelt. "Isch teile Ellen... und isch mache gerne mit wenn Du bäckst."

      Als sie das Messer aufnimmt und nach dem Brioche greift, zittern leicht ihre Hände. Sie braucht den Duft von Heimat, den Geschmack der Heimat. Das wenige was sie vernommen hatte, von dem was auf der Erde passiert war hatte ihr Blut in den Adern gefrieren lassen, auch wenn sie es nach außen nicht gezeigt hatte. Mit geschlossenen Augen genießt sie das vole Aroma der Heimat, den Geschmack der sie an ihre Lieben erinnert.

      Aufmerksam hört sie zu, was Ellen und Aaron sagen, zu dem was geschehen war. Nachdenklich nickt sie zu Aarons Worten. "Aaron, oui, die Weltall ist eine gefährlische Ort und ja isch bekomm eine Gänse'aut wenn isch daran denke, dass 'wir' vielleischt die Spezies schon getroffen 'aben. Warum 'aben wir die Absischten nischt gemerkt? Isch denke wir sind noch nischt so lange in die Weltall, 'aben viel zu wenig wissen von die andere Spezies. Wenn man forscht ist das auch immer eine Bedro'ung durch die Unbekannte. Aber isch se'e es auch als eine Chance für uns alle. Wenn man die Wissen bündelt, was könnte man nischt alles an Krank'eiten bekämpfen? Isch 'offe, dass das unsere Weg sein wird und nischt der Kriegspfad."

      Innerlich war sie tief bewegt. "Wir werden zurückke'ren zur Erde und isch 'offe, dass wir all unsereLieben gesund vorfinden werden." Ihre Hand umfasste ihren Medizinbeutel. Diese Nacht würde er und der Traumfänger ihr Schutz und Trutz vor schlechten Träumen geben müssen.
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      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • James Grayson
      ECS Vostok | Küche

      Der Kapitän kam in diesem Moment in Küche -- mit einer Flasche Whiskey in der Hand. Er ging wortlos zu einem Schrank und nahm für sich selbst und die anderen Anwesenden je ein Glas heraus, setzte sich dann hin und goss in jedes Glas etwas ein, sodass der Boden reichlich bedeckt war.

      "Ich weiß, dass es einfacher gesagt als getan ist..." begann er zu sprechen, während er die Gläser nacheinander in die Richtung der anderen schob, "...aber wir können hier draußen jetzt eh nichts ausrichten. Außer auf uns selbst acht zu geben. Und die Plasmakanonen aufzurüsten."

      Er trank sein Glas auf ex und fügte dann hinzu: "Hochgekochte Emotionen bringen uns nicht weiter. Vielleicht hilft ja etwas Alkohol um uns zu beruhigen."
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche



      "Mon capitaine, es tut mir leid, aber isch darf keine Alkohol trinken, isch vertrage keinen." Sie machte eine entschuldigende Geste. "Isch stoße gerne mit eine Saft oder Wasser an. Oanez wirkte unglücklich und das war sie auch, ihr war klar, das ihre Verweigerung für den Moment störend war, wo doch Gemeinschaft so wichtig war.
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    • Ellen Falk
      ECS Vostok | Küche


      Ellen hob nur ihre Augenbrauen an als ihr das Glas zugeschoben wurde. "Danke, Kapitän, aber meine Emotionen kochen nicht. Ich habe sie bereits mit Schokoladeneis gekühlt, aber danke für das Angebot."

      Whiskey verwendete sie nur zum Kochen, wie den meisten Alkohol, der sich bei ihr in der Küche befand. Daher brauchte sie kaum große Mengen und den selbstgebrannten Obstschnaps hatte sie hauptsächlich, wenn sie Früchte verwertete oder etwas einmachte. Da war der Schnaps ganz geschickt, aber auch, um speziellen Geschmack, ohne Alkohol an Gerichte oder Backwaren zu bekommen.

      Sie erhob sich und holte eine Flasche Multivitaminsaft, den sie auf den Tisch stellte und ein paar frische Gläser dazu. Wer wollte, konnte sich davon nehmen. Für sich selbst goß sie ein Glas ein und hob es an, um anzustoßen.

      "Auf eine gute und sichere Heimkehr zu unseren Familien, die hoffentlich unverletzt und gesund sind." sagte sie als Ergänzung.
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    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok | Küche


      Schaute zu James der stoisch die Crew auf das Essentielle zurück besann. Aaron nickte auf seine Worte und beobachtete, wie er die Gläser einschenkte, und auch wenn Oanez sicher etwas dagegen einzuwenden hatte, er war noch lange nicht fertig. Bei allem, was heute über Aaron eingebrochen war, griff er nach einem Whiskyglas und hob es in Richtung des Captains an.
      "James hat Recht. Wir sind ein zu kleines Licht um hier viel bewegen zu können. Wir müssen auf uns aufpassen. Die Crew, die Familie, kommt zuerst! Das heißt aufrüsten. Ich werde mit Oanez den Stauraum für die Energieeinheiten der Plasmakanonen einrichten."
      Das Glas exte Aaron ebenfalls und sah sich im Raum um.
      "Wir fliegen zur Erde zurück, aye? Unser nächster, planmäßiger Flug wäre eh wieder nachhause gewesen."
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Küche


      Oanez nickte Ellen dankbar zu, den Saft nahm sie gerne und er eröffnete ihr auch mit dabei, in der Familie zu sein. Sie hob ihr Glas, prostete allen zu.

      Als Aaron dann davon sprach, dass er mit ihr zusammen den Stauraum aufräumen würde. Auch hier nickte sie zustimmend. Was immer sie dazu beitragen könnte, würde sie tun, das verstand sich für sie von selbst.'Ja, die Familie kommt zuerst.' Das hatte sie mit der Muttermilch aufgesogen.
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      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • James Grayson
      ECS Vostok | Küche

      James schaute zu Ellen und Oanez und lächelte. "Mehr für mich." Er schob eines der Gläser, die für die beiden Frauen gedacht waren, zu Aaron rüber und nahm sich dann das andere - und exte auch dieses.

      "Jap, die Erde ist der nächste Stopp" seufzte er. James ist sein ganzes Leben auf Frachter groß geworden. Den Begriff Heimat verbindet er mit der Vostok, nicht mit dieser blauen Murmel, die um irgendeinen Stern kreist. Seine Crew ist teilweise noch etwas grün hinter den Ohren - für sie ist die Erde mehr als irgendein Planet.
    • Frachter ECS Vostok
      März 2153, Orbitalstation Draylax

      kurz nach der Mission "Whatever It Takes" (29.08.2018)


      Es kehrte langsam wieder in und um die ECS Vostok Ruhe ein. Die Eintrittsluke des Schiffes sah dank der Schläger, die der Waffenhändler Hajej losgeschickt hatte, reichlich mitgenommen aus und bedurfte einiger Reparaturen, während der Captain auf der Krankenstation wieder zu sich gekommen war und sich auf den aktuellen Stand hat bringen lassen. Für Aaron kam es gelegen, dass James anordnete, die Tür reparieren zu lassen und ansonsten etwas Freizeit, Landgang oder ähnliches anwies. Die ECS Vostok würde nun zeitnah zur Erde starten und man wusste nicht, was einen erwarten würde.
      Aaron legte sich auf eine Pritsche und ruhte sich aus, während James durch die Gänge des Schiffs wanderte. Der Duft von Ellens Zimtschnecken lag wieder in der Luft und von der Einstiegsluke ertönte das Zischen eines Schweißgerätes und der Ruf nach jemanden, der hier mit anpacken könnte. Vor dem Schiff das übliche geschäftige Treiben und Getuschel - 'Das mit der Erde, ich hab gehört, das waren Oktopoden oder sowas.' - 'Ich hab gehört es waren körperlose Aliens...' - 'Schwachsinn. Das waren Klingonen. Mit denen hat man sich ja eh schon angelegt. Was bekommen Sie 34 Krack? Alles klar.'
    • Ellen Falk
      ECS Vostok | Küche


      Ellen nahm gerade das Backblech aus dem Ofen und ließ nun die Zimtschnecken abkühlen. Daneben lagen, schön in einem Korb verpackt, die Brioche. Außerdem stand ein Marmorkuchen nach Großmutters Art daneben. Sie würde diese Leckereien schnell verstecken müssen, wenn sie etwas besonderes bleiben sollten.

      Auf dem Herd stand ein Topf mit Brokkoli-Suppe, schön dick und mit Stücken drin. In der Pfanne angeröstete Kürbiskerne stand in einer Schale daneben. Sie lehnte sich an die Kante und sah zu dem Tisch.
      Ihre Erinnerung an die Verteidigung des Schiffes war noch frisch. Mit einer Pfanne und einem improvisierten Molotow-Coktail hatte sie sich bereit gemacht gehabt, ihren Gang und ihre Küche zu verteidigen, falls jemand gewagt hätte, das Schiff zu betreten. Langsam war sie den Gang vorwärts gegangen. Angst hatte sie verspürt, aber auch den Willen, ihre Crew und das Schiff zu verteidigen, komme was wolle. Währenddessen war Oanez mit dem verletzten Aaron auf dem Weg in die Krankenstation gewesen.

      Als der Angriff vorbei gewesen war und wieder Ruhe eingekehrt gewesen war, hatte sie sich in ihre Koje verkrochen. In der Dunkelheit hatte sie den Stress unter Tränen losgelassen, war alles nochmal in Gedanken durchgegangen und ihre Ängste zugelassen. Die Angst vor Verletzung, vor dem Tod, aber auch vor Verschleppung oder was sonst diese Außerirdischen mit einem Menschen so alles anstellen konnten. Es dauerte einige Zeit, bevor sie in einen leichten Schlaf gefallen war.

      Jetzt spürte sie die Müdigkeit, aber sie fühlte sich auch wieder etwas sicherer. Die gewohnten und vertrauten Stimmen erzeugten das Gefühl der Geborgenheit und sie fühlte sich nicht mehr so verwundbar. Es würde noch etwas dauern, bevor sie alles verarbeitet hatte, aber sie war zuversichtlich. Aus ihrem privaten Vorrat hatte sie sich eine große Portion Schokolade gegönnt und auch jetzt griff sie zu ihrem heißen Kakao. Auch wenn die Inhaltsstoffe laut der Wissenschaft zu gering waren, um tatsächlich stimmungsaufhellend zu, glaubte sie fest an die Wirkung. Sie verband damit die Fürsorge ihrer Großmutter daheim, in Schweden, in dem Holzhaus, mitten im tiefen Schnee. Allein diese positive Erinnerung tröstete sie ungemein.

      Nach einem Schluck aus ihrer Tasse, machte sie sich wieder an die Arbeit und beförderte das getrocknete Frühstücksgeschirr an seinen Platz.
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    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' - Lagerraum

      Aaron hatte sie in Doc' Kabuff abgliefert und ihn nochmals untersucht. Es bestand nur ein Verdacht auf leichter Gehirn. Als verordnete sie ihm Ruhe, danach keine schnellen, ruckartigen Bewegungen und das Zauberwort war: 'schonen'. Ihre Hoffnung war, dass Aarom ihr vertraue und entsprechend handeln würde.

      Der zweite Fall war Mon. le Capitaine. Da war die lage schon wesentlich schwieriger. Was sie tun konnte tat sie, aber ans Bett fesseln knnte sie ihn nicht, auch wenn sie es gerne getan hätte. So konnte Le Capitaine dann das Kabuff verlassen.

      Einen Moment noch nahm sie sich um selbst zur Ruhe zu kommen. Zu schnell verstrich die Zeit, als gab es nur eins: aufstehen und ran an die Arbeit. Die indianerin ging durch die Gänge und das machte es ihr noch schwerer zum Lagerraum zu gelangen, waren diese doch alle mit dem Duft frischer Zimtschnecken geschwängert. Das war schon ein harter Kampf, doch schussendlich siegte die Vernunft über das Wollen. Im Geiste hatte sie sich versprochen, dass sie sich nach der Arbeit etwas holen würde und sie war sich sicher Ellen würde bestimmt eine zurücklegen und gegen wen auch immer wie eine Löwenmutti verteidigen.

      Das Aufräumenund verräumen hier ging nur langsam voran. Die Bedienung der Geräte war für sie noch ungewohnt. Trotz allem kriegte sie es hin, der Raum war leer und blitzblank gefegt.
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    • Frachter ECS Vostok
      Mai 2153, Erd-Orbit

      kurz nach der Mission "Reptiles and Predators" (12.09.2018)

      Die Vostok hat die Erde erreicht und musste dafür einen Preis zahlen. Besatzungsmitglied Keneth Castillon starb bei der Verteidung des Schiffs, als Reptilien den Frachter geentert haben. In der Hoffnung, dass es sich bei den Reptilien um einen Xindi handelte, wurde die Leiche eines Reptils den Behörden übergeben... doch es stellte sich heraus, dass es eine andere unbekannte Reptilienspezies war.

      Nun, da die Vostok im Erd-Orbit angekommen ist, werden wohl einige Besatzungsmitglieder und Passagiere Abschied nehmen...

    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff'



      Oanez hatte den kleinen Computer vor sich stehen und las zum x-ten Mal ihren Obduktionsbericht. Der Bericht war von ihr an 'mon Capitaine' gegeben worden. Er würde den Bericht mit einem Bericht über die Reise an die offiziellen Stellen weitergeben, 'War das auf ihrem Seziertisch wirklich ein Xindi? Die Vermutung lag nahe, auf der anderen Seite, sie wussten so wenig über andere Lebensformen. Ehrlicherweise musste man zugeben, dass sie nicht einmal richtig etwas über die Vulkanier wussten.

      Die junge Frau warf noch einen Blick über die Kurzzusammenfassung.


      Rasse: unbekannt (eventl. Xindi?)

      Art: Bidped, reptilioid
      Größe: 2,01m
      Geschlecht: wahrscheinlich maskulin
      Augen: zwei
      Iris: golden
      Augenart: Facettenaugen
      Augenlid vorhanden: ja, eines je Auge
      Ohren: nein, nur Ohröffnungen links und rechts im Schädel
      Muskelration in Relation zum Menschen 2:1 oder mehr
      Extremitäten: vier; zwei Arme, zwei Beine
      Gewicht: ...
      Haut: Schuppen

      Auffälligkeiten: Hände und Füße sind klauenbewehrt; langsame, behäbige Bewegungen; im Kampf schnell und agil

      Der eigentliche Bericht enthielt alle Daten zu den inneren Organen so zu ordnenbar inkl. der Gewichtsangaben. Natürlich hatte sie alles auch mit Aufnahmen dokumentiert.

      Namid klappte den Computer zu, erhob sich langsam. Das war eine mehr als eine ungewöhnliche Reise gewesen. Sie hatten mehr als einmal Prügel einstecken müssen und sie hatten Kenneth verloren. Ein unsinniger Tod. Konnte ein Tod sinnvoll sein? Als Medizinerin war die Antwort klar, nicht einfach, ja. Doch Kenneth hatte den Tod gefunden bei der Verteidigung des Schiffes, beim Versuch einen der Angreifer zu bergen. Erfolglos. Schlimmer noch sie selbst hatten einen Teil der Cargo Segmente absprengen müssen, um das Schiff der Angreifer zu zerstören und sich der Entermannschaft zu entledigen. Verdammt, warum hatte Kenneth das getan? Ihr tat es leid, nein, sie schämte sich, dass sie sich nicht getraut hatte einzugreifen. Ein Arztkoffer war keine Waffe und die Alien schienen auch keine Regeln zu kennen einen Sanitäter arbeiten zu lassen. Doch auch das änderte nichts an ihren Schuldgefühlen.

      Den Blick gesenkt, verließ sie ihre Station. Als sie an einem der Bullaugen vorbei kam blieb sie stehen, blickte hinaus in die Schwärze des Alls. Es gab so viel zu entdecken... doch die Risiken erschienen ihr sehr hoch. Würde sie wiederkommen? Oanez war unentschlossen, das einzige was klar war für den Moment, war, dass sie nach Hause wollte, in den Schoss der Familie und mit grand-mére reden wollte.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kerfadec ()

    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok | Gang

      "Hey Oanez."
      Aaron stand an die Wand im Gang gelehnt und sah langsam zu Oanez auf.
      "War ein ziemlich heftiger Ritt, was?"
      Auch ihm waren die Beine noch ziemlich weich und einen Gedanken an Kenneth brachte die Bilder wieder hoch.
      "Würde es dir nicht mal verübeln, wenn du jetzt sagst, dass das Ganze hier doch nix für dich ist. Hey, ich muss sogar schlucken. Sowas habe ich bis jetzt noch nicht erlebt. Piraten vielleicht, aber das ist was anderes. Das ist eher ein gesunder Wettstreit unter Freibeutern und Freigeistern."
      Er stieß sich von der Wand ab und sreckte die Hände in die Overallhosen, der er mit den Ärmeln um seine Hüften festgeknotet nur halb trägt.
      "Was hast du vor?
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok |Gang


      "'allo Aaron" Ihr freundliches Gesicht mit dem hübschen Lächeln wandte sich im zu. "Oui, das war eine Parforceritt... diese Fremdwesen 'aben mir Angst gemacht. Mon Dieu." Wieder holte sie tief Luft. "Die Tod von Kenneth..." Oanez schüttelte den Kopf. "Isch weiß nischt ob isch zurück komme, obwohl ihr für misch seit wie eine famille. Corsaire, pirates... Du 'örst Disch an wie meine große Bruder. Garçons..." Die Quebecois hielt inne. "Isch bin dankbar für alle Ding' , die isch gelernt 'ab 'ier an Bord, besonders von Dir. Für die Moment, isch werde zu meine Famille fa'ren nach Montreal." Sie tippe an ihren Kopf. "Isch muss wieder eine freie tête bekommen nach dem was ist alles passiert sein. Bitte nischt böse sein. Was will Du machen, Aaron?
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    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok |Gang



      "Keine Ahnung. Erstmal auch meine Familie besuchen. Nach dem Rechten sehen."
      Aaron sah den langen Gang des Schiffes entlang und ging mit seinen Augen Stück für Stück die einzelnen Compartments ab.
      "Vermutlich lege ich mit der Vostok wieder ab, wenn James VOLLGAS durch die Hülle brüllt. Eine muss ja die Landung jonglieren."
      Er zwinkerte Oanez zu.
      "Aber mach dir keinen Kopf. Du bist taff, du hat mit geholfen und ich bin froh, dich unter meinen Fittichen gehabt zu haben. Dein Ersatz muss, wenn ich dich hier nicht mehr sehen sollte in große Fußstapfen treten. In diesem Fall wünsch ich dir alles erdenklich Gute."
      Aaron tanzte um Oanez herum wie er es immer auch im seine Cargokisten.
      "Naja, vielleicht bis später, O. Wenn du mich suchst, ab übermorgen bin ich wieder in Segment 3 zu finden."
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok |Gang



      "Ja, die Famille ist wichtig, das ist o'ne Frag'. Isch wünsch Dir, dass du Disch gut er'olst, e'e Du wieder an Bord ge'st, Aaron. Mon Capitaine ist eine gute Capitaine, isch 'abe Euch alle gemocht und i'r wart fr misch wie eine famille." Leicht schüttelte sie den Kopf, ihre Wangen waren gerötet ob des großen Lobes. So viel hatte sie doch gar nciht getan. "Meine Füß' sind nischt so gross und wenn kommt eine Nachfolger, isch bin sischer, dass ihr ne'mt auf genau so freundlisch wie misch."

      Ein kurzes Durchatmen, Verabschiedungen waren nicht ihr Ding.

      "Vielleischt bis später und oui isch werde misch daran erinnern, das Du in die Segment 3 bist. "Tout le meilleur et bon chance." Oanez gab ihm, so wie man es innerhalb der Familie und bei guten Freunden tat drei faire de bise. "Au revoir."

      Sie blickte nicht über die Schulter zurück, ging ohne sich noch einmal umzublicken die Gangway hinuter und verließ die Station. Es war für sie wie 'so ein bisschen sterben'. Irgendwie hatte sie Angst, dass sie nicht zurückkehren würde.
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