Bordleben 01 - ECS Vostok

    • Bordleben

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    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok | Küche



      Die Ereignisse auf Draylax haben ihren Tribut gefordert. Nach der gemeinschaftlichen Rückkehr der Crew zur orbitalstation und auf die ECS Vostok saß Aaron mit massiven Kopfschmerzen an einem Tisch der Küche und tastete sich am Hinterkopf ab. Es blutete zwar nicht mehr wirklich, aber eine Platzwunde hatte ihm der Sohn von Kibban Treik verpasst. Allgemein mal, was soll der Scheiß. Okay, dessen Tochter war heiß und ok ja, er hatte wohl mal was mit ihr, vor vielleicht zweieinhalb Jahren. Aber jetzt so nen Terz zu machen.
      Aaron, der frisch Verlobte, seufzte. So fühlten sich also Zwangsehen an.
      Was aber noch schwerwiegender in der Luft lag und allen anderen hier die Stimmung auf den Nullpunkt schickte waren die Nachtichten über die Heimat. Ein Angriff auf die Erde und keiner weiß bisher wie schlimm es war. Eine Reisewarnung war schon kein guter Indikator. Und dann schien auch noch im auf der Proxima-Kolonie Gefahr im Verzug zu sein. Wer hatte es denn bitte so derart auf die Menschen abgesehen. Haben wir uns so schnell schon derartige Feinde gemacht. Was zum Henker ist da los?
      Wieder seufzte Aaron und sah suchen nach Ellen auf.
      "Haben wir nen Drink an Bord. Irgendwas, was ordentlich ins Hier und Jetzt zurückholt, bevor es einen auf den Boden zimmert?"
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche


      Die junge Frau hatte Angst, Angst davor, dass jemand ihrer Familie zu Schaden gekommen war bei dem Angriff auf die Erde. Aber über die Distanz war es nicht möglich ihre Familie zu kontaktieren. Allei das wer auch immer einen Angriff gestartet hatte auf die Erde war schon schlimm genug. Solange waren sie noch nicht im Weltraum unterwegs. Vor diesem Hintergrund verblassten die Probleme bei ihrem Landgang. 'Mon Dieu, was für Moralvorstellungen... tiefstes, finsterstes Mittelalter. '

      Während all diese Gedanken durch den Kopf schwirrten, stellte sie ein Tablett mit den wichtigsten Dingen wie Pflaster, eine antiseptische Reinigungsflüssigkeit, einen Satz Nadel und Faden, einen Tigel mit einer Salbe und Handschuhe zusammen.

      Oanez nahm das Tablett auf und machte sich auf. Innerlich schloss sie mit sich selbst eine Wette ab, dass Aaron in der Küche sein würde. Also nahm sie 'Kurs' auf die Küche, strahlte als sie ihn sah. "Aaron, das ist gut, dass isch Disch gefunden 'abe. Lass misch bitte nach die Verletzung schauen." Das mit dem Drink hatte sie mitbekommen. Ja, sie konnte ihn verstehen, die meisten Menschen, so sie keine Asiaten waren oder einer anderen Ethnie zugehörig, die kein Alkohol vetrugen.entspannten sich durch Alkohol. Medizinisch war das zwar vollkommener Unsinn, denn wenn man Alkohol zu sich nahm vergiftete man sich und die Leber und Nieren bekamen einiges zu tun. Aber sie sagte nichts, wartete auf das 'go' von Aaron.
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Ellen Falk
      ECS Vostok | Küche



      Ellen war, nachdem sie die neuen Vorräte verstaut und sich geduscht hatte, in die Küche gegangen und hatte sich einen Becher mit Schoko-Eiscreme geöffnet gehabt als Aaron Grimson die Küche betrat. Mit dem Löffel mit Schoko-Eiscreme im Mund hörte sie seine Frage und ihre Augenbrauen wanderten nach oben, dann nickte sie knapp.


      Zuerst kam der Löffel zurück ins Eis, dann erhob sie sich und holte ein 2cl-Glas aus dem einen Schrank und aus dem anderen, in den sie eine Nummer eingab, eine längliche Flasche mit klarer Flüssigkeit. Mit beidem kehrte sie an den Tisch zurück.


      "Das gebe ich nur unter Aufsicht raus, da wir hier draußen eigentlich immer klar im Kopf sein sollten. Das hier ist hochprozentiges, selbstgebrannt." Sie füllte das Glas mit dem Obstschnaps und schob es just in dem Moment zu ihm als Oanez hereinkam.


      "Verletzung? Dann gibt es nicht mehr als das hier. Sonst bekomme ich noch Ärger." Sie sah zu Oanez, ob sie ihr da zustimmte, aber sie verstand auch, daß er etwas brauchte, das ihn irgendwie erdete. Da hatte jeder so seine eigene Methode. Bei ihr war es im Moment Schokoladeneis.
    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok | Küche

      "Bottoms up!"
      Er nahm das kleine Glas, hob es den beiden zuprostend an und leerte es. Das Alkohol brannte sich seinen Weg runter in den Magen.
      "Uuha... Danke Ellen...", raunte Aaron und sah dann zu Oanez. Er nickte seiner Kollegin zu und drehte ihr den Kopf so hin, dass sie an seine Platzwunde ran kam.
      "Ich hatte es irgendwie vorhin noch nicht mitbekommen und muss gestehen, ich war erstmal mit meinem scheinbar neuen Familienverhältnis beschäftigt, aber ist denn eigentlich bekannt gewesen, wer die Erde angegriffen hat? Und warum?"
      Aaron schob das Glas ein Stück nach vorne auf Ellen und seine Rehaugen stellten die nonverbale Frage nach etwas mehr.
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche


      Oanez trat an Aaron heran, stellte das Tablett auf einen weiteren Stuhl ab, so das er nicht die Instrumente sehen konnte, die sie mitgebracht hatte. Seine Frage bewegte auch sie, aber für den Moment verdrängte sie das alles und konzentrierte sich auf ihren 'Job'.

      Sie streifte die Handschuhe über, nahm ein Padd und das Spray und begann ruhig die Wunde zu reinigen. Raue Sitten waren das hier auf dem Planeten. "Wir 'aben keine Kleber, ist betäube die Kopf'aut und nähe sie mit zwei drei Stiche..."
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    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche


      Die Qubecois schaute zu Ellen. Erstaunen im Gesicht. "Docteur... mon Dieu... Ellen, bitte einfach nur Oanez." Dann blickte sie zu Aaron, seufzte, wandte sich Ellen wieder zu. "Bon, aber nur wegen die Umstände und nur eine weitere Glas... sonst werden die Schmerzen schlimmer und auch gerinnt die Blut nischt so gut." ihre Augen ruhten kurz auf Ellen, dann nickte sie ihr freundlich zu und etwas wie ein Dankeschön lang in ihrem Blick.
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    • Ellen Falk
      ECS Vostok | Küche


      Ellen lächelte leicht und nickte. Mit Verwendung des Titels wollte sie deutlich machen, daß von ihrer Seite kein weiteres Glas mehr gekommen wäre und dies eine Entscheidung von höherer Instanz war. Sie goß das 2cl-Glas nochmal voll, diesmal aber nicht bis an den Rand, sondern ließ 1 mm Abstand zum Rand. Langsam schob sie es Aaron zu.

      "Genieß es." Sie lehnte sich zurück und nahm wieder den Becher mit Schokoladeneis in die Hand. "Nein, bislang ist nicht öffentlich bekannt, wer der Angreifer auf die Erde ist und auch nicht warum. Aber selbst wenn, was bringt das? Ich denke an die vielen verletzten und trauernden Menschen daheim. Und ich hoffe, daß meine Familie noch lebt. Ich habe das Gefühl, den Schmerz zu spüren, der millionenfach von der Erde in das Weltall gesendet wird."

      Ellen nahm noch einen Löffel von dem Eis. "Wieso denkst Du, daß ich hier mit Schokoladeneis sitze? Mir gefällt die Art, wie viele eine solche Situation verarbeiten, nicht. Viele Menschen reagieren aggressiv, denken nicht nach und suchen sich den nächstbesten Sündenbock. Du kannst sicher sein, daß selbst auf der Erde so etwas passieren wird." Sie sah ihn direkt an. "Also solltest Du oder einer der anderen meinen, daß sie ihre Gefühle aggressiv verarbeiten müssen, bitte ich darum, dies um Sportraum zu machen und nicht hier in meiner Küche. Das kannst Du gerne weitergeben, auch an die, die mich noch nicht kennen. Ich kenne da kein Pardon. In meiner Küche wird nicht gekämpft!"

      Sie warf Oanez einen Blick zu, lächelte kurz, und widmete sich wieder ihrem Eis. Nachdem sie das nun gesagt hatte, konnte sie sich damit befassen, wie sie die Situation essenstechnisch angehen würde.
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche

      Die Handschuhe übergestreift begann Oanez nun die Wunde am Schädel von Aaron zu säubern, natürlich hatte sie zuvor eine Flüssigkeit aufgebracht die einem milden Anesthetikum entsprach. Die 'Familie' hatte verdammt gut zugeschlagen. Der Schädel selbst war, wie ihr Abtasten ergeben hatte, nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

      Das antiseptische Tuch tränkte sich nach und nach mit Blut und Schmutzpartikeln. Mehrfach tränkte mit dem Antispeptikum neu, bis sie sicher war, dass keine Schmutzpartikel mehr vorhanden waren. Flink nahm sie Nadel und Faden auf, fädelte den Faden abgewandt von Aaron ein, gab noch ein paar Tropfen des Anestthetikums in Wunde.

      Einen langen Moment hatte sie gewartet, tastete dann den Wundrand ab. Da von Aaron keine Reaktion kam, setzte sie die Nadel an und vernähte die Platzwunde mit drei Stichen. Nachdem die Wunde verschlossen war, legte sie ihr Handwerkszeug zur Seite, nahm einen Tigel auf und verteilte dessen Inhalt mit einem kleinen Holzspachtel auf die vernähte Wunde.

      "Aaron, isch bin fertig, bon. Die Wunde ist versorgt." Sie vermied es vernäht zu sagen. "Das 'eißt für die nächsten Tage, keine schwere Arbeit und nischts 'eben, ja? Morgen schau isch mir das alles nochmal an." Sie reichte ihm eine Tablette. "Falls die Kopfschmerze zune'men sollten, das es wird se'r unangene'm dann nimm die Pille. Bevor isch es vergesse, bitte keine Alko'ol mehr, sonst wir die Schmerz von die Wunde stärker. Sollte was auch immer sein, komm einfach zu mir, oui?"

      Die junge Frau packte wieder alles aufs Tablet, legte alles zusammen und zum Schluss streifte sie die Handschuhe ab. "Wenn isch was von Deine Dienst überne'men kann, tue isch das gerne. Am Besten Du legst disch 'in... aber nischt auf die Wunde." Die Indianerin schaute zu Ellen. "'ast Du vielleischt noch ein wenig A'ornsirup und eine Brioche für misch?"
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      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Tobias McClane
      ECS Vostok | Kajüte



      Tobias bekam von all dem nichts mit.

      Seit einer halben Stunde lag er nun flach auf dem Rücken auf seinem Bett, den Blick starr nach oben auf die metallene Decke. Das PADD am Boden spielte immernoch dieselben Nachrichten und Interviews, zeigte dieselben grauenhaften Bilder und dieselben, abwechselnd ratlosen wie schockierten Gesichter. Politiker hielten Ansprachen, gaben Versprechen, versuchten Ihr Möglichstes Stärke und Sicherheit zu signalisieren, wo doch jeder wusste, dass es im gesamten Sol-System nichts gab, was mit dieser brachialen Zerstörungskraft auch nur annähernd mithalten konnte. Noch nicht einmal die Vulkanier hatten die notwendige Technologie derlei Schaden anzurichten - geschweige denn ihn abzuwehren.

      All das vernahm Tobias nur als verwaschenes Murmeln während er an der Decke vorbei in die Leere starrte. Ins nichts, befreiend und noch viel beklemmender... Auf einmal zuckte er. Er riss seine Augen auf und atmete tief ein während er mit den Beinen Schwung holte. Beim Ausatmen richtete er sich kerzengerade auf. Genug jetzt. Er hatte sich geschworen nicht mehr so zu sein. Nicht mehr so wie früher. Er hatte jetzt Gott auf seiner Seite, eine Berufung und alleine war er auch nicht mehr. Bilder der einzelnen Crewmitglieder streiften seine Gedanken, Jenny klarer als der Rest - und Ellens leckeres Essen - und die blutende Erde. Gott wird sich uns noch offenbaren in dieser Prüfung. Bestimmt packte er sein Gebetsbuch, kniete sich mit gefalteten Händen auf den kalten Metallboden, und sprach ein paar Gebete, die Father Fanigan ihm für ganz besonders schlimme Zeiten ans Herz gelegt hatte. Nach ein paar MInuten spürte er wie sich die Unruhe in seinem Inneren etwas legte und neben Trauer und Aspekten seiner selbst auch ein starkes körperliches Gefühl öffenbarte: Hunger. Ha, ich werde noch zum fettesten Christen auf ganz Draylax. Mit einem leichten Grinser machte er sich auf den Weg in die Küche.

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    • Ellen Falk
      ECS Vostok | Küche


      Ellen schleckte ihren Löffel mit Eis ab und stand auf. "Nur eines?" Sie lächelte breit und holte aus dem Brotkorb, in dem sie, luftig abgedeckt, die verschiedensten Leckereien aufbewahrte, unter anderem lagen da noch ein paar Zimtschnecken, zwei Brioche heraus und legte sie auf einen Teller. Aus dem Schrank holte sie Glasflasche mit dem Ahornsirup, bereits angebrochen, da dies ein beliebtes Süßungsmittel war. Zusammen mit einer Serviette brachte sie alles an den Tisch und stellte es vor Oanez ab. "Das sind die letzten, ich denke, übermorgen werde ich wieder backen müssen." Etwas, was ihr durchaus Freude machte.

      Sie setzte sich wieder auf ihren Platz. "Wisst Ihr, wie lange wir hier an der Station bleiben? Und wie es weitergehen wird? Irgendwann werden wir doch wieder nach Hause fliegen, oder?" So schrecklich die Nachrichten auch waren, waren sie doch unpersönlich und niemand hatte bislang die Möglichkeit, mit der Familie oder Freunden auf der Erde zu kommunizieren.
    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok | Küche


      Aaron nickte und legte sein Schicksal in die Hände seiner Kollegin. Er stand die Behandlung stoisch aus, versuchte sich nicht zu bewegen und verzog nur ab und an, wenn die Nadel durch seine haut fuhr das Gesicht.
      "Danke dir...", sagte er relativ leise zu Oanez und nickte Ellen dankend für das zweite Glas zu. Er nippte daran und hörte einen Moment lang den Gesprächen nur zu bis er auch einen Kommentar abgab.
      "Naja, mal die Erde außen vor, ich habe nicht viel Lust noch sehr Zeit hier zu verbringen. Der Planet war mir eh etwas suspekt. Es ist irgendwie auch immer seltsam so viele verschiedene... Lebewesen zu sehen... an einem Ort... Aber motivieren tut mich die Verlobung eventuell über eine lange Abwesenheit lösen zu können."
      Wieder nippte er an seinem Drink und sah in die Runde.
      "Aber was den Angriff angeht. Es macht mir Angst...", gestand Aaron sich vor den anderen ein.
      "Wir bereisen das All, handeln, verhandeln, kommunizieren, wenn wir es können, mit so vielen verschiedenen... Wesen. Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn ich mir vorstelle, dass wir eventuell schon jemandem begegnet sich, der zu der Spezies gehört die die Erde angegriffen hat. Was haben wir getan? Was haben wir falsch gemacht? Warum regiert jemand mit Aggression auf uns? Oder haben wir keine Schuld? Ist das nicht noch beängstigender? Jemand greift und ein um der Gewalt Willen?"
      Aaron atmete tief durch.
      "Das All ist ein gefährlicher Ort und ich glaube, wir haben das schon lange unerschätzt. Auch wir hier an Bord. Wir müssen in der Lage sein und zu wehren oder zumindest muss es etwas geben, dass uns auch Sicherheiten gibt..."
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche


      "Immer gerne Aaron..." Ihre leicht schrägstehenden Augen wurden riesengroß, als Ellen das Körbchen mit der Erfüllung all ihrer Wünsche vor ihr abstellte. Wie von einer Tarantel gestochen sprang sie auf, mehr kleines Mädchen als junge Frau, umarmte sie Ellen. "Mon Dieu... merci, Ellen, merci." Sie verteilt die für sie vollkommen natürlich und dazugehöhrenden faire de bises. "Wo'er wusstes Du?" Die junge Frau wischte sich eine Träne aus den Augen, ehe sie sich wieder setzte und mit dem Gebäck liebäugelt. "Isch teile Ellen... und isch mache gerne mit wenn Du bäckst."

      Als sie das Messer aufnimmt und nach dem Brioche greift, zittern leicht ihre Hände. Sie braucht den Duft von Heimat, den Geschmack der Heimat. Das wenige was sie vernommen hatte, von dem was auf der Erde passiert war hatte ihr Blut in den Adern gefrieren lassen, auch wenn sie es nach außen nicht gezeigt hatte. Mit geschlossenen Augen genießt sie das vole Aroma der Heimat, den Geschmack der sie an ihre Lieben erinnert.

      Aufmerksam hört sie zu, was Ellen und Aaron sagen, zu dem was geschehen war. Nachdenklich nickt sie zu Aarons Worten. "Aaron, oui, die Weltall ist eine gefährlische Ort und ja isch bekomm eine Gänse'aut wenn isch daran denke, dass 'wir' vielleischt die Spezies schon getroffen 'aben. Warum 'aben wir die Absischten nischt gemerkt? Isch denke wir sind noch nischt so lange in die Weltall, 'aben viel zu wenig wissen von die andere Spezies. Wenn man forscht ist das auch immer eine Bedro'ung durch die Unbekannte. Aber isch se'e es auch als eine Chance für uns alle. Wenn man die Wissen bündelt, was könnte man nischt alles an Krank'eiten bekämpfen? Isch 'offe, dass das unsere Weg sein wird und nischt der Kriegspfad."

      Innerlich war sie tief bewegt. "Wir werden zurückke'ren zur Erde und isch 'offe, dass wir all unsereLieben gesund vorfinden werden." Ihre Hand umfasste ihren Medizinbeutel. Diese Nacht würde er und der Traumfänger ihr Schutz und Trutz vor schlechten Träumen geben müssen.
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      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • James Grayson
      ECS Vostok | Küche

      Der Kapitän kam in diesem Moment in Küche -- mit einer Flasche Whiskey in der Hand. Er ging wortlos zu einem Schrank und nahm für sich selbst und die anderen Anwesenden je ein Glas heraus, setzte sich dann hin und goss in jedes Glas etwas ein, sodass der Boden reichlich bedeckt war.

      "Ich weiß, dass es einfacher gesagt als getan ist..." begann er zu sprechen, während er die Gläser nacheinander in die Richtung der anderen schob, "...aber wir können hier draußen jetzt eh nichts ausrichten. Außer auf uns selbst acht zu geben. Und die Plasmakanonen aufzurüsten."

      Er trank sein Glas auf ex und fügte dann hinzu: "Hochgekochte Emotionen bringen uns nicht weiter. Vielleicht hilft ja etwas Alkohol um uns zu beruhigen."
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Doc's 'Kabuff' -Küche



      "Mon capitaine, es tut mir leid, aber isch darf keine Alkohol trinken, isch vertrage keinen." Sie machte eine entschuldigende Geste. "Isch stoße gerne mit eine Saft oder Wasser an. Oanez wirkte unglücklich und das war sie auch, ihr war klar, das ihre Verweigerung für den Moment störend war, wo doch Gemeinschaft so wichtig war.
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      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Ellen Falk
      ECS Vostok | Küche


      Ellen hob nur ihre Augenbrauen an als ihr das Glas zugeschoben wurde. "Danke, Kapitän, aber meine Emotionen kochen nicht. Ich habe sie bereits mit Schokoladeneis gekühlt, aber danke für das Angebot."

      Whiskey verwendete sie nur zum Kochen, wie den meisten Alkohol, der sich bei ihr in der Küche befand. Daher brauchte sie kaum große Mengen und den selbstgebrannten Obstschnaps hatte sie hauptsächlich, wenn sie Früchte verwertete oder etwas einmachte. Da war der Schnaps ganz geschickt, aber auch, um speziellen Geschmack, ohne Alkohol an Gerichte oder Backwaren zu bekommen.

      Sie erhob sich und holte eine Flasche Multivitaminsaft, den sie auf den Tisch stellte und ein paar frische Gläser dazu. Wer wollte, konnte sich davon nehmen. Für sich selbst goß sie ein Glas ein und hob es an, um anzustoßen.

      "Auf eine gute und sichere Heimkehr zu unseren Familien, die hoffentlich unverletzt und gesund sind." sagte sie als Ergänzung.
    • Aaron Grímsson
      ECS Vostok | Küche


      Schaute zu James der stoisch die Crew auf das Essentielle zurück besann. Aaron nickte auf seine Worte und beobachtete, wie er die Gläser einschenkte, und auch wenn Oanez sicher etwas dagegen einzuwenden hatte, er war noch lange nicht fertig. Bei allem, was heute über Aaron eingebrochen war, griff er nach einem Whiskyglas und hob es in Richtung des Captains an.
      "James hat Recht. Wir sind ein zu kleines Licht um hier viel bewegen zu können. Wir müssen auf uns aufpassen. Die Crew, die Familie, kommt zuerst! Das heißt aufrüsten. Ich werde mit Oanez den Stauraum für die Energieeinheiten der Plasmakanonen einrichten."
      Das Glas exte Aaron ebenfalls und sah sich im Raum um.
      "Wir fliegen zur Erde zurück, aye? Unser nächster, planmäßiger Flug wäre eh wieder nachhause gewesen."
    • Oanez Kerfadec
      ECS Vostok | Küche


      Oanez nickte Ellen dankbar zu, den Saft nahm sie gerne und er eröffnete ihr auch mit dabei, in der Familie zu sein. Sie hob ihr Glas, prostete allen zu.

      Als Aaron dann davon sprach, dass er mit ihr zusammen den Stauraum aufräumen würde. Auch hier nickte sie zustimmend. Was immer sie dazu beitragen könnte, würde sie tun, das verstand sich für sie von selbst.'Ja, die Familie kommt zuerst.' Das hatte sie mit der Muttermilch aufgesogen.
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    • James Grayson
      ECS Vostok | Küche

      James schaute zu Ellen und Oanez und lächelte. "Mehr für mich." Er schob eines der Gläser, die für die beiden Frauen gedacht waren, zu Aaron rüber und nahm sich dann das andere - und exte auch dieses.

      "Jap, die Erde ist der nächste Stopp" seufzte er. James ist sein ganzes Leben auf Frachter groß geworden. Den Begriff Heimat verbindet er mit der Vostok, nicht mit dieser blauen Murmel, die um irgendeinen Stern kreist. Seine Crew ist teilweise noch etwas grün hinter den Ohren - für sie ist die Erde mehr als irgendein Planet.
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