Persönliches Logbuch - T'Mari

    • Logbuch

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    • Das Tagebuch ist in Papierform und wird mit Tinte von ihr geschrieben. T*Mari ist auf der Erde, Vulkanische Botschaft, 2155

      Paperblanks Bilder: Front liegend
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      Auf der ersten Seite schrieb sie mit der Schönschrift einen Titel:[Blockierte Grafik: http://www.greyhound.deep-ice.com/tzn/titel.png]
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet
    • Tasmeen, 2155, Tag des Asteroideneinschlags (Rückblick)

      Die Pioneer wurde von einem abgebrochenen Stück eines Asteroiden getroffen, der die Hülle durchbrach. Der Großteil des Asteroiden wurde von seiner Bahn abgelenkt und traf das Schiff nicht.
      Ich untersuchte den Felsen, der im Shuttlehangar zum Liegen kam.
      Der Fels war gräulich gefärbt und bestand aus magmatischem Gestein, das sich in erster Linie aus den Silikat-Mineralien Olivin, Pyroxen und Plagioklas zusammensetzte. Feinkörniges, grünlichbraunes Material war auf der anderen Seit zu sehen. Seltene Mineralien, die nur in der Anwesenheit von flüssigem Wasserentstehen konnten, wiesen darauf hin, daß der Asteroid von einem Planeten stammte oder zumindest einen gestreift hatte.

      Auf der Oberfläche waren schwarze und grüne Kristalle zu sehen,einbettet in dem Gestein des Asteroiden. In dem Licht des Shuttlehangars spiegelte sich das Licht in den Kristallen wieder.Fast ein schöner Anblick.
      Ich variierte den Scan des Tricorders und ließ diesen nach Aminosäuren, Bakterien oder vorstufiges Leben suchen.
      Nach gründlicher Untersuchung war ich sicher, daß nichts lebendes in oder an dem Felsen zu finden war, das uns gefährlich werden konnte. Ich brachte das Stück versiegelt in das Wissenschaftslabor.
      Im Labor untersuchte ich den Asteroiden genauer, die verschiedenen kleinen Spuren, die von Wasser in die eine Seite gegraben wordenwaren. Es deutete darauf hin, daß dieser Teil einmal Bestandteil eines Himmelskörpers gewesen war, der Wasser geführt hatte.
      Die schwarzen Kristalle schienen das Licht in sich gefangen zu nehmen und erinnerten an geschmolzenes Glas, das bei Vulkanen entstand. An einem der Kristalle war ein Riß zu sehen und ich löste vorsichtig ein Bruchstück. Die Kante war so scharf wie dem irdischem Material Obsidian. Fasziniert las sie die Beschreibung, daß manche menschliche Mediziner solche Klingen als Skalpell verwendeten.

      Von den grünen Kristallen hatte sich einer aus dem Brocken gelöst gehabt und ich griff danach. Die Farbe erinnerte mich an die Augenfarbe von TaValsh und ich erstarrte als mich eine Vision traf.
      Anders kann ich es nicht beschreiben, denn was ich sah,erschütterte mich.

      Ichstand irgendwo, ich konnte nicht genau einschätzen wo, da es etwas dunkler war. Hatte es gerade im Hintergrund gekracht? Was ging hier vor?
      Ich sah mich um und sah diese rothaarige Vulkanierin vor sich stehen und ich fragte mich, wie sie nochmal hieß, TaValsh!.Ich hatte sie auf diesem Handelsschiff der Gon gesehen gehabt.

      Wie in einem Traum der Menschen wußte ich, daß ich sie kannte, besser als ich es auf dem Handelsschiff getan hatte. Ichkonnte im Moment nicht einschätzen woher, aber irgendwas sagte mir,dass ich ihr trauen konnte.

      Das ist nicht logisch!“, sagte ich und spürte ein Zittern in der Stimme, Ich ahnte, daß sich etwas ereignen würde, was mich in meinen Wurzeln treffen würde.
      „[i]Dafür haben wir jetzt keine Zeit mehr“, sagte TaValsh und ehe ich reagieren konnte, hatte TaValsh meinen Kopf herangezogen und gab mir
      [i]einen Kuss. Einen, der sich real und intensiv anfühlte.

      Allein die Erinnerung daran ist aufwühlend. Gefühle, die ich in dieser Intensität bislang nicht spürte, kämpfen darum, mich zu beherrschen. Ich ließ den Kristall fallen und die Vision war damit beendet, aber ich war noch lange nicht im Gleichgewicht. Die innere Ruhe war gestört.
      Ich hatte kaum Zeit, diese Erfahrung zu verarbeiten als eine Stimme aus dem Kristall erklang. Die, die mich sofort an TaValsh denken ließ. Ich antwortete und sie war es tatsächlich. Das Gespräch war zäh, da sie nicht viel von sich preisgab, aber allein ihre Stimme ließ es mir schwer fallen, meine Gefühle zu kontrollieren. Ich ließ den Tricorder eine Untersuchung durchführen und ein paar der Werte waren erhöht. Sie warnte mich davor, den Kristall erneut zu berühren oder irgendetwas von meinen Untersuchungen zu den grünen Kristallen auf digitale Weise fest zuhalten. Sie versuchte, mich zu provozieren und ich vermute, ihr abruptes Beenden des Gesprächs ließ darauf deuten, daß sie nicht so entspannt war, sie wirken wollte.
      Ich packte den Kristall daraufhin in einen verschließbaren Koffer, um ihn mit in mein Quartier zu nehmen, da wir da ohne mögliche Unterbrechungen miteinander reden können.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet

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    • Tasmeen, 2155, Erstes Gespräch im Quartier (Rückblick)

      Ich saß mit meinem Tee auf dem Bett und starrte den Kristall an.Die Neugierde darauf, ob sich TaValsh melden würde oder ob das alles nur eine einmalige Sache war, beherrschte mich. Ich hatte Kontrolle über mich und gab den Gefühlen keine weitere Nahrung. Tatsächlich meldete sie sich und ich brachte einige Fragen, von denen ich dachte,daß sie sie beantworten könnte, aber erneut wurde ich enttäuscht.
      Es gab eine Hoffnung in mir, die die Einsamkeit unter den Menschen beenden wollte und den Kontakt mit TaValsh wünschte, aber das Gespräch war nicht so frei wie ich es gebraucht hätte.
      Dieser grüne Kristall erlaubte uns eine verzögerungsfreie Unterhaltung. Die meisten Funksprüche wiesen in dieser Entfernung eine Zeitverzögerung auf, aber nicht mit TaValsh. Sie gab aber nicht ihren Standort preis, so daß ich nicht festhalten kann, welche Entfernung der Kristall überwunden hatte.
      Am Ende stellten wir fest, daß ein Spiegel, der in Kontakt mit dem Kristall war, ein Bild übertragen konnte. Sowohl TaValsh als auch ich hatten einen Spiegel in Kontakt gebracht und wurden darin gespiegelt. Nach einem Moment, ich vermute eine Art Synchronisation,sah ich TaValsh im Spiegel mir gegenüber.
      Trotz der Differenzen und Ungereimtheiten freute ich mich, sie zusehen. Im Nachhinein kann ich mir die Gefühle dazu nicht erklären.Die Werte deuten auf ein frühes Pon Farr hin, aber die Zeit stimmt nicht. Es ist unlogisch, so auf die Situation zu reagieren und ich werde meine abendliche Meditation verlängern.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet

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    • Tasmeen 2155, Solsektor, Erde, Vulkanische Botschaft

      Erst heute habe ich mit den Aufzeichnungen gestartet, da ich dem Wunsch TaValsh‘ entsprach, keine digitalen Aufzeichnungen zu machen. Auf der Erde habe ich ein Notizbuch gekauft, in Papierform,und einen dazu passenden Füllfederhalter mit Tinte. Es ist ungewohnt, von Hand zu schreiben, erfüllt aber seinen Zweck. Heute Abend steht eine weitere Verabredung mit TaValsh an.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet
    • Tasmeen 2155, Solsektor, Erde, Vulkanische Botschaft

      Mein Schlaf war nicht erholsam. In unserem Gespräch kamen wir zu Themen, über die ich lange nicht mehr nachgedacht hatte. Es verlief diesmal besser, ich bekam mehr als kryptische Sätze.

      Erst erzählte ich ihr von dem Notizbuch hier, in dem ich schreibe. Sie erriet die Farben und auf meine Frage, wie sie das wissen konnte, meinte sie, daß sie ihre Augenfarbe vermutet hatte. Was nicht erklären würde, wie sie auf Gold kam. Sie hat auch keine blaugrüne Augenfarbe, daher stellte ich klar, nach welchen Kriterien ich es aussuchte. Ich sagte ihr, daß die Farbe mich an die Tiefen des Universums erinnerte, in dem sie sich offensichtlich herumtreibt, wobei ich den zweiten Teil weg ließ. Ihrer Stimme schwang Enttäuschung mit, kann aber auch sein, ich habe da etwas falsch interpretiert.
      Sie erzählte mir von ihren Geschwistern, die sie dreißig Jahre lang nicht gesehen hatte. Sie waren von Piraten entführt worden und sie fand sie wieder als sie ihre durch das Ritual Fulara entfernte Erinnerungen wiederbekommen hatte.
      TaValsh wechselte das Thema und fragte nach, ob ich nicht Angst hätte, in der Botschaft entdeckt zu werden. Als sie nach dem Spiegel fragte, mußte ich schmunzeln. Da wir noch ohne Bildübertragung waren, hat sie mich nicht gesehen gehabt, aber ich wußte, daß ich mich nun beherrschen mußte, wenn sie mich sah. Allein im Zimmer konnte ich mir die eine oder andere Emotion auch nach außen hin leisten und ihre Stimme verleitete mich durchaus dazu, mich zu entspannen, aber nicht, wenn mich jemand sieht.
      Nachdem wir Sichtkontakt hatten, sprachen wir über die Menschen, Vulkanier, Geruchssinn. Lauter Themen, die recht allgemein waren, aber doch Hinweise darauf geben, daß sie kaum Kontakt zu anderen Vulkaniern ist.
      Ich frage mich, was sie an mir interessant findet. Müßte ich nicht ebenso langweilig für sie sein wie die anderen Vulkanier? Ich dachte immer, V'tosh ka'tur ziehen es vor, untereinander zu bleiben. Vielleicht frage ich sie dazu noch näher.
      Unser Gespräch folgte seltsamen Wegen. Von Tee über heisse Schokolade bis zu dem Satz „Ein Grund mehr, aus dem Rahmen zu fallen.“ Danach fing sie wieder an, in unvollständigen und kryptischen Sätzen zu reden. Sie gab dann zu, daß sie mit ihrem Mann über unsere Gespräche redet.
      Wieder spürte ich diese Emotionen stärker werden, gab ihnen nicht weiter Nahrung. Sie meinte, er habe den Punkt angesprochen, daß sie schon mal andere Vulkanier vom logischen Pfad gebracht hatte und befürchtete, daß mir das ebenfalls passieren würde und geächtet werden würde. Es kostete mich einiges an Überzeugungsarbeit, daß ich für mich selbst verantwortlich bin.
      Abgesehen davon, gehöre ich bereits der Minderheit der Larianer an, die ebenso noch nicht sicher auf Vulkan ist. Sie sagte, sie macht sich Sorgen um mich, weil ihr etwas an mir liegt. Das warme Gefühl spüre ich, wenn ich ihre Stimme in der Erinnerung nochmal zuhöre. Wer macht sich schon, außer meinem Bruder, Sorgen um mich?

      Über ihre Cousine T‘Lena und ihrer Schwester und wie sie sich an ihre Gesuchten nackt anschleichen und meinem Versuch, sie zu necken, daß sie da dabei sein sollte, damit sie erfolgreicher sind, kamen wir auf das Thema Nacktheit. Die Art und Weise, wie sie dann blockierte, ließ mich schlussfolgern, dass es ein wunder Punkt sei, aber sie meinte, dass es das nicht wäre. Sie ergrünte und ich musste fast schon grinsen, weil dies doch ein Thema zu sein scheint, bei dem sie vielleicht Scham empfand, wie die Menschen. Vielleicht färben sie mit ihren Ansichten zu sehr auf sie ab. Auf ihre Frage zu meiner Einstellung dazu, sagte ich: „Zu Nacktheit? Oder Schamgefühl, das die Menschen haben? Du weißt, daß Schamgefühl unlogisch ist. Ich denke, ich habe nichts am Körper, das Du nicht auch kennst. So wie wir aus Respekt in unserer Gesellschaft bekleidet sind, bin ich es hier auch.„ Es schien sie zu faszinieren und ich hatte den Eindruck, sie hatte Interesse daran, mich nackt zu sehen. Dabei ist an meinem Körper nichts besonderes, nichts, was nicht auch andere Frauen an sich haben.
      Ich war sehr amüsiert über unseren Wortwechsel, der danach kam.

      <T`Mari> Natürlich nicht. Wie soll ich sonst den Ruf der unnahbaren und logischen Vulkanierin aufrecht erhalten?
      <TaValsh> *schmunzelt* gute Antwort.
      * TaValsh ertappt sich etwas dabei, wie sie vielleicht neidische gewesen wäre, wenn das nicht so gewesen wäre
      * T`Mari 's Mundwinkel geht kaum sichtbar nach oben und ihre rechte Augenbraue hebt sich.
      <T`Mari> Dann arbeiten wir mal an unserer Vertrautheit, oder?
      <T`Mari> Über was können wir noch reden, ohne daß Du ins Stocken gerätst? Wie Du Deinen Mann kennen gelernt hast?
      <TaValsh> hey.. das könnte man jetzt als Aufforderung sehen das wir daran arbeiten uns nackt zu sehen *schmunzelt*
      <TaValsh> ich gerate nicht ins stocken *zuckt kurz mit der Hand weil sie ein Kissen nach ihr werfen will..aber durch den Spiegel geht das nicht also lässt sie es*
      <T`Mari> Würde Dir das denn gefallen?
      * T`Mari streicht mit der Hand den Stoff der Hose am Oberschenkel glatter
      * TaValsh mustert sie und kneift kurz die Augen zusammen.
      <TaValsh> Hm und wenn ich darauf noch nicht antworten will?
      <T`Mari> Sagt das nicht mehr als jede andere Antwort?
      <TaValsh> das hast du gesagt *schmunzelt*
      <TaValsh> nun gut willst du das von meinem Mann hören?
      * T`Mari trinkt erneut von ihrer Tasse und leert sie. Dabei hebt sie den Kopf, um den letzten Tropfen zu bekommen.
      * T`Mari sieht wieder zu ihr.
      * TaValsh schaut ihr dabei genau zu, sieht sie doch auch ihren hals
      <T`Mari> Wenn Du von ihm erzählen willst und kannst. Oder jemand anderes, ganz wie Du willst. Ich will wissen, wie Du zu der Frau wurdest, die Du jetzt bist. Wer und was Dich beeinflusst hat.

      Sie erzählte von ihrem Mann, wie er als Ensign an Bord kam und ihn dann für schwul hielten. Sie hat ihn ‚zurecht gestutzt‘ und dann hat er mit ihr geflirtet. Trotz der Gerüchte über Verführung Untergebener kamen sie zusammen.
      Ich war überrascht, daß sie außerhalb des Pon Farrs ihn als Partner akzeptiert hatte und fragte direkt nach. Die Direktheit schien sie zu überraschen, aber sie antwortete darauf.
      Mit einem Menschen wäre ein solch direktes Gespräch nicht möglich, da diese zuviel Scham in sich tragen. Vermutlich durch Erziehung oder Religion. Sie fragte mich danach ebenfalls direkt und wir fanden eine weitere Gemeinsamkeit: die Partner bei unseren Pon Farr überlebten dieses nicht. Bei mir waren es fünf, bei ihr weiß ich es nicht, aber wenigstens zwei, denke ich. TaValsh sieht hier Gesprächsbedarf, was mich neugierig macht, denn ich sehe hier nichts, außer, daß ich vermutlich das nächste mal ohne potentiellen Partner nicht überleben werde.
      Wir werden die Möglichkeiten durchgehen, vielleicht sieht TaValsh mehr als ich.
      Wenn ich mir TaValsh ansehe, die damit keine Probleme zu haben scheint, wäre es logisch, ihren Weg, den Weg der V'tosh ka'tur zu testen. Vielleicht ist meine Denkweise ihrer näher als ich bisher dachte. Die V'tosh ka'tur, auf die T‘Pol und Captain Archer trafen, lehnten die Lehren Suraks nicht ab, sondern versuchten, diese zu integrieren. Nach T‘Pols Bericht war deren Kontrolle aber bei weitem nicht so gut, wie sie sein sollte. Ich werde mir die letzten Berichte durchlesen, vielleicht finde ich mehr zu den V'tosh ka'tur und wie sie die Zeit des Pon Farr verändern.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet
    • Tasmeen 2155, Solsektor, Erde, Vulkanische Botschaft

      TaValsh war wieder da, offensichtlich ist sie jedesmal außer Dienst und bereits umgezogen. Es könnte interessant sein, sie in Uniform zu sehen - in der Gala-Uniform. Nach meinen bisherigen Erfahrungen sehen alle in einer Gala-Uniform der Menschen besonders gut aus.

      Ich erzählte ihr von meinem Training mit Varadis und dass er am Ende drei Meter weit flog. Sie zeigte Interesse an einem Kampf mit mir und ich sagte ihr, daß unser Kampf mehr Körperkontakt hat als ein Schwertkampf oder ähnliches. Ihre Antwort amüsierte mich, sie wäre auch dafür zu haben. Auf meine Frage, ob sie eine Idee hat, wann wir uns sehen werden, konnte sie mir mal wieder keine Antwort geben. Sie beugte sich vor und ihre Augen nahmen mich gefangen. Die verschiedenen Grüntöne, ineinander übergehend, sind faszinierend. Ich war so konzentriert, dass sie mich ansprach. Mir ist das bisher noch nie passiert, dass ich so … fokussiert war.

      Sie nannte mich „Süsse“. Das fand ich doch etwas unangebracht, vor allem, wenn sie es so verwendet, wie die Menschen. Als ich den Sachverhalt sachlich erklärte und dass ich nicht süßlich bin, verstand ich die Anspielung von ihr durchaus, aber das dürfte noch eine lange Zeit sein, bevor sie ans Ziel kommt. Abgesehen davon, sie müsste ja vor Ort sein.

      Sie fragte nach Svjar und ich erzählte ihr, wie er so ist und wie wir die gemeinsame Zeit auf der Farm verbringen. Schließlich lebte ich da meine Leidenschaft der Tierbeobachtung zum ersten Mal richtig aus, ohne dass mich einer der Professoren nervte. Ich versuchte, ihr zu erklären, wieso insbesondere mein Bruder sich lieber um Tiere kümmerte als die Gesellschaft anderer Vulkanier zu suchen. Ich hoffe inständig, dass ihm bei der Umformung der Gesellschaft unter den Syrraniten nichts zustößt.

      Wir sprachen über ihre Kinder und meine fehlenden Fähigkeiten im Umgang mit solchen. Sie versprach, mir mal ihre Kinder vorzustellen. Ihre Idee, dass jetzt die richtige Zeit für Kinder wäre, empfand ich als absurd. Wozu sollte das gut sein, wenn ich nicht mal einen Partner finden kann, den ich nicht ablehne.

      So darüber nachdenkend, ist es seltsam, dass ich mich trotz des Verlangens dagegen gewehrt habe. Vor allem Naro, mein Verlobter, war durchaus ein akzeptabler Kandidat. Aber auch er wollte dem Verlangen nicht nachgeben. Die anderen, die mir danach zugeteilt wurden, waren so unwürdig, dass es schon eine Beleidigung war.

      TaValsh wusste zwar mehr dazu zu sagen, aber nichts zu den rein chemischen Abläufen, die in einem Körper nötig sind, um in Pon Farr zu kommen und die Kontrolle zu verlieren. Dazu kommt, dass nur durch die Hormone die Fortpflanzung initiiert werden kann. Ich werde das Rätsel aber noch lösen, notfalls werde ich doch medizinische Auskünfte einholen.

      Ob die Priesterinnen von Selaya tatsächlich Gefühlen außerhalb des Pon Farr nachgeben, bezweifle ich allerdings. Auch bei Menschen gibt Gemeinschaften, die enthaltsam leben.

      Hitzkopf und Sturkopf, wir wären wirklich eine .. hitzige Kombination, wenn wir aufeinander treffen. Ich könnte sie in ihren Pool werfen, sie schwimmt gerne, sagte sie. Frage ist, ob mit oder ohne Kleidung. TaValsh gab danach zu, dass mich gerne lächeln sehen würde. Ich gab nach und lächelte leicht. Sie wollte meinen Blick wieder gefangen nehmen, aber sie schien sich zurück zu nehmen. Ob es an meiner Bemerkung zu den Träumen lag?
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet
    • Tasmeen 2155, Solsektor, Erde, Vulkanische Botschaft

      Ich hatte den Koffer mit dem Kristall und Spiegel schon vorab geöffnet und mich dann in die Lektüre der Zeitmaschine von H.G. Wells, eine Empfehlung von einem der menschlichen Diplomaten, vertieft. TaValsh erschreckte mich sehr als sie mich durch den Kristall ansprach. Sie schien überrascht zu sein, daß ich mich für menschliche Literatur und alte Science-Fiction interessiere. Für mich ist es einfacher Zugang zu der Denkweise und Zukunftsvorstellungen der Menschen. Ich habe erfahren, daß TaValsh bislang die Lehren Suraks, selbst die vor der Entdeckung des Kirshara, nicht gelesen hat. Mein Angebot, die aktuellste Version durchzugehen, schien sie, obwohl sie den V'tosh ka'tur angehört, wenig interessiert zu sein. Meines Wissens nach lesen sie die Schriften, interpretieren sie aber anders als der Großteil des vulkanischen Volkes.

      Sie hat ein Treffen mit einer Freundin, einer Ärztin. Sie hat ihr das Leben damals gerettet als sie von einer Schlange oder einem schlangenähnlichen Außerirdischen gebissen worden ist. Leider konnte oder wollte sie mir nicht mehr zu der Spezies erzählen, schon wieder diese Geheimsache. Aber wieso sollte jemand vom Geheimdienst Standardpatrouille fliegen?

      Sie fragte nach den Menschen in meiner Umgebung und ich beschrieb ihr die Menschen und Trill, mit denen ich am meisten zu tun hatte. Dabei kamen wir auf unsere Ermittlung auf der Erde zu sprechen und daß ich dort wegen Mordverdacht verhaftet worden bin. Erst durch die Bestimmung des Alters der Blutprobe und damit dem Nachweis, daß die Spuren am Tatort mein geklontes Blut aus der gestohlenen DNA-Datenbank war, entkräftete die Anschuldigung.

      Auf meine Frage nach einer guten Schneiderei in San Francisco für die Gala-Uniform konnte TaValsh mir zwar nicht helfen, aber sie warnte vor Rast & Ruh. Erst deutete sie mit Killerrobortern, die einen töten wollen, eine Geschichte an und erzählte mir dann, daß sie mit der Crew dort essen gewesen war und die Bewertungen sehr gut waren. Wie sich herausstellte, war eine Hälfte des bestellten Essens sehr gut, aber die andere Hälfte ungenießbar. Sie wollte dann entsprechend bewerten, wurden aber von dem vom Restaurant gestellten Taxi beinahe getötet, standen dann Killerrobotern und Drohnen gegenüber und wurden in die Ecke gedrängt. Sie haben dann eine 5-Sterne-Bewertung abgegeben und konnten unbeschadet gehen, aber ich bin enttäuscht, daß sie im Nachhinein keine Möglichkeit gefunden haben, dem Restaurant die Bewertung zu entziehen oder diesen Mordversuch verfolgen zu lassen. Als ich anbot, mich darum zu kümmern, wollte sie mir die Adresse nicht geben.

      Ihr Ablenkungsversuch war durchschaubar und offensichtlich, aber sie redete wieder von Vorschriften. Ich werde selbst Recherchen durchführen, vielleicht finde ich etwas. Wir sprachen über die Anzahl der Kinder an Bord und Zivilisten, die als Lehrkräfte da sind. Mit "444 Mann" ist die Crew recht groß und ich neckte sie damit, dass sie nur Männer in der Crew hätte. Sie drängte auf das Ende des Gesprächs, weil sie ihre Freundin treffen wollte und ließ dabei durchblicken, dass sie mehrere Tage nicht zu sprechen sein würde. Es klingt gefährlich und ich nahm ihr das Versprechen ab, dass sie wieder zurückkommt. Ich werde die nächsten Tage abends den Kristall offen hinstellen, dann kann sie sich melden. Vielleicht habe ich bis dahin auch die neue Uniform.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
      AT2_SubCmdr_T`Mari[LWO] hat sich den Sturkopf hart erarbeitet
    • Tasmeen 2155, Solsektor, Erde, Vulkanische Botschaft

      Ich hatte den Koffer mit dem Kristall und Spiegel schon vorab geöffnet und mich dann in die Lektüre der Zeitmaschine von H.G. Wells, eine Empfehlung von einem der menschlichen Diplomaten, vertieft. TaValsh erschreckte mich sehr als sie mich durch den Kristall ansprach. Sie schien überrascht zu sein, daß ich mich für menschliche Literatur und alte Science-Fiction interessiere. Für mich ist es einfacher Zugang zu der Denkweise und Zukunftsvorstellungen der Menschen. Ich habe erfahren, daß TaValsh bislang die Lehren Suraks, selbst die vor der Entdeckung des Kirshara, nicht gelesen hat. Mein Angebot, die aktuellste Version durchzugehen, schien sie, obwohl sie den V'tosh ka'tur angehört, wenig interessiert zu sein. Meines Wissens nach lesen sie die Schriften, interpretieren sie aber anders als der Großteil des vulkanischen Volkes.

      Sie hat ein Treffen mit einer Freundin, einer Ärztin. Sie hat ihr das Leben damals gerettet als sie von einer Schlange oder einem schlangenähnlichen Außerirdischen gebissen worden ist. Leider konnte oder wollte sie mir nicht mehr zu der Spezies erzählen, schon wieder diese Geheimsache. Aber wieso sollte jemand vom Geheimdienst Standardpatrouille fliegen?

      Sie fragte nach den Menschen in meiner Umgebung und ich beschrieb ihr die Menschen und Trill, mit denen ich am meisten zu tun hatte. Dabei kamen wir auf unsere Ermittlung auf der Erde zu sprechen und daß ich dort wegen Mordverdacht verhaftet worden bin. Erst durch die Bestimmung des Alters der Blutprobe und damit dem Nachweis, daß die Spuren am Tatort mein geklontes Blut aus der gestohlenen DNA-Datenbank war, entkräftete die Anschuldigung.

      Auf meine Frage nach einer guten Schneiderei in San Francisco für die Gala-Uniform konnte TaValsh mir zwar nicht helfen, aber sie warnte vor Rast & Ruh. Erst deutete sie mit Killerrobortern, die einen töten wollen, eine Geschichte an und erzählte mir dann, daß sie mit der Crew dort essen gewesen war und die Bewertungen sehr gut waren. Wie sich herausstellte, war eine Hälfte des bestellten Essens sehr gut, aber die andere Hälfte ungenießbar. Sie wollte dann entsprechend bewerten, wurden aber von dem vom Restaurant gestellten Taxi beinahe getötet, standen dann Killerrobotern und Drohnen gegenüber und wurden in die Ecke gedrängt. Sie haben dann eine 5-Sterne-Bewertung abgegeben und konnten unbeschadet gehen, aber ich bin enttäuscht, daß sie im Nachhinein keine Möglichkeit gefunden haben, dem Restaurant die Bewertung zu entziehen oder diesen Mordversuch verfolgen zu lassen. Als ich anbot, mich darum zu kümmern, wollte sie mir die Adresse nicht geben.

      Ihr Ablenkungsversuch war durchschaubar und offensichtlich, aber sie redete wieder von Vorschriften. Ich werde selbst Recherchen durchführen, vielleicht finde ich etwas. Wir sprachen über die Anzahl der Kinder an Bord und Zivilisten, die als Lehrkräfte da sind. Mit "444 Mann" ist die Crew recht groß und ich neckte sie damit, dass sie nur Männer in der Crew hätte. Sie drängte auf das Ende des Gesprächs, weil sie ihre Freundin treffen wollte und ließ dabei durchblicken, dass sie mehrere Tage nicht zu sprechen sein würde. Es klingt gefährlich und ich nahm ihr das Versprechen ab, dass sie wieder zurückkommt. Ich werde die nächsten Tage abends den Kristall offen hinstellen, dann kann sie sich melden. Vielleicht habe ich bis dahin auch die neue Uniform.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
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      2155, Solsektor, Erde, Vulkanische Botschaft

      Die Zeit verfliegt viel zu schnell. Während TaValsh irgendetwas mit dieser Freundin unternommen hat, ließ ich mir eine Gala-Uniform anfertigen, die dem Schnitt der Menschen entgegen kam. Der Schneider war sehr entgegenkommend und achtete darauf, dass sie meinen Vorgaben entsprach. Die Gewänder als Botschafterin sind da recht konturlos,deshalb zeigt die Uniform ein wenig von meiner Körperkontur. Der Kragen schließt oben am Hals, so dass sich keiner des Diplomatenkorps sich beschweren kann. Die Jacke ist weiß, die Ärmelaufschläge spiegeln das Muster der Uniform als SubCommander wieder. Die Hose habe ich in schwarz gewählt, eng genug, dass ich darin gut laufen kann, aber weit genug, um sie über die Stiefel zubringen. Mein Rangabzeichen habe ich in den Kragen sticken lassen.

      Ich probierte die Uniform vor dem Spiegel an, so dass ich nicht gleich merkte, dass TaValsh die Verbindung geöffnet hat. Ich drehte alles zu mir herum, aber sah dann nur eine Badezimmertüre. Kurz darauf sah ich TaValsh im Spiegel des Badezimmers. Vielmehr ihre nackte Rückseite und anscheinend hat sie es nicht mitbekommen. Ich meldete mich mit „Ein schöner Rücken kann auch entzücken.“ was sie ergrünen ließ, wieso auch immer. Sie trat aus dem Bereich des Spiegels und kehrte mit feuchten Haaren und einem Handtuch um sich gewickelt vor den Kristall.

      Ihr gefiel meine Version der Gala-Uniform und meinte, sie würdezu dem Anlass passen. Dass sie mir stehen würde, ließ mich ergrünen, wieso auch immer. Ihr Treffen war anscheinend anstrengend und sie war sogar in Lebensgefahr. Sie rückte nur nach und nach mit den Informationen heraus: bei der archäologischen Expedition suchten sie einen Kristall, der eigentlich ein Splitter war. Sie wurden von Piraten überfallen und dann kam ein Kristallschiff, zu dem dieser Splitter gehörte und das Schiff der Piraten, an dessen Bord sie waren, wurde zerstört. Wie sie es geschafft haben, zu überleben,weiß ich nicht, aber ihre Chefingenieurin hat sich auch noch verdoppelt und hat jetzt einen aggressiven Zwilling.
      Die Fremden im Kristallschiff hätten sie mit zu dem Grab ihrer Tochter nehmen können, aber sie wäre dann nicht mehr zurückgekommen. Wieso sie nicht hätte zurückkommen können, habe ich nicht nachgefragt, ich war froh, dass diese Katya sie davon überzeugt hat, dass sie nicht geht. Ich hätte nie erfahren, was passiert ist.

      Ich fragte nach ihrer Meinung zur Wahl der Erdregierung und ob die Menschen wohl eine wählen würden, die offen für den Kontakt mit uns sein würden, also uns Außerirdischen. Sie meinte, ja, und dass sie die Nachrichten mitbekommen würde. Auch wenn sie es leise sagte,meinte sie, dass ich sie nicht spoilern könnte, aber sie wäre nicht allwissend. Wieder so eine seltsame Situation.

      Sie erschien mir müde und ich begann mit einem der Lieder, die ich Kind hörte. Es schien sie zu amüsieren, dass ich ihr dieses Lied vorgesungen habe und meinte, schon mit mir zu reden, würde sie entspannen. Ich denke immer noch, dass es ihr gut tut, ausgiebig zu schlafen. Sich von mir beobachten lassen will sie aber nicht.Vermutlich wäre es ihr auch unangenehm, wenn ihr Mann dann den Behälter schließen würde. Dass ich ihren Schlafanzug sehen würde,amüsierte mich.

      Sie legte sich dann doch auf das Bett und ich sang ihr das Lied komplett vor. Sie schien immer wieder die Augen zu schließen, auf die Entfernung war das nicht gut zu erkennen. TaValsh verabschiedete sich mit einem in die Luft gehauchten Kuss und einem Schlaf gut,bevor sie die Verbindung beendete.

      Inzwischen genieße ich die Gespräche, selbst wenn sie in einer Sackgasse landen, weil sie irgendwelche Geheimnisse wahren muss. Das,über das wir reden können, ist dagegen schön. Ihr Flirten hat sie inzwischen sehr zurückgenommen, wieso auch immer. Ein bisschen vermisse ich sogar das, das „Spiel mit dem Feuer“ wie die Menschen sagen würden. Es macht die Gespräche spannend, gefährlich,wenn auch nur für meine emotionale Stabilität. Der Kuss lässt mich hoffen, dass ihr Interesse an mir nicht komplett abgekühlt ist.

      Jetzt steht die Wahl der Erdregierung an und wird vermutlich das nächste sein, über das ich mit TaValsh reden kann. Hier in der Botschaft kann ich keine weiteren Untersuchungen am Kristalldurchführen, erst wieder an Bord der Pioneer. Aber vielleicht treffe ich noch Experten, die mir etwas über Kristalle und Kommunikation beibringen können.
      <TaValsh> *murmelt* vulkanischer sturkopf
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