Pioneer Bordleben #1: Strange Old Worlds

    • Bordleben

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    • Am Nachmittag des 27. Juni 2153 kam es bei einer Demonstration vor der Vulkanischen Botschaft in San Francisco zu Ausschreitungen, in deren Verlauf mehrere Schüsse abgefeuert wurden. Dabei wurde auch Sternenflottenadmiral Kamui Yamamoto getroffen. Über seinen Gesundheitszustand ist derzeit nichts bekannt.

      Die Terrororganisation "Terra Prime" hat kurz darauf folgende Nachricht auf allen Kanälen gesendet: "An die gesamte Menschheit. Um 17:42 Uhr Ortszeit wurde Admiral Kamui Yamamoto, der Befehlshaber der Institution, die uns ins Verderben gestürzt hat, zur Rechenschaft gezogen. Dies ist eine Warnung an die Sternenflotte und alle, die mit Außerirdischen gemeinsame Sache machen:
      Terra Prime lässt nicht weiter zu, dass die Erde zur Zielscheibe fremder Mächte wird.
      Terra Prime sieht nicht weiter tatenlos dabei zu, wie einzelne Institutionen die gesamte Menschheit in den Abgrund reißen.
      Terra Prime sagt all jenen den Kampf an, die das Überleben der Menschheit wissentlich gefährden.
      Terra Prime bedeutet, dass die Erde wieder den Menschen gehört.
      Terra Prime ... für immer!"



      Die Demonstration wurde daraufhin von Sicherheitskräften aufgelöst. Die Kadetten der Sternenflottenakademie, die zuvor im Einsatz waren, sind nun wieder in ihren Unterkünften auf dem Akademiecampus.

      Es ist kurz vor Mitternacht.
    • 1. März 2153

      „Ich sehe ihn! Ich sehe ihn!“, rief Abigail mit ihrer fröhlichen Kinderstimme. Objektiv betrachtet, vulkanisch betrachtet, war ihre Begeisterung völlig deplatziert. Sie hatte nun etwas entdeckt, das seit Milliarden Jahren schon dort war und von Milliarden Personen vor ihr schon gesehen worden war. Im Zenit über Cape Coral, Florida stand Mars, der rote Planet, der mehr orange als rot die Sonnenstrahlen des Zentralgestirns reflektierte. Doch für die Achtjährige war dies eine der größten Entdeckungen ihres Lebens. Die Planeten des Sonnensystems hatten bisher etwas Mythisches gehabt. Irgendwie waren sie da, so wie Gott, aber gesehen hat sie niemand. Für ein kleines Kind war ihre Existenz eine reine Sache des Glaubens gewesen. Es nun mit eigenen Augen sehen zu können war weltverändernd. Mars war ebenso wie der Mond nun ein Faktum, das dennoch ebenso Begeisterung auslösen konnte wie der Erdtrabant. Fast sieben Jahre war es her, als dessen Entdeckung Begeisterungsstürme ausgelöst hatte. „Sau Onkel Zoe, der Mond da oben!“, hatte sie damals gerufen. In der Familie war es seitdem ein geflügeltes Wort geworden.

      Joseph und Abigail lagen gemeinsam im Gras etwas abseits von Coral City, um der Lichtverschmutzung halbwegs zu entkommen. Selbst auf eine Decke hatten Onkel und Nichte verzichten können, denn die Luft war relativ warm. „Siehst du den hellen Punkt unter Mars, in Richtung der Mondsichel?“ Das Mädchen bewegte ihren Kopf etwas und schob ihr Kissen weiter unter ihren Kopf. „Ja. Was ist das denn?“ Joseph grinste und reichte ihr das Fernglas: „Schau doch selbst. Du musst mir nur sagen, wenn du Hilfe beim Halten brauchst.“ Abby nickte und nahm das Fernglas in die Hand. Es war Josephs leichtestes Fernglas, nur mit 30-facher Vergrößerung, doch es zu halten könnte ein Problem für sie sein. Notfalls müsste er das Stativ aufbauen, doch er wollte den Moment möglichst magisch machen. Und was war magischer als nachts im Freien auf dem Rücken zu liegen und den Sternenhimmel zu beobachten?

      Er selbst hatte keine Familie, also zumindest keine Frau und Kinder. Seine Schwester Mere hingegen hatte jung geheiratet und eine Tochter und war gerade wieder schwanger. Zwillinge, Jungs, oh Gott. Aber es waren noch vier Monate, in denen Abigail das einzige Kind in der unmittelbaren Familie war. „SATURN“, schrie sie plötzlich wie von der Tarantel gestochen. „Ich kann den Ring sehen, ich wusste gar nicht, dass das so leicht ist.“ Beim Schrei hatte sie das Fernglas verwackelt und musste es neu ausrichten. Nach fast einer Minute fügte sie dann etwas ruhiger hinzu: „Ich sehe aber keine Monde. Saturn hat doch so viele Monde.“ Joseph nickte lächelnd: „Ja, aber die sind mit dem Fernglas schwer zu sehen. Dafür brauchen wir bessere Instrumente. Wenn Jupiter mal wieder zu sehen ist, kannst du mit dem Fernglas die vier galileischen Monde sehen.“ Abby legte das Fernglas wieder an und schaute weiter. Joe genoss einfach den Moment. Mindestens einmal pro Monat schaffte er es von Virginia runter nach Florida, wo seine Schwester seit 10 Jahren lebte. Das hatte er während seiner Zeit beim Earth Cargo Service am meisten vermisst.

      Schließlich legte das Mädchen das Fernglas erschöpft ab. Ihre Arme hatten schon zu zittern begonnen. „Wenn ich groß bin, fliege ich zu all den Planeten. Und den Sternen. So wie Commander Trip Tucker.“ Seit einer Frage-und-Antwort-Stunde in der Schule war Abigail ein glühender Fan von Commander Tucker, dem Chefingenieur der Enterprise und sie wollte unbedingt so werden wie er. Immerhin hatte er IHRE eigene Frage beantwortet. Ihre Klassenkameraden mochten den Steuermann süßer finden, aber ihr Held war definitiv der Chefingenieur, noch dazu, weil er dasselbe machte wie ihr Onkel. Gerade als er sich an die Ruhe gewöhnt hatte, durchschnitt ein lautes „Sternschnuppe!“ die Nacht. Joe schaute hoch, das hell leuchtende Objekt war jedoch zu langsam und zu lange zu sehen, um eine Sternschnuppe zu sein. „Nein, das ist keine Sternschnuppe. Das ist ein Raumschiff im Trokendock.“ „Die Columbia?“, fragte seine Nichte mit ungebändigter Begeisterung in der Stimme. Seine Antwort musste für sie enttäuschend sein, wusste er doch, dass die Columbia gerade auf der anderen Seite der Erde war. „Nein, das ist nur die Pioneer, ein Schiff der NV-Klasse.“ „Cool, wenn ich nicht ganz so gut in der Schule bin, dann werde ich später mal Chefingenieurin auf der Pioneer!“, meinte das Mädchen ohne auch nur ein Iota ihres Enthuasiasmus eingebüßt zu haben.“
      ἢ τὰν ἢ ἐπὶ τᾶς
    • 27. Juni 2153

      River Bryant
      San Francisco | Sternenflottenakademie | Umkleide


      River saß entnervt auf der Bank in der Umkleide und schnürte sich langsam die Stiefel auf. Er beobachtete die Kadetten einen nach dem anderen zurückkehren - Tobias, Maxwell, Oanez und Jenny. Alle hatten die Ausrüstung inzwischen wieder abgegeben und wirkten auch nicht sonderlich glücklich. Was sich vor der vulkanischen Botschaft auf der Erde abgespielt hatte, was traurig, ekelerregend und schockierend. Das Attentat saß ihm noch in den Knochen. Mit offenen Schuhen stand er auf und sah in die Runde der Kadetten. Viel Reaktion erwartete er sich jetzt nicht, aber ohne Worte sollte man sie jetzt nicht lassen.
      Er räuspert sich kurz.
      "Hey, erstmal gute Arbeit Leute. Sowohl in der Prüfung, aber vor allem da draußen. Ich weiß, dass nicht jedem dieser Schuh heute gepasst hat, aber in Zeiten der Not müssen wir alle an einem Strang ziehen. Das habt ihr heute eindrucksvoll bewiesen. Ich werden an der Kommando zu jedem von euch eine Empfehlung verfassen."
      River fuhr sich mit der Hand mehrmals über den noch leicht feucht verschwitzten Kopf.
      "Und wer noch Lust hat, und sei es nur um durchzuschnaufen, ich gehe noch ins Balders Pub. Die erste Runde geht auf mich..."
    • Oanez Kerfadec
      San Francisco | Sternenflottenakademie | Umkleide


      Namid blickte zu Cmdr. Bryant. 'Empfehlung?' Im Moment war da kein Platz zur Freude in ihrem Herzen. Sie hatten Prügel bezogen. Die Deeskalationsstrategie hatte nicht ausgereicht, um den Mob, was anderes war er nicht, in die Schranken zu weisen. All das trotz der Tatsache, dass sie alle an einem Strang gezogen hatten, sie hatten als Einheit funktioniert. Was würden die Vulkanier über sie denken? Ungezogene Kinder? Was würden ihre kameraden mitnehmen von diesem Tag? Für sie war es normal, dass sie Blutflecken auf der Uniform hatte, sie war Ärztin hatte viele chirurgische Eingriffe und Versorgung von Verwundeten durchgeführt. Wie würden ihre Mitkadetten es aufnehmen?

      "Merci." Sie ließ es offen welche Aussage es zuzuordnen war. "Isch mach misch noch eben frisch, dann komm isch gern mit in die Pub Palders." Sie holte ein großes Handtuch aus ihrem Spind und entschwand in Richtung der Duschkabinen.

      Wann immer sie es gekonnt hatte, immer hatte sie sich danach geduscht, so als könne sie die Last dessen was sie trug dort einfach abspülen. Als Medizinerin war ihr bewusst, dass es ein Weg war um Disstress zu bewältigen. Mit geschlossenen Augen genoss sie das kostbare Nass träumte sich weg zu ihren Entspannungsorten, diskutierte im Geiste den Einsatz mit ihrer Großmutter, spürte die Wärme ihre famille in den Armen von Papa, Mama und Anbihan.

      Als der Wasserstrom versiegte, kehrte sie wieder ins Hier und Jetzt zurück, genoss das Rubbeln des Handtuchs auf ihrer Haut.
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • 27. Juni 2153

      Da der Warpantrieb der Pioneer nicht funktionstüchtig war, suchte Captain Takahashi in Fredericksburg James Moore auf. Der folgende Dialog begann in der Chatmission "It's Been a Long Road" vom 26.09.2018, wurde heute im Chat fortgesetzt und wird hier zum Nachlesen veröffentlicht.

      AT = Ayumi Takahashi
      JM = Joseph Moore
      MF = Metzgereifachverkäufer ;-)


      Captain Takahashi fliegt von der Pioneer aus mit dem Shuttlepod zur Erde. Auf einem PADD sah sie sich eine Liste mit potientiellen Ingenieuren an und steuerte schließlich Fredericksburg, Virginia an. Sie landet das Shuttlepod in der William Street und steigt dann aus. Dann schaut sie noch einmal auf das PADD um die richtige Hausnummer zu finden. Sie läuft an einem Metzgereigeschäft vorbei und steht dann vor Moores Haus. Sie betätigt die Klingel. Doch niemand antwortet auf das Klingeln. Im Wand weht die Flagge Virginias stolz ihr "Sic Semper Tyrannis". Sie versucht es erneut. Niemand öffnet eine Tür, niemand antwortet. Aus der Metzgerei nebenan kommt aber ein guter Geruch. Es gibt frische Burger. Takahashi geht ein paar Schritte zurück und schaut sich auf der Straße um. Besonders belebt ist die Gegend nicht. Sie entscheidet sich, in die Metzgerei zu gehen und dort nach Moore zu fragen. Die Metzgerei ist zweigeteilt. Am Eingang gibt es fertig zubereitetes Fleisch und sogar einige Süßigkeiten, auf einer zweiten, nur durch eine Stufe getrennten Ebene gibt es rohes Fleisch aus lokaler Produktion.

      AT: Guten Tag. Ich bin auf der Suche nach einem Mr. Joseph Moore. Er wohnt in dem Haus nebenan. Wissen Sie, wo ich ihn finden kann?

      MF: Joe? Was für ein Tag ist heute?

      AT: Mittwoch.

      MF: Dann ist er nicht beim Fußball ... und nicht zu Hause. Aber mittwochs hat er frei ... nach den Aufräumarbeiten unten in Florida hat er ständig frei ... Waren Sie schon im Nationalpark? Und ... was hat er verbrochen, dass die Sternenflotte ihn jagt?

      AT: Er hat nichts vebrochen. Aber seine Expertise wird benötigt. Im Nationalpark könnte er sein, sagen Sie?

      MF: Ja, er ist oft oben bei Marye's Heights, neben dem Nationalfriedhof, da stehen zwei 3 Inch Rifles

      AT: Dann werde ich dort mal nach ihm suchen. Haben Sie vielen Dank.

      MF: Und man kommt von dort auch leicht durch's Gebüsch zur Sportanlage der MWU.

      AT: Danke. Auf Wiedersehen.

      Ayumi nickt dem Metzger zu und verlässt dann das Geschäft. Sie läuft nach Mary's Heights. Kurz darauf erreicht sie die beiden Kanonen und schaut sich um. Joseph Moore sitzt an die Lafette einer der Kanonen gelehnt und liest.

      AT: Joseph Moore? Captain Ayumi Takahashi. Sternenflotte. Haben Sie einen Moment Zeit?

      JM: Kann es sein, dass die Sternenflotte weit mehr Captains als flugfähige Schiffe hat?

      AT: Wir arbeiten daran, das zu ändern.

      AT: Und genau da kommen Sie ins Spiel.

      Joseph Moore lacht.

      JM: Jetzt soll ich wieder für die Sternenflotte an Warpantrieben basteln? Vor ein paar Jahren sollten wir unbedingt damit aufhören, weil unsere spitzohrigen Freunde es unheimlich fanden, wie schnell wir ohne ihre Hilfe Fortschritte gemacht haben.

      AT: Vor ein paar Jahren war die Erde auch noch nicht Ziel eines außerirdischen Angriffs, sodass wir jetzt eine funktionierende, große Flotte brauchen. Sie sind Warpspezialist. Nach der ... "professionellen" Einschätzung der Ingenieure an Bord meines Schiffes funktionert der Warpantrieb aus unbekannten Gründen nicht. Ich brauche jemanden, der das Ding zum Laufen bringt.

      JM: Manch einer sagt, dass die Erde schon seit fast einem Jahrhundert Ziel einer außerirdischen Invasion ist, Captain. Oder zumindest das Opfer eines informellen Imperialismus der Vulkanier. So haben wir es beim NX-Projekt definitiv aufgefasst.

      JM: Aber ... lassen Sie mich raten ... Unsere vulkanischen großen Brüder helfen Ihnen auch nicht dabei, Ihren Warpantrieb zum Laufen zu bringen, oder?

      AT: Normalerweise sollten die Vulkanier das auch nicht müssen, weil Leute wie Sie die notwendigen Fachkenntnisse haben.

      JM: Moment, Sie wollen jetzt sagen, dass die Vulkanier uns jetzt unsere Arbeit störungsfrei machen lassen wollen, nachdem Millionen von uns ermordet wurden?

      AT: Ich beteilige mich nicht an Verschwörungstheorien und unverhältnismäßigen Schuldzuweisungen. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten auch die Vulkanier den Angriff nicht abwehren können.

      AT: Was ich sagen will: Ich brauche einen Chefingenieur, der mein Schiff zum Laufen bringt. Entweder Sie sind das, oder ich suche mir jemand anderen.

      JM: Sie klingen wie eine Vulkanierin ... wie eine, die keine Alternative zu mir hat, denn sonst wären Sie nicht hier.

      AT: Ich bin hier aus reiner Höflichkeit. *nimmt ein PADD aus der Hosentasche* Ich könnte Sie auch einfach einziehen lassen und auf das Schiff versetzen lassen, egal ob mit oder ohne Ihre Zustimmung. Sie sind Reservist, nicht wahr?

      JM: Und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt ... woher kenne ich das bloß? Ja, ich bin Reservist. Ichbin aber auch aktives Mitglied der Virginia National GUard ... und es sind immernoch Aufräumarbeiten durchzuführen.

      AT: Für diese Jobs gibt es genügend qualifiziertes Personal. Warpspezialisten hingegen sind etwas seltener.

      JM: Um was für ein Schiff geht es? Die Pioneer oder? Die Columbia hat 'ne andere Kommandantin in Aussicht, oder?

      Captain Takahashi nickt.

      JM: Der Warpantrieb der Pioneer ist doch hoffnungslos veraltet ... Können Sie mir garantieren, dass wir denen, die uns angegriffen haben, zeigen, dass wir uns das nicht gefallen lassen? Dass wir die Millionen Toten rächen können, so uns Gott helfe.

      AT: Ich kann keine Garantie abgeben. Aber ich bin genauso daran interessiert, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, wie jeder andere auf diesem Planeten.

      JM: Rechenschaft, das klingt nach sehr wenig.

      AT: Ich gebe keine Garantien für Dinge ab, die nicht in meiner Hand liegen.

      JM: Also möchten Sie die nicht alle umbringen?

      AT: Ich verurteile keine ganze Rasse, wenn möglicherweise nur Einzelne diesen Angriff gestartet haben.

      JM: Sie glauben also ein Angriff dieses Ausmaßes ist das Werk einzelner?

      AT: Er repräsentiert nicht zwangsläufig ein ganzes Volk.

      JM: Aber er galt einem ganzen Volk!!

      AT: Mr. Moore, ich verstehe Ihren Zorn. Ich ... habe Ihre Akte gelesen. Ich weiß, dass Sie einen persönlichen Verlust erlitten haben. Und dafür haben Sie mein Mitgefühl. Aber die Sternenflotte wurde gegründet, um neue Zivilisationen zu finden. Nicht um sie zu zerstören. Wenn wir uns auf diese Ebene begeben, sind wir nicht besser als diejenigen, die die Erde angegriffen haben.

      JM: Doch, denn wir haben nicht angefangen. Wir wurden aus dem Nichts angegriffen, ohne jeglichen Grund. Und jetzt sollten wir uns mit allen Mitteln wehren. Sie sind ja auch nicht hier, um mich auf eine Forschungsmission mitzunehmen, oder?

      Joseph Moore befürchtet, dass Takahashi die Xindi ganz dufte findet, da sicher einer ihrer Vorfahren vor über 200 Jahren auch die USA hinterrücks angegriffen hatte. Er schaut hinunter in Richtung der Altstadt und dann rüber zu Chatham Manor auf der anderen Seite des Rappahannock.

      AT: Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, dass wir uns wehren müssen. Ich halte aber nichts davon, dass wir Vergeltungsschläge ausführen. Erst recht nicht, bevor nicht alle diplomatischen Mittel ausgereizt wurden.

      AT: Aber: um die Menschheit verteidigen zu können, brauchen wir Raumschiffe mit funktionierendem Warpantrieb.

      JM: Das heißt Sie befürworten ernsthaft, dass wir als Bittsteller an diese Wesen herantreten, damit diese uns bitte bitte nicht mehr zu Millionen ermorden? Die Zeit für diplomatische mittel ist um.

      Captain Takahashi sieht zu den beiden Kanonen. Die beiden Kanonen sind 3-Zollgeschütze mit gezogenen Lauf, schwarz. Und sie sind immernoch (eigentlich eher wieder) in Richtung des Flusses und der Altstadt ausgerichtet, wo die Army of the Potomac am 13.12.1862 aufmarschierte, um den Hügel zu erstürmen, auf dem die beiden gerade sitzen.

      AT: Sie legen Worte in meinen Mund, die ich nicht gesagt habe. Ich sprach nie davon, Bittsteller zu sein. Trotzdem ist die diplomatische Herangehensweise die Sinnvollere -- nicht zuletzt, weil die Xindi uns technologisch überlegen zu sein scheinen. In einem direkten Kampf würde die Menschheit den Xindi wohl unterliegen. Und das wollen weder Sie, noch ich. Das heißt nicht, dass wir uns nicht verteidigen werden, wenn es weitere Angriffe gibt. Im Gegenteil. Auf meinem Schiff sind MACO-Soldaten stationiert und ich werde nicht zögern, sie einzusetzen, wenn das erforderlich wird. Diesen Konflikt werden wir aber nicht Waffengewalt gewinnen können, sondern nur durch intelligentes Handeln. Mr. Moore, mein Land hat drei Weltkriege gebraucht, um zu verstehen, dass bewaffnete Konflikte nicht die beste Lösung sind. Die Mentalität mag in Ihrem Land ja anders sein. Aber auch Sie werden verstehen müssen, dass wir mit einer Auge-um-Auge-Mentalität nicht weit kommen werden. Ganz im Gegenteil. Deshalb frage ich Sie: werden Sie mir helfen, die Pioneer flott zu machen, sodass wir das Überleben der Menschheit sichern können?

      JM: Natürlich, aber bestimmt nicht als Diplomat.

      AT: Ich dachte auch eher an den Posten des Chefingenieurs.

      JM: Was ist der Auftrag der Pioneer?

      AT: Bündnisse schmieden. Eine der Spezies, die die NX-01 angetroffen hat scheint der Menschheit wohlgesonnen zu sein. Und sie verfügen über Waffensysteme, die den unsrigen überlegen sind. Der Name ihrer Heimatwelt lautet Andoria.

      JM: Endoria? Noch nie von denen gehört. Also fragen wir diese Endorianer, ob sie uns helfen, weil die Vulkanier es nicht tun möchten?

      AT: So wie ich das verstehe, sind sich die Andorianer und Vulkanier nicht besonders grün. Gut möglich, dass sich Andorianer bei uns anbiedern wollen, nur um den Vulkaniern eins auszuwischen. Könnte nur zu unserem Vorteil sein.

      JM: Klingt nach einem sympathischen Völkchen diese Endor ... Andorianer.

      AT: Und Sie haben die Gelegenheit, sie kennenzulernen. Aber dafür brauchen wir Warp 3.

      JM: Was ist denn das Problem mit dem Warpantrieb?

      AT: Die mit dem Bau des Schiffes beauftragten Ingenieure sind ratlos.

      JM: Der Warp-3-Antrieb der NV-Klasse ist nicht unbedingt ein technisches Meisterwerk sondern eher ein Stöckwerk aus Kompromissen, sonst hätte man bei der Konstruktion ähnliche Einschränkungen wie beim Warp5-Antrieb. Das Hauptproblem ist die Materie-Antimaterie-Reaktorkonstruktion, die entspricht nicht dem, was die meisten von früher kennen, aber eben auch nicht dem neuesten Stand der Technik.

      AT: Ich vermute, Sie kennen sich damit aus.

      JM: Ja, ich habe damals bei der Planung mitgeholfen. Aber ich hatte selbst noch mit mit einem Warp-3-Antrieb zu tun, aber das sollte machbar sein. Es wird nur nicht ganz sauber ...

      AT: Solange kein Risiko für die Mannschaft besteht, haben Sie freie Hand.

      JM: Das kommt darauf an, wie man Risiko definiert. Die Sternenflotte hat fast juristenhaft enge Normen was den Betrieb von Raumschiffen angeht ...

      AT: Ich bin mir sicher, dass Sie einen Weg finden werden, innerhalb der Normen zu bleiben.

      JM: Ich kann keine Garantien dafür abgeben, aber ich kann es versuchen

      AT: Gut. Die Unterlagen über ihre Reaktivierung als Lieutenant und Versetzung auf die Pioneer haben Sie heute Abend noch in Ihrem elektronischen Postfach.

      JM: Natürlich Ma'am.

      AT: Dann ... hoffe ich auf gute Zusammenarbeit, Lieutenant.

      Joseph Moore nickt lediglich.
    • 27. Juni 2153

      River Bryant
      San Francisco | Sternenflottenakademie | Umkleide


      Auch River nahm nun eine Dusche. Er stand unter dem fließenden Wasser und ließ dieses über seinen Rücken laufen, während er mit den Armen an der Fließenwand abgestürzt verharrte. Seine Augen waren geschlossen und vor seinem inneren Auge ließ er die letzten Tage Revue passieren.
      Der Angriff...
      Santiago de Cuba...
      Heute San Francisco...
      Er hielt den Kopf in den Wasserstrahl und vielleicht hoffen, dass das Wasser die Sorgen wegwusch, doch natürlich Fehlanzeige. Wut staute sich in ihm an. Jemand muss was unternehmen. Die Menschheit muss was unternehmen. Die Vulkanier werden sich sicher nicht einmischen
      River lachte unvermittelt kurz auf. Die Vulkanier werden sich schon nicht einmischen. Das klang wie ein Wiederspruch in sich, wenn auch sicherlich für die Spitzohren passend. Man sucht sich lieber mal raus, wann es einem passt sich in die Affären anderer reinzuhängen.
      River drehte den Wasserhahn zu und holte ein Handtuch um sich zu trocknen.
      In der Umkleide zog er sich an - Jeans, schwarzes Longsleve, Lederjacke, Boots - und wartete noch etwas ab, ob jemand mitkommen würde.
    • Oanez Kerfadec
      San Francisco | Sternenflottenakademie | Umkleide


      Oanez hatte sich in der Damenkabine angezogen: Einlangärmliges, rotes Henley Shirt, hellblaue Jeans, Mokassains, darüber trug sie eine hellbraune Lederjacke mit Fransen. Ansonsten hatte sie ihr Äußeres nur ein wenig verändert, die noch feuchten Haare hatte sie zu zwei dicken Zöpfen geflochten, auf Kriegsbemalung hatte sie verzichtet nach dem Tag.

      Sie stieß Luft aus, als sie sich erhob und 'abmarschbereit' war, griff nach der ledernen Umhngetasche. 'Was für ein verrückter Tag... und noch verrückter, dass die Welt davon keine Notiz zu nehmen schien und nun alles, als habe man, wie in alter Zeit nun ausgestempelt und der Arbeitstag sein vorbei, ohne besondere Vorkomnisse. "Mon Dieu..." Kurz schüttelte die junge Frau den Kopf, schwang die Tasche über die Schulter. Es gab gute Tage und es gab schlechte Tage. Dieser gehörte zu den schlechteren, gut daran war nur, dass keiner ihrer Kameraden zu Schaden gekommen war.

      Die junge Frau betrat den Gang, der zwischen den Kabinen war. Irgendwie erinnerte sie der Geruch an ihre alte Intermediate Schule bevor sie auf die Senior High wechselte. Sie sah die Silhouette des Schattens von Brant. "Bon, isch bin fertig..." Alle anderen Gedanken verdrängte sie, freute sich einzig und allein auf den alkoholfreien Annanascocktail, den hatte sie sich wahrlich verdient.
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Somi Than
      San Francisco | Erdsternenflottenhauptquartier | Medizinische Abteilung



      Im Juni 2153

      Somi war noch nicht lange auf der Erde. Bis auf Weiteres sollte sie sich lediglich bereithalten für weitere Befehle und so absolvierte sie eine der vorbereitenden Pflichten die die irdische Sternenflotte vorschrieb. Sie war ein wenig durch die Korridore des recht steril wirkenden Hauptquartiers geirrt, ehe sie die Medizinische Abteilung fand und sich zu ihrer künftigen Schiffsärztin durchfragen konnte. Nun stand die Trill vor der anderen Frau, welche ein wenig überrascht wirkte.

      "Doctor Kerfadec? Mein Name ist Somi Than. Wir werden in Zukunft gemeinsam auf der Pioneer dienen, sobald sie fertiggestellt ist."
      Sie reichte ihr ein wenig einstudiert wirkend nach menschlicher Art die Hand.

      "Soweit ich informiert bin werden sie als Schiffsarzt an Bord arbeiten. Ich selbst werde als Wissenschaftlerin arbeiten und bin hier um ihnen meine medizinischen Unterlagen zu übergeben und meine medizinische Untersuchung noch vor Dienstantritt hinter mich zu bringen.

      Da ich sie gerade alleine antreffe, möchte ich direkt zur Sache kommen. Ich vertraue auf ihre Verschwiegenheit als Arzt."

      Somi übergab ihr ein Datenpadd.

      "Wir Trill teilen gewisse Informationen nur ungern mit Außenstehenden, aber ich denke da ich nun als ihr Schiffskamerad diene und es durchaus dazu kommen kann, dass ich ihre Hilfe als Mediziner in Anspruch nehmen muss...
      Unsere Spezies ist anders als es zunächst den Anschein hat. Wenn sie meinen Bauchraum untersuchen, werden sie etwas Ungewöhnliches feststellen. Nur zu, scannen sie mich."

      Währenddessen fährt sie fort: "Wir Trill sind eine symbiotische Spezies, doch weder Symbiont, noch Wirt werden zu irgendetwas gezwungen. Es ist eine einvernehmliche Symbiose, doch da viele andere Spezies dies nicht verstehen oder verstehen wollen, schweigen wir dazu normalerweise. Ich möchte heute nicht näher auf die Details eingehen, dies sollte ihnen vorerst genügen."

      Sie zögerte kurz ehe sie fortfuhr.

      "Sollte ich jemals schwer verletzt werden und sie nur die Wahl haben nur mich oder den Symbionten zu retten, retten sie bitte ihn. So wie ich mich an den vorherigen Wirt und sein Leben erinnere, leben meine Erinnerungen und Erfahrungen im Symbiont weiter und im nächsten Wirt wird so auch ein Teil von mir und mein Vermächtnis weiter existieren. Ohne Symbiont würde ich sowieso sterben. Es ist in so einem Fall äußerst wichtig, dass sie umgehend und mit allerhöchster Priorität mit meiner Heimatwelt oder dem nächsten Trillraumschiff Kontakt aufnehmen.

      Ich vertraue auf ihre Verschwiegenheit und dass sie solange es nicht ihrer Ethik oder dem Schutz des Schiffes dient niemanden etwas darüber sagen."

      Somi lächelte die andere Frau etwas verlegen an.

      "Entschuldigen sie, normalerweise halte ich keine solchen Vorträge. Wenn sie wollen, können sie nun gerne mit ihrer Untersuchung beginnen. "
      Somi Than, Wissenschaftlerin auf der Pioneer
      =/\= Homepage =/\=
    • @ Ayumi & River - ist das so okay, da zwei Zeitebenen? Sonst bitte verschieben. Danke!

      Oanez Kerfadec
      San Francisco | Sternenflottenakademie |Medizinische Abteilung


      "Oui, isch bin Doctor Kerfadec, was kann isch für sie tun, Madame Somithane?" Oanez schaute die Frau freundlich an, nahm dann die ausgestreckte Hand und schüttelte diese. Die Frau war etwas größer als sie und rothaarig. Eigentlich war an ihr nicht außergewöhnlich, sah man von den Mustern auf dem Hals ab. Das PADD nahm sie entgegen. "Naturlement, die ärztlische Schweigepflicht ist eine wichtige Bestandteil umd zu sein Docteur. Die Dienstantrittsuntersuchung also..." Sie nickte. "Wenn sie erlouben, werde isch mir die PADD kurz anschauen vor die Untersuchung. Wenn Sie bitte es sich 'ier bequem machen möchten."

      "Ah, isch verste'e, nun jede Volk 'at seine eigene Sitte..." Die zierliche Frau hörte aufmerksam zu. "Isch wäre une'rlisch, wenn isch i'nen das verspreschen würde. Als Ärztin möschte isch keine Patinten verlieren. Stets werde isch alles tun, um all meine Patienten am Leben zu er'alten. Bitte vertrauen Sie mir, dass isch die Wunsch von Sie respektieren werden."

      "Danke für die PADD die ist se'r aufschlussreisch. Bitte legen Sie sich auf die Bett dort, dann kann isch die Eingangsuntersuchung durschfü'ren." Sie trat hinüber zur Konsole, mit der das Bett gesteuert wurde.
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Somi Than
      San Francisco | Medizinische Abteilung


      Somi ging auf das gezeigte Bett zu, zog die Schuhe aus und legte sich auf die Liege.
      "Ist das so in Ordnung oder soll ich mich entkleiden? Ich bin mir über den Stand der medizinischen Ausrüstung der Erde noch nicht ganz im Klaren."

      Es verging einige Zeit und nachdem Dr. Kerfadec offensichtlich nichts an ihrer Gesundheit auszusetzen hatte, stand Somi wieder auf.
      "Danke Doctor. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit ihnen. Haben sie denn eine Idee wann es endlich losgeht? Die Admiralität bleibt da doch eher vage bisher..."
      Somi Than, Wissenschaftlerin auf der Pioneer
      =/\= Homepage =/\=
    • Oanez Kerfadec
      San Francisco | Sternenflottenakademie |Medizinische Abteilung



      "Die Stand von die Technik ist weit, aus meine Betrachtungsweise. Da isch die Stand von Trill nischt kenne 'abe isch keine An'altspunkt. Die Diagnostique ist se'r gut und auch einge Be'andlungen kann die Ein'eit durschfü'ren. Z.B. ist es nischt nötig die Schu'e auszu zie'en." Während sie sprach bediente sie die Diagnoseinheit.

      "Bon, Sie sind kerngesund und das gilt auch für die Symbiont." Im Kopf machte sie sich eine Notiz noch weitere medizinische Informationen zu Trill abzufordern. Besser zwei Quellen als nur eine, gerade bei so einer Herausforderung in den Weiten des Alls und dann eine Fremdspezies.

      Oanez schaute Somi Than an, dank der Akte wußte sie das Somi ein Vornamen und Thane das Equivalent für einen Familiennamen war. "Nein, isch weiß nischt, wann es los ge't, wir werden sischerlisch eine Eisatzbefe'l für'zeitig er'alten, damit wir die Schiff inspizieren können und unsere Abteilung. Welsche Abteilung wurden sie zugeteilt, Mrs. Thane?"
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Somi Than
      San Francisco | Medizinische Abteilung


      "Ich werde als Wissenschaftsoffizier an Bord arbeiten und bin schon sehr gespannt darauf wie weit wir bei der Erforschung mit der menschlichen Technik kommen werden. Zumindest hoffe ich, dass trotz der derzeitigen Situation die Pioneer eher ein Wissenschaftsschiff als ein Kriegsschiff wird. Sonst wären Wissenschaftler an Bord wohl auch eher nicht gefragt, oder?"

      Sie lächelte und verabschiedete sich freundlich vom Doctor. "Also bis bald an Bord."
      Somi Than, Wissenschaftlerin auf der Pioneer
      =/\= Homepage =/\=
    • Oanez Kerfadec
      San Francisco | Sternenflottenakademie |Medizinische Abteilung



      "Bon voyage und bis auf die Pioneer." Sie nickte der Trill freundlich zu. Die Frage hatte sie nicht beantwortet, wie hätte diese aussehen sollen? Die Wahrheit? Das die meisten und größten Fortschritte stets in Kriegszeiten gemacht wurden? Das Wissenschaft in manigfaltiger Art einen Krieg entscheiden konnte. Diplomatie war auch eine Wissenschaft. Oanez schaute der Trill noch nach. Vulkanier, Trill und all die anderen Spezies schienen sie, die Erdbewohner als Kinder zu betrachten. 'Sacre tabernakel...'
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Pioneer NV-10
      Juni 2153, Parallelflug zur SS Fortune in Notlage

      kurz nach der Mission "Getting from There to Here I" (10.10.2018)

      River nahm zugleich den befehl von Captain Takahashi war, als auch die Aussage von Lieutenant Moore über das Schiffscomm. Der Commander sah ernst auf den Hauptbildschirm der Brücke, auf der der Parallelflug zur SS Fortune, den Ensign Raymond im Augenblick stabil hielt, zu sehen war.
      "Es wäre idiotischer 150 Personen einem sicheren Tod zu überlassen. Wenn es eine Chance gibt, das Ding zu drehen, dann machen wir das. Ensign Raymond, Sie kommen mit mir! Wir machen Shuttlepod 01 klar!"
      Der Blick des XO wanderte zu einem Ablöseoffizier, der kurz nach seinem Befehl an Jenny Raymond die Brücke betrat und in Richtung der CONN-Station lief.
      Indes war die weitere Lage angespannt und so ziemlich jedem, der involviert war, schossen Gedanken und Überlegungen durch den Kopf.
      "Wir sollten das Schiff scannen. Wenn ein Hardwareproblem vorliegt, wird die Software sicher nicht lange kompensieren. Wir sollten die kaskadierenden Troubleshoots im Auge behalten, nicht, dass das Team auf dem Weg oder in der Fortune mehr Probleme bekommt, als gehandled werden können."
    • Ayumi Takahashi
      Pioneer | Brücke

      So hatte sie sich den ersten Flug ihres Schiffes nicht vorgestellt. Kaum hat die Pioneer das Raumdock verlassen, musste sie schon ein waghalsiges Rettungsmanöver durchführen. Ein automatisiert gesteuertes Kolonieschiff drohte, aufgrund einer Fluktuation des Warpfeldes zerstört zu werden, was den Tod der 150 im Kälteschlaf befindlichen Passagiere bedeuten würde.

      Per Fernsteuerung konnte zwar das Kolonieschiff, die SS Fortune, navigiert werden. Die Fehlfunktion des Warpantriebs musste aber innerhalb der nächsten 15 Minuten vor Ort behoben werden - ansonsten bricht das Warpfeld zusammen.

      Die NX-01 könnte möglicherweise den Transporter einsetzen, doch die Pioneer war mit dieser modernen Technik nicht ausgestattet.

      Der Chefingenieur Lieutenant Moore hatte vorgeschlagen, zu versuchen, die Warpfelder anzugleichen und ein Shuttlepod loszuschicken, das im Warpfeld der Fortune mitgezogen wird. Das Shuttlepod hätte nur ein paar Sekunden Zeit, um in das fluktuierende Warpfeld der Fortune zu kommen. "Riskant" war nicht ansatzweise der richtige Begriff dafür.

      Der Kanal zum Maschinenraum war noch immer offen.

      "Lieutenant Moore, wäre es möglich, das Shuttlepod am Greifer zu befestigen, sodass wir es gezielt zur Fortune lenken können?" fragte sie über das Interkom.
    • River Bryant
      Pioneer | Brücke

      In seinem Kopf ging er durch, wen er noch mit in das Shuttle stecken würde. Er brauchte dringend noch einen Ingenieur, doch die gesamte Crew kannte er noch nicht, zumindest nicht persönlich, sondern lediglich aus den Akten. Moore wäre zwar eine Option, aber wenn der Warpkern der Pioneer in Schwierigkeiten gerät, ist er der Mann im Maschinenraum, der unentbehrlich ist.
      "McClane...", murmelte er als gedankliche Notiz sich selber zu.
      Später wäre sicher medizinische Unterstützung, Sicherheit und ein Reparaturteam von Nöten, aber für's erste würden die drei reichen. River dachte pragmatisch dabei. Wenn nur drei gehen, können auch nicht mehr bei dem Manöver draufgehen. Diesen Gedanken auszusprechen würde er sich nicht wagen, zumal die Leute in dem Shuttle später sehr genau wissen, worauf sie sich einlassen.
      Sein Blick wanderte nun zum Turbolift und River setzte sich in Bewegung.
    • Oanez Kerfadec
      Pioneer NV-10 | Krankenstation



      Oanez war die gesamte Krankenstation mehrfach abgegangen, um sich mit dem Ausmass der Stationselbst vertraut zu machen. Und um zu wissen, wenn es zu einem Einsatz kam, sie nicht suchen mußte, an welcher Stelle die medizinischen Diagnoseeinheiten plaziert waren. Mittlerweile war einige Zeit vergangen und sie hatte sich bewusst eine Pause gegönnt.

      Pause? Nein, doch eher nicht, sie hatte sich nur hingesetzt, den Eingang von Nachrichten überprüft und ggfs. diese sortiert und ihre Planung der nächsten Tage aufgenommen. Ein paar Dinge gingen ihr durch den Kopf. Die Krankenstation war klein, was wenn man mehr Platz benötigte, würde man einen der Hangare oder Lagerbereiche als Ausweichort benutzen können? Dann war da die Frage, wie konnte man eine große Anzahl von Patienten versorgen?

      Namid lehnte sich in ihrem Sessel zurück, legte den Zeigefinger der linken Hand auf ihre Nasenspitze und überlegte. Ihr kam da ein ziemlich abgefahrener Gedanken. Um den umzusetzen würde sie erstmal mit Cmdr. Bryant als XO sprechen müssen. Wenn alles funktionierte wäre es lohnenswert.
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Jenny Raymond
      Pioneer | Brücke

      Keine zwei Stunden saß Jenny Raymond am Steuer der Pioneer und schon gab es einen Zwischenfall. Während Commander Bryant anfing zu sprechen, steuert Jenny noch das Schiff ein kleines bisschen näher an die Fortune heran. Dieses Manöver war, obwohl es alles in allem Betrachtet recht einfach war, unglaublich aufregend für Jenny. Nach sechs Jahren langweiliger Flüge für verschiedene Erden-Frachtdienste und den beinahe noch langweiligeren Monaten auf der Stenrenflottenakademie war dieses Warp-Manöver wie eine Erlösung nach langen Jahren des Leidens. Dann rief Commander Bryant sie auf. Für einen kurzen Moment war sie verwirrt, aber als der Commander hinzufügte, dass Shuttlepod 01 gestartet werden würde war für sie klar, dass dieses Abenteuer gerade noch einmal besser geworden war. Einen Pod bei Warp an ein anderes Schiff andocken? Das würde wirklich spannend werden, und so gab Jenny freiwillig ihre Konsole an das Ersatzcrewmitglied weiter - zumindest während dieser Mission.

      Während Commander Bryant noch etwas vor sich hin murmelte ging die Pilotin der Pioneer - die erste Pilotin der Pioneer, dachte sie - auf den Turbolift zu.
    • Maschinenraum

      Joe überlegte einen Augenblick. Er brauchte nicht lange zu überlegen oder sich irgendwelche technischen Daten anzusehen, bevor er die Interkom betätigte. "Ja, Madam. Das ist aber eher eine theoretische Möglichkeit. Dazu müssten wir erst einen Shuttlepod absetzen, und den Greifarm genau an dessen Schwerpunkt befestigen, der sich dann natürlich auch nicht mehr verändern darf. Das wäre natürlich machbar und würde nur Zeit kosten, aber der Greifarm ist nicht darauf ausgelegt bei Warp in zwei verschiedenen fluktuierenden Warpfeldern eingesetzt zu werden. Ich sehe gegenüber dem RKS des Shuttlepods keinen Vorteil, sondern eher den Nachteil der Kontrollierbarkeit und strukturellen Integrität des Greifarms. Sie sollten sich mit der Entscheidung aber nicht mehr viel Zeit lassen, denn wir müssten, egal was wir versuchen hier einige Vorbereitungen treffen, wofür wir außerdem genaueste Daten zur Feldstärke und Warpfeldgeometrie der Fortune und Subraumkarten des umliegenden Raums benötigen. Und natürlich bräuchten wir genaue Spezifikationen des Shuttlepods, der Zuladung und des geplanten Anfluges, aber die können wir natürlich wirklich erst bekommen, wenn ... Entscheidung jedenfalls."
      "Those God darn Vulcans, they took our joooooobs."
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