Ama'Rtar

    • 22. Jhd.

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    • Dockingstation Erdorbit
      Zugangskontrollposten

      Der kahlköpfige Alte stand da, kerzengerade, die Arme hintern Körper verschränkt, die Mütze tief in die Stirn gezogen. Er hoffte, das Alien Termine ebenso ernstnahmen, wie er. Er blickte auf sein Chronometer. Nur noch zwei Minuten. Da war nicht wirklich viel Zeit, zum Schulungsort Raum Y012 zu kommen und sich auch noch abzusprechen. Er hoffte, dass sie verstanden hatte wie die Menschen die Zeit berechneten und benannten. Er hatte sie beinahe übersehen, erst im letzten Moment war sie ihm aufgefallen. "Guten Tag MCPO Schmid. Ich melde mich zur Stelle, Sir." Der Alte schmunzelte. "Tja, ihnen auch einen schönen Tag Mrs. Lekev. Bereit als Löwenbändigerin aufzutreten?" "Löwenbändigerin???" Er schmunzelte breiter. "Das ist so eine Metapher, Mrs. Lekev. Ich dachte nur weil sie vollen Putz angelegt haben." "Putz? Sie meine die Galauniform mit Überwurf und die Maske?" Er nickte. "Ja, so würden wir Menschen das bezeichnen. Muß die Maske denn wirklich sein." "Nein, absolut nicht ein dreieinhalbstündiges Begrüßungsritual und ich kann sie ablegen." "Mein Gott, geht es auch etwas einfacher?" "Offiziell?" "Ja." "Nein." "Toll!" "MCPO Schmid, bitte es ist eines unser wichtigsten Rituale, die Maske verschont sie dafür. Wie sagen Menschen? Einen Tod muß man sterben, nicht wahr?" Schmid schüttelte sein Haupt. "Ach Kindchen... na dann wollen wir mal. Schon eine Idee was Du machen willst?" "War das nicht ihr Vortrag?" "Naja, schon, aber Balgair sagte Du übernimmst." "Das tue ich, wie versprochen, natürlich. Ich dachte daran, einen Überblick zu geben über meine Welt, soweit zugelassen von meiner Regierung, ich habe ein paar holographische Bilder dabei, um das Ganze zu unterstützen. Ich hoffe das ist interessant." "Ja das könnte sie von den Hockern hauen. Erst ein Al... eine Dozentin einer anderen Spezies und dann noch gleich die Welt vorgestellt bekommen, das hat was."

      Die zwei marschierten durch die Zugangskontrollposten und steuerten den Vortragssaal X001 an. Schmid wurde langsamer. "Ist etwas nicht in Ordnung, MCPO Schmid?" Er seufzte kellertief. "Ist nicht meine Welt... also das mit den Vorträgen. ich stehe da lieber an der Front, das ist einfacher." Hinter Maske konnte man ihr Gesicht nicht sehen, wie milde sie lächelte. 'Das war also sein Problem.' "Ich verstehe. Sie waren mal Cordian, wenn ihre Vitae korrekt ist." "Ja, schon, aber nur kurz, eher inoffiziell." "Wollen Sie davon erzählen?" "Malen sie bloß den Teufel nicht an die Wand, Kindchen."
      Wie die innere Struktur des Kristalls implizit vorhanden ist, so tragen wir alle ein vollkommenes diamantenes Selbst in unserem Inneren. Es wartet nur auf die Möglichkeit, sich zu bilden. Als Geschenk besitzen wir bereits die Vision, wie wir als Coridaner werden können: ein Coridaner mit Klarheit, der Strahlkraft und Vollkommenheit eines Juwels.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Axilya Lekev ()

    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - Raum Y012


      Schmid stand am Rednerpult. Die Mikrophone vor ihm, zur Linken eine Flasche mit Mineralwasser. Der Alte schwitzte stärker, als er die 'Meute' vor sich sah: 80 Frischlinge! Er schluckte, fuhr mit einem Taschentuch über seine Stirn. Lieber hätte er ein paar Klingonen gegenübergestanden, als den Kadetten. Das hier war ihm zu theoretisch. Er klopfte gegen das Mirophone, räusperte sich. "Ich bin MCPO Schmid und begrüße sie alle hier auf der Dockingstation im Erdorbit. Über den Tag werde ich sie begleiten." Er holte tief Luft, so viel hatte er schon weit Wochen nicht mehr an einem Stück geredet. "Die Agenda ist ihnen allen ja bekannt. Lassen Sie uns sozusagen in medias res starten, ja, äh... also dann. Mrs. Lekev."

      Für einen Moment war schweigen angesagt, kein typisches klopfen auf dem Tisch, was Schmid arg irritierte, allerdings huschte ein Lächeln über sein Gesicht, als er die großen Augen der Frischlinge sah, die größer und größer zu werden schienen. Das konnte nur eins bedeuten, Mrs. Lekev war im Anmarsch.

      Axilya betrat das Auditorium. Die Maske die reptilioid wirkte angelegt, marschierte sie direkt zum Rednerpult. Schmid hatte gefragt ob sie noch irgendeinen anderen Effekt mit der Maskae hätte erzuegen können, was sie verneint hatte, was nicht richtig war. Kurz nickte sie Schmid zu, als sie das Rednerpult erreicht hatte, der sich seinerseits zurück zog und einen Platz suchte. Lekev ließ die Stille wirken, ehe sie den Kopf in den Nacken legte und mit Kraft und Inbrunft "CORE-ah-don!" erschallen ließ. Sprache war, wie die Klingonen sagten, wie eine Waffe, die Verlängerung des Armes.

      "Guten Tag, ich bin Axilya Lekev, eine Cordianitin. Zur Zeit nehme ich am IAP teil und versehe meinen Dienst auf der NY-12 Gagarin als Kommunikationsoffizierin. Lassen sie mich zuerst MCPO Schmid meinen Dank aussprechen, für die Möglichkeit, Heute vor Ihnen zu referieren, was mir viel bedeutet." Sie legte die rechte Hand auf ihr Herz und verneigte sich kurz in seine Richtung. Schmid winkte ab, er konnte alles, nur nicht im Mittelpunkt stehen. Das Klopfen der Frischlinge auf den Tischen, ließ Röte in sein Gesicht steigen.
      Wie die innere Struktur des Kristalls implizit vorhanden ist, so tragen wir alle ein vollkommenes diamantenes Selbst in unserem Inneren. Es wartet nur auf die Möglichkeit, sich zu bilden. Als Geschenk besitzen wir bereits die Vision, wie wir als Coridaner werden können: ein Coridaner mit Klarheit, der Strahlkraft und Vollkommenheit eines Juwels.
    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - Raum Y012


      Der holographische Projektor zeigte einen Ausschnitt des Weltalls. "Das System ist Chi1 Orionis es beinhaltet zehn Planeten. Der wichtigste Planet ist Coridan Prime, meine Heimatwelt. Politisch ist Coridan Prime geeint in der Volksrepublik Coridan. Fällt ihnen etwas ein zu Coridan Prime?" Sie blickte in die Menge und sah dann einen der Kadetten seine Hand heben. "Bitte." Sie deutete in seine Richtung. "Baldwyn Cord, Engineering Branch. Dilithium, auf Coridan Prime gibt es die größten Dilithium Vorkomnisse in der uns bekannten Galaxis." Axilya nickte zustimmend. "Das ist korrekt. Fällt ihnen eine Gemeinsamkeit zwischen Coridan und Terra... Verzeihung der Erde ein?" Diesmal meldete sich eine rothaarige Frau. "Ja, bitte." "Ilka Eskjens, Command Branch. Die Cordianer sind, ebenso wie wir mit den Vulkanier verbündet." "Das ist ebenfalls korrekt. Leider ist die Bindung untereinander nicht so hoch, dass wir alles miteinander Teilen, wie z.B. Daten und Informationen über andere Spezies oder Antriebe, mBewaffnung, Panzerung und und und. Aber es ist ein Anfang und es wird durch das IAP verstärkt."

      Ein weiterer Frischling meldete sich. "Melvyn Mandracis, Command Branch. Ist es richtig, dass man den Rang niederlegen muß um am Programm teilnehmen zu können?" "Als Terraner sagen sie, wenn ich ihre Metaphern richtig verstehe, ein eindeutiges jein. Ich halte das Patent und Rang einer Bandou, was einem Ensign entspricht. Auf der anderen Seite, habe ich keinen Rang für die Dauer das ich auf dem Schiff meiner Arbeit nachgehe. Die Idee war sicherlich durch den wissenschaftlichen Ansatz geboren und kommt durch die Wirklichkeit in Schieflage. Trotz allem verständlich, ein Schiff hat eine klare Befehlskette und natürlich will niemand, dass ein Mitglied einer anderen Spezies z.B. ein coridianintisches Schiff befehligt. Vielleicht kommt das eines Tages."

      Der Vortrag lief oder besser gesagt es wurde eine offene Diskussion in der Ideen ohne Zwang ausgetausch wurden. Hinter ihrer Maske strahlte Axilya, sie freute sich, das es gut gelaufen war.

      Schmid trat ans Mikrophone. "Vielen Dank Mrs. Lekev für ihren Vortrag und die Diskusson. Ebenso geht mein Dank an die Kadetten der Sternenflottenakademie. Bitte beachten sie die kleine Änderung, das wir nun alle gemeinsam das Mittagessen einnehmen in Raum X012a. Vielen Dank." Die Augen Axilya wurden größer als sie hörte. Gemeinsam mit allen Menschen in einem Raum... das waren nicht nur gute Erinnerungen.
      Wie die innere Struktur des Kristalls implizit vorhanden ist, so tragen wir alle ein vollkommenes diamantenes Selbst in unserem Inneren. Es wartet nur auf die Möglichkeit, sich zu bilden. Als Geschenk besitzen wir bereits die Vision, wie wir als Coridaner werden können: ein Coridaner mit Klarheit, der Strahlkraft und Vollkommenheit eines Juwels.

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    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - Raum Y012a


      Der Alte trat an Axilya ran. "Danke, Kindchen, hattest alle unter Wind, Respekt. Ach wegen des gemeinsamen Essens, das war 'ne Idee von unserem Lametta-Fürsten, Commander Synder, konnte ich nicht ändern. Alles damit er glänzt. Er hat Ambitionen, will an die Akademie der Erdsternenflotte, am Besten als Leiter." Schmid schnaubte. "Was machen wir nun, wir zwei Hübschen?" Er griemelte breit. "Einen Kaffee trinken, das ist möglich, aber eine Speise werde ich nicht einnehmen." "Mmh, wirklich? Wäre schade, gibt Spanferkel mit Bratkartoffeln und Sauerkraut." Sie schüttelte den Kopf. "Es tut mir leid, aber die Maske dient meinem Schutz und ich setzte sie nur ab, wenn..." "... das drei Stunden Ritual durchgeführt worden ist. Schade, Du verpasst eine Menge." "Möglich, aber unter so vielen Menschen fühle ich mich schon wohler mit Maske." Schmid schüttelte den Kopf. "Kindchen, die würden Dir ohne Maske so aus der Hand fressen... äh das ist 'ne Metapher. Wirklich." "Ich, ich kann nicht." "Gut, dann auf in die Höhle der Löwen." Axilya nickte und öffnete die Tür zum Essenssaal.

      Kaum das die beiden den Raum betreten hatten, trat erst Stille und kurz darauf geschäftiges Treiben ein. Für Axilya vollkommen überraschend, winkte einer aus der Menge ihr zu, bot ihr an doch Platz zunehmen. Das war wohl etwas typisch terranisches. Sie nickte, wandte sich Schmid zu. "Wir teilen uns auf und wechseln dann öfters die Plätze, einverstanden MCPO Schmid?" "Klar, Kind... Natürlich Mrs. Lekev, ein schöner Vorschlag." Gesagt, getan. Axilya steuerte den Tisch an, von wo aus man ihr als erstes zugewunken hatte. "Mrs. Lekev, M'am, bitte setzen Sie sich doch. Vielen Dank dass Sie meine Einladung angenommen haben." Die Augen der Kadettin beäugten die Maske genau, das ließ sich nicht verbergen. "Möchten Sie etwas essen oder trinken, M'am?" "Danke, gerne, einen Kaffee." Es schien als wollten alle am Tisch irgendwie teilhaben ihr einen Kaffee zu besorgen. "Vielen Dank, Ihnen allen." Die Cordianitin holte ihren Trinkhalm hervor, schüttete noch einen große Menge Zucker in das fettige, schwarze Getränk. Sie konnte die Enttäuschung der Kadetten nahezu spüren, weil sie die Maske ncht abgenommen hatte. "Bitte, machen sie sich keine Umstände und nehmen sie ihre Mahlzeit ein." Der Kadett der ihr gegenüber saß war ihr im Gedächnis geblieben, mit seinem brauenn Teint und den schwarzen gelockten Haaren. Axilya versuchte sich an den Namen zu erinnern, bekam ihn aber nicht ganz zusammen, nur Melvyn war ihr noch präsent.

      Mandracis seiner seits starrte auf die rechte Hand der Cordianitin. Er räusperte sich. "M'am, darf ich eine Frage stellen?" Sie nickte. "Natürlich." "M'am, ihre Hand, ihre rechte Hand..." Er hielt inne, überlegte wohl wie er es formulieren sollte. "...also, ist das typisch für ihre Spezies? Es wirkt wie eine Symbiose zwischen Wesen und Technologie. Es soll Spezies geben, die dies stets tun um sich zu verbessern." Ihre mangoldfarbenen Augen schienen für einen kurzen Augenblick zu glimmen. "Mr. Melvyn..." Die Wangen der jungen Mannes wurden knatsch rot. "... meine Spezies ist keine, die leichtfertig Technologie implantiert. Wir betrachten die Wesenheit als ein hohes Gut. Wenn also, wie in meinem Fall extensiv Implantate eingesetzt wurden, bedeutet das, dass es keine anderen Möglichkeiten gab, die Hand und ihre Funktionen zu erhalten." Er kam ins Stottern. "Ent... entschuldigung... ich... wollte nicht..." Sie schüttelte leicht den Kopf. "Mr. Melvyn, sie haben eine Frage gestellt und eine Antwort erhalten. Es besteht also kein Anlaß sich zu entschuldigen."

      "Ist etwas vorgefallen, Mrs. Lekev?" Die schneidende Stimme kam direkt von hinter ihr. Intuitiv wusste sie nun warum Melvyn wie ein getretenes Panzerhörnchen dreinblickte. Langsam erhob sie sich und wandte sich dem Redner zu. Er stand da, stocksteif, einen kleinen Stock unter die Achsel geklemmt und dreinschauend, als wären keine Kristalle in den letzten Wochen gewachsen. "Commander Snyder, Sir. Nein, absolut nicht wir waren gerade in einer lebhaften Diskussion über Eigenarten der Spezies. Wollen Sie sich zu uns setzen?"
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    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - Raum Y012a


      "Zu Ihnen setzen... nein, ja." Commander Snyder nahm Platz, etwas wiederwillig. "Eigenarten der Spezies, ja?" Axilya nickte. "Ja, über die Eigenarten der Spezies." "Ach, ich dachte Sie sind Linguistin, Mrs. Lekev." "Das ist korrekt, jedoch wäre das Seil zu kurz, wenn ich mich nicht für die Kultur interessieren würde, nur so kann ich wirklich die Sprache für mich erschließen. Viele Ausdrücke, Metaphern wäre unverständlich, wenn man nicht auch einen Teil der Kultur kennen würde." Snyder saß da beobachtete die Cordianer mit Argusaugen. "Sie kennen also unsere Kultur?" Wie er es sagte klang es fast spöttisch. "Nein, das kann ich nicht. Es gibt zuviele terranische Kulturen wie ich gelernt habe, das unterscheidet Terraner deutlich von der cordianischen Kultur." "Sie sind also einfacher gestrickt." "Nein, unsere Kultur ist hochkomplex, vieles ist ritualisiert. Der Unterschied besteht in der Anzahl der Kulturen." "Ja und sie tragen Masken und anderen Schmuck." "Wie meinen sie das mit Schmuck tragen?" Mandracis schloss kurz die Augen, er hoffte, dass er sich irrte und Snyder nicht in seiner 'so unendlich empathischen Art' in dasselbe Fettnäpfchen trat wie er vorhin.

      Sie holte tief Luft. "Commander Snyder, wir sind unterschiedlich und haben dennoch Gemeinsamkeiten. Z.B. das wir nicht alles Wissen, das wir haben teilen." Axilya fragte sich ob der Commander auf die Prothese oder die Masken Tätowierung auf ihrem linken Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger angespielt hatte. Menschen hatten ähliche Hautbilder, wie sie gelernt hatte. "Meinten sie dies als Schmuck?" Sie deutete auf die Tätowierung. "Das würde ich als Schutzsymbol bezeichnen." "Gütiger Gott, nein, Mrs. Lekev. Das ist eine primitive, ja barbarische, schon lange überkommene Form einer Psydokunst. Ich dachte da eher an den extensiven Fingerschmuck."

      Da war wieder das Funkeln in ihren Augen. Doch ehe sie etwas erwidern konnte, ergriff Mandrakis das Wort. "Commander Snyder, Sir, ich kann ihre Faszination verstehen. Es wirkt filigran, wie eine Kette, doch das alles ist integraler Bestandteil der Prothese. Eine fantastische Arbeit!" "Prothese, ja." Synder war schlagartig klar geworden das er einen faux pas begangen hatte, der ihm peinlich war. "Ich habe leider noch eine andere Verpflichtung. Wenn sie mich entschuldigen wollen." Die am Tisch Anwesenden nickten und Snyder schob ab. "Tur mir leid..." sagte Mandracis. "... meine Frage war schon blöd." Axilya schüttelte leicht den Kopf. "Das kann passieren, wir müssen noch viel von einander lernen." Mandracis nickte zustimmend. "Gute Idee! Vielleicht können wir uns mit einer kleinen Gruppe treffen, natürlich ganz zwanglos. Gerne auch zivil." Die Augen Melvyns hatten auf einmal einen Glanz. Ein Räuspern, dann eine sonore Stimme hinter ihm. "Junge, das wird so nicht gehen. Mrs. Lekev hat keine Erlaubnis die Station zu verlassen." Schmid hatte sich hinter ihm aufgebaut, er konnte doch Axilya den Frischlingen einfach so überlassen.
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    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - Raum Y012a - Andockbereich


      Schmid hatte die Cordianerin wieder unter seine Fittiche genommen und begleitete sie zur Gagarin "Mmh, ja, also vielen Dank, ich hätte das nicht so locker hinbekommen, ehrlich" Hinter der Maske konnte man ihr freundliches Lächeln nicht sehen. "MCPO Schmid, ich bin mir sicher, dass Sie das auchgeschafft hätten. Die jungen Leute akzeptieren Sie, schätzen ihre Erfahrung, auch wenn sie vielleicht ein wenig anders ticken." "Weiß nicht, ich mag nicht so einer Horde Frischlinge gegenüber zu stehen." "Das wird sich geben. An der Universität war es auf Coridan Prime Pflicht in jedem Abschnitt, sie würden wohl Semester sagen mindestens einen Vortrag zu halten, bei Lingustik war das Minimum drei. Wir waren nicht immer nett zu einander, konkurrierten ja." Sie lachte. "Aber es hat nichts geschadet." "Wenn Du es sagst, Mädchen. Appropos, der Typ..." "Mandracis?" "Ja, eben jener, ist ein Süßholzraspler." "Das verstehe ich nicht, was hat das zu bedeuten?" Schmid blieb stehen, fuhr sich fast verlgen über seinen kahlen Schädel. "Also er, er hat versucht... also wir hier auf der Erde nennen das anbaggern, also..." "Meinen Sie er wollte Kontakt herstellen?" "Ja, genau das wollte er, auf einer persönlichen Ebene." "Oh,ich verstehe auf der anderen Seite, warum nicht? Menschen sind neugierig."
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    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - W201 - Orbit Lounge - Andockbereich

      Axilya wartete vor dem Eingang zu Orbit Lounge. Anders als am Vormittag trug sie keine Uniform sondern, ein für ihre Kultur feminines Alltagskleidung. Um nicht aufzufallen trug sie keinen Helm, sondern eine Pillbox tief ins Gesicht gezogen mit Schleier. Sie fragte sich, ob Menschen eine andere Einstellung zur Zeit hatten. An Bord der Gagarin war sie zur Überzeugung gelangt, dass es da keine andere Ansicht gab.

      Ein Seufzer entfuhr ihr die Verabredung würde wohl nicht stattfinden, Mandracis war nicht erschienen. Lekev wandte sich ab und ging gerade in Richtung Kontrollposte, als sie angesprochen wird. "Mrs. Lekev?" Langsam drehte sie sich um. Mandracis entfuhr ein "Wow..." Schnell fing er sich, lächelte verlegen. "Es tut mir leid, mir war nicht bewusst, dass sie hier draußen warten, mein Fehler." "Das wäre vollkommen unmöglich ein fremdes Haus zu betreten, man wartet auf den, der eingeladen hat, damit er die Person in seine Gesellschaft einführen kann." "Interessant, das ist sehr formal. Darf ich ihnen meinen Arm anbieten?" "Es tut mir leid, aber das geht nicht wir kennen uns nicht gut genug, noch haben wir eine formelle Begrüßung durch geführt." Er seufzte. "Und nun?" "Nun gehen wir hinein, gemeinsam, ih nehme die, wie sagen die Menschen, guten Willen für die Tat." "Gerne. Bitte nicht antworten wenn Sie nicht möchten, Mrs. Lekev. Sie tragen ihre Maske nicht, warum?" "Das ist leicht erklärt, wir sind hier in einem zivilen Bereich und ich möchte niemandem erschrecken mit der Maske. Mein Antlitz ist auch so verhüllt." Er nickt. "Verstehe, sie haben von Terra Prime gehört. Bitte..." Er hielt ihr die Tür auf. "... wir sitzen da hinten, direkt am Fenster, von dort können wir die Erde sehen."
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    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - W201 - Orbit Lounge - Andockbereich

      Melvyn Mandracis hatte gewartet, bis sie sich gesetzt hatte und dann erst selbst Platz genommen. "Möchten Sie etwas trinken?" fragte er. "Ja, gerne, etwas leichtes, mit fruchtigem Geschmack und bitte ohne Alkohol. Es tut mir leid, aber ich habe bisher nicht viele verschiedene Getränke ausser Kaffee und Wasser ausprobiert." "Das ist nicht gerade viel." Ihre Augen beobachteten Melvyn, wie er sich bewegte. "Eine Bitte habe ich noch, könnten wir nicht einfach zu einem Du übergehen? Wir sind nicht so formal auf der Erde." "Das ist ein Gegenteil zu dem, wie wir sind." "Oh, wirklich? Das kann man bestimmt doch ändern?" "Nein, meine Familie würde es nicht gestatten und Remmen würde einen Versuch als einen üblen Akt ansehen." "Remen, ihr Freund?" Melvyn machte ein Gesicht wie sieben Tage Regen. "Remen ist mein Bruder." Axilya musste schmunzeln. "Er würde es übernehmen mich vorzustellen, erst nachdem er Sie geprüft hat Mr. Mandracis. Wenn er Sie akzeptabel finden würde, dürften Sie mich mit Axilya Lekev anreden." "Mein Gott, das ist ja schlimmer als bei den Sizilianern." "Was sind Sizilianer?" Melvyn kam etwas in Schleudern. "Äh, eine Volksgruppe." "...die strenge Regeln haben. Das ist bei uns ählich. Nach einigen Monaten würden Sie meinen Eltern vorgestellt, erst dann dürften Sie nur den Vor- oder einen Kosenamen benutzen."

      Melvyn Mandrakis hatte sich das anders vorgestellt. "... und die Jugendlichen unterlaufen das nicht?" Axilya zögerte einen Moment. "Nicht wirklich, wir sind unseren Familien verpflichtet, wir werden nichts tun, was ihnen schadet und falls doch, zahlen wir einen Preis dafür." Melvyn musste lächeln. "Sie waren bestimmt die bravste Tochter von allen, hab' ich Recht?"
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    • Dockingstation Erdorbit
      Öffentlicher Teil - W201 - Orbit Lounge - Andockbereich

      Ein langes Schweigen folgte. Als Melvyn schon glaubte, das er den Abend mit seiner Bemerkung geschrottet hätte, sprach Axilya. "Nein, bin ich nicht. Dies heßt aber nicht, dass ich unsere Traditionen nicht ehre." "Nicht, was haben Sie denn getan?" Die Cordianerin wollte darüber nicht sprechen und formulierte es auch so. "Das ist nichts, worüber ich rede. Reden Sie über alles Mr. Mandrakis?" "Touché, nein, natürlich nicht. Menschen sind neugierig, im Grunde unseres Herzens sind wir Forcher..." "...und treten Fremdwesen auch schon mal auf die Füße, wie Menschen sagen." "Tja das ist so mit dem Bären der sich wäsht aber nicht naß werden will." Er holte Luft. "Ich denke, ich verstehe. Ich habe mich eingetragen bei der Sterenenflotte, um neue Welten zu entdecken, Phänomene andere Spezies. Mein erstes Jahr habe ich bald hinter mich gebracht, voraussichtlich erfolgreich. Gut die Abschlußtests stehen noch aus." "Wie viele Jahre müssen Sie studieren? Gibt es auch Quereinsteiger?" "Hängt von der eigenen Befähigung ab, meist vier Jahre. Quereinsteiger sind selten, meist kommen sie aus dem medizinischen Bereich. Wir hatten eine Phase der Xindi-Krise, da wurden auch andere Quereinsteiger genommen. Gibt es das bei Ihnen auch?" "Ja, so etwas gibt es bei uns, natürlich. Ich habe Linguistik studiert und im letzten Jahr mich eingeschrieben für die Raumflotte." "Und dann gleich in das Austauschprogramm, wow, Sie müssen ein Überflieger sein." "Überwas?" "Überflieger, eine Bezeichnung für jemanden der mehr als gut ist in seinem Job." "Das würde ich so nicht sagen." "Okay, ich frage jetzt nicht wieviele Sprach Sie so beherrschen, fließend in Wort und Schrift..."

      Der Ober trat heran. "ihre Getränke... haben die Herrchaften schon gewählt?" "Verzeihung, wir haben unsere Suche noch nicht abgeschlossen." Axilya hatte geantwortet, noch ehe Melvyn auch nur den Mund aufgemacht hatte.
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      Öffentlicher Teil - W201 - Orbit Lounge - Andockbereich


      Melvyn schaute Lekev an, schweigend. "Habe ich etwas falsch gemacht?" Fragte sie. "Ja, nein... nicht wirklich. Manchmal verfallen wir noch in alte Muster." "Alte Muster?" "Das ist schwierig zu erklären..." "Hat das mit Balzverhalten und Süßholzraspeln zu tun?" Die Gesichtsfarbe Melvyns veränderte sich, er hustete. "Wir sollten unser Essen aussuchen, sonst bekommen wir nichts mehr, Mrs. Lekev." Sie nickte und registrierte, dass er nicht geantwortet hatte. "Was würden Sie mir empfehlen?" "Um ehrlich zu sein, ich weiß nichts über die Ernährung ihrer Spezies, Mrs. Lekev." "Ich verstehe, wir essen Flechten, Moose, Gemüse und auch Fleisch." "Sie vertragen irdische Kost?" "Mein Heiler sagte mir ich würde sie vertragen und bisher stimmte das auch... bis auf einmal." "Filet vom Rind, Prinzesskartoffeln, grüne Bohnen, dazu eine Sauce Bernaise?" "Gerne probiere ich das."

      Das Essen war beendet. Mandracis hatte natürlich immer versucht einen Blick auf sie zu erhaschen als sie aß, doch Axilya war so geschickt im Umgang mit Messer und Gabel, dass er nur etwas erahnen aber nicht sehen konnte.

      Die Cordianer blickte auf ihr Chronometer. "Es wird Zeit. Vielen Dank für die Einladung und das Essen. Gerne revanchiere ich mich bei Gelegenheit." Mandracis lächelte. "Es freut mich, dass es gefallen hat, Mrs. Lekev." Er tat sich noch immer schwer sie mit dem Familiennamen anzusprechen, es war so unüblich, so Distanz aufbauend. Er erhob sich und umrundete den Tisch, so dass er hinter ihr stand. Axilya erkannte diese Geste als eine die es auch bei ihrer Spezies gab. Sie erhob sich, wandte sich ihm zu, neigte ihr Haupt. "Nochmals vielen Dank für die Einladung."

      Gemeinsam verließen sie das Restaurant.
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      Öffentlicher Teil - W201 - Orbit Lounge - Andockbereich


      "Ha, erwischt!" Melvyn zuckte ebenso zusammen wie Axilya. Ehe sie sich versahen waren sie von Kadetten umringt. "Melvyn Du bist ein echter Schwerenöter! Hast Du gedacht, dass wir kriegen das nicht mit?! Pustekuchen!" Ilka Eskjens, die rothaarige Kadetin hatte laut gesprochen und zum Schluß fast geprustet vor Lachen ähnlich wie es Baldwyn Cord und die anderen Kadetten und Kadetinnen. "Wir möchten nur teilhaben, wenn Du schon eine unserer Tutorinnen 'entführst'. Einer für alle, alle für einen! Wollten Dir aber auch den Spaß nicht ganz verderben, deshalb haben wir hier gewartet. Also auf nach San Franzisco ins 'Cochrame's Delight! Wenn das für Sie in Ordnung ist Bandu Lekev." Sprach Baldwyn.

      Axilya fühlte sich bedrängt von so vielen Kadetten umringt zu sein. Vorsichtig hob sie die Hand. "Bitte, ich halte auf der Erde keinen Rang, also bitte nur Mrs. Lekev. Ich habe keine Erlaubnis die Station zu verlassen." Ilka schüttelte den leicht den Kopf. "Das kriegen wir hin, wir bringen sie hin und zurück, versprochen." "Das... das ist illegal, Mrs. Eskjens!" "Nö, wir haben eine Erlaubnis für sie erwirkt über den Jahrgangsleiter, er hat das abgesprochen mit ihrem Captain." "Oh, das ist ... überraschend." "Ja, sollte es auch sein." Keck hackte sich Ilka bei Axilya ein. "Wir können dann."

      Der Pulk setzte sich in Bewegung und schon bald saßen alle im Shuttle Richtung San Francisco.
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      ... einige Stunden später

      Sie neigte ihr Haupt. "Vielen Dank für den Abend, Mr. Mandracis und für ihre Fürsorge mich zurück zur Station zu bringen." Melvyn legte den Kopf leicht schief. "Mrs. Lekev..." Er blickte ihr in die Augen, sah es, sah es genau. Es war einer jener Momente im Leben, wo alles passieren konnte. Leicht beugte sich Melvyn vor, wollte vorsichtig den Schleier heben, als sich eine Hand auf seine Schulter recht burschikos legte. "Nabend Kadet, ab hier übernehme besser ich." Mandracis wandte sich um und blickte ins Gesicht von Schmid. "MCPO Schmid, Sie..." "Mmh, ja, sicher, ich schaue immer nach meinen 'Schäfchen'." Fast hätte er 'toll' erwidert, aber der Respekt vor Schmid ließ ihn den Kommentar runterschlucken. "Wenn Sie erlauben ziehe ich mich dann zurück. Vielen Dank nochmals für den Abend." Mandracis versuchte ein Lächeln in Richtung Lekevs, was ihm nciht ganz gelang. Ein Kopfnicken und er war in den hinteren Teil der Station entschwunden.

      "Tut mir leid, Mrs.Lekev, aber ich nehm meine Aufgaben ernst. Waren die Banausen wenigstens nett zu ihnen?" Axilya nickte. "Sie waren mehr als das, sie haben mich behandelt, als wenn ich eine der ihren wäre. Ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt... so... so jung." "Ha, das kenn ich! Aber ehrlich, wenn ich zwanzig Jahre jünger wäre, wäre ich immer noch Ende vierzig, also keine Partie für so ein junges Ding wie Sie, Kindchen." Er lachte. "Mrs. Lekev, es tut mir leid, wenn ich ihnen den Abend verdorben habe, aber die Gagarin hat Marschbefehl erhalten." "Ich verstehe. Vielen Dank für die Fürsorge." "Ach was heißt Fürsorge... man muß den Kopf frei haben, wenn man hinaus geht ins All... Man hat einige Privilegien, wenn man in der Erdsternenflotte dient, doch man kann nciht dort hingehen wohin man möchte." Sie nickte. "Das ist in unseren Streitkräften nicht anders... aber träumen, träumen darf man." Der Alte nickte. "Ja, das ist wahr. Ich bring Sie zum Schiff."
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