Sektor 54955

    • 25. Jhd.

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    • Sektor 54955

      USS Rhea | Sektor 54955
      Frühjahr 2405

      Es ist viel Zeit vergangen; Wochen, Monate gar, seit die USS Rhea ihren ersten Kontakt zu einem merkwürdigen Herrn Tuget hatte. Die drückende Ungewissheit heraufbeschworen durch die Romulanische Republik und dem Schauspiel, das in den Schatten stattfand, war das Schiff mit seiner Besatzung entflohen. Ob man dennoch mitten drin war oder nur außen vor, wer wusste das schon.
      Sonderbares zumal gab es auch hier, fernab des politischen Treibens. Lieutenant Jinn hatte vor einer knappen Stunde gemeinsam mit der Taktik Meldung gemacht, dass relativ unweit ihrer aktuellen Position Anomalien aufgetreten sind, die auf Subraumverzerrungen hinwiesen. Ein Langstreckenscan filterte jedoch genau im Bereich der Subraumverzerrungen mehrere schwindende Schiffssignale heraus.

      „Es ist eine Vielzahl an Signalen verschiedenster Art. Notrufsignale, Kommunikationssignale, normale Schiffssystemübertragungen. Es ist unmöglich auszumachen, was dort passiert ist, ohne selber vor Ort nachzuschauen.“, führte Lieutenant Jinn aus und lehnte sich in einem Sitz des Konferenzraumes zurück, während Ensign Narai das Wort ergriff.

      „Es handelt sich definitiv um eine Notsituation, hervorgerufen durch einen gefährdenden Umstand. Wir sollten zur Hilfe kommen, allerdings empfehle ich schon kurz vor Ankunft Schilde zu aktivieren und gelben Alarm auszurufen, da wir nicht absehen können, was sich dort abgespielt hat. Im schlimmsten Falle müssen wir von einem Subraumwaffeneinsatz ausgehen.“

      Captain Rinou nickte und aktivierte ihren Kommunikator. „***Ensign Odile, setzen Sie einen Kurs auf Sektor 54955, Lieutenant Jinn überspielt Ihnen gleich die genauen Koordinaten.“

      „***Verstanden, Captain! Kurs wird berechnet und ausgeführt.“

      „Lieutenant Jinn, Sie haben die Brücke. Rufen Sie mich, wenn es etwas Neues in dieser Angelegenheit gibt. Wegtreten!“, wies die Kommandantin an und die beiden Offiziere verließen den Konferenzraum.

      Die knappe Stunde war verstrichen und nun erreichte die USS Rhea das Ziel. Sannah Odile beendete den Warpflug wie befohlen schon ein Stück vorab, damit das Schiff nicht unbewusst mitten in eine gefährliche Situation plötzlich hineinrasselte. Der Hauptbildschirm war direkt auf den Ursprung der Signale ausgerichtet. Lieutenant Jinn erhob sich aus dem Kapitänssessel.

      „Gelber Alarm! Vergrößern Sie die Aufnahme…“

      Das Bild, die Situation wurde klarer, aber auch mysteriöser. Im Orbit eines Planeten der Klasse D trieben mehrere Raumschiffe verschiedenster Herkunft. Optische Anomalien waren ein erster Indikator auf die Subraumverzerrungen, was jedoch am eigenartigsten war, war der Umstand, dass die Schiffe um den Planetoiden durchsichtig schimmerten. Manche mehr und manche weniger.

      „Versuchen Sie die Schiffe zu rufen.“, befahl Lieutenant Jinn Ensign Odile und drehte sich dann zu Taktik. „Scanen Sie genau auf Waffensysteme, Lebenszeichen und potenzielle weitere Anomalien hier im System.“
      Dann aktivierte Yoran seinen Kommunikator. „*** Captain Rinou. Wir haben die Zielkoordinaten erreicht. Das sollten Sie sich mit eigenen Augen ansehen.“

      Kurz darauf öffneten sich zischend die Türen und die Worte „Captain auf der Brücke!“ Tanabahis Blick richtete sich direkt auf den Hauptbildschirm aus, während ein Großteil der Brückenbesatzung ihre Reaktion abwartete. Der gelbe Alarm im Hintergrund der Kommandantin flackerte aufgeregt und Sannah Odile machte Meldung, dass keines der Schiffe auf die Rufe antwortete.

      „Ich kann keine stichhaltigen Ergebnisse aus den Scans herausnehmen, außer, dass die Schiffe in keinem stabilen Orbit sind und in kürze Opfer der planetoideneigenen Anziehungskraft werden. Die Interferenzen durch die Verzerrungen sind aus längerer Distanz nicht kompensierbar. Wir könnten genauere Daten erheben, wenn wir uns vorsichtig der Position nähern und eventuell noch eine bis zwei Sonden zur Bandbreitenverstärkung abfeuern.“, gab Ensign Narai ihre Einschätzung ab.
      „Lieutenant Jinn, begeben Sie sich an die Wissenschaftskonsole und übernehmen Sie die Scans. Lassen Sie zudem zwei Sonden vorbereiten. Ensign Odile, steuern Sie die Rhea mit einem Viertel Impuls auf den Planetoiden zu aber seien Sie bereit im Ernstfall eine spontane Kursänderung auszuführen. Ensign Narai, ich will Meldung bei dem ersten Anzeichen einer Gefahr für unser Schiff.“

      Captain Rinous Anweisungen waren klar und direkt. Sie nahm Platz während um sie herum die Befehle umgesetzt wurden.
      Das Schiff näherte sich langsam und die Sonden schossen klar erkennbar in die Umlaufbahn des Planetoiden hinein.

      „Das ist komisch. Ich kann entweder gar keine Lebenszeichen ausmachen oder teilweise volle Besatzungen der Schiffe. Der Zustand scheint zu fluktuieren genau so wie die Schiffe mal durchsichtiger du mal materialisierter sind. Ein Notfalltransport gestaltet sich allerdings noch schwierig, da es Probleme gibt die Verzerrungsbeeinträchtigung zu kompensieren...“, führt Yoran Jinn mit Blick auf seine Konsole aus und fügt hinzu: „Allgemein wird der Zustand der Schiffe immer instabiler. Es wirkt, als blenden sie langsam aus dieser Realität aus.“

      Die Sonden vollendeten ihre Runde um den Planetoiden und tauchten wie auf die der USS Rhea abgewandte Seite ab.
      Erben Narai schaute alarmiert. „Ma’am, ich messe mehrere Energiespitzen vom Planetoiden ausgehend.“

      „Und wir haben soeben den Kontakt zu den beiden Sonden verloren.“, meldete Yoran Jinn eilig hinterher.

      Drei kurze Lichtblitze auf dem Planetoiden folgten und Tanabahi Rinou stand aus ihrem Sessel auf.
      „Das Schiff sofort abdrehen und auf Warp gehen!“

      Doch gerade als Sannah Odile die USS Rhea von der D-Klasse Planeten abwandte und einen sicheren Warpkurs errechnete, trafen drei kleine Flugkörper auf das Schild der USS Rhea und ein grelles Leuchten vom Hauptbildschirm flutete die Brücke.
      Die Helligkeit passte sich kurz darauf an und Tanabahi forderte im lauten Kommandoton Meldung.

      „Phasenfluktuationen. Wir können kein stabiles Warpfeld aufbauen!“, rief Sannah verzweifelt. "Beschleunige auf maximalen Impuls!"

      „Die vorderen Schilde werden aktiv penetriert, ein Loch wird hinein geschnitten. Schildenergie bei 43% und rapide sinkend. Ich leite alles an Energie, die wir haben auf die vorderen Schilde um. Auch die Lebenserhaltung. Es hat kaum einen Effekt! 32%!!“
    • USS Rhea | Sektor 54955
      Frühjahr 2405 - kurz nach dem Angriff auf die USS Rhea

      Vergänglichkeit.
      Ende. Lebensende.
      Das Unvorstellbare. Das Absolute.
      Das Angstmachende
      und darum aus dem Leben Verdrängte.
      Das immer Verdrängte, täglich verdrängt.
      Das Überspielte. Das Übertünchte.
      Der verbrannte Gedanke.
      Das trotzdem Eintretende.
      „Nun, wessen soll ich mich trösten? Überall lauert der Tod...“

      Kevin Foldner, Reimagination, Luzern 2245, S. 32
      nach dem Original von
      Gerhart Fuhr, Es flog kein Stein, Bern 1993, S.93

      Julien legte das Tablet mit dem Gedicht beiseite und sah zu seinem Fenster raus.
      „Computer, Aufnahme beginnen! Seit mehreren Stunden bewegt sie die Rhea nicht mehr. Auf unerer Hülle unweit der Brücke drohen drei Feindsonden, die sich als eine Art Lenkgeschütz herausgestellt haben.
      Wie durch ein Wunder blieb das Schiff allerdings von der Detonation verschont. Ich weiß nicht genau warum, aber man geht von einem Fehler in den Subroutinen der Sprengzünder aus.
      Ensign Narai hat mit einem Team eindeutig diese Lenkkörper als Subraumwaffen identifiziert. Die Sprengladung weißt passende Partikelstrahlung auf. Das Wort Romulaner ist gefallen, aber niemand ist sich dessen wirklich sicher...
      Sie befindet sich im Moment mit einem Außenteam auf der Hülle des Schiffes um den Sprengkörper zu entschärfen oder zu entfernen, je nach dem, was eher möglich ist.
      Scheinbar hatten die Lenkkörper noch ein Failsafe. Mehrere Greifarme, die sich in tief in die Hülle gebohrt haben. Wir konnten die Hüllenplatten nicht lösen. Die Greifer bohrten viel tiefer…
      Ich kann nicht sagen, was in den nächsten Minuten oder Stunden passiert, Mom, Dad, aber sollten wir da…“

      --- --- ---

      Erschrocken, wie nach einem Alptraum schoss Julien in die sitzende Senkrechte und atmete heftig. Schweiß perlte von seiner Stirn und ein nasser Film bedeckte seinen Oberkörper.

      "Hattest du einen Alptraum?"

      Eine verschlafene, aber dennoch besorgt fürsorgliche Stimme neben ihm ertönte unter den Federn und ein warmes, geborgenes Gefühl breitete sich in Julien aus.

      "Ja."

      Er schaute zu der Frau, die mit zusammengekniffenen Augen sich der Sonne erwehrte die durch das Fenster bereits in das Appartement wohlig warm floss.

      "Alles gut, Mary. Alles ist gut.", lächelte Julien, nahm seine Frau in den Arm, während sie ihren Kopf auf seiner Brust gemütlich platzierte.

      "Dein Herz schlägt noch ganz schnell.", murmelte Mary leise und Julien lächelte.

      "Nur wegen dir, Love."

      Er schloss die Augen wieder und roch den süßen Duft ihrer Haare, während er langsam wieder einschlummerte.
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