Trill

    • 22. Jhd.

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    • Somi Than
      Pioneer --> Tenaran --> Trill, Leran Manev


      Langsam umkreiste das große Raumschiff Tenaran den Planeten Erde. Somi wartete mit Oanez an der Andockschleuse der Pioneer. Sie bedauerte, dass sie keine Zeit gehabt hatte den anderen Bescheid zu geben und sich zu verabschieden. Doch wie sie die Menschen an Bord und auch ihre Kollegin T'Mari einschätzte würden sie es verstehen, sobald sie wussten warum sie so schnell aufgebrochen war.

      Statt einen Transporter zu nutzen wurde ein Beiboot zur Pioneer geschickt, was ein wenig merkwürdig wirkte, da die Transportertechnologie der Trill sicher der der Vulkanier ebenbürtig war.
      In einem ruhigen Moment während sie noch immer warteten erklärte Somi Oanez, dass viele vereinigte Trill Probleme mit Transportern hätten und man deshalb nach Möglichkeit generell darauf verzichtete sie zu verwenden, wenn es auch anders ging. "Mir selbst wird immer schrecklich Übel nach einem Beamvorgang. Wie es mit weniger weit entwickelten Transportern der Sternenflotte wäre kann ich gar nicht sagen. Ich hoffe, dass wir es nicht so bald herausfinden müssen."

      Ein paar Minuten später dockte das Beiboot an und es brauchte ihr gesamtes Können als Offizier und trauernde Tochter um eine 'Außenstehende' überhaupt an Bord eines Kriegsschiffes zu lassen. Doch da der Flug nicht besonders lang werden würde und Somi sich für Oanez verbürgte, erteilte der Commander ihnen die Erlaubnis. Ohne den direkten Befehl des Commanders hätte der junge Junior Officer ansonsten hier in einer Zwickmühle gesessen, denn trotz höherem Rang war Somi nicht seine direkte Vorgesetzte, doch sie hätte versuchen können ihm zu befehlen Oanez mitzunehmen.

      Doch so verlief diese Episode der Reise ohne Probleme und nachdem die beiden Frauen eingetreten waren und das Gepäck verstaut war, legte das Beiboot bereits wieder ab. Das kleine Raumschiff unterschied sich von innen kaum von den Shuttlepods der Sternenflotte, doch die Farben waren allgemein dunkler gehalten. Aus dem Bugfenster konnte man die gewaltig wirkende Tenaran sehen. Das kleine Schiff flog den langen Rumpf mit seinen Torpedorohren und den Abfanggeschützen entlang, um dann unter ihm hinwegzutauchen und in den Beiboothangar zu fliegen. Nur Minuten später war dieser hinter dicken Panzerplatten verborgen und die beiden Besucher wurden in ihr Quartier gebracht.

      Untergebracht waren die beiden während ihrer Tage an Bord in einer kleinen Kabine welche vier Kojen enthielt, von denen zwei jedoch leer blieben um der Diplomatentochter und ihrem Gast ein wenig Privatsphäre zu ermöglichen. Das Schiff war wirklich rustikal und beschränkte sich beim Komfort auf das Wesentliche. Es war nicht zu vergleichen mit den Wissenschaftsschiffen oder modernen Raumschiffen der Trillflotte, dies sagte sie auch ihrer Begleiterin, damit diese keinen falschen Eindruck bekommen würde - auch wenn es dafür vielleicht schon zu spät war. Der erste Eindruck ist der Wichtigste und den hatte dieses Schiff und seine grummelige Mannschaft versaut.

      Der Flug dauerte erstaunlich kurz, wenn man nicht gerade vulkanische Standards der Weltraumreisen gewöhnt war. Somi trug wie üblich die Uniform der Trillstreitkräfte. Die helleren Farben standen im Kontrast der Sternenflottenuniformen von denen sie sonst umgeben war, doch hier fiel sie nicht auf. Ganz anders ging es Oanez, der von den Soldaten an Bord nur die nötigste Toleranz entgegengebracht wurde. Somi schämte sich ein wenig für ihre Leute, sonst kannte sie die Trill gastfreundlicher, doch hier an Bord schienen lediglich militärische Tugenden hochgehalten zu werden. während des gesamten Fluges hatten beide nur minimal Kontakt zu der Besatzung. Somi hing ihren Gedanken nach und erzählte Oanez die eine oder andere Geschichte aus ihrer Kindheit und erinnerte sich an glückliche Momente mit ihrer Familie.



      Das Schiff flog mit hoher Warpgeschwindigkeit in den Kalandra Sektor und näherte sich schließlich dem Planeten Trill. Die Heimat von zwei hochentwickelten Spezies, die doch zusammen gehörten als Symbiont und Wirt. Somi bedauerte es sehr, dass ihre Mutter nicht vereinigt gewesen war. In den letzten Tagen an Bord hatte sie oft über ihre Eltern und die Heimat nachgedacht. Sie fühlte sich eng mit ihnen verbunden, doch fühlte sie, dass ihre Zukunft abseits der üblichen Pfade wartete.

      Der kleine Fleck auf dem Bildschirm in ihrer Kabine wurde schnell zu einer großen Kugel, Fenster gab es nicht, solche Schwachstellen konnten sich die älteren Kriegsschiffe in ihrer Panzerung nicht erlauben. Die beiden Sonnen des Doppelsternsystems tauchten Trill in ein Leuchten, welches ihn wie eine polierte Perle in der Dunkelheit strahlen ließ. Die Meere schienen violett unter den Sonnen zu glitzern. Ein wunderschöner Anblick, doch getrübt durch den Grund dieser Reise.

      ***2nd Lieutenant Than, melden sie sich mit ihrer Begleitung in Beiboothangar 1.*** Ertönte eine Durchsage durch das interne Kommunikationssystem. Somi sah zu Oanez. "Dann wollen wir mal." Sie straffte sich und atmete noch mal tief durch.



      Das Kriegsschiff entließ noch während des Andockvorgangs an eine militärische Werftanlage das Beiboot aus dem Hangar. Es flog sie wieder der Junior Officer vom Hinflug und er wirkte nun deutlich entspannter als vor ein paar Tagen.

      Das kleine Raumschiff flog schnell und der Planet wuchs weiter. Obwohl der Weltraum riesig ist, schien es rund um den Planeten viel Verkehr zu geben. Der Pilot hatte einiges damit zu tun die sich immer wieder ändernden Anflugkorridore einzuprogrammieren. Bis auf eine große Raumstation sahen sie jedoch kaum etwas von diesem Verkehr. Als das Beiboot in die Atmosphäre eindrang konnte keiner an Bord den Blick von dem riesigen violetten Meer abwenden welches sich unter ihnen ausbreitete. Es wirkte auf Fremde exotisch und auf die Trill wie ein Nach-Hause-Kommen.

      10 Minuten später flogen sie bereits über Festland und ließen diverse große Städte hinter sich. Der aufmerksame Beobachter konnte hier sehen, dass die Flüsse und Seen anders als die Meere eine eher bläuliche Färbung wie zum Beispiel auf der Erde aufwiesen.

      Weitere 10 Minuten später stiegen die beiden Frauen aus dem Raumschiff. Sie waren im militärischen Raumhafen von Leran Manev gelandet. Somi hatte erklärt, dass die Metropole der Regierungssitz war und sie hier auf ihren Vater treffen würden.

      Ein älterer Trill erwartete die beiden Neuankömmlinge bereits. Er schien tiefe Sorgenfalten in seinem Gesicht zu haben, die Somi in ihren letzten Gesprächen nicht bemerkt hatte. Doch auch sie sah sicher alles andere als optimal aus. Der Mann trug einen braunen Anzug, in einem ähnlichen Ton wie seine mit grau durchzogenen Haare. Auf seiner rechten Brust war das Symbol des Diplomatischen Korps angebracht. Ein Adjutant mit einer Aktentasche stand auf der linken und ein Personenschützer mit Energiewaffe am Gürtel und deaktiviertem Energieschild auf dem Rücken auf dessen rechter Seite.

      Somi ließ ihr Gepäck fallen lief auf den Mann zu, was den Personenschützer zu nervösen Zuckungen verleitete. Sie fiel ihm in die Arme und begann wieder zu weinen, während er ihr über den Kopf strich. "Oh Kind, es tut mir so leid.", sagte er nur und gab ihr einen Kuss auf den Kopf. Als sich Somi wieder etwas gefangen hatte wischte sie sich die Tränen ab und schaute zur noch immer wartenden Oanez.
      "Papa, das hier ist Lieutenant Oanez Kerfadec, Bordärztin der Pioneer und... meine Freundin. Oanez, das hier ist Konsul Galim Kosul, mein Vater.", stellte sie die beiden einander vor, sie wünschte sich, dass sie ihren Eltern… ihrem Vater Oanez unter besseren Umständen hätte vorstellen können.
      Somi Than, Chefingenieur der Pioneer
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    • Oanez Kerfadec
      Pioneer --> Tenaran --> Trill, Leran Manev

      Ein Kriegsschiff war ein Kriegsschiff und keine Vergnügungsdampfer, wie ihr Vater zu sagen pflegte. Oanez kannte das Eingeschränkt sein von der Vostok nur zu gut. Kleine Kabinen, dafür aber eine wunderbare Küche mit einer noch wunderbareren Köchin. Alles glich sich aus im Leben... alles? Nein, hier definitiv nicht, denn die Mannschaft des Trill Kanonenbootes/Kreuzers, was immer die Tenaran war, tat alles um möglichst viel Distanz aufzubauen. Ein Umfeld, das der Quebecoise überhaupt nicht gefiel. Sie war es gewohnt, dass eine gewisse Offenheit vorhanden war, das man lernte und lehrte, sich austauschte. Ja, selbst der Bordarzt war nicht an einem Gespräch unter Kollegen interessiert. Eigentlich wäre das mehr als genug Druck im Kessel gewesen, um schlecht gelaunt zu sein oder sich zu beschweren. Weder das eine noch das andere war der Fall. Oanez zeigte von all dem nichts nach Außen. Das war ihre Art Somi zu beschützen. Wann immer möglich verbrachte sie ihre Zeit mit Somi und für den Fall, dass es dort Zeiten gab wo es nciht möglich war, studierte sie die Unterlagen zu Trill. Vieles von dem was dort stand konnte sie aufgrund irher eigenen Erfahrungen an Bord nicht wirklich glauben. Trill waren aufgeschlossen, neugierig, freundlich und höflich zu anderen Spezies und aufgeschlossen für Neues. Fast hätte sie sich geräuspert als sie die Passage im Reiseführer gelen hatte.

      Die Nahrungsmittel waren gewöhnungsbedürftig, aber kein Problem für die junge Frau. Als Medizinerin hatte sie schnell herausgefunden was am verträglichsten war und wo sie mit dem einen oder anderen Mittelchen nachhelfen mußte.
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      Endlich war es soweit, Somi und sie bestiegen wieder die Fähre. Oanez blickte kurz zurück, ein wenig traurig, es war eine vertane Chance man hätte sovieles lernen können, so viel Wissen teilen. Wenn sie wieder auf der ERde war würde sie anregen das Austauschprogramm der Spezies zu intensivieren. Chancen durften nciht verpasst werden. Sie fuhr mit der Hand an den Kragen ihrer No.1 Uniform der Erdsternenflotte, als Somi sie auf das Meer und all die anderen wunderschönen Einzelheiten von Trill aufmerksam machte. Das Farbenspiel der Natur war absolut fantastisch. Alles war anders und nicht vertraut und doch war die Schönheit diese Planeten, Trill, leicht zu erkennen. Oanez sog das was sie sah in sich auf, erfreute mit de Bildern ihr Herz.

      Nach der Landung ging alles erwartungsgemäss schnell. Ein militärischer Raumhafen lud nie ein zu verweilen, das war auf der Erde nicht anders, als hier auf Trill. Kaum dass sie das Shuttle verlassen hatte, richtete Oanez ihre Kleidung und Frisur. Sie hatte sich leicht geschminkt, so wie es die Vorschriften der Erdsternenflotte vorschrieb und suchte in der Menge der Anwesenden nach Somis Vater, ließ sich dabei von ihrer Intuition leiten. Noch bevor Somi los stürmte, hatte Oanez ihn entdeckt. Das also war Somis Vater, Konsul Galim Kosul.

      Die junge Frau nahm die Sachen auf, die Somi fallen gelassen hatte und ging langsam hinter her, ließ Vater und Tochter ein wenig Zeit, Zeit um vielleicht Dinge zu klären. Doch Privatssphäre gab es hier nicht. Ein Konsul war niemals allein, stets gab einen , nein zwei Schatten. Bodyguard und Sekritär. 'Bon das ist wie bei uns auf die Erde. Nicht einmal bei die Tod gibt es eine gewisse Abstand.' Innerlich sufzte Oanez, als Medizinerin wusste sie, wie wichtig es war, das was man erltt zu teilen mit Angehörigen, einen Weg zu finden mit dem Tod, mit dem Verlust eines Wesens fertig zu werden.

      Sie stellte sie Sachen ab, zupfte ihre Kleidung zu recht, sstellte sich bequem hin, wie in der Kadetten Ausbildung. Als Somi sie vorstellte, hatte sie ihre Haltung verändert, sich gestrafft. "Iscch bin erfreut i're Bekanntschaft zu machen Konsul Galim Kosul. isch wünschte es wäre unter andere Umstände. eine 'erzlische Beileid zum Tode i'rer Frau." Das war sehr formell wie sie es sagte doch es schien passend für den Moment der ersten Begegnung.
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
    • Somi Than
      Trill, Leran Manev



      Auch wenn es zwischen ihrem Vater und Somi in der Jugend immer mal wieder Streitigkeiten gab, so waren beide froh sich in dieser schweren Zeit sehen zu können. Galim Kosul strahlte eine gewisse Würde aus, doch sein Blick wirkte ebenso müde wie Somis und mindestens genau so freundlich.

      "Ich danke dir für die Anteilnahme. Willkommen auf Trill Oanez, nenn mich Galim.", sagte er und streckte ihr auf irdische Art die Hand entgegen. Als sie diese ergriff zog er sie an sich heran und nahm sie kurz in den Arm. "Willkommen in der Familie."
      Der Personenschützer sah aus als würde er einen Herzinfarkt bekommen und wäre am liebsten zwischen die beiden gesprungen, doch er war Profi genug um die Situation meisterhaft zu überspielen, indem er sagte: "Ihr Wagen wartet, Konsul."

      Galim ließ Oanez wieder los und gemeinsam machte sich die Gruppe auf den Weg durch die Sicherheitskontrollen. Diese fielen trotz der Anwesenheit des Konsuls gründlich und professionell aus. Ein Sensorscan der Einreisenden, Gepäckscan und eine kurze Identifikationsüberprüfung Oanez' über einen Link zur Sternenflottendatenbank.


      Oanez, Somi und ihr Vater mit seinen beiden Angestellten saßen, nachdem sie die Sicherheitskontrollen des Raumhafen passiert hatten, in einem Antigrav-Gefährt und flogen etwas über Bodenhöhe über die Straßen der Metropole.
      "Die Zeremonie wird heute bei Sonnenuntergang stattfinden.", sagte Galim und fügte bestimmend aber freundlich hinzu: "Ihr werdet natürlich bei mir wohnen solange ihr hier seid."
      Somi hatte keine Einwände, über ihre Unterkunft hatte sie bisher tatsächlich noch gar nicht nachgedacht.
      "Auch wenn der Anlass schrecklich ist, würde ich mich freuen ein wenig Zeit mit euch zu verbringen und zu erfahren, wie ihr zueinander gefunden habt."

      "Welche Art Zeremonie hatte sich Mama vorgestellt?", fragte Somi zögernd, Oanez' Hand fest umschlossen. Ihre Stärke gab der Trill Kraft.
      "Sie wird traditionell verbrannt und wir verstreuen ihre Asche vom Gipfel des Hingas aus. Ihre Gedenkstätte wird auf dem Stadtgräberfeld eingerichtet. Einige Regierungsmitglieder wollten sie auf dem Nationalgräberfeld errichten, doch mochte sie diesen Pomp nie. Nach der Zeremonie muss ich noch ein paar Details über ihren Tod mit dir besprechen, wenn du dich dazu in der Lage fühlst." Ihr Vater schien sich in Planungen gestürzt zu haben, vermutlich war Arbeit seine Art der Trauerbewältigung. Doch irgendwie schien mehr hinter all dem zu stecken. Somi wusste auch immer noch nie wie ihre Mutter eigentlich gestorben war, traute sich aber auch nicht zu fragen, da sie Angst vor der Antwort hatte.


      Nach etwa einer halben Stunde erreichten Sie ein Hochhaus und stiegen auf dem Platz vor dem Gebäude aus dem Auto. Der Adjutant entschuldigte sich und fuhr mit dem Wagen weiter, während Galim das Gepäck der Frauen nahm und mit seinem auf dem Schritt folgenden Personenschützer und seinen Gästen in das Gebäude ging. Eine kurze Aufzugsfahrt später waren sie in der Wohnung, die das halbe Stockwerk einnahm.

      Die Sonnen schienen durch ein die gesamte Wand einnehmendes Fenster in den Raum. Von hier oben konnte man gut über die Stadt blicken. Obwohl es eine große Stadt war, gab es überall Grün und Wasser. Luftverschmutzung schien es hier nicht zu geben, aber es war auch keine Industrie in Sichtweite. Der Diplomat ließ Somi und Oanez in einem großzügigen Gästezimmer zurück und versprach sie rechtzeitig abzuholen. "Ich bin im Wohnbereich, wenn du mich brauchst Kind." Er strich ihr über die Wange und ließ die beiden alleine.


      Die junge Trill stand ein wenig verloren neben den Gepäckstücken in dem Zimmer und wusste einfach nichts mit sich anzufangen.
      Somi Than, Chefingenieur der Pioneer
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    • Oanez Kerfadec

      Trill, Leran Manev

      Sie schüttelte vorsichtig die Hand des Vaters. "Merci für die Willkommen und freundlische Aufna'm' in die famille, Galim." Oanez hatte eine freundliche offene Art und sie hatte auch einige der offenen Seminare über Verhalten bei/mit anderen Spezies absolviert. Das gehörte mit zu ihren Pflichten als 2O. Der Voorfall im Orbit über Vulkan lag ihr auch jetzt noch im Magen. Ihrer Überzeugung nach hatte sie einen Konflikt verhindert, aber in all ihrem Tun und Handeln hatte sie die Sicherheit des eigenen Schiffes vernachlässigt und das hätte niemals passieren dürfen.

      Somi und Galim folgend passierte sie die Sicherheitskontrollen, nahm dann Platz. Soweit wie möglich hielt sie sich zurück Vater und Tochter sollten Zeit haben, Zeit für sich, Zeit um Dinge zu klären. Was immer besprochen wurde nahm sie in ssich auf und hörte aufmerksam zu. So lernte sie, dass die die sterblichen Überreste der Mutter den Flammen übergeben werden sollten. Das war ein Brauch der auch auf der Erde nicht selten war, eher wohl die Norm. Das man die Asche später verstreute war auch auf der Erde nicht unüblich. Interessant war, das man einen Erinnerungsstein setzen würde auf einem Gedenkfeld. Jedenfalls schloss Oanez, dass die Mutter Somis bedeutetend gewesen sein mußte, wie sonst würde man ihr wohl ein Denkmal Nationalgräberfeld zugedacht haben? Für Fragen war nicht jetzt die Zeit. Später, später würde sie versuchen alles zu klären mit Somi.

      Endlich waren sie angekommen. Das Gebäude war beeindruckend, allein schon von der Höhe. Das Galim all das Gepäck nahm war Oanez nicht Recht, sie war von klein auf daran gewöhnt worden Dinge für sich selbst zu tun und die Verantwortung zu übernehmen. Auch war es eine Frage der Höflichkeit, denn Galim war um einiges älter als Oanez. Sie ließ es einfach geschehen, für den Moment.

      Da standen sie nun im Gästezimmer. "Somi, komm, setzt Dich eine Moment, oui? Es war eine lang Reis' und eine schwere dazu. Ru' Disch aus und dann sprisch mit Deine Papa. Trocknet Eure Tränen... sprecht von dem was war, was schön war. Für die Moment es wird die Schmerzen mehren... aber in einige Woch' ihr werdet die Erinnerungen als Kostbarkeiten se'en." Vorsichtig bugsierte sie Somi zu eine der bequemen Sitzgelegenheiten hinüber. "Befe'l von die Docteur, eine 'albe Stunde ausru'en." Sie hacuhte ihr noch einen Kuß auf die Stirn,wandte sich um, ging zu den Koffern und machte sich daran das Gepäck in den Schränken zu vertrauen.
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    • Somi Than
      Trill, Leran Manev



      Somi setzte sich in den Sessel, während Oanez um sie herumwuselte. Jetzt war sie als hier. Auf Trill. Bei ihrem Vater. Sie hatte sich einen Urlaub oder ein Nach-Hause-Kommen nach ihrer Dienstzeit bei den Menschen ursprünglich ganz anders vorgestellt. Weder ihr Beruf, noch der ihrer Eltern war ungefährlich, dessen war sie sich bewusst. Doch die Wirklichkeit sah anders aus als alle Gedanken mit denen man sich auf eine tragische Situation wie diese vorzubereiten versuchte. Auch wenn sie es im Moment nicht so richtig ausdrücken konnte, war sie Oanez doch so unendlich dankbar, dass sie mit ihr hier war.
      Sie atmete tief durch und ging dann zur Tür. "Wie immer hast du recht. Ich spreche jetzt mit meinem Vater, sag mir bitte Bescheid wenn du etwas brauchst."


      Es vergingen bestimmt zwei Stunden, ehe Somi wieder zur Tür hereinkam. Sie wirkte ein wenig ausgeglichener, wenn man das so sagen konnte, doch ihre Augen zeigten, dass sie viel geweint hatte. "Ach Oanez...", sagte sie während sie sich auf das Bett fallen ließ.
      Dann begann sie zu erzählen. Erst berichtete sie von den Geschichten die Vater und Tochter über die Verstorbene austauschten und die sie einander in Trauer näher brachten. Dann schwenkte Somi jedoch auf
      "Mama ist in Ausübung ihrer Pflicht gestorben, wie es so toll heißt. Deshalb wollte man auch ihre Gedenkstätte auf dem Nationalgräberfeld errichten, Papa meint aber sie würde damit nur instrumentalisiert, als Volksheldin oder zur Rechtfertigung von kriegerischen Akten oder wozu auch immer. Das will er nicht, das möchte ich auch nicht und ich bin sicher sie selbst hätte es auch nicht gewollt.
      Sie war als Diplomatin zu den Tzenkethi unterwegs um mit ihnen einen Friedens- und Handelsvertrag auszuhandeln. Doch irgendetwas lief schief und sie kam nie an ihrem Ziel an, ob sie auf einen Hilferuf antworteten oder anders in eine Falle gelockt wurden wird noch untersucht. Das diplomatische Raumschiff wurde abgefangen und schwer beschädigt. Bei diesem Angriff starb meine Mutter. Die Untersuchungen dauern wohl noch an, aber alles deutet darauf hin, dass eine Splittergruppe der Tzenkethi jegliche Bemühungen des Autarchs sabotieren tiefere Beziehungen zu anderen Spezies einzugehen.
      Offenbar gab es ein Bekennervideo dieser Splittergruppe und Ermittler der Tzenkethi verfolgen die Sache. Unsere Regierung hat natürlich sofort gegen den Angriff protestiert und Maßnahmen gefordert, aber das bringt sie auch nicht zurück..."
      Somi Than, Chefingenieur der Pioneer
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    • Oanez 'Namid' Kerfadec

      Trill, Leran Manev


      Somi hatte den Stubser gebraucht um zu ihrem Vater zu gehen. Die Situation war nicht einfach, da beide emotinal gefangen waren durch den Verlust der Frau, der Mutter. Doch es gab nichts was mehr helfen konnte, als ein Gespräch zwischen den beiden. Sie, Oanez, würde dabei nur stören, sie kannte Somis Mutter nicht, hatte sie nie gesehen und nun würde dies auch nicht mehr möglich sein.

      Während Somi ihren Vater aufsuchte, nahm Oanez sich Zeit um die Sachen alle auszupacken. Beschäftigung war besser, als nur rumzusitzen und Arbeit hatte die junge Ärztin nie gescheut. So war dann auch alles bereit, als Somi wieder zurück kam. Mit fürsorglicher Zurückhaltung nahm sie Somi in den Arm, setzte sich neben sie und ließ sie einfach reden. Keine Frage zwischendurch, kein Einwurf in welcher Art auch immer. Als sie die Geschichte schlussendlich gehört hatte, nickte sie in Gedanken versunken.

      "Das ist ein schlimm Sach, wenn eien Schiff von die Diplomaten so be'andelt werden. Sacre tabernakel! Du 'ast Rescht, es 'ilft deine Mama nischt me'r. Sanft drückte sie die Hand ihrer Freundin, ihrer Geliebten. "Isch 'offe, dass man vernüftig umge't mit die ganze Sach. Wenn Du 'ilfe brauchst, ich werde disch unterstützen."

      Ihr war klar, dass wedder Galim noch Somi wollten, dass man aus der Verstorbenen eine Heldin machte. Helden starben jung und vor allen Dingen wurde ihr 'Erbe' meist später, im Nachhinein verbogen. Ihr gingen da einige Namen durch den Kopf von Custer bis Sitting Bull.

      Sie legte Somis Hand in die ihre. "Somi, isch kenn misch nischt aus mit Eure Rituale, gibt es eetwas, dass isch beachten muß? Kleidung, Gesten?"
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    • Somi Than
      Trill, Leran Manev



      Somi versuchte Oanez das weitere Vorgehen zu erklären, während sie sich ankuschelte um die Nähe und Geborgenheit zu spüren.
      "Eigentlich ist das Ritual recht einfach. Sobald der Tod einer Person aufgeklärt oder ein natürlicher Tod bestätigt wurde wird der Körper freigegeben. Die engsten Angehörigen sind normalerweise bei der Einäscherung anwesend und nehmen dann die Asche in Empfang. Je nachdem was damit geschehen soll wird dann weiter verfahren.

      Wir werden uns dann alle auf dem Gipfel des Hingas treffen. Traditionell wird etwas Musik gespielt die der Verstorbene mochte, während die nahen Angehörigen vorne Aufstellung nehmen. Dahinter folgen die geladenen Gäste und am weitesten entfernt alle anderen Personen die vom Verstorbenen Abschied nehmen wollen, sollten die Angehörigen das nicht zuvor untersagen.
      Wir Trill sind nicht mehr sehr religiös musst du wissen, in der Regel sagt ein Angehöriger oder ein für diesen Anlass bestellter Sprecher ein paar Abschiedsworte und erinnert an den Toten. Anschließend wird die Asche verstreut und man verbringt schweigend die nächsten Minuten damit an gemeinsame Erlebnisse zu denken.
      Damit endet der offizielle Teil der Zeremonie. In den folgenden 1-2 Tagen wird eine Gedenkstätte eingerichtet, ihr würdet dafür vielleicht am ehesten Grabstein sagen. Dort kann dann künftig jeder hingehen um den Toten zu besuchen und seiner zu Gedenken.
      Nach dem offiziellen Teil beginnt eine Woche der Trauer, in der nächste Angehörige sofern es ihnen möglich ist nicht arbeiten und Freunde besuchen oder einladen. Oft sind dies kleinere Feiern, in denen man versucht den Toten zu ehren indem man selbst lebt. Es ist schwer zu beschreiben, es gibt dafür trillspezifische Begriffe für die ich keine Entsprechungen im Englisch der Erde kenne.
      Während der Zeremonie trägt man normalerweise weite Kleidung in dunklen Brauntönen, danach ist es egal. Halte dich einfach an mich, du kannst nichts falsch machen.

      Es gibt verschiedene Ansichten über den Tod und wie mit den Verstorbenen umgegangen werden soll. Einige wenige werden begraben, andere begraben die Asche, üblich ist aber das Vorgehen wie du es erleben wirst...", schloss sie.
      Somi Than, Chefingenieur der Pioneer
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    • Oanez Kerfadec

      Trill, Leran Manev

      Aufmerksam hörte sie zu, ließ alles erst einmal sacken. Es waren viele Informationen und einige davon standen gegen das eigene Wissen, was zwar logisch war, da eine andere Spezies, dennoch es war fordernd. Eine Urne nahm man auf Terra nur selten selbst in Empfang, meist wurden diese beigesetzt. Aber es gab auch parallelen, wie z.B. die Kondulenzbesuche.

      "Bom, isch 'abe nur schwarze Kleidung dabei, das ist für die meisten Kulturen auf die Erde die Farbe der Trauer. Wenn das nischt ge't, werde isch zu die Feierlischkeiten die Uniform tragen."

      Ansonsten tat Oanez alles um Somi Wärme und Geborgenheit zu geben. Das war das was sie tun konnte und auch wollte.
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    • Somi Than
      Trill, Leran Manev



      "Nein, nein, das ist schon in Ordnung mit der schwarzen Kleidung.", beharrte Somi. Schweigend blieben sie eine Weile sitzen, bis Galim zu nach einem Klopfen in das Zimmer der Frauen trat. "Wir müssen bald los.", sagte er mit sanfter Stimme. Er war bereits in schlichte braune Kleidung gehüllt, kein Abzeichen ließ nun noch auf einen Diplomaten schließen, jeder sah in ihm nur jemanden der trauerte. Somi und Oanez zogen sich kurz darauf ebenfalls um.


      Ohne Adjutant, dafür jedoch weiterhin mit Personenschutz, machten die drei sich in einem Schwebewagen auf den Weg. Es wurde die ganze Zeit wenig gesprochen und die Stimmung war verständlicherweise sehr gedrückt. Wie Somi es zuvor beschrieben hatte wurde ihre Mutter zunächst eingeäschert, ein Prozess von dem man nicht viel sah oder mitbekam, bis die Asche in einer silberglänzenden Schatulle an Galim übergeben wurde.


      Die anschließende Zeremonie auf dem Berg nahm Somi gar nicht richtig wahr. Sie war so tief in Trauer und Gedanken versunken, dass sie sich einfach an Oanez festhielt und alles über sich ergehen ließ. Es war eine schöne Zeremonie. Die Worte die Galim an Familie und Freunde richtet waren herzlich und doch voller Trauer über den Verlust seiner Frau. Er erinnerte an ihre kleinen Eigenarten, ihre lebhafte Art und den Spaß den man mit ihr in allen möglichen Lebenssituationen haben konnte.

      Die Sonnen gingen langsam unter und tauchten die Stadt und Gewässer unter ihnen in ein wunderschönes Licht. Es war wirklich ein besonderer Ort. Als die Asche schließlich vom Wind davongetragen wurde und einige Minuten der absoluten Stille vergangen waren seufzte Somi. "Mach's gut Mama, danke dass du immer für mich da warst. Ich werde dich nie vergessen.", sagte sie so leise, dass nur Oanez und Galim sie hören konnten.

      Viele Trill waren zu der Zeremonie gekommen, Familie, Freunde, Vertreter des Diplomatischen Corps und auch der ein oder andere Journalist, welche sich jedoch dezent im Hintergrund hielten. Alle drückten sie der Familie ihr Beileid aus, ehe sich die Menge zerstreute.


      Als es schon Nacht geworden war betraten die drei wieder gemeinsam die Wohnung. "Wollen wir uns noch zusammensetzen und etwas essen und trinken?", fragte Galim.
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    • Oanez Kerfadec

      Trill, Leran Manev

      Oanez hatte ihr schwarzes Kleid mit dem kurzen Stehkragen angelegt, eine dezente Kette und natürlich ungemschinkt. Schlicht gekleidet, wie es sich für eine Trauerfeier/Beerdigung gehörte also. Als Galim klopfte war sie bereit.

      Die Riten hier waren anders als die auf der Erde und doch gab es eine gewisse Ähnlichkeit. Die Einäscherung wurde auf der Erde ohne Ansenheit der Verwandten durchgeführt, da gab es nur eine Trauerfeier und der Sarg entschwand in die Katakomben. Das die Asche in einer Schatulle statt einer Urne übergeben wurde, war nur eine Nuance. Wichtiger aber war, dass Somi die Unterstützung bekam die sie brauchte, sanfte Berührung auf dem Handrücken um zu zeigen das man da war oder man sie einfach nur in den Arm nahm oder auch nur so etwas simples wie ein Taschentuch reichte. Alles strahlte Wärme aus, wo Irritation, Schmerz und die Kälte des Todes nach einem Griff. Die Quebecoise war dankbar für ihre Ausbildung, nicht das sie ohne etwas anderes gemacht hätte, aber sie konnte es sich so selbst erklären.

      Soweit wie möglich hielt sie sich im Hintergrund auch oder trotzdem das sie an Somis Seite war. Als sie spät Nachts wieder zur Wohnung kamen, war Oanez froh und dankbar, das Galim den Vorschlag machte sich noch etwas zusammen zu setzen. Ihr Blick wanderte zu Somi. "Ist das für Dich in Ordnung?"
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    • Somi Than
      Trill, Leran Manev



      Somi atmete auf als sie wieder in der Wohnung waren. Dieser Tag war vorbei, endlich. Es war nicht einfach gewesen, doch jetzt fühlte sie sich erleichtert. "Ja gerne.", antwortete sie.

      Mit Blick auf die Stadt saßen die drei einen Moment später in einer gemütlichen Sitzecke. Im Hintergrund spielte leise Musik und sie tranken ein grünliches warmes Getränk, welches Somi als Grishnawurzelsaft vorgestellt hatte. Es schmeckte leicht süß und dickflüssig. Der Geruch erinnerte ein wenig an Haselnuss. Die drei sagten nicht viel, doch es tat gut beisammen zu sitzen.
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    • Oanez Kerfadec

      Trill, Leran Manev

      Es fiel ihr schwer, aber sie hielt sich zurück, es war nicht an ihr zu reden. Galim und Somi standen im Fokus, sie waren betroffen, sie mussten, wenn es an der Zeit war das Gespräch eröffnen. Ob Oanez sich dann beteiligen würde, konnte, hing einzig und allein vom Thema ab.

      Zwischenzeitlich genoss die Quebecoise den zähflüssigen grünen, nussigen Wurzelsaft. Der Geschmack war ungewohnt, mehr nicht. Süße Getränke von Wurzel und anderen Stauden oder gar Kakteen waren Oanez nicht unbekannt.

      In der Sitzecke hatte sie es für sich und Somi so bequem wie möglich gemacht, das hatten sie alle verdient, nach diesem langen, anstrengenden Tag.
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    • Somi Than
      Trill, Leran Manev --> Reise --> Pioneer



      Die nächsten zwei Tage vergingen recht schnell. Abends kamen Freunde und Bekannte der Familie zu Besuch und tagsüber zeigte Somi Oanez ein wenig die große Stadt. Zwar war ihr nicht wirklich nach Sightseeing zumute, doch es lenkte ab und die gemeinsame Zeit mit ihrer Freundin tat ihr gut.
      Ein Kunstmuseum, das bekannte Museum der Luft- und Raumfahrt, welches die ersten Versuche der planetaren Flüge bis zu den Schiffen der ersten außerplanetaren Kolonieschiffe zeigte und der alte Regierungssitz, ein prachtvolles Gebäude welches nun in großen Teilen der Öffentlichkeit zur Verfügung stand und als Erholungsgebiet genutzt wurde. Dort besuchten die beiden Frauen auch endlich eines der Trillbadehäuser, welches natürlich nicht mit den Hoobishanischen Bädern vergleichbar war, aber dennoch eine erstaunliche Größe und Vielfalt bot.
      Bei den Ausflügen war nun auch die sonst von Somi so gepriesene Offenheit und Freundlichkeit der Trill spürbar. Man begegnete Oanez meist mit freundlicher Neugier, begann gerne Gespräche über Dies und Das, wenn sich herausstellte, dass diese zum ersten Mal Gast auf dem Planeten war. In dem Bad wurde es dann auch offensichtlich, dass die Trill nicht sonderlich verklemmt zu sein schienen. Manche Badegäste trugen geschlechtsunabhängig nur eine Badehose und niemand schien sich daran zu stören. Man sah Trillflecken in allen Formen, Größen und Ausprägungen. Es schien mehr Vielfalt bei den Trill zu geben als man zunächst vermutete. Lediglich die Variationen in Haar- und Hautfarben waren nicht sehr ausgeprägt. Somi mit ihren roten Haaren stach heraus. Alles in Allem verbrachten sie abseits der Trauer noch zwei schöne Tage.

      Am dritten Tag wurde es Zeit für den Aufbruch. Somi wurde für einen Bericht in eine militärische Einrichtung nahe des Raumhafens bestellt und kam erst am späten Vormittag zurück. Zwar war dem Kommando im Rahmen des Austauschprogramms ihr Logbuch zugestellt worden, doch ein persönlicher Bericht wurde bevorzugt. Zudem erhielt Somi einen Datenspeicher mit klassifizierten Informationen zur Übergabe an die Sternenflotte.

      Gegen Mittag verabschiedete Galim seine Tochter und Oanez herzlich am Raumhafen. Der Diplomat nahm Oanez in den Arm und flüsterte ihr ins Ohr: "Pass bitte auf Somi auf. Und Willkommen in der Familie."
      Nach den üblichen Sicherheitskontrollen bestiegen sie wieder ein Beiboot und sahen beim Aufstieg auch bereits ihr Ziel. In tiefem Orbit lag ein schlankes, kleines Raumschiff. Es stand im großen Kontrast zu dem alten Kriegsschiff mit welchem sie hergeflogen waren, nur die grundsätzliche Form mit dem Antrieb am Heck erinnerte daran. Die Farben waren heller, die Formen schnittiger und es fehlte die offensichtliche Bewaffnung. "Ein Schiff des Diplomatischen Corps.", sagte Somi. "Schnell und auf dem Weg nach Vulkan, also wird es uns quasi vor der Haustür absetzen können."
      Sie drehte den Kopf und schaute in Oanez' Augen. "Danke, dass du mich begleitet hast. Ich werde sicher noch einige Zeit brauchen um es zu verarbeiten, aber die Zeit mit dir, besonders unsere Ausflüge.... danke!" Somi beugte sich vor und gab ihrer Freunden einen langen liebevollen Kuss.


      Einige Tage später erreichte das diplomatische Schiff, dessen luxuriöse Gästekabine die beiden Frauen genossen hatten, den vulkanischen Sektor. Von hier aus müssten sie nun versuchen die Erde zu erreichen, doch man teilte den Gästen mit, dass bereits von Trill aus eine Nachricht an die Erdsternenflotte mit ihrer Ankunftszeit auf Vulkan geschickt worden war. Ohne größere Probleme oder längeren Aufenthalt auf Vulkan konnten die Beiden ihre Reise mit einem Sternenflottenschiff, welches einen kleinen Umweg für sie flog fortsetzen und dockten schließlich wieder an der Pioneer an.

      "Zu Hause.", sagte Somi, als sie ihre Tasche auf das Bett warf und Oanez beim Anziehen der Uniform zusah. "Danke. Wirklich.", sie lächelte.
      Somi Than, Chefingenieur der Pioneer
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    • Oanez Kerfadec

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      Das also alles war Trill, die Heimat Welt von Somi. Alles war ähnlich wie auf der Erde und dann doch ganz verschieden. Die Charaktere hatten einen anderen Einschlag, was natürlich war, sie waren ja keine Terraner. Wenn Oanez etwas gelernt hatte, dann, dass andre Spezies andere Kodizies hatten. Im Schlammbad z.B. da wurde sozusagen mit der Kleidung die förmliche Hülle abgelegt. Oanez war es Recht, sie schämte sich nicht ihres Körpers. Mit Somi an der Seite war es einfacher sich zurecht zu finden, da sie ihr vieles erklären konnte. Die Trill, die sie getroffen und gesprochen hatten waren im terranischen Sinne neugierig und interessiert jemanden von einer anderen Spezies kennenzulernen. Einige waren erstaunt, dass sie als Terranerin keine 'Flecken' hatten und hielten die Tätowierungen für das terranische Pendant. Natürlich stelle sie es richtig, was wiederum Verwunderung auslöste, wie jemand sich Farbe unter die Haut stechen lassen konnte. Für die junge Frau war es ein Spagat, zwischen der Tradition ihres Volkes und dem Wissen als Ärztin. Wohltunderweise wurde es akzeptiert ohne tiefer ins Detail gehen zu müssen.

      Galim, Somis Vater, nahm sich Zeit für sie und das war nicht selbstverständlich. Als Somi zum Rapport mußte, verbrachten sie gemeinsam die Stunden im botanischen Garten. Oanez war sehr an den Pflanzen interessiert, sie liebte die Natur. Es war auffallend, das sie beide ohne es abgesprochen zu haben über die Beziehung zwischen Somi und Oanez sprachen. Jeder mit seinen Metaphern. Es vertiefte das Verständnis für einander. Er, Galim verstand, dass die quirlige Erdenfrau weit aus mehr Tiefgang hatte, als es im ersten Anschein sich darstellte. Oanez verstand, dass bei allem was Galim repräsentierte er ein Vater war, der über sein Kind, so er konnte wachte.

      Der Tag der Abreise. Ausgestattet mit ein paar 'neuen' Sachen im Gepäck verabschiedete sie sich von Galim mit dem für Quebecois typischen fair des bises. "Isch pass auf Somi, auf... wann immer isch kann oder auch nischt, Galim, Somi ist mir lieb und teuer." Sie strahlte ihn an, winkte ihm noch einmal zu, bevor sie im Raumschiff verschwand. Das also war er Trill Teil ihrer Familie.

      "Mon Dieu... Somi, die Zeit verrinnt se'r schnell... Vulkan. Bon, dann sind wir bald Zu'ause." Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste Somi leidenschaftlich. "Alles was isch getan 'aber würdest Du für misch auch getan 'aben..." Sanft fuhr ihre Hand durch Somis rotes Haar. ".. so macht man das und ist immer für die andere da. "
      Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes.

      Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an
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