Season 30 Bordleben

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    • Krankenstation

      Talan wirkte nachdenklich, als er durch die Gänge des Schiffes streifte und ebenfalls die Krankenstation betrat. Immer noch beschäftigte den Blinden die Sache mit dem Mord, und das sah man ihm an. Er wirkte – für seine Verhältnisse – sehr angespannt. Seine Fühler waren leicht nach hinten gebogen, als er mehrere Auren in seiner Nähe spürte. Einige wohlbekannte Auren, Glia, Tjul, Doktorin Doyle, welche sich in der Nähe der beiden anderen Offiziere befand. Doch es war die Stimme der Doktorin, welche ihn zunächst ansprach.

      Ah, Lieutenant. Eine ausgezeichnete Idee mit dem stabilisierenden Hypospray, Mrs Tjuls Werte sehen wieder gut aus.


      Der Aenar drehte den Kopf ein wenig in die Richtung der leitenden medizinischen Offizierin und neigte ihn dann leicht zur Seite. Er hätte nicht gedacht, dass das Wissen seiner alten Station noch so sehr und so gut vorhanden war. Offenbar waren seine Berechnungen korrekt gewesen, und dies war eigentlich auch der Grund, weshalb er tatsächlich hierher gekommen war. Kaum merklich nickte er in die Doyles Richtung.

      Das...sind gute Nachrichten, Doktor.


      Talans Stimme war sanft und eher ruhig, wie man es von ihm gewohnt war. Eine Spur Neugierde klang da ebenfalls noch mit. Zwar hatte Doyle seine zweite Frage bereits beantwortet, aber immerhin spürte Talan nach wie vor die Auren von Glia und Tjul. Talan zögerte zunächst und entschied sich dann dazu, erst einmal den beiden die Möglichkeit zu geben, etwas zu sagen.
      Kleines Monekül in einem riesigen Universum - aber wo ist der Ausgang?
    • Die Folgen des Schusses waren doch weitreichender als sie gedacht hatte. Es gelang ihr nicht ihr Bewusstsein zu fokussieren. Obwohl ihre Spezies physisch sehr robist war galt das nicht in gleichem Maße für ihre Psyche. Immer wieder glitt ihr Bewusstsein in eine Art Halbschlaaf.

      " @Talan, @Glia Nightingale, Wenn sie nichts dagegen haben würde ich mich gerne noch ein wenig regenerieren. Mein Geist muss sich erst einmal neu fokussieren, was etwa dauern kann. Es wäre interessant was mich da erwischt hat."
      Die Logik ist der geeignete Weg zur Beschreibung der Realität.
    • "Aber natürlich. Es freut mich, dass es ihnen soweit gut geht. Bleiben sie hier, solange die Ärzte es für richtig halten.
      Ich konnte leider nicht erkennen was sie getroffen hat, eventuell kann Mister Black dazu etwas Genaueres sagen, er sah die Angreifer vermutlich aus näherer Entfernung als wir. Gute Besserung!"
      , sagte Glia und verabschiedete sich dann.

      Sie sah Talan, der ebenfalls in der Nähe stand. "Wie geht’s dir, kann ich etwas für dich tun? Du siehst aus als würde dich etwas beschäftigen..." Sie vermutete, dass dies wohl dem Mord zu verdanken war. "Wenn du willst kannst du heute Abend vorbeikommen und dich mit mir betrinken.", bot sie ihm aufmunternd an und wurde dann wieder ernster und sprach leiser: "Nein, Spaß beiseite, wenn es der Mord ist, rede bitte mit jemandem, vielleicht der Counselor, wenn sie sich wieder fit genug fühlt. Ich kann das sehr gut verstehen, mir ging es damals auch so und selbst jetzt bei dieser Geschichte, ist es nicht einfach zu verkraften."
      Glia Nightingale, Taktikscher Offizier der Verne
    • <<<Tage/Wochen später>>>

      Glia hatte es sich in der Offiziersmesse gemütlich gemacht. Es war recht spät abends und die Alpha-Schicht hatte schon lange Feierabend. Außer der Orionerin war nur noch ein weiterer Gast anwesend und der saß für sich alleine in einer anderen ruhigen Ecke, genau auf der gegenüberliegenden Seite des Raums. Ein einsamer Deltaner hinter dem Tresen machte sauber und bereitete alles für den nächsten Schichtwechsel und hungrige Leute vor.

      Sie nahm einen weiteren Schluck des andorinaischen Eistees und legte dann das PADD zur Seite. Genug Logbücher gelesen und Theorie für die Offiziersprüfungen gelernt. Zumindest für heute. Andere Dinge schwirrten trotzdem noch immer in ihrem Kopf herum.

      ***Nightingale an @T'Jul. Ich hoffe ich störe sie nicht. Können wir uns treffen?***
      Glia Nightingale, Taktikscher Offizier der Verne
    • T'Jul war ebenfalls in ihre Aufzeichnungen vertieft. In manchen Momenten fragte sie sich ob die dauernden Anforderungen von psychologischen Beurteilungen durch die Personalverwaltung der Sternenflotte nicht übertrieben war. Es erschien ihr unlogisch das die Leute erst auf Positionen gesetz wurden und man dann nachfragt ob sie den Anforderungen auch gewachsen waren. Trotz dieser anhaltenden und ausufernden Arbeit hatte sie es trotzdem geschaft ihre theoretische Abschlussarbeit als Notfall-Sanitäterin rechtzeitig einzureifen. Zum Glück hatte sie bereits die theoretische Prüfung kurz vor ihrer Abkommandierung bestanden. Jetzt hieß es warten.

      Ihr Kommunikator meldete sich.

      T'Jul an @Glia Nightingale, natürlich habe ich für sie Zeit.
      Die Logik ist der geeignete Weg zur Beschreibung der Realität.
    • ***Wenn sie erlauben komme ich jetzt bei ihnen vorbei.***, sagte Glia. Nach der bestätigenden Antwort stellte sie ihr Glas in den Replikator zurück, schnappte sich ihr PADD und nickte dem Deltaner zur Verabschiedung zu. Da auch T'Jul Senioroffizier war, war der Weg zu ihrem Quartier nicht sonderlich weit und sie erreichte es kurze Zeit später.

      Glia klingelte und trat nach Aufforderung ein. "Bitte enschuldigen sie die späte Störung. Ich hoffe ihnen geht es wieder gut nach dem Aufenthalt auf der Krankenstation?", fragte die grüne Frau. Einerseits natürlich weil es sie interessierte, andererseits da es zu dem Thema führte über welches sie sprechen wollte.

      Noch immer stehend und hin und herlaufend begann Glia dann über den eigentlichen Grund ihres spätabendlichen Besuchs zu sprechen. "Counselor. Sie waren dabei, sie wissen dass ich die Leitung der Mission hatte. Nach Außen versuche ich Stärke zu zeigen, um dem Team Halt bieten zu können. Eigentlich halte ich mich auch für stark, doch diese Mission... das Scheitern dieser Mission geht einfach nicht aus meinem Kopf. Egal wie oft mir jemand sagt, dass ich nicht schuld sei. Es sind Leute gestorben und ich hatte das Kommando. Es ist mir egal ob es jemand war den wir nicht näher kannten, ich fühle mich trotzdem verantwortlich."

      Sie atmete durch und schaute dann T'Jul in die Augen. "Sie als Counselor führen sicher öfter Gespräche, auch unangenehme, mit Führungspersonal. Wie kommen andere damit zurecht? Wie ertragen sie die Verantwortung ohne daran zu zerbrechen? Wird es leichter, gewöhnt man sich an den Tod? Was werde ich machen wenn ich jemanden unter meinem Kommando verliere. Nicht im anonymen Raumkampf, sondern direkt bei einem Einsatz, neben mir stehend? Kann ich mein Gewissen, meine Gefühle in solche Situationen unterdrücken, so dass ich mich nicht so verantwortlich fühle?"

      Sie setzte sich nun endlich hin und sprach weiter: "Ich bin eine sehr emotionale Person, ich lebe Freude und sogar Lust gerne aus. Aber nach diesem Einsatz habe ich mir zum ersten Mal gewünscht meine Gefühle wie ein Vulkanier beherrschen zu können. Wirklich zu beherrschen, nicht nur eine Fassade für das Team aufrecht zu erhalten. Wie soll ich eine gute Führungsoffizierin werden, wenn mich dies so beschäftigt?"
      Glia Nightingale, Taktikscher Offizier der Verne
    • Lieutenant, sie haben bei diesem Einsatz das erlebt was uns allen irgendwann bevorsteht und worauf wir nicht wirklich vorbereitet sind. Der Tod von Menschen ist unser ständiger Begleiter. Er kann uns jederzeit ereilen und wir werden nie in der Lage sein jeden davor zu schützen. Ihre Aufgabe als Führungsoffizierin ist es Entscheidungen zu treffen. Für diese haben sie in der Regel nicht alle Informationen die sie benötigen oder gerne hätten, noch haben die die Zeit dafür alles zu durchdenken oder abzuwarten. Sie handeln im hier und jetzt, genau das ist ihre Aufgabe. Das ihnen dieser Einsatz so nahe geht zeigt das sie sich ihrer Aufgabe bewusst sind. Sie tragen die Verantwortung und diese kann ihnen niemand nehmen. Für sie sind die Mitwesen keine Spielfiguren sondern wertvolle Mitwesen, denen man als solche begegnen muss. Erhalten sie sich diesen Schmerz, denn er zeigt das sie leben. Er wird sie zukünftig hoffentlich weiterhin davor bewahren unnötige und unverantwortliche Risiken einzugehen. Sie werden mit der Zeit ein Gefühl für die Situation entwickeln. Was sie allerdings lernen müssen und wobei ich ihnen helfen kann ist einen Weg zu finden wie sie damit umgehen und es verarbeiten können. Ich kann sie auch gerne in den Grundzügen der vulkanischen Meditation unterweisen. Aber auch diese ist nur einer von vielen Wegen die jeder individuell entwickeln und für sich entdecken muss.

      Sie dürfen sich auf keinen Fall einreden versagt zu haben. Sie haben es nicht. Es gibt eine philosophisch zwar sehr fragwürdige aber etablierte Reihenfolge ihrer Verantwortung. Zu erst kommen ihre Leute, dann eventuell Verbündete und dann erst unbeteiligte Dritte. Nicht sehr humarn, aber seit Jahrhunderten bewährt.

      Auch ich musste dies lernen. Da ich wohl eine vergleichbare Veranlagung für Emotione habe, kann ich ihr Hadern nachvollziehen.
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    • Glia ließ die gehörten Worte sacken und dachte darüber eine Zeit nach.
      "Das klingt alles logisch und nachvollziehbar, doch ist die Umsetzung dessen was sie sagen gerade in diesem Augenblick für mich nicht so einfach. Danke für ihre Unterstützung. Ich bin mir nicht sicher ob die vulkanische Meditation wirklich etwas für mich ist, doch das Schlagen des Boxsacks hat mir in diesem Fall nicht weitergeholfen, deshalb bin ich bereit es zu probieren."
      Sie schaute ihrer Gesprächspartnerin wieder in die Augen und fragte: "Sie müssen nicht antworten, doch haben sie mich neugierig gemacht. Sie haben eine vergleichbare Veranlagung für Emotionen? Ich dachte jeder Vulkanier legt schon als Kind seine Gefühle soweit ab, dass sie nicht stören. Gibt es nicht sogar ein Ritual um sich jeglichen Emotionen zu entledigen? Vielleicht sind es auch nur Vorurteile denen ich aufgesessen bin, dann bitte ich um Verzeihung!"

      Dann fuhr sie nach einem Augenblick fort und klang dabei sehr entschlossen: "Eventuell stehe ich mit meiner generellen Ansicht dem Leben gegenüber etwas abseits dessen was sie als etablierte Reihenfolge anführen. Für mich und auch die Sternenflotte und die Föderation ist oder zumindest sollte das Leben und Wohlergehen von unbeteiligten Zivilisten immer an oberster Stelle stehen. Sie und ich, wir sind Offiziere, wir sind beim Militär und kennen das Risiko dem wir uns aussetzen. Natürlich ist es immer auch abhängig von der Mission, doch generell sollte das Leben von unbeteiligten Dritten immer die höchste Priorität haben! Ich bin nicht zur Sternenflotte gegangen um anderen Leuten zu schaden - und das sage ich als eine Frau die ihre Torpedos und Photonengranaten sehr mag. Ich werde versuchen so zu handeln und wenn ich deswegen als Führungsoffizierin ungeeignet bin, so bin nicht ich die in diesem Fall falsch liegt, sondern die Sternenflotte."
      Glia Nightingale, Taktikscher Offizier der Verne
    • Lieutenant, Was sie ausführen ist vollkommen berechtigt und richtig. Sie haben genau das Spannungsfeld aufgezeigt in dem wir alle stecken. Die Föderation hat einen sehr klaren und eindeutigen Wertekanon, an den wir alle gebunden sind. Dieser gilt zweifelsfrei absolut, doch gibt es leider manchmal Situationen in denen man diesem nicht entsprechen kann. Wenn sie ihn noch nicht abgelegt haben so werden sie sich sehr bald mit dem Kobayashi Maru Szenario auseinandersetzen müssen. In diesem gibt es keine Lösung, es zählt nur wie sie ihre eigene Lösung erarbeiten. Wie bei der letzten Mission werden sie an einem Punkt kommen an dem sie meinen gescheitert zu sein. Hier zählt nicht die objektive Tatsache oder Bewertung sondern ihr Gefühl. Wichtig ist das sie lernen dies zuzulassen und daraus für die Zukunft lehrreiche Schlüsse zu ziehen. Ein bekannter Leitsatz auf Vulkan lautet: "Das Wohl der Vielen wiegt schwerer als das Wohl der Wenigen oder eines einzelnen". Mir fällt es vielleicht etwas leichter damit umzugehen, da ich darin geübt bin meine Gefühle zu bändigen. Und um ihre Frage zu beantworten, wir Vulkanier sind ernorm emotional. So sehr sogar das wir uns am liebsten alle umbringen würden. Zum Glück hat Surak einen Weg gefunden diese Emotionen zu kanalisieren und unschädlich zu machen. Wir haben diese aber immer noch. Das Ritual das sie ansprechen lautet "Kolinahr". Vulkanier die sich diesem Ritual unterziehen ziehen sich, bis auf sehr spärliche Kontakte, aus der Mehrheitsgesellschaft zurück und widmen sich fortan dem Studium der Lehren Suraks und der Beherrschung ihrer Emotionen. Man kann es auch als einen im Konklav lebenden Logikorden bezeichnen.
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    • "Der Kobayashi Maru Test. Er ist berüchtigt auf der Akademie, auch wenn niemand wirklich etwas über Details verlauten lässt. Gerade dieser Leitsatz lässt mich auch über den Test nachdenken. Ich finde 'Das Wohl der Vielen wiegt schwerer als das Wohl der Wenigen oder eines Einzelnen.' gut und auch richtig. Jedoch kommt hier auch direkt eine ganz eigene Moral zum Tragen.
      Wie sieht es aus wenn man die Wahl hat Viele zu retten, zum Beispiel 50 Personen die man nicht kennt, oder stattdessen zwei die man kennt, die vielleicht sogar Freunde sind. Als Privatperson wäre die Wahl für mich vermutlich relativ klar, ich würde mich für meine Freunde entscheiden, aber danach versuchen trotzdem die anderen auch noch. Doch als Offizier ist die Wahl dann nicht mehr klar. Am besten findet man einen dritten Weg um die Wenigen und die Vielen zu retten. Immerhin sind wir die Sternenflotte, wir sind alle nicht blöd, wir finden neue Wege an die niemand zuvor gedacht hat!"


      Glia rieb sich die Schläfen. "Auf jeden Fall danke ich ihnen. Sie haben mir einiges zum Nachdenken gegeben. Ich bin froh, dass sie an Bord sind.", sagte Glia und meinte es auch so.
      Glia Nightingale, Taktikscher Offizier der Verne
    • Das Freut mich Lieutenant. Aber genau dafür bin ich da. Was den Kobayashi-Maru Test anbelangt, so kann ich sie beruhigen. Auch sie werden ihre persönliche Lösung finden.


      Wen sie wieder das Bedürfniss für ein Gespräch haben, einfach anklopfen.
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    • "Das werde ich machen.", sagte Glia und stand auf. Dabei schenkte sie T'Jul ein Lächeln. "Danke für ihre für dieses spontane Gespräch. Gute Nacht."

      Die Orionerin verließ das Quartier der Counselor und ging nun direkt in ihr eigenes Quartier. Es hatte tatsächlich gut getan mal mit jemandem darüber zu sprechen. Da es nun jedoch schon weit über ihre übliche Zeit hinaus war, zog sie sich nur noch aus und ließ sich ins Bett fallen. Die nächsten Tage würde bestimmt wieder genug Arbeit bieten und als angehender Kommandooffizier sollte man fit sein.
      Glia Nightingale, Taktikscher Offizier der Verne
    • T'Jul war froh das sie helfen konnte. Es war spät geworden und höchste Zeit für ihre regelmäßige Meditation. Nach deren Beendigung schaute sie noch routinegemäß in ihren Posteingang und fand dort die Mitteilung über ihre Zulassung als Notfalmedizinerin.
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    • <<< Nach der Mission vom 30.09.2020>>>

      Glia untersuchte weiter gemeinsam mit Sokur die im Container gefundenen Waffen. Es waren teilweise exotische Modelle und Prototypen der Sternenflotte und Romulaner. Bisher hatten sich noch keine Hinweise darauf gefunden wer den Container an der Hülle der Verne angebracht hatte.
      Glia rieb sich die Schläfen. Zeit für eine Pause! Sokur war so fokussiert auf seine Arbeit, dass sie ihn einfach machen ließ und den Raum vorerst verließ um sich ein wenig die Beine zu vertreten und wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
      Glia Nightingale, Taktikscher Offizier der Verne
    • Quartier -> Haupt-Wissenschaftslabor

      Es war der Geruch von Kerzen, welche ihn wieder in das Hier und Jetzt zurück holte. Oder zumindest, der simulierte Geruch. Der Aenar genoss die Stille und die Dunkelheit, welche ihn in seinem Quartier umgab und ihm half, in eine tiefe Meditation zu fallen. So tief, dass er für einige Tage ohne Schlaf auskommen konnte. Vielleicht war sie heilsam, ganz besonders in der derzeitigen Situation. Talan hatte dem wissenschaftlichen Hauptlabor des Schiffes den Auftrag der Untersuchung der Stoffe aus dem Container zugeteilt und um eine Analyse der Materialien gebeten, mit welchen man wohl zu tun hatte. Er erinnerte sich dabei daran, dass er auch um die Benachrichtung zu den neuesten Erkenntnissen gebeten hatte. Und dieser Wunsch sollte wohl nicht unerhört bleiben.


      Es war der neue LWO der Verne, Lieutenant Commander Dormont, welcher ihn über das Schiffscom bat, in das Hauptlabor zu kommen. Mit einem Seufzen bestätigte Talan die Anfrage des – eigentlich höherrangigen – Offiziers und stand nun mehr oder weniger wackelig auf, um das Programm des Replikators und der Lüftungssteuerung zu deaktivieren, bevor er ohne seine Binde das Quartier verlies. Talan hielt seine Augen fest geschlossen, und spürte langsam das Kribbeln, welches durch das künstliche Licht verursacht wurde. Auch wenn er es visuell nicht wahrnahm, reagierten seine Augenpartien wie immer sehr stark auf die Energie und die Strahlung dieser Lichtquelle – bis es nach wenigen Sekunden leicht um die Augen zu brennen begann. Der Aenar kannte das Gefühl nur zu gut und zog daher die Kapuze seiner freizeitlichen Kleidung etwas weiter nach unten in das Gesicht. Er war einfach, und gemäß den Traditionen der Aenar bekleidet, und trug lediglich eine hellbeige Unterrobe mit einem braunen Kapuzenumhang darüber. Es war kein billiger Stoff, aus welchem dieses Kleidungsstück hergestellt war und obwohl Talan tatsächlich keine Ahnung über dessen Farbgebung hatte, so fühlte sich das Material für ihn recht natürlich an. Fast sogar heimatlich.


      Bis er das Zischen der Labortüren vernahm und etwas fester die Augenlider zusammen drückte. Das Brennen versuchte er wie immer zu ignorieren, auch wenn es ihm ganz und garnicht so leicht fiel.
      Kleines Monekül in einem riesigen Universum - aber wo ist der Ausgang?
    • Haupt-Wissenschaftslabor

      T'Jul war damit beschäftigt eine Liste der im Container enthaltenen Substanzen anzulegen. Neben so nützlichen Dingen wie Inoprovalin waren auch ganz üble Psychopharmaka darunter. Selbst das gefürchtete Dihydromonoxid fehlte nicht. Sie konnte kein System in der Zusammensetzung erkennen und die Auswahl war für vulkanische Ansichten vollkommen unlogisch. Es wirkte eher wie eine Mustersammlung einer Pharmahandlung. Da davon auszugehen war das niemand sein Eigentumsrecht einfordern würde war es zumindest ein nicht unwillkommene Bereicherung der Schiffsapotheke. Erstaunlich und überraschend war ebenfalls eine Probe mit Trellium D vorhanden.
      Die Logik ist der geeignete Weg zur Beschreibung der Realität.
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