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Inhalt Die ganze Ausgabe auf einen Blick Aktuelles um die Trek-Bücher. Deutsche Star Trek-Romane Nachgehakt - unsere Buchrezension Das Comic "Nero" Aus
dem
Space-Kästchen
geplaudert
I Interview mit Andreas Brandhorst. Aus
dem
Space-Kästchen
geplaudert
II Interview mit Markus Rohde, Cross-Cult. Und danken für Ihr Interesse! Redaktion, Abonnement und Copyrights. |
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Neues aus der Bücherwelt Aktuelles um die Trek-Bücher. Lesen Sie hier, was sich im "Star Trek"-Bücherkosmos tut. News zu deutschsprachigen Romanen Neues aus dem Hause Cross Cult Der Cross Cult-Verlag hat in den letzten Monaten
seine Pläne präsentiert. Nachdem die bisherigen
Programmschwerpunkte TNG, Titan und Vanguard weitgehend auf dem
aktuellsten Stand sind, werden die freien Plätze in den
nächsten Monaten von "Enterprise", der "New Frontier" und
"Classic" übernommen. In "Enterprise" sind zunächst die vier
bislang erschienenen Romane des "Relaunch", sprich den Romanen nach
Ende der Serie, geplant. News zu englischsprachigen Romanen Neues von Pocket Books Neues von IDW |
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Auf dem Hauptschirm Trek-Romane in Deutschland - Ein
Rückblick "Star Trek"-Romane sind - Sie wissen es - die Grundlage der "Unendlichen Seiten". Eine schier unendliche Menge an Büchern existiert in den USA, aber auch der deutsche Markt hatte eine Zeit erlebt, in der übersetzte Ausgaben wie frisches Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt angeboten wurden. Dieser Artikel soll einen kleinen Überblick über das geben, was sich in den Jahren rund um das deutsche "Star Trek"-Buch getan hat und einen kleinen Ausblick auf die Zukunft geben. Verlage, Verlage, Verlage Heyne Franz-Schneider-Verlag Goldmann Weltbild, VGS und Bertelsmann Heel Williams-Verlag Alles war vertreten Anhand der kleinen Einführung über die deutschen Verlage sieht man schnell, dass so ziemlich alles vertreten war, was in den USA Erfolg mit dem Namen "Star Trek" hatte. Heyne veröffentlichte Romane zu allen Trek-Serien: "Classic" (ca. 100 Romane), "The Next Generation" (ca. 75 Romane), "Deep Space Nine" (25 Romane), "Voyager" (23 Romane), "Die Neue Grenze" (sechs Romane) und "Enterprise" (vier Romane). Ebenfalls wurden Subserien wie "Die Badlands" veröffentlicht, also Miniserien oder -Zyklen innerhalb der "Star Trek"-Serien.
Das bekamen viele "Star Trek"-Serien direkt zu spüren: Nach nur sechs Teilen endete die Serie "Die Neue Grenze" und hinterließ viele Leserinnen und Leser mit einem großen Cliffhanger. Und von 30 geplanten "Starfleet-Kadetten"-Romanen erschienen nur elf. Das Zugpferd von "Star Trek" war "The Next Generation", weswegen von den geplanten knapp 80 nur sechs nicht erschienen. Aber ob das nur an dem übersättigten Markt lag, dass Heyne weniger Romane absetzte? Der Anspruch der Leser stieg durch das immer größer werdende Angebot, wodurch auch neue Serienkonzepte entstanden und den Leser und den TV-Zuschauer verwöhnten. Die "Star Trek"-Romane in Deutschland aber blieben ihrem alten Prinzip treu: "Abgeschlossene Handlung, jeder Charakter geht so raus wie er in die Geschichte hinein ging". Wenig Originelles war in dem Angebot auf dem deutschen Markt dabei, nur Einzelgeschichten, die sich im Grunde genommen ähnelten. Und so blieben die Käufe aus, während in den USA Serienkonzepte wie "A Time To...", der DS9-Relaunch, "Titan", "Vanguard" und ähnliche Geschichten neuen Schwung in das "Star Trek"-Universum brachten. Qualität der Übersetzungen Es ist ein Glaubenskrieg: Viele Menschen
boykottieren deutsche Übersetzungen und greifen grundsätzlich
zum englischen Original. Gut für globale Bücherhändler
wie zum Beispiel Amazon, die sehr günstig US- und UK-Versionen
anbieten und dem Kunden den Versand sehr einfach machen.
Außerdem: Möchte ich die Bücher so schnell wie
möglich lesen, greife ich zum englischen Original und brauche
nicht auf die Übersetzung zu warten. Warum dann noch die
Übersetzung kaufen, wenn ich das Original schon habe? Wie gesagt,
war das englische Angebot in Form der oben genannten Serienkonzepte
à la "A
Time
To..." und DS9-Relaunch
origineller, sodass der Leser ganz auf das englische Angebot umstieg. Dabei waren die Übersetzungen in Deutschland
ziemlich gut, weil bemüht: Teilweise wurde die Handlung der
originalen Geschichte umgeschrieben, weil sie an vielen Stellen
unlogisch und unsinnig war. [Da fragt man sich, wie jene Handlungen
durch das Lektorat von Pocket Books kamen...]. Für gute
Übersetzungen sorgte unter anderem Autor Andreas Brandhorst, der
lange in Diensten von Heyne stand und viele "Star Trek"-Romane vom
Englischen ins Deutsche übersetzt hat. 2008 - Die Bücher kehren zurück Es sollte einige Zeit vergehen, bis wieder neue "Star Trek"-Romane nach Deutschland kamen. Gab es für "Star Trek" überhaupt noch einen Markt? Wie sah die Rechtsgrundlage aus und was würde die Leserinnen und Leser interessieren? Vor allem: Welcher Verlag würde sich eines solchen Risikos annehmen? Antworten auf diese Fragen lieferte Markus Rohde vom Verlag Cross Cult. Er war der Initiator der "Star Trek"-Neugeburt auf dem deutschen Büchermarkt. Und so erschien im Februar 2008 mit "Der Vorbote" Teil eins der in den USA erfolgreich laufenden Serie "Star Trek: Vanguard".
Und ich? Zum Ende der "Unendlichen Seiten" hin möchte ich an dieser Stelle die Grenzen zwischen der objektiven und subjektiven Sicht auf die "Star Trek"-Romane etwas verwässern. Auch wenn ich mittlerweile auf die 30 zugehe und sich meine Interessen im Laufe der Jahre verändert haben, sind "Star Trek"-Romane für mich immer etwas Besonderes. Sie haben mich schon immer mehr interessiert als "Star Wars"- oder "Perry Rhodan"-Romane oder gewöhnliche Belletristik. Denn sie lassen in mir meine Kindheitshelden weiterleben, die nach Ende der TV-Sendungen wieder in der Röhre, auch Fernseher genannt, verschwunden sind. Mein erstes "Star Trek"-Buch, das ich gelesen habe, ist der TNG-Roman "Eine Hölle namens Paradies" von Peter David gewesen. Ich weiß, dass mir es meine Eltern zum Geburtstag geschenkt haben. Das muss gute 15 Jahre her sein, aber trotzdem weiß ich noch, wie ich begeistert Seite um Seite gelesen und mit meinem Helden Commander Riker mitgefiebert habe. Er ist übrigens immer noch mein Lieblingscharakter in "Star Trek", weswegen ich auch ganz gespannt auf die "Titan"-Reihe gewesen bin. Das ist letzten Endes der Auslöser für meine Liebe zu "Star Trek"-Romanen gewesen. Ich habe im Laufe der Jahre so ziemlich jeden Heyne-"Star Trek"-Roman und jetzt neuerdings auch jeden Cross Cult-Roman in meinen Händen gehalten und in mein Bücherregal gestellt, die meisten davon gelesen. Dazu sind auch viele Bücher aus den USA gekommen. Trotzdem sind deutsche Trek-Bücher für
mich immer noch etwas Besonderes. Ob es an den ganz besonderen
Buchdeckeln liegt? Dem speziellen Papier? Nein, es liegt daran, dass
mir deutsche "Star Trek"-Romane viel Freude bereitet haben - und es
sicherlich noch lange tun werden. Auf die Zukunft von "Star Trek"! Related Links Romane bei Memory Alpha Cross
Cult SchneiderBuch Heyne Goldmann-Verlag startrekromane.de TrekZone
Network:
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Nachgehakt - unsere Buchkritik "Nero" "Star Trek XI" war womöglich der
umstrittenste "Star Trek"-Film, den es je gab. Ein großer
Kritikpunkt: Was geschah mit dem übermächtigen Gegner Nero,
nachdem er die U.S.S. Kelvin vernichtete und urplötzlich 25 Jahre
später auf dem Weg nach Vulkan war? Jene gedrehten Szenen waren
nicht Teil des Films, weil sie der Schere zum Opfer fielen. Aber
hätten sie tatsächlich alles beantwotet? Eine Erklärung
ob der verschollenen 25 Jahre bringt das "Star Trek"-Comic Nero, das im
Mai 2010 in Deutschland erschienen ist. Inhalt Eine neue Zeit bricht an - Entscheidungen müssen getroffen werden. Entscheidungen, die das Überleben einer Kultur sichern, Entscheidungen, die das Dasein einer anderen Kultur beenden. Die U.S.S. Kevin führte einen Kampf gegen einen schier übermächtigen Gegner. Was eben noch als Anomalie im Weltraum interpretiert wurde, zeigte sich im nächsten Moment als tödliche Gefahr. Das Föderationsschiff wirkte, gegenüber dem schwarzen, bizarren und unbekannten Schiff, beinahe verloren, und wenig später verstreuten sich die Wrackteile der U.S.S. Kelvin im Raum. Die Besatzung kam ums Leben, nur Wenige konnten sich retten. Die Narada wurde durch die Kollision mit der U.S.S. Kelvin beschädigt. Als letzter, verzweifelter Versuch, den Feind doch noch zu treffen, steuerte der stellvertretende Captain George Kirk das Föderationsschiff in das Herz der Narada und startete kurz vor dem Aufprall dem Warpantrieb. Das Warpfeld hätte die Narada beinahe zerrissen. Der Captain der Narada musste Entscheidungen treffen: Nero war in seiner Zeit ein einfacher Förderexperte. Doch dann sah er seine Heimat Romulus sterben und schwor sich in seiner Wut und seiner Trauer Rache! Er würde denjenigen zur Verantwortung ziehen, der Hilfe versprach, aber sie zu spät leistete. Er würde denjenigen richten, der ihn und sein Volk verraten hatte: Spock! Die Narada, aber auch das Schiff des vulkanischen Botschafters wurden nach dem Ende von Romulus in ein Schwarzes Loch gezogen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Spock in dieser Zeitlinie, in der Vergangenheit, auftauchen würde. Nero hatte seine Ziele klar definiert, und er verlangte diese Entschlossenheit auch von seiner Crew. Doch nicht alle wollten ihm folgen. Er ließ sie gehen und hat sie "nach Hause geschickt". Die verwundete Narada trieb im Raum und wurde schnell zum Angriffsziel alter Feinde. Klingonen entdeckten das bizarre Schiff und griffen es an. Sie waren zahlenmäßig und waffentechnisch überlegen und brachten das Schiff und deren Besatzung in ihre Gewalt. Gewalt! Das sollte den Willen und das Schweigen der Romulaner brechen. Und wo verbringen Gefangene des klingonischen Imperiums ihr jämmerliches Dasein? In der eiskalten Hölle - auf Rura Penthe. Die Klingonen waren beeindruckt. Noch nie hatten sie eine Technologie gesehen, die auch nur ansatzweise mit der der Narada mithalten konnte, und so wollten sie sich natürlich dieser ermächtigen. Die romulanische Crew der Narada war, unter Folter, bereit zu reden. Nur Einer schwieg: Nero! Die klingonischen Gefängniswärter benutzten und folterten ihn, doch Nero schwieg und verfolgte weiterhin seine Ziele. Er würde Spock finden und über ihn richten. Es war nur eine Frage der Zeit. Die Zeit verging...Tage...Wochen...Monate...Jahre...Jahrzehnte. 25 Jahre lang schwieg Nero. 25 Jahre lang arbeiteten er und seine Mannschaft in dem Gefängnislager Rura Penthe. Die Zeit brachte Verbündete, wie den Gefangenen Clavell. Der Terraner, ein Stellarkartograph, fristete sein Dasein in der eisigen Hölle und schloss sich Nero an. Die Zeit brachte aber auch neue Erkenntnisse und Gedanken. Der romulanische Förderexperte lernte, sein latentes telepathisches Potential zu nutzen, und er lernte seinen Geist zu öffnen. Und doch war Nero ein Gefangener auf Rura Penthe, welcher sich, mittels Drogen, ab und an dieser Hölle entsagte. Die Narada lag all die Jahre in Orbitalquarantäne. Die Klingonen versuchten verzweifelt die Technologie dieses Schiffes zu entschlüsseln, es schien immer darauf hinzudeuten, dass dieses Schiff ein eigenes Bewusstsein besitzt. Nero konnte sie hören. Nero konnte in seinem Geiste die Narada hören. Sie rief nach ihm, sie wartete auf ihn... sie half ihm. Das Schiff bombardierte das Gefängnislager, und sein Captain nutzte die Chance um sich, seine Crew und seine Verbündeten aus dieser Hölle zu befreien und zu fliehen. Die Narada heilte sich selbst und brachte Nero in Kontakt mit einer hoch entwickelten Intelligenz, die es ihm ermöglichte, seinem Ziel ein Stück näher zu kommen: Spock! Kritik Lange haben wir auf dieses Comic gewartet. Im Gegensatz zu den Vorgängern wie "Star Trek: Spiegelbilder" oder "Star Trek: Tor zur Apocalypse" lehnt sich "Star Trek: Nero" an den aktuellen "Star Trek"-Kinofilm an, wie auch das Comic "Star Trek Countdown". Beide Comics sind dahingehend besonders, dass sie in ihrer Geschichte Fragen beantworten, welche im "Star Trek"-Film offen geblieben sind. Die Geschichte entstammt der Feder von Roberto Orci und Alex Kurtzman, welche auch schon das Comic "Star Trek: Countdown" geschrieben haben. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Nero, dem "Star Trek XI"-Bösewicht, dargestellt. Sie zeigt, was uns im Film verborgen geblieben ist, nämlich wie die Klingonen der Vergangenheit es überhaupt geschafft haben, in ihre Gewalt zu bringen, aber auch wie Nero und seine Mannschaft die 25 Jahre Haft auf Rura Penthe überstanden haben und wie es Nero gelungen ist, vom Gefängnisplaneten zu fliehen. Der Inhalt ist sehr interessant, da das Geschehen sich auf einen festen Personenstamm und eine übersichtliche Szenerie beschränkt. Die einzelnen Charaktere wirkten gut ausgearbeitet und dargestellt. Auf Grund dieser Herangehensweise konnten die Handlungen sehr detailliert beschrieben werden. Wenn man das Heft so liest, wird man immer wieder überrascht, weil die einzelnen Charaktere immer wieder neue Seiten und Facetten aufzeigen. So wird unter anderem auch erklärt, warum Nero zum dem geworden ist, den er im Film darstellt, und so kann man sein Verhalten vielleicht auch noch eher nachvollziehen. Ein wenig irritierend sind jedoch kleine Diskrepanzen zum Film, vor allem, was es die Narada angeht. Zudem hätte man im Comic mit dem telepathischen Fähigkeiten der Romulaner ein wenig sparsamer umgehen können. Letzteres kommt vor allem im Film nicht durch und wirkt im Comic somit ein wenig übertrieben oder eben unglaubwürdig. Die Zeichnungen wurden von David Messina angefertigt. Der italienische Comiczeichner hat meines Erachtens wieder eine sehr gute Arbeit abgeliefert. David Messinas Zeichenstil wirkt immer ein wenig kantig und grob, was aber sehr gut in die "Star Trek"-Comics passt und bei "Star Trek: Nero" wirklich gut zur Geltung kommt. Die Charaktere in "Star Trek: Nero" sind romulanische Minenarbeiter und klingonische Gefängniswärter, also harte Kerle, die man dann auch dementsprechend so darstellen kann. Das ist durch Messinas Zeichenstil und kräftige Konturen wirklich gut gelungen. Was aber auch sehr beeindruckend dargestellt ist, sind die Weltraumschlachten zwischen der Narada und den Klingonen. Hier findet man sehr detailreiche Zeichnungen. Das Comic zeigt einige Doppelseiten, auf welcher diese Schlachten aber auch die Narada dargestellt werden. Letztere wirkt sehr filigran. Neben den wirklich ansprechenden Zeichnungen ist aber auch die Farbgebung in "Star Trek: Nero" sehr interessant. Die Darstellung der Weltraumschlachten, der Schiffe und der Planeten wie zum Beispiel Rura Penthe ist unheimlich extrem. Entweder findet man nur kühle und dunkle Farben, die sanft ineinander übergehen, oder die Bilder sind hell, beinahe grell und aufwühlend gestaltet. Ähnlich wie die Ruhe vor dem Sturm, mit darauf folgendem Feuerwerk. Angelehnt an die Geschichte und an den Handlungsort Rura Penthe wurden viele Grautöne verwendet. Die Farben wirken weich und gedeckt, treten aber durch die kräftigen Konturen sehr stark hervor. Sie lassen die Szenerie auf Rura Penthe trist erscheinen, aber dennoch nicht bewegungslos. Das gesamte Comic wirkt sehr düster, passend zur Geschichte und doch gibt es immer wieder extreme Farbwechsel angepasst an die aktuelle Situation. Fazit: Ich muss gestehen, dass ich ein kleiner Fan des romulanischen Bösewichtes bin und mich somit sehr auf dieses Comic gefreut habe. Gekauft habe ich es auf der FedCon, wo ich mit dem Comiczeichner David Messina ein paar Worte wechseln konnte. Er ist ein wirklich netter Kerl, was dem Ganzen noch mehr Pluspunkte gibt. "Star Trek: Nero" ist ein interessantes Comic, wenn man den aktuellen "Star Trek"-Film leiden mag und ein wenig mehr hinter die Kulissen schauen will. "Star Trek: Nero" zeigt auf, warum Nero zu dem wurde, der er im Film ist, welche Beweggründe sein radikales und erbarmungsloses Handeln hatte. Zudem ist es sehr interessant, dass mal ein wenig auf die Physiologie der Romulaner eingegangen wird, vor allem was ihr latentes telepathisches Potential angeht. In dem Comic werden zudem viele Fragen beantwortet, welche im Film offen geblieben sind. Zum einen, wie die Klingonen die Narada überhaupt übernehmen konnten, wie Nero und seine Crew von Rura Penthe geflüchtet sind und mit wessen Hilfe die Romulaner Spock wirklich ausfindig machen konnten. Ich warne jedoch vor, dass die Antworten teilweise wirklich überraschend sind und ein wenig weit hergeholt sein könnten. Doch lesen Sie es einfach selbst. "Star Trek: Nero" ist ein gelungenes Comic mit fantastischen Zeichnungen, einer ausdrucksstarken Colouration und einer interessanten Geschichte. Das Comic kann man als Softcover kaufen oder auch als, auf 1.000 Stück limitiertes, Hardcover-Exemplar. Beide Ausgaben sind mit einem Cover von David Messina versehen, welches er extra für die deutschen Ausgaben anfertigte. Neben dem Comic als solchem, finden Sie in den Ausgaben auch eine Covergallerie mit den amerikanischen Covern, welche sehr sehenswert sind. Zudem sind einige Tuschezeichnungen von David Messina dabei und ein Interview mit dem Mann, der Nero in "Star Trek XI" verkörperte: Eric Bana. Das Comic kann unter anderem bei Amazon.de bestellt werden. Note: 1-
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Aus dem Space-Kästchen geplaudert I Interview mit Andreas Brandhorst. Als "Star Trek" in den 90er Jahren im
Heyne-Verlag erschien, war "Star Trek" in Deutschland gleichzeitig
untrennbar mit
dem Namen Andreas Brandhorst verbunden. Über Jahre hinweg
übersetzte er englische "Star Trek"-Romane ins Deutsche. Die
"Unendlichen Seiten" freuen sich, mit Herrn Brandhorst ein Interview
führen zu können. Wer ist Andreas Brandhorst? Ich bin in Norddeutschland geboren, und das ist inzwischen 54 Jahre her. Damals war die Welt noch eine andere, und ich habe schon als Kind versucht, sie erst zu malen und dann, als ich schreiben lernte, sie mit Worten einzufangen. Meine ersten damaligen Geschichten durfte ich in der Schule vorlesen, und der Applaus meiner Klassenkameraden und das Lob der Lehrer spornten mich an. Wer weiß, vielleicht gab das den Ausschlag. Ich schrieb und schrieb, und mit 19 gelang es mir, meinen ersten Roman zu verkaufen. Ein paar Jahre später war ich professioneller Autor und Übersetzer. Was fasziniert Sie an der Science-Fiction so sehr, dass Sie sich ihr als Autor und Übersetzer widmen? Gibt es vielleicht noch ein Genre, das Sie ebenfalls interessant finden? Ich bin mit SF aufgewachsen, mit Heinlein, Asimov und all den anderen. Das Phantastische gefällt mir, weil ich dort meine Phantasie voll ausleben kann – ich stoße nirgends an Grenzen. Ein anderes Genre, das mich reizt, ist der Thriller, insbesondere jene Art von Thriller, bei der die psychologischen Aspekte wichtig sind. Ich mag es, den Protagonisten in die (dunkle) Seele zu schauern. Als Autor finde ich psychologische Interaktionen höchst interessant. Was treibt uns Menschen an? Welche Ungeheuer lauern in uns, und was setzt sie frei? Diese Fragen faszinieren mich; darüber schreibe ich gern. Sie haben mehrere Sci-Fi-Sparten wie "Star Trek" oder "Die Scheibenwelt" übersetzt und für "Perry Rhodan" geschrieben: Haben Sie eine Lieblings-Sci-Fi-Sparte? Die Scheibenwelt-Geschichten von Terry Pratchett sind keine Sci-Fi, beziehungsweise SF. Sie sind Fantasy, und auch bei dieser Kategorisierung würde ich sehr vorsichtig sein, denn die Scheibenwelt ist nicht einfach eine neue Fantasy-Karte, wie man sie oft zu Anfang einschlägiger Bücher findet, sondern vor allem ein (Zerr)Spiegel unserer Welt. Für "Perry Rhodan" habe ich zwei Beiträge geleistet, zwei Taschenbücher, ohne dabei dem Zwang der Serie unterworfen zu sein. Deshalb ist es nicht ganz richtig zu sagen, dass ich "für 'Perry Rhodan' geschrieben habe". Ich habe nur zweimal in jenes Universum hineingeschnuppert, mehr nicht. Was "Sparten" bzw. Subgenres betrifft, habe ich keine besonderen Vorlieben, wenn es nur gut durchdacht ist. Darauf kommt es mir vor allem an. Was da geschrieben steht, muss einen Sinn haben und sprachlich kompetent sein, das sind die wichtigsten Voraussetzungen. Ich merke schon nach wenigen Seiten, ob der Autor Gehirnschmalz bemüht hat oder nicht, und wenn das, was ich da lese, den Eindruck erweckt, einfach nur dahingeschrieben zu sein, um den Platz zwischen zwei Buchdeckeln zu füllen, verliere ich sofort das Interesse. Was befriedigt Sie mehr: das Übersetzen oder das Schreiben? Was befriedigt Sie mehr, einen Wald zu sehen oder in ihm zu wandern, das Meer im Fernseher zu betrachten oder darin zu schwimmen? Das Schreiben ist in jedem Fall befriedigender, weil man in die Haut der eigenen Protagonisten schlüpfen und mit ihnen leben kann. Als Autor ist man ein Weltenschöpfer, als Übersetzer muss man sich mit den Welten anderer Autoren auseinandersetzen. Wie kamen Sie damals zu Heyne und wie sah Ihre Arbeit dort aus? Wie standen Sie zu dem Ende von "Star Trek" bei Heyne? Zu Heyne bin ich vor etwa 30 Jahren gekommen, als Übersetzer, und als dann der Kollege ausfiel, der damals die wenigen erscheinenden "Star Trek"-Titel übersetzte, bin ich gefragt worden, ob ich bereit sei, den einen oder anderen Titel zu übernehmen. Damals war ich gerade mit meiner jungen Familie nach Italien übergesiedelt und brauchte "sicheres Geld", und die "Star Trek"-Aufträge, die schon nach kurzer Zeit immer mehr wurden, kamen mir da sehr gelegen. Das Ende von "Star Trek" kam durch eine Marktübersättigung. Die Verkaufszahlen nahmen ab, und gleichzeitig kosteten die Lizenzen immer mehr Geld. Ich habe damals bedauert, dass es mit "Star Trek" zu Ende ging, denn jener Kosmos war mir nach so vielen Übersetzungen gewissermaßen in Fleisch und Blut übergegangen. Aber es traf zeitlich mit einer Umorientierung bei mir zusammen: Ich wollte mehr schreiben, wieder zum Autor werden, als der ich angefangen hatte (siehe nur damals die Terranauten bei Bastei), und deshalb begrüßte ich die Möglichkeit, mich auf die eigene Kreativität zu besinnen. Fällt Ihnen ein "Star Trek"-Roman ein, den Sie besonders gut oder besonders schlecht fanden? Und haben Sie schon einmal die Übersetzung eines Romans abgebrochen? Nach all den Jahren erinnere ich mich noch an "Was kostet dieser Planet?" von John M. Ford, den ich köstlich fand (obwohl sehr schwer zu übersetzen), auch deshalb, weil er völlig aus dem Rahmen fiel und hier jemand den Mut hatte, die ganze "Star Trek"-Welt auf die Schippe zu nehmen. Unter den vielen von mir übersetzten "Star Trek"-Romanen waren auch wahrhaft horrende Titel, die in ihrer Originalfassung unlesbar gewesen wären. Die habe ich teilweise erheblich umgeschrieben, natürlich in Absprache mit der Redaktion. Wie viel Mitspracherecht haben Sie bei einer Übersetzung? Wo liegen dabei eigentlich die Rechte? Ich erstelle eine Übersetzung so, wie ich sie für richtig halte, und dafür bin ich letztendlich verantwortlich. Später wird im Verlag häufig noch das eine oder andere geändert, und manchmal verständige ich mich in diesem Zusammenhang mit dem zuständigen Redakteur und Lektor. Die Rechte an der Übersetzung liegen bei mir, und ich verkaufe sie mit dem Übersetzungsvertrag für das vereinbarte Honorar. Lange Zeit haben Sie "Star Trek"-Romane übersetzt und vor einiger Zeit Ihre eigenen Romane veröffentlicht, die ebenfalls im Sci-Fi-Genre angesiedelt sind (zu erwähnen z.B. die Kantaki-Serie). Hat "Star Trek" da nicht einen gewissen Einfluss auf "Ihre Welt" der Sci-Fi? Wenn ja, wie versuchen Sie diesen Einfluss heraus zu lassen? Oder inspiriert er Sie sogar etwas? Alles inspiriert den Autor: was er gelesen hat, vor vielen Jahren und gerade erst gestern, was er sieht, hört und riecht. Je größer die Lebenserfahrung, desto mehr wachsen die Inspirationen, desto größer wird der Schatz aus Anregungen und Ideen, aus dem man schöpfen kann. Wenn man es so sieht, gehen bestimmte Inspirationen sicher auch auf "Star Trek" zurück. Andererseits: Die "Star Trek"-Zeit liegt jetzt viele Jahre zurück, und andere Dinge sind in den Vordergrund gerückt. Nach und nach endete bei Heyne die "Star Trek"-Reihe: In diversen Romankatalogen stehen "Romane in Vorbereitung". Wissen Sie, was es mit diesen in vorbereiteten Romanen auf sich hat? Waren deren Übersetzungen bereits fertig und wurden nur nicht veröffentlicht oder kam es erst gar nicht zu einer Übersetzung? Wenn ich mich recht entsinne, gab es tatsächlich einige "Star Trek-"Romane, die bereits übersetzt waren, aber nie erschienen sind. Und natürlich gab es auch "Star Trek"-Romane, die damals gar nicht erst übersetzt wurden. Lesen Sie auch die neueren "Star Trek"-Romane? Wenn ja, was halten Sie von dem aktuellen Trend der Bücher, nach „Nemesis“ eine neue, härtere Gangrichtung einzuschlagen? Nein, ich lese keine "Star Trek"-Romane mehr. Wie stehen Sie zu "Star Trek XI"? Ich habe den Film erst vor kurzer Zeit gesehen, und ich muss sagen, dass mich die Tricks sehr beeindruckt haben. Auch bei Handlung und Struktur war ein neuer Touch zu erkennen. Problematisch ist in jedem Fall, dass sich die Rahmenbedingungen nicht ändern lassen. Föderation, Klingonen, Romulaner... Vielleicht sollten Fernsehen, Kino und Bücher einen Sprung in einer ferne Zukunft wagen, wo man wirklich etwas Neues und Innovatives bringen kann. Was sind Ihre Lieblingsbücher und Ihre Lieblings-TV-Serien? Was Fernsehserien betrifft... Ich fand "Nummer Sechs" unglaublich gut und freue mich, dass diese Serie jetzt bald wiederholt wird. Und Bücher... Einer meiner Lieblingsautoren ist Dan Simmons. Seine Wälzer "Terror" und "Drood" habe ich geradezu verschlungen – hier wandelt die Phantastik auf den Pfaden echter Literatur. Woran arbeiten Sie jetzt und was planen Sie für die Zukunft? Derzeit schreibe ich an "Die Stadt", einem Mystery-Thriller, der im April 2011 bei Heyne erscheinen wird, und danach kommt "Das Artefakt" (so lautet der Arbeitstitel), ein großer SF-Roman, ebenso episch wie "Kinder der Ewigkeit", der ebenfalls bei Heyne erscheint, voraussichtlich im Herbst 2011. Und jetzt unsere TrekZone Network-Frage: Wo sehen Sie die Menschheit in 100 Jahren? Wenn es die Menschen nicht lernen, Rücksicht auf ihre Umwelt zu nehmen und zu begreifen, dass der Klimawandel nicht bedeutet, dass man im Winter weniger heizen muss, wird es in 100 Jahren keine Menschen mehr geben. Dann geht unsere Geschichte bald zu Ende, zumindest die der menschlichen Zivilisation, wie wir sie kennen. Vielen Dank für dieses tolle Interview! Related Links Amazon:
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Aus dem Space-Kästchen geplaudert II Interview mit Markus Rohde. Eine gefühlte Ewigkeit war "Star Trek" von
dem deutschen Büchermarkt verschwunden - bis ein gewisser Markus
Rohde dafür sorgte, dass die womöglich erfolgreichste
Sci-Fi-Romanserie wieder nach Deutschland kommt. Im Rahmen der
"Unendlichen Seiten" hatte Henning Koonert die Chance, mit Markus Rohde
zu sprechen. Markus, seit 2008 erscheinen wieder "Star Trek"-Romane auf Deutsch. Daran bist du ja nicht ganz unbeteiligt - erzähl unseren Lesern doch mal, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Ich selbst war früher jahrelanger Leser der "Star Trek"-Romane und fand es sehr schade, als Heyne damals die Veröffentlichung schrittweise einstellte. Andreas Mergenthaler, den Verlagsleiter von Cross Cult, kannte ich von einer anderen Geschichte, und so entspann sich Mitte 2008 per Mail der legendäre Dialog zwischen uns. "Mal was anderes ... Ihr bringt doch nur Comics oder macht ihr auch Romane? Ich hätte da eine verrückte Idee." "Ja, wir veröffentlichen nur Comics! Aber was ist denn die verrückte Idee?" Verlagsleiter Mergenthaler, selbst "Star Trek"-Fan, gefiel die Idee, die Romane zurück nach Deutschland zu bringen, sehr gut. Nun, der Rest ist dann irgendwie Geschichte. Nach dem Testballon "Vanguard" ging es relativ schnell mit den "Titan"-Romanen weiter, dann mit TNG und DS9. Wie sehen auf kurze und auf lange Sicht die Pläne für weitere "Star Trek"-Romane bei Cross Cult aus? Die Pläne für das erste Halbjahr 2011 sind ja bereits von uns auf startrekromane.de veröffentlicht worden. Ich denke, wir haben da ein recht buntes Programm zusammengestellt, das für jeden etwas bietet. Es sollen ganze drei neue Reihen bei uns starten. "Star Trek: Enterprise" feiert im nächsten Jahr zehnjähriges Jubiläum. Im Zuge dessen möchten wir mit der Serie im April loslegen. Schon im Januar wollen wir mit "Star Trek: New Frontier" beginnen, die bereits früher als "Die neue Grenze" bei Heyne erschien. Damit nach immerhin ca. zehn Jahren auch Neuleser eine Chance haben, bringen wir die ersten Bände erneut, haben aber fest vor, die Serie fortzusetzen. Ein weiteres Jubiläum (45 Jahre) feiert die Originalserie "Star Trek". Und so soll unser nächstjähriges Sommerhighlight (so wie dieses Jahr "Destiny") der "Feuertaufe"-Dreiteiler (im Original "Crucible") werden, der je einen Band Kirk, Spock und McCoy widmet. Davon abgesehen werden natürlich TNG, DS9, "Titan" und "Vanguard" fortgesetzt. Ansonsten habe ich den großen Masterplan bis ins Jahr 2020 in meinem Safe. Aber die Kombination hab ich leider vergessen. Die Auswahl der Romane, die noch nicht in Deutschland erschienen sind, ist groß. Wie sucht ihr da die Bücher - sowohl die Serien, als auch einzelne Romane (wie zum Beispiel bei der "Classic"-Reihe) aus, die übersetzt werden? Zu Beginn war eines der Kriterien eindeutig, dass die Reihe überschaubar sein musste, da Cross Cult doch ein recht kleiner Verlag ist und halt erst einmal ein Testballon gestartet werden sollte. Daher fiel die Wahl auf das mit damals drei Bänden recht kompakte "Vanguard". Mal davon abgesehen, dass die Reihe gut war und uns von beratenden Fans empfohlen wurde. Ähnlich ging es mit "Titan": bekannte Charaktere aber dennoch nicht zu umfangreich. Als wir dann richtig loslegten, lagen TNG und DS9 als Ideen natürlich nicht fern. Gerade auf die Chance die DS9-Fortsetzung zu machen, hatte ich lange gewartet - mein absolutes Herzensprojekt. Und nun hat man natürlich wirklich die Qual der Wahl. Obwohl wir bei den Serien schon auch erst einmal chronologisch vorgehen wollen, was nicht immer ganz einfach ist, da wir in Deutschland ja einiges aufzuholen haben. Gerade deswegen haben wir zunächst ältere Bücher ausgespart, um das nicht zu sehr ausufern zu lassen und versuchen da jetzt am Ball zu bleiben. Bei "Classic" bot sich der Dreiteiler (der auch inhaltlich wirklich toll und groß ist) als Sommerevent an. Zudem kann man mit dem Ikonentrio (Kirk, Spock, McCoy) immer noch am Besten das Jubiläum zelebrieren. Für die Classic-Serie sind also zunächst nur diese drei Romane geplant? Zunächst ja. Was aber nicht heißen soll, dass dann damit die "Classic"-Veröffentlichungen bei uns beendet sein sollen. Es sind bloß derzeit keine weiteren Titel ausgesucht. Kannst du uns verraten, welche der Roman-Reihen derzeit die beliebteste in Deutschland ist? Hm, wenn ihr mit "beliebteste" meint, welche sich am besten verkauft, dann ist dies definitiv "Star Trek: Destiny". Der Dreiteiler von David Mack ist mit seinen ersten beiden Bänden, die bisher erschienen sind, ein kleiner Bestseller für uns. Die Leser haben - so wie es aussieht - ganz schön darauf hingefiebert. Bislang erfolgreichster Roman ist allerdings der Filmroman zum letzten Kinofilm von J. J. Abrams. Mit dem neuen Verlag für deutsche Romane musste auch eine neue Übersetzermannschaft zusammengestellt werden. Wie hat sich die aktuelle Riege zusammengefunden? Das war im Prinzip ein fließender Prozess. Zu Beginn wählte ich bewusst "Gast"übersetzer, deren Namen im Fandom dem ein oder anderen bekannt sein konnten. Mike Hillenbrand war und ist Chefredakteur des Corona Magazines und "Star Trek"-Sachbuchautor. Claudia Kern übersetzte zu der Zeit auch "Battlestar Galactica" für Panini und hatte zahlreiche "Star Trek"-Sachbücher (u.a. "Star Trek Enzyklopädie") ins Deutsche übertragen. Ich selbst war Chefredakteur der SpaceView. Diese Riege konnte bei einer Erweiterung das Arbeitspensum natürlich nicht bewältigen. Als "Titan" startete, wählte ich Stephanie Pannen, die bereits bei "Vanguard" im Hintergrund (Lektorat und Koordination) tatkräftig mitgeholfen und sich bewährt hatte. Sie ist nach wie vor Stammübersetzerin der "Titan"-Reihe und hat in diesem Jahr wundervoll den "Destiny"-Dreiteiler übertragen. Mit der monatlichen Erscheinungsweise wuchs das Team dann erneut. Zwei meiner langjährigen SpaceView-Mitarbeiter und Autoren diverser Romane stießen dazu: Christian Humberg ist Stammübersetzer von "Deep Space Nine" und Bernd Perplies (mit Ausnahmen) Hauptübersetzer von TNG. Seit diesem Jahr ist Anika Klüver neu im Übersetzerteam. Sie ist seit Längerem feste Lektorin der zahlreichen Reihen und wacht wie der Schießhund darüber, dass alle Begriffe passen. So besteht der derzeitige feste Übersetzerstamm aus vier Leuten: Stephanie Pannen, Christian Humberg, Bernd Perplies und Anika Klüver. Der langjährige Heyne-Trek-Übersetzer Andreas Brandhorst hat uns erzählt, dass er manchmal einen Roman ganz schön umschreiben musste, weil er die Vorlage unglaublich schlecht fand. Korrigiert ihr beizeiten auch inhaltliche Fehler, wenn es gar nicht mehr anders geht? Oh ja, wir korrigieren durchaus schon einmal ganz ordentlich. Völlig umschreiben mussten wir bisher nicht, aber Kleinigkeiten kommen eigentlich ständig vor. Das reicht von Quartieren, die sich auf falschen Decks befinden, bis hin zu leicht haarsträubenden biologischen Theorien. ... leicht haarsträubende biologische Theorien? Ja, an Details erinnere ich mich nicht mehr, aber im zweiten TNG "Widerstand" wurden diverse Dinge über Bienen fabuliert, die schlicht nicht mit heutigen biologischen Erkenntnissen übereinstimmten, so wurden es bei uns dann andorianische Bienen - bei denen sind die Theorien eindeutig schlechter zu widerlegen. Gerade jetzt im neuen "Destiny 3" gab es "unbefruchtete Eizellen in Ihrem Uterus". Hmm, die sind eigentlich eher in den Eierstöcken als in der Gebärmutter. Aber größere Änderungen gab es bislang erst einmal: bei dem kommenden "Deep Space Nine"-Band 8.04. Wir mussten tatsächlich vier oder fünf Stellen etwas gröber umschreiben. Dort ging es mit den Schilden verschiedener Schiffe ziemlich durcheinander. Von Kontinuitätsfehlern abgesehen, wären manche Dinge nach "Star Trek"-Vorgaben gar nicht möglich gewesen. Aber das soll nun auch nicht in Kollegenschelte enden, denn Fehler passieren - genauso ja uns - nun einmal. Umso besser, wenn sie einer entdeckt und ausbügelt. In wieweit haben die Übersetzer denn in ihren Texten freie Hand? Die Übersetzer sollen sich schon an den Originaltext halten. In der Regel läuft es so, dass sie im Falle des Falles Hinweise geben und die Sache dann im Team (Redakteur, Lektor, Übersetzer) geklärt wird. Seit einiger Zeit erhalten viele Romane für die deutsche Fassung ein neues Coverbild. Sind die Originale etwa so schlecht, dass man sie in Deutschland nicht zeigen kann oder was ist der treibende Grund hinter den neuen Covern? Da gibt es verschiedene Gründe. Manche der Cover fanden wir tatsächlich nicht gelungen. So konnte man auf dem Originalcover von "The Next Generation Band 3: Quintessenz" eigentlich nichts konkret erkennen. Und auch das folgende zu "Heldentod" fanden wir nicht sehr schön. Vereinzelt hat es aber auch schlicht den Grund, dass der amerikanische Verlag selbst keinen Kontakt mehr zu den Coverkünstlern hat und die Rechte nicht zu klären sind oder ähnliches. Das sind dann die deutlich langweiligeren Gründe. Mit den zusätzlichen Roman-Reihen wird das Trek-Programm bei Cross Cult nun stark ausgeweitet. Wie wollt ihr vermeiden, dass man am Ende die Leser übersättigt, wie es bei Heyne zuletzt geschehen ist? Die Gefahr besteht sicherlich immer. Aber umgekehrt bekommen wir häufig Zuschriften, dass sich die Leser über die Erweiterungen sehr freuen und die größere Abwechslung begrüßen. Sicherlich kauft auch nicht jeder Leser alle Reihen und so kann es sich letztlich ein wenig verteilen. Aber natürlich müssen wir das im Auge behalten. Neben den Romanen hat Cross Cult, angefangen mit "Countdown", eine Reihe von Comicbänden aus der Feder von David Messina auf Deutsch veröffentlicht. Wie sieht die Zukunft der Trek-Comics beim Verlag aus? Leider müssen wir dort derzeit erst einmal pausieren. Die Verkaufszahlen von "Countdown" waren super; die hat aber leider nicht jeder Band erreicht. Comics sind da das deutlich schwierigere Feld. Es ist allerdings geplant, spätestens zum nächsten Film wieder neue Titel ins Programm zu nehmen. Im Gegensatz zu den Romanen, bei denen man ja im bestehenden Fundus sozusagen aus dem Vollen schöpfen kann, wurden die Trek-Comics teilweise schon für Deutschland angekündigt, bevor sie in den USA vollständig erschienen waren. Hat man hier am Ende die Katze im Sack gekauft? Die "Katze im Sack"? Man könnte es so nennen. Bei den Titeln, die das betrifft, "Spock" und "Nero", fand ich die Kätzchen aber sehr hübsch. Und wir haben nicht völlig blind gehandelt, sondern im Vorfeld Vorschauen und Zeichenmuster bekommen. Ein drittes Medium, auf dem Trek-Literatur nach Deutschland kommt, sind seit dem vergangenen Jahr die "Titan"-Hörbücher von Audible. Nach den ersten vier Romanen war dann in diesem Frühjahr erst mal Schluss. Gibt es Neuigkeiten zu Trek als Hörbuch?/p> Hier sind wir, wie ihr schon sagt, nicht der Herausgeber, sondern vergeben nur die Unterlizenz an Audible, die dann auch unsere Übersetzungen nutzen. Inzwischen hat der Hörbuchspezialist bereits vier Bände einer weiteren Reihe lizensiert. Etwa im November dieses Jahres soll es mit "Star Trek: Vanguard" losgehen. Weitere Details sind leider noch nicht bekannt. Ich halte das Ganze aber wirklich für ein sehr schönes Projekt. Schließlich gab es etwas in dieser Form noch nicht in Deutschland. Mal schauen, wohin sich das entwickelt. Vielen Dank für dieses tolle Interview, Markus! Related Links startrekromane.de Cross-Cult.de Amazon:
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Sterbliche" |
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Über den Rand des Universums... Die Vereinte Föderation der Planeten. Alles um das "Star Trek"-Universum herum
fußt auf der Vereinten Föderation der Planeten, dem
vielleicht mächtigsten Sternenverband unserer Galaxis. Hier fing
"Star Trek" an - und mit diesem Artikel schließen wir, von den
"Unendlichen Seiten", den Kreis. Allgemeines Die Vereinigte Föderation der Planeten ist
eine interstellare Allianz souveräner planetarer Staaten und
Kolonien. Sie wurde am 11. Oktober 2161 auf der Erde, unmittelbar nach
Beendigung des irdisch-romulanischen Kriegs, von den Völkern der
Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten gegründet. In den
achtziger Jahren des 24. Jahrhunderts verfügt sie bereits
über mehr als 150 Mitglieder, deren Territorien sich über
achttausend Lichtjahre erstrecken. Außenpolitik Während die einzelnen Nationen der
Föderation im Innern sehr heterogen sind und weitgehende
Unabhängigkeit genießen, erscheint die Planetenallianz nach
außen hin, im Auftreten gegenüber anderen Mächten, viel
mehr als geschlossene, gut synchronisierte Einheit. Am Ende dieses von
intensiven Konsultationen begleiteten Gemeinschaftsprozesses stehen die
bindenden Beschlüsse des Präsidenten und seines Kabinetts. Im
Hinblick auf ihre auswärtige Politik handelt die Föderation
auf Basis friedensstiftender Motive, Interessen ausbalancierender
Diplomatie und interstellarem Völkerrecht. Des Weiteren strebt sie
eine ökonomische Vernetzung mit nicht-assoziierten Regionen an, um
durch Handel allmähliche Annäherung zu ermöglichen.
Insofern kann sie als Soft Power klassifiziert werden. Konflikte Im 24. Jahrhundert konnte dieser schwelende
Konflikt, trotz zeitweiliger Rückschläge (2372), beigelegt
werden (2293 beziehungsweise 2344), doch kam es bald zu
Auseinandersetzungen mit anderen Mächten in Alpha- und
Beta-Quadrant, unter anderem dem Romulanischen Sternenimperium (2311),
später mit der Cardassianischen Union (2366), den Tzenkethi und
dem Borg-Kollektiv. Den mit Abstand gravierendsten und folgenreichsten Konflikt gab es zwischen Föderation und Dominion. Er führte in den siebziger Jahren des 24. Jahrhunderts zu einem verheerenden Krieg im Quadrantengefüge (2373-75). Aus ihm ging die Föderation machtpolitisch allerdings gestärkt hervor, weil das Klingonische Reich an Einfluss verlor, weit mehr zudem die Cardassianische Union. Zusammen mit dem Romulanischen Sternenimperium bestimmt sie heute als eine von zwei Supermächten die Nachkriegsordnung. |
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Wir verabschieden uns ...und danken Ihnen für das Interesse! Liebe Leserinnen und Leser, Danksagung Unser Dank gebührt allen, die dieses Literaturmagazin unterstützt und bei seiner Erstellung mitgeholfen haben. Ein besonderes Dankeschön an Karl Urban und Raumfahrer.net für ihr tolles Versandsystem, Marvin Luchs, den unermüdlichen Webmaster vom TrekZone Network, Michael Müller als Herausgeber der TZN-Literatur-Newsletter und an unsere vier mehr als engagierten Literatur-Kollegen Julian Wangler, Christoph Hühn, Henning Koonert und Anne-Kathrin Schulz, die die elft Ausgaben dieses Newsletters mit ihren schönen Texten vorangebracht haben! Wir bedanken uns auch bei Andreas Brandhorst und Markus Rohde für diese tollen Interviews! Live Long and Prosper |
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